Hallo an alle,
habe vor ca. 10 Jahren ein Euromex bekommen (3,4 kg) und damit eigentlich nur meine Feinstleiterplatten vom Dienstleister mit Auflicht kontrolliert. Hierzu leistet es bei 40 und 100-facher Vergrösserung sehr gute Dienste. Habe mittlerweile sogar eine kleine USB-Kamera adaptiert, so erspare ich mir das anstrengende Augen zugkneifen. Das Mikroskop hat 4 Objektive, nämlich 4x, 10x, 20x und 40x, als Okular 10x.
Nun habe ich ein paar professionell hergestellte Dauerpräparate bekommen und komme wohl an die Grenzen meines Mikroskops. Zudem das Mikroskop keine eigene Beleuchtung hat. Der Wunsch reift so langsam, ein Labormikroskop anzuschaffen. Ich habe nun vorab schon den Online-Kurs von Christian Linkenheld durchgearbeitet, in der 221 Seiten starken Mikrofibel von Klaus Henkel habe ich bisher nur mal etwas gestöbert, der Stoff erschlägt einen ja förmlich. Den Beitrag "Mikroskop-Kaufberatung für absolute Anfänger" habe ich ebenfalls bereits hinter mir.
Da ich einen Hang zum Perfektionismus habe, möchte ich mir ein wertiges Mikroskop von den 4 Grossen zulegen. Da meine Geräte nach 20 Jahren privater Nutzung wie am ersten Tag aussehen, stehe ich gebrauchten Geräten sehr skeptisch gegenüber. Insbesondere dann, wenn sie beruflich/gewerblich genutzt wurden. Ich möchte nach längerer Zeit mal wieder was kaufen, auspacken, aufstellen und mich freuen können.
Sehr skeptisch bin ich bei Geräten aus fernöstlicher Produktion, denn speziell die Chinesen kennen z.B. bei Maschinen, Messmitteln und Werkzeugen keine Qualitätsicherung. Ausschuss wird nicht weggeworfen, sondern gnadenlos verbaut. Soll der Kunde auf der anderen Seite der Erdkugel schauen, wie er damit klar kommt. Für solche Machenschaften kann ich mich kaum begeistern. Ich bin auch nicht mehr bereit, neue Geräte oder Maschinen nachzuarbeiten.
Eigentlich hatte ich mich schon entschieden: Ein Zeiss KF2 sollte es werden. Die sind momentan um ca. 500 Euro als neue Reserve aus BW-Beständen zu bekommen. Leider las ich nun hier und da von Anwendern, dass dieses Mikroskop sooo besonders nicht sei. Insbesondere ein Fachmann distanzierte sich energisch davon, das KF2 auf seinen Seiten empfohlen zu haben. Etwas unprofessionell erscheint mir beim KF2 der runde Fuss. Dann liest man wieder, dass jemand von dem KF2 total begeistert ist und postet gleich eine Menge toller Bilder. Leider habe ich die letzten Tage zu viel gelesen, so dass mir eine Zuordnung des Gelesenen nicht mehr möglich ist.
Das KF2 aus BW-Beständen ist zudem monokular, was jetzt nicht so das Problem wäre, da ich auch hier plane, eine Kamera einzubauen. Für mich ist es entspannter, das Bild bequem auf dem Notebook zu betrachten.
Grob betrachtet gibt es also 3 Richtungen:
1. Das Zeiss KF2 wäre neu, mit guter Qualität, soll aber das Nachfolgermodell von einer Junior-Version sein. Habe die Tage einen grösseren Schraubstock gekauft, hier gab es auch eine Junior-Ausführung. Wenn man genau hinschaute, hat man alles weggelassen, was beim Standardmodell gut und bewährt war. Also hier ist es kein Junior geworden.
2. Unter 500 Euro bekommt man dann z.B. ein Biolab-T von Müller, einen recht positiven Test habe ich hier gelesen: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2709.0 Ist eben fernost, wenn es qualitativ in Ordnung wäre, hätte ich nichts dagegen, zumal es von der Austattung kaum Wünsche offen lässt. Ich habe allerdings an einem fernöstlichen Qualitätsroulett wenig bis kein Interesse.
3. Ein richtig teures älteres Markengerät im 4-stelligen Eurobreich, wenn es denn in gutem Zustand ist. Hier würde ich aber Empfehlungen benötigen.
Was mir sehr wichtig ist: Ich möchte nach dieser Anschaffung nicht nochmal ein Mikroskop anschaffen müssen, weil z.B. bei einem verkappten Junior-Modell eine wichtige Ausstattung oder wichtige Funktionen fehlen. Nach dem vielen Lesen im Netz ist die Verwirrung/Verunsicherung nun leider komplett. Ich hoffe nun, dass ich durch einige Tipps, Hinweise und Empfehlungen hier aus dem Forum wieder zu einer belastbaren Kaufentscheidung finde.
Ulf
Hallo Ulf,
so kann es kommen, wenn man zu viel liest! ;D
Und dabei ist ein KF 2 rausgekommen - du wirst schon deine Gründe haben!
Zur guten Beratung gehört schon auch: was willst du denn damit machen. Bisher hast du ja wohl im Auflicht Leiterplatten angeschaut. Soll nun Durchlicht als Ergänzung dazu kommen? Und was willst du anschauen? Danach richtet sich schon wesentlich die Ausstattung. Also Beispiel: wenn dein Hobby Diatomeen wird, dann brauchst du keine Polaristation, aber wenn du Kristallpräparate anschauen willst ist sie schon essentiell!
Das verstehe ich nicht:
ZitatDa meine Geräte nach 20 Jahren privater Nutzung wie am ersten Tag aussehen, stehe ich gebrauchten Geräten sehr skeptisch gegenüber.
Für mich ist das widersprüchlich!
Hallo Ulf,
herzlich willkommen im forum !
Zeige doch mal ein Bild, mit dem du zufrieden warst, von deinen Feinstleiterplatten mit deinem bisherigen Mikroskop.
Und dann zum Vergleich ein Bild von deinen neuen Präparaten, wo du glaubst an der Grenze mit deinem alten Mikroskop zu sein.
Erst dann erkennt man deine Bedürfnisse und kann kompetent beraten.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Ulf.
Ich schließe mich mal Klaus an. Die Frage ist, was Du möchtest:
1.) Durchlicht Hellfeld (normal)
2.) Durchlicht Dunkelfeld
3.) Phasenkontrast
4.) Auflicht (Hellfeld / Dunkelfeld)
5.) Polarisation
6.) Fluoreszenz
7.) DIK
...
Das KF2 ist ein klasse Mikroskop. Klein, leicht, kompakt und qualitativ gut. Der Nachteil ist, daß man es nicht so ausbauen kann.
Polarisation und Dunkelfeld sollte aber mit einfachen Filtern und Blenden möglich sein.
Das Müller ist prinzipiell auch ein Chinamikroskop. Es ist für ein Neues recht günstig und es gibt sogar Dunkelfeldkondensoren.
Nachteil ist, daß außer den wenigen Müller-Ausbauteilen nicht viel paßt. Außerdem ist die Qualität und der Metallanteil an entscheidenden Stellen geringer was es weniger exakt macht.
Ein Junior oder Standard ist da wesentlich flexibler und stabiler.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: the_playstation in März 02, 2015, 15:44:06 NACHMITTAGS
Ein Junior oder Standard [...]
Nur zur Klärung der Begriffe: Das Junior
ist ein Standard!
Die ursprüngliche Standardreihe (schwarz) umfaßte die Modelle Standard Junior (in verschiedenen Ausführungen, wie K, KF usw.), Standard GFL und Standard WL. Später kamen dann noch 14, 16, 18 dazu. Auch das Photomikroskop gehört genaugenommen in die Standardreihe.
Grüße
Gunther
P.S.: Es gibt darüber eine zusammenfassende Darstellung von Klaus Henkel: http://www.klaus-henkel.de/standard.pdf
G.Ch.
Erst Mal vielen Dank an alle für die Antworten.
Zitat von: Klaus Herrmann in März 02, 2015, 12:20:51 NACHMITTAGS
so kann es kommen, wenn man zu viel liest! ;D
Und dabei ist ein KF 2 rausgekommen - du wirst schon deine Gründe haben!
Die Gründe liegen auf der Hand:
1. Zeiss
2. aus früherer Qualitätsproduktion
3. unbenutzt
4. preiswert (um 500 Euro)
5. ansprechendes Äusseres
Was ich damit machen will: Hauptsächlich Durchlicht (Hell und Dunkelfeld), wenn das Mikroskop mehr kann, habe ich nichts dagegen. Da ich noch am Anfang des Hobbys stehe, kann ich noch nicht absehen, wohin die Reise gehen wird. Der Appetit soll ja bekanntlich beim Essen kommen ...
Mein jetziges Mikroskop hat nur einen Spiegel und ich erkenne, dass die Art der Beleuchtung entscheidenden Einfluss auf das Bildresultat hat. Es macht sich z.B. schon deutlich bemerkbar, in welchem Abstand der Halogenstrahler zum Spiegel steht. Dann erzeugt das direkte Licht eine Menge Störungen wie weisse Säume um die Konturen. Stelle ich den Halogenstrahler jedoch in einem Meter Entferung zum Spiegel auf und eine Mattscheibe in den Stahlenweg, so kann ich durch Verschieben der Mattscheibe ein weit besseres Bild erzielen und die störenden Bildeffekte verschwinden. Folglich sollte mein künftiges Mikroskop hier möglichst viele Einstellmöglichkeiten haben.
Was meinen die Fachleute zu dem Standard WL?
Ich lese was von 1958 - ob das dann nicht schon zu alt ist?
Ulf
Zitat von: Safari in März 02, 2015, 14:05:44 NACHMITTAGS
Eine andere Lösung, Du verzichtest auf den Tubus und adaptierst eine Kamera am Mikroskop. Ich schau mittlerweile lieber auf einen 27" Monitor, als durch das Okular.
Sieht gut aus, wie heisst dein Mikroskop (Typ) ?
Ulf
Hallo Ulf,
ZitatWas meinen die Fachleute zu dem Standard WL?
Ich lese was von 1958 - ob das dann nicht schon zu alt ist?
Die Fachleute wissen immer noch nicht, wo denn die Schwerpunkte der zukünftigen Anwendung sein sollen! Und die Fachleute finden, dass das WL ein phantastisches Instrument ist. Ich glaube nicht, dass viele der neuen Mikroskope so lange ihren Dienst tun, wie ein WL.
Und für mich im Speziellen ist der Widerspruch noch nicht aufgelöst:
ZitatDa meine Geräte nach 20 Jahren privater Nutzung wie am ersten Tag aussehen, stehe ich gebrauchten Geräten sehr skeptisch gegenüber.
Zitat von: Ulf Roth in März 03, 2015, 10:51:09 VORMITTAG
Was meinen die Fachleute zu dem Standard WL?
Ich lese was von 1958 - ob das dann nicht schon zu alt ist?
Hallo Ulf,
das kann man generell nicht sagen. Es kommt immer im Einzelfall darauf an, was das Mikroskop für eine Geschichte hinter sich hat.
Ich besitze - und verwende regelmäßig - ein Standard WL, das aus dieser Zeit stammt. Die Mechanik (und auf die kommt es wesentlich an!) ist heute noch in einem Zustand, den man guten Gewissens als neuwertig bezeichnen könnte. Da klemmt nichts, da hat nichts unzulässiges Spiel.
Das gleiche kann ich übrigens von meinem Standard Junior KF sagen, das ebenfalls aus dieser Zeit stammt.
Das WL war seinerzeit das Flaggschiff unter den "normalen" Standards. Es ist ohne Einschränkung ausbaufähig.
Wie gesagt: Der Zustand sollte vor einem Kauf sorgfältig geprüft werden. Grob- und Feintrieb leichtgängig, ohne Spiel? Kondensortrieb ebenso? Rastung des Revolvers genau und reproduzierbar? Und so weiter ...
Die Optik ist ein anderes Kapitel, da sie ja jederzeit austauschbar wäre. Passende Objektive, Okulare und Kondensoren gibt es am Gebrauchtmarkt immer wieder in allen Qualitätsstufen.
Wenn alles in Ordnung ist, dann ist gegen die schwarzen Standards überhaupt nichts einzuwenden.
Beste Grüße
Gunther
Eine Ergänzung zu meinem letzten Beitrag.
Ein Standard WL stammt in den meisten Fällen aus einem Forschungslabor, wo normalerweise sorgfältig mit dem Instrument umgegangen wurde. Ein Hobbymikroskopiker konnte sich nämlich damals, als dieses Mikroskop aktuell war, so ein Gerät kaum leisten. Auch für Kursausstattungen war es zu teuer und auch nicht notwendig.
Die Chance, daß ein WL in gutem Zustand ist, ist daher größer als sie u.U. bei einem Standard Junior wäre. An den Junioren schraubten oft Generationen von Studenten usw. herum, und wir wissen ja, daß nicht unbedingt jeder von vornherein das richtige Gefühl für den Umgang mit Präzisionsoptik und Präzisionsmechanik hat.
Aber natürlich kann man auch bei so einem Instrument Glück haben!
Gunther
Hallo Ulf.
Den Punkt unbenutzt in Kombination mit älteren Qualitätsmikroskopen ist meiner Meinung nach unrealistisch aber auch nicht notwendig.
Viele gebrauchte Mikroskope befinden sich in einem Topzustand. Ein Ebaykauf ist natürlich ein Risiko. Ein Kauf hier im Forum oder von einem renommierten Verkäufer kein Problem.
Liebe Grüße Jorrit.
> Und für mich im Speziellen ist der Widerspruch noch nicht aufgelöst...
War vielleicht etwas unglücklich formuliert, sollte heissen: Gebrauchte Geräte kommen nicht in Frage, wenn ich nur ein (oder mehrere) Bilder im Netz sehe, zuerst bezahlen muss - und es keine Rückgabe gibt. Bei der Möglichkeit Geld gegen Ware sieht das dann etwas anders aus. Wobei ich die Wertigkeit einer Mechanik noch einschätzen könnte, bei der Beurteilung der Optik sieht das eher schlecht aus. Deshalb käme mir ein älteres, aber unbenutzes ausgemustertes Mikroskop aus BW-Beständen nicht unrecht.
Nochmal eine Frage zu den aktuell angebotenen KF2: Ich denke mal, dass die optischen Leistungen des Mikroskops für meine Bedürfnisse ausreichend sind. Die Qualität der Mechanik wird m.E. auch zu meinen Ansprüchen passen. Ich habe aber so den Verdacht, dass man an Funktionen des Kondensors gespart hat.
Vielleicht kommen wir so einen Schritt weiter, wenn die Fachleute hier mal auflisten, was mit den aktuell angebotenen KF2 NICHT geht. Oder was die Gründe wären, warum sich ein Fachman genau dieses Mikoskop nicht kaufen würde.
Vielen Dank auch für eure Erläuterungen zum WL. Wegen dem Alter: Habe wo gelesen, das Linsen miteinander verkittet seien. Hält sowas ewig? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass nur einzelne Glaslinsen verbaut sind und die halten ja eigentlich ewig. Das Angebot an WL Mikroskopen ist dünn, das wird schwierig werden.
> Ein Kauf hier im Forum oder von einem renommierten Verkäufer kein Problem.
Das wäre natürlich eine gute Option, kann mir jemand einen renommierten Verkäufer nennen?
Ulf
Hallo Ulf,
das KF 2 hat einen fest verbauten Kondensor mit Wipp-Vorrichtung. Dadurch lässt sich sehr schön "schiefe Beleuchtung" realisieren, dies wurde im Forum auch schon als DIK des kleinen Mannes
bezeichnet. Dieser feste Kondensor ist auch schon der Nachteil: einen Phasenkontrast-Kondensor oder einen Dunkelfeld-Kondensor kann man hier nicht anbringen. Phasenkontrast ist jedoch
auch hier realisierbar.
Die Objektive und das sonstige Zubehör(oberhalb des Objektivrevolvers) aus der Standard-Serie sind kompatibel mit dem KF 2.
Das KF 2 ist etwas zierlicher als die übrigen Standard's, das ist als Reise-Mikroskop vorteilhafter, beim Ausbau mit kopflastigem Zubehör eher von Nachteil.
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo Ulf -
es gibt 2 Effekte, die sich bei Mikroskopen auch dann einstellen können, wenn diese vor 40 Jahren verpackt und seither nicht mehr benutzt wurden.
1. Verharzung von Schmierstoffen
2. Delamination, d.h. Ablösung von verkitteten Glasflächen.
Ersteres kann durch m.o.w. arbeitsaufwendiges Entfernen des Harzes und Neufetten behoben werden. Die Auswirkung des letzteren kann die ganze Palette von "optisch belanglos" bis zu "unbrauchbar" umfassen und ist in der Praxis irreparabel. Leider tritt Delamination bevorzugt bei teuren Teilen mit sehr vielen Linsen auf. Es gibt viele Erklärungen dafür, schroffe Temperaturwechsel ist eine davon.
Bei unbekannten Lieferanten die aufwendige Ausrüstungen anbieten, muss man z.B. bei Zeiss (W) damit rechnen, dass ein Drittel der älteren Plan-Apochromaten oder der Prismen in Binokulartuben solche Schäden aufweisen und das Angebot entsprechend danach richten.
Bei Angeboten im Mikromarkt des Forums oder direkt von etablierten Forumsmitgliedern kannst du aber davon ausgehen, dass du solche Teile zurückgeben kannst, meist auch dann, wenn du beim Erwerb falsche Vorstellungen hattest.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Ulf.
Beim KF2 gibt es 2x Klappkondensoren. Einen mit "(Großfeldlinse)" für niedrige Vergrößerungen (z.B. 4x Objektiv) und einen mit Ph-Ring für Phasenkontrast bei höheren Vergrößerungen. Es passen alle 160mm RMS Objektive der Standard-Reihe. Ich habe mir für mein KF2 billige Polfilter für ein paar Euro gebastelt. Eine Dunkelfeld-Blende habe Ich noch nicht ausprobiert.
Das KF2 ist in der Bedienung sehr einfach. Der Kipphebel (Großfeldlinse oder 10-100x normal-Stellung) ist gleichzeitig die Verstellung für die Iris des Kondensors. Hiermit kann man z.B. die Tiefenschärfe verändern, indem man die Iris weiter zuzieht. Ich habe mein KF2 auf LED umgerüstet. Der Binoeinblick mit CPL 10x / 18 Okularen ist sehr angenehm.
Die restlichen normalen Standard Mikroskope haben einen "richtigen" Kondensor. Der holt natürlich bei richtiger Einstellung mehr raus. Muß aber auch eingestellt werden. Die anderen Standards sind natürlich ausbaufähiger. Das KF2 ist im Gegensatz viel einfacher zu bedienen und man kommt gleich zu einem gutes Bildergebnis.
KF2 = einfach zu bedienen, klein und kompakt (ein ideales Reisemikroskop). Paßt super in einen kleinen Rucksack.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo,
ehrlich gesagt, ich habe jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen und habe noch nirgends gefunden, was der Fragesteller eigentlich genau erwartet und benötigt. Vielleicht habe ich es auch übersehen? Bislang habe ich nur etwas von Leiterplattenrpüfung gelesen, eigentlich nicht gerade die Domäne eines Durchlichtmikroskops. Aber egal.
Speziell zum KF2:
Das KF2 ist ein einfach aufgebautes (und damit einfach bedienbares!!) solides Arbeitsgerät. Es wurde dafür konzipiert, Leuten, die sich nicht umfangreich mit der Technik auseinandersetzen wollen, ein einfaches, solides, fehlertolerantes Mikroskop an die Hand zu geben, mit dem sie ohne viele Verstell- (und damit Fehler-)möglichkeiten ordentliche Ergebnisse bekommen. Zielgruppe waren speziell Arzt- und Tierarztpraxen sowie für einfachere Laborarbeiten. Highend-Anforderungen werden damit nicht erfüllt - braucht aber nun auch nicht jeder! Die an diesem Mikroskope verbauten Achromate sind gut. Das weiße KF2 (wie in dem aktuellen Bundeswehrangebot) ist zumindest in Richtung Binotubus/Trinotubus ausbaubar, da es die normale Zeiss-Ringschwalbe der Standardserie hat. Das ist beim grauen KF2 NICHT so, da wurde eine spezielle Ringschwalbe verbaut und die dafür vorgesehenen Trinotuben sind mehr als rar - ich habe in den letzten 10 Jahren nur ein einziges Exemplar gesehen. Die Kondensorwippe ermöglicht ein wirklich einfaches Mikroskopieren ohne Fehlermöglichkeiten, fernerhin kann man damit ein schönes Schieflicht erzeugen (der "DIK für Arme"). Das KF2 ist (außer mit brachialer Gewalt) unkaputtbar und dem rauhen Laboralltag gewachsen (wir haben es seit 25 Jahren ohne Defekte und Wartung im ständigen täglichen Einsatz). Bei dem BW-Gerät ist aufgrund der Nichtbenutzung Veharzung möglich, eine Delamination der Achromate und der einfach konstruierten Okulare ist NICHT zu befürchten. Phasenkontrast ist theoretisch realisierbar, aber den passenden Kondesnoreinsatz gibt es meines Wissens bei Zeiss nicht mehr, er kostete zuletzt so um die 100 EUR. Dann muss man aber auch die Großfledlinse ausbauen und kann das kleinste Objektiv nicht mehr vollständig ausleuchten. Die Ausleuchtung des kleinen Objektivs ist beim KF2 übrigens immer etwas imhomogen.
Der Preis des Ebay-Sofortkaufangebotes scheint etwas hoch, angesichts eines Neugerätes mit dem schönen Transportkoffer (so man dafür eine sinnvolle Verwendung hat) aber noch vertretbar. Einen passenden Binotubus (der allerdings dann wohl grau sein wird, was evtl. einen Ästheten stört) und passende Okulare dürfte man für ca. 150 EUR via Ebay oder im Forum bekommen, wenn gewünscht. Was die besagte Verharzung betrifft: Bei einem gewerblichen Händler besteht ja ein 14-tägiges Rückgaberecht.
Fazit: Wer ein solides Mikroskop für Hellfeld und Schieflicht sucht und keine weiteren Kontrastverfahren anwenden möchte, ist mit einem KF2 gut bedient. Ob die monokulare Version (zunächst) ausreicht, muss natürlich der Anwender entscheiden.
Wer ein ausbaubares Mikroskop (wobei sich der Ausbau meist ja auf Phasenkontrast beschränkt) sucht, ist mit einem klassischen "Standard" oder einem anderen Mikroskop von Leitz etc. ggf. besser bedient.
Noch ein Nachtrag: Der "Köhlerei" wird allgemein eine zu hohe Bedeutung beigemessen. Bei modernen Optiken ist die Köhlerei nicht erforderlich und man erreicht mit der "kritischen" bzw. "Nelson"-Beleuchtung genau so gute Ergebnisse. Solange es nicht um "Ausbau" geht (also Phasenkontrast- oder Dunkelfeldkondensor), wäre die Kondensorwippe des KF2 für mich kein Grund, es nicht zu kaufen.
Unser KF2 - seit mehr als 20 Jahren im täglichen Dauereinsatz:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167560_23741667.jpg) (http://s260.photobucket.com/user/liebelken/media/liebelken054/KF2_zpsw7vxrwuu.jpg.html)
Herzliche Grüße
Peter
Nochmals vielen Dank an alle für die vielen Antworten, ganz besondes an Peter V. für seine ausführliche Beschreibung des KF2. Das KF2 bleibt ein Favorit, wenngleich ich langsam zu einer Bino-Ausführung tendiere. Habe die letzten Tage etwas mit meinem bisherigen Mono experimentiert, der Einblick mit nur einem Auge strengt auf längere Sicht doch ganz schön an.
Noch paar Fragen zum KF20:
- wann wurde das KF20 gebaut? Im PDF von Klaus Henkel fand ich keine Angaben
- hat die Beleuchtung im Fuss eine Iris (Leuchtfeldblende)?
- der schwarze Ring der Beleuchtung ist oben nicht plan, kann da was eingesetzt werden?
- hat der Mono-Tubus innen die übliche Aufnahme von 23.2mm?
Zu meinem bisherigen Mikroskop mit Beleuchtung über Spiegel: dort lässt sich eine blaue Filterscheibe in den Lichtweg einschwenken, zu was soll das gut sein? Bei diffusem Tageslicht (Sonne hinter einer weissen Wolke) ist das eher kontraproduktiv. Für was benötigt man diesen Blaufilter?
@the_playstation:
> Ich habe mein KF2 auf LED umgerüstet.
Interessant, welche LED(s) hast du verwendet?
Es gibt die weissen LEDs mittlerweile in weiss (8.000k) und warmweiss (3.700K).
Welche Lichtfarbe ist für ein Mikroskop die bessere Wahl?
@Peter V.:
Wenn man einen scharf gestellten Einblick hat, ist dann eine Kamera im 3. senkrechen Zugang ebenfalls scharf? Ich habe für mein bisheriges Mikroskop eine passende Mikroskopkamera vom gleichen Hersteller, wenn ich im Mono-Einblick das Bild scharf stelle, dann das Okular durch die Kamera ersetze, "sieht" die Kamera ziemlich unscharf. Es gibt also zwei Schärfeeinstellungen, eine für mich (kein Brillenträger) und eine für die Kamera.
Ulf
Hallo Ulf.
Da ich die meiste Zeit Plankton tümpel, benutze ich eine normal-weiße LED. je kurzwelliger das Licht, um so mehr Details sind theoretisch möglich. Bei Pflanzenschnitten mit Färbungen empfinde ich wärmeres Licht als angenehmer. Ich benutze Cree xl-m u2 LEDs und ein kleines regelbares Netzteil (stromgeregelt). Sie sind sehr hell. Vorteil von LED-Licht. Das Plankton unter dem Deckglas wird weniger erwärmt / gestört.
Zum Binotubus:
Ein Binotubus ist sehr viel angenehmer. Wenn man aber nur einen Monotubus hat, muß man lernen mit beiden offenen Augen zu schauen oder man kauft sich eine Piraten-Augenklappe. ;) :)
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo,
Zitatwann wurde das KF20 gebaut? Im PDF von Klaus Henkel fand ich keine Angaben
KF20 ??? Du meinsst sicher das KF2, von dem wir die ganze Zeit reden. Ich weiß auch nicht genau, wann es gebaut wurde, dürfte aber in den Achtziger/Neunzigern gewesen sein. In der Unendlich-Version (KF2 ICS) wurde auch noch bis vor ca. 10 - 15 Jahren neu verkauft.
Zitat- hat die Beleuchtung im Fuss eine Iris (Leuchtfeldblende)?
Nein. Braucht man eben für die "Nelson-Beleuchtung" auch nicht.
Zitat- der schwarze Ring der Beleuchtung ist oben nicht plan, kann da was eingesetzt werden?
Ja- z.B. der Blaufilter ;)
Zitat- hat der Mono-Tubus innen die übliche Aufnahme von 23.2mm
Ja.
Zitatdort lässt sich eine blaue Filterscheibe in den Lichtweg einschwenken, zu was soll das gut sein?
Das siehst Du dann, wenn Du kein Tageslicht, sondern Glühlampen- oder Halogenlicht verwendest. Das Licht ist gelb und wird durch den Blaufilter "weißer" (tageslichtähnlicher).
ZitatWenn man einen scharf gestellten Einblick hat, ist dann eine Kamera im 3. senkrechen Zugang ebenfalls scharf?
Kann man so pauschal nicht sagen. Das kann man aber alles "adaptieren". Letztlich ist natürlich immer das Ziel, Kamera und Auge "parfokal" zu bekommen, also mit einem Fokuspunkt. Ob das auf Anhieb so ist, kann ich nicht sagen, das hängt auch von dem Kameraokular ab.
Herzlich Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in März 05, 2015, 13:05:38 NACHMITTAGS
Zitat- hat die Beleuchtung im Fuss eine Iris (Leuchtfeldblende)?
Nein. Braucht man eben für die "Nelson-Beleuchtung" auch nicht.
Lieber Peter,
vom Strahlengang her hat das KF2 keine Nelson oder kritische Beleuchtung, sondern eine Köhlersche Beleuchtung nur eben ohne Leuchtfeldblende.
Ein "kritische Beleuchtung" nach Nelson würde bedeuten, dass das Gerät keine Kollektorlinse hat, und die Lichtquelle direkt von dem Kondensor in die Objektebene abgebildet wird.
Das KF2 und viele andere Mikroskope mit Kollektorlinse, die auch keine Leuchtfeldblende haben, bilden aber die Lichtquelle nach Köhler in die vordere Brennebene des Kondensors ab und dieser wiederum in die
hintere Brennebene des Objektivs ab. Nur ist eben in der hinteren Brennebene der Kollektorlinse keine Leuchtfeldblende angeordnet, die in die Objektebene abgebildet wird. Aber die gleichmässig ausgeleuchtete hintere Brennebene der Kollektorlinse gibt es ja ohne Leuchtfeldblende trotzdem, sodass das Objekt trotzdem gleichmässig ausgeleuchtet wird. Man kann aber nur wegen der fehlenden Blende diesen gleichmässig beleuchteten Bereich nicht an das Objektiv anpassen, und leuchtet daher bei den grösseren Objektiven einen unnötig grossen Bereich aus. Das heisst die beiden wichtigen Köhlerschen Bedingungen sind erfüllt nur die dritte eher unbedeutende Bedingung Leuchtfeldblende nicht. Man spricht daher auch von "Semiköhler" oder "Pseudoköhler".
Aber das hat mit kritischer Beleuchtung nach Nelson nichts zu tun, die hätte wirklich Nachteile.
Das wichtigste an der Köhlerschen Beleuchtung ist aber die Abbildung der Kondensoraperturblende in die hintere Brennebene des Objektivs und deren vollständige Ausleuchtung der Objektivapertur und die ist beim KF2
sogar vorbildlich. Deshalb kann man ja mit dem KF2 auch mit der Kondensorblendenverstellungswippe, die auch in dieser Aperturblendenebene sitzt, eine so hervorragende schiefe Beleuchtung einstellen.
viele Grüsse
Wilfried
Lieber Wilfried,
wo Du Recht hast, hast Du Recht. Ich kann nur zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich das KF2 selbst nicht - oder nur seltenst - benutze und noch nie so Richtung "nach unten" geschaut habe. In der Tat: Kollektorlinse, keine Mattscheibe. Umso besser!!
Herzliche Grüße
Peter
Zitatvom Strahlengang her hat das KF2 keine Nelson oder kritische Beleuchtung, sondern eine Köhlersche Beleuchtung nur eben ohne Leuchtfeldblende.
Ist für diese sog. Köhlersche Beleuchtung nicht noch ein höhenverstellbarer Kondensor erforderlich?
Ulf
Hallo Ulf,
nein hierfür braucht man keinen verstellbaren Kondensor, wenn er schon vom Hersteller in der richtigen Höhe (Köhlerstellung) konstruiert ist.
Und was man nicht verstellen kann, kann man auch nicht falsch einstellen.
Daher ist das KF2 auch so beliebt als Arztpraxen und Kursmikroskop ;D
Das KF2 ist gegenüber dem normalen Standard natürlich bezüglich der Kondensoren weniger ausbaubar, es gibt zwar Notlösungen für Ph aber mit einem richtigen Dreh-Kondensor, der verschiedene Positionen Ph1 bis PH3, Dunkelfeld oder gar DIC kann ist das natürlich nicht zu vergleichen.
viele Grüsse
Wilfried
Mal etwas OT:
Wie kann ich denn die optischen Qualitäten eines Mikroskops objektiv beurteilen?
Insbesondere die optische Auflösung, die wohl sehr wichtig ist.
Gibt es irgendwelche Präparate oder Strichplatten, die man als Referenz heranziehen könnte?
Am Besten, man hat immer ein hochwertiges Mikroskop zum Vergleich in der Hosentasche.
Dumm nur, wenn man keines hat, bzw. sich erst ein hochwertiges Mikroskop zulegen will.
Ulf
Zitat von: Ulf Roth in März 08, 2015, 09:34:56 VORMITTAG
Wie kann ich denn die optischen Qualitäten eines Mikroskops objektiv beurteilen?
Hallo,
objektiv nur, wenn du anhand eines Testobjekts die Kontrastübertragungsfunktion (also Kontrast versus Auflösung) misst.
Etwas mehr subjektiv, wenn du z.B. bei einem Mikroskopikertreffen oder einer Mikroskopischen Vereinigung mit guten
Präparaten durch verschiedene Mikroskope mit Optiken verschiedener Qualitätsstufe schaust.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo,
Wilfried hat es schon geschrieben: Um die Qualität einer Optik zu beurteilen, muss man sich selbst im Vergleich ein Bild machen. Es gibt zu viele Faktoren, die da eine Rolle spielen:
- Auflösung
- "Kontrast"
- "Farbbrillanz"
- Größe des Sehfeldes
- Planheit
Höhere Qualität erkennt man oft nur im Vergleich, zudem sind die Ansprüche und die subjektive Bewertung zu unterschiedlich.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
Es gibt auch graue KF2-Modelle mit Standard-Ringschwalbe, es sind nicht generell nur die Weißen damit ausgestattet.
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
ich hatte mich auf dieses Posting bezogen:
Zitat
Hallo in die Runde!
Die Zeiss KF2-Stative gibt es mit zwei unterschiedlichen Tubusanschlüssen.
Zum einen kommt die ganz normale Zeiss Ringschwalbe vor, an solchen Stativen kann man selbstverständlich einen Bino - oder sogar einen Trinotubus - nachrüsten.
Daneben existiert jedoch auch eine dazu inkompatible Ringschwalbe von 58mm Durchmesser. Da mir in der Praxis bisher noch nie ein Binotubus mit dieser Ringschwalbe untergekommen ist, schätze ich die Chancen gering ein, ein solches Monokular-Mikroskop auf Bino umzurüsten.
Warum Zeiss hier einen solchen Sonderweg gegangen ist, ist mir unbekannt.
Hier ein Bild (leider etwas unscharf) mit den beiden unterschiedlichen Ringschwalben.
Grüße
Thilo Immel
Da ich von meinem weißen KF2 sicher weiß, dass es die normale Schwalbe hat, bin ich davon ausgegangen, dass die "seltsame" Schwalbe an den grauen Modelle verbaut wurde. Muss aber nicht stimmen...
Kurios wäre natürlich, wenn Zeiss sowohl an den weißen als auch an den grauen Modellen beide Schwalben verbaut hätte....
Herzliche Grüße
Peter
Ziemlich sicheres Kennzeichen eines KF2 mit Standard-Schwalbe ist eine Rändelschraube zur Befestigung des Tubus. Die Stative mit der abartigen Schwalbe haben eine versenkte Inbusschraube, die schon darauf hinweist, daß hier nix zu holen ist...
Herzlich
Martin
ZitatEtwas mehr subjektiv, wenn du z.B. bei einem Mikroskopikertreffen oder einer Mikroskopischen Vereinigung mit guten Präparaten durch verschiedene Mikroskope mit Optiken verschiedener Qualitätsstufe schaust.
Hallo Wilfried,
wie kommt man an solch "gute Präparate"? Am Besten noch mit einer Art Notenschlüssel, also Präparat 1 scharf zu sehen = Note 3, Präparat 2 scharf = Note 2 usw.
Ulf
Hallo Ulf.
Da es die "guten" Präparate in Kombination mit anderen Vergleichsmikroskopen gibt, und die Präparate alleine wenig nutzen, ist es sinnvoll, einen Verein oder eine Gruppe oder andere Mikroskopiker in der Nähe zu suchen. Ohne einen Vergleich ist eine Beurteilung schwierig.
Ohne einen Vergleich mit meinem Axioplan ist mein Standard der Hammer.
Aber im Vergleich zu meinem Axioplan fällt es natürlich zurück.
Daher benötigt man unbedingt möglichst viele Vergleichsmikroskope. Vor allem auch, was die Beleuchtung betrifft.
Es ist auch wichtig, was man mikroskopieren will. Für das Tümpeln ist ein Plan-Objektiv nicht unbedingt notwendig, da nahezu alle Planktonlebewesen ohnehin krumm, verbogern oder rund sind. Bei planen Pflanzenschnitten ist ein Plan-Objektiv wesentlich wichtiger.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: Ulf Roth in März 09, 2015, 01:54:34 VORMITTAG
Hallo Wilfried,
wie kommt man an solch "gute Präparate"? Am Besten noch mit einer Art Notenschlüssel, also Präparat 1 scharf zu sehen = Note 3, Präparat 2 scharf = Note 2 usw.
Ulf
Hallo Ulf.
am besten du nimmst zunächst deine Präparate zusammen mit deinem Mikroskop mit als Gast zu einem Mikroskopikertreffen. Dort geht dir dann bei den Präparaten, bei denen du glaubst mit deinem vorhandenen Euromex Mikroskop an die Grenzen gekommen zu sein , entweder bei besserer Optik "ein Licht auf", oder aber es kann dir erklärt werden, warum das Präparat selber nicht mehr hergibt.
Bei den Treffen sind auch sicher genügend gute Präparate vorhanden um die Unterschiede zu verdeutlichen.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Jorrit
"Ohne einen Vergleich mit meinem Axioplan ist mein Standard der Hammer.
Aber im Vergleich zu meinem Axioplan fällt es natürlich zurück."
woran liegt das?
sind die modernen Objektive besser?
ein besorgter Phomi/WL/GFL- Benutzer :o :o
Reinhard
Hallo Reinhard.
Nicht unbedingt.
Das Axioplan hat halt Plan-Neofluare, einen Großfeldtubus und Okulare mit 23ger oder 25ger Sehfeld. Dann kommt noch DIK und der aufwendigere Beleuchtungsapperat mit Lampenhaus dazu. Das hat mein Standard nicht. Aber ich glaube nicht, daß äquivalente Objektive der Endlich Reihe schlechter sind. Man muß halt jedes Mikroskop mit seiner Ausstattung individuell beurteilen.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo -
gar mancher Mikroskopiker nützt Gesichtsfelder über 20 gar nicht aus, sei es, weil die Pupille seiner 10x/25- Brillenokulare in Anbetracht seiner klobigen Gleitsichtbrille doch nicht hoch genug über der Augenlinse liegt, sei es, weil er lieber den Objektträger verschiebt, statt mühsam mit den Augen zum weit entfernten Bildrand zu rollen.
Zu dieser Gruppe gehöre ich übrigens auch, außer beim Präpariermikroskop, wenn ich in der linken Hand einen Lötdraht und in der rechten einen Lötkolben halten muss.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf.
Absolut. Oder wenn man sich auf ein Detail konzentriert. Beim Tümpeln kann es aber wie der weite Blick über die "afrikanische" Savanne sein.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: the_playstation in März 09, 2015, 08:15:25 VORMITTAG
Für das Tümpeln ist ein Plan-Objektiv nicht unbedingt notwendig, da nahezu alle Planktonlebewesen ohnehin krumm, verbogern oder rund sind.
mit ausnahme des übersichts-objektivs
ich hab selber 4x, 10x, 20x, 40x, und 100x, aber das 4er is das einzige wo ich mir ein plan-objektiv wünschen würde
Nochmal etwas OT:
Wenn ich bei meinem Mikroskop in der 400er Vergrössererung (40x + 10x), die Irisblende unter dem Tisch zuziehe, dann sehe ich ein zweites Bild, das aber nicht vom Objekt stammt. Es sind so transparente Fasern, die mit meiner Augenbewegung mitgehen. Teilweise schwimmt mir das Bild auch in eine Richtung weg. Auf dem anderen Auge ist das ähnlich, aber weniger. Öffne ich die Irisblende wieder, ist das "Geisterbild" nahezu weg. In kleineren Vergrösserungen bei offener Blende ist der Effekt ganz weg. Was sehe ich da?
Ulf
hallo Ulf
das ist das sog Mückensehen (mouches volantes) - lies einmal hier :
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,5332,5343#msg-5343
Grüsse in den kommenden Tag
Wolfgang
Zitat von: knipser009 in März 12, 2015, 04:19:31 VORMITTAG
das ist das sog Mückensehen (mouches volantes)
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für den Link, das beschreibt genau mein Problem.
Scheint also ein allseits bekannes Problem zu sein.
Nochmal eine Frage zum KF2:
Ist eine Explosionszeichnung vom Aufbau mit den Teilenummern veröffentlicht?
Ulf