Hallo in die Runde und speziell an die Leitz-Kenner,
ich habe einen Neuzugang in meinem Fundus, zu dem ich momentan erstmal folgende Fragen habe:
1.) Welche Abgleichlänge hat das auf den Bildern gezeigte
Apo Oel 90:1 - 170/0,17 - A 1.32 - Seriennummer A 292410
2.) Ist ein ungefähres Herstelljahr zu ermitteln?
Das Objektiv mit Bezeichnung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/144014_25382380.jpg) (http://s729.photobucket.com/user/microalf/media/forsale/leitz_apo_90/IMGP5076_cr.jpg.html)
Das Objektiv von der anderen Seite mit Leitz-Schriftzug und Seriennummer:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/144014_66732858.jpg) (http://s729.photobucket.com/user/microalf/media/forsale/leitz_apo_90/IMGP5077_cr.jpg.html)
Für jeden Hinweis, auch über persönliche Erfahrungen zur Qualität, bin ich dankbar. Ich möchte beurteilen, ob es zu meinen anderen Objektiven am Dialux mit 45mm Abgleichlänge eine sinnvolle Ergänzung ist.
Vielen Dank und beste Grüße
Kay
Hallo Kay,
Mit die 45 mm Objektiven wird es nicht gehen weil das Objektiv eine Abgleichlänge von 37 mm hat. Du hast ein Plezy Adapter nötig om es zu mischen mit andere 45 mm Objektiven. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Kay
• Abgleichlänge ca 37mm
• mit dem größeren Leitz-Schriftzug Anfang -Mitte 60er
• etwas interessanter als dieses war das Apo 90 /1,4 welches es auch gab
welches Dialux hast du denn, das schwarze? und mit welchen Objektiven?
Guten Morgen ihr beiden,
danke erstmal für die Hinweise zur Abgleichlänge, ich habe mir schon sowas gedacht, weil es doch deutlich kürzer als der Rest meiner Objektivbestückung ist. Ob ich nun ein Plezy-Adapter dazwischen baue kann ich noch nicht sagen, da ich bis heute noch nicht mit (Oel)-Immersion gearbeitet habe, bislang war es einfach nicht nötig.
@Stefan: Mein Dialux ist der Nachfolger (?) vom schwarzen, es ist ein hammerschlag-graues, das mit der geraden, kantigen Linienführung, 5-fach Revolver, Trino (100/0, 50/50, 70/30) und folgenden Objektiven (hier noch ohne Trino http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18245.msg139663#msg139663):
- Pl 2.5/0.08
- NPl 6.3/0.20
- NPl 10/0.25
- NPl 25/0.50
- NPl 40/0.65
und ein ungenutztes (siehe oben) NPl Oel 100/1.30
Ich bin erst seit November 2013 im Besitz dieses feinen Instruments, bislang zierten nur Zeiss Jena Mikroskope (Mikroval- und Jenaval-Serie) meinen Raum, also auch wieder ehr die schnörkellosen, geraden Modelle aus den 70er und frühen 80er Jahren. Aber ich stelle fest, ich beginne der hammerschlag-grauen Leitz Serie zunehmend zu verfallen ;D ;D ;D da gibt es noch viele feine Modelle (Ortholux II, Orthoplan) mit ähnlich gradlinigem Design. Ich arbeite aktiv an der Vergrößerung der Sammlung :D :D :D
Beste Grüße aus Braunschweig
Kay
Zitat von: Kay Hoerster in Februar 01, 2014, 10:10:01 VORMITTAG
Aber ich stelle fest, ich beginne der hammerschlag-grauen Leitz Serie zunehmend zu verfallen ;D ;D ;D da gibt es noch viele feine Modelle (Ortholux II, Orthoplan)
Hallo Kay,
ich habe mich ja auch für ein "kleines Graues" entschieden, die haben auch äußerlich schon einen gewissen Reiz - allerdings kann ich auch nicht behaupten, dass mir die alten, schwarzen, geschwungenen missfallen und nicht ausschließen, dass ich eines Tages "in die Vergangenheit expandiere".
Wenn Du übrigens eines Tages Deinen Monotubus von dem Foto nicht mehr haben willst, wäre ich interessiert (welchen Schwalbenschwanzdurchmesser hat denn Dein Dialux?)...
Und wenn wir schon beim Objektiv-Identifizieren sind: Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Varianten da hergestellt wurden. Ich habe zum Beispiel ein Pl 40:1 A 0,75 170/0,17 Abgl. 45 mm. Habe ich so mit dieser Apertur bisher auch noch nicht woanders gesehen.
Besten Gruß
Sebastian
Hallo Sebastian,
ja, die schwarzen Leitz haben auch ihren Reiz und ich war gestern leider nicht schnell genug, sonst hätte sich ein erstes bei mir eingefunden, aber so ist es auch nicht schlimm. Sind denn die Objektive mit 37mm Abgleichlänge vornehmlich bei den schwarzen Leitz Mikroskopen anzutreffen oder sind die schwarzen auch schon für Objektive mit Abgleichlänge 45mm vorgesehen?
Der Ringschwalbendurchmesser bei meinem Dialux beträgt 43mm.
Momentan beschränkt sich meine Objektivauswahl vorerst auf die eingangs genannten. Ich bin auf der Suche nach der original Bedienungsanleitung, die ich bisher nur im amerikanischen oder englichen ebay gefunden habe, die vom Dialux 20 habe ich schon bekommen. Insbesondere hätte ich noch gerne Informationen zu Zubehör zum Dialux, gerade vor ein paar Tagen habe ich eins gesehen mit Auflicht-Tubus...eine große Spielwiese dieses System ;D ;D ;D
Viele Grüße
Kay
Zitat von: Kay Hoerster in Februar 01, 2014, 13:29:48 NACHMITTAGS
Sind denn die Objektive mit 37mm Abgleichlänge vornehmlich bei den schwarzen Leitz Mikroskopen anzutreffen oder sind die schwarzen auch schon für Objektive mit Abgleichlänge 45mm vorgesehen?
Der Ringschwalbendurchmesser bei meinem Dialux beträgt 43mm.
Hallo Kay,
ich denke, zumindest hauptsächlich sind bei den schwarzen noch die AGL 37 mm vorgesehen, falls ich da in den nachfolgenden Links nichts überlesen habe (dort geht es ein bißchen durcheinander mit den Firmen und mit Tubus- und Abgleichlängen). Ich denke, ob Du es verwenden kannst, hängt auch ein bißchen mit dem "Fahrbereich" des Tisches zusammen? Kann ich aber nicht sagen, da ich eben nur mein eigenes Leitz SM-Lux ausprobieren konnte (sonst habe ich nur spätere Leica und Zeiss an der Hand gehabt).
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,2242,2244
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2868.20
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=697.15
Der Ringschwalbendurchmesser würde übrigens auch bei mir passen...
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Kay,
wenn wir mal die schwarzen Leitz Mikroskope der 50er und 60er Jahre in die T- und die Dreiecksfüße unterscheiden, dann sind die beiden Hauptvertreter des Dreiecksfußes das SM , das "kleine Schwarze" 1973 (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16216.0) oder ausführlicher , das "das Leitz SM" 1973 (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=17309.0) und das Laborlux III bzw IIIa
Oft werden diese , insbesondere in Angeboten verwechselt oder gänzlich falsch als Dialux oder Biolux bezeichnet :o
Hauptunterschied zwischen SM und Laborlux III sind die Hubhöhe des Tisches ; beim Laborlux beträgt sie 55mm, was in Verbindung mit dem schlittengeführten, wechselbaren Objektivrevolver auch die Verwendung von Auflichteinheiten (mit dem Lalorlux Schlitten) wie dem Opak oder Ultropak erlaubt.
Beim SM beträgt die Hubhöhe des Tisches nur 18mm, weshalb es mit den 45mm abgeglichenen Objektiven etwas knapp wird, aber es geht (vermeiden muss mann halt insbesonderes wenig vergrößernde Objektive mit längerem Arbeitsabstand >45mm)
Die Ringschwalbe bei allen Dreiecksfüßen beträgt einheitlich 41 mm (Ausnahme Pol-Varianten und das vor-1957-Ur-Laborlux III)
Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Schwarze bringen ;)
Zitat von: purkinje in Februar 01, 2014, 14:33:21 NACHMITTAGS
Beim SM beträgt die Hubhöhe des Tisches nur 18mm, weshalb es mit den 45mm abgeglichenen Objektiven etwas knapp wird, aber es geht (vermeiden muss mann halt insbesonderes wenig vergrößernde Objektive mit längerem Arbeitsabstand >45mm)
Hallo purkinje,
komisch, ich habe bei meinem SM-Lux (grau) genau die umgekehrte Erfahrung gemacht: Ich konnte den Tisch nicht nah genug an die Objektive mit 37 mm Abgleichlänge heranfahren und brauchte deshalb den PLEZY. Für die 45 mm Objektive reicht ja die kleinere Hubhöhe - oder wie paßt das zusammen und was verstehe ich da falsch?? ???
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
deshalb habe ich oben geschrieben, dass ich NUR von den schwarzen Leitz Mikroskopen SM und Laborlux III / IIIa berichtete
Das SM war nur schwarz, ein SM-Lux nur grau, nicht zu verwechseln mit dem schwarzen SM-D-Lux (also Vorsicht bei den Leitz Bezeichnungen)
Hallo ihr beiden,
danke für die weiteren Infos.
@Stefan: Das Unterscheidungsmerkmal mit Hilfe der Fussform ist gut, das merkt sich leicht. Ich neige, wenn überhaupt schwarz, dann auch ehr zu den 'großen schwarzen', also den Modellen mit T-förmigen Fuss, aber wie oben bereits geschrieben, ist der Wunsch noch nicht unheilbar entfacht :D :D :D
Da gibt es vorerst andere Begehrlichkeiten in grau...
Beste Grüße aus BS
Kay
Hallo Stefan,
OK, die wollte ich ja gar nicht verwechseln, mir ist jetzt nur der optische Zusammenhang nicht klar. Wo liegt der Fehler, wenn ich denke:
Langes Objektiv -> Tisch muss nicht so hoch fahren
kurzes Objektiv -> Tisch muss längeren Hub haben
?
In der Hoffnung auf Aufklärung im schwarzgrauen Nebel
Sebastian
Hallo Kay,
Leitz hat zur (vermuteten) Bauzeit Deines Objektivs einige seiner starken Immersionsobjektive (z.B. die zum Heine-Kondensor) bewusst nicht abgeglichen, sondern absichtlich so lang konstruiert, dass beim Einschwenken eines Trockenobjektivs mit 37mm-Abgleich und großer Baulänge kein Immersionsöl vom Präparat an dessen Frontlinse kommt. Das ist in der Anleitung zum Heine-Kondensor beschrieben und ließe sich an Deinem Objektiv prüfen, indem Du dessen Baulänge ab Anschraubflasch ausmisst: beträgt sie etwas mehr (1-2 mm) als die damals üblichen 37 mm, wird es ein nicht abgeglichenes Objektiv sein.
Herzliche Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
ohne der Frontlinse zu nahe kommen zu wollen, habe ich eben mal gemessen und eine Länge ab Gewindeanlagefläche bis Frontlinse von ziemlich genau 37mm ermittelt. Also dann doch passend (zu 37mm) abgeglichen?
Übrigens: Die Angaben 90:1 und A 1.32 auf dem Objektiv sind genau so vorhanden, beide Angaben (Vergrößerung und Apertur) habe ich so zum ersten Mal gesehen. Vielleicht auch das ein Anhaltspunkt zum Baujahr - gab es in den späten 60ern oder frühen 70ern dann den Wechsel zur 'normalen' Schreibweise (also z.B. 90/1.32)?
Viele Grüße
Kay
Hallo Sebastian,
also bei den schwarzen beträgt die minimal Distanz Revolverunterkante bis Tisch(ganz nach oben) bei beiden Modellen ca 35,5mm, beim SM läßt sich der Tisch dann 18mm und beim Laborlux III/ IIIA 55mm absenken; ich vermute also dass bei deinem grauen SM-Lux einfach der minimale Revolver-Tisch-Abstand >37mm beträgt weshalb du die kurzen Objektive nur mit Verlängerung betreiben kannst
Hallo Thomas,
gerade erst die Tage habe ich die "achromatische Schublade gesichtet und geputzt", die meiste Vertreter waren 37mm "abgeglichene" Bauform, ich meine man sollte bei dieser Ära der Leitz Objektive lieber von kurzer Bauform sprechen, Abgleich klingts nach "ich stelle mit einem 10er scharf und schwenke das 40 oder 45 er ein und bin in der Schärfenebene", das war nie so! Stets musste man bei aufsteigender Vergrößerung den Tisch zum Scharfstellen stets ein wenig weiter absenken. Das entspräche ja auch deiner Beobachtung, beim zurückschwenken zB vom 100er Oel auf das 40er bestünde so auch weniger die Gefahr des Eintauchens.... wenn ich mir aber die 40/45er Frontlinsen der vorliegenden Objektive so ansehe hat das nur bedingt geklappt ;D ;D aber Xylol sei Dank ;)
Hallo Kay,
hier eine Liste von den verfügbaren und wohl für ein SM von 1957 empfohlenen Objektiven (alle 37mm), an der man gut sieht dass die höher korrigierten Objektive oft als 90er 95er oder gar 114er vorlagen
Man beachte auch das Objektiv 3b 13 /0,40!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/144090_21215302.jpg) (http://s1055.photobucket.com/user/mucsci/media/LeitzObjektive1957_zps918add48.jpg.html)
Hallo in die Runde,
handelt es sich beim Plezy eigentlich 'nur' um einen linsenlosen Tubus oder befindet sich noch eine Linse im Tubus? Ein linsenloser Tubus würde ja die mechanische Tubuslänge vergrößern und die Lage des Objektivzwischenbildes weiter in den Okularstutzen (weiter unterhalb der Okularauflage) verlagern? Eventuell eine Zerstreuungslinse, die das Zwischenbild wieder nach oben zum Okular verlagert? Oder sind die 8mm zu verkraften?
Es gibt noch viel über Leitz für mich zu lernen...
Freundliche Grüße
Kay
Hallo Stefan,
jetzt habe ich es kapiert, Danke! :)
Hallo Kay,
jetzt spiele ich auch mal den Oberlehrer und sage: Suchfunktion benutzen: ;)
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=8382.0
Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Aspekte...
Besten Gruß
Sebastian
Hallo Sebastian,
kurz nach Absetzen meiner Frage habe ich gesucht und habe den von Dir angeführten Link ebenfalls gefunden und gleich mal aufgesaugt. Trotzdem danke für den Link, meine Frage zum Plezy ist somit beantwortet.
Viele Grüße
Kay
...ich finds auch immer gut, wenn in einem Beitrag zum Thema die bisherigen wichtigen Links gesammelt werden - falls das Thema nicht sogar direkt im alten Thread weitergeführt werden kann, wenn es genau passt.
Viele Grüße
Sebastian
Zitat von: purkinje in Februar 01, 2014, 15:45:55 NACHMITTAGS
also bei den schwarzen beträgt die minimal Distanz Revolverunterkante bis Tisch(ganz nach oben) bei beiden Modellen ca 35,5mm, beim SM läßt sich der Tisch dann 18mm und beim Laborlux III/ IIIA 55mm absenken; ich vermute also dass bei deinem grauen SM-Lux einfach der minimale Revolver-Tisch-Abstand >37mm beträgt weshalb du die kurzen Objektive nur mit Verlängerung betreiben kannst
Hallo Stefan und alle "Leitzianer",
bei meinem SM-Lux (immer grau ;) ) beträgt der Minimalabstand zum Revolver (den ein Objektiv überbrücken müsste) (ca.) 45 mm und der maximale Weg/Hub des Tisches (ca.) 55 mm.
Viele Grüße
Sebastian