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Foren => Bestimmungshilfe => Thema gestartet von: Bernd in Juni 11, 2014, 20:25:58 NACHMITTAGS

Titel: Jochalge
Beitrag von: Bernd in Juni 11, 2014, 20:25:58 NACHMITTAGS
Liebes Forum,

kennt einer diese Jochalge (Größe ca 280 µm x 23 µm), gefunden im Herfelder Moor am Flughafen Köln-Bonn?

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/151920_66885077.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/151920_58828757.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/151920_29180388.jpg)

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Jochalge
Beitrag von: Detlef Kramer in Juni 11, 2014, 23:02:56 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

ist das nicht eine Art der Gattung Tetmemorus - natürlich am Ende der Teilung?

ich korrigiere mich: das müsste Pleurotaenium trabecula sein, aber natürlich am Ende der Teilung, daher die vier Zellen.

Herzliche Grüße
Detlef
Titel: Re: Jochalge
Beitrag von: r.lenzenweger in Juni 12, 2014, 09:20:14 VORMITTAG
Hallo Bernd,
es ist Penium spirostriolatum BARK.
Freundliche Grüße aus Österreich
R. Lenzenweger
Titel: Re: Jochalge
Beitrag von: Bernd in Juni 14, 2014, 08:39:42 VORMITTAG
Hallo Detlef, hallo Herr Lenzenweger,

vielen Dank für eure Beiträge.

Detlef: Eine Alge am Ende der Teilung kann es nicht sein, weil der Zellkern in der Zellmitte liegt (Bild 1). Wäre die Zellteilung fast abgeschlossen, müßte in jeder Halbzelle zwischen den beiden Chloroplasten ein Zellkern zu sehen sein.

Herr Lenzenweger: Auf die Gattung Penium bin ich nicht gekommen, weil in der von mir verwendeten Bestimmungsliteratur für diese Gattung die mediane Einschnürung entweder als "unauffällig" oder "extremely slight" angegeben wird und ich sie als "deutlich" eingestuft habe. Mit "deutlich" kam ich zu Pleurotaenium und dort nicht mehr weiter.

Viele Grüße
Bernd

Titel: Re: Jochalge
Beitrag von: Monsti in Juni 14, 2014, 20:13:17 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

etwas ähnliches habe ich heute bei einem Closterium beobachtet: zwei aneinanderhängende Exemplare, bei denen sich der Zellkern zwischen den beiden Algen befand. Zudem waren die beiden in unterschiedliche Richtungen gebogen, so dass sich ein großes S ergab. Das sind Fehlbildungen, wie sie ab und zu mal vorkommen.

Herzliche Grüße
Angie