Hallo zusammen,
das Thema wurde wahrscheinlich schon oft behandelt, dennoch für mich als Anfänger wichtig.
Mir sind diese "Flusen" im Auge beim Mikroskopieren als extrem störend aufgefallen.
Herr Henkel hatte mir erklärt, daß der Effekt zunehme, je weiter die Aperturblende geschlossen wird und
auch mit zunehmender Vergrößerung.
Das habe ich auch feststellen können. Dennoch, selbst bei geöffneter Blende und bei kleiner Vergrößerung
sind diese Einschlüsse im Glaskörper stets sichtbar.
Gibt es Menschen, die hiervon mehr betroffen sind als andere. Kann man etwas dagegen tun, oder muss man
sich einfach daran gewöhnen?
Danke und Grüße,
Toni
Hallo in die runde,
würde mich als Betroffener auch stark interessieren.
Grüße
Wolfgang
Hallo Toni,
Ja, es gibt Menschen die stärker davon betroffen sind. Auch kann sich die eigene Situation verändern.
Diese Trübungen im Glaskörper können wieder verschwinden, sie können aber auch schlimmer werden und auf Dauer
das Sehvergnügen beeinträchtigen.
Bei mir ist das rechte Auge so stark betroffen, dass ich es zum Mikroskopieren kaum noch gebrauchen kann.
Ich bekomme damit nur oberhalb der umfangreichen Eintrübung ein scharfes Bild. Der Zustand hat sich seit Jahren zunehmend verschlechtert.
Beste Grüße
Harald
Zitat von: Lupos68 in Januar 27, 2014, 18:33:53 NACHMITTAGS
das Thema wurde wahrscheinlich schon oft behandelt, dennoch für mich als Anfänger wichtig.
Mir sind diese "Flusen" im Auge beim Mikroskopieren als extrem störend aufgefallen.
Herr Henkel hatte mir erklärt, daß der Effekt zunehme, je weiter die Aperturblende geschlossen wird und
auch mit zunehmender Vergrößerung.
Das habe ich auch feststellen können. Dennoch, selbst bei geöffneter Blende und bei kleiner Vergrößerung
sind diese Einschlüsse im Glaskörper stets sichtbar.
Gibt es Menschen, die hiervon mehr betroffen sind als andere. Kann man etwas dagegen tun, oder muss man
sich einfach daran gewöhnen?
Lieber Toni!
Als Ergänzung zu meiner kurzen Erläuterung gebe ich hier einen Text des von Mario Stolz von der Mikroskopischen Gesellschaft Zürich wieder und füge noch hinzu:
1. Das Licht der Mikroskopbeleuchtung dämpfen, es soll nicht zu hell sein, damit die Augen nicht durch zu große Helligkeit überreizt werden, weil sich sonst die Pupille (= Blende) stark schließt.
2. Das hat einen sehr enge Beleuchtungswinkel im Auge zur Folge. Und der wiederum führt - wie bei einem Fotoobjektiv auch - zu hoher Schärfentiefe, wodurch die kleinen Unreinigkeiten im Glaskörper des Auges besonders deutlich sichtbar werden.
3. Insgesamt muß man beachten, daß der Strahlenkegel des Gesamtsystems von Kondensor, Objektiv, Okular, Auge nicht zu "schlank" wird.
4. Die Mouches sind besonders abends deutlicher sichtbar, wenn die Augen "müde" sind.
So hier nun der Aufsatz von Mario Stolz:
http://www.klaus-henkel.de/mouches.html
Gruß
KH
Hallo -
gemäß meiner Einpersonenstatistik scheint das auch im Alter lästiger zu werden. Deshalb verwende ich jetzt für längere Beobachtungen bei stärkeren Vergrößerungen einen kleinen HD-Monitor. Letzterer ist gebraucht für etwa 80.- auf dem eMarkt und die Anschaffung war absolut segensreich, zumal eine entsprechende Kamera auf dem Mikroskop sitzt. Nebenbei kann man da auch jungen und alten Besuchern was zeigen, ohne mühsam den Binotubus justieren und die Handhabung des Feintriebs erklären zu müssen. Bei starken Vergrößerungen reicht die derzeitige Auflösung von ca. 1600 x 1000 auch zur Bildwiedergabe ohne Detailverlust.
Viele Grüße
Rolf
ZitatDeshalb verwende ich jetzt für längere Beobachtungen bei stärkeren Vergrößerungen einen kleinen HD-Monitor.
Das ist eine sehr gute Lösung für ´entoptische Erscheinungen´ im alternden Auge, besonders bei hohen Vergrößerungen.
Gruß - EFH
Hallo Rolf,
ich verwende als Brillenträger auch einen Bildschirm, allerdings etwas größer und am PC; seeehr angenehm!
Grüße
Wolfgang
Danke für die Antworten,
ich hatte auch ein Gespräch mit meinem Nachbarn, Augenoptiker von Beruf, der meinte ebenfalls, daß viele seiner Kunden,
vorallem die Älteren Probleme damit hätten. Heilen bzw. Behandeln kann man leider nicht ( höchstens operativ ).
Ich habe auch festgestellt, daß es Abends schlimmer ist, wie von Hr. Henkel schon erwähnt, wahrscheinlich durch Ermüdung der Augen.
Das mit dem Bildschirm ist natürlich eine gute Idee. Ich kann meine EOS600D auch am PC anschließen und per
LiveView und EOS Utility mein Objekt am Bildschirm beobachten und fotografieren.
Mir ist das Betrachten direkt am Mikroskop aber im Moment noch lieber.
Viele Grüße,
Toni
Hallo Toni -
leider kriegt man mit dem live-view der EOS utility nicht die ganze Pracht des HD-Bildes wie das mit dem Direktanschluss an einen Monitor möglich ist. Allerdings scheinen nicht alle Canon SLRs den zu bieten. Aber live-view ist immer noch wesentlich besser als eine Herde mouches volantes zu hüten.
Viele Grüße
Rolf
Aber Toni hat recht!
Das knackscharfe Originalbild ist nicht zu überbieten; da reibt man sich schon gerne mal die Augen :-)
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
da kann ich Dir nur zustimmen, die Beobachtung direkt am Mikroskop ist doch durch nichts zu überbieten.
Notfalls: Gehirn ein/ausschalten - Mücken vertreiben und wenns garnicht anders geht "Autan und, keine Mücke sticht mehr"
oder oftmals hilft schon ein kleines Öffnen der Aperturblende den alten Augen wieder neuen Glanz zu schenken.
Es ist halt wie beim Tinitus, der eine lebt ganz gut damit, den andern machts fast verrückt.
Wir Rentner sollten halt überwiegend in den Morgenstunden mikroskopieren.
Mückige Grüße
Herbert
Danke Herbert,
gut gesprochen !!!
Grüße,
Toni
Zitat von: Herbert Dietrich in Januar 28, 2014, 22:02:06 NACHMITTAGS
Es ist halt wie beim Tinitus, der eine lebt ganz gut damit, den andern machts fast verrückt.
Ja, aber Tinnitus mit Mouches volantes ohne Rentner zu sein ist wirklich schon recht anstrengend.
Danke für die Tips.
Liebe Grüße in die Mückenschwarm,
Nick
Hallo Herbert -
wie so oft hat ja jeder seine eigenen Wehwehchen.
Für mich gilt "knackscharfes Direktbild" nur für Objektive bis 40. Beim edlen 63 PA und höher ist für mich das HD-Bild, das mir die EOS 5D dank ihrer Bildbearbeitung (pfui) auf den Monitor zaubert besser als das Original - selbst wenn ich mir die Fliegen mal weg denke. Anderen aus meiner Familie geht es (aus anderen Gründen) ähnlich. Aber natürlich wirft man nicht jedesmal Kamera und Monitor an, wenn man "geschwind" mal was anschauen will.
Lässt sich aber auch leicht begründen: Mein Bildausschnitt mit dem 100er ist etwa 50 µm hoch, dann bietet der Monitor also etwa 20 Pixel pro µm - das ist bei den üblichen Bedingungen schon eine leere Vergrößerung.
Viele Grüße
Rolf
Hallo lieber Rolf,
das hast Du nun von Deinen edlen 63 PA und 100 PA.
Tausche diese ollen Kamellen doch einfach gegen einige von meinen Okularen ein :-) und
ein 40 Achro bekommst Du auch noch, zusätzlich 3 Pfund geele Riabla, no werds de Mugga scho vergau!
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo Toni
Zitat von: Lupos68 in Januar 27, 2014, 18:33:53 NACHMITTAGS
Gibt es Menschen, die hiervon mehr betroffen sind als andere. Kann man etwas dagegen tun, oder muss man
sich einfach daran gewöhnen?
Ich hatte vor Jahren mal ein Problem mit der Netzhaut. Der Glaskörper hatte wohl zu heftig daran gezogen, es kam zu heftigen, angsteinflößenden Lichterscheinungen. Der Augenarzt stellte eine ganz kleine Verletzung der Netzhaut fest und tackerte die Ränder am Untergrund fest.
Resultat war jedenfalls ein Grauschleier aus winzig kleinen Körnchen, lt. Augenarzt Blutreste. Das hat sich mit der Zeit gegeben. Übriggeblieben ist ein markantes schwarzes Pünktchen, was ich gelegentlich mit einer kleinen Fliege verwechsle.
Fazit: Im Alter wird´s nicht besser.
Gruß
Klaus
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