Hallo liebe Tümpelfans
wir hatten im alten Forum mal einen Beitrag zum Thema alternative Planktonnetze.
u.a. hatte ich da auch den Fackelmann Dauerkaffeefilter empfohlen. Da möchte ich mich heute wiederholen. Und zwar wird die Firma Tchibo ihren Geschäftsgewohnheiten untreu und verkauft doch tatsächlich mal Kaffeeacessoires ;D
Und zwar zum günstigen Preis von : Filter (http://www.tchibo.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/eCS/Store/de/-/EUR/TdTchDisplayProductInformation-Start;sid=on1h0WTLjatgsy3EnG9rtWdRSBtr4xgl-UU=?ProductSKU=0014893)
Das Teil kann man für die ersten Planktonversuche durchaus empfehlen. Mit einem Nordic Walking Stock o.ä. teleskopartig ausziehbarem verbunden, oder auch einfach mit Angelschnur geht das ganz gut.
Viel Spass beim fischen
Bernhard
Hallo,
da kann ich noch ergänzen, dass die Kaffefilter von Kodi (1,50 €) auch ganz tauglich sind. Damit habe ich zum Beispiel meine Ceratium hirundinella (Beitrag im alten Forum: http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?2,52598,52598#msg-52598 ) gefischt.
Hallo !
Ich möchte mich auch zum Thema wiederholen und zeige hier zwei Bilder aus einem früheren Forums-Beitrag. Der Filter ist allerdings von einem anderen Hersteller (welcher? weiß nicht)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/1452_34822912.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/1452_18453269.jpg)
Die jetzt angebotenen sind allerdings aus Edelstahl. Der im Moment sehr beliebte Edelstahl ist sicher ein super Werkstoff. Aber ob er wirklich für alle Anwendungen optimal ist? Ich warte ja nur auf die ersten Edelstahl-Strumpfhosen. :)
Grüße
Udo
Hallo Udo,
das ist genau der Kodi-Kaffefilter! Wie gesagt, 1,50 € pro Stück.
Hallo,
ich werde mal gleich einen Abstecher zu Tchibo machen. Wenn möglich, sogar morgen. Edelstahl kann ich ja auch rumliegen lassen und brauche mich nicht um eine sofortige Reinigung kümmern (siehe Wassertropfen: Pflege des Planktonnetzes...).
Den Edelstahl könnte ich wahrscheinlich auch einfach mit der chemischen Keule säubern. Also einfach mal ein bisschen WC-Reiniger drauf, wenn irgendwann mal doch alles verstopft sein sollte ;)
Also-Tchibo wartet!
Kauflaune-
Nicolas
Hallo,
ich habe mir letztens so einen Tchibo-Kaffeefilter gekauft: Maschenweite rechteckig ca. 100 µm, d.h. ziemlich groß.
Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist... Der von Kodi kommt wohl eher an die 56 µm eines Planktonnetzes heran.
Preis war übrigens 5,99 Eur.
Viele Grüße
K. Koch
Ich habe mir den Filter aus dem Tschibo-Angebot gekauft und eine Nahaufnahme mit Streichholzkopf zum Vergleich gemacht. Im unteren Bereich (da wo der Kopf Schatten wirft) kann man sehen, daß die Lücken zwischen den Maschen doch recht groß sind.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/1541_5128689.jpg)
Hallo die Herren
ward ihr damit auch schon am Tümpel anstatt nur Fotos von den Maschen zu machen? So was testet man am besten in der Praxis!! Wenn man sich ausschliesslich für Plankton < 100µm interessiert, dann ist es in der Tat keine gute Idee. Aber wer sagt dass es oberhalb 100 µm nichts Interessantes zu fischen gibt??
Ich besitze beide Filter und finde, dass sich der Kodi Nylonfilter zu schnell zusetzt. Das dauert bis das Wasser mal durchläuft. Das haben übrigens auch die Kollegen hier herausgefunden: Planktonnetz (http://www.mikroskopie-fuer-anfaenger.de/phpbb2/viewtopic.php?t=248&sid=9a46a976abd883e8f2e07f572876b0cf)
Ach, und wer sagt, dass ein "echtes" Planktonnetz 56µm Maschenweite haben muss?? Die gibt es in verschiedenen Durchlassgrössen und 100µm ist so ungewöhnlich nicht : http://www.biologie-bedarf.de/category/14/
Ach ja, und dann war dann noch der Preis. Mit dem Netz alleine für 60€ kommt man noch nicht weit, Mit Teleskopstange kommt man dann locker auf 80 -100€!
Und wem das alles noch zu schrottig ist, bitte schön, es geht auch anders:
http://www.ehlert-partner.de/limnokescher.html#Plankton
Fazit: so schlecht finde ich die Idee nach wie vor nicht!!!
Tschüss und gut tümpeln!!
Bernhard
Hallo Bernhard,
vielleicht eine dumme Frage: aber wie bekommt man seinen Fang aus den 'Kaffefiltern' wieder heraus?
Bei einem normalen Plankton-Netz ist ja unten ein Becher, in dem sich die Objekte unserer Begierde im Probenwasser sammeln und so recht einfach entnommen werden können.
Bei den Filtern gibt es das nicht, ich vermute, die armen Viecher hängen irgendwann als 'Schleim' auf den Maschen.
Entnimmt man die Probe durch vorsichtiges Abheben mit einem Spatel oder Ähnlichem und anschliessender Überführung in ein kleines Gläschen mit wenig Wasser von der Fundstelle?
Vielen Dank
Jörg
Hallo Jörg
das ist überhaupt keine dumme, sondern eine sehr naheliegende Frage!!
Nun ich mache es so: Planktonnetz in der rechten Hand, Probenglas in der linken. Netz durchs Wasser ziehen , ablaufen lassen und den letzten Rest ins Glas laufen lassen. Beim Drahtfilter geht das ziemlich schnell und man muss ziemlich behende sein ;). Beim Nylonfilter dauert es eine Weile. :-\
Zusätzlich empfiehlt sich eine Zentrifuge zur weiteren Aufkonzentration.
Ich nehme bei Planktonproben auch eher keine Blätter, Schlamm o.Ä. mit, da mich hier das reine Plankton (das Schwebende) interessiert. Für die anderen ökologischen Nischen gibt es wieder andere Fangmethoden wie Schlammheber, Schöpfkelle (Bodenbewuchs aus Uferzone) oder auch kleine Pipetten oder Spritzkanülen für Aufwuchs an Blättern oder Steinen.
Ich hoffe das war dienlich
Viel Spass beim Tümpeln!
Bernhard
Hallo Bernhard,
danke für die schnelle Antwort!
Meinst Du, es macht Sinn, an einer Kante des Edelstahlfilters eine kleine Folie einzukleben, um das Abgiessen der Probe ins Glas zu erleichtern?
Beim Tümpeln werde ich mich wohl erst mal aufs Aquarium konzentrieren, bis es draussen wieder angenehmer wird.
Wenn alles glatt geht, bekommen wir Anfang nächster Woche unser neues Mikroskop ;D
Schöne Grüße!
Jörg
Hallo Thomas,
Handzentrifuge benutze ich auch. Die Drehzahl (Beschleunigung) dürfte für die allermeisten Planktonorganismen unschädlich sein, allerdings werfen viele Flagellaten ihre Geißel ab. Da muss man Erfahrung sammeln und das richtige Verhältnis von Drehzahl und Dauer finden.
Zum Demobilisieren hat mir meine Apothekerin Tylose H 300 von Caelo besorgt. Das ist Hydroxymethylcellulose und wird als Nahrungsmittelergänzung verwendet. Um das richtige Mischungsverhältnis zu finden, muss man ein wenig üben. Man löst das Pulver in Wasser zu einem zähen, klaren Schleim. Schlieren lassen sich durch ganz kurzes Erwärmen (wenige sec bei 90 W) in der Mikrowelle beseitigen. Diesen Schleim mit der Probe vermischen, fertig!
Herzliche Grüße und viel Erfolg
Detlef
Hallo Herr Lebeda,
hier hätte ich auch noch eine kostengünstige Variante anzubieten, sogar mit Probenbehälter. Die Maschenweite habe ich damals allerdings nicht ausgemessen ;), variiert wohl auch mit der Durchflußgeschwindigkeit.
Ich weiß nicht mehr was teurer war, die zersägte "Zwangspfandflasche" oder der Nylonstrumpf...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/1591_14015889.jpg)
Viele Grüße
K. Koch
Hallo allerseits,
In der Siebdrucktechnik werden zum Drucken in erster Linie textile Siebe verwendet, aber auch Siebe aus Edelstahl. Hier zum Vergleich mit obigen Daten die Angaben für Edelstahl Siebdruck Gewebe:
Draht Durchmesser: 32 mü
Die Fenstergröße zwischen den Drähten 60 x 60 mü
(1 mü = 1/1000 mm)
Diese Edelstahl Siebe müßten sich doch auch nach Gebrauch in der Industrie für die Planktonfischerei eignen.(?)
Die Siebe werden nach dem Drucken sauber gemacht, sie enthalten dann keinerlei Rückstände der Druckfarbe.
Dies als Beitrag zum laufenden thread
mfG
Wolfram
Hallo Thomas
Detlef hat ja schon darauf geantwortet. Ich mach immer so 1-2 Minuten bei kommoder Drehzahl (so dass ich selber die anaerobe Schwelle nicht überschreite ;D) Mit der Erfahrung ist so eine Sache: natürlich findet man gelegentlich leicht derangierte Copepoden oder Stentoren vor. Aber man weiss halt nicht, wat kommt von wat ;) sprich ob es am zentrifugieren gelegen hat oder nicht. Mit diesen schleimigen Retardern hab ich wenig Erfahrung und in der professionellen Protozoologieliteratur wird eigentlich davon auch eher abgeraten. Die Frage ist was man sich davon verspricht! Offensichtlich ja wohl, die Einzelheiten und Strukturen der Organismen besser studieren zu können. Nur grade die werden durch die Schleimerei ziemlich verzerrt und verunstaltet, so dass es schwer wird wirkliche in vivo Aussagen/Beobachtungen zu machen. Und fototechnisch ist so ein Kolloid ja auch nicht gerade der Bringer! Einzig Steffen Clauss hat bis jetzt gute Bilder durch entsprechende Verlangsamer gezeigt!
@ Jörg:
gute Idee mit dem Abkleben. Werd ich mal ausprobieren!
Viele Tümplergrüsse
Bernhard
Also ich hab auch den Kodi-Filter verwendet, allerdings in einer etwas modifizierten Version:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/19755_50833863.jpg)
Ist alles aus dem Hause "Eigenbau" ;-) und wirklich nicht teuer. Ich habe neulich den Vergleich mit einem professionellen Planktonnetz (56 µm) gemacht und ehrlich gesagt konnte ich in zwei Parallelproben keine signifikanten Unterschiede feststellen.
Der Kontainer unten an dem Netz ist wasserdicht und abschraubbar, was die Probenahme enorm erleichert. Bei Bedarf kann man den Inhalt auch (waagerecht) aus dem Behältnis spritzen. Es bleiben dabei fast keine Rückstände in dem Behälter. Dank der Benutzung eines universellen Schraubverschlusses kann fast jede gängige PET-Flasche an den Filter angeschraubt werden. Allerdings empfehlen sich kleine Flaschen um das Plankton einzuengen.
Für den Bau braucht man:
einen Kodi-Kaffeefilter
eine 0.5 L PET-Flasche von Bonaqua (evtl. gehen auch andere, muss mit dem Durchmesser der Spritze abgestimmt werden)
eine handelsübliche 20mL Spritze (ohne Nadel versteht sich)
etwas Heisskleber (die Pistole muss man natürlich auch besitzten)
eine gesunde Portion handwerkliches Geschick und Zeit.
Ich hoffe ich hab' wen inspirieren können. Bei Fragen einfach schreiben
Hallo,
Ich bin noch nicht zufrieden mit der Kaffeedauerfilter-Methode.
Was haltet Ihr von diesem Netz?
http://www.pokorny-netze.at/?289,de_wurf-planktonnetz-uhelon-maschenw-0-04mm
oder
http://www.der-hedinger.de/produkte/wasseruntersuchungen/zubehoer/artikel/BH_189_6.html
oder
http://www.lehrmittel-reinhold.de/cgi-bin-reinhold/shop/shop.pl
Gerne auch andere Links
Wie Jörg habe Ich ein Problem mit dem Umfüllen vom Filter in ein Gefäß.
Das Restwasser ist recht schnell draussen und Ich müßte die zurückgebliebenen
Bestandteile von der Wand des Netztes abstreifen, was mir nicht gerade gefällt.
Ausserdem habe Ich ein Problem mit grobe Fremdstoffen, die im Wasser schwimmen.
Ideal wäre ein größeres Trichternetz mit gleich montierem Fläschichen und einem Gitter
an der Einströmöffnung, der die groben Schmutzpartikel nicht durchläßt.
Daher werde Ich mich auf die Suche nach entsprechendem Netzstoff machen.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: the_playstation in September 24, 2013, 12:41:45 NACHMITTAGS
Hallo,
Ich bin noch nicht zufrieden mit der Kaffeedauerfilter-Methode.
Was haltet Ihr von diesem Netz?
http://www.pokorny-netze.at/?289,de_wurf-planktonnetz-uhelon-maschenw-0-04mm
oder
http://www.der-hedinger.de/produkte/wasseruntersuchungen/zubehoer/artikel/BH_189_6.html
oder
http://www.lehrmittel-reinhold.de/cgi-bin-reinhold/shop/shop.pl
Hallo Jorrit
also die Pokorny Netze machen einen guten Eindruck. Dieser etwas schwerere Ablaufhahn ist bestimmt von Vorteil für das Eintauchverhalten des Netzes. Gerade die Dinger mit Plastikflasche dran schwimmen eher als das sie eintauchen. Ich würde die Maschenweite nicht ZU eng wählen, die setzen mit der Zeit immer etwas zu. Das kann dann bei 40µm etwas schwierig mit dem Ablauf werden.
Danke für den Pokorny Link!! Preise scheinen auch o.k.
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Hallo Bernhard,
Ich habe Mir mal ein Pokorny Netz bestellt.
Kommen ja leider noch 14 Euro Versand dazu (Östereich)
Und das Bezahlen per IBAN + BIC ist etwas komplizierter.
Ich sage dann mal Bescheid, wie es ist.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo, Jorrit.
Das von Dir gekaufte Netz ähnelt einem Planktonnetz nach Apstein, einem Netz für "Profis". Über den Preis kannst Du Dich nicht beklagen, da solche Netze (Profiausführung) zwischen € 200 und € 300 kosten. Auch wenn man so ein Netz selbst herstellen will, bezahlt man schon für die Müllergaze zwischen € 40 und € 50. Vom Zubehör und der Arbeit einmal ganz zu schweigen. Ein kleiner Tip noch gegen das Verstopfen: Beim Planktonfangen immer eine Spritzflasche dabei haben. Im Anschluß an den Fang wird das Netz von Außen mit der Spritzflasche kräftig abgespritzt. Das beseitig Verstopfungen und befördert noch so einiges in den Fangbecher. Auch der Hahn neigt manchmal zum Verstopfen: ein Pfeifenreiniger oder ein kleiner Holzstab lösen Das Problem schnell.
So, ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem neuen Netz.
Schönen Gruß aus dem Hintertaunus ins schöne Hamburg (von einem Exil-Hamburger)
Holger