Hallo,
hier noch ein paar Bilder, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Nachdem wir nun wissen, dass man idealer Weise sphärische Referenzgläser auf plane Objekte setzt und umgekehrt, habe ich das mal versucht.
Was liegt näher, als die gebrauchten Refernzgläser aus dem Tolansky-Set mit den neuen zu begutachten.
Bild 1 zeigt ein Plättchen aus dem gebrauchten Tolansky-Set. Das kann man erwarten, wenn es in Ebay heißt "leichte Gebrauchspuren".
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_48294400.jpg)
Das sind also Kratzer mit einer Tiefe von etwa 54 nm.
Bild 2 zeigt ein anderes Plättchen mit etwas Dreckschmier, den ich nicht wegpolieren konnte und einem Loch im roten Kreis. Interessant ist hier die Vergrößerung, Bild 3.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_33913349.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_48270034.jpg)
In der Vergrößerung kann man am linken Rand des Loches den grünen Farbrand des nächsten Interferenzstreifens sehen. Das loch ist also etwa 130 nm tief. Das der Lichtwegunterschied hier ziemlich gleich groß dem Abstand der Interferenzstreifen ist, ist Zufall.
Bei Bild 4 ist mir peinlicherweise ein Staub-/Dreckpartikel zwischen die zwei Glasplättchen geraten. Es war scheinbar recht hart und hat die Glasplättchen nach unten und oben verbogen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_32914370.jpg)
Bild 5 zeigt ein weiteres Plättchen mit leichten Gebrauchsspuren. Hier kann man (siehe Vergrößerung) gut sehen, wie genau man Kratzer/Risse auswerten kann, wenn sie offensichtlich von einem scharfen Gegenstand verursacht wurden. Wenn die Ränder des Kratzers nicht rauh sind, sondern selber gut reflektieren können, passiert volgendes:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_7311891.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_31352113.jpg)
Hier komme ich auf eine Kratzertiefe von etwa 85 nm. Im rotn Kreis sieht man übrigens kein Kratzer gebrauchter Referenzgläser, sondern was mit diesen passiert, wenn man nicht extrem vorsichtig mit ihnen umgeht :-( .
Zum Schluss noch ein Bild, das etwas zum Begriff "Oberflächengüte" aussagen soll. Es ist die Rückseite meiner Armbanduhr. Ok, ist keine Rolex, da fehlt mir der Vergleich.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/173601_10368235.jpg)
Schönen Abend,
Carsten
Hallo Carsten,
Koennen Sie das mal mit einem handelsueblichen Deckglas als Objekt machen? Das wuerde nicht sehr interessieren.
Beste Gruesse, Jon