Ich habe die beide auf meinem Zeiss Standard probiert, aber ich finde es schwer zu sagen... Sind die neue echt besser ?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/174444_30991049.jpg)
:-\
Das linke Objektiv 40x/0,65 ist fuer Unendlichmikroskope gebaut (die passen an der Standard-Reihe nur an einige Standard ICS Modelle Edit: nur ans Primo; siehe unten).
Das rechte Objektiv 40/0,65 ist fuer Mikroskope mit 160 mm Tubuslaenge (z.B. Standard 14-18).
Die beiden sind untereinander nicht austauschbar. Wenn Sie ein Standard 14 o.ae. haben, dann sollte das 40x schlechter sein als das 40 (wenn das 40 ansonsten in Ordnung ist).
Beste Gruesse, Jon
Hallo Jon,
was mich wundert ist, dass kein Unendlichzeichen auf dem Objektiv zu sehen ist. Ein 40x Plan-Neofluar Unendlich am Standard gibt immerhin ein Bild, das nicht mal so schlecht ist. Hat mich überrascht, ich hätte gedacht, dass das garnicht geht.
Hallo,
nein das sind beides 160mm endlich Objektive.
Es dürften die gleichen Objektivkonstruktionen dahinterstecken und das linke wurde nur dem moderneren Design der damals neu erschienenen
Stativkonstruktionen des Standard 20 und 25 angepasst.
Sie müssten gleiche Abbildungsleistung aufweisen da das ältere ja auch schon das neuere Zeiss Logo aufweist also auf jeden Fall auch vergütete Linsenoberflächen haben müsste.
viele Grüsse
Wilfried
Edit: Wegen dem x Zeichen hinter der 40 muss das linke doch ein unendlich Objektiv sein, auch wenn es in der Endzeit der Standardreihe auch endlich Objektive mit ähnlichem Design gab.
Zitat von: wilfried48 in Juli 10, 2015, 11:31:19 VORMITTAG
nein das sind beides 160mm endlich Objektive.
Wilfried
Das Linke scheint doch ein Unendlich zu sein, denn das Malzeichen hinter der Vierzig ist das Kennzeichen für eine Vergrößerungsangabe.
Endlichobjektive aber haben
keine Vergrößerung, sondern einen Abbildungsmaßstab 40:1, in abgekürzter Schreibweise 40 (ohne "x" dahinter). Diese Regel bei der Objektivkennzeichnung gibt es seit ca. 1925. Von den Firmen Zeiss und Leitz/Leica wurde sie konsequent eingehalten.
Grüße
KH
Hallo,
könnte es aus dieser Reihe sein ? Es gibt viele Ähnlichkeiten.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/174466_56313267.jpg)
Sorry, geklautes Bild :-[
Peter
Hallo -
klar, es ist ein Unendlich-Objektiv, aber PRIMO (aus China, für Primostar). Man kann das von Svilen abgebildete normal verwenden, bei dem Ph2-Objektiv von Peter passt aber der Phasenring nicht zu den normalen Kondensoren. Zu beachten auf dem Gebrauchtmarkt: Die PRIMOs werden wesentlich billiger gehandelt als die Zeissige.
Gruß
Rolf
Zitat von: Klaus Henkel in Juli 10, 2015, 11:49:54 VORMITTAG
Das Linke scheint doch ein Unendlich zu sein, denn das Malzeichen hinter der Vierzig ist das Kennzeichen für eine Vergrößerungsangabe. Endlichobjektive aber haben keine Vergrößerung, sondern einen Abbildungsmaßstab 40:1, in abgekürzter Schreibweise 40 (ohne "x" dahinter). Diese Regel bei der Objektivkennzeichnung gibt es seit ca. 1925. Von den Firmen Zeiss und Leitz/Leica wurde sie konsequent eingehalten.
Sorry,
ich habe das x übersehen, es müsste natürlich ein unendlich Objektiv sein.
Auch wenn es in der Endzeit der Standard Reihe endlich Objektive mit ähnlichem Design gab.
viele Grüsse
Wilfried
Vielen Dank fuer die Antworten!
Entschuldigung dass ich nicht die richtige Seite abgebildet habe. Es ist ein unendlich Objektiv und JB hat voll recht, aber was Klaus gesagt hat ist auch korrekt. Die Qualitaet des unendlich Objektivs war nicht sichtbar schlechter, nur die Objektivvergroesserung war vielleicht 130x statt 100x.
Aber trotzdem es waere vielleicht schlauer die 160/- Objektive zu nutzen... oder ?
Zitat von: Svilen A. in Juli 10, 2015, 14:31:49 NACHMITTAGS
Vielen Dank fuer die Antworten!
Entschuldigung dass ich nicht die richtige Seite abgebildet habe. Es ist ein unendlich Objektiv und JB hat voll recht, aber was Klaus gesagt hat ist auch korrekt. Die Qualitaet des unendlich Objektivs war nicht sichtbar schlechter, nur die Objektivvergroesserung war vielleicht 130x statt 100x.
aAber trotzdem es waere vielleicht schlauer die 160/- Objektive zu nutzen... oder ?
Svilen, was Sie schreiben ist mir rätselhaft: Ein 40er Objektiv ergibt mit einem 10er Okular eine Gesamtvergrößerung von 400fach. Sie sollten auf jeden Fall Objektive für 160 mm Tubuslänge verwenden, wenn Sie ein Mikroskop mit 160 mm Tubuslänge haben. Die sind nicht "schlechter" als moderne Unendlichobjektive derselben Güteklasse.
Gruß
KH
Ja, tut mir leid noch mal, ich meinte der 100x Objektiv, denn ich auch die andere dabei habe. 40x waere vielleicht 60x denn :)
Hallo Wilfried,
ZitatSie müssten gleiche Abbildungsleistung aufweisen da das ältere ja auch schon das neuere Zeiss Logo aufweist also auf jeden Fall auch vergütete Linsenoberflächen haben müsste.
D.h. es gibt ältere Ojektive deren Linsenoberflächen nicht vergütet sind? Sind dies nur die alten "Silberlinge"? Oder meinst Du damit, dass die Vergütung der "neueren" Objektiven gegenüber den Älteren verbessert wurde?
viele Grüße
Jochen
Die abgebildete alte Objektive haben auch Antireflexbeschichtung. Ob ist es irgendwie verbessert bei die neuere, keine ahnung.
Zitat von: ImperatorRex in Juli 11, 2015, 05:34:34 VORMITTAG
Hallo Wilfried,
.... Oder meinst Du damit, dass die Vergütung der "neueren" Objektiven gegenüber den Älteren verbessert wurde?
viele Grüße
Jochen
Hallo Jochen,
die Vergütung von Linsenoberflächen mit dünnen Antireflexschichten wurde bei Zeiss vor dem Krieg in Jena erfunden.
Zunächst waren die vergüteten Objektive mit einem roten T gekennzeichnet.
Diese zunächst als einfache Lambdaviertelschichten ausgeführten Beschichtungen haben sich natürlich fortentwickelt über Mehrfachschichten
Multicoating MC Schichten bis zu den heutigen Supermulticoating SMC Vergütungen.
Die SMC Schichten wurden ca. Mitte der 70 Jahre von Pentax bei den Photoobjektiven (Supertakumar) eingeführt.
Man kann also davon ausgehen, dass alle bei Zeiss nach dem Krieg gefertigeten Objektive zumindest eine Einfachvergütung hatten und die heutigen eine SMC Vergütung haben. Wann der Übergang bei Zeiss von Einfachvergütung auf MC Vergütung und von MC Vergütung auf SMC Vergütung genau war entzieht sich meiner Kenntnis.
Da Zeiss aber eine Firma ist, die immer Spitzenoptiken produziert und produziert hat, gehe ich mal davon aus dass auch dort seit Mitte der 70 Jahre mit SMC Vergütungen gearbeitet wird. Und das fällt etwa mit der Einführung des neueren Zeiss Logos zusammen.
viele Grüsse
Wilfried
P.S.: Zeiss nennt seine Vergütungen heutzutage T* - Mehrschichtvergütungen
Hallo an Alle,
eine Klarstellung, persönlich und aus eigener Erfahrung: die Verwendung eines Unendlich-Objektivs an einem Endlich-System kann nicht vernünftig funktionieren. Zumindest bei Zeiss (echt) werden die Abbildungsfehler (Aberrationen) der Unendlich-Objektive durch die Tubuslinse kompensiert. Fehlt die, bekommt man grauselige Farbsäume u.a. Man bekommt natürlich ein Bild, muss dazu aber umfokussieren, weil die Tubuslinse optisch ein Bestandteil des Objektivs ist. Fehlt sie, stimmt die Brennweite und dadurch natürlich auch der Abbildungsmaßstab nicht mehr. Ich hatte mal das Vergnügen, ein Axio-Lab A1 probeweise zu haben, bei dessen Trino-Tubus die Tubuslinse fehlte: GRAUSAM! Umgekehrt stimmt in gleicher Weise: Endlich-Objektive an einem Unendlich-System gehen auch nicht, es sei denn mit entsprechenden Adaptern, die es wohl bei Zeiss einmal gegeben hat.
Herzliche Grüße
Detlef
Vielen Dank Wilfried für Deine interessanten Informationen zu den verschiedenen Vergütungen. Eine bessere Vergütung sollte sich in einer bessere Transmission des Objektive bemerkbar machen. Hat dies schon mal jemand hier im Forum bei den verschiedenen Zeiss Endlich Objektiven festgestellen können?
viele Grüße
Jochen
Hallo Jochen.
Ich nicht, da dieses nur bei exakt identischen Restobjektivdaten der Fall wäre. Aber andere Unterschiede wie Plan, nicht Plan, Neofluar, Apo, Achro, GF, ... wirken sich gravierender aus. Ein schlechter vergütetes Neofluar wird daher wahrscheinlich in der Regel einen besser vergütetes Achro schlagen, ...
L.G. Jorrit.
Danke Detlef und Wilfried fuer die Information.
Wir koennen zusammenfassen dass unendliche Objektive an einem endlich System zu nutzen ist ziemlich schlechte Idee. Logisch ne :)
Hallo Svilen A,
natürlich ist richtig und zutreffend, dass man an einem Endlich-Mikroskop auch Endlich-Objektive verwenden sollte und umgekehrt an einem Unendlich-Mikroskop nur Unendlich-Objektive. Auch alles weitere hierzu wurde prinzipiell zutreffend dargelegt. Die älteren Endlich-Objektive erzeugen kein voll auskorrigiertes Zwischenbild, so dass sie vorzugsweise mit einem hierauf optisch abgestimmten Kompensationsokular desselben Herstellers verwendet werden sollten (Beispiel: Leitz NPL und NPL Fluotare mit Leitz Perpilan-GF-Okularen). Die Unendlich-Objektive sind wiederum optisch auf die Tubuslinse des zugehörigen Mikrokops abgestimmt, mit der sie ja zusammenwirken müssen, weshalb es auch zu Problemen führen kann, an einem Unendlichmikroskop Fremdobjektive (auch Unendlch-Objektive) eines anderen Herstellers zu verwenden. Man ist also auch mit Unendlich-Objetiven an den jeweiligen Hersteller gebunden, wenn man hinsichtlich der Bildqualität auf "Nummer Sicher" gehen möchte.
Trotzdem kann es Ausnahmen von dieser Regel geben, so dass eine "Misch-Verwendung" im Einzelfall durchführbar sein kann.
Ein Unendlich-Objektiv an einem Endlich-Mikroskop führt zu einer schwächeren Vergrößerung (ein 10x-Objektiv wird so etwa zu einem 6,3-fachen) und der Arbeitsabstand verlängert sich im Vergleich zur bestimmungsgemäßen Verwendung (was bei dicken Präparaten vorteilhaft sein kann).
Umgekehrt verhält es sich, wenn ein Endlich-Objektiv an einem Unendlich-Mikroskop verwendet wird. Nun erhöht sich die Vergrößerung um etwa ein Drittel (ein 10x Objektiv wird also etwa zu einem 14-fachen), dafür verringert sich der Arbeitsabstand im Vergleich zum bestimmungsgemäßen Gebrauch.
Ich habe persönlich feststellen können, dass aus bestimmten Objektivserien manche Objektive ohne sichtbare Qualitätsverluste auch am jeweils nicht passenden Mikroskop verwendet werden können, während andere Objektive derselben Serie zu grauenvoll schlechten Ergebnissen führen, wenn sie am falschen Mikrokop verwendet werden.
Beispiele von Leitz-Objektiven:
Plan 10 Phaco (Endlich-Obj.) ergibt am Unendlich-Mikroskop ein Plan 16x Phaco mit langem Arbeitsabstand, ohne dass eine Qualitätseinbuße erkennbar wäre. (Das Plan 40 Phaco ist hingegen am Unendlich-Mikroskop völlig unbrauchbar).
Planapo Öl 160x/1.4 für Metallmikroskopie (Unendlich-Obj.) ergibt am Endlich-Mikroskop eine hervorragende Ölimmersion, etwa 120, mit relativ langem Arbeitsabstand; das Bild ist in diesem Fall demjenigen eines standardmäßigen Planapo Öl 100/1.32 nicht nachstehend. (Aber das 8x-Unendlich-Objektiv für Metallmikroskopie ist am Endlich-Mikroskop katastrophal schlecht).
Von daher kann durchaus denkbar sein, dass die beiden abgebildeten Zeiss 40-Objektive "zufällig" auch am "falschen" Mikroskop ohne sichtbare Qualitätseinbußen einsetzbar sind. Und dann spricht nichts dagegen, hiermit auch zu arbeiten. Schließlich zählt ja im Endeffekt das Ergebnis.
Schöne Mikrogrüße
Jörg Piper
Danke fuer die umfassende Antwort, Joerg!
Gruesse,
Svilen