Hallo zusammen
Kann man mit der Canon (z.B EOS 1000D) Live-View Funktion, auch brauchbare Dunkelfeld - oder Phasenkontrast - oder Polarisationsfotos erstellen?
Hellfeldmikroskopie, dürfte keine Probleme verursachen.
Wie ist eine mögliche Unschärfe durch Spiegelauslösungsfibrationen :D zu bewerten?
Gruss Manfred
Hallo Manfred,
man kann sogar Fluoreszenz geht gut. Meine Erfahrung bezieht sich auf EOS 600 mit Life-view
Hallo Manfred,
ab 1, oder 2 Sekunden Belichtungszeit für das Bild, wird das Live View dunkler als das korrekt belichtete Foto sein.
Viele Grüße,
Johannes
Hallo zusammen
Vielen Dank für Euere Antworten.
Mittlerweile gibt es ja schon die EOS 1200D.
Und bald gibts bestimmt wieder ein neueres Modell.
Noch ein Frage hätte ich.
Ist bei Live View am PC mit Canon - Kameras, der Autofokus abgeschaltet? So, dass ich von Hand die Schärfe einstellen muss.
Was mir persönlich, am besten gefallen würde.
Gruss Manfred und ein sonniges Frühlings-WE.
Hallo Manfred,
wie es beliebt, dazu musst du nur einen kleinen Schiebeschalter am Canon Objektiv betätigen, der Rest geht dann automatisch.
Viele Grüße,
Johannes
Hallo Johannes
Wenn ich die Kamera ohne Objektiv ,nur mit einem Anschlussstutzen ans Okular anbaue , kann ich keinen Schiebeschalter benutzen.
Objekt-Objektiv -Okular- Kameraanschluss- Chip das ist die Reihenfolge. Das Okular bildet direkt das Objekt auf dem Chip ab.
Gruss Manfred
Hallo Manfred,
ZitatIst bei Live View am PC mit Canon - Kameras, der Autofokus abgeschaltet? So, dass ich von Hand die Schärfe einstellen muss.
und wie willst du dann über das Live-View etwas scharf stellen?
Viele Grüße,
Johannes
Hallo Johannes
Wenn ich mit dem Mikroskop die Schärfe einstelle, sehe ich doch auf meinem PC-Monitor was ich scharf einstelle, oder liege ich total daneben.
Gruss Manfred
Hallo -
naja - die Frage ist doch: Wird das Canon-Objektiv hier mit benutzt - dann muss natürlich der Autofokus abgestellt werden. Wenn nicht, erledigt sich die Sache von selbst. Außerdem hat der Autofokus der Kamera keine Chance sich gegen das manuelle Einstellen am Feintrieb durchzusetzen.
Generell schwächelt der Autofokus beim live-view sowieso.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Manfred,
stimmt ,du siehst am Monitor was du mikroskopierst, und scharf stellst du mit dem Grob- und Feintrieb des Mikroskops. Wenn du nun kein Objektiv an der Kamera hast, geht auch kein Autofokus, weil im Kameraobjektiv befindet sich die Mechanik und die Optik die dazu notwendig ist. Die dazugehörige elektronische Steuerung sitzt in der Kamera und die erkennt wenn kein Objektiv angeschlossen ist und schaltet den Autofokus automatisch ab. Es hätte auch keinen Sinn wenn nichts da ist, dass sie steuern könnte.
Der Autofokus einer Kamera geht also nur mit einem passenden Kameraobjektiv, nicht mit einem Mikroskopobjektiv.
Viele Grüße,
Johannes
Danke liebe Berater und Helfer.
Mit meiner alten Olympus OM2-N, und dem selbstgedrehten Anschlussstutzen (mit Filtergewinde für Polfilter) ans Mikroskop, konnte ich Farbdias (blauer Korrekturfilter) aufnehmen die so scharf waren wie ein Mikrotommesser. ;) Mit dem TTL-Blitz war jeder Schuss ein Zehner. Kaufe ich, oder lasse zum Geburtstag mir eine Canon schenken,
so kann ich mit den passenden Adaptern versehen, mit meinen alten, mit Olympusbajonett oder M42 versehenen Objektive und Balgengeräte von nah bis fern alles photographieren. Auch kann ich durch verlängern oder verkürzen des Anschlusstubus (natürlich will ich nichts übertreiben, bis 2fach genügt), Ausschnitte des Sehfeldes erstellen. Nur ändert sich dadurch merklich die Bildqualität, das ist meine nächste Frage?
Immer ein lohnendes Objekt vor der Linse, wünscht Euch Manfred.
Hallo Manfred,
ich bin nun seit 2011 Mitglied in diesem Forum und habe fast alle Beiträge gelesen, aber das jemand sich über die Bildqualität seine Canon beschwert hätte, kam so gut wie nie vor. In diesen wenige Fällen war es auch eher die miese Adaption, die diese Unzufriedenheit ausgelöst hatte. Grob geschätzt fotografieren hier 90% mit dieser Kamera, die andern 10% hatten einfach noch keine Gelegenheit mit einer zu arbeiten, ansonsten hätten sie auch schon eine. ;)
Viele Grüße,
Johannes
Hallo Manfred -
auch ich habe vor einigen Jahrzehnten im Stande glücklicher Unschuld ohne Zwischenoptik durch Direktprojektion auf den Film mit der OM2 Dias geschossen, die für mich völlig in Ordnung waren - meine Objekte befanden sich im Zentrum, Randunschärfe und Bildfeldwölbung spielten keine Rolle, und dass man Restfehler des Objektivs durch geeignete Okulare kompensieren müsse war mir unbekannt.
Hinzu kommt, dass dies alles an einem Zeiss Phomi II geschah, dessen eingebaute Kamera und umständliche Belichtungsautomatik im Vergleich zur kinderleichten Bedienung der OM2 abschreckend wirkte.
Eines galt aber auch damals schon: Wenn man bei der Projektion von dem vorberechneten Zwischenbildabstand abweicht verschlechtert sich die Leistung eines stärkeren Mikroskopobjektivs rapide - 2fach wäre schon katastrophal! Nicht umsonst ist auf den Objektiven die korrekte Tubuslänge eingraviert oder aufgedruckt.
Den korrekte Abstand des Sensors erkennt man u.a. daran, dass bei einem Objektivwechsel die eingestellte Schärfe annähernd erhalten bleibt - besonders bei den schwach vergrößernde Objektiven.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf
Als Zwischenoptik dient mir ja mein Okular (periskopisch), die Objektive sind Achromaten, oder Planachromaten.
Ich projeziere das Objekt über Objektiv-Okular, Anschlussstutzen direkt auf den Chip.
Gruss Manfred
Hallo Safari
Mein Mikroskop ist ein in 30 Jahren langsam gewachsener, liebgewonnener Eigenbau. Siehe kleines Bild, als mein Avatar.
Gruss Manfred
Hallo Manfred,
ZitatSiehe kleines Bild, als mein Avatar.
Ja nun kennen wir deine Ausrüstung. Nur eine Frage: das kann man nicht richtig erkennen: ist das vorne links ein Apo oder ein Planapo? ;D
Hallo Manfred,
auch mich würde ein in 30 Jahren gewachsener Eigenbau etwas näher interessieren.
Kannst du bitte dein Avatar Bild bitte entsprechend grösser hier einstellen, vielleicht sogar noch mit ein wenig Beschreibung ?
viele Grüsse
Wilfried
Guten Tag Wilfried
Gerne will ich Euch meine Eigenkonstruktion vorstellen und auch beschreiben.
Leider besitze ich nicht die nötigen Kenntnisse um Bilder hier im Forum einzustellen.
Hilfe ist mal wieder angesagt.
Gruss Manfred
Hallo Manfred,
so gehts einfach und bis jetzt auch langfristig zuverlässig:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=20515.0
viele Grüsse
Wilfried
P.S. Falls dir das ganze zu kompliziert ist, darfst du das Bild auch gern an meine email - Adresse (siehe Briefchen unter meinem Avatar) schicken, dann stelle ich es hier ein.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/167776_62810779.jpg)
Hallo Wilfried
Ganz vorsichtig habe ich nun versucht ein Bild meines Mikroskopes anzuzeigen. Ich hoffe es hat geklappt. Wenn ja, wird der Text folgen.
Gruss Manfred
So, ich sehe meine Hilfe zur Gesichtsfelderweiterung steht im Forum.
Wie es auf einer Baustelle zugeht, alles liegt noch, oder wieder im Argen.
Die notwendige Kosmetik wird erledigt,wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.
Ganz im Hintergrund ist die eigentliche Urform des Mikroskopes zu sehen. Ein Monstrum aus Stahl und Aluminium.
Die Schärfe wurde durch einen Motorantrieb eingestellt. Alles ganz erschütterungsfrei. Mit meiner alten Video 8 Kamera drehte ich unterhaltsame Filme über das Leben im Wassertropfen. Meine damals noch kleinen Kinder waren begeistert wenn sich Rädertierchen ihre Nahrung zustrudelten, oder flinke kleine Flitzer über den Fernseher jagten. Kristalle konnte ich im polarisierten Licht wachsen lassen. Die ganze Familie teilte mein Hobby und der mittlere meiner Knaben brachte laufend Gewässerproben aus irgend einem Sumpfloch, meine Frau rümpfte oft lächelnd die Nase. Den Kindern und mir wars egal.
Dann habe ich lange Jahre das Mikroskop weniger beachtet. Andere Interessen forderten mich heraus.
Ich baute für meine musizierende Gattin eine Violine. Wieder so ein Eigenbau, aber mit der beratenden Hilfe eines Geigenbaumeisters.
Das Instrument wurde echt eine klangliche Wucht. Das nur so nebenbei. Was die Augen sehen , können die Hände nachbauen, sagte ich mir immer.Und Geigenbauliteratur gibt es zwar nicht viel, aber mein Meisteberater gab mir die richtige zur Hand. Ein Bild lasse ich noch folgen.
Zurück zum Mikroskop. Das Modell im Vordergrund ist der momentane Stand der Entwicklung. Später soll der Tubus mit der Schärfeeinstellung wieder an das alte Ungetüm angebaut werden. Ein grosser Tisch, mit höhenverstellbarem, zentierbarem Kondensorhalter steht dort zur Verfügung. Als gelernter Elektriker werde ich die alte Halogenbeleuchtung gegen eine moderne, regelbare LED- Beleuchtung ausgetauschen.Das Leuchtfeld besitzt eine Blende und ist auch zentrierbar.
Alles wird ein und nachstellbar sein.
Beim Mikroskop auf dem Bild, ist ein kleiner Tisch mit zentrierbarer und höheverstellbarer Kondensorhalterung. Das Photoobjektiv auf dem Fuss, besitzt eine Blende und ein Filtergewinde. Darauf habe ich mir einen drehbaren Filterhalter, für Schiebefilter gebastelt. Darüber später mehr.
Der Kondensor ist ein zweilinsiger Kondensaor mit Filterhalter und Blende. Ich glaube 1.2 er Appertur. Der 4 fache Revolverkopf und der Kondensor, sowie die Objektive 4x;10x;20;40;(Achromaten) sind von Will Wetzlar. Meine Okulare sind von der gleichen Firma , 10x;15x Periskopisch. Mittlerweile habe ich von der Fa. Micros ein 4x Planachromat und ein 10x Ph-Planachromatdazugekauft.
Vom Hellfeld bis Dunkelfeld, schiefer Beleuchtung, Rheinbergbeleuchtung, Beugungskontrast und Polarisation kann ich mich an Gottes Winzlingen erfreuen. Hauptsächlich interessiert mich das Leben im Wasser, ein Aquarium mit interessanten Objekten steht in Reichweite.
Das Buch -Das Leben im Wassertropfen - liegt ständig bereit , um neu entdeckten, kleinen Wundern einen Namen geben zu können.
Das Internet ist eine nie versiegende Hilfsquelle für technische und biologische Fragen.
Mein ganz besonderer Respekt gilt den vielen Helfern hier im Forum. Ohne Eueren Fleiss und ohne Euere Kenntnisse blieben viele Fragen unbeantwortet.
Vor allen Dingen, der nette Umgangston hat es mir angetan.
Grüsse aus der Pfalz von Manfred
Hallo Safari
An der ganzen Konstuktion ist jedes Teil auf seinem dazu bestimmten Platz. Gedreht und gefräst wurde mit höchster Präzision.
Unter der kleinen Scheibe, die als Pol-Analysator zum Betrachten dient, steckt das jeweilige Okular in der dicken Aluhülse, welche auch zur Einstellung der Tubuslänge dient. (160-170 mm). Die dicke Hülse trägt auch den Adapter für Kamera und dem früheren Videogerät.
Leider besitze ich nichtmehr die ganzen Pläne und Zeichnungen die ich angefertigt hatte.
Fräsen und Drehen musste in meiner Lehrzeit, auch als Elektriker, jeder Lehrbub erlernen. Und mit der Feile auf 5/100 mm genau schlichten war unabdingbar. Lehrzeit 1963-1966 in der KGSK in Kaiserslautern. Und der Lehrlingsausbilder hatte eine harte Schlaghand. Wir waren aber auch immer die besten Lehrlinge im ganzen Umkreis und gefragte Gesellen und spätere Meister und Ingeneure.
Gruss Manfred