Hallo zusammen,
hier präsentiere ich das etwas verkleinerte Rohbild eines Staurastrum. Ich finde, dass es bei dieser Gattung oft sehr schwierig ist, brauchbare Fotos zu machen. Wer hat Lust, dieses Bild so optimal wie möglich zu bearbeiten? Natürlich habe ich es selbst auch schon bearbeitet, bin mit dem Ergebnis aber nicht wirklich zufrieden (s.u.).
Das Rohbild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167713_44297195.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/rohbild.staurastrum_zpsldglrgib.jpg.html)
Meine Bearbeitung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167713_47216733.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/bearb.staurastrum_zpsi59er7y4.jpg.html)
Es würde mich freuen, wenn Ihr bei Euren bearbeiteten Fotos erklären könntet, was Ihr gemacht habt und wo Ihr bei meiner Bearbeitung einen Änderungsbedarf seht.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
Gibt es auch ein nicht-verkleinertes TIFF Bild? Die Verkleinerung ist eigentlich nicht noetig (genug Rand zum ausschneiden ist da) und ein JPG ist kein guter Startpunkt.
Beste Gruesse, Jon
Hallo Jon,
da fragst Du mich schon zu viel. Ich arbeite nur mit jpg-Fotos. Ich denke aber, dass eine gute Bearbeitung auch anhand des vorgegebenen Fotos möglich ist.
Übrigens sehe ich gerade, dass ich das falsche Rohbild reingestellt habe. Dieses war es von den insgesamt 6 Fotos eigentlich, das ich bearbeiten wollte. >:(
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
Ihrer Website ;) entnehme ich, dass Sie eine EOS 1000D haben. Die sollte immerhin 12bit RAW Dateien machen. Eine solche Datei, oder zumindest eine daraus entwickelte TIFF, waere ideal.
Beste Gruesse, Jon
Lieber Jon,
sorry, das ist mir zu kompliziert. An meinem Mikroskop ist eine Canon 600D adaptiert.
Mir geht es um eine optimale Bildbearbeitung bei vorgegebenen Rohbildern, die natürlich ihre Schwächen haben dürfen - nicht mehr. Bis vor 1,5 Jahren hatte ich mit einer billigen Kompakt-Digi-Kamera durch das Okular fotografiert. Auch aus diesen Rohbildern kann man ansehnliche Fotos machen.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo,
Ob 1000D oder 600D (14 Bit) spielt ja keine Rolle. Aber mit einer JPG als Startpunkt werden Sie wohl kaum jemanden zum mitmachen anregen koennen. Nicht weil JPG grundsaetzlich nutzlos ist, sondern weil der geneigte Bearbeiter keine Ahnung hat, was mit der JPG vorher passiert ist. http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artdec09/rp-digiphoto.html
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167729_50862147.jpg) (http://s1178.photobucket.com/user/jayb37/media/Untitled-2%20copy_zpsdyi26xub.jpg.html) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167729_7095280.jpg) (http://s1178.photobucket.com/user/jayb37/media/Untitled-1%20copy_zpsyolsikb2.jpg.html)
- Unschaerfemaske
- Grauabgleich
- Farbsaettigung
- Helligkeit/Kontrast
- Bildausschnitt 4:3
4 min Bearbeitungszeit
Hallo Jon,
vielen Dank für die Bearbeitung und die Erklärung der Einzelschritte! Gestern Abend hatte ich das Rohbild ganz oben ebenfalls bearbeitet und kam zu diesem Ergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167750_50852166.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/staurastrum.bearb_zpsgdo9abc9.jpg.html)
Ich hatte übrigens keinerlei Probleme wegen des jpg-Formats. Für die Bearbeitung brauchte ich allerdings etwas länger als 4 min., nämlich ca. 10 min., bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo zusammen,
eigentlich schade, dass gleich theoretisiert wurde, statt einfach das vorhandene Foto zu verwenden und nach eigenem Geschmack etwas Ansehnlicheres daraus zu machen. Es gibt hier viele, die direkt durch das Okular fotografieren, sei es mit einer kompakten Digi-Kamera oder gar mit dem Handy. Viele von diesen trauen sich erst gar nicht, ihre Bilder ins Forum zu stellen - meist aufgrund zu geringer Kenntnisse in Sachen Bildbearbeitung.
Ich fotografierte bis vor 1,5 Jahren alle meine Motive mit einer kompakten Digitalkamera durch das Okular. Natürlich waren die Urbilder überwiegend nicht gut, doch mit Hilfe der Bildbearbeitung oft soweit zu verbessern, dass sie vorzeigbar waren. Dabei habe ich viel gelernt. Um nichts anderes geht es mir hier. Das obige Urbild ist alles andere als optimal. Es handelt sich aber um eine Art, die ich nur selten finde, so schön liegend, ohne viel Dreck drumrum erst recht selten. Also versuchte ich anhand des entstandenen Fotos das beste zu machen.
Nun benutzen wir aber verschiedene Bildbearbeitungsprogramme und verwenden sicher auch unterschiedliche Optionen derselben. Mir persönlich liegt wenig an der "schnellen Bildbearbeitung", bei der mit wenigen Klicks Weißabgleich, Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung verändert werden. Die Ergebnisse empfinde ich meist alles andere als optimal. Ich arbeite gerne "zu Fuß", was natürlich länger dauert. Das Endergebnis ist, wie schon oft erwähnt, Geschmacksache.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo,
Zitat von: Monsti in März 08, 2015, 21:25:12 NACHMITTAGS
eigentlich schade, dass gleich theoretisiert wurde, statt einfach das vorhandene Foto zu verwenden und nach eigenem Geschmack etwas Ansehnlicheres daraus zu machen.
was heisst hier theoretisieren? Du rufst auf zu töpfern und Jon fragt nach Ton. Das ist ziemlich praktisch.
Das angegebene Rohbild ist nicht das Bild aus dem die darunter angegebene Bearbeitung entstanden ist, sondern ist bereits massiv bearbeitet. Es ist entwickelt, durch die Bildbearbeitung der Kamera gelaufen (vermutlich geschärft, Weißabgleich, evtl. sogar antialiased?, die Dynamik auf 8 Bit reduziert, im Farbraum Tiefpassgefiltert, in Blöcke gerastert, DCT transformiert und quantisiert), dann entpackt, verkleinert und erneut im Farbraum Tiefpassgefiltert etc. pp.
Wenn es dir zu kompliziert ist, eine 100 % Version oder, was am besten wäre, eben eine RAW-Datei anzubieten, ist das absolut Deine Sache, aber ich bin ganz bei Jon: wenn schon, denn schon.
Beste Grüße
Timm
Hallo,
seid doch nicht so streng! Der Weg ist das Ziel (Konfuzius) ;)
Warum soll man aus einem vorgefilterten 8 Bit-Bild nicht das Optimum herausholen? Und es wäre erst einmal zu beweisen, ob speziell bei dieser Art Objekt tatsächlich aus der RAW-Datei ein signifikant besseres Bild gewonnen werden kann.
ZitatDu rufst auf zu töpfern und Jon fragt nach Ton. Das ist ziemlich praktisch.
Der Ton wurde ja geliefert, nur ist er den Töpferkursteilnehmern nicht gut genug, weil sie verwöhnt sind. Das ist sehr unpraktisch ;D
Hubert
ZitatUnd es wäre erst einmal zu beweisen, ob speziell bei dieser Art Objekt tatsächlich aus der RAW-Datei ein signifikant besseres Bild gewonnen werden kann.
Hallo,
dieser Vergleich würde mich auch sehr interessieren und ist ja vielleicht auch in Monstis Interesse. Angie, könntest Du doch bitte nachliefern?
Schöne Grüße
Jürgen
Hallo,
den Aufruf von Agie verstehe ich sehr gut und auch ich vermisse oftmals Inputs zum Workflow der gezeigten Bilder.
Mit einem Beispiel aus meiner Arbeit am Mikroskop und im Photoshop möchte ich zeigen, woran ich arbeite und wie ich zum Ziel komme.
Ausrüstung:
- Zeiss Phomi III; Canon EOS 700D mit 40mm Pankake Objektiv; Bildkontrolle am Kameramonitor, Auslösung über den Selbstauslöser der Kamera.
Ich fotografiere im Modus A mit Blendevorwahl 2,8; automatischer Weissabgleich, ISO 100 und speichere das Bild als .jpg in der Grösse 4608 x 3456 x 72 Pixel ab. Die Bilder bearbeite ich am iMac mit dem CS4 Photoshop. Ich habe keinen kalibrierten Bildschirm.
Die Endgrösse der Bilder liegt in der Regel bei 800x600x72 Pixel. Die Bilder werden in dieser Grösse nur für die Publikation im Internet benutzt.
Nun zu meiner Arbeit.
Im Bild sehen wir einen Stängel-Querschnitt von einem Moss, Philonotis seriata; geschnitten am Tischmikrotom mit der Rasierklinge, eingedeckt in Wasser. Am Deckglasrand sauge ich soviel wie möglich Wasser weg.
Einstellungen am Mikroskop:
Durchlicht / Hellfeld, als Objektiv wird der Zeiss Plan Apo 25 trocken verwendet, Optovar 1,25x, Okular in der Kameraadaption Zeiss KPL Br. 10x M.
Ich stelle bei der Kamera eine Unterbelichtung ein, so dass die hellsten Stellen am Objekt (hier im Zentrum des Schnittes) optimal belichtet sind.
Ich mache deshalb mehrere Bilder mit unterschiedlicher Einstellung.
Die Arbeit im Photoshop:
Bild öffnen, wenn nötig das Format ändern (Hochformat in Querformat)
Korrekturen:
- unter Gradationkurven den Weisspunkt setzen (wo, siehe dazu 2. Bild);
- die Funktion: Tiefen/Lichter anwenden
- Ränder am Objekt mit Pinselwerkzeug von Verunreinigungen reinigen.
- Massstab einsetzen, Bild beschriften und speichern.
Kopie des Bild auf die gewünschte Endgrösse schrittweise reduzieren. Die einzelnen Schritte sollen nicht grösser sein als die Hälfte der vorhanden Pixelgrösse.
Das Bild in der Grösse von 800x600x72Pixel wird in einer 2. Ebene mit dem Hochpassfilter angemessen bearbeitet. Die beiden Ebenen auf die Hintergrundebene reduziert.
Das sind meine Schritte. Was meint ihr dazu?
Gruss Arnold Büschlen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167840_1163494.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Philonotis%20seriata/P.%20seriata%20Stamm%20quer%20%20800%20_zpsi0baognb.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167840_52357250.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Philonotis%20seriata/P.%20seriata%20Stamm%20quer%20%20800%20beschriftet%20_zpscztc5y8f.jpg.html)
Hallo Angie,
mache ich etwas falsch: wenn ich das Bild mit einem Maus-Rechtsklick speichere, dann erhalte ich ein Bild mit einer Größe von 1000x848px / 54 KB. Das kann doch kein leicht verkleinertes Rohbild aus Deiner 600D sein?
Zitat von: Monsti in März 07, 2015, 21:18:58 NACHMITTAGS
Ich denke aber, dass eine gute Bearbeitung auch anhand des vorgegebenen Fotos möglich ist.
Da muss ich Dir von meinem Kenntnisstand aus wiedersprechen und die Meinung vertreten, dass mit diesem Ausgangsbild keine "gute" Bearbeitung möglich ist. Ich greife mal Timm´s Vergleich mit dem Töpfern auf: ja - Du hast Ton geliefert, aber erwartest von den "Teilnehmern" aus 54 Gramm Ton einen stabilen Brottopf zu fertigen ;).
Hier mein Ergebnis mit Deinem Foto:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167841_7266028.jpg)
Bearbeitungszeit in lightroom 1 - 2 min: Weißabgleich / Belichtung / Lichter / Tiefen / Präsenz / geschäft / entrauscht
Viele Grüße über ein paar Berge - ich hoffe Du hast auch so ein geniales Wetter.
Gerald
Hallo zusammen,
okay, der Reihe nach (Zitat Timm):
ZitatDas angegebene Rohbild ist nicht das Bild aus dem die darunter angegebene Bearbeitung entstanden ist
Das ist richtig, im zweiten Beitrag hatte ich aber bereits erwähnt, versehentlich das falsche Bild bearbeitet zu haben. ;) Die Bearbeitung des obigen Rohbilds folgt nach Jons Bearbeitungsbeispiel. Hier stellte ich das Motiv frei, änderte ich die Ausrichtung der Alge (Lichteinfall von oben links), Farbtemperatur, sowie Kontrast und Helligkeit. Außerdem beseitigte ich die blaugrauen Farbränder und stempelte zwei Flecken im Hintergrund weg. Anschließend verkleinerte ich das Bild und zeichnete den Hintergrund sowie die Ränder der Alge zu 100% weich, die Alge selbst zu 6%. Zum Schluss erfolgte eine leichte Kantenschärfung. Zeitaufwand: ca. 10 min.
Meine Kamera steht auf Verschlusszeitautomatik. Ein Weißabgleich wurde einmalig mit einem 16er Objektiv vorgenommen. Das ist alles. Ich arbeite mit dem Programm DSLR Remote Pro im Live View, d.h. löse per Mausklick aus. Ergebnis: siehe Eingangsfoto. Die Bildbearbeitung erfolgt mit Photoshop CS2.
Die Rohbilder sind jeweils 5184 Px breit (72 P./Zoll) und belagern meinen Speicher mit 51,3 MB. Die fertig bearbeiteten Bilder sind meist 600 px breit bzw. hoch und haben Größen von 25-80 KB, je nach Motiv.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Jürgen,
wie ich zu einer RAW-Datei komme, weiß ich nicht. :-[ Soweit ich informiert bin, handelt es sich hierbei doch auch nicht wirklich um Rohbilder.
Hallo Gerald,
meine Rohbilder sind doch viel zu riesig, um sie im Forum zu präsentieren. Deshalb die Verkleinerung auf 1000 px Breite. Anscheinend bin ich zu blöd für Alternativen ...
Meine Versuche, bei photobucket das Foto im tif-Format zu speichern, ging leider in die Hose.
Herzliche Grüße von der Technikidiotin
Angie
Hallo Arnold,
vielen Dank für Deine Beschreibung! Wie ich sehe, arbeiten wir gar nicht sooo unterschiedlich. Die Unterschiede ergeben sich vor allem aufgrund unserer verschiedenen Fotomotive.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
deine Kamera kann sehr wohl Bilder im RAW Format abspeichern. Dazu musst du eine Einstellung im Menü machen. Das ist überhaupt nicht schwierig und den Weg dazu findest du im Handbuch. Bilder im RAW-Format kannst du nur mit einem geeigneten Programm öffnen!
Grundsätzlich gilt, dass Bild im RAW-Format eine herausragende Basis für optimale Bildbearbeitung liefern.
Zum Weissabgleich an der Kamera:
Du beschreibst, dass du einmal den manuellen Weissabgleich an der Kamera mit dem 16er Objektiv gemacht hast und nun so fotografierst. Streng genommen gilt dieser manuelle Weissabgleich nur für das 16er bei der immer wieder genau gleich eingestellten Lichtstärke an deinem Trafo.
So wie der Fotograf immer wieder das Licht vor Ort misst und die Kamera optimal einstellt, müssten auch wir Mikrofotografen bei jedem Objektivwechsel und bei jeder Lichtstärkeänderung den manuellen Weissabgleich neu machen.
Bei den Nikon Coolpix 9xx habe ich das mehr oder weniger konsequent gemacht. Ich bin aber bei der Umstellung auf die Canon EOS 700D davon abgekommen und fotografiere mit dem automatischen Weissabgleich.
Gruss Arnold
Hallo Angie,
jetzt kommt langsam Licht in die Dunkelheit :)
Wenn Du ein wirkliches Vergleichsergebnis (Vergleich bedeutet aber auch ein gewisser Rahmen / Regel worauf Du im Ergebnis wert legst - siehe nächsten Absatz) haben möchtes, dann müsstest Du den Teilnehmern Dein Originalbild (51MB) zur Verfügung stellen. Und als Alternative das RAW (welches Du aber nicht hast). Theoretisch (und praktisch) können wir Deine Daten auf meinem Serverspeicherplatz legen und jeder kann sie über einen Link laden. Noch besser wäre es, Du würdest ein neues Bild in RAW (die Umstellung ist sehr einfach - Bedienungsanleitung - mit der mitgelieferten Software Digital Photo Professional von Canon kannst Du die Daten öffnen) und jpg erstellen und diese Daten zum öffentlichen Vergleich freigeben.
Rahmen / Regeln / Wertigkeit:
was ist für Dich / uns ein gutes Bild? Sollen wissenschaftliche Bestimmungsmerkmale hervorgehoben werden? Soll es ästhetisch ansprechend sein? Warum Farbsäume entfernen? ect.
Michael Plewka hat diese Thematik / Problematik aus meiner Sicht gut zusammengefasst (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=22301.0) Zitat:
>Was jemandem gefällt, hängt ja vor allem vom Betrachter ab und dessen soziokultureller Erfahrung, ist also in hohem Maße subjektiv und von der Zeitepoche abhängig, in der man gerade zufälligerweise lebt. In der Mode, Architektur, und der eigenen Wohnraumgestaltung (inklusive der Bilder, die man zur "Verschönerung" aufhängt) ist das nur allzu offensichtlich. Deshalb kann man diesbezüglich auch nicht auf einen Nenner kommen, solange man keine "objektiven" Kriterien festlegt.<
Viele Grüße
Gerald
Zitat von: Monsti in März 09, 2015, 12:27:53 NACHMITTAGS
wie ich zu einer RAW-Datei komme, weiß ich nicht. :-[ Soweit ich informiert bin, handelt es sich hierbei doch auch nicht wirklich um Rohbilder.
Herzliche Grüße von der Technikidiotin
Angie
Hallo Angie,
geh ins Menue Deiner Kamera und stell RAW ein und mach die Aufnahmen wie gewohnt. Dann, im Photoshop öffnen. Photoshop
öffnet RAW-Dateien automatisch mit dem "Camera-RAW"-Modul, dort wird das Bild bearbeitet. Wenn es fertig ist, dann speicherst Du
es (völlig verlustfrei!) als Tif.....ist ganz einfach.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167849_58535817.jpg)
Und, RAW-Dateien werden auch als digitale Negative (DNG) bezeichnet. Es sind vollkommen unbehandelte Rohdaten.
Wenn man diesen Weg geht, hat man tatsächlich deutlich mehr Reserven bei der Bearbeitung. Versuchs mal.....
Gruß
Heike
Hallo Heike,
Du bist die Rettung!!! Endlich habe ich es kapiert. ;D
Okay, ich werde es versuchen und berichten. Dauert allerdings ein bisschen.
Herzliche Grüße
Angie
Gern geschehen ;D
LG
Heike
Hallo Angie,
solltest Du eine ältere Version von Photoshop haben, dann kann es sein, dass die Canon-RAW-Daten im Format "CR2" nicht eingelesen werden können. Du kannst Sie mit dem kostenlosen DNG-Konverter von Adobe in DNGs umwandeln und dann mit Photoshop entwickeln / einlesen.
http://www.adobe.com/support/downloads/detail.jsp?ftpID=5864
Viele Grüße
Gerald
Hallo Gerald,
ZitatRahmen / Regeln / Wertigkeit:
was ist für Dich / uns ein gutes Bild? Sollen wissenschaftliche Bestimmungsmerkmale hervorgehoben werden? Soll es ästhetisch ansprechend sein? Warum Farbsäume entfernen?
Als Tümplerin ist es mir besonders wichtig, dass die Merkmale eines Organismus auf dem Foto so deutlich bzw. typisch wie möglich erscheinen. Farbsäume entferne ich deshalb, weil das reale Objekt solche nicht besitzt. Und natürlich freue ich mich, wenn das Endergebnis zugleich ästhetisch wirkt. Unter einem guten Bild verstehe ich auch, dass es nicht unscharf bzw. überschärft ist und dass Belichtung, Kontrast und Farben passen (siehe Ästhetik).
Natürlich: Was mich persönlich anspricht, kann auf einen anderen uninteressant bis gar grauenhaft wirken. Ein wirklich "schlechtes" Foto dürfte unter uns sicher kaum unterschiedliche Reaktionen auslösen, oder?
Darum geht es mir aber eigentlich nicht. Ich sehe bei meiner eigenen Arbeit viele kleine Optimierungsmöglichkeiten, sehe aber auch im Forum oft Fotos, bei denen es mich förmlich in den Fingern juckt, weil sie mit wenigen Klicks verbesserungsfähig wären. Gerade in meiner katastrophalen Anfangszeit habe ich mir oft irgendwelche Fotos aus dem Forum runtergeladen und sie für mich bearbeitet. Dabei habe ich immens viel gelernt.
Vielen Dank für Dein Angebot. Darauf würde ich gerne zurückkommen.
Herzliche Grüße
Angie
Danke Gerald,
das hatte ich vergessen zu erwähnen. Sie ist ja mit dem etwas betagten CS2 unterwegs, da weiß ich auch nicht,
ob damit Canon-Raws geöffnet werden können. Aber DNGs können immer geöffnet werden, das ist schließlich
von Adobe selbst entwickelt worden.
Gruß
Heike
Und dann gibt es ja auch noch das kostenlose Raw Therapee: http://rawtherapee.com/blog/rawtherapee-4.2-is-out
Grüße
Martin
Hallo Heike,
besten Dank für deine verständlichen Erklärungen. du schreibst: ...und mach die Aufnahmen wie gewohnt... was ist dann mit dem manuellen Weissabgleich an der Kamera? So wies Angie beschrieben hat, auch wie gewohnt?
Sicher kannst du uns mit seiner grossen Erfahrung weiterhelfen.
Besten Dank.
Gruss Arnold
Zitat von: A. Büschlen in März 09, 2015, 15:15:37 NACHMITTAGS
.......du schreibst: ...und mach die Aufnahmen wie gewohnt... was ist dann mit dem manuellen Weissabgleich an der Kamera? So wies Angie beschrieben hat, auch wie gewohnt?
Hallo Arnold,
ja, alles wie gewohnt, auch der Weißabgleich. Als Endprodukt kommt ja "nur" ein anderes Format raus, das aber ALLE Bildinformationen enthält.
Den RAWs tut es allerdings gut, wenn man sie etwas unterbelichtet, dann geht in den Lichtern wirklich NICHTS verloren.
Wer im AV-Modus fotografiert, muss sich dann natürlich der manuellen Belichtungskorrektur (-0,5 oder -1) bedienen, geht ja nicht anders.
Gruß
Heike
Hallo Heike,
so wie es Angie hier beschreibt ? : ...Meine Kamera steht auf Verschlusszeitautomatik. Ein Weißabgleich wurde einmalig mit einem 16er Objektiv vorgenommen. Das ist alles. Ich arbeite mit dem Programm DSLR Remote Pro im Live View, d.h. löse per Mausklick aus. Ergebnis: siehe Eingangsfoto. Die Bildbearbeitung erfolgt mit Photoshop CS2...
oder doch bei jedem Objektivwechsel / Lichtänderung einen neuen manuellen Weissabgleich?
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
"so wie es Angie hier beschreibt ? : ...Meine Kamera steht auf Verschlusszeitautomatik" genau, das meinte ich mit "AV-Modus" (Blendenpriorität).
Und den Weißabgleich mache ich eigentlich auch nur einmal. Das Licht am Mikroskop ändert sich ja in der Regel nicht so schnell.
Das Tool DSLR Remote Pro kenne ich nicht, meins ist das Nikontool "Camera Control Pro" und mache den Weißabgleich manuell über die Eingabe
der Farbtemperatur. Da hab ich auch meine festen Werte (Jansjös 2200 Kelvin - LED 5200 Kelvin) und gut is.
Um den Unterschied von RAW zu jpg mal anschaulich darzustellen, hab ich eben mal auf die schnelle zwei Testbilder ausm Fester gemacht.
Das jpg ist ohne Belichtungskorrektur ganz normal mit Blende 11 1/125 mit Verschlussautomatik (AV) gemacht, das Raw hat die selbe Belichtungszeit,
aber die Belichtungkorrektur hatte ich auf -1 gestellt.
Ok, das sind jetzt wahrlich keine Mikrofotos (hab grad keine Algen da.... ;D), aber man sieht hier mehr als deutlich, wie viel mehr Information im Raw
steckt, am Himmel wird's ganz deutlich.
Die Bearbeitung in Photoshop war nahezu identisch. Kontrast - Tiefen/Lichter - Helligkeit, mehr nicht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167871_16866085.jpg)
das ist, unübersehbar, das jpg
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167871_20776361.jpg)
das ist das Raw
Gruß
Heike
Zitat von: Rheinweib in März 09, 2015, 14:41:02 NACHMITTAGS
Danke Gerald,
das hatte ich vergessen zu erwähnen. Sie ist ja mit dem etwas betagten CS2 unterwegs, da weiß ich auch nicht,
ob damit Canon-Raws geöffnet werden können. Aber DNGs können immer geöffnet werden, das ist schließlich
von Adobe selbst entwickelt worden.
Gruß
Heike
Hallo Freunde
das Modul lässt sich auch als Plug-in installieren. Hier steht wie das geht:
http://www.traum-projekt.com/forum/7-photoshop/90664-photoshop-cs2-raw-datein-anzeigen.html
Liebe Angie
ich habe mich anfangs auch gegen RAW gesträubt, aber wenn man es ein paar mal probiert hat erkennt man schnell die Riesenvorteile und das ist nun wirklich keine "rocket science"!
Gerade bei den enormen Beschnitten, die Du machst verschenkst Du so viel an Pixeln wenn Du vom jpeg ausgehst!! Das Wort "Ausgangsbild" wäre übrigens geeigneter als "Rohbild" (wenn es KEIN RAW Bild ist), der thread zeigt deutlich die Missverständnisse die das kreiert!
Viel Spaß weiterhin
Bernhard
Hallo Diputanten und Diskutanten ,
Nach intensivem Bemühen, diesem Faden zu folgen ( und einem gutem Glas Wein, genauer, einem Glas guten Weins), fiel mir zunächst nur Zweierlei ein:
Die babylonische Sprachverwirrung beim Turmbau zu Babel (altes Testament, niedergeschrieben vor mehreren tausend Jahren) und
Goethes Faust: ,,Mir wird von alledem so dumm, als ging mir im Kopf ein Mühlrad herum", (auch schon etwas älter.)
,,Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor" (auch nicht von mir sondern Goethes Faust).
Dennoch: Einiges, für mich Neues, habe ich nach Klärung der verwendeten Begriffe in IN gelernt. Weiter so!
Herzliche Grüße
Carlos
Hallo Heike,
meine Fragen beziehen sich "nur" auf den Weissabgleich an der Kamera.
Ist meine Annahme richtig, dass deine Jansös nicht gedimmt werden? wenn dem so ist, so hast du in etwa immer die gleiche Farbtemperatur. Du machst einmal den manuellen Weissabgleich für deine Fotosaison und gut ist.
Wenn ich im Durchlicht/Hellfeld fotografiere, benötige ich unterschiedliche Lichtintensitäten. Das 4er Objektiv benötigt nicht gleich viel Licht wie das 10er, das 16er nicht gleich viel wie das 25er und das 40er nicht gleich viel wie das 10er usw. Beim regeln am Trafo ändere ich nicht nur die Helligkeit sondern auch die Farbtemperatur. Optimal ist, wenn ich mit dem Trafo das Licht auf eine ideale Farbtemperatur einstelle und dann mit ND Filtern die Lichtintensität anpasse. Ich kann das am Phomi III aber ist das auch wirklich die gängige Praxis ?
Welche Einstellung an der Kamera ist nun praxisgerecht und nötig: der automatische Weissabgleich oder doch der manuelle Weissabgleich bei jedem Objektivwechsel?
Dazu würde ich gerne viele Meinungen lesen! Auch von den Profis :)
Besten Dank für eure Mithilfe.
Gruss Arnold
Zitat von: A. Büschlen in März 09, 2015, 16:38:45 NACHMITTAGS
Welche Einstellung an der Kamera ist nun praxisgerecht und nötig: der automatische Weissabgleich oder doch der manuelle Weissabgleich bei jedem Objektivwechsel?
Dazu würde ich gerne viele Meinungen lesen! Auch von den Profis :)
Besten Dank für eure Mithilfe.
Gruss Arnold
Hallo Arnold
eher als Nicht-Profi bin ich bisher davon ausgegangen, dass es gerade EINER der vielen Vorteile des RAW Formates ist, die Lichtemperatur hinterher sehr feinfühlig und mit verschieden Mitteln (Voreinstellungen, Pipette, Schieberegler) einstellen zu können. Bei mir steht sowohl am Mikroskop als auch in der Naturfotografie der Weißabgleich immer auf Automatik.
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Hallo Arnold,
der Weißabgleich ist noch mein geringstes Problem, da sehr einfach mittels Bildbearbeitung zu erledigen. Mein Hauptproblem ist das Rauschen (verwende ich dieses Mal den passenden Begriff?) und die Tatsache, dass die Ausgangsbilder (danke Bernhard ;D ) i.d.R. viel weniger Informationen zeigen als mein Blick durchs Okular, was - wie ich jetzt gelernt habe - wohl am jpg-Format liegt.
Nun habe ich den ganzen Nachmittag gebastelt, um das mit dem RAW bzw. der Konvertierung hinzukriegen. Hat auch geklappt, und ich hätte es gerne gezeigt, nur nimmt photobucket keine tif-Dateien an. >:(
Was ich liefern kann, ist das lediglich Ergebnis meiner Bearbeitung und Abspeicherung als jpg-Datei:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167884_61982351.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/test.eunotia_zpsjprqzhal.jpg.html)
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie.
Hier ist meine Interpretation:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167886_37742396.jpg)
Das Rohbild hat aber leider schon div. jpg Artefakte. Da läßt sich nicht viel rausholen.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: A. Büschlen in März 09, 2015, 16:38:45 NACHMITTAGS
Hallo Heike,
meine Fragen beziehen sich "nur" auf den Weissabgleich an der Kamera.
Ist meine Annahme richtig, dass deine Jansös nicht gedimmt werden? wenn dem so ist, so hast du in etwa immer die gleiche Farbtemperatur. Du machst einmal den manuellen Weissabgleich für deine Fotosaison und gut ist.
Wenn ich im Durchlicht/Hellfeld fotografiere, benötige ich unterschiedliche Lichtintensitäten. Das 4er Objektiv benötigt nicht gleich viel Licht wie das 10er, das 16er nicht gleich viel wie das 25er und das 40er nicht gleich viel wie das 10er usw. Beim regeln am Trafo ändere ich nicht nur die Helligkeit sondern auch die Farbtemperatur. Optimal ist, wenn ich mit dem Trafo das Licht auf eine ideale Farbtemperatur einstelle und dann mit ND Filtern die Lichtintensität anpasse. Ich kann das am Phomi III aber ist das auch wirklich die gängige Praxis ?
Welche Einstellung an der Kamera ist nun praxisgerecht und nötig: der automatische Weissabgleich oder doch der manuelle Weissabgleich bei jedem Objektivwechsel?
Dazu würde ich gerne viele Meinungen lesen! Auch von den Profis :)
Besten Dank für eure Mithilfe.
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
es ist richtig, das die Jansjös nicht gedimmt werden, mit denen hat man keine Probleme, aber bei der LED hast Du schon Recht.
Mir ist das bloß nie aufgefallen, weil meine LED egal, bei welchem Objektiv (LED heller oder dunkler) keine nennenswert großen Farbunterschiede
produziert. Und, wie Bernhard schreibt, in den meisten Fällen ist der automatische Weißabgleich vollkommen ausreichend, evtl. Farbstiche lassen
sich besonders beim Raw-Format sehr leicht korrigieren.
Hallo Angie
Zitat:
Nun habe ich den ganzen Nachmittag gebastelt, um das mit dem RAW bzw. der Konvertierung hinzukriegen. Hat auch geklappt, und ich hätte es gerne gezeigt, nur nimmt photobucket keine tif-Dateien an. Ich habe genau das mal ausprobiert. Hab von einem gut ausgearbeiteten TIF zusätzlich ein verkleinertes JPG gespeichert und dann die beiden nebeneinander gelegt.
Bei normaler Betrachtung (also kein Zoomfaktor 500% oder so) ist praktisch kein Unterschied zu sehen.
Das wichtigste ist das Rohbild, das sollte möglichst viel Information haben. Diese bleiben auch auf einem verkleinerten JPG erhalten (bei normaler Komprimierung).
Gruß
Heike
Hallo Heike,
wie ist es aber bei einem unbearbeiteten Foto, das ich von RAW in jpg gewandelt habe? Wenn ich Dich richtig verstehe, sind darin ebenfalls mehr Informationen als in Bildern, die schon die Kamera im jpg-Format liefert. Falls dem so ist, könnte ich das unbearbeitete, aber etwas beschnittene Ausgangsbild ja doch noch zeigen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/167892_14558904.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/rohbild.eunotia2_zpsloehd3ch.jpg.html)
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Heike,
es scheint tatsächlich so zu sein, dass jpg-Bilder von einem ehemaligen RAW-Format nahezu identisch bearbeitet werden können, wie eine RAW- oder tif-Datei. Im Vergleich:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167901_29223913.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/eunotia.pw2_zpswfu940dv.jpg.html)
Formatiert aufgrund des Ausgangsfotos das ich im letzten Beitrag eingestellt hatte.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/167901_40007697.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/test.eunotia_zpsjprqzhal.jpg.html)
Formatiert im png-Format
Die marginalen Unterschiede mögen daran liegen, dass ich bei der Bildbearbeitung nur das Nötigste wie Weißabgleich, Farbbalance, Helligkeit und Kontrast automatischen Funktionen überlasse und vieles "zu Fuß", nämlich per Pinsel und Stempel erledige.
Somit scheine ich das Geheimnis um die Rohdatei endlich halbwegs begriffen zu haben. "Sie hat's, sie hat's!" ;D
Vielen Dank, Deine Tipps waren für mich die hilfreichsten! Wahrscheinlich nicht nur für mich ...
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
das Raw selber hast Du ganz sicher nicht in JPG umgewandelt, das geht nämlich nicht, Raws
sind "unantastbar". Du hast nur eine JPG-Kopie davon gespeichert.
Die Bildinformation steckt ja im RAW. Ich wandele die Raws hauptsächlich in Tifs um, weil Zerene
nicht mit Rawdateien umgehen kann. Da geht's nicht anders.
Wenn Du eine RAW-Datei bearbeitest, dann wird das Raw selber niemals verändert, es wird eine
kleine Datei (.xmp) mit dem gleichen Namen am gleichen Ort gespeichert, da stecken alle Bearbeitungsschritte
drin, die Du gemacht hast. D.h., wenn Du ein RAW bearbeitet hast und die Änderung "gespeichert"
hast und Du später mal noch was am RAW verändern willst, dann greift Photoshop auf diese
.xmp-Datei zu, mehr nicht.
Wandelst Du das RAW erst in ein Tif um, dann hast Du ein "normales", veränderbarer Bildformat,
wie ein JPG (nur unwesentlich größer ;D).
Du kannst selbstverständlich auch das unbearbeitete Raw als JPG "abspeichern", das ist problemlos möglich
und verloren geht auch nichts, außer natürlich beim komprimieren, aber das ist nun mal so.
Für den gewohnten Photoshop-Workflow würde ich aber auf jeden Fall erst ein Tif davon machen, und dieses
dann bearbeiten und als jpg speichern......weil Du halt das tatsächliche Raw nie verändern kannst.
Stell Dir so ein Raw einfach wie ein Negativ vor, DAS ist die Basis, unveränderbar, wie ein analoges Negativ auf Film.
Gruß
Heike
Hallo Heike,
ZitatDu kannst selbstverständlich auch das unbearbeitete Raw als JPG "abspeichern"
Das meinte ich mit "umwandeln".
Dankeschön, ich glaube, ich habe es nun weitgehend verstanden. Boah, ist das kompliziert!
Auch Helicon Focus kann nicht mit RAW-Dateien umgehen und die Anpassung von dng-Dateien dauert ewig ... :(
Herzliche Grüße
Angie
P.S. Du hast einen herrlichen Blick aus dem Fenster!
Hallo Bernhard
Du hast Recht, die Farbtemperatureintellung bei RAWs wird nur fuer die Bildvorschau verwendet und hat keinen Einfluss auf die eigentlichen RAW-Daten ...
Ich stelle im Studio z.B. auf 3200 obwohl ich mit der Studioblitze 5600 haben, das hat den Vorteil das ich am Display die Vorschau annaehernd Farbrichtig sehe. Wuerde ich auf die 5600 einstellen wuerde der Gelbtich jegliches Farbempinden unterbinden ...
Liebe Gruesse an Alle
Gerhard
Hallo,
@ Heike
Zitat von: Rheinweib in März 09, 2015, 19:33:59 NACHMITTAGS
Du kannst selbstverständlich auch das unbearbeitete Raw als JPG "abspeichern", das ist problemlos möglich
und verloren geht auch nichts
vielleicht verstehe ich dich falsch, aber beim Abspeichern eines RAW als jpg geht deutlich mehr als ,,nichts" verloren.
Vor allem unterstützt fast kein Programm mehr als 8 Bit pro Kanal im JPEG, während die RAWs ja meist 12 oder sogar 14 haben.
Gerade für die Tonwertkorrektur und den Rauschfilter ist es schon hilfreich, etwas mehr Auflösung in den Farbkanälen zu haben.
Auch die Kompression ist kein Pappenstiel, Blockbildung, Quantisierung ... .Natürlich kann man jpg verlustfrei komprimiert abspeichern, aber dann ist der Vorteil gegenüber TIF o.ä. auch nicht mehr der Rede wert.
@Angie
Interessant! Also mein Helicon Focus schluckt ohne Probleme RAW-Dateien. Vielleicht ein Unterschied Mac/PC?
(Der Mac unterstützt die meisten RAW-Formate nativ vom Betriebssystem her)
Herzliche Grüße
Timm
Hallo,
ich möchte mich noch mit einem Bild zurück melden und damit auch eine erste Erfahrung mit dem RAW-Format.
Diese erste Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt im RAW-Format zu arbeiten.
Kamera: Canon EOS 700D; Mikroskop: Phomi III; Objektiv Zeiss Plan Apo 25 / 0,65; Optovar 1,25;
Das Bild zeigt ein Stängelquerschnitt mit einer Blattrippe von Bartramia halleriana; kein Stapel! im CS 4 bearbeitet.
Der Querschnitt wurde am Tischmikrotom mit der Rasierklinge ( Im Klingenhalter) geschnitten. Er ist ungefärbt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168040_43687586.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Bartramia%20halleriana/B.%20halleriana%20Stangel%20quer%201200%20_zpsnrxjae0g.jpg.html)
Danke für alle Hilfestellungen aus der Runde.
Gruss Arnold
Zitat von: treinisch in März 09, 2015, 23:15:02 NACHMITTAGS
Hallo,
@ Heike
Zitat von: Rheinweib in März 09, 2015, 19:33:59 NACHMITTAGS
Du kannst selbstverständlich auch das unbearbeitete Raw als JPG "abspeichern", das ist problemlos möglich
und verloren geht auch nichts
vielleicht verstehe ich dich falsch, aber beim Abspeichern eines RAW als jpg geht deutlich mehr als ,,nichts" verloren.
Vor allem unterstützt fast kein Programm mehr als 8 Bit pro Kanal im JPEG, während die RAWs ja meist 12 oder sogar 14 haben.
Gerade für die Tonwertkorrektur und den Rauschfilter ist es schon hilfreich, etwas mehr Auflösung in den Farbkanälen zu haben.
Auch die Kompression ist kein Pappenstiel, Blockbildung, Quantisierung ... .Natürlich kann man jpg verlustfrei komprimiert abspeichern, aber dann ist der Vorteil gegenüber TIF o.ä. auch nicht mehr der Rede wert.
@Angie
Interessant! Also mein Helicon Focus schluckt ohne Probleme RAW-Dateien. Vielleicht ein Unterschied Mac/PC?
(Der Mac unterstützt die meisten RAW-Formate nativ vom Betriebssystem her)
Herzliche Grüße
Timm
Hallo Tim,
natürlich geht da was verloren, ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich meinte das rein visuell. Wenn ich ein RAW neben eine JPG-Kopie lege,
sehe ich bei normaler Ansicht keinen nennenswerten Unterschied. Beim Bearbeiten sieht das natürlich völlig anders aus.
Gruß
Heike
Hallo zusammen,
zuerst danke ich Euch allen für die vielen wertvollen Informationen!
Nun habe ich aber noch eine vielleicht dumme Frage: Spielt es wirklich eine so bedeutende Rolle, ob RAW- oder JPG-Bilder erzeugt werden, wenn ich auf meiner Homepage alle Fotos in maximaler Breite von 500 px zeige? Und muss zwangsläufig ein "schlechtes" Foto entstehen, nur weil der Ausgangspunkt der Bildbearbeitung ein JPG-Bild ist? Ich denke, es kommt doch auch sehr auf den Verwendungszweck an, z.B. als 500-px-Foto in der Galerie einer Website oder für den Druck bzw. für ein großes Format bestimmt. Sehe ich das so falsch?
Ich erinnere mich, dass es hier mal eine Bini (Sabine) gab, die trotz einfachster Ausrüstung (inkl. kompakter Digitalkamera, mit der sie durch das Okular fotografierte) hervorragende Fotos ins Forum gestellt hatte. Ganz sicher konnte sie keine RAW-Bilder erzeugen. Leider sind wohl alle Fotos von ihr gelöscht, so dass ich keinen Link liefern kann.
Und wo bleiben konkrete Tipps für die Optimierung eines vorgegebenen Bilds? Natürlich: Weißabgleich, Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur, Sättigung und Scharfzeichnen lassen sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm innerhalb weniger Minuten erledigen. Das Ergebnis ist dann schon besser als ursprünglich, aber doch bei weitem noch nicht optimal. Was ist aber mit der Detailarbeit, z.B. mittels Pinsel, Stempel oder Weichzeichner? Wie ich an meinen eigenen RAW-Fotos gesehen habe, komme auch da - trotz fehlender JPG-Artefakte - nicht ohne diese aus.
Heike, wie handhabst Du es z.B.? Entstehen Deine gezeigten Fotos tatsächlich nur aufgrund o.g. automatischer Optimierungen? Das kann ich mir eigentlich aum vorstellen.
Neugierige und herzliche Grüße
Angie
Und um nochmals auf das Eingangsproblem zurückzukommen, zeige ich die vorhandenen Bearbeitungen des Ausgangsfotos im Vergleich:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168075_26376641.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/staurastrum2_zpsf3spqagc.jpg.html) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168075_46098163.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/staurastrum1_zpsya6wmrge.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168075_61151430.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/staurastrum.bearb_zpsgdo9abc9.jpg.html) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168075_350947.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/staurastrum4_zpsaarhmi3z.jpg.html)
Die Grundlage für die Bildbearbeitung war jeweils identisch. Trotzdem gibt es deutlich sichtbare Unterschiede. Das meinte ich eigentlich mit Bildbearbeitung ...
Herzliche Grüße
Angie
Hallo,
Zitatder Ausgangspunkt der Bildbearbeitung ein JPG-Bild
Zu beachten ist, dass man
erst das Endresultat wieder ins (möglichst verlustarme) JPG-Format speichert. Zwischenschritte als TIF oder ins jeweilige proprietäre Format der Software speichern (PSD beim Photoshop).
Gruß,
Hans
Hallo Angie,
mein Ziel ist, mit einem guten Präparat eine optimale Vorlage für ein gutes Bild zu erarbeiten. Das kostet mich oftmals sehr viel Zeit bis ich "den schönen Schnitt" hergestellt, ihn unter Vielen am Stemi ausgesucht und zu einem sauberen Präparat auf dem Objekttisch am Mikroskop habe.
Dann warten, bis "die dünne Schicht" ( wenn sich am Deckglasrand schon erste Stellen zeigen wo die Luft einzieht) da ist, um mit dem idealen Objektiv zu fotografieren. Ideales Objektiv eisst für mich formatfüllend und optimale Schärfentiefe.
Bei der Bildbearbeitung möchte ich in möglichst wenigen Schritten zum Ziel kommen.
Objekte die ich auf einem Bild anordnen muss z.B. Blattquerschnitte wähle ich mit dem Lasso aus, lege sie geordnet in eine neue Datei mit weissem Grund stelle sie dort mit dem Pinselwerkzeug frei.
Tatsächlich zeigt sich bei mir, dass sich das RAW-Format lohnt und der zusätzliche Zeitaufwand ist kaum erwähnenswert.
Gruss Arnold
Hallo Angie,
Zitat von: Monsti in März 11, 2015, 20:16:59 NACHMITTAGS
Die Grundlage für die Bildbearbeitung war jeweils identisch. Trotzdem gibt es deutlich sichtbare Unterschiede. Das meinte ich eigentlich mit Bildbearbeitung ...
hieran siehst Du selber, dass jeder die Regler für Helligkeit, Kontrast ect. anders angewendet hat und das Ergebnis jeweils dem persönlichen Geschmack des jeweiligen entspricht. Übrigens war die Grundlage nicht identisch für dieses Bild: jeder Teilnehmer hat ein anderes Bildbearbeitungsprogramm verwendet ;)!
Zitat von: Monsti in März 11, 2015, 20:02:40 NACHMITTAGS
Nun habe ich aber noch eine vielleicht dumme Frage: Spielt es wirklich eine so bedeutende Rolle, ob RAW- oder JPG-Bilder erzeugt werden, wenn ich auf meiner Homepage alle Fotos in maximaler Breite von 500 px zeige?
Bei diesem Qualitätsanspruch (500px / 72dpi für´s Internet) spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob Du mit RAW oder dem kameraseitigen JPG arbeitest. Aber dafür (500px / 72dpi für´s Internet) brauchst Du auch keine Canon 600D! Ich arbeite mit RAW, weil gerade der nächträgliche Weißabgleich für mich einen großen Vorteil gegenüber JGP bringt.
Zitat von: Monsti in März 11, 2015, 20:02:40 NACHMITTAGS
Und wo bleiben konkrete Tipps für die Optimierung eines vorgegebenen Bilds? Natürlich: Weißabgleich, Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur, Sättigung und Scharfzeichnen lassen sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm innerhalb weniger Minuten erledigen. Das Ergebnis ist dann schon besser als ursprünglich, aber doch bei weitem noch nicht optimal. Was ist aber mit der Detailarbeit, z.B. mittels Pinsel, Stempel oder Weichzeichner? Wie ich an meinen eigenen RAW-Fotos gesehen habe, komme auch da - trotz fehlender JPG-Artefakte - nicht ohne diese aus.
Bei Deinem in diesem Thread vergegebenen Bild brauche ich nichts zu stempeln. Und auf Grund der geringen Auflösung kann ich auch keine Detailarbeit vornehmen, denn es gibt keine auflösenden Details (das ist nicht herablassend gemeint, sondern bezieht sich einfach auf die Vorgabe). Die erste Frage, welche ich mir gestellt habe, als ich Dein Vorgabebild gesehen habe: warum hast Du kein stärker vergrößerndes Objektiv verwendet, um eine höhere Auflösung zu erhalten? Die zweite Frage nach einem größeren Rohbild (Ausgangsbild) wurde ja dann hinreichend diskutiert und so kamst Du zu dem RAW-Format.
Arnold hat es ja geschrieben, es wurde schon mehrfach in diesem Forum darauf hingewiesen und auch ich vertrete die Meinung: nur ein gutes Ausgangsbild (Präparat) ergibt ein gutes Endergebnis. Die Präparatvorbereitung ist oft aufwändiger als die Software-Nachbearbeitung und wird einfach unterschätzt (vielleicht auch oft ein bisschen belächelt).
Aber ich will Dir mal hier ein Beispiel zeigen, wo das Präparat nicht gut war. Es handelt sich um die Polypenlaus Trichodina. Ich war froh, endlich einige von Hydras gelöst bekommen zu haben und habe mir anscheinend viele Bakterien (oder andere Fremdpartikel) mit auf den Objektträger "eingeschleppt". Wer Trichodina kennt, der weiß, dass es ein schneller Schwimmer ist und eigentlich nicht einzeln auf einen neuen Objektträger zu überführen ist. Hier nun das Ausgangsbild - Objektiv 63x Öl (konvertiert in ein jpg, wie es meine Software (lightroom) ohne Änderungen einzeigt - nur das Copyright habe ich eingeblendet)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168121_426476.jpg)
Hier nun das Endergebnis nach dem Formatbeschitt, einer Stempelaktion (im lightroom nicht mit dem Kopierstempel, sondern mit der Reparaturfunktion), Reglerschieben (Farbtemperatur / Kontrast / Klarheit ect.) und Durchlauf durch Neatimage (Rauschminderung):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168121_19191427.jpg)
Viele Grüße
Gerald
Hallo Angie,
zu deinem abgebildeten Vergleich: was ist denn gut, was schlecht? Es gibt kein richtig bearbeitetes Bild, keine objektive Darstellung eines Objektes! Bildbearbeitung kann zum Fetisch werden. ;)
Es hängt doch auch vom Zweck ab. Wenn ein real kontrastarmes Objekt kontrastarm abgebildet wird, dann ist das aus Sicht der Reproduktion richtig. Wenn es kontrastverstärkt wird um bestimmte Strukturen hervorzuheben, dann ist das bereits eine Art Verfälschung, aber für diesen Zweck sinnvoll. Wenn es kontrastverstärkt wird nur um andere zu beeindrucken kann es wahre Kunst sein oder schlechter Geschmack ;D
Problematisch ist meiner Meinung nach nur, wenn mit ungeeigneten Schärfefiltern Strukturen erzeugt werden, die real nicht vorhanden sind .....
Hubert
Hallo Hubert,
was ich für gut bzw. schlecht halte, schrieb ich weiter vorne schon mal. "Schlecht" sind für mich unscharfe/überschärfte, unter- oder überbelichtete Fotos und solche mit unnatürlicher Färbung. Ein gute Foto sollte auch das zu zeigende Objekt in den Vordergrund rücken (--> Freistellung und passender Ausschnitt). Alles andere ist tatsächlich reine Geschmacksache. Und natürlich kommt es auch auf das fotografierte Objekt an. Ein histologischer oder Pflanzenschnitt bedarf anderer Prioritäten als ein rumflitzender Ciliat oder eine Collotheca im Detritus. Ein Organismus, der zwecks Bestimmungshilfe abgelichtet wurde, benötigt i.d.R. eine andere Darstellung als ein ästhetisch wirkender Eindruck ohne taxonomische Relevanz. Sicher, manch einer schafft es, beides unter einen Hut zu kriegen. Das ist bewundernswert. Auch diese Bilder sind natürlich verfälscht, wie überhaupt alle DIK-, Phako- und Pol-Fotos. Diese Verfälschung hat aber durchaus ihren Sinn - entweder aus ästhetischen oder taxonomischen Gründen.
Hier ging es aber nicht um gut oder schlecht, sondern um verschiedene Vorgehensweisen bei der Bildbearbeitung und unterschiedliche Ergebnisse. Bei meiner obigen Zusammenstellung der Ergebnisse hatte ich keine Beurteilung abgegeben. Sehr viele User und stille Leser des Forums verfügen nicht über die technischen Möglichkeiten, um jene sauberen DIK-Fotos zaubern, die hier im Forum gezeigt werden. Inzwischen verfüge ich mit einer fest adaptierten DSLR-Kamera wenigstens fotografisch über mehr Möglichkeiten als noch vor 1,5 Jahren, da ich noch mit einer billigen Kompaktkamera durch das Okular fotografierte.
Was meinst Du mit "Bildbearbeitung als Fetisch"? Ganz ohne Bildbearbeitung geht in der Mikrofotografie nun mal fast nichts. Zufälligerweise macht mir die Bildbearbeitung auch richtig Spaß, d.h. bei mir muss es nicht möglichst schnell gehen.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Gerald,
die von Dir gezeigten Fotos sind zweifellos fantastisch. Auch Dein erstes Bild - trotz der vielen Bakterien - gefällt mir gut. Ein Vergleich ist aber schwierig, da es sich hier um DIK handelt. Ich finde, dies ist ein ganz anderes Thema, bei dem ich allerdings nicht mitreden kann, weil ich keinen DIK habe.
Heute machte ich an die 70 Fotos, die als RAW aber auch als jpg (fine) gespeichert wurden. Da ich nur über Photoshop CS2 verfüge, habe ich die RAW-Dateien in DNG konvertiert. Das dauerte schon mal an die 20 min. Ich wählte ein Foto eines
Euastrum humerosum aus und bearbeitete es einmal im jpg-Format, einmal im dng-Format. Beide wurden als jpg (hohe Qualität) gespeichert. Hier das Ergebnis im Vergleich:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168139_58307880.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/euastr.humerosum.pw5b_zpsp5lprmtb.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168139_6608938.jpg) (http://s785.photobucket.com/user/Monsti55/media/euastr.humerosum.pw5a_zpshiah0lbk.jpg.html)
Die Alge lag vollkommen frei, so dass ich nur die Flecken meines dreckigen Zwischenobjektivs wegstempeln musste. Der Bearbeitungsaufwand war bei beiden Fotos nahezu identisch (jeweils gut 10 min.). Was meinst Du, welches der beiden Fotos im dng-Format bearbeitet wurde? Die Bilder sind 600 px breit und würden in meiner Website etwas verkleinert in 500 px Breite erscheinen. Ehrlich gesagt sehe ich keine relevanten Unterschiede.
Zu meinem Eingangsbild fragst Du, warum ich kein höher auflösendes Objektiv benutzt habe. Das ist leicht zu beantworten: Die Alge lag nicht still, sondern kippte permanent. Mit dem 40er Objektiv wäre die Schärfentiefe noch geringer geworden, doch ein Stacken war wegen der ständigen Bewegungen ausgeschlossen.
ZitatAber dafür (500px / 72dpi für´s Internet) brauchst Du auch keine Canon 600D!
Okay, vielleicht hätte es eine einfachere DSLR auch getan. Ich genieße es aber, nicht mehr durch das Okular fotografieren zu müssen und gezielt fokussieren zu können. Außerdem kann ich ohne abenteuerliche Konstruktionen stacken. Nebenbei sind aber die Bilder deutlich besser als mit meiner alten Canon Power Shot A495 - auch im jpg-Format.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
tja, da kann man sich beim Raten eigentlich nur blamieren. Zumal natürlich in der Tat der Eindruck auch von der Bearbeitung abhängt und die ist nicht exakt identisch gelaufen. Beim unteren Bild sind sicherlich deutlich stärkere dunkle Blauanteile.
Naja, wie auch immer: Mein Tip würde auf das untere Bild für RAW gehen.
Herzliche und gespannte Grüße
Timm
Ich rate mal:
Das ober ist jpg. Man sieht um den Fremdkörper links oben einen hellen Hof, der offensichtlich ein Artefakt ist.
Hallo Timm, hallo Uwe,
es ist umgekehrt: oben RAW, unten JPG. ;D
Klar, die Bearbeitung war nicht exakt identisch, da jeweils nach Gefühl erfolgt. Dafür hätte ich die beiden Fotos bei der Bearbeitung nebeneinander stellen müssen. Außerdem musste ich beim JPG-Foto den pixeligen Hintergrund weich zeichnen, was beim RAW-Foto nicht erforderlich war. Damit erklärt sich auch, warum die drei Krümel im unteren Bild weniger deutlich erscheinen.
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
ZitatGanz ohne Bildbearbeitung geht in der Mikrofotografie nun mal fast nichts
Vielleicht sollte ich auch alle meine Foto's denn von Forum löschen ;). Die sind nämlich meistens gar nicht bearbeitet. Weil mir das bearbeiten keinen Spass macht.
@Gerald:
Zitatund habe mir anscheinend viele Bakterien (oder andere Fremdpartikel) mit auf den Objektträger "eingeschleppt"
Hast du die entfernt? Mmm, das erscheint mir ein bischen wie ein Paar tote Bäume löschen auf ein Foto von ein Wald................... Warum?
Beste Grüsse,
Rolf
Liebe Angie, wertes Rateteam,
man sieht es nicht allein an den Krümeln! Vergleicht man nämlich die sehr dunkelgrünen Partien der beiden Algen, so kann man deutlich sehen, dass beim JPEG-Bild die Einzelheiten "abgesoffen" sind, beim RAW-Bild hingegen sind sie gut sichtbar. Um das erkennen zu können, ist natürlich ein gut eingestellter Monitor nötig.
Liebe Angie, ich bin Dir sehr dankbar, dass Du diese Sache mit der Bildbearbeitung nochmal so konsequent und hartnäckig aufgegriffen hast, auch wenn dieser Faden nicht den Weg (Bearbeitung von JPEG-Bildern) genommen hat, wie Du und ich wie so viele andere am Anfang dachten, sondern über die Bearbeitung von RAW-Bildern. Wie Du ja weisst, ist mir die Bildbearbeitung lästiger als Dir, denn Du bist auch sehr viel routinierter als ich. Trotzdem denke ich, dass wir viel lernen durften und jetzt aus dem Labyrinth heraus sind. Unsere liebe Ariadne hieß in diesem Falle Heike, denn mit ihren vom Fenster aufgenommenen Bildern ist mir buchstäblich ein Licht aufgegangen. Danke, Heike!
Herzliche Grüße
Heinrich
Hallo,
Zitat von: limno in März 13, 2015, 14:39:30 NACHMITTAGS
man sieht es nicht allein an den Krümeln! Vergleicht man nämlich die sehr dunkelgrünen Partien der beiden Algen, so kann man deutlich sehen, dass beim JPEG-Bild die Einzelheiten "abgesoffen" sind, beim RAW-Bild hingegen sind sie gut sichtbar.
das liegt aber nicht am RAW, sondern daran, dass der Schwarzpunkt bei JPG anders gesetzt ist, als beim RAW.
Was Deine Beobachtung angeht, würde ich pauschal Zweifel anmelden, denn während beim JPEG der blaue Kanal reichlich differenziert ist und die natürlichen Strukturen gut abbildet, ist beim RAW basierten Bild der blaue Kanal komplett abgesoffen und zeigt vielleicht 3 oder 4 Tonwerte und ansonsten nur rauschen. Rein technisch sollte das doch der Annahme von ,,mehr erkennbarer Struktur" entgegenstehen.
Für mich heißt das aber auch, dass da beim Arbeiten mit dem RAW vielleicht etwas schiefgegangen ist, oder, dass die Kamera cleverer beim RAW-entwickeln ist, als das alte Photoshop, was ja dann auch wieder nicht so absolut unmöglich ist.
Vlg
Timm
Hallo Gerald,
besten Dank für deine Beispielbilder. Du zeigst damit sehr eindrücklich das grosse Potential im RAW - Format!
Du schreibst: ... Aber dafür (500px / 72dpi für´s Internet) brauchst Du auch keine Canon 600D!...
Ich arbeite mit der Canon EOS 700D. Diese Kamera hat für mich unter anderem den grossen Vorteil, dass sie mit dem Canon 40mm Pankake sehr gut an die endlich-Systeme von Zeiss adaptierbar ist und sie hat einen sehr guten Monitor.
Gibt es eine aktuelle digiCam die diese Leistungsmerkmale erfüllt und sehr viel günstiger ist?
Gruss Arnold
Liebe Angie,
da hab' ich Deinen Post mit des Rätsels Lösung doch glatt übersehen :o ???
Mein Lob bleibt aber!
Herzliche Grüße
Heinrich
Hallo Angie,
ZitatWas meinst Du mit "Bildbearbeitung als Fetisch"? Ganz ohne Bildbearbeitung geht in der Mikrofotografie nun mal fast nichts. Zufälligerweise macht mir die Bildbearbeitung auch richtig Spaß, d.h. bei mir muss es nicht möglichst schnell gehen.
das war sicherlich eine leicht provokante Bemerkung, die sich aber nicht auf dich bezog :)
Und vor allen Dingen nicht auf die "normale" Bildbearbeitung, die wahrscheinlich so jeder macht wie z.B. Optimierung des Kontrastes oder Retusche von "Staubkörnern". Aber wenn das "Schönen" von Bildern mit allen Mitteln im Vordergrund steht und nicht mehr die Informationen über das Objekt könnte man es schon so bezeichnen. Ich gebe zu dass ich ein stiller Genießer der vielen fantastischen Bilder hier bin, andererseits bin ich berufsbedingt wissenschaftlich orientiert, so dass ich bei zu viel aufeinander folgenden Bildbearbeitungsschritten innerlich etwas unruhig werde. ;D
Ich habe mich vor einiger Zeit intensiv mit den mathematischen Algorithmen mancher Bildbearbeitungsfilter beschäftigt, auch viele scheinbar harmlose fügen dem Original etwas nicht vorhandenes hinzu. Aber jetzt sind wir wieder beim Thema Geschmack ........
Was ich nicht ganz verstehe ist, welche Erwartung du damit verknüpfst, wenn andere Forumsteilnehmer dein Bild auch bearbeiten. Bei den Standardmethoden sollte kein diskussionswürdiger Unterschied zu erkennen sein. ;)
Hubert
Liebe Diskutanten,
Euch allen herzlichen Dank für Eure Beiträge, ich habe (wie andere auch) viel gelernt.
@Hubert:
ZitatAber wenn das "Schönen" von Bildern mit allen Mitteln im Vordergrund steht und nicht mehr die Informationen über das Objekt könnte man es schon so bezeichnen.
Das sehe ich genauso. Ich persönlich beachte ein inhaltlich interessantes Foto nicht weniger als die makellosen Fotokreationen, bei denen ich mitunter das Fachliche vermisse. Doch dies ist ja auch nicht unbedingt der Anspruch desjenigen, der hier Fotos veröffentlicht.
ZitatWas ich nicht ganz verstehe ist, welche Erwartung du damit verknüpfst, wenn andere Forumsteilnehmer dein Bild auch bearbeiten.
Ausgangspunkt war, dass ein Foto von Carsten - http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=22514.0 - von mehreren Usern (auch von mir) bearbeitet worden war, weil wir der Ansicht waren, dass man aus dem gezeigten Bild sehr viel mehr rausholen kann. Nun interessierte es mich, was andere aus meiner - ebenfalls nicht optimalen - Vorlage eines nicht ganz einfachen Motivs basteln würden. Dass dieses Thema offenbar viele interessiert, entnahm ich vielen Mails, z.T. von Leuten, von denen ich hier noch nie ein Mikrofoto gesehen habe bzw. die überhaupt noch nie aktiv waren. Ist es jetzt verständlicher?
Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank an alle!
Angie
Hallo Angie,
um den Thread noch etwas länger zu machen, hier noch ein paar Anmerkungen von mir.
Ich nutze eine Canon EOS 500D und vermute einfach mal, daß deine 600D alle kann, was die 500D kann (und noch viel mehr).
- Warum benutzt du nicht die mitgelieferte Software Digital Photo Professional? Die Kamerasteuerung über den Computer ermöglicht es, denn Weißabgleich mittels Testaufnahme und einem Mausklick zu machen. Einfacher geht es mit anderen Programmen wohl auch nicht.
- Mit der Software kannst du deine RAW-Bilder auch ganz einfach ins tif-Format konvertieren, einzel und im Batch.
- Helicon Focus kann CR2-Files (das RAW-Format deiner Canon) ohne vorherige Konvertierung stacken. Hast du die aktuelle Programmversion? Wenn du das Programm, wovon ich ausgehe, durch Kauf erworben hast, solltest du "lebenslange" kostenlose Updates mit gekauft haben.
- CR2-Files zu stacken, muß aber nicht immer die beste Wahl sein. Hat man z. B Dreck im optischen System und das zu stapelnde Objekt bewegt sich ganz leicht oder wird von der Stackingsoftware beim Überlagern ganz leicht verschoben, macht man aus eine Dreckfleck so viele, wie man Aufnahmen stackt. Die Arbeit, das wieder wegzukriegen, muß man sich nicht wirklich antun (siehe Flatfielkorrektur weiter unten, ggf. automatisch mit der Automatisieren-Funktion von Photoshop).
- Wie ich hier im Forum schon mehr als einmal ge- und beschrieben habe, bin ich überzeugter und konsequenter Anwender der sog. Flatfieldkorrektur. Diese Methode beseitigt schnell und effektiv die Dreckflecken im Strahlengang, Helligkeitsgradienten beim DIC und leichte Farbstiche durch nicht ganz korrekten Weißabgleich. Damit du nich lange suchen mußt hier die Kopie des alten Threads:
Da das Thema "Wie beseitige ich Hintergrundartefakte, die durch Dreck im Strahlengang, auf dem Kamerachip oder sonst irgendwo ins Bild kommen" (sog. Flatfield-Korrektur) immer mal wieder auftaucht, möchte ich hier eine mögliche Vorgehensweise in Photoshop CS4 beschreiben.
Man braucht dazu 1) das Mikrofoto (= BILD) und 2) ein unter gleichen Bedingungen (Aperturblende, Stellung der DIC-Prismen, etc.) aufgenommenes Bild (= FLAT), auf dem keine Objekte zu sehen sind. Bei stärkeren Vergrößerungen lassen sich solche Bilder meist schon durch geringes Bewegen des Kreuztisches aufnehmen, bei schwächeren Vergrößerungen muß man sich eine leere Stelle im Präparat oder sonst irgendwo auf dem Objektträger suchen. Ggf. leicht defokussieren, um ein homogenes Hintergrundbild zu erzeugen.
BILD und FLAT in Photoshop öffnen, das BILD anwählen und im Menü ,,Bild" ,,Bildberechnungen" auswählen. Dann als Quelle FLAT auswählen, Füllmethode ,,Subtrahieren" wählen und ,,Versatz" einstellen. Ich stelle den Versatz immer so ein, daß im Histogramm (Kanal RGB) der alte und neue Helligkeitspeak übereinander liegen. Jetzt noch OK drücken und weg ist der Dreck.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168187_810539.jpg)
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
vielen Dank für Deine Ergänzungen, die ich z.T. aber noch genauer anschauen und durchblicken muss (z.B. Thema "Flatfieldkorrektur"). Allerdings sollte ich wohl auch mal das Okular im Fototubus reinigen, denn dieses habe ich als Dreckspender im Verdacht.
ZitatDie Kamerasteuerung über den Computer ermöglicht es, denn Weißabgleich mittels Testaufnahme und einem Mausklick zu machen.
Das stimmt und funktioniert auch gut. Der Weißabgleich muss dann aber ständig erneut eingestellt werden, je nachdem, welches Objektiv ich benutze und welche Helligkeit ich einstelle. Das ist extrem lästig, zudem habe ich während der Arbeit oft nicht die Zeit dafür. Arnold hatte dieses Thema auf S. 2 ja schon angesprochen.
Beispiel: Ich finde einen spannenden Ciliaten, der ziemlich flott durch die Gegend flitzt. Ich entscheide mich für den 25er Planapo, für den ich den Weißabgleich eingestellt habe. Leider ist das Viech derart schnell, dass ich keine Chance habe, es bei meiner gängigen Beleuchtung scharf zu kriegen. Also drehe ich die Beleuchtung auf volle Pulle, die beim Blick durch das Okular schon nicht mehr erträglich ist, und verfolge das Viech am Monitor. Die dabei entstehenden Bilder sind dann zwar (mit Glück) scharf, sie haben aber zwangsläufig einen extremen Farbstich. Diesen anschließend per Photoshop zu beseitigen ist eine Sache von nicht einmal einer Minute. Habe ich da einen Denkfehler? ???
So, und nun beschäftige ich mich mit der Flatfieldkorrektur ...
Herzliche Grüße
Angie
Hallo Angie,
zum Thema Weißabgleich: Ich betreibe meine Halogenlampe immer mit der gleichen Spannung und je nach Lichtbedarf mit oder ohne Graufilter (Mikroskop der Luxusklasse).
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
erst jetzt habe ich Deinen Beitrag gelesen und habe mich auch mal mit ganz andren Mitteln versucht.
Das "Rohbild" habe ich in neatimage geladen, entrauscht und direkt unter "Noise Filter Settings unter Sharpening die Parameter High 120, Mid 80 und low 60 geschärft.
Dann nach Gusto mit ACDSEE ein wenig die Helligkeit und Kontrast geändert und dann ausgeschnitten.
Hier das ausgeschnittene Ausgangsbild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168218_56900778.jpg)
Und hier das Endergebnis.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168218_10398205.jpg)
Da Dein anderes Rohbild nur Graustufen hat und eigentlich von der Helligkeit gut ausgeleuchtet ist, habe ich die gleichen Einstellungen nochmals mit neatimage durchlaufen lassen.
Ausgangsbild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168218_65266060.jpg)
Endergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168218_51291579.jpg)
Liebe Grüße
Rainer
Hallo,
ich denke, man muss einfach sehen, dass es verschiedene Intentionen und Herangehensweisen für ein Mikrofoto gibt. Da gibt es auf der einen Seite die ästhetisch-künstlerisch durchgestalteten Mikrofotos, so, wie sie beispielhaft Frank Fox zeigt. Seine Intention ist nicht, die Bestimmungsmerkmale eines Lebenswesens herauszuarbeiten, sondern es in einer fotografischen Ästhetik - vielleicht auch einmal recht verfremdet - zu zeigen. Aber ein Ziel von David Hamilton war es ja auch nicht, medizinisch-anatomische Bestimmungsmerkmale des Menschen herauszuarbeiten. Bei solchen Mikrofotos liegt das Augenmerk nicht darauf, die Stellen mit einem Bestimmungsmerkmal zu fokussieren, sondern zu einer ästhetischen Gasamtkomposition zu kommen. Letztlich ist aber am Zustandekommen dieser Bilder typisch, dass dass sie mit gewissem Aufwand vorbereitet und nachbearbeitet (Auspipettieren, Isolieren, Schaffen bestimmter Aufnahmebedingungen, Nachbearbeitung in Photoshop nach "ästhetischen" Aspekten) werden. Das stellt natürlich nicht immer die "Lebenswirklichkeit" solcher Objekte dar, aber eine Leinwand in einem Fotostudio ist ja auch nicht das normale Lebensumfeld eines Menschen. In beiden Fällen ist das "inszenierte" Foto das Ziel, das Mikroskop wird gewissermassen zum Fotostudio. Es sei angemekt, dass auch die oft bewunderten REM-Aufnahmen von Kage und Meckes wahrlich nicht die Realität widergeben - schon wegen der phantasievollen Kolorierung, die ja nun nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.
Auf der anderen Seite gibt es die mehr auf Dokumentation des Gesehenen angelegte Mikrofotografie, wobei die Fotos eher nebenbei während des Mikroskopierens entstehen. Das vom ästhetisch-künsterlischen Aspekt "perfekte" Foto ist hierbei überhaupt nicht das Ziel. Als Beispiel mögen Angies Bilder sowie auch die Bilder von Jorrits letzter Tümpelaktionen dienen. Naturgemäß können diese Bilder, die während des "normalen" Mikroskopieren entstehen, nicht die "fotografische" Qualität haben wie inszenierte "Studioaufnahmen" a la Frank Fox. Dennoch (und das macht Angie ja auch) schadet es nicht, diese Fotos qualitativ mit angemessenem Aufwand zu verbessern (wohlgemerkt, zu verbesserrn, nicht zu verändern!).
Ich finde, beide Arten der Mikrofotografie haben ihre Berechtigung!
Martin Kreutz, Michael Plewka, Wolfgang Bettighofer (die "Drei" pars pro toto, falls ich jemanden vergessen habe) schaffen es nun, beide Arten der Fotografie auf treffliche Weise miteinander zu verbinden. Das setzt sicher außerordentliche Kenntnis der Objekte als auch einige Fähigkeiten (und viel Übung/Erfahrung) voraus, über die nun einmal nicht jeder verfügt. Und die sich vielleicht auch nicht jeder, der die Mikroskopie nur als Hobby betreibt, derart anzueignen bereit ist. Auch das finde ich nicht schlimm.
Ich denke, man sollte das Ganze einfach nicht zu dogmatisch sehen. Es ist ein Hobby! Nicht immer muss Perfektionsmus (in welche Richtung auch immer) das oberste Ziel sein. Es soll doch Spaß machen!
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Monsti in März 12, 2015, 20:15:36 NACHMITTAGS
Ein Vergleich ist aber schwierig, da es sich hier um DIK handelt. Ich finde, dies ist ein ganz anderes Thema, bei dem ich allerdings nicht mitreden kann, weil ich keinen DIK habe.
Hallo Angie,
mir ging es bei dem Beispiel nicht um das Kontrastverfahren, sondern um den Vergleich vorher / nachher, insbesonders dem "Wegstempeln" und Formatbeschnitt.
Zitat von: Monsti in März 12, 2015, 20:15:36 NACHMITTAGS
Heute machte ich an die 70 Fotos, die als RAW aber auch als jpg (fine) gespeichert wurden. Da ich nur über Photoshop CS2 verfüge, habe ich die RAW-Dateien in DNG konvertiert. Das dauerte schon mal an die 20 min.
Ja - den Umweg musste ich auch lange gehen. Seit einem viertel Jahr arbeite ich mit Lightroom und diese Vorgehensweise gehört der Vergangenheit an. Für mich ist das Lightroom sowieso eines der besten (und bezahlbaren) Software für meine Bedürfnisse. 95% meiner Bilder muss ich in keiner anderen Software mehr bearbeiten.
Zitat von: rhamvossen in März 13, 2015, 14:09:20 NACHMITTAGS
@Gerald:
Zitatund habe mir anscheinend viele Bakterien (oder andere Fremdpartikel) mit auf den Objektträger "eingeschleppt"
Hast du die entfernt? Mmm, das erscheint mir ein bischen wie ein Paar tote Bäume löschen auf ein Foto von ein Wald................... Warum?
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
Ziel bei diesem Foto war nicht die Polypenlaus in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren (Dein Vergleich mit dem Baum im Wald), sondern ich wollte den Haftring abbilden. Hier empfinde ich (meine persönliche Einstellung) die Bakterien (oder was es waren) als störend.
Zitat von: A. Büschlen in März 13, 2015, 15:26:10 NACHMITTAGS
Du schreibst: ... Aber dafür (500px / 72dpi für´s Internet) brauchst Du auch keine Canon 600D!...
Ich arbeite mit der Canon EOS 700D. Diese Kamera hat für mich unter anderem den grossen Vorteil, dass sie mit dem Canon 40mm Pankake sehr gut an die endlich-Systeme von Zeiss adaptierbar ist und sie hat einen sehr guten Monitor.
Gibt es eine aktuelle digiCam die diese Leistungsmerkmale erfüllt und sehr viel günstiger ist?
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
diese Aussage von mir bezog sich auf Angies Satz "...wenn ich auf meiner Homepage alle Fotos in maximaler Breite von 500 px zeige?". Für diese Qualitätsmerkmal benötige ich kein RAW oder eine D600. Aber wenn ich eine Spiegelrefelxkamera adaptiert habe (warum ist eine andere Frage - wie in Deinem Fall die bessere Adaptionsmöglichkeit), dann würde ich immer deren Vorzüge / Stärke ausnutzen und unter Anderem mit RAW abeiten.
Viele Grüße
Gerald