Hallo Forum,
ich hänge mich mal an Heikes Forminiferenthread dran:
Nachdem ich mein Stemi, fotografisch gesehen (bevor ich Magengeschwüre kriege), in den Vorruhestand geschickt habe, hier meine ersten Gehversuche mit dem Orthoplan im Auflicht. Leider ist mein kleinstes Objektiv am Orthoplan das 6,3-er Apo, das schränkt etwas ein. Aber ich habe eBay im Auge für ein 2,5-er oder 4-er.
Abgebildet ist eine fossile Foraminifere aus Mallis (eine Lenticulina evtl. der Art simplex). Ist im Vergleich zu Heikes Exemplar ein Monster von 1 mm Läge (genau 0,998 ::)).
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165883_5009246.jpg) (http://s1131.photobucket.com/user/Luckywerner/media/Foraminifere_zps75f5b999.jpg.html)
http://www.foraminifera.eu/malliss.php
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165883_24089510.jpg) (http://s1131.photobucket.com/user/Luckywerner/media/2015-01-18_10-10-21MBR8S4_zps711a3fe3.jpg.html)
L=1,2 mm
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165883_10286142.jpg) (http://s1131.photobucket.com/user/Luckywerner/media/Foradingsbums_zpsaebb75cc.jpg.html)
L=1,25 mm
Die Bestimmung der beiden anderen Foraminiferen bekomme ich hoffentlich beim Termin zum Thema Malliß bei der Hamburger Mikrogruppe.
Technik: Leitz Orthoplan - PL-Apo 6,3/0,20 – 6,3x Periplan – 1,8/35 Nikon (Relaisoptik) - Diffusor + 2 Jansjös plus Dunkelfeldbeleuchtung - Stapel aus 163 Einzelbildern (1. Foto) á 1/160" Bel.Zeit bei ISO 100. Die anderen Bilder liegen bei 25 - 50 Einzelbildern.
Farbecht sind die Fotos sicher nicht! Mischung von LED-Beleuchtung mit 6500k im Durchlicht und Jansjö im Auflicht, die haben so um die 3200k, Weißabgleich wurde aber aufs Auflicht gemacht.
Danke auch nochmal an Wolfgang (kipser009), der Tipp zum ,,pimpen" der Jansjös war sehr hilfreich: meine Stackingsoftware (Helicon Focus) kommt damit sehr viel besser zurecht als mit den doch ungleichmäßigen Blitzen. Und die Zeiten reichen anscheinend, bei Spiegelvorauslösung, für den Nikon-Verschluss.
Heikes Anmerkung zu den Schwierigkeiten beim Stacken von Foraminiferen kann ich bestätigen – möglicherweise fehlen da, besonders bei den Porzellanschalern, einfach die Strukturen zum Bestimmen der Schärfepunkte (Ausschußrate mit Stemi: 100%, Auschußrate mit Orthoplan ca. 60%).
So sieht mein Foraminiferen-Sand aus Malliß mit dem von meinem alten Leitz HM-Lux ausgeliehen 3,2-er Objektiv aus – das war wohl nichts!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/165883_60223214.jpg) (http://s1131.photobucket.com/user/Luckywerner/media/Malliszlig_zps780e9e1f.jpg.html)
Viele Grüße
Werner
momentan ohne Lucky, da mein Trinokopf zur Reparatur ist und mein Stemi zur Wartung - ohne Mikroskop ist das Alles nix!
Hallo Werner,
danke für das Zeigen der Foraminiferen aus Malliß. Schade, dass diese schöne Fundstelle nichts Neues mehr liefert. Ich habe vor mehr als 20 Jahren dort schöne Krabben (in Kalkgeoden) und Haizähne gesammelt. Auch die Muscheln waren super erhalten. Ich habe damals nur in den Rupeltonen gesammelt. Wo ist dort der "Foraminiferensand" stratigraphisch ein zu hängen? War das eine eigene Schicht oder gab es immer mal sandige Einschübe?
Beste Grüße
Gerd
Moin moin Gerd,
das ist anscheinend generell so:- bei den meisten altbekannten Fundstellen die ich mit meinem "fossilen" Freund Reiner abklapper, ist heute entweder der Zutritt verboten oder nur wenig zu finden. Den werde ich auch mal wegen der Details fragen , da der Sand von ihm stammt und 1991 gesammelt wurde.
Zu deiner Kieselgurlieferung bekommst Du bei Gelegenheit natürlich auch nochmal Feedback, aber momentan bin ich ja "nichtoperational" >:( >:( >:(.
Viele Grüße
Werner