Mikro-Forum

Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: Wutsdorff Peter in Februar 20, 2014, 17:19:04 NACHMITTAGS

Titel: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 20, 2014, 17:19:04 NACHMITTAGS
Hallo ,verehrte Experten!
In der Mikrofibel von Henkel steht auf S. 127, 3. Abs., daß man eine " stabile, steife Haube  aus Polystyrol, Plexiglas oder Fensterglas" benutzen sollte. Warum diese Werkstoffwahl?
Ich benutze einfach eine Plastiktüte entsprechender Größe.
Vielen Dank für  Ihre Hilfe

Peter aus LOrsch
Titel: Re: Staubscgutz
Beitrag von: the_playstation in Februar 20, 2014, 17:32:23 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Ich benutze auch durchsichtige Plastiktüten.
Eine richtige Haube ist natürlich edler und kann auch nicht so schnell reißen, ...
Aber mir langt eine Tüte als Abdeckung.
Die Okulare haben bei mir noch z.T. kleine Reichelt-Elektronikbauteile-Tütchen als Abdeckung. :)
Wenn Ich mein KF2 im Rucksack transportiere kommt noch eine Schicht Luftpolsterfolie drum rum.
Nicht edel. Aber funktioniert.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Staubscgutz
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 20, 2014, 17:39:47 NACHMITTAGS
Hallo Peter aus Lorsch,

ich warte noch immer, dass Du einmal bei uns in Darmstadt auftauchst - am 4. April ist unser nächstes Treffen.

Klaus Henkel ist sicherlich ein Perfektionist - in durchaus positivem Sinn. Die steife, absolut dichte Hülle hat zweifellos ihre Vorteile. Geräte, die so ihre Jahrzehnte benutzt werden, verstauben auch unter den üblichen Staubschutzhüllen aus Kunststoff oder dicht gewobenem Stoff (Zeiss, sehr preiswert und dekorativ). Außerdem ist Klaus Henkels Universal unter der Klarsichthülle sicher ein Hingucker. Über die unbedingte Notwendigkeit einer solchen Maßnahme kann man aber diskutieren.

Herzliche Grüße,
Detlef aus Reinheim, dem Tor zum Odenwald
Titel: Re: Staubscgutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 20, 2014, 19:08:53 NACHMITTAGS
An Detlef aus Reinheim, dem Tor zum Odenwald

Zitat von: Detlef Kramer in Februar 20, 2014, 17:39:47 NACHMITTAGS
Klaus Henkel ist sicherlich ein Perfektionist - in durchaus positivem Sinn. Die steife, absolut dichte Hülle hat zweifellos ihre Vorteile. Geräte, die so ihre Jahrzehnte benutzt werden, verstauben auch unter den üblichen Staubschutzhüllen aus Kunststoff oder dicht gewobenem Stoff (Zeiss, sehr preiswert und dekorativ). Außerdem ist Klaus Henkels Universal unter der Klarsichthülle sicher ein Hingucker. Über die unbedingte Notwendigkeit einer solchen Maßnahme kann man aber diskutieren.


Perfektionist: Ja, gelegentlich.
Und danke auch für den Nachsatz dahinter.

Ich habe noch keine Staubschutzhülle kennen gelernt, von der beim Abheben nicht der darauf liegende Staub aufs Mikroskop fällt, wogegen die Hülle ja eigentlich schützen soll. Deshalb habe ich keine "Klarsichthülle", sondern eine Maßgenaue Anfertigung eines Klarsichtgehäuses. Darauf bleibt der Staub beim Abheben liegen, bzw. kann von dem flachen Deckel mit einem Staubtuch oder mit einem feuchten Papierküchentuch sauber und vollkommen abgewischt werden. Versuchen Sie mal das bei einer Plastikhülle ...

Beste Grüße KH



Titel: Re: Staubscgutz
Beitrag von: reblaus in Februar 20, 2014, 19:17:08 NACHMITTAGS
Außerdem pflegen Plastikhüllen bei groben Berührungen bzw. Abziehen vom Mikroskop zu "atmen" und so den Staub vom Tisch zu saugen und ihn später in Ruhe auf dem Gerät abzulagern - aber Gehäuse sind leider so platzraubend, dass ich halt mit dem Staub leben muss...

Gruß

Rolf
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Hugo Halfmann in Februar 20, 2014, 19:38:51 NACHMITTAGS
Liebe Staubfeudler ;D

ZitatDeshalb habe ich keine "Klarsichthülle", sondern eine Maßgenaue Anfertigung eines Klarsichtgehäuses.

Unter dem Aspekt praktischen Handhabung und der Ästhetik ist es sehr, sehr bedauerlich, daß die schönen, einst von Zeiss für das GFL angebotenen Schutzhauben aus Plexiglas nicht mehr erhältlich sind bzw. etwas vergleichbares nicht hergestellt wird.
Ein ortansässiger plexiglasverarbeitender Betrieb hat mir mal auf Nachfrage erklärt, das es ohne den Bau einer entsprechenden Form unmöglich ist, so etwas herzustellen.
Schade, da bleibt dann nur die Anfertigung eines Behelfs, der aber auch gut aussehen kann.
Von der Verwendung einer Glashaube habe ich mich wegen des Gewichts und der Zerbrechlichkeit verabschiedet. Hat bei uns keinen Zweck. :-\

Putzige Grüße :D
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 21, 2014, 08:34:46 VORMITTAG
Zitat von: Hugo Halfmann in Februar 20, 2014, 19:38:51 NACHMITTAGS

Schade, da bleibt dann nur die Anfertigung eines Behelfs, der aber auch gut aussehen kann.


Guten Morgen die Herren Halfmann, Rolf Reblaus und Peter aus Lorsch!
Mein "Behelf" sieht so aus.

http://www.weihenstephan.org/~fsrklauhenk/L1010902-klein.jpg
Acrylglas, also Plexiglas (Name geschützt von Röhm & Haas in Darmstadt. Verklebt mit Silicon, wie auch bei Aquarien üblich.

Preis 119 €, für Standard 14, 16, 18 etwa die Hälfte.

Staubfreie Grüße von KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: ImperatorRex in Februar 21, 2014, 09:24:50 VORMITTAG
Hallo Herr Henkel,
eine sehr schöne Lösung, die Sie hier zeigen. Da sich das Mikroskop in einem quasi geschlossenen Behältnis befindet, könnte man auch Beutel mit Silikagel einbringen (was einem Fungus Befall der optischen Linsen vorbeugen würde, dies erscheint mir evtl. relevant bei längeren "Standzeiten" bzw. Nichtbenutzung der Mikroskope).

Würde einen solchen Schutz gerne bei meinen Mikroskopen verwenden. Das Universal ist ja nicht gerade "kompakt", mit Fototubus und DSLR würden da aber vermutlich die Abmaße zu groß werden.

viele  Grüße

Jochen

 
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 21, 2014, 10:09:41 VORMITTAG
Lieber Herr Henkel,

nur zu Ihrer Information: Plexiglas gibt es nach wie vor - Röhm und Haas aber nicht. Das heißt jetzt "Evonik Industries Darmstadt". Es gibt dann auch noch "Evonik Industries Hanau", welches die ehem. Degussa ist.

Herzliche Grüße
D.K.
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 21, 2014, 11:00:15 VORMITTAG
Zitat von: Detlef Kramer in Februar 21, 2014, 10:09:41 VORMITTAG
Lieber Herr Henkel,

nur zu Ihrer Information: Plexiglas gibt es nach wie vor - Röhm und Haas aber nicht. Das heißt jetzt "Evonik Industries Darmstadt". Es gibt dann auch noch "Evonik Industries Hanau", welches die ehem. Degussa ist.

Herzliche Grüße

Einen ebenso herzlichen Dank. Nach dem durch Fusion ausgelösten Verschwinden des Chemiekonzerns Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft, vormals Meister Lucius & Brüning, habe ich die Lust verloren, den fusionierten Großkonzernen Aufmerksamheit zu schenken, die mit alljährlichen wechselnden Phantasie- und Kunstnamen daherkommen. Thalanx, Evonik, Ergo usw. Daß auch die Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt Aktiengesellschaft, vormals Rössler, mit Firmensitz in Ffm, bei Evonik gelandet ist, ist mir deshalb wohl entgangen. Allabendlich sehe ich aber die Fernsehreklame für Goldbarren der Degussa.

Die Maschinenfabrik Carl Schenck in Darmstatt ist ja inzwischen beim Konzern Dürr AG in Stgt. gelandet. Die Maschinenfabriken
Oerlikon in Zürich und Sulzer gehören inzwischen mehrheitlich dem russ. Oligarchen Viktor Vechselberg, bei dem jetzt Jos. Ackermann u. P. Löscher angeheuert haben.

Sorry für meinen Patzer wg. R. & H. in DA.

KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 21, 2014, 11:06:40 VORMITTAG
Zitat von: ImperatorRex in Februar 21, 2014, 09:24:50 VORMITTAG

Würde einen solchen Schutz gerne bei meinen Mikroskopen verwenden. Das Universal ist ja nicht gerade "kompakt", mit Fototubus und DSLR würden da aber vermutlich die Abmaße zu groß werden.
Jochen


Hallo Imperator Jochen!
1. Den Fototubus auf dem Universal kann man doch mit einem einzigen Handgriff abnehmen, bevor man die Haube darüber stülpt.
2. Der Hersteller der Haube schneidet einem auch oben ein Loch in die Haube für den Fototubus. Wollte ich aber nicht, macht anderweitige Handhabungsprobleme.

Gruß KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 22, 2014, 11:07:50 VORMITTAG
Liebe Mikroskopbrüder,
vielen Dank für die ausführlichen Hinweise. Der Plastikkasten von Herrn Henkel sieht ja wirklich sehr gut aus. Ein Hingucker!!

In diesem Zusammenhang möchte ich als erfahrener Lehrer und Grufti (74), Ihnen Herrn Henkel, für die didaktisch sehr gut gestaltete Mikrofibel meine Hochachtung und Lob aussprechen. Einiges könnte durch etwas mehr Bilder wie bei Herrn Linkenheld untermauert werden. Z.B. die Methode zur  Bestimmung der Apertur eines Kondensors.

Ich habe mich inzwischen bei OBI umgesehen: 2mm Plastikplatten gibt es dort im Format 50x50 und 50x25 cm. jeweils zu ca 7€.
Dazu die Winkelleisten aus Plastik (weiß) oder Alu kosten auch nicht die Welt. Denn mit dem Verkleben hat man manchmal Schwierigkeiten.
Die Ansicht würde also etwas durch die Kantenleisten getrübt werden. Das präzise Bohren in meiner Garagenwerkstatt bereitet keine Schwierigkeiten.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist derjenige der statischen Aufladung beim Entfernen der Plastiktüte. Aber dann lagert sich der Staub wohl nur außen ab;  ob der Staub das auch weiß??

Lieber Detlef: Bzgl. eines Besuchs in DA, Du bist ja an der TU tätig, bezeuge ich Reue. An der TU berate ich zwei Doktoranden und besuche sie auch (Lichtwiese). Vielleicht kommt es  in diesem Zusammenhang zu einem Treffen. Den nächsten Termin habe ich mir vorgemerkt.
Wenn eine mechanische Bearbeitung ansteht, kann ich vielleicht helfen. Aber über eine so gute Wrkstattausstattung wie an der TU verfüge ich natürlich nicht.

Mit mikrosk. Grüßen
                                                     Peter aus Lorsch

Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Schloter in Februar 22, 2014, 12:13:19 NACHMITTAGS
Guten Morgen,
2mm Acryl/Makrolonplatten erscheinen mir ein wenig dünn,ich habe für ein Standard 18 solche eine Haube gebaut,und finde sie in Vergleich zu einer etwa gleichgrossen Haube aus 4mm Material ein wenig instabil.
Dafür ist sie aber deutlich leichter!
Wenn das Gewicht und der höhere Preis nicht stört ,würde ich die Haube aus 4mm Material bevorzugen.
Acryl/Makrolonplatten sind über ebay ,auch im Zuschnitt ,wesentlich günstiger als im Baumarkt zu erhalten.
Viele Grüße

Klaus
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: the_playstation in Februar 22, 2014, 14:06:33 NACHMITTAGS
Hallo Klaus,

Danke für den Tipp. Das Zauberwort ist bei Mir das Wort "Zuschnitt".
Fertig zugeschnittene Platten erleichtern den Zusammenbau erheblich.
Ich glaube, Ich werde 4cm benutzen und eine Bodenplatte + Verschlüsse dazu bauen.
Aber erst, wenn Ich ein paar Tage frei habe.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Mikrofibel und Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 22, 2014, 14:26:25 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in Februar 22, 2014, 11:07:50 VORMITTAG

In diesem Zusammenhang möchte ich als erfahrener Lehrer und Grufti (74), Ihnen Herrn Henkel, für die didaktisch sehr gut gestaltete Mikrofibel meine Hochachtung und Lob aussprechen. Einiges könnte durch etwas mehr Bilder wie bei Herrn Linkenheld untermauert werden. Z.B. die Methode zur  Bestimmung der Apertur eines Kondensors.

Lieber Herr Wutsdorff!

Erstens: Mikrofibel
Ein Danke für Ihre freundlichen Worte über die Mikrofibel. Ich hatte sie seinerzeit 2001 geschrieben, weil ich mir die Arbeit ersparen wollte, jede Frage von neuem ausführlich beratend zu beantworten, denn ich bekam damals etwa 10 bis 15 Mail-Anfragen täglich, Telefonanrufe nicht mitgezählt. Geplant waren noch mehrere "erweiterte Auflagen". Doch dann verlangten Änderungen in meinen Lebensumständen eine neue Prioritätenskala für meine Vorhaben, die Mikrofibel rutschte dabei auf den Skalenwert 4,99 (bei 5,0 als schlechtestem Wert). Die Liste der möglichen "könnte, sollte, müßte ...) umfaßt nahezu 50 Punkte. Das war Ende 2005.

Inzwischen hat sich der Charakter des Forums noch mehr als in seinen Anfangsjahren in Richtung eines sozialen Mikro-Netzwerks veschoben, nicht zuletzt auch durch die Darmstädter Mikrotreffen, die von Dr. Kramer ins Leben gerufen worden waren und die eine stattliche Anzahl persönlicher Bekanntschaften haben entstehen lassen, wodurch auch ein viel persönlicherer Korrespodenzton im Forum eingezogen ist. Die Kompetenz in Sachen Mikroskopie ist nun auf viele Schultern und Köpfe verteilt, so daß die individuelle Beantwortung von Anfängerfragen, auch von speziellen, den einzelnen Mikrofreund nicht mehr so belastet wie in den Anfangsjahren des Forums.

Nicht verändert hat sich hingegen die offenbare Abneigung vieler Anfänger, erst Auskunft in der Literatur zu suchen und dann den Rest zu erfragen, sondern ohne Ahnung und Grundlagenwissen gleich drauflos zu fragen. Unter solchen Umständen ist mir dann bald die Lust vergangen, noch kostbaren Zeitaufwand in die Mikrofibel zu investieren. Eigentlich schade - aber es geht nicht anders.

Zweitens: Staubschutzhaube
ZitatDer Plastikkasten von Herrn Henkel sieht ja wirklich sehr gut aus. Ein Hingucker!!

Um keine Mißstimmung zwischen uns aufkommen zu lassen, schlage ich Ihnen folgende Erklärung im Forum vor:

"Meine überaus leichtfertige und beleidigende Bezeichnung der schönen Henkelschen Staubschutzhaube aus Acrylglas als "Plastikkasten" nehme ich mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurück und sichere zu, mich solcher oder ähnlicher Verunglimpfungen künftig zu enthalten.
gez. P. Wutsdorff."


Ich glaube, das wäre eine angemessene Mindesform, auf der ich bestehen muß im Interesse der Gesichtswahrung meiner Haube!

Mit vorzüglicher Hochachting
Ihr KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Herbert Dietrich in Februar 22, 2014, 17:18:13 NACHMITTAGS
Hallo Jorrit,

mit diesem Material wird Deine Haube schußsicher, ich denke zumindest für Pistolen-Munition.
Aber 4cm bringt auch einiges auf die Waage :-)

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 22, 2014, 20:54:52 NACHMITTAGS
Hallo Herr Henkel,
hiermit unterzeichne ich Ihre mir nahe gelegte Erklärung!!
Ich wollte  Ihre Staubschutzhaube ncht verunglimpfen!
Hochachtungsvoll

  Peter Wutsdorff
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 23, 2014, 00:15:42 VORMITTAG
Hallo Herr Wutsdorff!

Ihre Erklärung wird von meiner Haube großmütig akzeptiert, und sie entbietet Ihnen einen guten Zug aus der virtuellen Pfriedensfeife!
Titel: Re: Mikrofibel und Staubschutz
Beitrag von: Wilfred Mott in Februar 23, 2014, 01:57:57 VORMITTAG
Hallo Herr Henkel,

Zitat von: Klaus Henkel in Februar 22, 2014, 14:26:25 NACHMITTAGS
Nicht verändert hat sich hingegen die offenbare Abneigung vieler Anfänger, erst Auskunft in der Literatur zu suchen und dann den Rest zu erfragen, sondern ohne Ahnung und Grundlagenwissen gleich drauflos zu fragen. Unter solchen Umständen ist mir dann bald die Lust vergangen, noch kostbaren Zeitaufwand in die Mikrofibel zu investieren. Eigentlich schade - aber es geht nicht anders.

ich wage an dieser Stelle die These, dass es ebenso auch eine Frage der Wahrnehmung ist: Die, die die Mikrofibel ausführlich gelesen haben stellen weniger Fragen und werden u.U. auch weniger wahrgenommen sofern sie sich überhaupt zu Wort melden. Vieles lässt sich durch die Suchfunktion in diesem Forum glücklicherweise auf Anhieb klären.
Ich für meinen Teil - in anderer Hinsicht auch ein "Grufti"* (27) - empfand die Lektüre der Mikrofibel als sehr lehrreich und schlage da auch weiterhin gerne nach.

*in diesem Fall geht es um die Zuordnung zur Gothic-Subkultur.

Herzliche Grüße,
WM.
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 23, 2014, 11:19:10 VORMITTAG
Sehr geehrter Herr Henkel,
das "Sich-Sachkundig-Machen" über die Literatur ist ja soooo müüühhhhsam!
Einfacher geht es über Fragen. Auch in Firmen habe ich es oft erlebt, daß jemand herum telefoniert und andere bei der Arbeit stört, anstatt selber zu  suchen.
Ich habe es oft sogar bei Diplomanden erlebt. Auch auf Tagungen wird etwas gebracht, was schon vor 30 Jahren veröffentlicht wurde.

Meine  Friedenspfeife raucht auch schon

Gruß  Peter aus Lorsch
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Johannes Kropiunig in Februar 23, 2014, 16:27:15 NACHMITTAGS
Hallo,

aus leidvoller Erfahrung weiß ich selbst, dass die Mikrofibel für Anfänger eine absolut schwere Kost ist. Zu Beginn ist man schon froh die Begriffe Objektive und Okulare nicht zu verwechseln. Fragen die euch "doof" erscheinen sind oftmals für einen Neuling nicht durch die Mikrofibel zu beantworten, ohne erst einen Wulst an Fachbegriffen mit Wikipedia verständlich zu machen. Das soll keine Kritik an der Mikrofibel sein, lediglich der Hinweis, dass sie für Menschen mit keinen bis wenig Vorwissen kaum verständlich und verwirrend ist. Eine tolle Fachliteratur ja, Anfängerlektüre nein. Dies war jedenfalls meine erste Erfahrung mit der Mikrofibel, und finde es auch oft unverschämt wie Neulinge mit Fragen auf sie hingewiesen werden, nach dem Motto: friss, oder stirb. Ich drück meinen Lehrlingen ja auch nicht das Buch "Der perfekte Tischler" in die Hand wenn er Fragen hat, sondern bemühe mich seine Fragen zu beantworten.

Viele Grüße,
Johannes
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: the_playstation in Februar 23, 2014, 16:41:14 NACHMITTAGS
Hallo
Daher wäre eventuell eine Mikrofibel light nicht schlecht. Kürzer, einfacher, ... Für die Grundlagen ohne all zu komplizierte Erklärungen. Wenn man in der Praxis lernt, mit dem Mikroskop zu arbeiten, benötigt man auch keine komplexe Formeln, ... Zum tieferen Eintauchen in die Materie ist die Mikrofibel klasse. Aber Sie ist halt nicht "Mikro". ;)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 23, 2014, 18:53:41 NACHMITTAGS
Zitat von: the_playstation in Februar 23, 2014, 16:41:14 NACHMITTAGS
Hallo
Daher wäre eventuell eine Mikrofibel light nicht schlecht. Kürzer, einfacher, ... Für die Grundlagen ohne all zu komplizierte Erklärungen. Wenn man in der Praxis lernt, mit dem Mikroskop zu arbeiten, benötigt man auch keine komplexe Formeln, ... Zum tieferen Eintauchen in die Materie ist die Mikrofibel klasse. Aber Sie ist halt nicht "Mikro". ;)

Liebe Grüße Jorrit.

Hallo Jorrit und Hallo Kropiunik Johannes!

Was Sie da an Eigenschaften der Mikrofibel aufzählen, mag sich für Manchen als Mängel darstellen. Doch war das exakt meine Absicht. Ich bin noch immer der Auffassung, daß die Mikroskopie mit all ihren Facetten kein Hobby sein kann, für Menschen, die zu faul zum Lesen von Fachbüchern sind und meinen, das Wissen, das sich andere Menschen in jahrelangen intensiven Studien erarbeitet haben, flöge ihnen - wie die gebratenen Tauben im Bruighelschen Schlaraffenland - ins offene Maul (Zitate!).

Das Mikroskop ist und bleibt ein Instrument für die Wissenschaft, es ist kein einfacher "Durchgucker" wie eine Leselupe. Deshalb war es nie meine Absicht, eine Anleitung zu schreiben für Anfänger und solche, die es bleiben wollen. Sondern sie sollte Leuten mit ernsthaften Absichten und dem Willen, sich mühsam in die Materie einzuarbeiten, in Ergänzung der (kaum noch vorhandenen) Fachliteratur gewisse Handreichungen in sehr ausführlicher Art und didaktisch besser aufbereitete Grundlagen anbieten. Daß sie für viele "Leser" nicht geeignet ist, die auf dieses Pferd schon allein deshalb nicht aufspringen möchten, weil sie es nicht gewohnt sind, so hoch zu springen, habe ich bewußt in Kauf genommen. - Die Mikroskopie ist kein Steckenpferd für jedermann. - Wer sich ein Hobby aussucht, das sich von der wissenschaftlichen Naturkunde her und den dafür notwendigen feinwerktechnischen Instrumenten sehr in die Nähe der Wissenschaft begwegt, muß sich den dortigen Gepflogenheiten anpassen, z. B. in Terminologie und der Kunst einer ausreichend vernünftigen Art Fragen zu stellen, oder es eben sein lassen. Ich bin in dieser Hinsicht kein naiver Weltverbesserer. Es war und ist nicht meine Absicht, jeden aus irgendeinem Grunde an "Bazillen" interessierten Menschen in die Regeln der wissenschaftlichen Fragestellung und Arbeitsweise einzuführen.
Das übersteigt meine Fähigkeiten und vor allem meine Absichten.

Nicht zuletzt sollte mein Beitrag in Form der Mikrofibel einen gewissen deutschsprachingen Ersatz für die ausgestorbene mikroskopische Fachliteratur bieten. Deshalb setzt die Mikrofibel nicht nur Lern- und Lesewilligkeit voraus, sondern auch die Fähigkeit, anspruchsvollen Text zu lesen und zu verstehen. - Die meisten Leser honorieren das, wie ich aus vielen Zuschriften weiß.

Für den Unterschied von Okular und Objektiv ist die Mikrofibel nicht zuständig. Das ist in den zahlreichen (!) überwiegend gut gemachten Kinderbüchern über das Mikroskop nachzulesen. Und auch auf der Homepage der MVM, z. B. hier:

http://www.klaus-henkel.de/mikteile.html

Ich habe schon kleine Mädchen in die Mikroskopie eingewiesen. Nach einer Stunde wußte jede, was ein Okular oder ein Objektiv ist, siehe hier:

http://www.klaus-henkel.de/wohldenkinder.html

Das kann man über Google alles finden. Kein Zwanzigjähiger "Auszubildender" muß ein Okular "das Rohr, wo man reinguckt"  nennen oder ein Mikropräparat "das Glasding, wo was drauf ist". Sicherlich kann ein begnadeter Didaktiker da noch etwas machen und sich dazu berufen fühlen. Aber mein Ziel ist das nicht und nicht gewesen. Und das ist und war nicht der Sinn der Mikrofibel.

Sehr hoffe ich, daß ich mit diesen Anmerkungen eine Hilfe zum Verständnis bieten kann.

Und: Servus!
KH

Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Gunther Chmela in Februar 23, 2014, 20:09:49 NACHMITTAGS
Lieber Herr Henkel,

gerade deshalb, weil die Mikrofibel all die von Ihnen genannten hohen Ansprüche durchaus erfüllt, gerade weil sie tatsächlich zur Zeit das einzige wirklich ernst zu nehmende Werk in deutscher Sprache zu dieser Thematik ist, und gerade weil sie drittens von vielen Mikroskopikern geschätzt und empfohlen wird, sollten Sie doch darangehen, die kleinen Fehler auszumerzen, die den sonst sehr positiven Gesamteindruck leider etwas trüben.

Die Mikrofibel enthält einige Sachaussagen, die unrichtig sind. Dadurch erleidet zwar kein Leser irgendwelchen körperlichen oder psychischen Schaden, auch Mikroskope gehen dadurch nicht zu Bruch, doch diese Fehler passen nicht zum Niveau Ihres Werks. Oder lassen Sie es mich anders ausdrücken: Diese "Schwachstellen" sind Ihrer, lieber Herr Henkel, nicht würdig!

Ich vermeide es mit Absicht, an dieser Stelle konkrete Beispiele zu nennen. Dies ist nicht der Ort für etwaige ins Detail gehende Diskussionen. Doch wie Sie ja wissen, stehe ich für jede Art der Korrespondenz hierzu jederzeit zur Verfügung. (Ich erlaube mir anzufügen: sicher nicht nur ich.)

Und, etwa wie bei einer Buchrezension, Kritik am Werk ist keine Kritik an der Person des Autors!

Herzliche Grüße
Gunther Chmela
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: rhamvossen in Februar 24, 2014, 12:52:34 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatDie Mikrofibel enthält einige Sachaussagen, die unrichtig sind.

Vor allem in die Wissenschaftliche Welt musste es eigentlich so sein das man etwas tut mit Kritik, nicht nur ignorieren. Nur dann ensteht die beste Fachliteratur. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Staubschutz und Mikrofibel
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 25, 2014, 09:03:16 VORMITTAG
Zitat von: Gunther Chmela in Februar 23, 2014, 20:09:49 NACHMITTAGS
Lieber Herr Henkel,
gerade deshalb, weil die Mikrofibel all die von Ihnen genannten hohen Ansprüche durchaus erfüllt, gerade weil sie tatsächlich zur Zeit das einzige wirklich ernst zu nehmende Werk in deutscher Sprache zu dieser Thematik ist, und gerade weil sie drittens von vielen Mikroskopikern geschätzt und empfohlen wird, sollten Sie doch darangehen, die kleinen Fehler auszumerzen, die den sonst sehr positiven Gesamteindruck leider etwas trüben.

Die Mikrofibel enthält einige Sachaussagen, die unrichtig sind. Dadurch erleidet zwar kein Leser irgendwelchen körperlichen oder psychischen Schaden, auch Mikroskope gehen dadurch nicht zu Bruch, doch diese Fehler passen nicht zum Niveau Ihres Werks. Oder lassen Sie es mich anders ausdrücken: Diese "Schwachstellen" sind Ihrer, lieber Herr Henkel, nicht würdig!

Ich vermeide es mit Absicht, an dieser Stelle konkrete Beispiele zu nennen. Dies ist nicht der Ort für etwaige ins Detail gehende Diskussionen. Doch wie Sie ja wissen, stehe ich für jede Art der Korrespondenz hierzu jederzeit zur Verfügung. (Ich erlaube mir anzufügen: sicher nicht nur ich.)

Und, etwa wie bei einer Buchrezension, Kritik am Werk ist keine Kritik an der Person des Autors!

Herzliche Grüße
Gunther Chmela

Lieber Herr Chmela!

Danke für Ihre Aufmunterung, die Mikrofibel zu verbessern. Ich kenne ja Ihre Vorschläge dazu im Detail, vielleicht habe ich sie sogar schon eingearbeitet. Auch eine weitere Anzahl Ergänzungen habe ich schon eingearbeitet. Jedoch sind meine technischen Schwierigkeiten bei der Herausgabe derart, daß mir dazu die Zeit fehlte - bis heute. Vielleicht ändert sich das einmal, nächstes Jahr vielleicht; dann werde ich mich der Sache annehmen, aber momentan ist leider nicht daran zu denken.

Ihre freundlichen, kritischen Anmerkungen, die sich immer auf Sachinhalte bezogen, waren und sind jederzeit willkommen!

Ihr KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Oecoprotonucli in Februar 25, 2014, 10:21:35 VORMITTAG
Liebe Mikroskopiker,

um noch einmal etwas zum Thema Staubschutzhaube zu sagen:

Ich phantasiere gerne mal, ich wäre Millionär und könnte alle schönen Mikroskope sammeln  ;) ... - jedenfalls denke ich dabei im Zusammenhang mit Mikroskopabdeckung an das Wild M11  mit seinem torpedoartigen Deckel* (der wohl aus massivem Metall ist?). Wie findet Ihr dieses?

Thema Mikrofibel:

Wenn die Welt ein Wunschkonzert ist, gibt es sicher an der Mikrofibel (wie an vielen anderen Büchern) noch Verbesserungs- und Erweiterungsvorschläge. (Wir könnten natürlich alle Wünsche sammeln oder auch an einer neuen Auflage mitschreiben und das Ganze zu einem Projekt machen - aber das ist einfach nicht so einfach, erfordert zum Beispiel Arbeit).

Aber:
- Die Mikrofibel ist kostenlos und ein Autor hat nicht immer Zeit oder Priorität, solche Geschenke zu erweitern und fortzusetzen.
- Herr Henkels Auffassung ist richtig, dass man sowieso geistig etwas arbeiten muss, um das Thema zu verstehen. Also sollte man sich eh nach ein paar weiteren Büchern umschauen. Es gibt ja für die ganz blutigen Anfänger auch die kürzeren Bücher, z.B. von B. P. Kremer. Und es gibt dieses Forum und andere Stellen und Leute, die man eben fragen kann, wenn man etwas bei der - selbstverständlich vorangegangenen Recherche  ;) - nicht verstanden oder gefunden hat.

Viele Grüße

Sebastian

P.S.: "Glocke" sagt man wohl am besten dazu
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 27, 2014, 09:59:39 VORMITTAG
Sehr geehrter Herr Henkel,
es geht in dieser Diskussion nicht mehr nur um den Staubschutz, sondern es wurden einige Bemerkungen zu Ihrer sehr guten Mikrofibel gemacht.
Da ich mich erst seit ca 8 Jahren mit der Materie beschäftige, hier zwei kleine Hinweise:

1) Auf S. 178, 1. Abs. sprechen Sie von einer Mikrometerschraube mit Nonius. Die gibt es nicht! Die 1/100 mm werden an der Trommel abgelesen, die nicht mit einem Nonius versehen ist.  Die Ungenauigkeit der Gewindesteigung einer Mikrom.-Schraube rechtfertigt nicht einen Nonius .

2) Dickenmessung des Abdeckglases bei Präparaten: Im "Bayer- Rieseberg" wird hingewiesen, daß man bei Fertigpräparaten durch Differenzmessung mit der Mikr. Schr. die Deckglasdicke ermitteln kann. Das könnten Sie ergänzen

Mit staubgeschützten Grüßen

                                                                     Peter aus Lorsch
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: smashIt in Februar 27, 2014, 11:10:39 VORMITTAG
Zitat von: Wutsdorff in Februar 27, 2014, 09:59:39 VORMITTAG
1) Auf S. 178, 1. Abs. sprechen Sie von einer Mikrometerschraube mit Nonius. Die gibt es nicht! Die 1/100 mm werden an der Trommel abgelesen, die nicht mit einem Nonius versehen ist.

dochdoch, sowas gibt es
bzw gab es
heute mit den digitelen mikrometerschrauben baut das glaub ich keiner mehr

hier auf seite 105 kannst du dir zumindest noch eine skize mit funktionsprinzip anschaun:
http://www2.mitutoyo.de/ebooks/german/handmessgeraete/index.html#/94/

edit:
auf seite 129 gibts ein bild einer einbaumessschraube mit nonius
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Max Berek in Februar 27, 2014, 11:34:52 VORMITTAG
Um zum ursprünglichen Thema zurückzukehren:

Ich habe jüngst im Internet die Firma Sudu entdeckt http://sudu-shop.de/de/sudu-Acrylhauben , die nach Maß Staubschutzhauben aus Acryl  zu moderaten Preisen fertigt.

Bislang nutze ich für mein Ortholux eine aus den USA erworbene Vinylhülle von Leica, die aber, bedingt durch den hohen Trinokulartubus, das Mikroskop nicht vollständig abdeckt - es bleibt nach unten ein etwa querfingerbreiter Spalt. Nun erwäge ich den Erwerb einer solchen Acrylhaube, wobei ich noch nicht ganz sicher bin, ob die von der Firma angegebene maximale Kubatur für mein Ortholux hinreichend sein wird - vermutlich wird man zumindest die Lampenhäuser demontieren müssen, was mir eher lästig erscheint.

Mikroskopische Grüße

Sven
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Ingo Wakop in Februar 27, 2014, 14:39:59 NACHMITTAGS
Hallo Sven,
danke für den Link. Ich habe das gerade mal für mein Standard mit angeflanschter Kamera durchrechnen lassen, lieg bei knapp 100 EUR.

Zuschnitte in der Größe gibt's in der Buch allerdings schon für unter 40 EUR. Weiß jemand welcher Kleber / Lösungsmittel für so eine Verklebung am besten geeignet ist?

Genial wäre natürlich noch ein gefrästes und blau unterlegtes Zeiss Logo.

Viele Grüße
Ingo
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 27, 2014, 14:51:31 NACHMITTAGS
Zitat von: Ingo Wakop in Februar 27, 2014, 14:39:59 NACHMITTAGS
Hallo Sven,
danke für den Link. Ich habe das gerade mal für mein Standard mit angeflanschter Kamera durchrechnen lassen, lieg bei knapp 100 EUR.

Zuschnitte in der Größe gibt's in der Buch allerdings schon für unter 40 EUR. Weiß jemand welcher Kleber / Lösungsmittel für so eine Verklebung am besten geeignet ist?

Genial wäre natürlich noch ein gefrästes und blau unterlegtes Zeiss Logo.

Viele Grüße
Ingo


Siliconkleber für Aquarien. Im Aqu.-Zubehörhandel.
Gruß KH
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 27, 2014, 16:42:22 NACHMITTAGS
Hallo Cris,
Mikrom-Schr. 1/1000 mm: allein der Teilungsfehler des Nonius läßt mich zweifeln! Ob der Nonius auch weiß, daß er richtig mißt??
Digital läßt sich alles machen, nur ist die Frage, ob es sinnvoll ist. In den Meßtechnischen Übungen lassen wir die Studenten eine digit. Schiebelehre mit Endmaßen, deren Fehler bekannt sind, untersuchen: Die 1/100 mm sind völlig sinnlos!

Hallo Cris,

Sehr schön, die Fa. Sudu, aber die Preise sind sehr stolz. Da baue ich mir meine Haube selbst
Peter aus Lorsch
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Bastian in Februar 27, 2014, 17:55:49 NACHMITTAGS
Ingo,
Silikonkleber würde ich nicht nehmen, bzw habe ich nicht genommen denn das sieht hässlich aus. Das schöne an gut gemachten Acrylglashauben sind doch die ordentlich geklebten Eckverbindungen.-

Ich habe für meinen Acrylglas Trockenschrank den Kleber Ruderer L 530 benutzt. Der ist toluolhaltig und wird nicht (mehr) an Privatleute verkauft, da er gesundheitsgefährdend ist. Es gibt aber eine toluolfreie Variante des Klebers: Ruderer L 530 TF, der genauso gut kleben soll.

Um schöne Verklebungen zu erreichen muss die Schnittkanten fein geschliffen werden. Politur ist nicht unbedingt notwendig. Für die Faulen hat sich auch die Variante des Anschmelzens der Schnittkante mit dem Heißluftföhn bewährt.

Das Zeiss Logo kannste Dir für ein 5-10 Euro lasern lassen, möglichst vor dem Verkleben (:

40 Euro im der Bucht ist m.E. auch nicht gerade günstig. Oft lohnt es sich im technischen Handel vor Ort zu schauen. Das Material lässt übrigens sich mit der Kreissäge bei mittleren Drehzahlen ganz gut zuschneiden.

Grüße,
Bastian
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: reblaus in Februar 27, 2014, 19:52:08 NACHMITTAGS
Hallo -

solche Sachen klebe ich mit Acrifix. Relativ teuer, polymerisiert glasklar im langwelligen UV und Sonnenlicht und stinkt nicht nach Lösungsmittel sondern nur nach dem Monomer - also wie Plexiglas beim Sägen.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: smashIt in Februar 27, 2014, 22:54:41 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in Februar 27, 2014, 16:42:22 NACHMITTAGS
Hallo Cris,
Mikrom-Schr. 1/1000 mm: allein der Teilungsfehler des Nonius läßt mich zweifeln! Ob der Nonius auch weiß, daß er richtig mißt??
Digital läßt sich alles machen, nur ist die Frage, ob es sinnvoll ist. In den Meßtechnischen Übungen lassen wir die Studenten eine digit. Schiebelehre mit Endmaßen, deren Fehler bekannt sind, untersuchen: Die 1/100 mm sind völlig sinnlos!

bei den diversen wald und wiesen herstellern geb ich dir recht, da trau ich dem 20er nonius meiner alten schiebelehre mehr
aber wenn mitutoyo das drauf schreibt würd ich dem durchaus trauen
die bude hat nicht umsonst nen verdammt guten ruf wenns ums messen geht ;)
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Schloter in Februar 27, 2014, 23:11:54 NACHMITTAGS
Hallo,
ich habe meine Makrolon-Zuschnitte bei der Fa Alt über Ebay gekauft,das war billiger als die lokalen Anbieter,dort gibt es auch das Acrifix.               ( sabine_alt@t-online.de)

Gruß
Klaus
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: beamish in Februar 27, 2014, 23:18:52 NACHMITTAGS
Hallo,

hier wärn schon mal die Parameter falls jemand doch richtige Glocken formen will: http://www.sheet.bayerpolymers.com/index.php/fuseaction/download/lrn_file/MF0138_d_090708.pdf  ;D

Falls ja, bitte melden...

Herzlich
Martin
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: JüSchTü in Februar 27, 2014, 23:57:43 NACHMITTAGS
Hallo Chris,

niemand zweifelt an der Qualität der Produkte von Mitutoyo, TESA o.ä., sondern am Bediener, siehe Error-40 ;). Im µm-Bereich braucht man bloß schräg zu gucken oder zu husten und die Messung ist dahin. Das fängt damit an, dass Du die Teile temperieren musst bevor Du misst, Du darfst sie dann nicht anfassen oder anhauchen oder was auch immer. Wenn Du das nicht berücksichtigst und beim nächsten Teil nicht genauso vorgehst, kannst Du die µm vergessen. Das gilt übrigens genauso für die Messschraube! Ohne Haltestativ geht da nix. Von der Sauberkeit der Messflächen bzw. des gemessenen Gegenstandes ganz zu schweigen. Ich hab hier schon mehrfach darauf hingewiesen, da ich sowas beruflich gemacht und damit reichlich Erfahrung habe.

Nimmt man nur mal die Wärmeausdehnung, dann ist das für Stahl (gerundet wegen der schönen Zahl) 10×10-6 m/m/K. Erwärmt man ein 10 mm langes Teil um 1 °C, wird es 0,1 µm länger. Bei Alu ist es doppelt so viel. Rechne mal, wie lang der Bügel der Messschraube ist.

Wenn ich mir nen Formel-1-Renner kaufe, fahre ich ja auch nicht so schnell wie die Profis. Vielleicht ist dieser Vergleich anschaulich genug.

Die Erfahrung von Peter mit den ungeübten Studenten, dass sogar die 100stel nicht reproduzierbar erreicht werden, kann ich nur bestätigen und ich verstehe nicht, warum man diese praktischen Erfahrungen anzweifelt.

Viele Grüße, Jürgen
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Oecoprotonucli in Februar 28, 2014, 11:09:32 VORMITTAG
Hallo allerseits,

Zitat von: JüSchTü in Februar 27, 2014, 23:57:43 NACHMITTAGS
Die Erfahrung von Peter mit den ungeübten Studenten, dass sogar die 100stel nicht reproduzierbar erreicht werden, kann ich nur bestätigen und ich verstehe nicht, warum man diese praktischen Erfahrungen anzweifelt.

Außer der Wärmeausdehnung kommt, denke ich, vielleicht auch noch dazu, dass man so eine Lehre ja vielleicht auch fester oder weniger fest an das zu messende Teil "pressen" kann und es eine gewisse Elastizität gibt? (Fragezeichen)

Wenn allerdings renommierte Firmen so etwas herstellen, muss es ja auch eine "richtige" Bedienungsweise dafür geben? (Noch ein Fragezeichen, naja, hat Jürgen ja im Prinzip schon beschrieben)

(Neben der Staubschutzhülle haben wir jetzt schon wieder zwei Nebenthemen...)

Viele Grüße

Sebastian
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: JüSchTü in Februar 28, 2014, 12:50:48 NACHMITTAGS
Hallo zusammen und Sebastian,

Zitat von: Oecoprotonucli in Februar 28, 2014, 11:09:32 VORMITTAG
Außer der Wärmeausdehnung kommt, denke ich, vielleicht auch noch dazu, dass man so eine Lehre ja vielleicht auch fester oder weniger fest an das zu messende Teil "pressen" kann und es eine gewisse Elastizität gibt? (Fragezeichen)

jein ;) Messschrauben haben eine eingebaute Rutschkupplung, die einen einheitlichen Anpressdruck gewährleistet. Das kann man durch falsche Handhabung auch wieder torpedieren, z.B. durch "schwunghaftes" oder zu sanftes Zuschrauben (also nicht bis zum Durchrutschen). Mit einem Messschieber/Schieblehre krieg ich jedes 1/10 gemessen, das ich sehen will! Ich brauche den Prüfling nur vorne an den Spitzen "anschnäbeln" und mit dem Daumen etwas nachdrücken...

Zitat von: Oecoprotonucli in Februar 28, 2014, 11:09:32 VORMITTAG
Wenn allerdings renommierte Firmen so etwas herstellen, muss es ja auch eine "richtige" Bedienungsweise dafür geben? (Noch ein Fragezeichen, naja, hat Jürgen ja im Prinzip schon beschrieben)

Ja, die gibt es. Es ist kein Hexenwerk und es erfordert nur etwas Übung, Geduld und die richtigen Gerätschaften (und glücklicherweise nicht das Training und das Können eines Formel-1-Piloten ;)). Ohne Messschraubenhalter und wärmeisolierter Zange/Pinzette etc. geht es nicht. Wer die Teile in die Hand nimmt, auch wenn die Messschrauben isolierte Griffstellen besitzen, hat im µm-Bereich schon verloren. Dabei geht es im praktischen Alltag gar nicht unbedingt um die absolute Genauigkeit, sondern um die Reproduzierbarkeit. Und man muss wissen, dass man, wenn man ein Teil fünfmal misst, auch fünf verschiedene Ergebnisse bekommt und wie man damit umgeht. Wer eine Messschraube hat, weiss z.B. auch, dass "plötzlich" die "0"-Stellung nicht mehr stimmt. Man sieht zwar keine Verschmutzung auf den Messflächen, aber "die Null ist weg". Richtig geputzt ist danach alles wieder gut. Aber die Oberflächen, auch die des Prüflings, muss man eben immer wieder kontrollieren, sonst gibt's Fahrkarten.

Zitat von: Oecoprotonucli in Februar 28, 2014, 11:09:32 VORMITTAG
(Neben der Staubschutzhülle haben wir jetzt schon wieder zwei Nebenthemen...)

ja stimmt, hm, tut mir leid... Seitdem ich hier im Forum mitlese, wird dieses Thema aber immer wieder angesprochen, was mich kalt lassen könnte, wenn nicht immer so völlig illusorische Vorstellungen vom µm-Bereich (und darunter) vorhanden wären. Ich vermute aber, dass es daher kommt, weil man sich optisch immer im nm-Bereich bewegt, und daraus folgert, dass der µm-Bereich ganz locker zu beherrschen wäre.

Übrigens, und das sehe ich jetzt erst, ist der Link (http://www2.mitutoyo.de/ebooks/german/handmessgeraete/index.html#/94/) von Chris sehr aufschlussreich, besonders die Seiten 105 bis 109. Hier wird z.B. auch mal auf das Abbésche Komparatorprinzip und den Abbéschen Fehler eingegangen, Seite 106 unten rechts. Geht man weiter auf Seite 112, so steht bei dieser Messchraube ein Ziffernschritt von 1 µm, aber eine Genauigkeit von ± 3 µm! Berücksichtigt man jetzt noch die Handhabungs-"Fehler", bleibt von den schönen µm nicht mehr ganz so viel übrig.

Viele Grüße, Jürgen

PS: Digitale Anzeigen verleiten zur Annahme, dass das Gerät sehr genau wäre, jedenfalls genauer, als ein analoges. Das stimmt oft nicht, weil analoge Anzeigen sehr genau den Fähigkeiten des Geräts angepasst werden. Strichbreite und Skalenteilung sind sehr vernünftig und plausibel aufeinander abgestimmt und so gestaltet, dass zwischen den Teilstrichen 1/10 oder 1/5 sauber "geschätzt" werden kann (eine lange gepflegte und gewachsene Kunst der Anzeigetechnik!). Eine Überschätzung der Eigenschaften des Geräts wird dadurch verhindert. Für höhere Ablesegenauigkeit muss bei der analogen Messschraube der Trommeldurchmesser vergrößert werden, im Link Seite 128, dann kann man auch hier eine Genauigkeit von ± 2 µm erreichen. Bei nichtdrehender Spindel und 0,5 mm Spindelsteigung erreicht man auch ± 1 µm, Seite 133 Mitte und unten, aber da hat man die Schraube noch nicht montiert!

Edit: Seitenzahlen ergänzt
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Hugo Halfmann in Februar 28, 2014, 15:18:34 NACHMITTAGS
Zitat von: Bastian in Februar 27, 2014, 17:55:49 NACHMITTAGS
Oft lohnt es sich im technischen Handel vor Ort zu schauen. Das Material lässt übrigens sich mit der Kreissäge bei mittleren Drehzahlen ganz gut zuschneiden.

Grüße,
Bastian

Hallo Bastian,

stimmt, siehe hier:
http://www.plexiplus.de/produkte/
Die bauen auch fertige Hauben nach Maß.

@Martin:

verabschiede Dich von der warmgeformten Haube!
Solange keiner die Form dafür hat, ist und bleibt das lt. o.g. Firma unbezahlbar .  :(

Selbst ein Glasdom ist dagegen noch günstig - und leider sehr schwergewichtig. :-\
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: beamish in Februar 28, 2014, 19:11:05 NACHMITTAGS
Zitat von: Hugo Halfmann in Februar 28, 2014, 15:18:34 NACHMITTAGS
@Martin:

verabschiede Dich von der warmgeformten Haube!
Solange keiner die Form dafür hat, ist und bleibt das lt. o.g. Firma unbezahlbar .  :(

Selbst ein Glasdom ist dagegen noch günstig - und leider sehr schwergewichtig. :-\

Das war ja auch nur ein nicht ganz ernst gemeinter "Teaser". Hier gibt es ja so manche Talente, die dann loslegen....

Herzlich
Martin
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Klaus Schloter in Februar 28, 2014, 20:06:37 NACHMITTAGS
Na ja,
wenn man sich daran erinnert welcher Aufwand so seinerzeit um die Füße für das Reisemikroskop getrieben wurde,würde es mich nicht wundern ,wenn ein Forumsmitglied sich an die Spitze einer"Interessengemeinschaft Dom" setzen würde und genügend Interessenten um sich scharen würde,dass es sich lohnt in eine Kleinserie Mikroskop-Dome einzusteigen.
schönen Abend
Klaus
Titel: Re: Staubschutz
Beitrag von: Ingo Wakop in März 04, 2014, 15:18:59 NACHMITTAGS
Ja vielen Dank für die Tipps,
ich hatte es befürchtet, 4 Leute, 4 Meinungen.
Ich denke ich werde mich mal erst an einem Miniaquarium für Tümpelreste versuchen um ein Gefühl für das Material zu bekommen.

staubfreie Grüße
Ingo