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Foren => Bestimmungshilfe => Thema gestartet von: micro_peter in Januar 06, 2014, 18:53:50 NACHMITTAGS

Titel: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 06, 2014, 18:53:50 NACHMITTAGS
Hallo, Liebe Mikroskopikerinnen und -Mikroskopiker,

ich bin auf der suche nach einer Hausstaubmilbe. Es gibt viele Menschen, die unter einen Eiweiß in dem Kot der Hausstaubmilbe leiden, weil der Körper, dass Immunsystem darauf reagiert mit Histamin (Naselaufen, Niesen, Augenjucken).

Meine Frage:
Wie bekomme ich eine Hausstaubmilbe unter das Mikroskop?
Wie kann ich eine Falle bauen, um diese zu fangen?



Ich bedanke mich Vorab für euere Hilfe.

micro_p
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: the_playstation in Januar 06, 2014, 19:35:36 NACHMITTAGS
Hallo micro-p,

Ich würde mal in der Nacht das Bett (Matratze) mt einer neuen, leeren Staubsaugertüte saugen.
Da müßten einige eingesaugt werden.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Januar 06, 2014, 19:44:33 NACHMITTAGS
Jo, Bett ist gut. Ich habe welche in den Vertiefungen der Matratze gefunden. Da wo sich der Staub sammelt. Einfach eine Priese unter das Stemi und durchmustern. Ich bin darauf gekommen, dass die auch bei mir wohnen, als ich mal eine zwischen den Radiolarien im Dauerpräparat hatte. Soviel zum staubfreien Arbeiten...

Gerd
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 11, 2014, 00:41:39 VORMITTAG
Hallo Mikroskopikerinnen und Mikroskopiker,

ich danke euch für die zahlreichen Informationen und habe auch einige umsetzen können.
Im Staubsauger, im Bett keine Hausstaubmilbe zu finden.
Ich habe den Inhalt des Staubsaugerbeutels auf ein weißes Blattpapier gelegt, dann von unten mit Licht bestrahlt, es ist keine Milbe zu sehen gewesen.
Dann habe ich mir von verschiedenen Stellen, etwas Staub, auf einen Objecktträger gelegt und abgesucht.
Nach drei Versuchen habe ich es aufgegeben. Ich konnte nicht einmal Tote Milben sehen.
Ich habe manchmal eine allergische Reagtion, doch wo kommt die her, wenn keine Milben zu sehen sind?   

Wenn noch einer praktische Erfahrungen hat, dann würde ich mich freuen, diese zu erhalten.

Ich habe auch Interesse an Informationen über die Züchtung.
Das wäre dann noch eine Möglichkeit, durch einen optimalen Lebensraum (Essen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) diese unter das
Mikroskop zu bekommen.

Bis später

micro_p


Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: knipser009 in Januar 11, 2014, 09:20:49 VORMITTAG
hallo

Zitat: Im Staubsauger, im Bett keine Hausstaubmilbe zu finden.

das glaube ich nicht - in einem Bett sind normalerweise bis zu mehrere 10 000 dieser lieben Mitbewohner zu finden. Die Mehrzahl ist allerdings so klein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. so um die 0,1 mm. Betrachte den Bett-Hausstaub einmal unter 10x-facher Vergrößerung.

Wolfgang
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Klaus Henkel in Januar 11, 2014, 14:40:14 NACHMITTAGS
Zitat von: micro_p in Januar 11, 2014, 00:41:39 VORMITTAG

Ich habe den Inhalt des Staubsaugerbeutels auf ein weißes Blattpapier gelegt, dann von unten mit Licht bestrahlt, es ist keine Milbe zu sehen gewesen.
Dann habe ich mir von verschiedenen Stellen, etwas Staub, auf einen Objecktträger gelegt und abgesucht.
Nach drei Versuchen habe ich es aufgegeben. Ich konnte nicht einmal Tote Milben sehen.
Ich habe manchmal eine allergische Reagtion, doch wo kommt die her, wenn keine Milben zu sehen sind?   
micro_p


Vor einigen Jahren erhielt ich von einem Mikrofreund eine Anfrage, die ich wie folgt beantwortet habe:

Frage
Als Biologie-Laborant an einem Gymnasium bin ich wieder einmal mit dem Thema Hausstaubmilben konfrontiert. Eine Schülerin möchte sich für eine Maturaarbeit mit Hausstaubmilben beschäftigen und sie kommt nicht weiter. Bekanntlich wird ja zu diesem Thema sehr viel geredet und geschrieben. Aber sobald man an so genannte Experten ganz konkrete Fragen stellt oder genau hinschaut wird es schwierig.


Antwort
Ja. Vor etwa vier Jahren wurde ich von einer Fernsehanstalt gebeten, an der Demo eines Spezialstaubsauger-Fabrikanten aus dem Oberbayerischen teilzunehmen, der mittels einer besonderen Saugtechnik eine Matratze milbenfrei zu machen versprach. Das wäre eine echte Innovation gewesen und wahrscheinlich ein großer kommerzieller Erfolg. Ich brachte eine komplette mikroskopische Ausrüstung mit, einschließlich Stereomikroskop, Glasfaser-Kaltlichtbeleuchtung und Utensilien, um eventuelle Funde schnell zu präparieren. Es gibt durchaus Techniken, um Hausstaubmilben einzusammeln (zu "fangen") und dann zu zählen usw.
Doch besagt das alles gar nichts, weil das eigentliche Allergen, auf das Allergiker reagieren, nicht die adulten achtbeinigen Hausstaubmilben sind, sondern die Ausscheidungen der sechsbeinigen Larven (!) der Milben.

Unter den Schreckensschreien des Wohnungsinhabers schlitzte ich eine soeben von dem Erfinder abgesaugte und als "milbenfrei" bezeichnete Matratze auf, schnitt mir ein großes Stück davon heraus und inspizierte es unter dem Stereomikroskop. Das habe ich gefunden:

1. Einige wenige Milben (achtbeinig) habe ich gesehen. Sie bewegten sich kaum bis sehr langsam in unterschiedliche Richtungen.

2. Larven der Hausstaubmilben hingegen sah ich viel häufiger.

3. Der Lebensraum beider (1. und 2.) war ein hier dichteres, dort lockeres Geflecht von Pilzmyzel, das, wie ich durch zwei weitere Anschnitte schließen konnte, sich durch das gesamte Innere der Matratze zog. Die Pilzfäden berührten immer Partikel, die ich als Abschilferungen der menschlichen Haut zu erkennen glaubte. Das Ganze war regelrecht "suppig", also nicht staubförmig trocken. Aus dieser Suppe scheinen sich die Larven der Hausstaubmilben (sechsbeinig) zu ernähren, indem sie diese "Suppe" aufsaugen, wobei sie sich mit ihren Beinchen im dichten, dreidimensionalen Myzelnetz festkrallen. Es war mir sogleich klar, daß diesem klebrig-versuppten Biotop mit einem Staubsauger, gleich welcher Bauart, nicht beizukommen ist.

Die Suppe entsteht offenbar durch die Verflüssigung, welche die Pilze durch Zersetzung bewirken. Die Milbenlarven haben ja keine Mundwerkzeuge, mit denen sie die Hautpartikel zerkleinern können, doch im suppigen Milieu können sie saugen.

Das ist ein Biotop, zu dem wir Menschen keinen unmittelbaren Zugang gewinnen können.

Noch heute denke ich mit Schaudern daran, was für ein Lebensgewimmel sich unter meinem Hintern nächtlichs in meiner Matratze abspielt.

Fazit:
Es ist offenbar die durch Reibung pulverisierte Ausscheidung der Milbenlarven, die durch die Maschen des Matratzenastoffs und die Lücken des Myzelgeflechts hindurch fallen und sich in der Luft des "Schlafzimmers" verteilen, welche als Allergen in den menschlichen Atmungsorganen wirksam werden, sobald man Betten "aufschüttelt", klopft oder herumwirft. Am besten läßt man sie nur zum Entlüften bei offenen Fenster eine angemessene Zeit ruhig umgedreht liegen, so daß die feuchte Unterseite oben liegt. Sie müssen einfach nur trocknen. Dann Fenster schließen (im kalten Winter nach etwa 5 bis max. 10 min) und die Betten bis zum Abend liegen lassen. Wenn man denn überhaupt davon ausgeht, daß sich im Oberbett, der Zudecke, Milbenlarven befinden. Das findet aber nicht nur im Schlafzimmer statt, sondern auch in Polstermöbeln, Teppichen etc.

Am besten man läßt das Oberbett ruhig liegen, sonst wirbelt man auch noch den Feinstaub auf, der unter dem Bett liegt, wohin er durch die Bewegungen des Schläfers auf der Matratze gerieselt ist.

> Gibt es im deutschsprachigen Raum Publikationen und Ansprechpersonen die man ernst nehmen kann?

Ja, durchaus. Aber ganz konkret kann ich Ihnen nur eine Adresse nennen.

Dr. Helge Kampen
Institut für Medizinische Parasitologie
Universität Bonn
Sigmund-Freud-Strasse 25
D-53105 Bonn
Germany
phone: ++49-228-2876838
fax: ++49-228-2874330

Ich würde mich aber auch (über Google.de) auf die Homepage der Uni-Bonn begeben, um mich zum Parasitologischen Institut durchzuklicken.

Ich selbst werde nun nicht viel weiter helfen können, weil mein eigentliches "Gebiet", die Herbstgrasmilbe (Neo-)Trombicula autumnalis SHAW 1790 nicht betroffen ist.
KH
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: spectator in Januar 11, 2014, 18:25:50 NACHMITTAGS
Hallo allen Milbenjägern,

auch ich habe interessehalber einmal vor einiger Zeit probiert, einige dieser "kleinen Ungeheuer" , vor denen die Vertreter von Staubsaugern und Lama- Decken mit so schrecklich- schönen Bildern ihre Kunden warnen, unters Mikroskop zu bekommen.

Ich habe damals Proben genommen nach der "Klebestreifen"-Methode,
diese ist beschrieben auf der Homepage der Berliner Mikroskopischen Gesellschaft,
im Einführungskurs in die Mikroskopie,   Methodenblatt 1: Trockenpräparate in Luft - Abziehmethode
Ich hatte zunächst ein Präparat von der Oberfläche der Matratze genommen: Ergebnis Null
mehrere  Proben von der Matratzen- Auflage: Ergebnis Null
ein Dutzend Proben von der Unterseite der Matratze: 2x positiv
Offensichtlich klammern sich die Tierchen sehr fest an ihre Unterlage, und auf einer weichen Matratze kann man den Film ja nicht sehr fest andrücken.
Nachdem ich fündig geworden war, habe ich die Sache nicht mehr weiter verfolgt.
Ich könnte mir aber vorstellen, daß mit verschieden "klebrigen" Filmen auch die Ergebnisse unterschiedlich sind.

Im großen Kosmos-Buch der Mikroskopie  von B.P.Kremer ,
Kapitel 8.2 Arthropoden, Überschrift: Auf dem Teppich und sonstwo
sind noch einige weiter erfolgversprechende Hinweise dargestellt, die ich jedoch nicht selbst überprüft habe...

Viel Erfolg und "Weidmannsheil" bei der Kleintier-Jagd wünscht

Helmut
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 13, 2014, 22:42:32 NACHMITTAGS
Hallo ihr lieben Mikroskopikerinnen und -Mikroskopiker,

ich habe die Info von spectator schnell in die Tat umgesetzt, weil ich Klebeband auf meinen Schreibtisch habe und auch schon öfters von dieser Methode gelesen und gehört habe.
Ich habe 8 Proben genommen und die auf einen Objektträger abgesucht bei 10 facher Vergrößerung.
Ich konnte leider keine Milben finden. Hier ein Foto.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/142589_6588725.jpg)

Ich würde sagen, dass hellbraune sind alles Hautschuppen, das heißt zu Essen ist genug da.
Oder erkennt einer etwas anderes in den hellbraunen Teilchen?
Ich konnte aber keine Milbe sehen, weder tot noch lebend, keine Larven, keine Eier und keine Kotbälchen in denen das Allergen stecken soll (ein Eiweiß), warauf das Immunsystem einiger Menschen reagiert.
Es wird dann zur Verteidigung Histamin ausgeschüttet, welches verschiedene Körpersignale auslöst wie: Niesen, Naselaufen, Augenjucken, ...

Ich habe in Wikipedia heute ein älteres Zitat gefunden unter Diskussionen, da haben sich schon mal welche über das Thema gedanken gemacht.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht und im Internet nach der Hausstaubmilbe gegooglet und in den allermeisten Artikeln steht 0,1 bis 0,3 mm groß, einer meint sogar bis 1 mm. Ich halte das aber alles für Unsinn, weil ein Zehntel Millimeter kann ich locker sehen. Haben wir in der HTL dauernd messen müssen. Eine Hausstaubmilbe hab ich aber noch nie gesehen. Ich glaub ja eher, dass da ein Forscher mal eine oder zwei Nullen vergessen hat oder vielleicht ein Milli mit einem Mikro verwechselt hat und alle anderen dann fleißig von ihm und voneinander abgeschrieben haben. Wäre schön, wenn sich mal einer mit Mikroskop seinen Polster krallt, mit bewaffnetem Auge auf Milbenjagd geht und seine Messungen hier kundtut. -- 22:33, 5. Apr. 2008 (CET)

Ich habe heute in einen kleinen Aquarium den Lebensraum nach Informationen eingerichtet (Optimum bei 25–30 °C und 70–75 % rel. Feuchte), ja und Nahrung habe ich nach jedem Saugen.
Ich hoffe, so mal eine oder mehrere, zu sehen zu bekommen.

Ich bedanke mich bei allen für eure Hilfe.


Bis später

micro_p
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: A. Büschlen in Januar 14, 2014, 10:27:38 VORMITTAG
Hallo

es könnte sein, dass ich der oben genannte Biologie-Laborant bin.-

Hier einmal ein Bild mit einer Hausstaubmilbe:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/142605_49373718.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Hausstaubmilbe/Hausstaubmilbe_zpsde0c83b2.jpg.html)

Tatsächlich ist es so, dass wir in unseren modernen Wohnungen nicht so einfach viele Hausstaubmilben finden. Eine Möglichkeit kann ein altes Kissen sein. Man scheidet die Kissenhülle auf, entfernt den gesamten Inhalt und sammelt an der Innenseite der Kissenhüllennähte den dort befindenden Staub in eine Petrischale. Mittels einer Flotationsmethode (z. B. siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Flotationsverfahren) können nun Hausstaubmilben und deren Häute vom Staub getrennt werden. Unter dem Stereomikroskop kann die Suspension abgesucht werden.

Gruss Arnold Büschlen
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: liftboy in Januar 14, 2014, 13:31:50 NACHMITTAGS
Hallo erstmal,

das ist definitiv eine Haus"staub"milbe, so staubig wie die aussieht :-)
Vielen Dank für das excellente Bild.
So hat man doch wenigstens ein "Fahndungsfoto"

Viele Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 17, 2014, 14:15:00 NACHMITTAGS
Hallo Ihre liebe Mikroskopikerinnen und -Mikroskopiker,

ich habe jetzt schon zwei Tage Hausstaub, in einem Aquarium, bei 70-80% Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 20-25 C°.
Eine einfache Steuerelektronik, soll in Zukunft die Klimadaten halten.

Hier ein Foto:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/142857_48168843.jpg)

Ich habe heute, nach 2 Tagen, die erste Staubprobe auf einem Objektträger mit großer Hoffnung abgesucht.
Ich habe eine Probe auf 35x, 100x und 450x mit Deckglas abgesucht. Ich konnte aber nichts erkennen, was mich an eine Hausstaubmilbe erinnert. Ich war dann etwas enttäuscht, weil ich dieses Eiweiß in dem Kot der Milbe durch einen Nachweis feststellen will und ob dieses verantwortlich ist für die Produktion von Histamin.

Ich möchte mich an dieser Stelle, bei allen bedanken, die etwas zu diesem Thema schreiben konnten und bei denen, die Interesse hatten.

Wenn noch einer eine Idee hat oder einen Link, was ich anders machen kann, um eine Hausstaubmilbe zu sehen, dann schreibt, wenn ihr die Zeit dafür habt.

Bis später

micro_p


Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: the_playstation in Januar 17, 2014, 14:29:23 NACHMITTAGS
Hallo micro-p,Wo hast Du die Staubprobe genommen?
Wenn es einfach Staubsauberbeutelstaub von überall aus der Wohnung ist,
dann ist es die Suche nach der Stec´knadel im Heuhaufen.
Wobei das einfacher ist, (da magnetisch).

Mit einem sauberen Beutel nur da saugen, wo Sie auch leben.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 17, 2014, 16:07:17 NACHMITTAGS
Hallo Playstation,

danke, dass ist eine gute Frage, ich habe den Staub aus meiner Matratze und von dem Boden in einen sauberen Filter gesaugt.
In der Matratze sollen diese Ja am meisten vorkommen, wegen dem Essen (Hautschuppen) und dem Klima Luftfeuchtigkeit 75% +-, und Temperatur C° 25 +-.
Ich werde später, noch eine Probe nehmen.
Ja, um Eisenteile aus Staub zu filtern oder trennen, ist die physikalische Methode mit Magneten sehr wirkungsvoll.


Bis später

Micro_p
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: the_playstation in Januar 17, 2014, 16:28:25 NACHMITTAGS
Hallo micro-p,
Boden bringt nix. Dadurch wird es nur schwerer, Sie zu finden.
Ausserdem krallen Sie sich gerne an den Matrazenfasern fest.

Ist nicht ganz einfach, habe Ich gehört.
Am besten vorher etwas betäuben. :))

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Klaus Henkel in Januar 17, 2014, 18:02:33 NACHMITTAGS
Zitat von: micro_p in Januar 17, 2014, 16:07:17 NACHMITTAGS

danke, dass ist eine gute Frage, ich habe den Staub aus meiner Matratze und von dem Boden in einen sauberen Filter.
In der Matratze sollen diese Ja am meisten vorkommen, wegen dem Essen (Hautschuppen) und dem Klima Luftfeuchtigkeit 75% +-, und Temperatur C° 25 +-.
Ich werde später, noch eine Probe nehmen.
Ja, um Eisenteile aus Staub zu filtern oder trennen, ist die physikalische Methode mit Magneten sehr wirkungsvoll.
Micro_p


Guten Abend Micro_p!

Sie hatten ja anfangs eine ausführliche Antwort von mir bekommen. Zunächst noch einmal: Es sind nicht die Adulti, die erwachsenen Milben, deren Ausscheidungen zu allergischen Reaktionen führen, sondern diejenigen ihrer Larven. Diese leben, wie ich selbst beobachten konnte, im dichten Pilzmyzel. Dort saugen sie einen halbflüssigen Brei ein, denn sie haben keine Mundwerkzeuge, mit denen sie Haut- oder sonstige organische Teile zerkleinern können. Das erledigen die Pilze für sie.

Ich halte es nicht für erfolgversprechend, Adulti oder Larven aus einer Matratze zu saugen. Die muß man aufschneiden, um ans Innere zu kommen. Eher wird man fündig, wenn man eine feine Staubsaugerdüse auf Matratzenträger aus Holz aufsetzt. Solcherart oder ähnlich erbeutete Milben und ihre Larven bleiben aber Zufallsfunde.

In beheizten Schlafzimmern, die allmorgendlich gut belüftet werden, am besten mehrmals täglich 5 bis 10 min, trocknen und verhungern die Milben und ihre Larven und die Pilze.
Am schlimmsten sind ungeheizte Schlafzimmer, weil sich die Atemluft als feuchtes Kondensat an der Bettdecle, an den Wänden, auf dem Kopfkissen etc. niederschlägt und so für ein Klima sorgt, das den Pilzen gutes Wachstum beschert, dann vermehren sie sich rasant und die Milben auch.

Und nicht so sehr mit Staubwedeln und Bettdecken und Laken herumtoben, nicht "aufschütteln", weil damit die Allergieanfälle auslösende Milbenlarvenkacke schön wirksam überall in der Luft verteilt wird. Heizen. Abends mit einer Fettcreme einschmieren, damit die Haut nicht austrocknet, Gesicht, Arme etc. Wenn das geschieht, juckts auch ohne Milben!

Ich hatte Ihnen eine Adresse genannt, wo sich Rat holen können; eventuell auch eine Tüte Milben. Dann können Sie die Hautpartikel aus der Haarbürste hinzu geben, und alles offen stehen lassen, bis sich die Pilze ansiedeln. Schön dunkel halten, das sind die Milben gewöhnt.

Abere wie schon ein anderer Mikrofreund schrieb, es ist durchaus möglich, daß Ihre Wohnung "milbenfrei" ist. Dann können Sie lange erfolglos jagen!

KH

P.S.: Könnten Sie sich nicht doch zu einem Namen als Unterschrift entschließen? Das mit dem Unterstrich ist so mühsam beim schnellen Tippen!
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 18, 2014, 15:16:06 NACHMITTAGS
Hallo Playstation,

danke für die Info, dass diese sich festkrallen habe ich auch schön öfters gelesen. Ich habe die Matratze ausgeklopft, dann die Matratze und den Boden gesaugt.
Wie gesagt, nach meiner Vorstellung, zersetzen die sich wie ein Käfer, also langsam.
Ich kann mir nicht Vorstellen, dass diese sich von der Festenform in die Gasförmige oder Atomareform übergehen.
Also müsste doch etwas zu sehen sein.

Ich warte ab, was in dem Klima im Aquarium wächst und werde alle 3 Tage ein Probe unter das Mikroskop legen.

Bis später

micro_p

Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Klaus Herrmann in Januar 18, 2014, 16:21:29 NACHMITTAGS
ZitatKönnten Sie sich nicht doch zu einem Namen als Unterschrift entschließen? Das mit dem Unterstrich ist so mühsam beim schnellen Tippen!

Hallo,

und darüber hinaus mal eben vorstellen. Das macht man hier in der Rubrik: Mikroskopiker im Netz
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 18, 2014, 16:30:40 NACHMITTAGS
Sehr geehrter Herr Klaus Henkel,

ich habe Ihre Informationen mit großen Interesse gelesen. Das gibt mir jetzt eine weitere Vorstellung, was da in meiner Welt vorgeht, was ich nicht direckt sehen kann.

Das Wort "Pilzmyzel" habe ich das erste mal gehört und in Wiki nachgelesen.
Das erinnert mich an eine änliche Geschichte, die Blattschneiderameisen in Südamerika, bringen Blätter in ihren Bau, auf denen dann ein Pilz wächst von dem diese Leben. Nur wenn die Chemie stimmt, wächst dieser Pilz, sonst ein anderer und dieser Staat stirbt.

Sie sagten, das Allergen, ist in dem Kot der Larven der Hausstaubmilbe. Bis heute war ich der Meinung, dass die Milbe Eier legt und kleine Hausstaubmilben schlüpfen. Also wie bei Vögeln, Schildkröten, ...
Der Entwicklungskreislauf einer Fliege, wäre dann also hier zu suchen oder gibt es auch den Entwicklungskreislauf Milbe, Eier, Larve, Milbe?

Ich hoffe, in dem Aquarium mit dem Klima, bekomme ich balt etwas zu sehen, was ich untersuchen kann.
Ich werde auf den Schimmel, auf den Hautschuppen achten.
Dann gibt es noch die Möglichkeit der Duftstoffe, die Reagtion, kann man nur mit andere reagtion sichtbar bachen. (Phermonfallen)

Wenn meine Wohnung Milben frei ist, dann suche ich etwas anderes. Ich werde aber erst Nachweisen, ob die Milbe Unschuldig ist, dann kann ich diese ausschliessen. Die Reaktion sind auch nicht immer.

Herr Henkel, ich danke Ihnen für die Informationen und werde es in mein denken und handeln mit einfliessen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

PS


Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Oecoprotonucli in Januar 18, 2014, 21:26:32 NACHMITTAGS
Zitat von: micro_p in Januar 18, 2014, 16:30:40 NACHMITTAGS
Sie sagten, das Allergen, ist in dem Kot der Larven der Hausstaubmilbe. Bis heute war ich der Meinung, dass die Milbe Eier legt und kleine Hausstaubmilben schlüpfen. Also wie bei Vögeln, Schildkröten, ...
Der Entwicklungskreislauf einer Fliege, wäre dann also hier zu suchen oder gibt es auch den Entwicklungskreislauf Milbe, Eier, Larve, Milbe?

Hallo "micro_p",

nicht so schnell! Diese Tiergruppen haben doch recht unterschiedliche Fortpflanzungs-und Entwicklungsabläufe. Also Vögel und Schildkröten sind ziemlich weit entfernt von Milben, etwas näher sind tatsächlich die Fliegen, die zu den Insekten gehören. Nun gehören Milben aber zu den Spinnentieren. Trotzdem haben sie wieder ihre Eigenheiten und sind keine "typischen Spinnen". Es ist nicht mal bei allen Milbenarten gleich: Oft kommen (nach dem Ei) drei Larvenstadien vor, bei den Hausstaubmilben sind es aber zwei, wie man bei Wikipedia nachlesen kann (http://de.wikipedia.org/wiki/Hausstaubmilben).

Dort kann man aber auch lesen: "Ein Teelöffel voll Schlafzimmerstaub enthält im Schnitt fast 1000 Milben und 250.000 winzigster Kotkügelchen", und wir haben ja hier gelesen, dass es doch nicht ganz so einfach zu sein scheint, diese Milben zu finden. Ich glaube, ich werde mich nun auch auf die Suche machen!

Zu Deinem Experiment: Ja, probieren geht über studieren, aber ich würde auch andere Möglichkeiten ausprobieren: Wenn man die Tiere schon so nicht so einfach findet, ist es vermutlich nicht so einfach, sie künstlich zu "züchten". Daher würde ich an Deiner Stelle dort suchen, wo sie sich typischerweise am wohlsten fühlen. Vielleicht kannst Du auch mal Bekannte fragen, ob Du Staubproben nehmen kannst. Dummerweise ist das aber auch kein so angenehmes Thema, denn am liebsten haben die Viecher es ja da, wo es nicht so sauber, sondern eher ein bißchen eklig ist.

Ich hatte früher Vögel in meinem Zimmer als Haustiere, die haben eine Menge Dreck gemacht und auch Federn und Staub etc. sind dabei natürlich entstanden. Du solltest also solche Bedingungen suchen, oder wenn jemand eben stark schwitzt und dann sein Bett nicht macht. Wenn Du es provozieren willst, solltest Du vielleicht eine Plastikplane unter die Matratze legen, statt sie gut von unten zu lüften. Du siehst schon, Du müsstest vielleicht eine Matratze opfern oder unter ungesunden Bedingungen wohnen, was man natürlich nicht gerne einfach so macht und auch nicht empfehlen kann! Oder einfach noch einmal an den vielversprechendsten Stellen weiter Staub sammeln und mit dem Mikroskop kontrollieren.

Wie hast Du Dir denn den Nachweis der Allergie vorgestellt? Ich will Dich nicht entmutigen, aber so etwas geht nicht so einfach...

Viel Erfolg

Sebastian
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Januar 19, 2014, 02:02:55 VORMITTAG
Hallo Sebastian,

danke für deine Info. Milben gehören unter den Oberbegriff Insekten, dass ist richtig. Die Fortpflanzungs- und Entwicklungsabläufe sind aber änlich beim Vogel (ohne warmhalten, brutpflege) und viele kennen diesen besser, weil man es öfters sehen kann. Ich finde es aber gut, dass Du es angesprochen hast.

Durch den Artikel in "Wiki" und anderer Literatur habe ich die Vorstellung bekommen, als schläft man auf einen Ameisenaufen, die nur viel kleiner sind. Wie schon beschrieben, habe ich keine Milbe sehen können, weder tot noch lebend.

Das mit der Staubprobe, werde ich mir mal mit auf die Listen schreiben. Ich kenne auch Forums, von Hausstaubmilbenkot-Allergiker, die könnten für das Thema offen sein. Die müssen genau, das Klima, für die Milben haben und die Reagtion des Körpers. Ich will aber erstmal meine Milben finden, weil es gibt unterschiedliche. Ich nehme jetzt zum vergleich Bakterien, einige brauchen wir zum leben und andere versuchen wir mit Antibiotika aussterben zu lassen. Ich weiß nicht, ob alle Milben in ihren Kot, das Allergen tragen und ob es zwei Gruppen von Allergiker und Allergenen, Milben gibt mit der gleichen Körperreagtion.

Den vergleich mit deinen Vögel, finde ich sehr gut. Die haben wieder einen ganz anderen Körper (Federn, Kot, Krankheiten ) dadurch kommen vermutlich auch andere Milben. Ja, und die Idee mit dem Bett, habe ich schon mal gemacht. Ich konnte aber auch da keine Milbe finden, obwohl ich leichte Körpersignale (Augenjucken, Niesen) hatte. Ich bin erst zufrieden, wenn ich genau weiß, was dieses auslöst.

Du fragst, wie ich mir den Nachweis des Allergens vorgestellt habe?
Der erste Nachweis, wird mein Immunsystem sein, es wird bei einer bestimmten Menge, Histamin ausschüten und es kommt zu den Körpersignalen (Augenjucken, Niesen, Naselaufen).
Der chemische Nachweis, durch chemische Reagtionen, vermutlich nach der Methode, googeln, fragen, Bücher und probieren geht über studieren. Ich weiß, dass es bei Glucose im Urin Teststreifen gibt. Es wird durch zwei Reaktionen die Farbe geändert, erst mit einen Enzym und dann noch eine chemikalie, die dann die Farbe ändert.

Bis jetzt, konnte ich nicht vorhersagen, wann eine Reaktion ausgelöst wird. Wenn ich aber das Allergen habe und weiß das jetzt die Reagtion kommt, bin ich erstmal zufrieden.

Die Zeit, wird zeigen, was passiert.


Danke für die Infos

micro

 



 
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Oecoprotonucli in Januar 19, 2014, 10:31:21 VORMITTAG
Hallo micro_p (Peter?),

Zitat von: micro_p in Januar 19, 2014, 02:02:55 VORMITTAG
danke für deine Info. Milben gehören unter den Oberbegriff Insekten, dass ist richtig.

Nein, wie ich geschrieben habe, gehören sie zu den Spinnentieren (Arachnida). Aber sowohl Spinnentiere wie auch Insekten gehören zu den Gliederfüßern (Arthropoda).

Zitat von: micro_p in Januar 19, 2014, 02:02:55 VORMITTAG
Durch den Artikel in "Wiki" und anderer Literatur habe ich die Vorstellung bekommen, als schläft man auf einen Ameisenaufen, die nur viel kleiner sind. Wie schon beschrieben, habe ich keine Milbe sehen können, weder tot noch lebend.

Ja, die Vorstellung ist naheliegend  :D . Wenn Du nun noch die Bakterien dazurechnest, geht es auf und in uns drunter und drüber!

Zitat von: micro_p in Januar 19, 2014, 02:02:55 VORMITTAG
Ich weiß nicht, ob alle Milben in ihren Kot, das Allergen tragen und ob es zwei Gruppen von Allergiker und Allergenen, Milben gibt mit der gleichen Körperreagtion.

...

(Augenjucken, Niesen) hatte. Ich bin erst zufrieden, wenn ich genau weiß, was dieses auslöst.

Du fragst, wie ich mir den Nachweis des Allergens vorgestellt habe?
Der erste Nachweis, wird mein Immunsystem sein, es wird bei einer bestimmten Menge, Histamin ausschüten und es kommt zu den Körpersignalen (Augenjucken, Niesen, Naselaufen).
Der chemische Nachweis, durch chemische Reagtionen, vermutlich nach der Methode, googeln, fragen, Bücher und probieren geht über studieren. Ich weiß, dass es bei Glucose im Urin Teststreifen gibt.

...

Bis jetzt, konnte ich nicht vorhersagen, wann eine Reaktion ausgelöst wird. Wenn ich aber das Allergen habe und weiß das jetzt die Reagtion kommt, bin ich erstmal zufrieden.

Wenn es schon schwer ist, die Milben zu finden, kannst Du Dir vorstellen, dass es mit dem Kot und dem Allergienachweis noch schwerer ist. Daran arbeiten ja Wissenschaftler mit ausgefeilten Möglichkeiten und man muss so etwas auch testen. Das Testen ist aber ungesund und gefährlich, das sollte man nicht so mal eben zuhause probieren. Natürlich könntest Du Dir ein wenig von dem Staub/Milbenkot auf die Haut reiben und schauen, was passiert. So ähnlich funktionieren eben auch die Allergietests, die schon existieren und die Du beim Arzt machen lassen solltest. Wenn Du ein Problem hast, kannst Du doch dort hingehen, Du bist doch wohl krankenversichert? Schau mal, so wird so ein Test beim Allergologen gemacht:

http://www.allergie.medhost.de/pricktest.html

Viele Grüße ohne Juckreiz

Sebastian
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Februar 04, 2014, 00:57:41 VORMITTAG
Hallo Sebastian,

in einem Organigramm steht unter Insekten, natürlich Spinnentiere und Gliederfüßer.

Die Bakterien, das ist auch ein spannedes Thema nutzliche und schädliche, und unter dem Microskop, kann man einige sehen.

Danke für die Info mit dem "Priktest", den habe ich schon gemacht. Da bin ich schon gut informiert.

Jetzt mal zu meinen Experiment:
Ich habe keine Milbe gefunden bei 75% Luftfeuchtigkeit und 22 C°. Ich werde versuchen dieses auf Körpertemperatur 32 C° zu erhöhen.
Ich will eine von denen sehen, sonst glaube ich nicht an diese. Dann muß es einen anderen Grund geben.
Ich denke da an Klaus Henkel seinen Beitrag oder noch andere Kleinstlebewesen.
Ich habe auch in anderen Forums gelesen, das viele Betroffene nur mit einen sehr guten Staubsauger eine gute Wirkung erzielt haben.
Ich würde das aus meine heutigen Sicht schon Unterschreiben. Obwohl ich nur eine Medikament benutzt habe.

Ich werde sehen, was sich ergibt, wenn ich die Temperatur auf 32° erhöhe.


Bis später

Mit freundlichen Grüßen

micro P






Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Dünnschliffbohrer in Februar 04, 2014, 18:12:12 NACHMITTAGS
Zitatin einem Organigramm steht unter Insekten, natürlich Spinnentiere und Gliederfüß

Nein, nein und nochmal nein!

Hallo micro-p,

Milben sind keine Insekten. Es verhält sich genau so wie es Sebastian geschrieben hat. Da mag irgendein Schwachkopf in einem "Organigramm" (so etwas kennt ein Zoologe nicht, höchsten ein BWL-Hampelmann) schreiben, was immer er möchte.

- Dünnschliffbohrer
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Februar 04, 2014, 21:02:45 NACHMITTAGS
Hallo micro p,
es macht nicht besonders viel Freude, wenn das Wissen, das mitgeteilt wird, so hartnäckig falsch wiedergegeben wird. Noch mal kurz zum Merken:
Gliedertiere (Oberbegriff) beinhalten Ringelwürmer und Gliederfüßer (Untergruppen)

Gliederfüßer (jetzt Oberbegriff) beinhalten Insekten, Tausendfüßer, Krebstiere (z. B. Krebse, Entenmuscheln), Spinnentiere (z. B. Spinnen, Skorpione, Milben) und die ausgestorbenen Trilobiten.

Das ist natürlich letztlich nicht wirklich wichtig, um Hausstaubmilben zu finden, aber es erleichtert doch die Kommunikation, wenn die Benutzer von Begriffen, darunter in etwa das selbe verstehen.

Viel Erfolg bei der Suche nach den sehr kleinen Spinnentieren wünscht
Gerd

Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Juli 15, 2016, 14:33:37 NACHMITTAGS
Hallo,

ich habe den Versuch abgebrochen.

Den Test mit der Körpertemperatur habe ich noch nicht gemacht, weil mir die Technik fehlte.

Ich habe also keine Milben, Larven, Eier und Kot sehen, finden können.

Ich habe mal wieder eine stärkere Reaktion bekommen und so nehme ich das Thema wieder auf.
Mit meinen Möglichkeiten und kraft.

Hat jemand eine Milbe, Larve, Eier oder Kot selber sehen können?

Grüße Peter

Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juli 18, 2016, 22:06:57 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
ja, ich habe mehrmals welche gefunden und gesehen. Schließlich sind sie nahezu allgegenwertig.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: the_playstation in Juli 19, 2016, 00:56:03 VORMITTAG
Hallo Peter.

Ich schließe mich Gerd an. In jedem Bett, sofern nicht nagelneu, stecken wahrscheinlich 100000de Milben. Es sei denn, man schläft auf einem sterilen Kachelboden. ;) Jedes Bett ist quasi ein Kontinent, der bevölkert ist.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: micro_peter in Juli 28, 2016, 12:19:01 NACHMITTAGS
Hallo Gerd,

du schreibst, dass Du Milben gesehen hast.

Wie bist Du an die Milben gekommen?
Ausklopfen der Matratze?
Ausschütteln des Kopfkissens?
Hast Du ein Bild deiner Milben?

Grüße Peter
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juli 29, 2016, 22:15:31 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
entschuldige, dass ich so spät antworte! ich bin seit 5 Monaten mit dem Rad in ganz Deutschland unterwegs und kann nicht jeden Tag ins Forum gucken. Deshalb komme ich gerade auch an kein Bild heran. Meine Matratze hat wie die meisten keine ganz plane Oberfläche, sondern Vertiefungen, in denen sich Staub sammelt, den ich regelmäßig absauge, wenn ich mein Laken wechsele. Einmal habe einfach mit einer Pinzette eine Staubprobe aus einer solchen Vertifung genommen und untersucht. Ich weiß nicht mehr genau, ob ich erstmal das Stemi genommen habe oder gleich unters richtige Mik gepackt habe. Einmal hatte sich eine Hausstaubmilbe in meine Diatomeenaufbereitung geschlichen, weil ich nicht sorgfältig abgedeckt hatte. Muss einfach über die Luft geflogen sein oder aus meinem Haar gefallen, Jedenfalls hat sie mein Diatomeenpräparat "bereichert".
Es gibt auch Eiweißtestschtreifen, mit denen einem die Vorwerk-Staubsauger-Vertreter einreden wollen, dass man unbedingt einen besseren Staubsauger bräuchte, weil man Hausstaubmilben auf seinem Teppich hätte. Die reagieren aber auf Eiweiße allgmein und sollen auf den Kot der Milben anspringen.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Klaus Henkel in Juli 29, 2016, 23:48:22 NACHMITTAGS
Zitat von: plaenerdd in Juli 29, 2016, 22:15:31 NACHMITTAGS
Vorwerk-Staubsauger-Vertreter einreden wollen, dass man unbedingt einen besseren Staubsauger bräuchte, weil man Hausstaubmilben auf seinem Teppich hätte. Die reagieren aber auf Eiweiße allgmein und sollen auf den Kot der Milben anspringen.
Gerd

Staubsaugerleute verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Staubsaugern. Sie zur Bekämpfung der Hausstaubmilben zu befragen, wäre ein grober methodischer Schnitzer.
Man muß schon etwas von der Biologie dieser Tiere wissen, wie und wo sie leben, wie sich ihre Larven ernähren, und welche Rolle Pilze dabei spielen.

Gerd, haben Sie den meine beiden langen, diesbezüglichen Beiträge in diesem Faden nicht gelesen? Staubsauger helfen nicht!

Staubige Grüße
KH
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juli 30, 2016, 10:26:57 VORMITTAG
Hallo Herr Henkel,
ich habe doch geschleben:
ZitatEs gibt auch Eiweißtestschtreifen, mit denen einem die Vorwerk-Staubsauger-Vertreter einreden wollen, dass man unbedingt einen besseren Staubsauger bräuchte, weil man Hausstaubmilben auf seinem Teppich hätte.
(Die Hervorhebung habe ich jetzt nochmal zu Betonung gemacht). Damit habe ich doch wohl auch ausgedrückt, dass ich nicht daran glaube, dass Staubsauger da helfen können. Ich bin mir nichteinmal sicher, ob der Teststreifen, der nach Angaben des Vertreters auf Eiweiße reagiert, nicht schon wegen meines Wollteppichs reagiert hat, denn Wolle besteht ja schließlich auch aus Proteinen, wenn auch nicht aus wasserlöslichen. Mir geht es wirklich eher darum die ganze Zweifelhaftigkeit dieses "Nachweisverfahrens" mittels Teststreifen auszudrücken.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: d65 in Juli 31, 2016, 15:18:42 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Du wohnst nicht zufällig auf einem Berg oder so? Ich frage, weil es oberhalb einer bestimmten Höhe anscheinend keine Hausstaubmilben mehr gibt. Oberjoch (Gemeinde Hindelang, Allgäu) hat zumindest früher mal Werbung damit gemacht, dass es dort auf Grund der Höhenlage keine solchen Milben gäbe und daher für Allergiker der ideale Urlaubsort sei.

Gruß
Steffen
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Klaus Henkel in Juli 31, 2016, 19:29:48 NACHMITTAGS
Zitat von: plaenerdd in Juli 30, 2016, 10:26:57 VORMITTAG
Hallo Herr Henkel,
ich habe doch geschleben:
ZitatEs gibt auch Eiweißtestschtreifen, mit denen einem die Vorwerk-Staubsauger-Vertreter einreden wollen, dass man unbedingt einen besseren Staubsauger bräuchte, weil man Hausstaubmilben auf seinem Teppich hätte.
(Die Hervorhebung habe ich jetzt nochmal zu Betonung gemacht). Damit habe ich doch wohl auch ausgedrückt, dass ich nicht daran glaube, dass Staubsauger da helfen können. Ich bin mir nichteinmal sicher, ob der Teststreifen, der nach Angaben des Vertreters auf Eiweiße reagiert, nicht schon wegen meines Wollteppichs reagiert hat, denn Wolle besteht ja schließlich auch aus Proteinen, wenn auch nicht aus wasserlöslichen. Mir geht es wirklich eher darum die ganze Zweifelhaftigkeit dieses "Nachweisverfahrens" mittels Teststreifen auszudrücken.
Beste Grüße
Gerd

Lieber Gerd!
Danke für die Erklärung. Das war dann ein Flüchtigkeitsfehler von mir beim Lesen und Nachdenken. Ich bitte um Entschuldigung.
KH
Titel: Re: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Iwan in August 29, 2017, 20:39:53 NACHMITTAGS
Ich finde es sehr interessant, was Klaus Henkel in diesem Thread gesagt hat: Der Milbenbefall eines Bettes ist Folge eines Pilzbefalls des Bettes; ohne Pilzbefall kein Milbenbefall; durch Vermeidung des Pilzbefalles vermeidet man auch den Milbenbefall.

Vielleicht bläst folgendes ins selbe Horn?

Auch ich versuchte erfolglos meine erste Hausstaubmilbe im Staub zu finden. Ich nahm zuerst mit einem Klebeband einen Abzug vom Trockenvlies meines Flachmops, mit dem ich gewöhnlich täglich die Böden meiner Wohnung trocken reinige. (In meiner Wohnung befinden sich keine Teppiche, der Flachmop mit Trockenvlies ist mein Besenersatz und Staubsaugerersatz und wirbelt nur wenig Staub auf, fängt ihn überwiegend.) Keine Milbe gefunden.

Danach nahm ich auch noch einen Abzug von meiner Matratze, in einer Ritze hatte es etwas Staub. Aber wiederum war weit und breit keine Milbe zu sehen. Ich habe es dann fürs Erste aufgegeben.

Es war noch am selben Tag, als ich beim Kochen eine angeschimmelte Kartoffel fand. Da ich nun ein Mikroskopierneuling bin, wollte ich mir freilich unbedingt diesen Pilz anschauen. Also einen Abzug mit dem Klebeband gemacht und den Pilz mikroskopiert. Dabei fand ich unverhofft meine erste Hausstaubmilbe. Da ich diesen Thread bereits gelesen hatte, kamen mir freilich sogleich Klaus Henkels Worte in den Sinn und darum hänge ich das an diesen Thread an.

(Beim Abzug einer noch gut aussehenden Kartoffel zur Vergleichung fand ich übrigens weder Pilz noch Milbe.)

Vielleicht weiss ja noch jemand etwas zum Verhältnis von Pilzen und Milben zu sagen (oder zu verlinken).
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Maxleon06@gmx.de in März 01, 2025, 14:23:37 NACHMITTAGS
Zitat von: micro_peter in Januar 06, 2014, 18:53:50 NACHMITTAGSHallo, Liebe Mikroskopikerinnen und -Mikroskopiker,

ich bin auf der suche nach einer Hausstaubmilbe. Es gibt viele Menschen, die unter einen Eiweiß in dem Kot der Hausstaubmilbe leiden, weil der Körper, dass Immunsystem darauf reagiert mit Histamin (Naselaufen, Niesen, Augenjucken).

Meine Frage:
Wie bekomme ich eine Hausstaubmilbe unter das Mikroskop?
Wie kann ich eine Falle bauen, um diese zu fangen?



Ich bedanke mich Vorab für euere Hilfe.

micro_p
Ich bin Allergikerin. Ich würde nach den Milben am oberen Rand der Bettdecke suchen. Je nach Decke reagiert mein Gesicht am empfindlichsten. Das wäre vielleicht die Stelle mit der meisten Nahrung.
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: rhamvossen in März 02, 2025, 09:26:44 VORMITTAG
Hallo,

Ist doch schön das der Peter nach 11 Jahre noch eine Antwort bekommt :D . Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: güntherdorn in Juli 26, 2025, 18:30:14 NACHMITTAGS
AKTUALISIERT / geändert am 31.7.2015
kot-foto mit text.
trotzdem die tiere im haus- und holz-staub lebten ist unsicher, ob das auch kot von hausstaubmilben ist.
das foto des tierchens wurde deshalb gelöscht
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juli 27, 2025, 08:46:17 VORMITTAG
Hallo Günther,
das gezeigte Tier sieht für mich nicht wie eine Hausstaubmilbe (https://de.wikipedia.org/wiki/Hausstaubmilben) aus, noch nicht einmal mach einer Milbe, sondern zeigt sicher ein Insekt, denn Milben haben keinen "Hals". Kopf und Rumpf gehen ineinander über. Auch so lange Fühler haben Milben nicht.
LG Gerd
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: RainerTeubner in Juli 27, 2025, 09:55:42 VORMITTAG
Hallo,

 Hausstaubmilben sehen so aus: siehe Anlage.

Viele Grüße!

Rainer
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: rlu in Juli 27, 2025, 11:06:49 VORMITTAG
Hallo,

Hausstaubmilben scheinen so selten zu sein(oder verborgen), dass selbst erfahrene Mikroskopiker wie günther sie verwechseln. Habe selbst auch noch keine gesichtet.

Hier sind wieder ein paar Geschichten:
Die meisten Leute schaffen es zumindest, ihre Unterwäsche täglich zu wechseln und die Zähne zu putzen. Bei den Betten, Matratzenbezügen, Kissen und Überzügen ist das vermutlich nicht der Fall. Ab einem bestimmten Alter ist das Schwerstarbeit – jetzt mal ganz ohne Ironie. Vielleicht fehlt eine Waschmaschine und ein Trockner? Und ein Alternativbezug, während der andere trocknet?

Von einem entfernten Bekannten war in der Studienzeit bekannt, dass er sich jeden Tag von einer Leberkäs-Semmel ernährt und seine Bettwäsche nie gewechselt hat. Der Mensch ist extrem anpassungsfähig, sonst hätte er die Jahrhunderte mit Fehl- bzw. Mangelernährung und ohne Waschmaschine und Persil nicht überstanden.

In Krankenhäusern und Hotels gibt es ganze Abteilungen, die die Bettwäsche kochen.
Bei einem Haus, das ich öfter besuche, ist mir aufgefallen, dass die Bettwäsche, so empfinde ich das, so aggressiv auf der Haut ist und so riecht, dass es erst am zweiten Tag angenehm wird.

Kennt jemand das Wort ,,mangen" noch? Meine Mutter hat die Wäsche in eine Mangelstube gegeben.
Es war ein unglaubliches Gefühl, wenn man dann in so einem Bett mit glatten Mako-Satin lag.

In der Corona-Zeit kam einmal jemand zu mir und fragte mich, ob er seine Atemmaske wechseln sollte, weil er rote Punkte darauf gesehen hat. Was soll man dazu sagen? ,,Wechseln oder warte einfach, bis sie einen Zentimeter groß sind."(jetzt mit Ironie).

Meine beiden Kopfkissen (Daune) wurden gewaschen und leider fiel der Trocknungssensor des Wäschetrockners aus. Nach zwei Tagen im Trockner waren die Kissen ,,Sondermüll".

Was will ich damit sagen? Alle schauen auf die Milben(Kot), ich glaube, es könnte auch eine bakteriologische Belastung sein. Hinzu kommt, dass sich natürlich Staub, Pollen, Innenraumgifte etc. aufsummieren.

Wie kann man das in den Griff kriegen? Zimmerservice im Hotel?
Eine gute Seele? Oder selber. Wir verlernen vieles, aber wir können es auch wieder lernen.


Es sollten noch folgende zwei Beobachtungen erwähnt werden. Wenn die Haare beim Wachsen in die Nähe der Brauen kommen, werden meine Augen empfindlich.
Es kann auch am Waschmittel bzw. am Shampoo liegen, wobei es auch welche ohne Parfüm gibt.

Vielleicht müssen wir nicht mehr im Schichtwechsel die Betten tauschen. Die Frage ist jedoch, ob jeder ein eigenes Schlaf- und Arbeitszimmer hat; kombiniert sind sie Staubfänger.

Ich werde zumindest weiter nach Hausstaubmilben, Demodex u.ä. suchen.

Liebe Grüße
Rudolf

ZitatAb einem bestimmten Alter ist das Schwerstarbeit
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: güntherdorn in Juli 28, 2025, 17:30:18 NACHMITTAGS
hallo gerd,

diese tierchen krabbelten einst in meiner werkstatt auf holzresten und der werkbank zu hunderten umher. ich vermutete deshalb, dass es staub-milben seien.
hier nochmal das foto von dem getier.
kann das jemand bestimmen ?

ciao,
güntherdorn
Titel: Aw: Hausstaubmilbe im Husstaub
Beitrag von: Spectrum in Juli 28, 2025, 18:11:54 NACHMITTAGS
Hallo,
Das ist eine Staublaus  Larve, 6 Beine (Insekt) und die Fäden sind tatsächlich Fühler:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Staublaus_Details.jpg

Grüße Holger