Mikro-Forum

Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: andre_bln in Dezember 05, 2014, 22:18:14 NACHMITTAGS

Titel: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: andre_bln in Dezember 05, 2014, 22:18:14 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker,

ich kann/soll mir zur Weihnachten eine Mikroskopkamera wünschen. Damit die EOS-650D in Zukunft für alle Familienmitglieder immer zur Verfügung steht ;)
tja so ist nun mal das Leben, jedoch ich freue mich trotzdem und werde eventuell eine DFK mit USB 3.0, aber welchen Typ? Kaufen.

CMOS = DFK-24UJ003 oder doch CCD = DFK-23U445

Was würdet Ihr bevorzugen, vielleicht hat jemand eine Empfehlung für mich?

PS. Kamera wird generell auf dem JENAVAL adaptiert (ohne zwischen Optik)

Grüße
Andre
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Peter V. in Dezember 05, 2014, 22:54:01 NACHMITTAGS
Hallo,

ich würde die EOS 650 D bevorzugen  ;) (Ist ernst gemeint).

Warum willst Du auf eine c-mount-Kamera umschwenken? Ich kenne Deinen Anwendungszweck nicht, aber bist Du Dir sicher, dass Du damit besser fährst? Wo siehst Du die Vorteile einer solchen Kamera?

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: knipser009 in Dezember 05, 2014, 23:28:24 NACHMITTAGS
hallo Andre, hallo Peter

das gibt es nach meiner Meinung ein innerfamiliäres Problem

Zitat von: andre_bln in Dezember 05, 2014, 22:18:14 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker,

ich kann/soll mir zur Weihnachten eine Mikroskopkamera wünschen. Damit die EOS-650D in Zukunft für alle Familienmitglieder immer zur Verfügung steht ;)
tja so ist nun mal das Leben,

Was würdet Ihr bevorzugen, vielleicht hat jemand eine Empfehlung für mich?

Grüße
Andre

zurück zur Frage :

Warum nicht als stationäre Kamera eine gebrauche EOS 500D als Nur-Body? Hat auch lifeview und ist besser als die vorgeschlagenen Kameras und kann - wenn es sein muss - auch noch als normale Kamera eingesetzt werden. Ist auf jeden Fall auch noch preiswerter - € 200.- sollten reichen

lG

Wolfgang
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 06, 2014, 02:30:11 VORMITTAG
Zitat von: andre_bln in Dezember 05, 2014, 22:18:14 NACHMITTAGS
PS. Kamera wird generell auf dem JENAVAL adaptiert (ohne zwischen Optik)

Ohne Zwischenoptik bekommt man doch mit diesen Kameras nur einen winzigen Bildausschnitt auf dem 1/2.3" Chip (7.7 mm Diagonale gegenueber 28 mm bei EOS APS-C). Also braucht man zusaetzlich noch eine Zwischenoptik.

Der Trend geht ohnehin zur Zweit-EOS  :D

Jon

Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: felix in Dezember 06, 2014, 12:07:30 NACHMITTAGS
Hallo Andre,

nachdem zuerst die Kritiker das Wort ergriffen haben, will ich Dich einmal in Deinem Wunsch nach einer Imaging Source (IS)-Kamera bestärken: Die bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis bei den C-Mounts. Ich arbeite seit Jahren mit einer eine CCD von IS, würde aber heute eine CMOS kaufen, weil es da mehr Pixel/Euro gibt und alles andere für mich nicht kritisch ist.

Ich habe noch nie eine EOS in der Hand gehabt, weiß nicht 'mal genau was das ist. (Fotos mache ich auf Film.) Aber am Mikroskop sind moderne C-Mount-Kameras sehr komfortabel und lassen in puncto Bildqualität kein Wünsche offen. Das "Problem" der Zwischenoptik läßt sich leicht und billig lösen (zB durch ein Astro-Okular). Ob Du eine Zwischenoptik brauchst, hängt übrigens nicht vom Kameraanschluß ab sondern von der Kombination Chip-Größe+Pixeldichte/Objektivvergrößerung. Die Frage kann sich also bei einer Straßenkamera genauso stellen, wie bei einer Mikroskopkamera.  Übrigens, ich weiß nicht, wieviel eine Straßenkamera heute wiegt, aber eine CMOS von IS ist etwa so groß wie eine Streichholzschachtel und wiegt auch etwa soviel.

Mit bestem Gruß!
-- felix
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 06, 2014, 13:52:53 NACHMITTAGS
Hallo felix,

wenn man ohne Zwischenoptik das auskorrigierte Zwischenbild eines Jenaval einigermassen formatfüllend auf den Chip bekommen will
wird das mit der Imaging source oder auch anderen c-mount Kameras auf jeden Fall nicht gehen.
Also kann man Andre auch nicht zu einer IS Kamera raten, das hat mit "Kritiker zu Wort melden"  nichts zu tun.
Aber auch für die Bildqualität gilt: Es gibt nur eines, was besser ist als ein grosser Chip, ein noch grösserer Chip !
Hier scheiden sich die Geister erst beim Übergang vom APS-C Chip zum Vollformatchip. Da man hier beim Vollformatchip wegen der Formatanpassung wieder eine (diesmal vergrössernde) Zwischenoptik braucht, welche die bessere Bildqualität wieder etwas schmälert, sodass der grosse Chip ausser Mehrkosten nicht mehr viel bringt.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Dezember 06, 2014, 14:03:09 NACHMITTAGS

Hallo Andre,
mit einem Astrookular 35 mm und großer Schnittweite habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
Bei 4 - 5- facher Vergr. habe ich fast alle Pixel drin. Hier im Forum wurde dieses Thema vor einiger  Zeit schon einmal diskutiert. Da habe ich meine Konstruktion auch vorgestellt. Man benötigt dann noch eine Verbindung Astrookular - Kamera.
Gruß Peter aus Lorsch
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 06, 2014, 16:02:01 NACHMITTAGS
Zitat von: felix in Dezember 06, 2014, 12:07:30 NACHMITTAGSDas "Problem" der Zwischenoptik läßt sich leicht und billig lösen (zB durch ein Astro-Okular). Ob Du eine Zwischenoptik brauchst, hängt übrigens nicht vom Kameraanschluß ab sondern von der Kombination Chip-Größe+Pixeldichte/Objektivvergrößerung.

Die EOS 650D hat 18MP; die verfuegbaren Pixel sind da fast nie ein Problem.

Das Jenaval hat aber Objektive mit Bildfeldebnung zwischen 20 mm und 32 mm (GF Plan)! Da ist es nicht sinnvoll, eine Kamera mit 7.7 mm Sensordiagonale direkt ohne Zwischenoptik anzuschliessen.

Und wenn es eine Astrookularadaption sein soll, dann braucht man Monotubus, 2 Okulare, Verbindungsdrehteil, evt. muss ein Gewinde geschnitten werden ... das wird schnell teuer.

Eine Adaption fuer EOS hat Andre ja schon; Mehrkosten fuer ihn: 0 Euro.

Eine zweite EOS ist eine schnelle und unkomplizierte Loesung wenn man seine Zeit lieber mit Mikroskopieren als mit Proebeln verbringt  ;D

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: the_playstation in Dezember 06, 2014, 17:53:52 NACHMITTAGS
Hallo Andre.
Ich würde auch zu einer zweiten 650D oder ähnlichen EOS raten. Die Argumente/Fakten von Peter, Wilfried und Jon sind meiner Meinung nach derart überzeugend und klar, daß Sie eigentlich keinen Spielraum für Gegenargumente lassen. Sehe es doch von einem anderen Standpunkt aus. Dann habt Ihr 2x EOS Kameras zur Verfügung. :) Das sollte wesentlich flexibiler sein. :)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Klaus Henkel in Dezember 06, 2014, 18:21:59 NACHMITTAGS
Zitat von: JB in Dezember 06, 2014, 16:02:01 NACHMITTAGS
Zitat von: felix in Dezember 06, 2014, 12:07:30 NACHMITTAGSDas "Problem" der Zwischenoptik läßt sich leicht und billig lösen (zB durch ein Astro-Okular). Ob Du eine Zwischenoptik brauchst, hängt übrigens nicht vom Kameraanschluß ab sondern von der Kombination Chip-Größe+Pixeldichte/Objektivvergrößerung.


Eine Adaption fuer EOS hat Andre ja schon; Mehrkosten fuer ihn: 0 Euro.

Eine zweite EOS ist eine schnelle und unkomplizierte Loesung wenn man seine Zeit lieber mit Mikroskopieren als mit Proebeln verbringt  ;D
Jon

Guten Abend Mikrofreunde und -bastler!

Wie oft habe ich schon im Verein oder anderswo Mikroskopiker (die Vorsilbe Hobby verkneife ich mir heute mal) beobachtet, ihnen zugehört etc. Unter denen gibts halt sone und solchene. Diese sind ganz begeistert von der Technik des Mikroskopierens, vom Basteln usw., weil sie das schon immer gerne getan haben. Denen genügt oft schon, mit den Gimmicks, die sich geschaffen haben, Testdiatomeen oder Objektmikrometer zu fotografieren. Jene aber, die anderen, meiden - oftmals aus bitterer Erfahrung - jegliche Bastelei, weil sie selbst erlebt haben, daß die sogenannten Ersparnisse oft nur auf dem Papier stehen. Wenn man ein paar Aluteile von der Größe x braucht und dafür x mal 5 bezahlen muß weil sie im Baumarkt eben so konfektioniert sind, füllt sich der Bastelkeller genau so schnell wie der Geldbeutel leer wird.

Ich selbst habe für die Beschaffung von irgendwelchen Winkeln, Rohren, Spezialwerkzeugen, die ich danach nie wieder gebraucht habe, sehr viel Zeit vertan, die ich dringend gebraucht hätte, um meine Steuererklärung ordentlich zu machen.

Deshalb ist mein Ansatz derjenige, den auch Jon anrät: Erst den Weg des geringsten Zeitverbrauchs zu wählen. Das ist immer auch derjenige, in dessen Verlauf wegen seiner Kürze nur geringe Kosten anfallen können.

Man muß wissen, worauf es einem ankommt. Aufs Basteln und Vorzeigen des Ergebnisses oder auf Erkenntnisgewinn durch die "Biologie mit dem Mikroskop". Glücklich kann beides machen.

Soweit das Wort zum Sonntag.

KH
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: felix in Dezember 06, 2014, 18:42:49 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde,

noch einmal ganz kurz: Niemand behauptet, hoffe ich, daß eine IS-Kamera ohne Zwischenoptik sinnvoll ist. Eine Zwischenoptik muß aber nicht kostspielig sein und liefert einwandfreie Ergebnisse. Das können viele hier im Forum bestätigen. Ich arbeite mit dieser Kombination seit Jahren am Zeiss Universal. Ob dafür am Jenaval ungewöhnlich kostspielige Klimmzüge nötig sind, weiß ich nicht, würde mich aber wundern.  Ich sage nicht, daß eine EOS eine schlechte Lösung ist, denn damit habe ich keine Erfahrung. Erfahrung habe ich mit einer C-Mount von IS: Das ist eine gute Lösung.  Vielleicht sollte sich Andre einmal wieder melden und uns sagen, was er eigentlich fotografieren möchte.  Die Information bräuchte man schon, um der einen über der anderen Lösung den Vorzug zu geben.

Gruß! -- felix
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: felix in Dezember 06, 2014, 18:49:15 NACHMITTAGS
Sehr geehrter Herr Henkel,

es tut mir leid, wenn Sie am Berechnen und Einpassen einer Zwischenoptik gescheitert sind. Vielleicht sollten Sie einen Gastautor bitten, ein Zusatzkapitel für die Mikrofibel zu verfassen. In der Zwischenzeit darf ich mitteilen, daß das nicht allzu schwierig ist.

Mit bestem Gruß!
-- felix
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 06, 2014, 19:27:02 NACHMITTAGS
Zitat von: felix in Dezember 06, 2014, 18:42:49 NACHMITTAGSIch arbeite mit dieser Kombination seit Jahren am Zeiss Universal. Ob dafür am Jenaval ungewöhnlich kostspielige Klimmzüge nötig sind, weiß ich nicht, würde mich aber wundern.

Am Universal geht es ja auch nicht anders, weil ohnehin ein Okular oder eine entsprechende Optik noetig ist. Aber am Jenaval geht es ganz ohne.

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=21327.msg159859#msg159859
Jena Monotubus   20 Euro
Jena P Okular     40 Euro
Plössl Okular       29  Euro
Drehteil              ?25 Euro
Gewinde drehen   ?25 Euro
Versand              5x4 Euro

Macht 159 Euro, 2 Monate Wartezeit und etwa 5 neue Stuecken Glas im Strahlengang - was ja auch OK ist, wenn man sich das erste Mal eine Kamera anschliessen lassen will. Ich finde die Idee der Plössl-Adaption auch toll. Aber wenn die Ofenrohr-Adaption nun schon vorhanden ist wuerde ich das nicht extra anfertigen lassen.

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: CMB in Dezember 06, 2014, 21:32:46 NACHMITTAGS
Moin in die Runde,

KH hat die verschiedenen Spielarten des Mikroskopikers gut beschrieben.

Bezogen auf die Unendlich -Optik von Zeiss Jena benötigt man mit einer DSLR in der Tat keine Zwischenoptik.... oder man nimmt- wenn man die Leistungen des Chips voll ausschöpfen will- tapfer Geld in die Hand und besorgt sich die Apo- Anpassung von BW-Optik, die so funktioniert, wie man sich das vorstellt, anschrauben... fertig.

Von daher meine Empfehlung: never change a running system. Eine Zusatzkamera mit dem zur derzeitigen Adaption  passenden Anschluss genügt.

Ich würde beim ( Gebraucht)Kauf aber darauf achten, ob das Modell unter dem Programm Magic Lantern funktioniert. Das ist eine Erweiterung der Canons, die wirklich nun jede  denkbare Variante der Einstellung und Nutzung ermöglicht.

Grüße sendet
CMB
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: andre_bln in Dezember 08, 2014, 13:01:09 NACHMITTAGS
Hallo,
...mit so vielen Antworten habe ich überhaupt nicht gerechnet.

Da nur ,,-- felix" auf meine Frage eingegangen ist - Danke Felix, andere Benutzer nur den DSLR Vorzug geben; stellt sich für mich automatisch die Frage: wieso werden keine Mikroskop-Kameras mit DSLR Chip produziert? Leben die Marktführer hinter dem Mond ;)

Damit kann das Thread geschlossen werden.
Andre
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Peter V. in Dezember 08, 2014, 13:33:39 NACHMITTAGS
Hallo Andre,

findest Du deine Reaktion nicht etwas unfair gegenüber den Leuten, die sich die Zeit nehmen, sich mit deinem Problem beschäftigen? Du hättest auch freundlich und ohne Ironie schreiben können, dass Du NUR an einer c-mount-Kamera interessiert bist und keine anderen (wirklich gut gemeinten) Ratschläge hören möchtest und brauchst, weil Du Dich sicher bereits intensiv mit den Vor- und Nachteilen einer c-mount-Kamera gegenüber einer DSLR auseinandergesetzt hast. Insofern haben wir (fast) alle das Thema verfehlt, zugegeben. Schade um die Zeit, die investiert wurde.

ZitatDamit kann das Thread geschlossen werden.

Warum? Die Diskussion ist ja nicht uninteressant und andere User können von den Infos ja noch profitieren

Herzliche Grüße
Peter



Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 08, 2014, 14:02:24 NACHMITTAGS
Zitat von: andre_bln in Dezember 08, 2014, 13:01:09 NACHMITTAGS
.... andere Benutzer nur den DSLR Vorzug geben; stellt sich für mich automatisch die Frage: wieso werden keine Mikroskop-Kameras mit DSLR Chip produziert? Leben die Marktführer hinter dem Mond ;)

Hallo Andre,

diese Frage stelle ich mir auch täglich, wenn ich das bescheidene Bild sehe  das die Mikroskopkameras von Zeiss und Olympus bei uns im Institut gegenüber der DSLR abliefern. Zeiss liefert ja wenigstens noch Mikroskopadaptionen für DSLR Kameras während man bei Olympus sowas ja nicht einmal mehr bekommt. Dem Olympus Vertreter ist jedenfalls die Kinnlade heruntergefallen als er das Bild gesehen hat, das die selbstadaptierte Canon 600 D an einem Olympus Mikroskop abgeliefert hat, nachdem uns die Olympus Mikroskopkamera für die bescheidene Performance mit ca. 8000.- Euro zu teuer war.
Olympus konnte und kann auf jeden Fall keine Mikroskopkamera liefern die die Auflösung ihrer niedrigvergrössernden Planapos bei vollem Bildfeld auf ein Bild bringt und bei Zeiss siehts ähnlich aus, schon ab dem 20x/0.8 ist Schluss.
Es gibt natürlich schon noch Ausnahmen für sehr kleine Bildintensitäten z.B. in der Fluoreszenz wo man sehr grosse Belichtungszeiten bei kleinem Rauschen braucht. Da hat natürlich eine spezielle Mikroskopkamera mit gekühltem chip Vorteile. Aber dann reden wir von Preisen jenseits der 10 000.- Euro.
Aber da du ja demnächst den Minichip in der Imaging Source mit deiner Canon ES 650 D vergleichen kannst, wirst du uns ja aus eigener Erfahrung einiges über die Vorteile berichten können.

viele Grüsse
Wilfried

Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Christian Linkenheld in Dezember 08, 2014, 14:48:09 NACHMITTAGS
Hallo,

eine C-Mount Kamera ohne Zwischenoptik zu adaptieren ist möglich, aber fast immer blödsinnig. Die nachfolgende Abbildung zeigt, was man mit einer C-Mount-Kamera 1/2" im Vergleich zum Sehfeld 20mm erfassen kann. Bei einer DFK-24UJ003 mit 1/2,3"-Sensor ist das dann halt noch etwas weniger. Dafür hat die Kamera dann aber auch gleich 10 Megapixel (wozu auch immer).

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/161334_24734238.jpg)

Wenn man den Vorteil der hohen Systemintegration einer Mikroskopkamera nicht braucht, dann ist die richtige(!) Adaption einer Systemkamera fast immer vorzuziehen. Beide Adaptionen haben Ihre Existenzberechtigung, da sie unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Im gewerblichen Bereich spielt es z.B. fast nie eine Rolle, wie "schön" die Aufnahmen sind. Hier geht es oft einfach darum, einen Sachverhalt möglichst ohne großen Zeitaufwand zu dokumentieren. Hier sind spezielle Mikroskopkameras dann zumeist überlegen.

viele Grüße

Christian
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Peter V. in Dezember 08, 2014, 15:02:48 NACHMITTAGS
Hallo,

ich antworte noch einmal für andere Mitleser, die es vielleicht interessiert: Grundsätzlich ist von Wilfried und Christian schon fast alles gesagt. Ich fasse es noch einmal so zusammen: Für die schnelle Dokumentation auf dem Computer ist eine (unter Umständen mit mehr oder weniger Aufwand adaptierte) Mikroskopkamera geeignet, für qualitativ "gute" Fotos ist nach wie von die DSLR (ggf. auch eine Kompaktkamera oder  spiegellose Systemkamera) die bessere und einfache Lösung. Qualitativ hochwertige Aufnahme sind zwar auch mit einer Mikroskopkamera möglich (Beispiele gibt es von Ronald Schulte mit der Moticam 2300  und Peter Höbel mit IS-Kameras), sie setzen aber fast immer sehr viel Aufwand und "Frickelei" in den Softwareeinstellungen voraus. Mikroskopkameras eignen sich meines Erachtens ohnehin nur für statische Objekte. Manche kommen mit so einer Kamera nie zu wirklich "schönen" Ergebnissen. Das kann man mit einer DSLR deutlich einfacher haben. Ich rede da auch nicht ohne eigene Erfahrung, ich habe selbst zwei Moticam 2300 und habe auch Erfahrungen mit diversen DCMs, einer Imaging Source und einer Jenoptik C10. Ich persönlich ziehe selbst die uralte Coolpix 995 jeder noch so teuren "Mikroskopkamera" vor.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 08, 2014, 15:10:37 NACHMITTAGS
Zitat von: andre_bln in Dezember 05, 2014, 22:18:14 NACHMITTAGS
PS. Kamera wird generell auf dem JENAVAL adaptiert (ohne zwischen Optik)

Hallo Andre,

Diese einleitende Bemerkung von Ihnen war zumindest missverstaendlich ... das hoerte sich so an, als wollten Sie die 1/2.3" Kamera ohne Zwischenoptik adaptieren (was nicht sinnvoll ist).

Mit Zwischenoptik geht das natuerlich. Nur zu! Die Anleitungen haben wir ja schon verlinkt.

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 08, 2014, 15:58:27 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in Dezember 08, 2014, 15:02:48 NACHMITTAGS
.... Qualitativ hochwertige Aufnahme sind zwar auch mit einer Mikroskopkamera möglich (Beispiele gibt es von Ronald Schulte mit der Moticam 2300  und Peter Höbel mit IS-Kameras), sie setzen aber fast immer sehr viel Aufwand und "Frickelei" in den Softwareeinstellungen voraus.....

Lieber Peter,

selbst das kann ich so nicht uneingeschränkt stehen lassen und gebe zu bedenken, dass die hochwertigen Aufnahmen von Ronald immer gestitcht sind und bei den hervorragenden UV - Hochauflösungsfotos von Peter Höbel handelt es sich um eine IS Monochromkamera bei der Filter entfernt ist damit sie im UV empfindlich ist und mehrere Bilder zur Rauschminderung integriert sind, also eine Spezialanwendung wo die Bayermaske einer DSLR stört.
Ansonsten habe ich hier im forum noch keine Spitzenfots gesehen, die mit einer Mikroskopkamera gemacht sind. Ich denke da schon eher an die Spitzenfotos von Michael Plewka, Martin Kreutz, Frank Fox, Anatol, Eckhard, Heike, Kurt Wirz, Rawfoto, ... (sicher habe ich noch ein paar vergessen) die alle, sicher nicht ohne Grund, mit DSLR arbeiten.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Peter V. in Dezember 08, 2014, 16:41:39 NACHMITTAGS
Liener Wilfried,

Du rennst bei mir offene Türen ein!!!  Wobei natürlich klar ist, dass sich ein erstklassiger Stitch auch nur mit erstklassigen Ausgangsfotos erzeugen lässt. Aber frag mal Ronald, was er am Anfang für Klimmzüge veranstalten musste, bis er sein System derart optimiert hat - insbesondere die Kameraeinstellungen!!! Ich hatte die beiden ja auch nur schon "prophyklaktisch" angeführt, bevor es heißt "Aber der Ronald und der Peter Höbel...."  ;) Und es ist zu erwähnen, dass Ronald auschlißelich mit histologischen Schnitten arbeitet.

Es ist schon klar, dass ansonsten keiner (zumindest kein mir bekannter) Mikrofotograf hier im Forum - und auch an anderer Stelle - mit einer solchen Kamera arbeitet. Das wird wohl seine Gründe haben.  ;) Aber ich fürchte, das können wir noch unzählige Male im Forum schreiben....
Letztlich muss es jeder selbst wissen.

Ich gehe einfach einmal davon aus, dass sich der initiale Fragesteller ausreichend damit beschäftigt und seine Wahl einer Mikroskopkamera für seine Zwecke mit Bedacht erfolgte.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: andre_bln in Dezember 08, 2014, 21:13:22 NACHMITTAGS
Liebe Gemeinde,
wenn meine Letzte Äußerung respektlos, beleidigend wirkte dann möchte ich mich dafür entschuldigen.
Ich füllte mich Nachmittag etwas enttäuscht als ich die vielen Antworten lass, und keine Lösung für mein vorhaben fand. Natürlich konnte keiner von Ihnen wissen, dass ich eine Kamera für einen Zeitraffer suche, wo in 24 Stunden jede Sekunde ein Foto gemacht werden sollte.
Ich habe gehofft mit Low Cost Einrichtung das Problem in Griff zu bekommen, da der Chip einer Spiegelreflexkamera lässt sich leider mit Peltier-Elementen nicht kühlen?

Viele Grüße
Andre
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: Peter V. in Dezember 08, 2014, 22:58:59 NACHMITTAGS
Hallo Andre,

siehst Du, so kommen Missverständnisse zustande. Je mehr jemand von seinem Vorhaben verrät, dest besser und zielgerichteter kann man auch helfen. Die Zeitrafferaufnahmen sind ja nun eine ganz spezielle Anwendung, für die in der Tat eine DSLR nicht infrage kommt.

Was möchtest Du denn jetzt in Bezug auf die IS-Kameras genau wissen?

ZitatIch habe gehofft mit Low Cost Einrichtung das Problem in Griff zu bekommen,

Das kannst Du ja weiterhin. So ein Hexenwerk ist eine Adaption mit Zwischenoptik ja auch nicht. Und es gibt im Forum einige Leute, die Dir sicher dabei helfen können, wenn Du konkret fragst.

Herzliche Grüße
Peter



Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: the_playstation in Dezember 08, 2014, 23:05:33 NACHMITTAGS
Hallo Peter, hallo Andre.
Auch mit z.B. einer EOS 650D kann man Zeitrafferaufnahmen machen.
Siehe Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=40nADCMqJPQ
https://www.youtube.com/watch?v=aWHN_8Vjvv0
Es gäbe auch div. Alternativen.

Kühlen:
Ich glaube nicht, daß es notwendig ist, eine DSLR zu kühlen. Heute kann man das leicht über die FW (Rauschunterdrückung) lösen. Ich sehe da keine Nachteile. Ausser halt bei wirklich speziellen Spezialanwendungen. ;) Im Astrobereich werden auch mal DSLRs mit Peltier-Elementen benutzt (in der Regel wegen dem naturgegebenen schlechten Lichtverhältnissen und dem resultierenden Chiprauschen). Eine Kühlung sollte machbar sein. Bringt allerdings auch Probleme wie kondensierende Feuchtigkeit, ... Bei der Mikroskopie will man aber eher selten Plankton im Dunkeln zusehen. ;)
Oder man mikroskopiert an einem kalten Ort oder kühlt die ganze Kamera.

Irgendwie erschließt sich mir das Anwendungsgebiet nicht. ???

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: knipser009 in Dezember 09, 2014, 02:23:36 VORMITTAG
hallo Andre

wenn es dein Plan ist - wie im nachfolgenden Zitat erkennbar,

Zitat von: andre_bln in Dezember 08, 2014, 21:13:22 NACHMITTAGS
Natürlich konnte keiner von Ihnen wissen, dass ich eine Kamera für einen Zeitraffer suche, wo in 24 Stunden jede Sekunde ein Foto gemacht werden sollte.

Viele Grüße
Andre

dann ist der von mir gemachte Vorschlag, eine weitere dreistellige EOS zu kaufen, nicht richtig. Die bei diesem Vorhaben notwendigen Auslösungen ( rund 87000 !! ) hält der Verschluss einer dreistelligen EOS nicht aus. Die dreistelligen EOS geben meist so um 30 - 40 Tsd Auslösungen auf. In Frage käme zB eine EOS 5 Mark 2 oder 3, mit denen man 200Tsd und mehr Auslösungen machen kann, ehe der Verschluss defekt ist. Eine solche Kamera spielt aber preislich auch gebraucht in einer ganz anderen Liga.

Ob die von Dir bevorzugte Kamera von Imaging Source dies aushält, wäre zu hinterfragen.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: the_playstation in Dezember 09, 2014, 07:28:50 VORMITTAG
Stimmt knipser.
Eventuell bietet sich da eine andere DSLR an. Bzw eine Kamera ohne Verschlußauslösung bzw eine Modifikation.
Eine Fotokamera bleibt die richtige Wahl. Die Vorteile sind einfach überwältigend.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 09, 2014, 10:52:04 VORMITTAG
Zitat von: andre_bln in Dezember 08, 2014, 21:13:22 NACHMITTAGS
... Natürlich konnte keiner von Ihnen wissen, dass ich eine Kamera für einen Zeitraffer suche, wo in 24 Stunden jede Sekunde ein Foto gemacht werden sollte....

Hallo,
fast 90 000 Auslösungen pro Tag ?
Nach dieser schlagartigen Problemwandlung fühle ich mich ehrlich gesagt ein wenig ver..scht. >:(
Da hätte doch schon nach dem ersten DSLR Beitrag klargestellt werden können, dass das mit einer Kamera mit elektromechanischem Verschluss nicht geht.

verärgerte Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: andre_bln in Dezember 09, 2014, 13:23:40 NACHMITTAGS
Lieber Peter V. ich hätte gerne gewusst welche Imaging Source, wenn überhaupt, hätten die ehemalige Benutzer heute gekauft.

@knipser009
ich denke die DFK wird es schon aushalten, wir packen da zwei Peltier-Elemente drauf und wenn sein muss noch ein Lüfter dazu.

@the_playstation
ich habe mit paar Fotografen (leider nur aus der Werbebranche) darüber gesprochen und jedes mal ähnliche Antwort bekommen: bei dauerhaftem Live View fängt der Chip sich erst zu erwärmen, fängt zu rauschen, dann wird er immer heißer und wen die Cam ihn nicht ausschaltet stirbt der von Überhitzung.

@Wilfried
was hättest Du mir empfohlen?

LG
Andre
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 09, 2014, 13:25:01 NACHMITTAGS
Zitat von: knipser009 in Dezember 09, 2014, 02:23:36 VORMITTAG
Die bei diesem Vorhaben notwendigen Auslösungen ( rund 87000 !! ) hält der Verschluss einer dreistelligen EOS nicht aus.

Eine richtige Videokamera ist da natuerlich besser.

Mit einigen Einschaenkungen kann man aber eine EOS auch dazu bewegen, in der Videofunktion (1,920 x 1,080 pixel; 16:9). Mit FPS override http://wiki.magiclantern.fm/userguide#fps-override kann man die gespeicherte Bildrate auf 1fps begrenzen und mit Auto-restart kann die Laufzeit auf 24h erweitert werden (alle 30 min fehlen aber einige Sekunden). Alles ohne den Verschluss zu betaetigen (Videomode).

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 09, 2014, 13:38:33 NACHMITTAGS
Zitat von: andre_bln in Dezember 09, 2014, 13:23:40 NACHMITTAGS
@knipser009
ich denke die DFK wird es schon aushalten, wir packen da zwei Peltier-Elemente drauf und wenn sein muss noch ein Lüfter dazu.

@the_playstation
ich habe mit paar Fotografen (leider nur aus der Werbebranche) darüber gesprochen und jedes mal ähnliche Antwort bekommen: bei dauerhaftem Live View fängt der Chip sich erst zu erwärmen, fängt zu rauschen, dann wird er immer heißer und wen die Cam ihn nicht ausschaltet stirbt der von Überhitzung.

Welches Objekt wollen Sie eigentlich filmen (also welches Kontrastverfahren, welche Vergroesserung)?

Die Videofunktion ist nicht die gleiche wie der LiveView, bis zu 30 min Videoaufnahmezeit sind auch von Canon so vorgesehen. Die Kamera sollte also nicht so heiss werden (Movie length http://www.canon.co.uk/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_650D/ ).

Wenn Sie ohnehin einen Kuehler bauen koennen, hier ist ein Beispiel fuer eine DSLR. Wichtig ist die Abdichtung, um Kondensation im Inneren zu verhindern (immer ein Problem, auch bei der C-mount Kamera!). http://dslrmodifications.com/rebelmod450d16.html

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: smashIt in Dezember 09, 2014, 22:13:56 NACHMITTAGS
Zitat von: andre_bln in Dezember 09, 2014, 13:23:40 NACHMITTAGS
@the_playstation
ich habe mit paar Fotografen (leider nur aus der Werbebranche) darüber gesprochen und jedes mal ähnliche Antwort bekommen: bei dauerhaftem Live View fängt der Chip sich erst zu erwärmen, fängt zu rauschen, dann wird er immer heißer und wen die Cam ihn nicht ausschaltet stirbt der von Überhitzung.

den blödsinn haben die kamerahersteller lange zeit verzapft
in wirklichkeit geht es da aber um rechtliche sachen (ab wann gilt sie als film- und nicht mehr als foto-kamera)
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: the_playstation in Dezember 09, 2014, 23:07:53 NACHMITTAGS
Hallo.
Sehe ich genau so wie smashIt. Ich sehe keinen Unterschied zwischen einem Video CCD Sensor und einem Foto CCD Sensor bzw in der Anwendung. Dann müßten ja alle CCDs von Videokameras überhitzen. Wenn etwas überhitzt, dann die Treiber vom Verschlußaktivator/Motor/...

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 10, 2014, 00:04:38 VORMITTAG
Zitat von: the_playstation in Dezember 09, 2014, 23:07:53 NACHMITTAGS
Ich sehe keinen Unterschied zwischen einem Video CCD Sensor und einem Foto CCD Sensor bzw in der Anwendung. Dann müßten ja alle CCDs von Videokameras überhitzen. Wenn etwas überhitzt, dann die Treiber vom Verschlußaktivator/Motor/...

Ja, leider stimmt es aber nicht. Die EOS' ueberhitzen im LiveView durchaus. Nach einiger Zeit (bei meiner 500D nach etwa 1h) wird es heiss und das Temperatur-Warnsymbol faengt an zu blinken. Das hat mit dem Verschluss oder dem Motor nichts zu tun. Videomode ist nicht LiveView. Wie es sich im Videomode verhaelt, weiss ich nicht, die Warnungen die ich dazu gelesen habe beziehen sich alle auf LiveView.

"Page 152 of the 60D PDF manual says:

If the camera's internal temperature increases due to prolonged Live View shooting or a high ambient temperature, a white s icon will appear. If you continue shooting while this icon is displayed, the image quality of still photos may deteriorate. You should stop the Live View shooting and allow the camera to cool down before shooting again. If the camera's internal temperature further increases while the white s icon is displayed, a red E icon will start blinking. This blinking icon is a warning that the Live View shooting will soon be terminated automatically. If this happens, you will not be able to shoot again until the camera's internal temperature decreases. Turn off the power and let the camera rest for a while."

Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: reblaus in Dezember 10, 2014, 00:28:14 VORMITTAG
Hallo -

das kann ich für die EOS 500 bestätigen. Jetzt habe ich eine alte EOS 5 Mk2 und da scheint kontinuierlicher Betrieb möglich zu sein, allerdings nur mit live view auf einem Monitor, wenn der Schirm an der Kamera ausgeschaltet ist. 24 h habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Trotzdem würde ich für einen tagelangen Sekundenschuss unabhängig von der Erwärmung die teure Kamera nicht einsetzen wollen - 60.000 sind schon ein Wort und liegen statistisch in der Gegend wo bei mechanischen Verschlüssen schon mal ein Defekt auftritt.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 10, 2014, 00:54:34 VORMITTAG
Hallo Rolf,

Die Ueberhitzung scheint tatsaechlich sehr modellabhaengig zu sein - einige erhitzen sich schneller als andere (Sensor, LCD-Bildschirm und Umgebungstemperatur scheinen eine Rolle zu spielen).

Der Verschluss wird bei Verwendung der Videofunktion uebrigens geschont (er ist staendig offen). Waehrend der 24 Stunden wird er also nur 48 mal ausgeloest (alle 30 min, wenn der Auto-Restart gemacht wird), nicht 60,000 mal.

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: the_playstation in Dezember 10, 2014, 02:12:59 VORMITTAG
Hallo Jon.
Meine Aussage war eher allgemeiner, prinzipieller Natur. Nicht auf die EOS bezogen. Man müßte jetzt analysieren, warum die Erhitzung im Foto-Liveview-Modus höher ist. Möglich währe der höhere Pixel-Datenstrom im Gegensatz zum Videomodus. Bei einer 18 MegaPixel DSLR halt 18 MegaPixel vs 1080p (ca. 2 MPixel) im Videomodus. Rein prinzipiell sollte es aber dem Sensor bei gleichem Datendurchsatz egal sein, ob Er Ladungen im Video- oder Fotomodus verschiebt.

Bei meiner Casio z.B. ist es völlig egal, in welchem Modus Sie betrieben wird. Entscheidend ist der Datendurchsatz. Bei 1000fps Videos oder Serienbildern (50 Bilder Highspeed-Bilder a. 16 MPixel) kommen gewaltige Datenmegen zusammen. Und deren Verarbeitung erzeugt Wärme. Ähnlich wird die Wärmeentwicklung der EOS vom Transport der Datenmenge abhängen.

Man könnte aber auch eine ältere DSLR mit Kühlelementen ausstatten. Dann dürfte eine eventuelle Überhitzung gebannt sein. Ähnlich wie bei C-Mount-Kameras. Denn diese haben exakt die selben Probleme. Mehr Daten, mehr Wärme. Auch Sie unterliegen der Physik.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: smashIt in Dezember 10, 2014, 20:52:34 NACHMITTAGS
Zitat von: JB in Dezember 10, 2014, 00:04:38 VORMITTAG
Ja, leider stimmt es aber nicht. Die EOS' ueberhitzen im LiveView durchaus. Nach einiger Zeit (bei meiner 500D nach etwa 1h) wird es heiss und das Temperatur-Warnsymbol faengt an zu blinken.

nach allem was google ausgespuckt hat sitzt der temperatursensor aber im akku
hat allso wieder nichts mit dem sensor zutun
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: RainerTeubner in Dezember 10, 2014, 21:08:38 NACHMITTAGS
Hallo,

ich habe die Kameras von Imagingsource mit der entsprechenden Adaption an meinem Jenaval ausprobiert und konnte beide (CMOS-Sensor und CCD-Sensor) wieder zurückgegeben.
Die Farben werden im Gegensatz zur digitalen Spiegelreflexkamera mit lediglich 8 Bit Farbtiefe aufgezeichnet, die digitale Spiegelreflexkamera (Canon EOS 5D II) hat 14 Bit Farbaufzeichnugstiefe, zumindest im RAW-Format.
Den Unterschied kann man sehen, auch wenn man die Bilder über ein RAW-Programm (zum Beispiel UFraw oder Rawtherapie) als jpeg-Dateien mit einem Bildbearbeitungsprogramm (zum Beispiel gimp) weiterverarbeitet.

Mit freundlichen Mikrogrüßen

Rainer
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: JB in Dezember 10, 2014, 22:20:36 NACHMITTAGS
Zitat von: smashIt in Dezember 10, 2014, 20:52:34 NACHMITTAGS
nach allem was google ausgespuckt hat sitzt der temperatursensor aber im akku
hat allso wieder nichts mit dem sensor zutun

Bei mir ist kein Akku mehr in der Kamera, trotzdem wird die Kamera heiss.
Titel: Re: Kamera von Imaging Source
Beitrag von: reblaus in Dezember 10, 2014, 22:43:41 NACHMITTAGS
Auch ich arbeite mit EOSD MkII und dem unwürdigen Akku-Dummy mit Netzgerät. Kein Unterschied in der Wärmeentwicklung.