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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Ronald Schulte in Juli 14, 2014, 11:49:30 VORMITTAG

Titel: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Ronald Schulte in Juli 14, 2014, 11:49:30 VORMITTAG
In meine weitere suche nach Objektiven für mein Orthoplan stößte ich auf ein, für mich, unbekannte Fragestellung!
Die numerische Apertur van den NPL Fluotar und ein PL Fluotar zeigt ein unterschied. NPL hat ein NA von 0.55 weil das Planes Fluotar 0.60 hat.
Zitat aus Mikrofibel: "Die numerische Apertur ist ein Zahlenwert für das Auflösungsvermögen eines Objektivs.  Die Fähigkeit des Objektivs, zwei benachbarte Punkte als getrennte Punkte darzustellen und sie nicht zu einem einzigen, größeren, unscharfen Punkt zu verschmelzen."

Nach mein Idee ist ein NPL, 'Nearly Plan' was nur bedeutet das es fast bis zum Bildrand scharf ist und ein PL ist 'Plan' was bedeutet das er bis zum Bildrand scharf ist.
Die beide Objektiven haben doch die Gleiche Glassorten und sind gleich aufgebaut!
Warum dann den unterschied?

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/153583_66542046.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/153583_46136600.jpg)

Grüße Ronald
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: klausLM in Juli 14, 2014, 12:26:54 NACHMITTAGS
Hallo Ronald,
bei Leitz heißt NPL Normal Plan = plan bis ca. 18 mm Sehfelddurchmesser und PL = Plan bis ca. 28 mm Sehfelddurchmesser.
Daher kommt wohl auch der n.A. Unterschied: 0,55 für NPL und 0,60 für PL, weil das PL Fluotar für das größere Bildfeld auch einen größeren Bildwinkel haben muß. Das PL Fluotar hat sicher auch mehr Linsen als das NPL Fluotar.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: JB in Juli 14, 2014, 13:03:49 NACHMITTAGS
Hallo,

Das Leitz NPL Fluotar ist laut Leitz sogar "korrigiert bis 22mm Sehfeld", ohne jedoch explizit zu sagen, dass sie plan bis 22mm sind (Ref.: Schade (1976) LEITZ NPL FLUOTAR-Objektive, eine neue Objektivserie fuer Routine und Forschung. Leitz Mitteilungen Band IV, Nr. 5, p. 291-293)

Die beiden Objektive unterscheiden sich definitiv im optischen Design.
Das NPL Fluotar 25/0.55 hat einen Arbeitsabstand von 0,36mm und eine kleine Frontlinse.
Das PL Fluotar 25/0.60 hat einen Arbeitsabstand von 0,50mm und entsprechend eine grosse Frontlinse.

Fuer die PL FLUOTARE habe ich noch keine Leitz-Publikation gefunden, welche die Unterschiede erklaeren wuerde. Moeglicherweise sind die NPL FLUOTARE die aeltere Objektivserie.

So gibt es NPL Fluotare und PL Fluotare, welche die gleiche Katalognummer haben (diese habe auch den gleichen, grossen Arbeitsabstand) und sich von den gewoehnlichen NPL Fluotaren unterschieden (kleiner Arbeitsabstand).

Jon
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Walter Engler in Juli 14, 2014, 16:05:27 NACHMITTAGS
Hallo

ich nutze diese Gelegenheit der Diskussion über unterschiedliche NA bei Fluotar-Objektiven für eine weiter Frage in die Runde der Kundigen: Ich besitze 2 Wild 20er Fluotar-Objektive mit der NA von 0,60 (ein Ph 20/0,60 und ein "normales" 20/0,60). Zudem habe ich noch ein Wild Pl Fluotar 20/0,45, was mich etwas verunsichert hat, da ich an nahm, dass die Fluotare in der Glassorte und im Aufbau/Korrektur für eine bestimmte Vergrösserung gleich sein sollten.
Hat jemand eine Erklärung dafür?
Bin gespannt.

Walter
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Gunther Chmela in Juli 14, 2014, 16:19:05 NACHMITTAGS
Zitat von: klausLM in Juli 14, 2014, 12:26:54 NACHMITTAGS
0,55 für NPL und 0,60 für PL, weil das PL Fluotar für das größere Bildfeld auch einen größeren Bildwinkel haben muß.

Nein, lieber Klaus, die numerische Apertur hat mit dem überblickbaren Feld, also mit dem Bildwinkel gar nichts zu tun. Der tatsächliche Durchmesser des Sehfeldes wird durch zwei Faktoren bestimmt: a) vom Durchmesser der Okularblende (der im höchsten Fall der Durchmesser des Tubus ist) in der Zwischenbildebene = Sehfeldzahl des Okulars, und b) von der Maßstabszahl, bzw. der Vergrößerung des Objektivs, nicht jedoch von dessen Apertur.

Der scheinbare Durchmesser des gesehenen Bildes (cm in 25 cm Abstand vom Auge) wiederum ist das Produkt aus Sehfeldzahl des Okulars und dessen Vergrößerung. Auch er (also letztlich der Bildwinkel) ist also völlig unabhängig von der Apertur des Objektivs.

Gunther
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Rene in Juli 14, 2014, 16:24:16 NACHMITTAGS
Hallo Walter, the Wild lenses are different. The non-plan fluotars show enormous field curvature, but are otherwise very, very good. The plan fluotars were regarded by Wild as a compromise. Limiting the NA of a lens does also assist in lowering the abberations (is this word derived from Abbe, by any chance?).

Hope that helps,

René
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:04:20 NACHMITTAGS
Zitat von: Rene in Juli 14, 2014, 16:24:16 NACHMITTAGS
Hallo Walter, the Wild lenses are different. The non-plan fluotars show enormous field curvature, but are otherwise very, very good. The plan fluotars were regarded by Wild as a compromise.

Dear René, -  Yes, similar to the Carl Zeiss Neofluars.

ZitatLimiting the NA of a lens does also assist in lowering the abberations (is this word derived from Abbe, by any chance?).

No, by no chance. Errare humanum est = Irren ist menschlich.
Erratum: Fehler; Irrtum.

Ab[-]errare: Ab[-]weichen, ab[-]irren.
Ab[-]erratation: Ab[-]weichung

Everything clear, so far?

Greetings!
KH
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Rene in Juli 14, 2014, 17:10:37 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:04:20 NACHMITTAGS
Irren ist menschlich.

Thanks for the correction :D

René
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Walter Engler in Juli 14, 2014, 17:17:55 NACHMITTAGS
Hello René, I had an uncertain feeling in this direction, but now I got the explanation. Thank you!
Nice idea about Abbe and ab(b)eration.

Best regards
Walter
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Zitat von: JB in Juli 14, 2014, 13:03:49 NACHMITTAGS
Hallo,

Das Leitz NPL Fluotar ist laut Leitz sogar "korrigiert bis 22mm Sehfeld", ohne jedoch explizit zu sagen, dass sie plan bis 22mm sind (Ref.: Schade (1976) LEITZ NPL FLUOTAR-Objektive, eine neue Objektivserie fuer Routine und Forschung. Leitz Mitteilungen Band IV, Nr. 5, p. 291-293)

Die beiden Objektive unterscheiden sich definitiv im optischen Design.
Das NPL Fluotar 25/0.55 hat einen Arbeitsabstand von 0,36mm und eine kleine Frontlinse.
Das PL Fluotar 25/0.60 hat einen Arbeitsabstand von 0,50mm und entsprechend eine grosse Frontlinse.

Fuer die PL FLUOTARE habe ich noch keine Leitz-Publikation gefunden, welche die Unterschiede erklaeren wuerde. Moeglicherweise sind die NPL FLUOTARE die aeltere Objektivserie.

So gibt es NPL Fluotare und PL Fluotare, welche die gleiche Katalognummer haben (diese habe auch den gleichen, grossen Arbeitsabstand) und sich von den gewoehnlichen NPL Fluotaren unterschieden (kleiner Arbeitsabstand).

Jon

Hallo Jon!

Das mit der gleichen Katalognummer für ein PL und ein Npl glaube ich, sobald ich das mit eigenen Augen gesehen habe. Sonst nicht.
Es kann sich um einen Irrtum in einem Prospekt oder in einer Liste handeln.

N Normal-Plan war bei den Objektiven für 170 mm Tubuslänge für Planzeichnung bis 18mm Sehfeld ausgelegt, PL bis 28mm.
Es kann sein, daß man die Npl seit Einführung der Tubuslänge 160 mm für 20 oder 22 mm berechnet hat. Und das glaube ich nur, wenn ich es in einer offiziellen Leica-Druckschrift mit eigenen Augen gelesen habe.

Haben Sie für die "gleiche Katalognummer" verläßliche Angaben? (Katalog-Nummer, Datum, Titel, Herausgeber, Seitenzahl)

Carl Zeiss ("West") hat alle 160er-Systeme PLAN für 24mm Sehfeld berechnet. Erst in der Endphase hat man eine Serie Semiplanobjektive herausgebracht (F = Flatfield). Andere Hersteller nannten das S-Plan (Semi) oder z.B. C-Plan (= Clinical Plan: gerade plan genug für Routineuntersuchungen im med. Labor)

Mit der Einführung der Unendlichoptik verschwanden (bei Zeiss) auch die geradezu abenteuerlichen Krümmungen dicker Linsen, die noch die alten Fluar und Neofluar der ersten Jahre aufwiesen, vor allem bei Winkel in Göttingen. Die Verwendung neuer Glassorten eröffnete andere Möglichkeiten. Man konnte geringer gekrümmte Linsen verwenden und kam von nun an in Objektiven sowie in Okularen mit weniger Linsen aus, was der Kontrastzeichnung zugute kam. Zeiss verwendet seither kaum noch Fluorit in Mikroskopobjektiven, obwohl die Bezeichnung noch immer Neofluar lautet. Der Name ist in aller Welt zum Qualitätsbegriff für geringe Aberrationen und Farbreinheit und -sättigung und hohe Kontrastzeichnung geworden.

Zeiss 24 mm Sehfeld, Leitz 28 mm. - Das war ein Ideologie-Streit. Dr. Michel empfand die Beobachtung mit 28 mm sehr lästig, weil man bei diesem großen Sehfeld andauernd den Hals verrenken und den Kopf bewegen muß, um das ganze Bild zu übersehen. Das ermüdet. - Er war ja nicht nur Biologe, sondern auch Mediziner (und auch Chef der techn. Mikroskopentwicklung bei Zeiss-W.)

More know I not.

Grüße an alle Neo-Liebhaber!
KH
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: klausLM in Juli 14, 2014, 17:59:26 NACHMITTAGS
Danke Gunther,
da lag ich falsch.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: JB in Juli 14, 2014, 18:48:01 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Das mit der gleichen Katalognummer für ein PL und ein Npl glaube ich, sobald ich das mit eigenen Augen gesehen habe. Sonst nicht.
Es kann sich um einen Irrtum in einem Prospekt oder in einer Liste handeln.

N Normal-Plan war bei den Objektiven für 170 mm Tubuslänge für Planzeichnung bis 18mm Sehfeld ausgelegt, PL bis 28mm.
Es kann sein, daß man die Npl seit Einführung der Tubuslänge 160 mm für 20 oder 22 mm berechnet hat. Und das glaube ich nur, wenn ich es in einer offiziellen Leica-Druckschrift mit eigenen Augen gelesen habe.

Haben Sie für die "gleiche Katalognummer" verläßliche Angaben? (Katalog-Nummer, Datum, Titel, Herausgeber, Seitenzahl)

Hallo Thomas,

Der Bitte komme ich gern nach.

NPL Fluotar *40/0.70 "519 737" http://www.ebay.com/itm/Leica-NPL-FLUOTAR-40x-70-160-0-17-TL-Microscope-Objective-/370827105988?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item56570496c4

PL Fluotar *40/0.70 "519 737" Bitte klicken Sie unten auf das entsprechende Bild unter Punkt 5 http://www.lordil.fr/nos-microscopes-et-pieces-d-occasion

Diese sind anders gebaut als das PL Fluotar *40/0.70 "518 036", und dieses wiederum anders als das NPL Fluotar 40/0.70 ohne eingravierte Katalognummer.

Die Angabe "22 mm" findet sich bei Leitz in schwarz und weiss in dem zitierten Beitrag. Sie bezieht sich aber nicht allgemein auf "NPL" sondern speziell auf diese Objektive, NPL FLUOTAR

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/153605_29332633.jpg) (http://s1178.photobucket.com/user/jayb37/media/NPL_zpsa909f3e1.jpg.html)


Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Zeiss verwendet seither kaum noch Fluorit in Mikroskopobjektiven, obwohl die Bezeichnung noch immer Neofluar lautet.

Leitz uebrigens auch nicht :D Sinnigerweise sind alle FLUOTARE sind Fluorit-frei.

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Gunther Chmela in Juli 14, 2014, 19:06:58 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Er [Michel] war ja [...] auch Mediziner

Lieber Herr Henkel,

es ist zwar hier ganz nebensächlich, doch es würde mich trotzdem interessieren, woher Sie diese Information haben.

Beste Grüße
G.Ch.
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 22:25:52 NACHMITTAGS
Zitat von: Gunther Chmela in Juli 14, 2014, 19:06:58 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Er [Michel] war ja [...] auch Mediziner

Lieber Herr Henkel,

es ist zwar hier ganz nebensächlich, doch es würde mich trotzdem interessieren, woher Sie diese Information haben.

Beste Grüße
G.Ch.

Lieber Herr Chmela!

Es scheint mir nun, nach eifrigem Suchen und Erinnern, daß "Mediziner" übertrieben ist. Sowohl Gerlach in seiner Geschichte der Mikroskopie als auch F. K. Möllring, Michels enger Mitarbeiter, in Mikrokosmos 69 (1980) S. 10 ff: Ein Mann, der Mikroskopgeschichte machte, erwähnen kein Medizinstudium.

Ich saß 2002 mit Möllring nach seiner Pensionierung beinahe einen ganzen Tag zusammen in Klein-Ilsede (südl. bei Peine), wir sprachen über vieles, auch über Michel und dessen Abteilung. Ich habe das noch im Ohr: Er studierte einige Semester Medizin, bevor er sich endgültig der Biologie zuwandte. Und wenn das nicht stimmt? Dann möge Möllring mir verzeihen. Gerlach und Möllring erwähnen auch:Zoologie, Botanik, Chemie und Physik in Jena, Rostock und München (Promotion 1932). Danach begann Michel gleich bei Zeiss.

Es ist ein Kreuz mit dem Gedächtnis. Das Ihrige, lieber Herr Chmela, scheint ja noch besser zu sein. Danke für den dezenten Hinweis.

Ihr
KH


Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: JB in Juli 15, 2014, 14:19:49 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Es kann sich um einen Irrtum in einem Prospekt oder in einer Liste handeln.

Hallo Herr Henkel,

Die Prospekte der Einfuehrung der NPL FLUOTARE sind von 1976 (zum Dialux 20), die Prospekte zur Einfuehrung der PL FLUOTARE sind jedoch erst von 1985 (zum Diaplan??).

Beim PL Fluotar *40/0.70 "519 737" koennte es sich also moeglicherweise um ein um-etikettiertes NPL Fluotar *40/0.70 "519 737" handeln. Oder umgekehrt. Oder gar nicht. Die Designs dieser Objektive wurden manchmal alle paar Jahre geaendert http://www.opticsinfobase.org/ao/abstract.cfm?uri=ao-3-9-993; vielleicht laesst sich von den Katalognummern auf nichts schliessen.

Jon
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Piper in Juli 15, 2014, 22:10:27 NACHMITTAGS
Hallo,

anbei ein kleiner praktischer Hinweis zur Verwendbarkeit der NPL- und NPL-Fluotar-Objektive mit Okularen höherer Sehfeldzahl. Obgleich Leitz m.W. immer proklamiert hat, dass die NPL-Objektive "nur" für Okulare mit Sehfeldzahl 18 gerechnet sind, zeigt sich bei praktischer Erprobung, dass NPL-Objektive zumindest mit den relativ selten zu findenden Periplan GF-Okularen mit Sehfeldzahl 20 einwandfrei verwendet werden können. Die Bilder sind bei der visuellen Beobachtung auch hier bis zum Rand scharf. Dies gilt für die älteren NPL-Serien für TL 170 mm ebenso wie für die neueren NPL Fluotare, gerechnet für 160 mm TL.

Offenbar hat Leitz folglich eine gewisse Sehfeldreserve einkalkuliert.

Schöne Grüße

Jörg Piper



Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: purkinje in Juli 16, 2014, 17:50:45 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
HDr. Michel empfand die Beobachtung mit 28 mm sehr lästig, weil man bei diesem großen Sehfeld andauernd den Hals verrenken und den Kopf bewegen muß, um das ganze Bild zu übersehen. Das ermüdet. ...
KH

Und nun die Preisfrage für's 2. Staatsexamen "Unter welcher Ophthalmoplegie (Blicklähmung) litt Dr Michel folglich, da er mit Kopfwendung das Sehfeld überblicken musste" oder war er halt auch ein klitzekleiner Marketingstratege... ;)
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: Ronald Schulte in Juli 16, 2014, 18:29:39 NACHMITTAGS
@Allen,

Danke für die Auskünfte, hat mich sehr geholfen. Da ich in die nächste Tagen ein Planes 25-er bekomme kann ich den unterschied gut beobachten, wenigsten das hoffe ich.

Mein NPL Fluotar 25x zeigt sich in Kombination mit meine Periplan Okularen, sehfeldzahl 26, sogar bis zum Rand scharf.

Grüße Ronald
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: peter-h in Juli 16, 2014, 18:40:53 NACHMITTAGS
Hallo Stefan,

Dr. Michel würde wohl über solche Okulare den Kopf schütteln.

Tele Vue Nagler 31mm - 2" - 82° Feld - Typ 5 - EN5-31.0
-- Brennweite ... 31mm
-- Einsteckdurchmesser ... 2"
-- Scheinbares Gesichtsfeld ... 82°
-- Feldblende ... 42mm
-- Augenabstand ... 19mm
-- Gewicht ..... 1kg !

Da müssen wir noch viel von den Astronomen lernen  ;D

Peter
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: the_playstation in Juli 16, 2014, 22:57:19 NACHMITTAGS
Zitat von: peter-h in Juli 16, 2014, 18:40:53 NACHMITTAGS
Hallo Stefan,

Dr. Michel würde wohl über solche Okulare den Kopf schütteln.

Tele Vue Nagler 31mm - 2" - 82° Feld - Typ 5 - EN5-31.0
-- Brennweite ... 31mm
-- Einsteckdurchmesser ... 2"
-- Scheinbares Gesichtsfeld ... 82°
-- Feldblende ... 42mm
-- Augenabstand ... 19mm
-- Gewicht ..... 1kg !

Da müssen wir noch viel von den Astronomen lernen  ;D

Peter

Hallo Peter,
Genau die vermisse Ich irgendwie bei Mikroskopen. Bisher habe Ich leider nur 10x / 18er. Hoffe, daß Ich bald durch 10x / 23er schauen darf. Die kommen zwar noch nicht an die astronomischen Okulare herran, aber man will sich ja auch auf ein Objekt konzentrieren.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Numerische Apertur von zwei Leitz Fluotar Objektiven
Beitrag von: wilfried48 in Juli 22, 2014, 20:34:07 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 22:25:52 NACHMITTAGS
Zitat von: Gunther Chmela in Juli 14, 2014, 19:06:58 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 14, 2014, 17:51:07 NACHMITTAGS
Er [Michel] war ja [...] auch Mediziner

Lieber Herr Henkel,

es ist zwar hier ganz nebensächlich, doch es würde mich trotzdem interessieren, woher Sie diese Information haben.

Beste Grüße
G.Ch.

Lieber Herr Chmela!

Es scheint mir nun, nach eifrigem Suchen und Erinnern, daß "Mediziner" übertrieben ist. Sowohl Gerlach in seiner Geschichte der Mikroskopie als auch F. K. Möllring, Michels enger Mitarbeiter, in Mikrokosmos 69 (1980) S. 10 ff: Ein Mann, der Mikroskopgeschichte machte, erwähnen kein Medizinstudium.

Ich saß 2002 mit Möllring nach seiner Pensionierung beinahe einen ganzen Tag zusammen in Klein-Ilsede (südl. bei Peine), wir sprachen über vieles, auch über Michel und dessen Abteilung. Ich habe das noch im Ohr: Er studierte einige Semester Medizin, bevor er sich endgültig der Biologie zuwandte. Und wenn das nicht stimmt? Dann möge Möllring mir verzeihen. Gerlach und Möllring erwähnen auch:Zoologie, Botanik, Chemie und Physik in Jena, Rostock und München (Promotion 1932). Danach begann Michel gleich bei Zeiss.

Es ist ein Kreuz mit dem Gedächtnis. Das Ihrige, lieber Herr Chmela, scheint ja noch besser zu sein. Danke für den dezenten Hinweis.

Ihr
KH




Lieber Herr Henkel,

er war zwar kein Mediziner, aber seine Nähe zur Medizin zeigt sich unter anderem auch dadurch, dass er 1969 von der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen mit der Ehrendoktorwürde Dr. med. hc ausgezeichnet wurde.

viele Grüsse
Wilfried N.