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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Tobse in April 18, 2014, 11:17:45 VORMITTAG

Titel: MT-200 Glimmerscheibe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in April 18, 2014, 11:17:45 VORMITTAG
Hallo zusammen,

Ich habe kürzlich diese Glimmerscheibe hier:
http://www.ebay.de/itm/4-Glimmerscheiben-MT-200-z-B-Sanken-2SA1216-2SC2922-853011-/310715728691?ssPageName=ADME:L:OC:DE:3160

... als Lambda Filter getestet.

hier ein Bild ohne Glimmerschiebe:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148739_50601531.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

hier mit MT 200 Glimmerscheibe:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148739_60317321.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

noch einer mit Glimmer:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148739_17148398.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

und noch einer:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148739_30510970.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

Vieleicht ist es eine alternative zur Knisterfolie?

Viele Grüße
Tobias
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Karl73 in April 18, 2014, 11:26:07 VORMITTAG
Hallo,
tolle Bilder! Naja ein Glimmerplättchen wirkt ;-). Ist die Qualität der Plättchen konstant oder schwankt die Fabigkeit des Bildes? Eine sehr interessante Idee und preisgünstig. Hoffe die sind bei ebäh nicht gleich ausverkauft ...
Frohe Ostern
Karl
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: jibi in April 18, 2014, 12:42:38 NACHMITTAGS
Hallo Karl und andere Glimmerfreunde,

keine Sorge, Glimmerscheiben gibt es bei allen Elektronik-Händlern in Form von Isolierscheiben für IC's/Transistoren in vielen Formen. Bei einem Pack von 10 Stück kann man das optisch sauberste Teil aussortieren.

Gruss Jürgen

Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Läpplappen in April 18, 2014, 15:12:18 NACHMITTAGS
Hallo Tobias,

tolle Ergebnisse für so einfache Plättchen!
Wer das noch optimieren möchte sollte sich mal im Spalten der Plättchen üben - Genau so werden (wurden) Verzögerungsplättchen aus Glimmer hergestellt. Es hilft natürlich sich vorher die Zieldicke auszurechnen und ein bisschen Glück muss man dann auch noch haben.

Sehr spannend!

Viele Grüße,
Raphael
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Läpplappen in April 18, 2014, 17:12:33 NACHMITTAGS
Hi Safari,

gerade was Mathe angeht bin ich auch nicht der Spezialist - deshalb beschränke ich mich auf einen Link um mich nicht zu blamieren *g*
http://de.wikipedia.org/wiki/Verz%C3%B6gerungsplatte
Die Brechzahlen für Glimmer findet man sicher auch irgendwo im Netz.

Aus eigener Erfahrung kenne ich nur Verzögerungsplättchen aus Quarzkristall - die sind aber nicht so schön zu spalten. Glimmer hatte ich nur einmal kurz während der Ausbildung in den Fingern und weiß noch, dass das gar nicht so einfach war wie es aus sah die Platten ordentlich zu trennen.

Viele Grüße,
Raphael
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in April 18, 2014, 17:15:13 NACHMITTAGS
Hallo,

Die Plättchen machen je nach Drehung eine andere Farbe, ich hatte sie in das Einschubfach im Analysator geschoben, dort gab es wenig Möglichkeiten.

Heiko gab mir den Tipp das es auch unter dem Kondensor geht, dort hat es viel mehr Platz für alle möglichen Winkel was dann praktisch alle Farben ermöglicht.
In diesem Fall ist dann wohl eher der Kristall als Verzögerungsplatte zu sehen!? es kommt also schon doppelt gebrochenes Licht von unten, naja, es funktioniert auf jedenfall genauso.

bei diesem Bild war der Glimmer oben im Analysator:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148754_22147039.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

Die Plättchen würden sich in der Tat noch sehr oft Spalten lassen da sie aus vielen sehr dünnen Schichten bestehen, da habe ich allerdings keine Erfahrun bzw. keine Ahnung welche Dicke dann passt oder wie ich das überhaupt messen soll.
Trotzdem danke für den Tipp.

viele Grüße
Tobias
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: JB in April 18, 2014, 17:56:00 NACHMITTAGS
Zitat von: Tobse in April 18, 2014, 17:15:13 NACHMITTAGS
Die Plättchen würden sich in der Tat noch sehr oft Spalten lassen da sie aus vielen sehr dünnen Schichten bestehen, da habe ich allerdings keine Erfahrun bzw. keine Ahnung welche Dicke dann passt oder wie ich das überhaupt messen soll.

Die Dicke koennen Sie natuerlich mit groesster Genauigkeit polarisationsoptisch ermitteln :)

Jon
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: JB in April 18, 2014, 18:27:02 NACHMITTAGS
Um das noch auszufuehren, die Dicke kann anhand der Interferenzfarben bestimmt werden, wenn man die Glimmerscheiben zwischen Polarisator und Analysator beobachtet. Ein selbstgebastelter Stufenkompensator aus Klebestreifen (analog zum Fedorow Glimmercomparator, nur eben aus uebereinander gestaffelten Stuecken von Klebestreifen http://www.degruyter.com/view/j/zkri.1896.25.issue-1/zkri.1896.25.1.349/zkri.1896.25.1.349.xml?format=INT) dient dabei als Vergleich.

Hier ist auch noch ein interessanter Artikel dazu. http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/indexmag.html?http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artapr06/iw-mica.html

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: RainerTeubner in April 18, 2014, 18:37:43 NACHMITTAGS
Hallo Jon,

der Artikel befindet sich hinter einem für mich unübersteigbaren paywall - ärgerlich - zumal das Urheberrecht an der Arbeit schon längst abgelaufen ist. In DE gilt es 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, Jewgraf Stepanowitsch Fjodorow ist 1919 gestorben.

(siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jewgraf_Stepanowitsch_Fjodorow)

Mit freundlichen Grüßen

Rainer
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: JB in April 18, 2014, 19:02:22 NACHMITTAGS
Hallo,

... die Archivierung und Digitalisierung ist aber auch nicht umsonst. Wer sollte es bezahlen, wenn nicht der Nutzer??

Ich habe den Rest aber auch nicht gelesen. Auf der ersten Seite findet sich alles Wesentliche. Mehr ueber Stufenkompensatoren findet sich im Netz.

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in April 18, 2014, 19:35:44 NACHMITTAGS
Hallo Jon,

das ist intersannt!

So sieht es momentan aus wenn nur die Glimmerscheibe zwischen gekreutzten Polfiltern ist.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148770_14134083.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

ich müstet jetzt noch 15 Klebestreifen als Keil gestaffelt aufkleben die ich dann in die Objektebene lege?

Grüße
Tobias
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Werner in April 18, 2014, 19:58:05 NACHMITTAGS
... vielleicht ist dort etwas zu finden:
https://archive.org/search.php?query=Zeitschrift%20f%C3%BCr%20Kristallographie

Zu Glimmer: Größere Glimmerplatten - oft guter Qualität findet man in alten Petroleumöfen (als Sichtfenster) oder in ganz alten elektrischen Toastern (die mit dem Heißgerätestecker). Keller-, Dachboden- oder Scheunen-Fund.

Zum Teilen in dünne Stücke steht im Buch "Technische Kunstgriffe bei Physikalischen Untersuchungen" v.Angerer-Ebert (1953/1964) sinngemäß:
Man zerreisse eine Glimmerscheibe wie ein Kartenblatt (dünner Karton) ... es finden sich etliche brauchbare Teile...

Ich teilte oft TO-3-Glimmerscheiben für Transistoren, weil die ja nicht für 2000V gegen den Kühlkörper isoliert sein müssen. Zur Erleichterung wurde die Scheibe am Befestigungsloch "zerfleddert" wie ein altes Heft, dann kann man leicht in verschieden dicke Scheiben aufteilen. Oft hilft auch ein Beklopfen der Kante, um die Glimmerschichten zu lösen.

Gruß   -   Werner
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: olaf.med in April 19, 2014, 09:23:58 VORMITTAG
Hallo,

so sieht übrigens der Fedorowsche Kompensator aus (entschuldigt bitte das "quick and dirty" Foto). Er ist auch umgangssprachlich als "Glimmertreppe" bekannt.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148801_59966990.jpg)

Für die Berechnung der Dicke einer Glimmmerplatte benötigt man wirklich nur rechnerische Grundbegriffe (Dreisatz). Die Formel lautet:

Gangunterschied = Dicke x Doppelbrechung

Für diese Problem also:

550 nm = X x 0,036

X ist also 15278 nm oder 0,015 mm.

Wer die Interferenzfarbtafel nach Michel-Levy zur Hand hat (und damit vertraut ist), kann sich sogar die kleine Rechenarbeit ersparen und den Wert direkt graphisch ermitteln.

Glimmer spalten erfordert einige Übung und einen kleinen Kunstgriff: man fängt an einer Ecke mit einem scharfen Skalpell an und gibt einen kleinen Wassertropfen in den entstandenen Spalt. Danach geht das Spalten wunderbar und idealerweise in einer absolut planparallelen Platte ohne Stufen. Offensichtlich sättigt das polare Wassermolekül die entstandenen freien Valenzen, die beim Spalten der Glimmerschicheten entstehen, ab, so das der Vorgang leichter voranschreitet.

Viel Spaß dabei,

Olaf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in April 19, 2014, 14:32:17 NACHMITTAGS
Hallo Olaf,

vielen Dank für die Inforamtion mit dem Glimmer, das scheint mir irgendwie erreichbar zu sein.
Mein Glimmer ist dann bei 3 einzuordnen, wobei das mit dem Farben auch so eine Sache mit dem Weisabgleich der Kamera ist, die macht manchmal eine Jonglage mit Farben.

Ich habe zwischenzeitlich eine ganz beachtliche Kristallsammlung hier in meiner Schublade.
Bei einigen bin ich mir im klaren aus welchem Stoff sie entstanden sind, bei anderen weniger, bei manchen habe ich keine Ahnung.

Gibt es für die Kristalle auch so ein praktisches Büchlein wie der "Wassertropfen" bei den Tümplern?
also mit Frombeschreibung, optischen Eigenschaften, Drehwinkel usw.
Oder ist es so komplex das es mir als Hobby Mikroskopiker wenig weiterhelfen würde?

zb. würde mich bei diesem hier intersieren aus was er gewachsen ist:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148814_20668659.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148814_26542915.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)

wobei mir der Anblick der Kristalle durchs Binokular auch schon sehr viel Freude bereitet :)

Viele Grüße
Tobias
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: olaf.med in April 20, 2014, 09:37:11 VORMITTAG
Hallo Tobias,

der Fedorowsche Kompensator ist nach Interferenzfarb-Ordnungen durchnummeriert, 1 ist das Ende der ersten Ordnung, 2 das der zweiten Ordnung usw. An diesen Stellen erscheint jeweils das Rot erster Ordnung, zweiter Ordnung usw. Dies gilt allerdings nur bei exakt senkrechtem Durchgang der Strahlen, was durch die mechanische Führung des Schiebers im Mikroskop gewährleistet ist. Bei meiner Freihand-Aufnahme hatte ich den Schieber etwas verkippt, so dass die Farben auf dem Bild verfälscht sind. Diese also bitte nicht als Referenz benutzen! Besser sind da die gedruckten Interferenzfarbtafeln, die in jedem Lehrbuch der Kristalloptik zu finden sind.

Leider ist die Kristallbestimmung per Bestimmungsbüchlein nicht so einfach wie bei biologischen Objekten und setzt relativ komplexe kristalloptische Kenntnisse voraus, die die Möglichkeiten von Hobbyisten in der Regel übersteigen, da man autodidaktisch schnell an Grenzen stößt. Den besten Einstieg ermöglicht zweifellos dieses frei verfügbare großartige Lehrbüchlein für das man garnicht genug Werbung machen kann:

http://www.minsocam.org/msa/openaccess_publications/Thin_Sctn_Mcrscpy_2_rdcd_grm.pdf

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Herrmann in April 20, 2014, 11:35:02 VORMITTAG
Lieber Olaf,

gibt es dieses wirklich gute Buch auch ganz altmodisch auf Papier irgendwo zu kaufen? Meine Kugelei verlief im Sande.
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Hugo Halfmann in April 20, 2014, 11:44:31 VORMITTAG
Lieber Klaus,

einfach doppelseitig ausdrucken und im Kopierladen binden lassen! Kostet 3.- plus Papier und Tinte  ;)
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Herrmann in April 20, 2014, 12:26:10 NACHMITTAGS
Lieber Hugo,

ist zwar ausdrücklich verboten aber natürlich die Lösung, die mir auch sofort eingefallen ist. Ich habe sie aber verworfen, weil ich nur einen SW-Drucker habe und ich gute Buchqualität haben möchte (Fadenhefung, Kunstdruckpapier Hochglanz, Goldschnitt und Schweinsleder-Rücken) :D
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Werner in April 20, 2014, 12:57:35 NACHMITTAGS
... schaut mal bei http://www.booklooker.de,
da gibts die auch preislich in Silber oder Messing...

Gruß   -   Werner
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Herrmann in April 20, 2014, 13:12:54 NACHMITTAGS
Danke, das hat schon mal weiter geholfen!

Die Amerikaner investieren wohl jetzt nicht mehr in Immobilien, sondern in Bücher?
Wenn man bei den beiden Anbietern blättert kommen leichte Zweifel auf, ob da jemand kauft.

Aber damit bin ich jetzt in andere Regionen vorgestoßen:

http://www.amazon.de/product-reviews/3540624929/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Herrmann in April 20, 2014, 13:55:33 NACHMITTAGS
Danke Werner,

ich hab mir die Messingvariante bestellt. :D Der Titel der Originalausgabe ist anders, deshalb habe ich keinen Treffer gehabt.
Ist dann halt nicht mit guten Mikrofotos, aber der Text wird weitgehend identisch sein.
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: olaf.med in April 20, 2014, 16:38:27 NACHMITTAGS
Lieber Klaus,

das Buch aus der Reihe der Clausthaler Tektonischen Hefte ist zwar der direkte Vorläufer des von mir verlinkten frei verfügbaren Buchs, aber doch keinesfalls mehr vergleichbar. Die gesamte Aufmachung und Darstellung ist um Größenordnungen besser geworden und damit macht das Studium wirklich Spaß. Wärst Du kein Schwabe würde ich Dir glatt empfehlen einen Farbdrucker zu kaufen und es wirklich auszudrucken ;D (so wie es sogar unsere bedürftigen Studenten gemacht haben, da es tatsächlich nichts besseres gibt). 

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: reblaus in April 20, 2014, 22:14:14 NACHMITTAGS
Lieber Olaf -

heißen Dank für diesen wirklich tollen Tip!

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in April 21, 2014, 00:31:37 VORMITTAG
Hallo Olaf,

vielen Dank für den Link zu dem Lehrbuch!

Es ist wirklich ziemlich komplex, ich konnte etwas dazu lernen :)

Ich habe mir vor allem die Farbtafel mit den Interferenzfarben angesehen.

Der Grund warum manche Zuckerkristalle einen Farbverlauf an den Kanten haben und andere nicht liegt dann wohl einfach an der Dicke.

Wenn ich es richtig verstanden habe sind die Zuckerkristalle im Bild unten bis zur zweiten Ordnung gewachsen und haben einen Gangunterschied von etwa 1000nm.

Nochmals vielen Dank für die Unterstützung.

Viele Grüße
Tobias

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/148880_34983593.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)




Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: olaf.med in April 21, 2014, 09:15:09 VORMITTAG
Lieber Tobias,

ZitatDer Grund warum manche Zuckerkristalle einen Farbverlauf an den Kanten haben und andere nicht liegt dann wohl einfach an der Dicke.

Wenn ich es richtig verstanden habe sind die Zuckerkristalle im Bild unten bis zur zweiten Ordnung gewachsen und haben einen Gangunterschied von etwa 1000nm.

Perfekt!

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Herrmann in April 21, 2014, 09:22:37 VORMITTAG
Lieber Olaf,

Zitatso wie es sogar unsere bedürftigen Studenten gemacht haben, da es tatsächlich nichts besseres gibt). 
nach meiner Erfahrung werden diese Studenten aber von ihren Eltern gefördert und heftig unterstützt, so dass für sie selbst dann eben nur noch die preiswertere Version drin ist. Wenn der Jüngste dann auch sein eigenes Einkommen hat und seine verarmten Eltern gelegentlich unterstützt, dann kauf ich mir eine ganze Druckerei! ;)
Ich bin nur assimilierter Schwabe - von Geburt her bin ich Badener. Wir essen manchmal sogar während der Woche Butterbrezeln - nicht nur am Sonntag!
Titel: Re: MT-200 Glimmerscheibe als Lambda Filter
Beitrag von: Miner in März 26, 2015, 21:51:40 NACHMITTAGS
Zitat von: olaf.med in April 19, 2014, 09:23:58 VORMITTAG
Glimmer spalten erfordert einige Übung und einen kleinen Kunstgriff: man fängt an einer Ecke mit einem scharfen Skalpell an und gibt einen kleinen Wassertropfen in den entstandenen Spalt. Danach geht das Spalten wunderbar und idealerweise in einer absolut planparallelen Platte ohne Stufen. Offensichtlich sättigt das polare Wassermolekül die entstandenen freien Valenzen, die beim Spalten der Glimmerschicheten entstehen, ab, so das der Vorgang leichter voranschreitet.

Hallo Olaf,
nach 120 Tagen vergeblichen Probierens frag ich jetzt mal nach: Gibt es noch weitere Tips, die zu einer sauberen Spaltung führen, mit großen Abständen zwischen den Stufen? Ich habe es so probiert wie du beschrieben hast, aber immer sind benachbarte Stufen nur einige 100 µm voneinander entfernt, also entschieden zu dicht für mich. Liegt es am Glimmer, der vermutlich aus dem Elektronikmarkt kommt, aber sehr klar und sauber ist? Oder muß ich einfach nochmal 120 Tage üben?
Viele Grüße
Ole
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: olaf.med in März 27, 2015, 09:51:09 VORMITTAG
Hallo Ole,

ich hatte bereits auf Deiune email geantwortet, bevor ich diesen Beitrag sah, entschuldige die Wiederholung mit den Tipps für's Spalten. Hier hilft wirklich nur die Masse. Von einer Glimmertafel immer wieder neue dünne Stücke abspalten und später aus den vielen die aussuchen, die den Anforderungen entsprechen.

Viel Glück, Olaf
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Miner in März 27, 2015, 12:02:39 NACHMITTAGS
Hallo Olaf,
das habe ich befürchtet.
Danke
Ole
Titel: Re: MT-200 Glimmerscheibe als Lambda Filter
Beitrag von: the_playstation in März 27, 2015, 14:53:06 NACHMITTAGS
Hallo.
Eventuell auch verschiedene Typen/Marken Glimmerscheiben ausprobieren. Schließlich wurden Sie zur Isolierung von Transistoren und Leistungs-ICs konzipiert und nicht für den Einsatz im Mikroskop. Eventuell auch ein Glimmerscheiben-Überraschungspaket von Pollin und sich dann die besten raussuchen.

LG Jorrit.
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Klaus Henkel in März 27, 2015, 15:43:54 NACHMITTAGS
Zitat von: the_playstation in März 27, 2015, 14:53:06 NACHMITTAGS
Hallo.
Eventuell auch verschiedene Typen/Marken Glimmerscheiben ausprobieren. Schließlich wurden Sie zur Isolierung von Transistoren und Leistungs-ICs konzipiert und nicht für den Einsatz im Mikroskop. Eventuell auch ein Glimmerscheiben-Überraschungspaket von Pollin und sich dann die besten raussuchen.
LG Jorrit.

Hallo Jorrit!
Bitte den Buchstabendreher im Betreff korrigieren, damit die Suchfunktion das finden kann.
Gruß
KH
Titel: Re: MT-200 Glimmerscheibe als Lambda Filter
Beitrag von: Miner in März 27, 2015, 20:57:06 NACHMITTAGS
Hallo Jorrit,
was ist denn ein Glimmerscheibenüberraschungspakt von Pollin?
Gruß
Ole
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: the_playstation in März 27, 2015, 21:28:09 NACHMITTAGS
Hallo Ole.
Bei Pollin gibt es öfter Elektronik-Pakete. Z.B. Tüten mit 200 Kondensatoren oder Potis oder Dioden. Auch z.B. Isolierscheiben incl. Glimmerplättchen.
Man bekommt dann eine Tüte mit entsprechenden Bauteilen. Ein Überraschungspaket, weil man nicht weis, was drin ist. Für Elektroniker manchmal praktisch, da man mit Ihnen seine "Elektronik-Grabbelkiste" auffüllen kann und dann meißt etwas Passendes findet. Z.B. eine Glimmerscheibe.

Solche Päckchen sind teurer als einzelne oder wenige Bauteile aber oft erheblich günstiger als ähnlich viele Einzelbauteile.
Für 1,50 gibt es z.B. das "Isolierscheiben - Überraschungspaket" incl. Glimmerplättchen. ;)

LG Jorrit.
Titel: Re: MT-200 Glimmerschiebe als Lambda Filter
Beitrag von: Tobse in März 30, 2015, 21:23:39 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in März 27, 2015, 15:43:54 NACHMITTAGS

Hallo Jorrit!
Bitte den Buchstabendreher im Betreff korrigieren, damit die Suchfunktion das finden kann.
Gruß
KH


Vielen Dank für den Hinweis! habe es soeben gedreht.


@ Miner, ich spalte den Glimmer mit einer Skalpelklinge, meist ist nicht die ganze Scheibe brauchbar, ich suche dann eine passende Stelle, bei höherer Aperatur geht das gut, beim Übersichtsobjektiv schon schlechter.

Grüße
Tobias