Guten Tag in die Runde
...und Fragen an die Praktiker.
Delamination.. ein hier bereits immer wieder angesprochenes Thema
mit vielen, leider für mich z.T. widersprüchlichen Meinungen und Bedenken.
Konkreter Fall:
Ich habe in meiner Krabbelkiste ein Okular-Paar KPL-12,5/18 gefunden
und will diese als Wechselokulare am Standard benutzen.
Nun finde ich aber in deren Optik reichlich Rand-Delaminationen.
Wenn ich die Forum-Beiträge richtig interpretiere, dann gibt es zwei Wege:
1. Die Okulare benutzen und mental die Delamination ausblenden
2. Den Delaminationen zu Leibe rücken
Als Ästhet kann ich mich mit dem ersten Weg sehr schlecht anfreunden
und als Praktiker ziehe ich den 2. Weg vor (auch wenn ich dabei diverse Risiken
wie De-Zentrierung, Lufteinschlüsse etc. in Kauf nehmen müsste)
Geplantes Vorgehen:
Auseinanderschrauben (?) der beiden Okulare, freilegen der Linsengruppen ohne deren Position zu verändern
(bzw. Position markieren/dokumentieren), das delaminierte Linsenpaket in ,,Klebemittel" einlegen,
der Kapillarwirkung ca. 24 Stunden (?) Zeit geben, anschließend den Randbereich ,,versiegeln"
und die Glasteile wieder in die Röhre schieben.
Konkrete Fragen:
Zu welchem ,,Klebemittel" wird geraten?
- Kanadabalsam (ist ja leider im Handel ein "bunt-gemischter Begriff")
- Immersionsöl
- oder eine andere kostengünstige Alternative
Was eignet sich zum Versiegeln des Randbereichs? Vielleicht Epoxyharz oder Cyanoacrylat?
Empfiehlt es sich, vor bzw. während des "Einbettens" die Linsen zu erhitzen/erwärmen ?
Schließlich noch zwei Start-Überlegungen:
Hat die schwarze Linsenhülle einen Schraubverschluss oder wurde mit Press-Spannring verschlossen?
Welche Linsengruppen erwarten mich, wenn ich das Okular (s. Abb.) zerlege ...oder dabei zerstöre ?; -)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/168667_41538102.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/168667_53740413.jpg)
Ich hab mich vermutlich hier als Spät-Einsteiger sehr laienhaft ausgedrückt,
freue mich aber über praktische Tips.
Grüße
Richard
Hallo Richard,
ich habe hier mal meine Methode vorgestellt - auch bei einem Paar Vollmetall Zeiss Okulare: einfach in den Backofen bei ca. 80 Grad für zwei Stunden geben. Bei mir sind sie immer noch - nach 1,5 Jahren ohne Delamination.
Gruß
Peter
Zitat...einfach in den Backofen bei ca. 80 Grad für zwei Stunden geben. Bei mir sind sie immer noch - nach 1,5 Jahren ohne Delamination.
Hallo Peter,
phantastisch bis unglaublich! Ich habe mit denselben Dingern das gleiche Problem wie Richard und deshalb weitaus kompliziertere Sachen erwägt. Jetzt wird einem Okular der Ofen verordnet. ;D
Gruß - EFH
Hallo Peter,
aber Du hast bestimmt nicht vorgeheizt, sondern die Temperatur schön langsam nach und nach erhöht, oder? ;D
Grüße
Gerd
Hallo Gerd,
es ist schon lange her. Ja, ich habe langsam vorgeheizt (Umluft). Über den Erfolg war ich selbst überrascht.
Gruß
Peter
und hier der Link zu meinem alten Originalbeitrag http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?action=printpage;topic=19377.0
Gruß
Peter
Hallo Richard,
das frische dünnflüssige "Canadabalsam für Mikroskopie" (Wangerländer Feinchemikalien Art.Nr. Y9443) unverdünnt in ein kleines Gefäß geben und das Linsenpaar hineinplumpsen lassen. Dor darf es, je nach Rand-Delaminationstiefe, auch schon mal eine Woche baden. Danach den Schmier abwischen und nur die Linsenflächen mit einem Optikreiniger säubern. Dann zwei, drei Tage trocknen lassen und ohne Randversiegelung wieder einbauen.
Wenn das Balsam später einmal zähflüssig werden sollte (lange nach Ablauf des aufgedruchten Datums), kann es mit wenigen Tropfen Xylol verdünnt werden.
Viele Grüße
Frank
Zitat von: zooey in März 21, 2015, 14:09:26 NACHMITTAGS
....
Schließlich noch zwei Start-Überlegungen:
Hat die schwarze Linsenhülle einen Schraubverschluss oder wurde mit Press-Spannring verschlossen?
Welche Linsengruppen erwarten mich, wenn ich das Okular (s. Abb.) zerlege ...oder dabei zerstöre ?; -)
....
Einen Schraubverschluss!
Ohne die Augenlinse erwarten Dich zwei verkittete Linsenpaare, die durch einen Distanzring getrennt werden. Die konvexen Seiten dieser Paare zeigen zueinander.
Gruß
Frank
Danke für die interessanten Antworten!
Peter:
Trotz meiner "try and error"-Mentalität scheue ich ein wenig zurück vor deiner Backofen-Methode.
Ich werde sie mir für Optiken in hoffnungslosem Zustand merken und dann versuchen einen Standard (Zeit, Temperatur) zu finden.
Frank:
Deine Angaben sind sehr detailliert und ich werde wohl auch danach vorgehen.
Noch schönes Rest-Wochenende
wünscht Richard
Moin Richard,
no risk no fun. Dabei war ich so gespannt, wie das Experiment bei Dir wohl ausgangen wäre. Hmm. An sich ist es kein Risiko und die einfachste Möglichkeit, die Okulare wieder auf Vordermann zu bringen.
Gruß
Peter
Guten Abend zusammen,
Die Delamination von Doubletten und Tripletten in Zeiss Optischen Elementen ist tatsächlich ein leidiges Thema.
Dem Hersteller zu Gute hallten muss man allerdings auch die Tatsache das der größte Teil der Erstkäufer vollends zufrieden sein dürfte – die Geräte haben nämlich ihre Stellung als spitzenforschungstauglicher ,,Stand der Technik" längst überlebt.
Zur Sache – die Delamination an Optischen Elementen ist entweder am Rande und lässt sich evtl. temporär mit Kanadabalsam oder Immersionsöl temporär beheben – oder in der Linsenmitte wo die Sache schon schwieriger wird.
Komplizierter wird das Problem dadurch dass seit längerer Zeit von allen Mikroskop Herstellern unbekannte Kleber verwendet werden.
Erhitzen dürfte für Harze eher selten zum Erfolg führen dürfen.
Hier meine indirekte Erfahrung.
Ich habe über Umwege einen unterbeschäftigten Linsenmechaniker in den Vereinigten Staaten getroffen der sich zur Reparatur von Zeiss Optiken empfohlen hat.
Für eher wenig Geld hat er mittels einer Alkohol (?) Lösung Linsenelemente getrennt und dann mit modernen optischen Klebern wieder verklebt.
Das ging bei einem Okular 10 x 18 resp. einem Epiplan 2.5 x mindestens so gut dass die Reparatur nicht auf den ersten Blick sichtbar war (wobei ich keine sehr sorgfältigen Untersuchungen eingeleitet habe um festzustellen ob die Linsenelemente wirklich vollständig mittig und plan verklebt wurden.
Man kann von der Methode halten was man will – vermutlich sind solche ,,reparierten" Objektive im Umlauf.
An einem Planapo 63/1.4 160/- ist der Linsenmechaniker dann gescheitert – hier werden wahrscheinlich Kleber mit fein abgestimmten Brechungsindex der Linsenelemente verwendet.
Gruß,
Rory
Zitat von: Safari in März 25, 2015, 23:30:09 NACHMITTAGS
Zitat von: chishoro in März 24, 2015, 22:20:50 NACHMITTAGS
An einem Planapo 63/1.4 160/- ist der Linsenmechaniker dann gescheitert – hier werden wahrscheinlich Kleber mit fein abgestimmten Brechungsindex der Linsenelemente verwendet.
Gut dass war ja auch der Härtefall, aber für andere Teile finde ich die Methode sehr interessant.
Schade ist, dass Zeiss die Teile nicht repariert. Das passt nicht zu dem Qualitätsanspruch.
Mit dem Qualitätsanspruch - da geb ich Dir unumwunden Recht. Vor Allem, weil es sich ja um ein vom Hersteller in die Optik eingebautes Problem handelt und keineswegs ausschließlich Uraltoptik betrifft. Bloß würde in aller Regel keiner von uns Willens sein, die anstehende, manchmal an Schutzpreise erinnernde Reparaturpreisgestaltung zu zahlen. Ich habe da aktuell den Fall einer Reinigung eines durch Immersionsöl-Benutzung am inversen Mikroskop verschmutzten 63x/1.40 Öl :o
Ich habe übrigens vor Jahren einmal versucht, mit Hilfe der Backofen-Methode einen solchen Linsensatz (Zeiss Okularlinsen) zu reparieren und bin kläglich gescheitert. Im Wärmeschrank allmählich über 2 Tage die Temperatur letztlich auf gut 160Grad gebracht, ließ das darunter liegende Papier sich allmählich bräunlich verfärben. Die Beschwerden der Kollegen über den dem Wärmeschrank entströmenden Geruch waren das ganze Ergebnis dieser Aktion.
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo,
Backopfen heißt ja nicht, das Okular über Tage zu Tode schmoren. Bei mir war die Delamination nach einer Stunde "weggebacken". Das Risiko scheint mir relativ gering. Wenn die Delamination den Seheindruck beeinträchtigt, kann man es eigentlich weglegen. Verschlimmern kann man es im Backofen eigentlich nicht - immer unter der Voraussetzung, dass hier keine Kunststoffteile involviert sind.
Gruß
Peter
Nee, ich habe natürlich den reinen Linsensatz gebacken. Zwei Tage deshalb, weil ich mit etwa 70Grad angefangen habe und dann, als sich nichts veränderte, so nach und nach die Temperatur erhöht und zwischendrin immer wieder nachgeschaut. Bei ca. 160-170Grad habe ich dann zwar aufgegeben aber gar waren die Linsen deswegen nicht.
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo Besitzer von delaminierten Okularen,
zu Bastelzwecken suche ich delaminierte Zeiss Okulare.
Hat jemand welche günstig abzugeben?
Antwort gerne per e-mail herbert.dietrich@online.de
Herzliche Grüße
Herbert
Zitat von: Herbert Dietrich in März 29, 2015, 13:38:46 NACHMITTAGSzu Bastelzwecken suche ich delaminierte Zeiss Okulare.
Hat jemand welche günstig ...
Lieber Herbert,
da ist aber doch einfach dran zu kommen. Lege einfach ein paar von Deinen Zeiss-Okularen (je aufwendiger im Aufbau, desto erfolgversprechender) ins Gefrierfach Deines Kühlschranks, hole sie nach ein paar Stunden heraus und erwärme sie kräftig mit dem Haartrockner. Wenn es nicht gleich beim ersten Mal funktioniert, nicht traurig sein, nach ein bis zwei Wiederholungen hast Du bestimmt ein einwandfreies Ergebnis ;D
Freundliche Grüße in einen verregneten Sonntagnachmittag
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
den Gefrierschrank und den Haartrockner behalte mal vorerst,
schicke mir nur die so behandelten Okulare :) :) :D
ich bastle dann damit.
Herzliche Grüße
Herbert
Ach, Herbert, so gerne mir das leid tut, aber bei mir ist vor lauter Filmmaterial leider absolut kein Platz mehr im Gefrierschrank und einen Haartrockner benötige ich schon länger nicht mehr. Musst Du also schon selbst machen.
Gruß
Wolfgang
An alle die ihre Okulare delaminieren wollen,
Wolfgang hat einen Denkfehler in seiner Anleitung, richtig muss es heißen:
zuerst Backofen und dann Gefrierschrank, sonst wird doch die Delamination wieder beseitigt.
Aber lieber setzen Sie Ihre wertvollen Optiken keinen starken Temperaturschwankungen aus, ist besser so.
Viel Erfolg bei der Reparatur Ihrer Okulare wünscht Ihnen
Herbert
Guten Morgen in die Runde,
kann man so etwas bei einem Objektiv auch machen?
wer hat Erfahrung?
Gruß Peter aus Lorsch.
Zitat von: Wutsdorff in März 30, 2015, 10:52:59 VORMITTAG
Guten Morgen in die Runde,
kann man so etwas bei einem Objektiv auch machen?
wer hat Erfahrung?
Gruß Peter aus Lorsch.
Guten Tag Lorscher Peter!
Das ist sogar die sicherste Methode, wenn man ein delaminiertes Objektiv haben möchte. Starke Temperaturschwankungen lassen Kittfläschen reißen.
Deshalb schraube ich zum Transportieren bei Kälte alle Objektive ab, stecke sie in Hülsen und trage sie eng am Körper, oder ich stecke sie in eine angewärmte Thermoskanne. Den Tipp habe ich von einem Servicefachmann von Carl Zeiss und verfahre so seit vielen Jahren.
KH
moin KH,
ich nehme aber mal an, dass Sie den Kaffee vorher getrunken haben, oder
Ostergruß
Peter
Zitat von: Mikroman in April 04, 2015, 15:28:58 NACHMITTAGS
moin KH,
ich nehme aber mal an, dass Sie den Kaffee vorher getrunken haben, oder
Ostergruß
Peter
moinmoin Peter Mikroman!
Das ist nicht notwendig, beim Versenken der Objektivdosen in der Kanne, läuft der Kaffe über, so daß schließlich nicht mehr viel drin ist. Das reicht dann gerade noch aus, um harte Schläge beim Transport zu dämpfen. Daß man das so machen kann, habe ich irgendwo im Internet gelesen, weiß aber nicht mehr, wo und wann. Googeln Sie doch mal, vielleicht finden Sie die Stelle.
Ostergrüße!
KH
Hallo Herr Henkel,
ZitatDaß man das so machen kann, habe ich irgendwo im Internet gelesen, weiß aber nicht mehr, wo und wann.
gerade von ihnen hätte ich mir eigentlich eine genaue Quellenangabe erwartet, sie werden doch nicht schluderig werden. ;D
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass nur Kaffee ohne Zucker und Milch verwendet werden sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Bakterien bilden die bei undichten Dosen die Beschichtung der Objektive angreifen könnten. Außerdem würden sie die eventuell bei den Objektiven vorhandene Stellringe und Federung verkleben. Trotzdem übernehme ich keine Haftung, auch wenn nur purer Kaffee verwendet wird.
Viele Grüße,
Johannes
Wenn man die Objektive (ohne Dosen) in den Kaffee versenkt, könnte man doch auch spezifisches Gewicht berechnen, oder?
Ostergrüsse zurück (und möge der Osterhase Euch wohlgesonnen sein, vielleicht mit ein paar delaminierten Objektiven.
Peter
und nach Ostern werde ich bei all diesen Okularen die
D e l a m i n a t i o n
versuchen zu beseitigen. Die nehme ich auf die Osterinseln mit.
Grüße vom
Osterhasen
Hallo Peter,
ZitatWenn man die Objektive (ohne Dosen) in den Kaffee versenkt, könnte man doch auch spezifisches Gewicht berechnen, oder?
Solange der Kaffee nicht so stark ist, dass das Objektiv einfach obenauf liegen bleibt wahrscheinlich schon. ;D
Viele Grüße,
Johannes
Guten Abend in die Runde!
Ich habe von CZJ ein Plan-Apo 40x/0,95 mit Korr.-Ring. Somit der halbe Öffnungswinkel ca. 72 Grad (Rechensch.)
Beim Blick mit der Lupe von hinten sehe ich am Rand kleine "Luftbläschen". Diagnose klar. Delamination!
1) Das Bild ist bei offener Köhlerbl. u. Kondbl. sehr flau.
2) Mit Köhlerbl wird es deutlich besser
3) Mit Köhlerbl + 2/3 geschl. Kond.bl. noch besser
Wird die Apertur durch das Köhlern nicht voll ausgenutzt?
Für das Obj. habe ich mir für DF eine Einhängeblende mit einem Durchmesser von 4,5 mm gedreht.Dann kann ich "Dunkelfelden"
4) Wenn ich das Obj. mit Einhängebl. im HF benutze, ist das Bild wie bei 1) immer noch flau, aber nicht so stark wie oben.
Sonst wie 2) und 3)
5) Mit einem 45x/0,65 (40 Grad) das keine Delam. hat, ist das Ergebnis unter den Bedingungen von 1) auch nicht berauschend, aber besser.
6) Ergebnisse wie unter 2) u. 3)
Da das PL-Apo nicht gerade preiswert war, möchte ich es wegen der Eigenschaft nicht als Briefbeschwerer benutzen.
Ich bitte um die Meinung der Fachkollegen
Grüße von der blühenden Bergstraße
Peter aus Lorsch
Hallo Peter,
von Carl Zeiss Jena gibt es meines Wissens kein PlanApo 40/0,95 mit Korrekturring für 160 mm Tubuslänge. Kann es sein, daß das Objektiv ein "nur" Apo ist?
Stell doch mal ein Photo ein.
Viele Grüße
rainer
Zitat von: RainerTeubner in April 13, 2015, 17:59:14 NACHMITTAGS
Stell doch mal ein Photo ein.
rainer
Vom Objektiv. Und bitte folgende Angaben: Welches Mikroskop, welches Baujahr - ungefähr. Welches Okular (Fabrikat, usw.), welcher Kondensor? Das ist sozusagen der technische "Kontext", den braucht man für die Beurteilung.
Gruß
KH
Sehr geehrter Herr Teubner,
sehr geehrter Herr Henkel,
es ist in der Tat "nur" ein Apo 40/0,95 , 160/0,17 mm, Abgleichlänge 45 mm mit der Nummer 320 044. Deckglaskorr-ring 0,12 - 0,20, RMS-Gew.
Ich benutze ein Leica CME mit 160mm Tub.länge, mit einem No-Name-Trino (von einem Forumskollegen gekauft). Okulare: Zeiss West Kpl W 10x Brille.
An den Okularen kann es nicht liegen, denn die Ergebnisse sind mit Foto und mit Okul.-betrachtung identisch.
Die Fotos folgen separat.
Vielen Dank im Voraus
Peter aus Lorsch
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030
Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030
Lieber Herr Wutsdorff!
Wir mißverstehen uns total. - Oder: Sie wollen mich auf den Arm nehmen! Geben Sie es zu!
Was soll ich mit Fabrikationsnummern, wenn ich das Fabrikat und das Mik-Modell nicht kenne, also Hersteller und Baujahr. Ich kann mir nicht die Mühe machen, für Sie herauszufinden WANN das Mikroskop in etwa hergestellt wurde. Das ist wichtig, weil nicht wenige Hersteller hin und wieder die mech. Tubuslänge ihrer Instrumente geändert haben. Z.B. Leitz/Leica von 170 auf 160 mm, aber auch andere Hersteller. Bei hochaperturigen Obj. ist das wichtig, da genügen bei der Tubuslänge 5 mm Unterschied und ein Deckglas mit nicht exakter Dicke - und schon ist das Bild flau und evtl auch unscharf.
Bei Objektiven habe ich immer gerne zwei Fotos: Alle Gravuren, einschließlich, und besonders wichtig, des Firmenlogos, weil auch das im Lauf der Firmenhistorie gelegentlich geändert wurde. Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben.
Schön wäre auch eine Lupenaufnahme im schrägen Auflicht von der Objektiv-Frontlinse, damit man erkennt, ob da ein kontrastmindernder Fingerabdruck sichtbar ist. (Ich wurde gelegentlich in dem großen deutschen Elektrounternehmen, in welchem ich arbeitete, von der Betriebsärztlichen Dienststelle angerufen, wenn eines oder einige Mikroskope keine guten Bilder mehr zeigten. In allen Fällen war es entweder Wimperntusche auf den Okularen oder Fingerabdrücke von den mit Schutzcreme eingeschmierten Händen. Meist auf dem Hunderter.)
Und weil ich heute mal wieder ganz humorlos bin. füge ich noch hinzu. Ich mag keine hundert Meter langen Threads (Diskussionsfäden) die enden, wie das Hornberger Schießen: Viel Aufwand und Mühe, weil viele Mißverständnisse, und nach Wochen null Ergebnis. Alle frustriert. Deshalb erbitte ich, daß sich Fragesteller hinsichtlich ihrer Angaben mindestens so viel Mühe machen, wie die Recherchen für die Antwort kosten.
Und noch etwas, wenn ich schon mal dabei bin:
Liebe Mikroskopiker (nicht nur Anfänger oder Neulinge hier im Forum!). Geben sie bei allen Fragen, die ins Technische gehen, immer an, mit welchem Mikroskop Sie arbeiten (Hersteller und Modellbezeichnung), auch Okulare und Objektiv(e). Es ist nicht zumutbar, daß man so etwas essentielles erst beim siebzehnten Frage und Anwortwechsel nebenbei erfährt, anstatt bei der allerersten Frage. Neulich erhielt ich zur Antwort: Aber das habe ich doch in irgendeinem Beitrag vor etwa einem halben Jahr schon geschrieben. O sancta simplicitas! Bitte bei JEDER Frage immer angeben! Aber nicht in einer Fußnote unter der Grußformel in winziger Schrift, sondern am Anfang eines Fragetextes.
Lieber Herr Wutsdorff, verzeihen Sie mir, daß ich jetzt Ihren Antwortbeitrag auf meine Frage mißbraucht habe, um eine allgemeine Schelte und Predigt loszuwerden. Aber es lag mir aus gegebenem Anlaß gerade auf der Zunge.
Herzlichen Gruß
KH
Allmächtiger da zittern ja die Wände.
Gruß
ML
Zitat von: Michael L. in April 14, 2015, 14:34:44 NACHMITTAGS
Allmächtiger da zittern ja die Wände.
Ja, so mag ich das: Kurze, sachbezogene, wertvolle Beiträge. - Danke!
KH
Sehr geehrter Herr Henkel,
es lag und liegt mir fern, Sie als Mikrofachmenn und annerkannter Experte im Forum "auf den Arm" zu nehmen.
Ihr Rüge nehme ich zur Kenntnis. Auch mit 75 muß man eben manchmal etwas einstecken.
Sollte ich in irgend einer Weise Ihnen zu nahe getreten zu sein, bitte ich hiermit in aller Form um Entschuldigung!
Vielen Dank auch, daß Sie sich mit dem ausführlichen Text so viel Zeit genommen haben.
Ich gehe nicht auf Einzelheiten Ihres Beitrages ein.
Da Sie kurze Beiträge bevorzugen, schlage ich vor, unsere Diskussion hiermit abzubrechen.
Mit freundlichen Grüßen
vom Inschinör Peter aus Lorsch
Zitat von: Klaus Henkel in April 14, 2015, 13:56:16 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030
...Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben. ...
Sorry Herr Henkel, aber das finde ich unangemessen. Sie mögen ja Biologen und Ingenieure mit falscher Brillenstärke kennen. Dies zu verallgemeinern finde ich - gerade auch von Ihnen - äußerst gewöhnungsbedürftig.
Zitat von: MikroMatt in April 14, 2015, 19:27:43 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in April 14, 2015, 13:56:16 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030
...Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben. ...
Sorry Herr Henkel, aber das finde ich unangemessen. Sie mögen ja Biologen und Ingenieure mit falscher Brillenstärke kennen. Dies zu verallgemeinern finde ich - gerade auch von Ihnen - äußerst gewöhnungsbedürftig.
Ich schreibe und lese jetzt nahezu 15 Jahre hier im Forum, deshalb berufe ich mich einfach auf meine Erfahrung, auch wenn ich keine Statistik habe, um Sie zu überzeugen. Wie oft bin ich in meinen "Aktenkeller" hiuntergestiegen, um langwierig in alten Listen zu suchen, habe in Büchern geblättert usw. Nicht selten hat mich die Sucherei einen halben Tag gekostet, bis ich eine Frage beantworten konnte. Sie können das nicht wissen, weil Sie noch nicht so lange dabei sind. Dann die Antwort:
Ach jetzt sehe ich es, daß es ja doch kein Photar 12,5 ist, sondern ein Ph. 4. Und es war auch nicht am Mikroskop oder einer Kamera, sondern an einem großen Mikroprojektor.So oft erlebe ich so etwas hier, daß es doch mal wieder etwas deutlicher als üblich gesagt werden sollte.
Nichts für ungut.
KH
Hallo,
ich wage mal ein Experiment. Alleine, mir fehlt die Ausrüstung. Ich habe hier ein CZJ Phv 40/0,65, das zumindest unter Pol-Licht deutliche Risse im Kitt zeigt. Ich habe mir hier über das Forum auch schon ersatz besorgt. Es ist also quasi "übrig". Mangels Betrand-Linse kann ich den Schaden nicht ablichten. Ich würde dieses Objektiv für einen Veruch zur Verfügung stellen,
a) Foto der Hinterlinse mit Pol
b) LANGSAMES aufheizen auf die hier irgendwo gennanten 80 °C
c) mehrerer Stunden temperm
d) LANGSAMES abkühlen auf RT
e) neues Foto der Hinterlinse.
Ich wage es, wer wagt mit? Bitte nur ein Kreuz....
Carsten
P.S.: Nach Ende des Experimentes bitte an mich zurück.
Lieber Herr Henkel,
in der Sache kann ich Ihre Verärgerung vollständig nachvollziehen. Ganze Berufsstände in dieser Weise anzugehen finde ich - wie gesagt - gewöhnungsbedürftig. Vor allem da mir für (gefühlt) weniger (meinerseits eine Retourkutsche für eine völlig unqualifizierte und diffamierende Antwort) eine Sperrung meiner Schreibrechte angedroht wurde.
Ihre Reputation, nicht nur der Mikrofibel wegen in allen Ehren, aber das haben Sie doch gar nicht nötig.
Hallo Klaus,
Zitatie oft bin ich in meinen "Aktenkeller" hiuntergestiegen, um langwierig in alten Listen zu suchen, habe in Büchern geblättert usw. Nicht selten hat mich die Sucherei einen halben Tag gekostet, bis ich eine Frage beantworten konnte
Es zwingt sie ja niemand dazu, das entscheiden sie doch selber ob sie das machen oder? Und wenn es ein halben Tag kostet wurde ich fast denken, sie hätten nichts besseres zu tun. Um gute Foto' s und Experimenten zu machen und im Forum ein zu stellen, das kosttet auch Zeit. Vielen machen es und jammern nicht wenn nicht genug Komentare auf die manchmal umfangreiche Beitragen kommen. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo zusammen,
bei der Überschrift stimmt auf jeden Fall noch der Nachsatz: ... ein ewiges Thema" ;)
Aber jetzt geht es um ein anderes Thema. Nämlicht die zu Recht geforderte Präzision der technischen Angaben, wenn jemand Hilfe braucht. Normalerweise kann ein Hilfesuchender sicher sein, dass er überschüttet wird von oft guten, zielführenden, bisweilen auch nur gut gemeinten Ratschlägen.
Ich finde ebenso wie Klaus Henkel, dass sich ein Hilfesuchender bemühen muss möglichst präzise ausreichend umfängliche Angaben zu machen, damit man schon im ersten Ansatz ein klares Bild hat. Und nicht erst nach der 5. Nachfrage!
Also die Angabe: ich habe hier ein Objektiv mit der Nummer 3789924 das ist an einem Mikroskop mit der Nummer 122234 und das ist irgendwie flau. Ist das kaputt? Da fehlt dann nur noch die Frage: wann wurde das ungefähr gebaut? ::) ::)
Klar ein ziemlich übertriebenes fiktives Beispiel. Aber manchmal geht es schon in die Richtung! Und genau in diese Richtung zielt nach meinem Gefühl die sicher sehr pointierte Kritik von Klaus Henkel. Und jetzt zu sagen: warum regt er sich auf? Keiner zwingt ihn lange Recherchen zu machen, offensichtlich hat er eh nix besseres zu tun! Das ist eine Aussage, die für mich grenzwertig ist. Denn wenn jetzt alle Experten - und ich zähle ihn mal zu diesen - sich zurücklehnen und sagen: lass sie mal wurschteln! Dann fehlt hier eine ganz essentielle Funktion, nämlich die schnelle und präzise Hilfe.
Also gilt auch meine freundliche Bitte an alle Hilfesuchende: Präzision bei der Beschreibung des Problems ist erste Bürgerpflicht!
Hallo Klaus,
ZitatAlso gilt auch meine freundliche Bitte an alle Hilfesuchende: Präzision bei der Beschreibung des Problems ist erste Bürgerpflicht!
Ich stimme zu. Aber leider ist es so das bestimmte Leute nicht in der Lage sind auf
Freundliche weise zu reagieren auf die Beschreibungen, die sicherlich oft nicht komplett sind. Und wenn solche negative Reaktionen immer wieder passieren, dan ist das für mich grenzwertig. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Klaus,
hier die gewünschten Daten, sofern nicht schon angegeben:
Mikro. Leica CME, 2004 gekauft, wann gebaut ,weiß ich nicht. 160mm Tubusl.
es folgen die gewünschten Bilder, die sicherlich nicht perfekt sind.
Man erkennt , hoffentlich am Rande die Delam.-Spuren
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170158_44950942.jpg)
jetzt die Frontlinse, unter der Lupe keine Fettspuren zu erkennen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/170158_3781627.jpg)
und die Gravuren:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170158_9526491.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170158_26038915.jpg)
Ich glaube als ehem. Turbinenversuchsinscheinör habe ich die Zahlen richtig abgelesen.
Gruß Peter aus Lorsch
Lieber Peter,
da es 2 Kläuse gibt, die hier mitmischen antworte ich schon mal. Richtig ist: die Bilder sind nur begrenzt hilfreich. Ich versuch mal Kaffeesatz zu lesen: das erste mit der Delamination ist m. E. keine! Aber eine sichere Aussage würde ich erst wagen, wenn ich das Objektiv hier bei mir hätte. Das 2. Bild hilft mir gar nicht, vielleicht kann ein Experte was dazu sagen - ich kanns nicht. Und ich mach mal eine Prognose: ohne, dass jemand das Objektiv nach den Regeln der Mikrokunst untersucht hat gibt es keine zuverlässige Beurteilung!
Hallo Peter,
als Zeiss-West Fan (das meine ich wirklich !) kenne ich Delaminationen in fast allen Erscheinungsformen. Wie Klaus habe ich auch eher Zweifel, dass es sich bei Deinem Apo um eine Delamination handelt. Aber -ebenfalls im Sinne Klaus´Auffassung- reicht Dein Foto hier für eine sichere Diagnose nicht aus. Am besten erkennt man diese Schäden im polarisierten Licht mit einem Hilfmikroskop / Bertrand-Linse vom Optovar.
Diese Apo-Objektive von Zeiss Jena sind sehr streulichtsensitiv - das erklärt die Bildverbesserung bei Benutzung der Leuchtfeldblende und auch bei Einschränkung der Beleuchtungsapertur mittels Kondensorblende. Die zweite Besonderheit dieses Objektives ist, dass es sich um ein Trockenobjektiv hoher Apertur handelt. Diese Art reagiert auf Abweichungen der Deckglasdicke vom Sollwert sehr empfindlich, was sich dann zumeist in sehr flauen Bildern äußert. Daher auch der Korrekturring zum Einstellen der Deckglasstärke ... und dieses Einstellen ist wirklich nicht sehr einfach, bedarf einiger Übung: Man sucht sich im Präparat eine Stelle mit starkem Kontrastsprung und stellt mittels Korrekturring auf höchsten Kontrast ein - leider muss man dabei auch immer die Schärfe mit dem Feintrieb nachstellen (nur Leitz hatte hier autokompensierende Konstruktionen, bei denen beim Verstellen des Deckglas-Korrekturringes die Schärfe fast erhalten blieb).
Wenn Du auf die "Kornrade" gehs´t, nimm das Objektib mit; dort kann Dir dann sicher jemand weiterhelfen.
Gruß !
JB
Zitat von: Wutsdorff in April 15, 2015, 14:22:35 NACHMITTAGS
Hallo Klaus,
hier die gewünschten Daten, sofern nicht schon angegeben:
Mikro. Leica CME, 2004 gekauft, wann gebaut ,weiß ich nicht. 160mm Tubusl.
Ich glaube als ehem. Turbinenversuchsinscheinör habe ich die Zahlen richtig abgelesen.
Gruß Peter aus Lorsch
Hallo Herr Wutsdorff!
Die Zahlen brauchte ich nicht zu kontrollieren, weil sie gut auf den Fotos von dem Objektiv zu lesen waren!
Zusätzlich zu den Ausführungen von Klaus Herrmann und Jürgen Boschert, denen ich unbedingt zustimme, möchte ich noch eine weitere mögliche Ursache für schwachen Kontrast und Unschärfe hinzufügen. Die Zwischenbildebene, aus der sich das Leica-Okular das vom Objektiv entworfene Bild abholt, liegt bei Leica 10 mm unter dem oberen Tubusrand. Ihr 40er Apo aus Jena ist jedoch so berechnet, daß es dieses Bild 13 mm unter dem Tubusrand entwirft. Diese Differenz von 3 mm sind bei Objektiven einfacher Bauart durchaus zu verschmerzen, aber nicht bei einem Trockenobjektiv besonders hoher Apertur. Beim 40er mit n. A. 0,95 gibt es, je nachdem wie es der Konstrukteur berechnet hat, im allgemeinen keine Toleranz. Jede Abweichung mindert die Abb.qualität deutlich bis drastisch.
Ebenso wirkt sich eine Abweichung von der idealen Deckglasdicke von 0,17 mm aus: Die zulässige Abweichung von diesem Sollwert beträgt bei der Apertur zwischen 0,95 und 0,85 genau 0,005 mm!
Wenn Sie nun möglichen Ursachen noch weiter nachgehen möchten, bin ich gespannt, ob da mehrere zusammen kommen oder ob es nur eine einzige ist.
Viel Erfolg!
KH
Guten Abend Jürgen, vielen Dank für Deine Hinweise.
Sie bestätigen voll und ganz die von mir gemachten Beobachtungen.
Meine Vermutung ist: Durch Verwenden einer Einhängeblende werden die "Bläschen am Rand" abgedeckt. Natürlich geht dann die hohe Apertur verloren. Aber sie schmälern die Qualitätdes Bildes nicht mehr.
Leider kann ich zur "Konrade" nicht kommen
Viele Grüße von der blühenden Bergstraße
Peter der "Inschinör" aus Lorsch
Guten Abend Jürgen, vielen Dank für Deine Hinweise.
Sie bestätigen voll und ganz die von mir gemachten Beobachtungen.
Meine Vermutung ist: Durch Verwenden einer Einhängeblende werden die "Bläschen am Rand" abgedeckt. Natürlich geht dann die hohe Apertur verloren. Aber sie schmälern die Qualitätdes Bildes nicht mehr.
Leider kann ich zur "Konrade" nicht kommen
Viele Grüße von der blühenden Bergstraße
Peter der "Inschinör" aus Lorsch
Hallo,
über was reden wir hier?
ZitatMan erkennt , hoffentlich am Rande die Delam.-Spuren
Ja, ich sehen AM RAND ein paar Bläschen. Diese Bläschen haben einige meiner Objektive und ich werde wohl damit leben müssen (oder mir teuren Ersatzt beschaffen).
Darüber beschwere ich mich gar nicht, das von mir angebotene Experiment-Objektiv zeigt einen blitzförmig gezackten RISS quer über das Sichtfeld.
Carsten
Hallo zusammen,
ich habe heute das Objektiv erhalten zur Untersuchung.
Als Erstes: die Auflösung ist tadellos, ich habe eine sehr zarte Pleurosigma, bei der auch schon mal ein Neofluar 40/075 im HF problematisch ist bei der Auflösung. Mit diesem Objektiv kein Problem! Mit der selbst gefertigten Einhängeblende kann man natürlich Dunkelfeld machen, aber im HF wird es deutlich flau. (ist innen nicht richtig geschwärzt, was durch Streulicht ein Problem machen könnte.)
Mit dem PH-Fernrohr sieht man ganz am Rand eine kleine Blasenreihe. Ich habe leider keinen Optovar für CZ, deshalb habe ich mir das Objektiv mit dem Stemi angeschaut. Die Frontlinsen-Kalotte zeigt am Rand kleine Abplatzer und darunter verschwommen diffuse Blasen. Von hinten im Durchlicht leicht verkippt sind schöne Blasen am Rand zu sehen. Schaut man senkrecht durch - sowohl von hinten, als auch von vorne - gibt es nichts Auffälliges!
Meine Interpretation: die kleinen Fehler beeinträchtigen die Leistung des Objektivs nicht. Mit der Einhängeblende wird es flau!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170249_9380827.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_3813_zpsytzq0h48.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170249_19484043.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_3814_zpsd3fe8gy2.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170249_4366733.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_3816_zpsl71x4dbg.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/170249_62285268.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_3815_zpsy6e0zerd.jpg.html)
Einen schönen Sonnabend Klaus (natürlich Klaus Herrmann),
vielen Dank für Deine schnelle Untersuchung und die tollen Bilder! Du hast eine PN von mir!
Ebenso bedanke ich mich bei Jürgen und Carsten für ihre Beiträge, die mich getröstet haben.
Allen Beteiligten, die sich an dieser Diskussion über mein Problem beteiligt haben, wünsche ich immer einen guten und klaren Durchblick.
Grüße von der blühenden Bergstraße und von Peter aus Lorsch
Hallo Peter,
schon etwas seltsam diese Blasen. Auf deinem ersten Bild kann man sie am Rand sehen. Auf meinem ersten Bild sind sie von 12-6:00 Uhr als diffuse "Perlenreihe" ganz am Rand zu sehen. Offensichtlich leidet darunter die Qualität nicht. In meinem "gekippten" Bild sieht man sie deutlich. Hab ne Weile probiert, bis ich sie so sichtbar gemacht habe. Der gelbrote Spot ist ein Reflex vom Stemiobjektiv.
Hallo,
nochmal eine Laien-Meinung:
Zitatschon etwas seltsam diese Blasen
Ich habe diese Blasen leider bei allen meinen Apo-Objektiven.
ABER
Solange der visuelle Vergleich des Planachro 40 x 0,65 im Vergleich zu dem Apo 40 x 0,95 ein "WOW" Effekt liefert, sind mir die Blasen mittlerweile egal.
Ein dicker Riss quer über das Gesichtsfeld würde mich aber zu einem Austausch anreizen.
By the Way: Hat nieman die Möglichkeiten und die Zeit und das Interesse, mein 40 x Achro to toasten? Bei Interesse bitte PN.
Carsten