Guten Tag
Hat jemand einen Pentax Papilio Feldstecher und kann etwas über die Brauchbarkeit und Qualität des Gerätes berichten? Welche Vergrösserung ist für die Beobachtung von Spinnen, Eidechsen und Blindschleichen besser geeignet? 6.5x oder 8.5x? Hat die Vergrösserung einen merklichen Einfluss auf die Helligkeit?
Gruss in die Runde
Jürg
Hallo Jürg,
den Pentax Papilio kenne ich nicht.-
Für deine Anwendungen ist bei Ferngläsern die Naheinstellgrenze der kritische Faktor.
Eine Mögliche Alternative findest du hier: www.brunton.com/collections/echo
Gruss Arnold
Hallo Jürg,
die Kundenrezensionen bei Amazon lesen sich sehr gut für das 6,5x21,
hast du die schon mal angesehen?
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo,
also ich habe das Papilio 6,5x21 und bin sehr zufrieden. Es hat eine sehr kleine Naheinstellgrenze von nur 50cm und das Sehfeld ist dabei ca. 5cm.
D.h. Schmetterlinge sind z.B. nahezu formatfüllend aus diesem Abstand zu beobachten.
Die Abbildungsqualität ist gut und das Zeiss 8x30 bleibt immer öfter zu Hause, da es diese Naheinstellgrenze nicht bietet.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Jürg,
das Papilio ist ja Fernglas und Lupe in einem. Dass dabei am jeweiligen "Ende" gegenüber Top-Geräten leichte Abstriche zu machen sind, muss einem klar sein. Ich habe seit ein paar Jahren das 8,5x und bin noch heute begeistert, welch vielfältige Anwendungen es dafür gibt. Ich hatte und habe seit meiner Jugend immer auch Ferngläser und Lupen. Aber diese unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten ist einfach toll und begeistert mich ungemein. Die Entscheidung fiel bei mir ganz bewusst für das 8,5, auch wenn es ganz geringfügig lichtschwächer ist. Jedenfalls würde ich mir das Teil jederzeit wieder kaufen.
Zitat von: Jürg Braun in September 17, 2014, 13:48:11 NACHMITTAGS
Hat die Vergrösserung einen merklichen Einfluss auf die Helligkeit?
Hallo Jürg,
die Helligkeit ist zum Quadrat des Objektivdurchmessers direkt und zum Quadrat der Vergrößerung umgekehrt proportional. Der Objektivdurchmesser entspricht etwa der Apertur bei Mikro-Objektiven. Daher haben Ferngläser mit größerem Objektivdurchmesser eine bessere Auflösung (sofern das bei Ferngläsern überhaupt eine Rolle spielt).
Grüße!
Gunther
Hallo Jürg
Unmittelbar nach der "Wende" habe ich mir ein "Turmon" (so hieß es wohl) von Jen Optik? gekauft. Es ist ein sehr kleines (es passt in die geschlossene Hand), leistungsstarkes "Monofernglas", das bis zu einem Abstand von etwa einem Meter einsetzbar ist. Ein Schmetterling ist dabei das Sehfeld ausfüllend. Man sagte mir, es sei ein "Spionagefernglas". Mit Zusatz kann man es zu einer sehr stark vergrößernden Lupe bis zu einem Arbeitsabstand von wenigen Zentimetern einsetzen. Für den Nahbereich kenne ich kein besseres Fernglas. Das Fernglas wurde später von anderen, renomierten Firmen offensichtlich nachgebaut, erreichte aber nie die Qualität des Orginals im Nahbereich.
Gruß Rainer bzw. Carlos
Hallo Jürg,
für den Zweck und den Preis ist das Papilio alternativlos (sagt man doch heute so, oder?). Die Entscheidung, ob 6- oder 8fache Vergrößerung, musst Du selber treffen, da hilft nur durchgucken. Bei 6fach ist der Einblick bequemer und mit Brille noch möglich. Das Glas ist klein und leicht und es ist ein Bino! Ein Bino ist ein Bino ist ein Bino...
Du solltest mit dem Glas nicht duschen gehen in den Tümpel fallen und wenn Dir in der Nacht ein Mond zu wenig ist, dann schau ihn mal mit dem Papilio an, dann siehst Du ein paar Monde mehr. Ich hab mir das Papilio gekauft, bin zufrieden und wie gesagt, für den Preis und den Zweck, Insekten von der Nähe aus zu betrachten, ist es wirklich gut. Von ganz nah bis unendlich muss man aber kräftig kurbeln. Es ist kein Universalgerät und für Astronomie nehm ich was anderes. Ob da jetzt ein bisschen mehr oder weniger Licht durchgeht, würde ich mir überlegen, wenn es 5- bis 10mal so teuer wäre und es Alternativen gäbe. Aber Binos mit 50cm Naheinstellung gibts halt nicht so viele.
Viele Grüße, Jürgen
Guten Tag
Besten Dank für alle Beiträge. Ich habe nun das 6,5x21 bestellt.
Aus folgenden Gründen habe ich mich dafür entschieden:
Damit die Kinder auch damit sehen könnten, sollte es für beide Augen sein. Das von Arnold vorgeschlagene brunton und das von Carlos genannte Turmon sind somit ausgeschieden.
Von der 6,5x Vergrösserung verspreche ich mir ein etwas ruhigeres Bild. Zudem ist man irgendwann aus dem Autoquartettspielalter raus, in dem man davon ausgeht, dass alles was eine Höhere Zahl hat, auch besser ist.
Ich werde mich melden, wenn das Fernglas bei mir angekommen ist.
Gruss in die Runde
Jürg
Guten Abend in die Runde!
Nun, vor einer Woche stand ich vor der gleichen Wahl und habe auch die Beschreibung im Internet und im Astronomie -Forum gelesen .Wasswedicht brauch ich nicht- zum Schwimmen und Tauchen hab ich auch meine anderen Gläser nie mitgenommen.
Wer mit 8x 56 und 10x40 Ferngläsern Umgang hat, , zittert bei 8,5x genausowenig, wenn keine Krankheit vorliegt. Da der Nahpunkt bei beiden Papilios mit 50 cm gleich ist, kann man bei dem 8.5 x für eine vergleichbare Bildgröße etwas weiter entfernt bleiben, was gelegentlich nützlich ist. (gerade im Nahbereich! )
Das Glas erinnert stark an das alte Kosmos Knirps 8x25, wiegt aber weniger. Die nach innen verlagerten Objektive haben im Nahbereich deutliche Vorteile- und ein Nachtglas ist es ja nun weißgott nicht. Ich bin mit meiner Wahl des Papilio 8,5x hochzufrieden, besonders der Nahbereich ist sensationell.Ich denke, daß es ein häufiger Begleiter wird. Auch wenn ich etwas anders entschieden habe als Sie, würde mich doch ein Erfahrungsbericht von Ihnen brennend interessieren. Liebe Grüße K.D.
nochmals Hallo!
Nachtrag: Der Augenabstand bei beiden Papilio- Gläsern ist von 56mm- 74 mm verstellbar. Reicht das für den geplanten Einsatz bei Kindern ?Grüße K.D.
Hallo,
bei meinem Enkel (8 Jahre alt) geht es gut und er schleppt das Glas immer mit, wenn er mit mir unterwegs ist. Er gibt es ausgesprochen ungern wieder zurück. ;)
Hallo zusammen,
was ich sagen wollte, ist: Ein Fernglas, das nicht wasserdicht ist, ist auch nicht unbedingt staub-/sanddicht. Auch kann die Optik innen beschlagen. Fällt ein wasserdichtes Glas versehentlich mal in den Schmodder, kann man problemlos unter fließend Wasser eine erste Reinigung vornehmen.
Beim Papilio ist zum Schutz vor den verfahrbaren Objektiven eine Planglasscheibe angebracht. Je nach Lichteinfalls- und Blickwinkel können sich daraus, trotz Vergütung, Reflexe ergeben. Das fällt bei normalen Beleuchtungsverhältnissen im Tageslicht nicht auf, man sollte davon aber nicht überrascht sein.
Viele Grüße, Jürgen
Zitat von: Safari in September 19, 2014, 16:48:32 NACHMITTAGS
Kann man (nachvollziehbar) ausrechnen, welcher Brennweite ein Fernglas an einer Kleinbildkamera entsprechen würde? Ich habe ein Steiner Wildlife Pro 8,5*26 und würde gerne eine vergleichbare Brennweite an der Kamera haben.
Wenn man sich vorstellt, man würde das Fernglas vor das Kamera-Objektiv schrauben (also durch das Fernglas fotografieren), dann ergibt sich eine Brennweite, die das Produkt aus Fernglasvergrößerung und Brennweite des Kamera-Objektivs ist. Also z.B. 8x vor 50 mm => 400 mm.
Um denselben Effekt wie das 8,5x Papilio zu erzielen brauchst Du also bei Kleinbild ein Foto-Objektiv mit 425 mm Brennweite. Bei anderen Sensor- oder Filmformaten ist entsprechend umzurechnen.
Grüße
Gunther
Hallo Wolfgang,
Zitat von: Safari in September 19, 2014, 17:29:27 NACHMITTAGS
... wenn ich also mit dem Fernglas nicht Formatfüllend sehe, brauche ich mir auch kein 400mm Objektiv kaufen. Damit lässt sich sehr gut abschätzen was bei Tieraufnehmen machbar ist.
da habe ich auch umdenken müssen, als mir vor einiger Zeit eine befreundete Berufsfotografin ihr neuestes "Spielzeug" gezeigt hat: eine Canon SX50HS. Ich wäre von selbst nie auf die Idee gekommen, mir eine Kamera mit 50fach (digital sogar bis 200fach) Zoom (ab 24mm KB-Äquivalent) zu kaufen, aber...
Kurz ausprobiert und ich war sofort überzeugt weil der Bildstabilisator richtig gut funktioniert. Bei einem Spaziergang habe ich folgendes Bild aus ca. 2m Entfernung aus der Hand geschossen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157056_6001272.jpg)
Als Amateurastronom musste natürlich auch der Mond herhalten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157056_20720501.jpg)
Ebenfalls aus der Hand. Natürlich sieht man bei
200fach 200fachem Zoom (d.h. f = 4800mm KB-Äquivalent!) die Pixel, vor allem bei dem Licht! Aber es geht erstaunlich gut.
Ich muss jetzt allerdings weg in die Alpen, die Sterne rufen :)
Viele Grüße, Jürgen
Hallo Jürgen,
sieht aus als ob die Kamera was für Pilzler wäre....
Grüße
Martin
Hallo Martin,
Zitat von: beamish in September 20, 2014, 16:55:16 NACHMITTAGS
sieht aus als ob die Kamera was für Pilzler wäre....
Stimmt, der schwenkbare Bildschirm bringt schon Vorteile. Jedenfalls erschließt man mit der Kamera für kleines Geld ganz neue Bereiche ohne weiteres Zubehör und es macht mächtig Spaß. Jedenfalls im (bezahlbaren) Amateur-/Hobbybereich.
Viele Grüße, Jürgen
Hallo Gunther,
Zitat von: Gunther Chmela in September 19, 2014, 17:23:05 NACHMITTAGS
Wenn man sich vorstellt, man würde das Fernglas vor das Kamera-Objektiv schrauben (also durch das Fernglas fotografieren), ...
das sieht dann etwa so aus:
Zeiss Ikon Contaflex mit Monokular 8x30 (http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-compur.de/thread.php?board=11&thema=10). Gesamtbrennweite 400mm, Lichtstärke 1:11. Desweiteren kenne ich zumindest einen Markenhersteller von Ferngläsern, der aktuell einen kleinen Adapter beilegt, mit dem man eine Kamera an einem Okular des Binos anklemmen kann.
Viele Grüße, Jürgen
Ja, Jürgen,
so etwas hatte ich selbst einmal - lang ist's her! Bei mir war es ein Beck-Monokular an einer Voigtländer Bessamatic. Besonders glücklich war ich allerdings mit der Kombination nicht. Aber der Adapterring hat nicht viel gekostet, also war's den Versuch wert.
Grüße
Gunther