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Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: Johann_M in Juli 29, 2015, 23:34:00 NACHMITTAGS

Titel: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Johann_M in Juli 29, 2015, 23:34:00 NACHMITTAGS
Hallo,

in einem Beitrag vor fast einem Jahr stellte ich eine Frage zu Tubuslinsen für Unendlichobjektive:
(https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=20877.msg156385#msg156385)
Nach nicht sehr ermutigenden Antworten und mehreren Versuchen kann ich aber doch von einem, für mich befriedigenden Erfolg berichten.
Die Bauteile sind ein Feldstecherobjektiv mit etwa 140mm Brennweite aus einem 8x30 Glas sowie Innen-und Außenringschwalbe von einem CZJ Winkeltubus.
Der Abstand von Objektiv zu Tubuslinse ist nicht von Belang, wogegen der Abstand Tubuslinse zu den Okularen im Bino ja der Tubuslinsenbrennweite entsprechen musste. Die Ermittlung des annähernd richtigen Abstandes erfolgte einfach, indem ich das Bino mit Winkeltubus und Tubuslinse auf einen Berg in der näheren bzw. weiteren Umgebung richtete und den Abstand Tubuslinse/Bino veränderte, bis das Bild scharf war.
Mit einem 50x Planachromaten und 10x PK Okularen ergibt sich ein ebenes, scharfes und praktisch farbfehlerfreies Bild.

TLmont:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/175523_7877106.jpg)

TL1:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175523_5296555.jpg)

TL2:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175523_15832182.jpg)

TL3:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175523_45139721.jpg)

Liebe Grüße,
Johann
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Rama61 in Juli 31, 2015, 12:46:48 NACHMITTAGS
Hallo Johann,

klingt nach einer guten Lösung, die Du da gefunden hast. Kannst Du vielleicht mal zwei Bilder einstellen, von der "schlechten" Bildqualität ohne Tubuslinse zur "guten" mit Tubuslinse? Den Vergleich würde ich gerne einmal sehen. Sehe ich das richtig, dass die Fernglaslinse in dem schwarzen Zwischenstück steckt und die Länge der oberen Hälfte für die saubere Abbildung passen muss?

Herzliche Grüße

Rainer
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Johann_M in Juli 31, 2015, 12:51:38 NACHMITTAGS
Danke für Dein Interesse, lieber Rainer

"Kannst Du vielleicht mal zwei Bilder einstellen, von der "schlechten" Bildqualität ohne Tubuslinse zur "guten" mit Tubuslinse?"
Ich werde mich bemühen, entsprechende Vergleichsfotos herzustellen und dann zu zeigen.

"Sehe ich das richtig, dass die Fernglaslinse in dem schwarzen Zwischenstück steckt und die Länge der oberen Hälfte für die saubere Abbildung passen muss?"
Ja, Rainer.
Ich dachte ursprünglich nicht daran, daß der Abstand der Tubuslinse zu den Okularen der Brennweite von 140mm der Tubuslinse entsprechen soll.
Zufällig war der Abstand aber nur ca. 3mm zu lang und das konnte ich im Zwischenstück anpassen.
Daß dieser Abstand jetzt passt, konnte ich auch bemerken weil beim Objektivwechsel praktisch kaum ein Nachfokussieren nötig ist
Ich habe mir jetzt einen Achromaten mit f/160mm bestellt, der eher der 0,63x Zeiss-Tubuslinse entspricht und "Zeiss-identische" Vergrößerungen produzieren wird. Allerdings werde ich dann wieder das Zwischenstück verändern müssen >:(

Viele Grüße,
Johann
Titel: Ein paar Bilder mit dem "Johannval"
Beitrag von: cicindela in Juli 31, 2015, 13:42:16 NACHMITTAGS
Liebe CZJ-Fans,

Johann hat freundlicherweise einen zweite Tubuslinse für mein Amplival gedreht und hier folgen ein paar Bilder mit Eindrücken aus der Unterwasserwelt eines benachbarten Teichs, gesehen durch einen 40x GF-Planachromaten der CF250-Baureihe (montiert mit Adapterringen auf einen Epignost-30mm-Revolver) und festgehalten durch eine Nikon 4500 am bewährten Periplan von Leitz.

Pseudovorticella (?) und Oedogonium (?) Hellfeld
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175571_52205352.jpg)

Die gleiche Szene im DIK (aufgesetztem Interphakotubus 160mm)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175571_60044668.jpg)

2x Pseudovorticella im DIK
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175571_45912305.jpg)

Die Adaption ist noch nicht optimal, irgendetwas läuft schief, das liegt aber nicht an der Johannschen Linse.

Zitat von: Safari in Juli 31, 2015, 13:22:21 NACHMITTAGS
Das würde nach meinem Verständnis bedeuten dass die Position der Tubuslinse nicht kritisch ist.
das stimmt für den Abstand zwischen Objektiv und Tubuslinse. Nach der Tubuslinse verhält sich alles so
wie im Endlichsystem glaube ich, siehe Interphakophotos oben. Parfokalität ist relativ gut gegeben,
allerdings wird der Spalt in der Bertrandlinse nicht scharf.

Grüße,
Franz
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Johann_M in Juli 31, 2015, 14:41:36 NACHMITTAGS
Zitat von: Safari in Juli 31, 2015, 13:22:21 NACHMITTAGS
Vielleicht habe ich dass ja alles nicht richtig verstanden.

Ich dachte bisher Tubuslinsen würden bei  Unendlichobjektiven verwendet. Und der Vorteil bei Unendlichstemen sei dass in den Strahlengang alle möglichen optischen Komponenten eingebaut werden können. Das würde nach meinem Verständnis bedeuten dass die Position der Tubuslinse nicht kritisch ist.



"Heia" Safari,

wie schon Franz erklärt hat, die Bildweite des Unendlichobjektivs ist unendlich, da sich das betrachtete Objekt genau im Brennpunkt des Objektivs befindet. Um jetzt dieses unendlich ferne Bild mit dem 'Fernrohr' bestehend aus Tubuslinse und Okular betrachten zu können, muß dieses 'Fernrohr' auf Unendlich eingestellt sein, d.h. Fokus der Tubuslinse und Fokus des Okulars müssen zusammenfallen. Das ergibt dann das vergrößerte Bild wieder im Unendlichen, das das Auge erkennt. Dabei ist es in gewissen Grenzen egal, wie weit weg vom Mikroskopobjektiv sich das 'Fernrohr' befindet.
Fallen aber die beiden foci ("Fokusse") von Tubuslinse und Okular nicht zusammen, muß der Abstand Objekt-Objektiv vergrößert werden, das Objekt befindet sich außerhalb des Objektivbrennpunktes und damit ist die Arbeitsbedingung für Unendlichobjektive nicht mehr gegeben. Die Bildqualität und auch die Parfokalität leidet darunter.

Viele Grüße,
Johann
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Herbert Dietrich in Juli 31, 2015, 15:38:34 NACHMITTAGS
Hallo Johann,

da ist mir etwas unverständlich. Ich war bisher der Meinung, die Unendlich-Objektive und die speziell dafür gerechnete Tubuslinse bilden eine Einheit.
Also Zeiss-Objektive nur mit Zeiss Tubuslinse  und Leica nur mit Leica Tubuslinse, usw. Was bewirkt das von Dir verwendete Fernglas-Objektiv bezüglich der
Korrektur des nicht auskorrigierten Unendlich-Objektives. Dass ein Bild entsteht ist mir schon klar, denn Linsen machen Bilder!
Wird da die gleiche Farbkorrektur und Schärfe erreicht wie mit der dazugehörigen Tubuslinse?

Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2015, 15:51:33 NACHMITTAGS
HalloHerbert,

das trifft schon auf die Unendlichsysteme im allgemeinen zu, aber eben nicht für die Zeiss-Ost-Serie CF250 (aufgelegt von Riesenberg, der vom Beyer/Riesenberg). Diese Objektive sind wohl voll ausgeglichen mit Bildweite im Unendlichen - frage doch mal bei Franz Ganster vom Nachbarforum nach.

Gruß !

JB

Edit:Schreibfehler korrigiert.
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Johann_M in Juli 31, 2015, 17:19:19 NACHMITTAGS
Zitat von: Herbert Dietrich in Juli 31, 2015, 15:38:34 NACHMITTAGS
Hallo Johann,

da ist mir etwas unverständlich. Ich war bisher der Meinung, die Unendlich-Objektive und die speziell dafür gerechnete Tubuslinse bilden eine Einheit.
Also Zeiss-Objektive nur mit Zeiss Tubuslinse  und Leica nur mit Leica Tubuslinse, usw. Was bewirkt das von Dir verwendete Fernglas-Objektiv bezüglich der
Korrektur des nicht auskorrigierten Unendlich-Objektives. Dass ein Bild entsteht ist mir schon klar, denn Linsen machen Bilder!
Wird da die gleiche Farbkorrektur und Schärfe erreicht wie mit der dazugehörigen Tubuslinse?

Herzliche Grüße

Herbert

Lieber Herbert,

Vermutlich werden diese Tubuslinsen von Zeiss oder Leitz auch nur Achromate und keine Apos sein aber ich kann das nicht verifizieren, da ich keine solchen habe.
Jedenfalls sind meine Tubuslinsen von CZJ auch nur Achromate ohne asphärische Oberflächen oder ähnliches.
Was die Farbkorrektur und Schärfe anbelangt, werde ich meine 'Fernglastubuslinse' mit dem Vertivaltubus an meinem Amplival vergleichen und kann dann vielleicht eine Aussage machen.
Aber auch wenn sie nicht an die Qualität der originalen Linse herankommt, werde ich angesichts des geringen finanziellen Aufwandes damit zufrieden sein, notabene es fast unmöglich ist, eine einzelne originale Tubuslinse von den Firmen zu bekommen.

Liebe Grüße,
Johann

Ich füge jetzt noch ein paar ungestackte Bilder ein, die ich gerade gemacht habe.
Die Optiken sind  zwei CZJ Unendlichobjektive 25/0,50/0 und 50/0,80/0  im Fokus der Tubuslinse mit Canon EOS1000d aufgenommen.

Kratzer mit TL 25x/0,50
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_63431044.jpg)

Kratzer ohne TL 25x/0,50
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_50536002.jpg)

Kratzer mit TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_58710167.jpg)

Kratzer ohne TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_58306612.jpg)

Irgendwas mit TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_41760884.jpg)

Irgendwas ohne TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_34474645.jpg)

Film geplottet 14000dpi mit TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_4174339.jpg)

Film geplottet mit 14000dpi mit TL 50x/0,80
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/175581_36930189.jpg)

Nochmals liebe Grüße,
Johann
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Herbert Dietrich in Juli 31, 2015, 17:45:34 NACHMITTAGS
Hallo Johann,

Jürgen Boschert hat es erklärt,  "das trifft schon auf die Unendlichsysteme im allgemeinen zu, aber eben nicht für die Zeiss-Ost-Serie CF250".

Deine Bilder zeigen gut den Unterschied.

Nun bin ich wieder etwas schlauer. Danke.

Herzliche Grüße

Herbert

Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2015, 22:45:57 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

nur als kleine Ergänzung. Während bei Zeiss nach der Wende, Olympus, Nikon und Leica bei den Unendlich-Systemen die Kompensationswirkung von den Okularen in die Tubuslinse verlegt wurde -und das von Hersteller zu Hersteller in recht unterschiedlem Maße- war das CF250-System von vorne herein auf vollständige Korrektion jeder einzelnen Komponente, sprich Objektiv, Tubuslinse, evtl.Zwischenoptiken und Okulare, ausgelegt; dieser Punkt wird sowohl im Beyer /Riesenberg wie auch den Prospekten ausdrücklich hervorgehoben. Insofern wohl das beste System, wenn man auch die Größe des Bildfeldes bedenkt. Warum das letzlich nach der Wiedervereinigung nicht übernommen wurde, ist mir nicht klar.

Gruß !

JB

Edit:Schreibfehler korrigiert.
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: smashIt in Juli 31, 2015, 23:29:36 NACHMITTAGS
Zitat von: Johann_M in Juli 31, 2015, 17:19:19 NACHMITTAGS
notabene es fast unmöglich ist, eine einzelne originale Tubuslinse von den Firmen zu bekommen.

zumindest von olympus gibt es tuben die im prinzip nur aus der tubuslinse und einem kurzen alu-rohr bestehen (inkl ringschwalbe)
würde mich wundern wenn es sowas von den anderen nicht auch geben würde


Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2015, 22:45:57 NACHMITTAGS
nur alskleine Ergänzung. Während bei Zeiss nach der Wende, Olympus, Nikon und Leica bei den Unendlich-Systemen die Kompensationswirkung von den Okularen in die Tubuslinse verlegt wurde -und das von Hersteller zu Hersteller in recht unterschiedlem Maße- war das CF250-System von vorne herein auf vollständige Korrektion jeder einzelnen Komponente, sprich Objektiv, Tubuslinse, evtl.Zwischenoptiken und Okulare, ausgelegt;

nikon macht das iirc heute auch noch so mit den CFI-objektiven
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Rawfoto in August 02, 2015, 14:25:08 NACHMITTAGS
guten Tag

Und die für Nikon passende Tubuslinse gibt es bei Edmund Optics zu kaufen - neu und in Massen .-)

Die ist für die CFI-60 Serie von Nikon

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Johann_M in August 02, 2015, 21:08:06 NACHMITTAGS
Guten Abend,

die Problematik zum Kauf einer Zeiss Jena Tubuslinse wurde u.a. schon im thread http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=14527.0 ausführlich besprochen.

Viele Grüße,
Johann
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: JB in August 09, 2015, 15:50:34 NACHMITTAGS
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 31, 2015, 22:45:57 NACHMITTAGS
Während bei Zeiss nach der Wende, Olympus, Nikon und Leica bei den Unendlich-Systemen die Kompensationswirkung von den Okularen in die Tubuslinse verlegt wurde -und das von Hersteller zu Hersteller in recht unterschiedlem Maße- war das CF250-System von vorne herein auf vollständige Korrektion jeder einzelnen Komponente, sprich Objektiv, Tubuslinse, evtl.Zwischenoptiken und Okulare, ausgelegt

Hallo;

Die CVD-Kompensation findet bei Zeiss CF250, Nikon CFI60 und Olympus UIS in den Objektiven statt; bei Zeiss ICS und Leica (Delta, HC) in der Tubuslinse: http://zeiss-campus.magnet.fsu.edu/articles/basics/objectives.html


Zitat von: Johann_M in Juli 31, 2015, 17:19:19 NACHMITTAGS
Vermutlich werden diese Tubuslinsen von Zeiss oder Leitz auch nur Achromate und keine Apos sein aber ich kann das nicht verifizieren, da ich keine solchen habe.


Interessant ist, dass die Tubuslinsen sehr unterschiedlich komplex sein koennen. Die Zeiss-Tubuslinse ist eine einzelne Sammellinse (1 Glassorte), trotzdem kann sie die Farbkompensation uebernehmen! Die Nikon-Tubuslinse dagegen ist ein komplexes System aus 4 Linsen: http://www.photomacrography.net/forum/userpix/1345_image007_1.png  Tubuslinsen haben eben auch noch andere Aufgaben.

Zu diesem Thema ist wenig Information zu finden, aber in diesem Beitrag www.photomacrography.net/forum/viewtopic.php?t=23898 finden sich ein paar interessante Tests mit Nikon-Objektiven.

Beste Gruesse, Jon
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: -JS- in August 11, 2015, 00:30:54 VORMITTAG
Hallo Jon,

herzlichen Dank für den Hinweis auf die 'interessanten Tests'.
Allerdings wäre es gut, wenn Du hierzu eine Bewertung schreiben könntest.
Blosses Zitieren ergibt nämlich nur selten eine Möglichkeit zu einer Diskussion...

Viele Grüsse
Joachim
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: JB in August 12, 2015, 23:48:40 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,

Eine fachmaennische Analyse kann ich leider auch nicht geben. Da es zu diesem Thema so wenig Literatur gibt, dachte ich, dass es sich lohnt mal etwas Material zum ruminieren zusammenzutragen.

"Nur Achromate" scheinen viele dieser Tubuslinsen aber nicht zu sein (Nikon; ich habe eine Leica Delta-Tubuslinse, die ist auch ein Mehrlinsensystem). Wie es sich mit der Jena CF250-Tubuslinse verhaelt weiss ich nicht; vielleicht hat hier jemand mehr Informationen dazu?

Interessant finde ich aber, dass es mit dem Raynox DCR-150/?250 (3-fach System) einen Tubuslinsenersatz gibt, der anscheinend besser wirkt als die Originaltubuslinse von Mitutoyo. Zumindest ist es etwas, mit dem sich das experimentieren lohnt (kostet im Handel 'nur' etwa 50 Euro).

Beste Gruesse, Jon
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Eckhard F. H. in August 13, 2015, 23:41:02 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,
Folgende Frage:
"Wie kommen Tubuslinsen zu ihrer Kennzeichnung, z.B. ´0,63´?
Gruß - EFH
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: HCLange in August 16, 2015, 18:28:50 NACHMITTAGS
Hallo Eckhard,

jeder Hersteller hat für seine Mikroskope eine andere Bezugsbrennweite für die Tubuslinsen, im Falle von Zeiss Jena z.B. f=250 mm. Mit dieser Brennweite ergeben sich dann die auf dem Objektiv gravierten Vergrößerungsmaßstäbe.
Faktor 0,63x bedeutet, daß die Tubuslinse 0,63x250 mm Brennweite hat. Mit einem Winkeltubus Faktor 1,6x hat man wieder den ursprünglich gewollten Abbildungsmaßstab.
Bei Verwendung eines Jena Fototubus erkennt man den Vorteil dieser Lösung: Der Fotoausgang hat nur den Faktor 1x - mit den Projektiven ergeben sich nun 0,63x geringere Abbidungsmaßstäbe als darauf graviert (z.B. 0,63x3,2=2) für die Verwendung von kleineren Bildformaten.

Grüße von
Christoph
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: Eckhard F. H. in August 16, 2015, 20:11:44 NACHMITTAGS
Hallo Christoph!
Vielen Dank für die Erleuchtung. Anfangs ergab mein Jenaer Planapo 100x mit der 0,63er TL eine Vergrößerung von 63. Daraufhin ´streckte´ich ihre Brennweite mittels Konkavlinse auf 257mm und siehe da, das Objektiv gehorchte fortan seiner Bezeichnung 100x. ´0,63´ ist also lediglich ein willkürlicher Faktor, um mittels TLn den Abbildungsmaßstab Jenaer ´Unendlich´-Objektive verkleinern. Alles klar - Gruß vom Bodensee.
EFH
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: carypt in März 01, 2016, 20:43:43 NACHMITTAGS
Habe ich überlegt beim probieren mit meinen Linsen. Kann man vieleicht auch eine Brillenlinse für Kurzsichtige (konkav) bei den Zeissen hernehmen . Die wäre vielleicht eher in der Lage die CVD zu korrigieren als ein Achromat ? Welche Dioptrie weiß ich nicht , aber man kommt sicher leicht ran (brille ? fielmann!) 

carypt
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: the_playstation in März 01, 2016, 23:32:47 NACHMITTAGS
Hallo carypt.

Hast Du Dir schon einmal ein Brillenglas genau angeschaut? Es fällt nicht schwer, zu begreifen, daß eine Brillenlinse a la .... mit Sicherheit nicht optimal ist. Dazu benötigt man kein Fachwissen. Sei mir nicht böse. Aber in 80% deiner Beiträge sind keine sinnvollen Informatiionen vorhanden. Vieleicht solltest du Dich erst in die Materie Optik, ... einlesen, ... Zeiss und Co. werden sicher nicht zum Brillenladen um die Ecke laufen.

Gruß Jorrit.
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: carypt in März 02, 2016, 00:54:30 VORMITTAG
Ja , nee , sind viele Fragen. Hoffentlich die richtigen .
grüß carypt
Titel: Re: Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten
Beitrag von: carypt in März 02, 2016, 01:11:31 VORMITTAG
Die Tubuslinse wird objektivseitig konkav sein müssen , wobei die andere Seite eher konvex denn nochmal konkav "erträgt" , das ist bei einer bei einer weitsichtigen Brillenlinse  schon mal . Die Tubuslinse soll bestenfalls 1x haben , den Vergrößerungsfaktor kann ich mir per Dioptrie einstellen . Die Farbkorrektur wird danach  in der Linsendicke  und Glasart bestimmt . Die Optiker schleifen es auch in jede Fassung ein .
Der Fernglasachromat funktioniert schon mal besser mit der konkaven Seite zum Objektiv .
Es sind Mutmaßungen . Der Engländer sagt auch an educated guess  :D

carypt