Hallo Digi-Okularkamera-Interessierte,
Zur Aufnahme von Mikroskop-bildern und –videos nutze ich seit längerem eine 3MP CMOS Touptek Kamera (samt mitgelieferter Optik und Software) als Okularkamera an einem Ortholux mit Leitz-Objektiven (hauptsächlich Achromate, 10-, 25-, 40-, 63- und 100fach Öl). Die Ergebnisse sind mehr oder weniger zufriedenstellend. Sie entsprechen in etwa dem, was ich zur ,,Analogzeit" aufwendig mit einem Kleinbildspiegelreflexbody entsprechendem Adapter und einem 10x Periplan Okular (durch den Adapter als Projektiv eingesetzt) mit hohem Aufwand erreicht habe. In beiden Fällen (analog wie digital) war jedoch das durch das Okular zu sehende Bild wesentlich ,,besser" als die Aufnahmen. (Vor allem die Feinstruktur der betrachteten Objekte ist im Sichtfeld wesentlich besser zu erkennen.)
Vor kurzem habe ich mir auch die hier im Forum besprochene 5MP Touptek Kamera (samt zugehöriger Optik und Software) zugelegt, in der Hoffnung, bessere Bilder zu erhalten. Eine signifikante Verbesserung konnte ich bisher nicht erreichen.
Meine bisherigen Versuche legen den Schluss nahe, dass in beiden Fällen die mitgelieferte Optik nur unzureichend auf die Kompensation der für Leitz Objektive typischen Fehler des Zwischenbildes, anders als die Leitz Periplan Okulare, ausgelegt ist.
Auf der Suche nach einem Weg, die Digitalkameras zusammen mit einem Periplan Okular zu verwenden, bin ich hier im Forum auf den von Peter Höbel vorgestellten und demonstrierten Lösungsweg der ,,Tandem"-Optik aus Mikroskop Okular und ,,umgedrehtem" Plössl Astro Okular als Kameraobjektiv gestoßen. Dieser Weg ist verblüffend einfach, überzeugend und aus meiner Sicht physikalisch genial. Auch die Anleitung zur Realisierung ist präzise, verständlich und für Jedermann nachvollziehbar.
Warum Digitalkameras für die Mikroskopie nicht mit einem, auf die Chipgröße abgestimmten, umgekehrtem Plössl Okular angeboten werden, ist mir ein Rätsel. Das ,,Andocken" an das jeweilige Mikroskop würde dadurch erheblich vereinfacht. Auf der anderen Seite würde diese ,,Killer-Technik" (besser, einfacher, billiger) teure Digitalvollformatkameras und –objektive als bildgebende Technik in der Mikroskopie verdrängen.
Ich werde als die Adaption meiner Toutek CMOS Kameras an meine Leitz Mikroskope deshalb selbst realisieren (müssen). Der Konstruktionsplan ist dankenswerterweise von Peter Höbel beschrieben und damit bereits vorhanden, ein entsprechende Plössl Okular ist ausgewählt und wird bestellt. Die Hauptaufgabe wird sein, einen Feinmechaniker zu finden, der die Gewinde schneidet und die Abstandshülse fertigt. Auch dies sollte lösbar sein. Eigentlich müsste es so ,,funktionieren", aber:
Der Teufel steckt im Detail! Deshalb meine Fragen, vor allem an die ,,Leitzianer" dieses Forums:
Hat jemand den Weg ,,Tandemoptik" Leitz Periplan GF 10x und Plössl-okular f =12,5 mm als Adapter für Touptek CMOS-Kameras (3MP, 5MP, 9MP) realisiert?
Wie sind die Erfahrungen?
Worauf muss ich bei der Realisierung besonders achten?
In der Hoffnung auf Kommentare und Anregungen
Gruß Carlos
Hallo Carlos
zu der Plössl Variante kann ich nix beitragen, aber vielleicht ist diese Diskussion (zumindest im zweiten Teil) für Dich interessant:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=21060.0
Es geht um diese Teile:
http://www.tedpella.com/cameras_html/camera1.htm#2290-780
Wird etwas teurer als ein normales Plössl, bleibt aber immer noch im Rahmen wie ich finde und geht ohne basteln.
Hoffe es hilft.
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Lieber Carlos,
bei der Adaption sollte der Abstand des Plössl zum Chip und der Abstand zum Okular etwas variiert werden können. Andere Hürden sehe ich nicht. Peter H. hat die abbildungsrelevanten Dinge beschrieben.
Zu konstruieren wäre die Befestigung der Kamera samt Plössl am Tubus. Dies ist aber eine rein mechanische und keine optische Herausforderung. Allerdings bin ich kein Leitz-Fachmann.
Ich habe eine Zeiss-Adaption und könnte sie u.U. für einen Test für kurze Zeit zur Verfügung stellen.
Beste Grüße von Jürgen aus Hagen
Ich wäre an dieser Adaption auch interessiert, kann aber den Thread von Peter Höbel nicht finden.
Einen Mechaniker hätte ich evtl.
Zitat von: mikromeister in November 04, 2014, 18:06:07 NACHMITTAGS
Ich wäre an dieser Adaption auch interessiert, kann aber den Thread von Peter Höbel nicht finden.
http://www.mikroskopie-ph.de/Home-Page-Kamera.html
Hallo,
Es ist immer wieder erfreulich in diesem Forum, zu erleben, wie auf Anliegen und Probleme eingegangen wird. Daher zunächst ein herzliches Dankeschön an alle!
Hallo Bernhard,
Die hier im Forum geführte Diskussion, auf die du hinweist, habe ich mit großem Interesse verfolgt. Darin werden viele Facetten der Kameraadaption angesprochen. Nicht zuletzt diese Diskussion hat mir klar gemacht, was mich eigentlich an meinen beiden Touptek Okularkameras stört und wie ich vorgehen kann, um zu einer besseren Lösung zu kommen. Die von dir als Alternative zur Plössl-Lösung vorgeschlagene Kameraadaption ohne ,,Bastelei" habe ich im Hinterkopf. Den Weg kann ich später immer noch gehen.
Hallo Jürgen aus Hagen,
Das die Tandemadaption mit einem Zeiss Okular am Zeiss funktioniert, wurde ja bereits demonstriert. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht auch mit einem Leitz Okular am Leitz funktionieren sollte. Dein freundliches Angebot, für kurze Zeit deine ,,Plössl-Zeiss" adaption auszuleihen, ist nett gemeint, hat aber ein Problem: Um ein Leitz Okular in die Tandemlösung zu integrieren, muss eine Verbindung Periplan-Plösslobjektiv gebastelt werden. Interessieren würde mich, jedoch, wie bei dir die Abstandsvariabilität gelöst ist (über längere Gewinde?) und ob du als Kamera eine Touptek einsetzt.
Zum Stand meines ,,Projekts": Zwischenzeitlich habe mir zwei passende Plösslokulare zugelegt, passende Periplan Okulare habe ich auch. Der Detailplan ist in Arbeit.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Hallo,
Im Rahmen meines Projekts ,,Tandemoptik" habe ich meine beiden Touptek Okularkameras näher untersucht. Dabei hat sich etwas für mich Überraschendes herausgestellt.
Zunächst einmal habe ich festgestellt, das die von Peter V. besprochene 5MP Touptek Kamera mit einer anderen Optik ausgerüstet ist wie die von mir beim gleichen Anbieter später gekaufte 5MP Touptek Kamera. Dem Aussehen nach ist die Optik der von P.V. vorgestellten Kamera die gleiche Optik wie die meiner 3 MP Touptek Kamera, die ich vor einigen Jahren bei einem anderen Anbieter gekauft habe. (Das ist mir erst jetzt aufgefallen.)
Um ein scharfes Bild zu erhalten, müssen meine beiden Touptek Kameras bei scharf eingestelltem Periplan Sichtfeld durch Verkürzung des Abstands Objekt - Leitz Objektiv nachfokussiert werden. Die 3MP Kamera gibt dabei ein deutlich größeren Teil des Sichtfeldes als die 5MP Kamera wieder (gesamte Bildbreite 40fach Objektiv: 0,23 mm 3MP, 0,19 mm 5MP). Dafür muss aber, um ein scharfes Bild zu erhalten, bei der 3MP Kamera wesentlich stärker nachfokussiert werden. Ohne es näher zu untersuchen, führte ich das bisher auf Unterschiede der jeweiligen Optik der Kameras zurück. Dies trifft jedoch offensichtlich nicht zu.
Tauscht man nämlich die Optiken der Kameras, so ändert sich hieran nichts, die 3MP Kamera gibt nach wie vor einen deutlich größeren Teil des Sichtfeldes wieder und muss wesentlich stärker nachfokussiert werden. Die Optiken wirken optisch also (nahezu) gleich, obwohl sie sich, äußerlich betrachtet, deutlich unterscheiden. (Die 5MP Optik hat u.A. ein wesentlich längeres Schraubgewinde von ca. > 5mm, was für den nachfolgend beschriebenen Versuch entscheidend ist.) Meine Schlussfolgerung: Das Auflagemaß der Kameras ist unterschiedlich.
Beide Kameras haben einen 5 mm Distanzring zwischen Kameragehäuse und Optik. Bei der 3MP Kamera lässt dieser sich leicht rausschrauben. Schraubt man nun die Optik der 5MP Kamera ein, so ist bei etwas weniger als 5 mm Distanz (geschätzt ca. 4mm Distanz) zwischen Kamera- und Optikanschlag kein Nachfokussieren mehr nötig. Gegenüber dem Auslieferungszustand ist der Abstand Optik- Kamera nur um ca. 1 mm verkürzt. Die Wirkung ist m.E. dramatisch.
Bei allen getesteten Objektiven (10fach, 25fach, 40fach und 63fach) gibt ein mit dem Periplan scharf eingestelltes Sehfeld ohne Nachfokussieren auch ein scharfes Kamerabild. Zudem wird ein größerer Anteil des Sehfeldes im Bild erfasst.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit einer Touptek Kamera?
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Hallo Carlos,
bei Leitz gibt es verschiedene Lagen des Zwischenbildes (8 mm, 10 mm, 18 mm, 20 mm) unterhalb des Okularansatzes, je nach Kombination von Stativ und Objektiven. Das wirkt sich ggf. auch auf die Parfokalitaet von Okularen und Kamera aus.
Koennen Sie bitte ein Bild Ihres Mikoskops und die genaue Beschriftung von Okularen und Objektiven zeigen? Das wird bei der Diagnose helfen.
Beste Gruesse,
Jon
Zitat von: Carlos in November 05, 2014, 11:47:16 VORMITTAG
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit einer Touptek Kamera?
Mit freundlichen Grüßen Carlos
...erst sehr wenig, schon gar keine Vergleichsmöglichkeiten mit mehreren Kameras der Art. Auf jedenfall scheinen wir beide als zwei der letzten zum Vorzugspreis an die 5MP Kamera gekommen zu sein. Der Herr U. hat sich zu einer härteren Kalkulation entschlossen http://www.ebay.de/itm/5-MegaPixel-Digital-Mikroskope-Teleskop-MikroskopKamera-mit-adapter-Microscope-/141460182694?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item20efaf16a6 ;D
Die Touptek Okulare sehen so aus:
http://www.ebay.de/itm/MikroskopAdapter-0-75x-fokusierbar-fur-Mikroskopkamera-Camera-Microscope-/141460249314?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item20efb01ae2
Die gibt es als "fixed" oder "focusable".
Bei meinem Kameramodell läßt sich der 5mm Ring zwar auch entfernen, aber dann entfernt man auch gleichzeitig das Gewinde. Die Okulare haben ja eigentlich kein c-mount sondern cs-mount Gewinde. Ragen die dann nicht zu weit in Deine Kamera?
Da Du mit der Bildqualität in Verbindung mit den Leitz Objektiven ja eh nicht zufrieden bist, dürfte sich die Sache für Dich doch bald erledigt haben?
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Hallo Carlos,
die Filmtechnik kennt u.a. das Auflagemaß C-Mount mit 17,52 mm und das Auflagemaß CS-Mount mit 12,5 mm. Diese Maße müssten in der Kamera-Beschreibung genannt sein. Sie spielen bei der Plössl-Adaption selbstverständlich eine Rolle. Aus diesem Grunde wäre es wichtig, bei Deinem schon gekauften Plössl zu ermitteln, in welchem Abstand von der Frontlinse ein scharfes Bild eines sehr weit entfernten Gegenstandes entsteht. Sollte diese Bildweite unter 12,5 mm liegen ist ein Umfokussieren unumgänglich (ich messe das morgen einmal bei meiner Einrichtung). Im übrigen ist meine Zeiss-Adaption sowohl für die Zeiss-Schnittstelle 40mm als auch für den normalen Tubusaußendurchmesser 25mm verwendbar (auch das werde ich morgen einmal fotografieren). Ich fotografiere mit der Imagingsource DFK 72AUC02.
Mit freundlichen Grüßen Jürgen
Hallo Jon,
Mit dem Einstellen von Bildern habe ich bisher Probleme. Ich hoffe jedoch auch ohne Bild die Fragen hinreichend beantworten zu können.
Alle Objektive sind ältere (vor 1980) Leitz Achromate und Trockenobjektive . Alle sind für die Tubuslänge 170 mm und eine Deckglasstärke 0,170 ausgelegt. Die Abgleichlänge ist < 40 mm vermutlich 37 mm (ist in der Beschriftung der Objektive nicht angegeben, müsste ich im Leitzprospekt nachsehen). Als Okulare wurden Periplan GF 10X verwendet. Als Mikroskop wurde ein ebenfall älteres, schwarzes Leitz Ortholux mit Leitz Phasenkontrastkondensor in Hellfeldstellung H und einem Leitz Dreifachtubus eingesetzt (zweimal schräg, einmal gerade mit Leitz Einsatz für die Reduzierung des Steckdurchmesses auf Periplan GF 10X Einsteckmaß. Hier wurde die Touptek Okularkamera anstelle eines Periplans eingesteckt). Die Objektive waren eingeschraubt in einen Leitz 5fach Revolver mit einer Tubuslinse 1,25.
Ich hoffe auch ohne Bild ergeben diese zusätzlichen Angaben ein klareres Bild davon, was ich probiert habe.
Mit freundlichem Gruß Carlos
Hallo Carlos,
Nach Ihren Angaben ist bei dieser Konfiguration (Stativ 170 mm Tubuslaenge; Zwischenbildabstand der Objektive 152 mm) das mikroskopische Zwischenbild 18 mm unterhalb des Okularansatzes zu finden.
Die Relais-Optik der Kamera ist vermutlich auf "DIN" ausgelegt, also "erwartet" sie das Zwischenbild bei 10 mm unterhalb des Okularansatzes [kann jemand diese Vermutung bestaetigen? ].
Dies ist wahrscheinlich der Grund dafuer, dass Sie umfokussieren muessen (Kamera und Okulare sind nicht parfokal). Das aber nur als moegliche Erklaerung. Auf die Bildqualitaet hat das bei niedrigen Vergroesserungen (10fach, 20 fach) kaum Auswirkungen.
Warum die andere Kamera nach Entfernen des Zwischenrings doch parfokal wird kann ich mir nicht erklaeren.
Jon
Hallo Jürgen,
Bei den Touptek Kameras wird das Auflagemaß Cmound offensichtlich dadurch erreicht, das ein 5mm Abstandsring in eine CSmound Kamera eingeschraubt wird(12,5mm +5mm = 17,5 mm).
Da die Plössl Objektive eine Brennweite von 12,5mm haben, bilden sie nach meinem Verständniss ein unendlich weit entferntes Objekt in der Brennebene 12,5 mm scharf ab. Wenn ich P. Höbel richtig verstanden habe, ist das die richtige Brennweite für die Tandemoptik aus Okular10x und umgekehrtem Plössl-Okular als Objektiv.
Hallo Bernard,
Komentar zum Ebay Angebot Kamera erspare ich mir. (nicht ganz: das ist doch wohl ein Witz!) Das Bild der Optik entspricht der mir mit der 5MP Kamera Gelieferten.
Mein "Tandemprojekt" aufgeben? Jetzt wo ich langsam erkenne, wo die Ursachen für unbefriedigende Bildergebnisse liegen und wo ich den Weg zur Verbesserung sehe? Mehr denn je bin ich davon überzeugt, das die von P. Höbel vorgeschlagene Adaption von CMOS Kameras an Mikroskope auch bei Leitz Mikroskopen mit Leitz Kompensationsokularen Periplan weit bessere Ergebnisse liefert, als die jetzt von mir genutzte Touptek Kompettlösung.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Zitat von: Carlos in November 05, 2014, 16:36:03 NACHMITTAGS
Da die Plössl Objektive eine Brennweite von 12,5mm haben, bilden sie nach meinem Verständniss ein unendlich weit entferntes Objekt in der Brennebene 12,5 mm scharf ab. Wenn ich P. Höbel richtig verstanden habe, ist das die richtige Brennweite für die Tandemoptik aus Okular10x und umgekehrtem Plössl-Okular als Objektiv.
Lieber Carlos,
ich bin völlig Deiner Meinung, dass das von Peter vorgeschlagene 12,5 mm Plössl ein passendes Kamera-Objektiv für Deine Lösung darstellt. Aber vielleicht noch eine winzige Korrektur zum Optikverständnis und dass meine vorhergehende Formulierung richtig verstanden wird : in der angewandten Optik, in der es keine unendlich dünnen Linsen gibt, muss man zwischen der Brennweite und der für die Konstruktion viel wichtigeren Schnittweite unterscheiden. In einer Linse gibt es eine Hauptebene, von der aus sich die Brennweite ermittelt. Mehr oder weniger kürzer ist dann die bildseitige Schnittweite, das Maß zwischen der Vorderfläche der dem Bild zugewandten Optik und dem Bild eines "unendlich" entfernten Gegenstandes.
Beste Grüße von Jürgen
Hallo Jürgen,
Ich habe mich vielleicht auf die Schnelle etwas unglücklich ausgedrückt. Das vor mir liegende Plösslokular f = 12,5 mm hat insgesamt einen Abstand der Außenflächen der Endlinsen von (grob gemessen) 20 mm. Da die Plösslokulare völlig symetrisch aufgebaut sind, liegt die Hauptebene genau in der Mitte. Das Bild eines unendlich entfernten Objekts wird damit 12, 5mm von der Hauptebene entfernt und damit 12,5 mm + 20/2 mm, also 22,5 mm von der Außenfläche der Plössllinse entfernt abgebildet. Das passt doch für die Tandemoptik, oder habe ich da was falsch verstanden.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Lieber Carlos,
es tut mir Leid, aber hier gibt es ein Missverständnis . Bei diesen zusammengesetzten Systemen gibt es eine bildseitige und eine gegenstandsseitige Hauptebene. Ich habe gerade meine Anwendung nachgemessen. Der Abstand der Vorderlinse des Plössls zur Chipebene beträgt 10,6 mm (also kleiner 12,5mm, wie erwartet). Das Plösslokular in seiner Anwendung als Kameraobjektiv muss also etwas in die Kamera eintauchen, was aber kein Problem ist, da Peter ja auch vorschlägt, das Okular mit einen C-Mount-Gewinde zu versehen.
All diese Feinheiten dienen dem Abgleich des visuellen mit dem fotografischen Strahlengang und der Vermeidung von Fehlern durch Defokussierung der Mikroskopobjektive. Wie wir wissen: ein Bild gibt es immer!
Morgen gibt es dann ein Foto meiner Applikation.
Bis dahin herzliche Grüße von Jürgen
Hallo Carlos,
noch eine kleine Ergänzung zur Adaption. Der Abstand vom Mikroskop-Okular zu dem kleinen Plössl ist durchaus etwas kritisch. Je nach Okular kann es zu Hotspots kommen oder zu Bildfehler wie hier gezeigt. Es muß leider für jedes Okular ermittelt werden.
Hier mit einem Periplan 10x /18 Br.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159714_42163960.jpg)
Viel Glück
Peter
Lieber Carlos,
abschließend hier meine Foteinrichtung für eine 1/2,5" Kamera.
Die Aufsetzringe für die Tuben (aber auch das Ansetzstück) erlauben eine Optimierung des von Peter gerade beschriebenen Abstandes Okular-Objektiv. Über den optimalen Abstand Plössl-Chip habe ich bereits etwas gesagt.
Wie Du erkennen kannst ist die Einrichtung mit dem Ansetzring 25mm nicht Mikroskophersteller gebunden.
Viel Spaß beim Basteln wünscht Jürgen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159716_16562660.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Hallo Peter,
Danke für deine Antwort und Glückwusch zu deinem hervorragendem Artikel über die Adaption einer CMOS Kamera mittels orginal Kompensationsokular und Plösslokular als "Tandemoptik".
Mir ist klar, das die exakte Einhaltung des Strahlenganges entscheidend für die Qualität des erhaltenen Bildes ist. Deshalb sehe ich vor, sowohl den Abstand umgekehrtes Plösslokular zum Periplan wie auch den Abstand Plössl zu Kamera hinreichend variabel zu gestalten. Auch entscheidend wichtig erscheint mir die exakte Zentrierung der Elemente. Beides stellt nach meiner Erfahrung feinmechanisch aber kein ernstes Problem dar. (Zu meiner Berufzeit habe ich ähnliche, selbst kompliziertere Probleme in Zusammenarbeit mit einer entsprechenden Werkstatt mehrfach erfolgreich gelöst. Jetzt muss ich halt als Privatmann eine entsprechende Werkstatt suchen.) Insofern bin ich recht zuversichtlich, bis zur Realisierung wird es jedoch noch etwas dauern.
Hallo Jürgen,
Dein Bild ist für meine Planung sehr hilfreich. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Zitat von: junio in November 06, 2014, 12:27:22 NACHMITTAGS
Lieber Carlos,
abschließend hier meine Foteinrichtung für eine 1/2,5" Kamera.
#####. Über den optimalen Abstand Plössl-Chip habe ich bereits etwas gesagt.####
Hallo Jürgen,
dein Beitrag macht ja richtig Lust das auch (nochmal) zu probieren.
Ein paar Fragen hätte ich zu deiner Kombi:
- ist es nicht so daß das Plössl an der Kamera als Objektiv betrachtet ziemlich genau auf unendlich fokusiert ist?
- welcher "optimale" Abstand (nur geschätzt - 2mm oder 10mm) ergibt sich denn zwischen Plössl und Periplan?
- welches Periplan (evtl. Nummer) hast du benutzt?
evtl. kann mir auch Peter was dazu sagen....
Danke und viele Grüße
Manfred
P.S. einen Reinfall hab ich vor längerer Zeit mit einem Plössl mit sehr kurzer Brennweite erlebt -- die benutzte NoName Cam hatte einen zu dicken Infrarotfilter und ich kam nicht nah genug an den Chip....
Hallo,
ich möchte diese Tandemoptik auch versuchen, habe aber von Optik nicht viel Ahnung.
Von der Mechanik schon.
Mein Leitz Mikroskop hat eine Unendlich-Optik und einen Trinotubus auf den die Kamera adaptiert werden soll.
Als Okular habe ich ein identisches Periplan wie die Hauptokulare.
Dieses Plössl habe ich besorgt: http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p148_Super-Ploessl---12mm-Brennweite---1-25----FMC-Verguetung.html
Ein kurzer Freihandcheck mit Okular, Plössl und Papier hat ergeben, dass ein sinnvoll erscheinendes Bild in verwirklichbarem Abstand der Komponenten entsteht.
Mir ist nicht klar, wie ich nun auf die exakt richtigen Abstände von Kamera, Plössl und Okular komme.
Das Trino-Okular muss sicherlich erst mal zu den Haupt Okularen passend scharf gestellt werden.
Weiter dann durch Rechnen oder durch Ausprobieren?
Hallo,
unter der Voraussetzung dass bei TS das Plössl nicht geändert wurde kann ich dazu die Bilder Beitragen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159820_23377714.jpg)
nur die Schutzkappe entfernt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159820_59669071.jpg)
reichlich Durchmesser für das Gewinde vorhanden
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159820_60272015.jpg)
das Maß mit 3,5mm kann um +/- 0,1mm schwanken. Einige Kameras haben nicht exakt das Maß von 12,52mm für den CS-Mount Anschluß. Es sollte unbedingt mit dem Plössl als Kameraobjektiv ein Bild im Unendlichen erreicht werden.
Viel Glück
Peter
Hallo zusammen, Hallo Manfred,
Du hast einige Fragen an Jürgen zu seiner Kameraadaption gestellt. Seine Plössl-Adaption ist, eine Zeiss-Adaption, er wird also vermutlich Zeiss-Objektive mit einem Zeiss-Okular verwenden. Ein Periplan- Okular ist ein Leitz- Kompensationsokular für Leitz- Objektive. Vom optischen Prinzip her ist die Plössl-Kamera-Adaption gleich. Unterschiede bestehen allerdings in der konstruktiven Anbindung des Plössl-Kamerteils. Hier müssen die konstruktiven Unterschiedliche der Zeiss- und Leitz-Mikroskope berücksichtigt werden.
Hallo Bernhard,
Die 5MP Touptek Okular-Kamera gibt es nach wie vor für 179€ beim gleichen Anbieter. Beim Angebot für 1.179€ (gleiche Bestellnummer) hat offensichtlich jemand beim Einstellen des Preises einen zittrigen Finger gehabt und die Taste 1 zweimal gedrückt.
Hallo Markus,
Nach meinem Verständnis funktioniert die Tandemoptik. Unabhängig von der Tubuslänge, egal ob endlich oder unendlich, wird ein reales Zwischenbild erzeugt, das durch das Okular betrachtet wird.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Hallo, Mikromeister und Manfred,
hier noch meine Erfahrungen zu dem gerade von Peter beschriebenen Plössl. Nach Ausprobieren haben sich bei mir folgende Abstände als optimal herausgestellt. Der Abstand Okular-Plössl liegt bei meinem Zeiss KPL 8 (Lage der Austrittspupille ca. 7mm) bei ca. 13mm, der Abstand Plössl-Chip bei 10,6 mm. Gemeint sind die Abstände zwischen den zueinanderliegenden Glasflächen. Die Einhaltung des 1. Abstandes ist relativ unkritisch. Der 2. Abstand muss sehr sorgfältig ermittelt werden, weil er den Abgleich zwischen dem visuellen und fotografischen Strahlengang bestimmt.
Beste Grüße von Jürgen
guten Abend zusammen,
ich danke sehr für die vielen Antworten. Das wird ausreichend sein für meine weiteren Versuche.
Noch als Tip für die Bastler die Zugriff auf eine Drehbank haben aber kein C-Mount Gewinde schneiden wollen/können:
Es gibt billige Distanzringe mit C-Mount Gewinde aus Metall die man auf ein abgedrehtes Plössl mit Endfest300 aufkleben kann.
(den Ring muss man evtl auch noch vorher anpassen)
Diese Distanzzringe dienen eigentlich der Adaption von C auf CS Mount.
schönen Abend
Manfred
Hallo zusammen,
Peinlich, meine Bemerkungen zur "Tandem-Optik" im letzten Beitrag sind leider falsch. Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass das "Plössl" umgekehrt verwendet wird und die daraus resultierenden Folgen für den Strahengang. Ich habe daher die entsprechenden Teile in meinem Beitrag gelöscht.
Mit der Bitte, den Fehler zu verzeihen,
freundliche Grüße Carlos
Hallo Carlos,
das Plössl ist doch symetrisch und auf den Bildern von Peter sieht man, dass er das Kameragewinde auf die "Augenseite " des Okulars geschnitten hat.
Wo also ist das Problem?
Hallo zusammen,
möglich dass das Bild noch hilft ;)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/159859_5469709.jpg)
Gruß
Peter
Hallo zusammen, hallo Martin,
Meine Angaben zur "Tandemlösung" habe ich nicht aufgrund präziser Analysen gemacht sonder im Vertrauen auf mein "physikalisches Bauchgefühl". Die Anmerkungen zum Abstand Periplan-Plössl war aus einer Skizze zum Strahlengang bei Funktionsumkehr des Plössl-Okulars ohne nachzudenken falsch abgeleitet. Um nicht Andere irre zu führen, habe ich Teile meines Beitrags gelöscht.
Hallo Peter,
Vielen Dank für deine Hilfe. Deine Bilder haben mir sehr geholfen, mein Projekt weiter zu entwickeln. Bisher plante ich, ein Periplan 10X GF einzubauen. Die Verwendung eines Periplan 10X Brille mit Gewinde ist sicher einfacher als ein Periplan 10X GF ohne Gewinde einzubauen.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Ich habe heute das 12mm Superplössl von TS Shop http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p148_Super-Ploessl---12mm-Brennweite---1-25----FMC-Verguetung.html
an meine 5 MP Touptec Kamera geschraubt.
Verstehe ich das recht, dass zuerst mal bei richtiger Einstellung nur mit dem Plössl ein scharfes Kamera-Bild von unendlich entfernten Objekten entstehen muss?
Wenn dem so ist, dann muss das Plössl deutlich in die Kamera reinragen. 4mm Einschraubtiefe (3,5mm von Peter +0,5mm) reichen nicht.
Derzeit bildet es bei 6mm Einschraubtiefe etwa Objekte 40cm vor der Linse scharf ab.
2,5mm sind nach Abdrehen noch möglich, dann stößt das Plössl an der Filterplatte vor dem Chip an.
Offensichtlich ist das 12,5mm Plössl von TS Shop besser geeignet als mein 12mm Superplössl.
Hallo,
ich habe immer das einfache PLÖSSL mit 12,5mm Brennweite zu (derzeit) 22,90 € bei TS verwendet. Sicher kann man auch mit anderen Okularen Erfolg haben, aber dazu kann ich keinen Beitrag leisten.
Gruß
Peter
Hallo Markus,
Das 12 mm Plössl verlangt einen zu kurzen Abstand zum Chip. Selbst beim 12,5 mm Plössl wird es sehr eng zwischen dem dem Chip vorgelagerten Filter und dem Plössl, geht aber. Habe heute in einem improvisiertem Aufbau (ohne Gewindeschneiden und ohne zusätzlichen Zwischenring) an meiner 3MPTouptek Kamera mit zwei Plössl (12,5 mm und 17,0 mm), einem 10fach Periplan GF und einem 63x Leitz Achromaten recht brauchbare Bilder erhalten, dies obwohl die Abstände Chip - Plössl - Periplan - noch nicht genau stimmten. Näheres vielleicht in den nächsten Tagen.
Mit freundlichem Gruß Carlos
Hallo zusammen,
Im Rahmen meines "Projekts" Tandemoptik habe ich ein Problem:
Meine beiden Touptek-Kameras haben ein 5mm Cmound-Cmound Abstandsring, der in ein in den Kamerakörper eingeschraubtes Gewindereduzierstück mit Innen-Cmound- und (vermutlich) außen mit ca. 2mm größerem Außengewinde (vermutlich auch ein Normgewinde) in die Kamera eingeschraubt ist. Dieses Gewindereduzierstück ist mit einer ausschraubbaren "Madenschraube" gesichert. Dieses größere Innengewinde möchte ich für die Befestigung der Plössl-Optik nutzen. Dazu muß sowohl der Abstandsring als auch das Gewindereduzierstück ausgebaut werden.
Der Abstandsring habe ich einfach ausschrauben können, nicht aber das Gewindereduzierstück. Daher meine Frage:
Wie läßt sich das Gewindereduzierstück entfernen?
Welches Gewindemaß hat das Gewindereduzierstück (innen Cmound) außen?
Hinweise würden mir sehr weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Moin Carlos,
bei meiner Touptek 5,1Mp Kamera hat der eingeschraubte Ring die Maße: innen C-Mount (1"x 32Gg/") , außen M32x 0,75, Dicke 6,4mm. Auf der Stirnfläche sind zwei Bohrungen zur Aufnahme eines 2-fach Stiftschlüssels von 1mm Drm im Abstand von 28mm angebracht. der Ring ist mit einem sehr zähen Fett eingeschraubt. Als Schlüssel für die Schraube brauchst Du einen Innen-Sechskantschlüssel von 3/64" oder 1,2mm.
Er ist wahrscheinlich zum Längenabgleich für das Objektiv gedacht.
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
Deine Antwort hat mir sehr geholfen. Ich hätte genauer hinsehen sollen. Was ich beschrieben habe, trifft auf meine 3MP Touptek Kamera zu. Hier kann ich mit der Hand den Abstandsring ausschrauben und sehe dann das Gewindereduzierstück. Beim Ausschrauben der Optik schraubt man es manchmal zusammen mit dem Abstandsring heraus. Ich ging davon aus, das auch die 5MP Touptek genauso aufgebaut ist.
Bei der 5MP Touptek Kamera kann ich den Abstandsring nicht mit der Hand herausschrauben. Erst jetzt habe ich gesehen, dass das Zwischenstück zwischen Optik und Kameragehäuse ein langes, fast bis zum Filter gehendes Cmound-Innengewinde hat. Die Verbindung von Kamera zur Optik ist offensichtlich unterschiedlich. Möglicherweise ist es nur ein Teil und nicht, wie bei der 3MP Touptek, aus zwei Teilen zusammengesetzt. Mal sehen, wie ich jetzt weiter komme.
Mit freundlichem Gruß Carlos
Ich habe auf das 12mm Plössl ein 1"-40 Gewinde geschnitten und zusammen mit dem Reduzierring in die Touptek geschraubt.
Bei mir muss das Plössl ungefähr 7mm in die Touptek eintauchen. Bis 8,4mmm wäre möglich.
Wenn alles richtig justiert ist, fülle ich den Spalt mit einer genauen Scheibe aus.
Der Abstand Okular Plössl ist bei einem Periplan GF 10x anscheinend sehr unkritisch.
Ob das jetzt 5mm oder 12mm ist kann ich am Bild bislang nicht sehen. Erst darüber kommt es irgendwann zur Vignettierung.
Leider ist die Bilddiagonale des Fotos ca. 30% kleiner als es vom Okular her möglich wäre.
Die Auflösung scheint ok zu sein.
Bei meinen Auflichtproben ist der visuelle Eindruck durch die Okulare allerdings deutlich schöner als auf der Touptek.
Hallo Markus,
ZitatBei meinen Auflichtproben ist der visuelle Eindruck durch die Okulare allerdings deutlich schöner als auf der Touptek.
Das wird es mehr oder weniger auch immer so sein. Interessant ist vor allem, ob das Plössl-Bild deutlich besser ist als das mit der mitgelieferten Touptek-Optik erhältliche Bild.
Ich nehme an, du arbeitest bei der Software im Automatik-Modus. Bei meiner 3MP-Kamera kann ich Bildqualität dabei durch Abstimmung von Lichtstärke mikroskopseitig und Belichtungsziel und Temperatur softwareseitig relativ einfach optimieren. Bei der 5MP-Kamera ist das deutlich schwieriger. Ich vermute, das liegt an der deutlich unterschiedlichen Pixelgröße (3MP 3,2 x 3,2, 5MP 1,67 x 1,67).
mit freundlichem Gruß Carlos
Zitat von: mikromeister in November 14, 2014, 09:00:25 VORMITTAG
Leider ist die Bilddiagonale des Fotos ca. 30% kleiner als es vom Okular her möglich wäre.
Die Auflösung scheint ok zu sein.
Hallo Markus,
versuchs halt mal mit einem 8x oder 6,3 Periplan falls vorhanden..
viele Grüße
Manfred
Hallo zusammen,
Mein erster Versuch, hier im Forum über photobucket Bilder einzustellen. Unter "Vorschau" kann ich die Bilder sehen. Sie erscheinen mir aber zu groß. Wie kann ich die Bilder verkleinern?
Bild1 Kamera mit herausgeschraubtem Abstandsring und Reduziergewinde
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160218_46252871.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/P1030726_zps31457454.jpg.html)
Bild 2 Plössl-Okulare 17 mm und 12,5 mm (Hülse und Augengummi demontiert)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160218_33634645.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/P1030724_zpscaeffda8.jpg.html)
Bild 3 Kamera mit "Tandem-Optik" aus Plössl 17 mm, Periplan 10x NF,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/160218_44516220.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/P1030730_zps74806148.jpg.html)
Bild 4 Präpararat "Stammholz" , Plössl 17 mm und Periplan 10x NF Leitz Achromat 10/- A 0,25,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160218_36522332.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/Plouml170_zpsa7b4081a.jpg.html)
Bild 5 Präpararat "Stammholz" , Plössl 12,5 mm und Periplan 10x NF Leitz Achromat 10/- A 0,25,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160218_9149007.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/Plouml125_zpsba1c3aa2.jpg.html)
Die Abstände Chip - Plössl und Plössl - Periplan NF wurden provisorisch eingestellt.
Mit freundlichen Grüßen Carlos
Hallo zusammen,
Endlich habe ich dank der Hilfe eines Forumsmitglieds meine ,,Tandemoptik" aus Plössl-Okular" und ,,Periplan-Okular" einsatzbereit. Ich bin begeistert vom Ergebnis! Meine beiden Touptek-Kameras (3MP, 5MP) liefern Bilder, wie ich sie mit der mitgelieferten Optik nie erreicht habe. Aber der Reihe nach;
Die Plössl-Okulare (12,5mm, 17mm) haben hinreichend ,,Fleisch" , um ein 8mm langes C-mound-Gewinde einzuschneiden. Das Alu-Gewinde neigt zum ,,Fressen". Ich habe deshalb ein dünnes ,,Teflonband" 1,5 mal um das Gewinde gewickelt und dann erst in die Kamera eingeschraubt. Der ,,Sitz" wird fester und das ,,Schrauben geht ,,geschmeidig.
Der richtige Abstand ,,Plössl – Kamerachip" lässt sich sehr leicht einstellen: Plössl einige Gewindegänge einschrauben, Kamera einschalten und auf ,,automatik" stellen, Kamera mit ,,Pössl-Objektiv" auf ein entferntes (ab ca.4 m) Objekt richten und das Plössl so lange einschrauben, bis Strukturen des Objekts auf dem PC-Monitor klar erkennbar sind.
Die Einsteckhülse des Plössls habe ich zur Abstandregelung zwischen ,,Periplan" und ,,Plössl" genutzt. Dazu wird ein ,,Klemmring" mit ,,Gewinde-Hülse", die in die ,,Plössl-Hülse passt, verschiebbar auf dem Tubus befestigt, die Kamera mit dem Plösslobjektiv und ,,Plössl-Hülse" über das Periplan-Okular auf die Hülse des Klemmrings geschraubt. Jetzt wird ein Objekt im Sichtfeld des Mikroskops scharf eingestellt, der Strahlengang am Mikroskop auf die Kamera umgeschaltet und der Abstand ,, Plössl-Periplan" solange durch Verschieben des Klemmrings verändert, bis das Monitorbild dem Sichtbild entspricht.
Ergebnisse:
Das ,,12,5 mm Plössl" in Kombination mit einem 10x Periplan ergibt bei beiden Kameras (3MP, 5Mp) das Sichtfeld des ,,Binos" mit ebenfalls 10xPeriplan-Okularen weitgehend wieder (Diagonale des Bildes ca. 10% kleiner als der Durchmesser des Kreisbildes beim Bino). Beim 17mm Plössl wird , wie zu erwarten, ein kleinerer Ausschnitt des Sichtfeldes abgebildet. Da ich ohnehin vor allem einfache Leitz-Achromat-Objektive verwende, stört mich das nicht weiter.
Hauptpunkt aber ist: Die Qualität der mit der ,,Tandemoptik" erhaltenen Bilder übertreffen bei weitem meine Erwartungen. Bisher habe ich feine Strukturelemente von betrachteten Objekten, die ich deutlich im Sichtfeld des ,,Binos" gesehen habe, in den Bildern der Kameras - wenn überhaupt - mehr erahnen als sehen können. Jetzt ist es umgekehrt.
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, einige Bilder über Photobucket hier einzustellen.
Mit freundlichen Grüßen Rainer
Hallo zusammen,
Zum vorläufigen Abschluss meines ,,Tandem-Optik"-Projekts, wie angekündigt, einige Bilder. Die Software-Parameter wurden noch nicht optimiert. Die Qualität der Bilder lässt sich dadurch sicher verbessern. Auch so sind sie wesentlich ,,schärfer" als mit der mitgelieferten Kameraoptik.
Als Objekte dienen Mikroorganismen einer Mainwasserprobe.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/161514_27835048.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/3MP63a_zps890f8dc7.jpg.html) Touptek 3MP Kamera, 12,5 mm Plössl, Periplan 10x NF, Leitz 63-fach Objektiv, Hellfeld
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/161514_23263850.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/5MP40Dunkela_zpsa799599f.jpg.html) Touptek 5MP Kamera, 12,5 mm Plössl, Periplan 10x NF, Leitz 40-fach Objektiv, Dunkelfeld
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/161514_55456086.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/57155987-b7a9-4a73-8736-99230758b552_zpsd497da6a.jpg.html)
Touptek 5MP Kamera, 17 mm Plössl, Periplan 10x NF, Leitz 63-fach Objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/161514_38609285.jpg) (http://s1368.photobucket.com/user/Carlos125/media/bfdc667b-77a1-41a1-9601-0af8b5cff596_zps5f25438a.jpg.html)
Touptek 5MP Kamera, 17 mm Plössl, Periplan 10x NF, Leitz 63-fach Objektiv
Mit freundlichen Grüßen Rainer bzw. Carlos
Lieber Rainer,
das sieht in der Tat recht gut aus. Allerdings hast Du bei zwei der gezeigten Fotos Streifen. Die kommen von der Beleuchtung (50 Hz). Dagegen wird man etwas tun können. Können wir bei Gelegenheit gerne diskutieren.
Herzliche Grüße
Detlef