... auf der Festplatte (statt im Keller) – ich hoffe zwar nicht, aber nach den letzten Reinfällen ... :-[
Diopsid, Kliochlor und Vesuvian – in dieser Reihenfolge und sämtlich aus dem Wallis, Saas Fee:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_37601673.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_49084647.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_4192612.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_20908922.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_35432623.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_35938667.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160399_54662298.jpg) (http://www.directupload.net)
Vielen Dank für's Anschauen,
Heiko
Lieber Heiko,
besonders schön finde ich den Vesuvian mit seinen ausgezeichneten Endflächen, aber auch der pseudohexagonale zonierte Chlorit ist herrlich. Beim Vesuvian solltest Du in der Orientierung des vorletzten Bildes auch ein sehr gutes Interferenzbild (Achsenbild) bekommen.
Herzliche Grüße,
Olaf
Lieber Heiko,
mmh...wirklich schöne Leichen, die Du da hast ::) ;D. Nun sind ja Leichen im Keller, oder wie es die Engländer treffender sagen,"skeletons in the cupboard" bei Mikroskopikern nicht so selten. Man denke z.B. an die prächtigen Diatomeenarrangements und andere Dauerpräparate...Die können mit Tutenchamun und anderen gut mithalten!
Viele Grüße
Heinrich
Danke Euch für die netten Worte.
Lieber Olaf,
konoskopisches Neuland betretend, bezweifle ich irgendwie, dass wir dies sehen wollen – zumal, wie ich lese, die einzuschwenkende Bertrand-Linse kein Baumerkmal meines fossilen Drehtisch-Mikros ist:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/160445_39929607.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
wenn Du nun einfach das Okular rausziehst und in den Tubus schaust, siehst Du das Interferenzbild auch ohne Bertrand-Linse. Wenn möglich solltest Du allerdings ein noch stärker vergrößerndes Objektiv nehemen, damit Du die einzelnen Sektoren individuell betrachten kannst.
Eine Besonderheit des Vesuvians ist die sog. Felderteilung, die man an Deinem Kristall sehr schön sieht. Es sind die Tortenstück-artigen Segmente, die durch schwarze Streifen voneinander getrennt sind. Sie entstehen durch Spannungen innerhalb des Kristalls, die ihren Ursprung in der komplexen Chemie dieses Minerals haben. So werden unterschiedlich große Kationen ins Kristallgitter eingebaut, das zu diesen intrakristallinen Spannungen führt. Das sieht man am Interferenzbild, das für den ungestörten Kristall schön einachsig ist, aber in den verspannten Segmenten zweiachsig. Solche Bilder siehst Du hier: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10953.0.
Herzliche Grüße,
Olaf
Lieber Olaf,
ich bekomm's nicht hin – weder mit Bertrand-Linse noch ,,mit ohne" Okular. Lohnt die Ausrede, dass das Säulchen mit gut einem Millimeter einfach zu dick ist? Oder kann der unregelmäßige Abbruch am unteren Ende störend wirken?
Nun warst Du so leichtsinnig, die Felderungslinien ,,lapidar" den heterogenen Kationen-Radien zuzuschreiben. Ich denke, wir reden von relativ großen Calcium- und eher kleinen Aluminium- sowie Magnesium- und Eisen-Ionen. Versuchst Du bitte, bitte auf H. erectus-Niveau eine Erklärung?
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
Die größere Dicke des Kristalls ist für die Betrachtung eines Achsenbildes eher förderlich, da dies mit zunehmender Dicke schärfer und besser wird. Der unregelmäßige Abbruch wirkt sicher störend - da kommt mir die Warnung meines allerersten Mikroskopie-Lehrers in den Sinn: "....niemals gar nie nicht ohne Deckglas und Immersion....". Nur so schafft man ein homogenes optisches System. Versuch's einfach mal nach dieser Regel.
Die andere Erklärung ist ganz einfach, da muß man sich garnicht auf die Erectus-Ebene begeben, das haben sogar die Studenten kapiert, wenn man's nur oft genug erklärt hat ;D. Wir müssen nur ein wenig mit Formeln spielen:
Du hast ja einen chemischen Hintergrund - wie man Deinen Beiträgen unschwer entnimmt. Daher stellen sich bei Dir sicher die Nackenhaare, wenn Du die folgende mineralogische Formel für Dioptas siehst:
Cu6[Si6O18]●6H2O
Jeder Chemiker sagt: Die Mineralogen haben die Pfanne heiß, das ist doch ganz einfach CuSiO3●H2O
Richtig, aber die mineralogische Formel ist eine Strukturformel, und verrät dem Kenner, dass es sich um ein Silikat mit 6-er-Ringen von SiO4-Tetraedern handelt, vermittelt also ungleich mehr Information.
Für Vesuvian ist die idealisierte Formel:
Ca10Mg2Al4(Si2O7)2(SiO4)5(OH)4
Es handelt sich also um ein Silikat mit fünf isolierten SiO4-Tetraedern und 2 Si2O7-Doppeltetraeder pro Formeleinheit, die durch andere Koordinationspolyeder verbunden werden, also z.B. Oktaeder, in denen Magnesium und Aluminium sitzen und höher koordinierte Polyeder für das größere Calcium. Das ist aber die idealisierte Welt, in der realen Welt analysiert man z. B. folgende Zusammensetzung für einen Vesuvian von Tulare Co., Californien (berechnet auf eine andere Sauerstoffbasis):
Ca19,00(Al7,18Mg 3,62Fe2+1,54Fe3+1,42Ti0,16Mn0,06)Σ=13,98B2,76Si17,58O68[O7,30(OH)2,88]Σ=10,18
und das gilt nur für einen Punkt des Kristalls, je nach Angebot baut er direkt daneben andere Kationen oder Kationenverhältnisse ein, und dann wird's im eigentlichen Sinn des Wortes spannend.
Und nun wird alles klar: Auf verschiedene Gitterpositionen können eine ganz Menge ähnlicher Kationen eingebaut werden. Entscheidend ist nur die Ionengröße, die eine gewisse Toleranz nicht überschreiten darf, und die Wertigkeit, die aber auch auf anderen Gitterplätzen ausgeglichen werden kann. So kann man z.B. das vierwertige Silizium durch das ähnlich große dreiwertige Aluminium ersetzen, wenn man den Ladungsdefizit an anderer Stelle durch den Ersatz von einwertigen Natrium durch das zweiwertige Calcium kompensiert (wie z.B. bei den Feldspäten). Die Stöchiometrie muß nur erhalten bleiben.
Übrigens möchtest Du die Zusammensetzung von Amphibolen und Turmalinen garnicht wissen: da können bis zu 40 verschiedene Kationen eingebaut werden (wir nennen das eine geplatzte Apotheke!).
Herrlich ist das einfache Leben der Chemiker ;D.
Mit herzlichen Grüßen,
Olaf
Lieber Olaf,
ich meine Dir folgen zu können – Du hast Dir ja auch wieder sehr viel Mühe gegeben mit Deiner Erklärung. Mit H. habilis: ,,Vergleichbar mit einer Legierung, wenn dies auch stark vereinfacht ist."
Aber welche Konsequenz hat diese Gitter-Heterogenität für den Kristall bzw. einzelne Segmente desselben? Die Physik dahinter ist mir schleierhaft, denn die ,,Felder" selbst sind doch nicht etwa (chemisch) homo-, zum Nachbarn aber heterogen?
Viele Grüße,
Heiko
P.S.:
Wenn Du Pech hast, liest unser ,,organischer" Klaus hier mit – eigentlich bin ich da sogar sicher – und der wird Dir ,,das einfache Leben der [organischen] Chemiker" bei Gelegenheit sicher ,,heimzahlen" wollen. ;D
Aber keine Angst, ich helf' Dir über ... :D
ZitatWenn Du Pech hast, liest unser ,,organischer" Klaus hier mit
Das ist kein Pech lieber Heiko, sonder ganz normal, da der "organische" Klaus auch ein begeisterter "mineralogischer" Klaus ist. Und intelligent ist er dazu noch: er hält sich nämlich klug zurück, wenn die Gefahr besteht, dass der Olaf als Top-Fachmann was beitragen könnte, wenns um sein Gebiet geht. Nur beim Calzit war ich zu langsam, den habe ich natürlich auch sofort erkannt, schon alleine der seidige Glanz durch die Mikroparkettierung der Kristallflächen war ein Indiz.
"heimzahlen" was für ein abwegiger Gedanke! ::)
Lieber Heiko,
mit einer Legierung ist das nur bedingt vergleichbar, da es hier um Substitution auf diskreten Gitterplätzen geht. Mit Deinen Bedenken zur Physik hast Du völlig recht. Man hat thermodynamische Ungleichgewichte, und das geht nur, weil die Kinetik zu langsam ist und diese Ungleichgewichte eingefroren werden.
Felder, die in sich chemisch homogen und zum Nachbarn inhomogen sind findet man durchaus. So werden manchmal selektiv auf einzelnen Kristallflächen andere Zusammensetzungen ausgeschieden als auf anderen. Dadurch entsteht z. B. die Sanduhrstruktur bei Pyroxen.
Zu dem ganzen Fragenkomplex kannst Du auch einmal diesen Thread befragen - das war wohl vor Deiner Zeit im Forum...http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10332.0 (hier auch ein Bild einer Sanduhrstruktur beim Pyroxen).
Ja, Klaus wird jammern, aber er hat ja auch ein Herz für die Mineralogie (und die Mineralogen). Ich hoffe, er teilt nicht zu kräftig aus, da mein Statement ja auch durch den Smiley als das gekennzeichtet war, was es ein sollte.
herzliche Grüße,
Olaf
Wow, Klaus, da waren Millisekunden zwischen den Beiträgen!
Schön, Danke!
Hallo für einen Nachtrag,
nachdem ich nun gewisse Anfangserfahrung bez. der Aufnahme von Achsenbildern vorweisen kann – unter maßgeblicher Beteiligung zweier ,,fremder Mächte" – Klinochlor:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/162565_50817916.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
PS: Der Vesuvian war nicht zu überzeugen.
Hallo Heiko,
das sieht doch schon prima aus - man sieht sogar die Dispersion des Klinochlors sehr schön anhand der Tatsache, dass in verschiedenen Quadranten die Isogyren farblich unterschiedlich gesäumt sind.
Benutzt Du eigentlich ein spannungsfreies Objektiv? bei 3:00 Uhr und 8:00 Uhr sind die Isogyren ziemlich eigenartig gekrümmt. Sieh' Dir doch einmal die hintere Brennebene des Objektivs bei gekreuzten Polarisatoren aber ohne Präparat an. Gibt es dort Aufhellungen, die da nichts zu suchen haben?
Herzliche Grüße,
Olaf
Lieber Olaf,
,,Aufhellungen, die da nichts zu suchen haben" – Du machst mir Spaß. Unsereiner (speziell ,,Meinereiner") steht ,,Aufhellungen" prinzipiell positiv gegenüber – bis jetzt jedenfalls. ;)
Aber im Ernst, ich kann das nicht beurteilen. Aufhellungen sind da, aber bei allen Objektiven gleichermaßen – und die sind prima (die Objektive, meine ich), soweit ich das beurteilen kann.
Ich vermute als Ursache die Inhomogenität des Klinochlor-Plättchens. Selbst innerhalb eines anscheinend homogenen Gitterbereichs verändert sich das Bild bei Positionsveränderung.
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Olaf,
dieses ,,ungeschummelte" Achsenbild eines monoklinen und damit zweiachsigen Kristalls – da der liebe Klaus so gerne rätselt: ein hellgrünes Doppelsalz (;)) – stammt von einem wirklich jämmerlichen, zudem noch recht kleinen Kristall und ist doch wohl als ,,aussagekräftig" zu bezeichnen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163180_31165260.jpg) (http://www.directupload.net)
Dagegen ist unser ,,wohlgeformter" Vesuvian ...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163180_12263934.jpg) (http://www.directupload.net)
... in keinster Weise zu überreden. Kann das an der von Dir weiter oben angesprochenen systemischen Inhomogenität liegen ...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163180_51112407.jpg) (http://www.directupload.net)
... oder habe ich das Ding – ,,agrargenossenschaftlich"* gesprochen – nur unglücklich aus der Matrix heraus gebrochen?
* bitte nicht als abwertend deuten
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
Dein Doppelsalz-Interferenzbild sieht ja schon prima aus. Allerdings weiß ich nicht um was es sich handeln könnte. Wahrscheinlich muß man OC und Kristalloptik gleichzeitig studiert haben, um das herauszubekommen. Warten wir mal auf Klaus' Kommentar.
Dein Vesuvian ist ja ein wenig schief, aber das sollte noch kein Grund sein, garnichts zu sehen. Vielleicht ist er ja intern tatsächlich so verspannt, dass es keine vernünfigen Interferenzfiguren gibt (Summenoptik verschiedener Bereiche). Wenn Du möchtest schicke ich Dir gerne einen vernünftigen Vesuvian zu.
Beste Grüße,
Olaf
Lieber Heiko,
Zitatda der liebe Klaus so gerne rätselt: ein hellgrünes Doppelsalz
aus dem Stegreif kennt der liebe Klaus kein hellgrünes Doppelsalz. Wenn Annabergit ein Doppelsalz ist - der ist monoklin - dann würde es passen. Aber Doppelsalze haben doch immer 2 verschiedene Kationen? ???
Ein Mineraloge wie Olaf fällt natürlich erst mal ich Schockstarre, wenn er Chemie auch nur vermutet - so wie ich, wenn ich Indikatrix höre! ;D. Deshalb denkt er nicht minera-logisch! ;)
Also sach wat isses?
Der Mohr hätt' seine Schuldigkeit getan,
mischt er Ammon mit Eisen an,
als schwefelsaures Vitriol,
kristallisiert es sechsmal wässrig wohl.
Lieber Klaus,
unser Olaf muss sich nicht in die chemischen Niederungen begeben – der hat andere Qualitäten!
Lieber Olaf,
danke für Dein Angebot, aber da ich störrisch wie ein alter Esel bin, breche ich vorher meinem Vesuvian lieber noch einige Zacken aus der Krone ...
Wird alles nachgereicht: Vesuvian, Sr-Ox, 100er-Test – der Freizeitstress bringt mich um. ;)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
ZitatDer Mohr hätt' seine Schuldigkeit getan,
dieser Mohr ist allerdings sehr hellgrün. Aber Doppelsalz stimmt natürlich! :D
Zitatunser Olaf muss sich nicht in die chemischen Niederungen begeben – der hat andere Qualitäten!
das kannst du laut :) sagen!
Lieber Olaf,
wirre Achsenbilder (Vesuvian) kann ich leider auch, nicht nur Frank ;):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163964_58368655.jpg) (http://www.directupload.net)
Das wird so also nichts. Obwohl habituell quasi makellos ...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163964_9343812.jpg) (http://www.directupload.net)
... wird, besonders wenn man weiter durchstackt, das fehlerbehaftete Interieur sichtbar:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/163964_17818390.jpg) (http://www.directupload.net)
Steht Dein Angebot noch, mir eine vernünftige Probe zukommen zu lassen?
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
Franks Interferenzbild ist ja garnicht wirr, sondern durch höchste Symmetrie ausgezeichnet. Ein "Vierachser" ist ja sogar mehr als die Natur gewöhnlicherweise hergibt ;D ;D ;D.
Deine Kristalle sind ja wirklich durch eine ungewöhnlich gute Morphologie ausgezeichnet. Ich denke aber, das Sie evtl. doch einfach zu klein für diese Zwecke sind.
Natürlich gilt mein Angebot noch, aber schicke mir doch bitte Deine Adresse nochmals per PN.
Herzliche Grüße,
Olaf
Lieber Olaf,
nachdem ich Dein Vesuvian-Angebot so spät ,,abgefordert" hatte, ist nun heute prompt Deine Lieferung eingetroffen, herzlichen Dank.
Ungeübt und deshalb umständlich rückte ich gleich den Proben mit etlichem ,,Glasgerät" auf den Pelz und bin mit dem Bild, das das 100/1,32er liefert, nicht unzufrieden. :D
Der klügere Vesuvian gibt nach und spendiert uns am Ende doch ein zweiachsiges Interferenzbild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164906_51291667.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Wow, Heiko, da ist aber bündelweise Haushaltsfolie drunter (oder drüber) ;D
Immerhin erkennt man, dass die einst tetragonalen und damit einachsigen Kristalle zutiefst gestört sind (soll bei Menschen unter Druck ja auch vorkommen) :D.
Herzliche Grüße,
Olaf
Ja, lieber Olaf, Du kennst ja mein Faible für's Küchengerät. Aber: der λ-Schieber zwang mich zu diesem Tun, da er das Sehfeld sehr verkleinerte ...
Ich gebe noch nicht auf – in Bad und Keller lassen sich sicher weitere (un)geeignete Verzögerer – nicht nur für oder gegen die Hautalterung – auftreiben. ;D
Viele Grüße,
Heiko
Lesen an sich und auch im Kaffee-Satz – ich kann leider beides nicht, lieber Olaf.
,,Hereingefallen" bin ich auf diese Passage: ,,Achsenwinkel: anomal zweiachsig _ mit 2Vα = 17 – 33°" ohne dann zu bemerken, dass die Bilder nicht passen.
,,Versuch macht kluch", sagte der Teufel und fotografierte Achsenbilder ...
Apropos, jetzt einmal nicht kompensiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164967_17609301.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
ich halte ja viel von der Arbeit in der Küche, aber das Arbeitsgerät aus der Küche bleibt auch dort! :D
Das letzte wirklich gelungene Bild zeigt mal wieder: in der Schlichte liegt die Würze, ohne große Zutaten... einfach gut! :)
Übrigens: deine Vesuvianbilder sind wirklich schön!
Danke für die Aufmunterung, lieber Klaus.
So motiviert, gestatte ich mir ein wenig Mumpitz – geglimmerter Vesuvian – und verheirate damit symbolisch meinen Dank an die beiden Spender:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165030_22749765.jpg) (http://www.directupload.net)
Nun wieder zu ernsteren Dingen und den Vesuvian-Scheiben, die ich von Olaf erhielt. Von diesem Prachtstück hier stammen die beiden neulich gezeigten Achsenbilder:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165030_60325168.jpg) (http://www.directupload.net)
Die ,,schillernde Persönlichkeit" der zweiten Scheibe nun erinnert mich einerseits an Turmalin ...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165030_57412794.jpg) (http://www.directupload.net)
... andererseits an meine eigenen Vesuvian-Kristalle, wenn man diese Segmentierung betrachtet:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165030_5114324.jpg) (http://www.directupload.net)
In diesem Bereich, lieber Olaf, hätte ich die anomale Zweiachsigkeit vermutet, kann sie aber nicht nachweisen.
Zuletzt wird hier (unter etwas schiefer Beleuchtung) eine Zonierung deutlich, die mich wieder an meinen Turmalin erinnert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165030_8360729.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
sehr schöne Bilder!
Wenn Du genau hinsiehst sollten die Achsenbilder in den verschiedenen Sektoren unterschiedlich sein, also etwa so wie hier angedeutet:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165036_7245576.jpg)
In der Mitte überlagern sich die Effekte und das Ding ist einachsig.
Herzliche Grüße,
Olaf
Ah, lieber Olaf,
nachdem Du mein Beuteschema geschärft hast, vermute ich, hier die Interferenzen zweier Sektoren gleichzeitig abzubilden:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165045_28633162.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Richtig, lieber Heiko!
Herzliche Grüße,
Olaf
Danke, lieber Olaf,
allerdings bekam ich schon Zweifel, denn in der dritten, auch stark gestörten, Vesuvian-Scheibe ist dieses Muster quasi allgegenwärtig. Die Aufnahme zeigt ein und dieselbe Stelle – ohne und mit Kompensator:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165074_7530847.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
hier hast Du Trüffelschwein ;) etwas Besonderes abgelichtet. Dieser Bereich des Vesuvians zeigt anomale Dispersion der Interferenzfarben, hier wahrscheinlich durch Überlagerung von optisch positiven und optisch negativen Lamellen. Dies erkennt man an der ungewöhnlichen Farbenfolge der Isochromaten ( der Ringe). Normalerweise zeigen diese die Farbfolge eines Quarzkeils, hier sind sie aber fast nur weiß und schwarz. Dieses Verhalten zeigt der Apophyllit besonders schön, der daher sogar den Namen Leukocyclit ("Weißring") bekam.
Das Bild mit dem Kompensator ist, wie fast immer, schön, aber in diesem Fall wenig hilfreich, da es die tyoische Erscheinung eher maskiert.
Bin gespannt, was Du als nächstes aus der Vesuvian-Kiste ziehst. Dieser gehört übrigens zu den kristalloptisch komplexesten Mineralien überhaupt. Ich kann Dir gerne Kopien der entsprechenden Fachliteratur schicken.
Herzliche Grüße,
Olaf
Die Vesuvian-Spiel-Kiste erweist sich als ein Hort schier unbegrenzter Möglichkeiten – lieber Olaf.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165172_36939349.jpg) (http://www.directupload.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165172_38118303.jpg) (http://www.directupload.net)
Was nun aber die Trüffelsuche angeht, da ist die Abrichtung des Rüsseltieres entscheidend. Ohne Deine Interpretation hätte keines der Fotos einen ,,Wert".
Solltest Du die leise Hoffnung hegen, dass mir Deine Literatur nicht nur spanisch vorkommt, dann gerne her damit.
Spannend ist die Sache jedenfalls überaus: http://slideplayer.de/slide/636678/
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
Danke für Deine warmen Worte. Ich schicke Dir heute eine DVD mit der Literatur und eine Datei, die Dir sicher Spaß macht. Es ist eine Animation aus Interferenzbildern, aber ich weiß nicht, wie ich die so schön in's Netz stellen kann wie die durch Deinen Link abrufbaren Dateien. Wahrscheinlich müßte ich sie auf den FTP-Server ablegen ???, aber dazu brauchte ich heute Lust und Schneeschuhe, um mich an die Uni zu begeben. Beides habe ich nicht!
Weiterhin viel Glück in den Pilzen,
Olaf