Die Eos 700d in der Hämatologie
Liebe Kollegen,
nachdem ich bei der Adaption meiner Canon Eos 700d hier im Forum viel Hilfe erhalten habe,
ist es jetzt Zeit einen kleinen Bericht zu verfassen. Seit über 10 Jahren verwende ich an meinen Mikroskopen (Endlichoptik Zeiss Universal und andere Standardmodelle und Leitz Orthoplan) die Coolpix 990 mit dem üblichen Leitz Periplanokular. Die Ergebnisse waren eigentlich immer gut obwohl manchmal etwas umständlich zu realisieren (Bilder von der Kamera herunterladen, Farbkorrektur, schärfen). Hier im Forum werden immer wieder die Canon Eos-Modelle favorisiert und weil die Coolpix-Kameras doch schon recht alt sind und das Ausleseprogramm auch nur bis Windows XP funktioniert wollte ich eine Neuanschaffung.
Ich habe übrigens nicht ausprobiert ob sich die Coolpix-Software auch unter Win 7 und höher installieren lässt, habe aber gelesen, das das nicht geht.
Nach langen Recherchen im Forum habe ich die Lösung über ein Ihagee-Mikroskopzwischenstück und ein Canon 40mm Pancake als Relaisoptik favorisiert. Glücklicherweise konnte ich direkt gleich zwei Ihagees preisgünstig in der Bucht ersteigern.
Neben dem Hobby sollte das System auch beruflich genutzt werden. Als Laborarzt und Arzt für Mikrobiologie betreibe ich mit viel Freude auch die Knochenmarkszytologie. Dabei geht es bei uns meist um die Diagnose von bösartigen Erkrankungen des Knochenmarks wie Leukämie und die Beurteilung des Chemotherapieeffekts. Sind nach der Chemotherapie einer Leukämie noch bösartige Zellen vorhanden? Muss die Therapie modifiziert oder verlängert werden? Bilder der Präparate, vor allem vom Ausgangsbefund, wenn man die Präparate die nach der Therapie gewonnen werden beurteilt, sind da sehr hilfreich.
Wilfried und Joachim (-JS-) hatten sich angeboten mit Ihren Eosmodellen Testaufnahmen von meinen Präparaten zu machen, danke noch mal!
Die Ergebnisse waren gut, aber vergleichbares war auch mit der CP990 machbar. Was ich noch nicht wusste war das es mit den neuen Kameras viel viel einfacher zu erreichen ist. Man braucht keine Farbkorrekturen, der Weißabgleich läuft automatisch und die Bilder werden direkt auf dem Laptop in dem richtigen Ordner gespeichert.
Speziell bei den Aufnahmen von Knochenmarkszellen taucht das Problem der ,,Bildschärfe" immer wieder auf. Auch mein professionelles Laborsystem hat eine automatische Nachschärfung eingebaut. Ich frage mich nur warum? Warum bekomme ich die Bildschärfe die ich im Okular sehe nur durch nachschärfen auf das Bild? Meine Vermutung ist, dass minimale Verwackler, nicht durch die Kamera, sondern durch Bewegungen beim Mikroskopieren, das Bild unscharf machen.
Ich habe also eine Eos 700d und das 40mm Pancake von Canon gekauft und Wilfried hat mit dem Ihagee eine perfekte Lösung für mein Universal und auch das Orthoplan gebaut, Danke!
Um das System perfekt nutzen zu können habe ich auch gleich ein Laptop mit einem großen Monitor angeschafft. Es war Glück das auf dem Laptop eine App ,,Ashampoo ImageFX" installiert war die mit einem Klick ein Nachschärfen der Bilder in jeder Stärke ermöglicht. Dies geht schneller und effektiver als mit Photoshop.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_36774220.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_44227181.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_44066115.jpg)
Das Präparatebild hat auf dem 17 Zoll Monitor eine Größe von 23,5 x 16cm.
Da die Bildübertragung durch USB2 erfolgt bleibt das Monitorbild bei schneller
Präparatbewegung etwas hinter dem Okularbild zurück. Man kann die Kamera
aber auch über HDMI direkt an einen Fernsehmonitor anschließen und bekommt
dann ein flüssiges Livebild.
Aufnahmen mit dem Zeiss Universal
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_36818152.jpg)
Leitz NPL Fluotar 50/1,00 Öl, Leitz Periplan 10/18, Optovar 1,25
unbearbeitet, kein Weißabgleich, Av Iso200 S1
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_46204106.jpg)
mit Ashampoo ImageFX geschärft
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_65918887.jpg)
1=Myeloblast, 2=Promyelozyt, 3=Myelozyt, 4=Metamyelozyt, 5=Stabkerniger,
6=segmentkerniger Granulozyt, 7=Eosinophile, 8=Proerythroblast, 9=Erythroblast,
Ly=Lymphozyt, Pl=Plasmazelle
Aufnahmen mit dem Orthoplan
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_13559911.jpg)
Leitz PlApo 63/1,40 Öl, Leitz Periplan 10/18
unbearbeitet, kein Weißabgleich, Av Iso200 S1
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_6216249.jpg)
mit Ashampoo ImageFX geschärft
Aufnahmen mit der CP990 am Universal mit NPL50/1,00 und Periplan 10/18
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_11295760.jpg)
unbearbeitet
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_38547163.jpg)
mit Photoshop geschärft
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180201_56900778.jpg)
in CMYK-Farbpalette
(Fotoshop CS2: Bild=>Modus)
Fazit:
Dank der Hilfe im Forum habe ich jetzt eine tolle neue Kameraadaption die meinen Ansprüchen voll genügt. Viele Dinge habe ich noch nicht ausprobiert aber ich denke das die Kamera der CP990 deutlich überlegen ist.
viele Grüße aus Mülheim, Ralf
Zitat von: Ralf Feller in Oktober 18, 2015, 13:18:41 NACHMITTAGS
Warum bekomme ich die Bildschärfe die ich im Okular sehe nur durch nachschärfen auf das Bild? Meine Vermutung ist, dass minimale Verwackler, nicht durch die Kamera, sondern durch Bewegungen beim Mikroskopieren, das Bild unscharf machen.
Hallo Ralf,
entschuldige falls das zu trivial ist, aber hast Du sichergestellt, dass die Fokusebene auf der Kamera die gleiche wie im Okular ist? Da könnte es schon mal ein paar µm Abweichung geben. Wenn die Kamera einen Live-Mode hat könnte man gleich am Monitor scharfstellen (und nicht auf das Okularbild).
Schöne Bilder übrigens. Es ist deutlich mehr zu sehen, als auf einem Blutausstrich. Die Vorstufen machen schon was her.
Gruß
Steffen
Hallo -
da hier live view zu sehen ist, nehme ich an, dass auch mit dem Monitorbild scharfgestellt wird.
Das Okularbild kommt mir subjektiv auch unter Idealbedingungen auch immer schärfer vor als das Monitorbild, und ich glaube, dass dieser Effekt hier auch schon mal von anderen beschrieben wurde.
Zum Verwackeln: Ich habe mein Phomi III auf einem Glastisch stehen. Darunter auf dem Fußboden, auf gepolstertem Ständer, ein älterer PC dessen Lüftung läuft. Das Netzkabel dieses PCs berührte die Tischkante, was zu deutlichen Verwacklungsunschärfen führte, die erst nach der Belichtung sichtbar waren aber nicht im live-view-Bild. Ein Entfernen des Kabels hat genügt um das zu beheben. Frage also - was steht noch alles auf dem Mikroskoptisch oder in der Nähe, das lüftet oder 50 Hz-brummt?
Viele Grüße
Rolf
Hallo;
@ Steffen:
Ja Rolf hat Recht, ich stelle über den Monitor scharf. Es ist mir nie gelungen meine
Kameras so einzustellen, das das Okularbild genau dem Kamerabild entspricht.
Ich erinnere mich auch an alte Zeiten mit dem Phomi an der Uni wo es eine Strichplatte
gab und man musste bei ganz entspanntem Auge das mikroskopische Bild und eine
feine Doppellinie auf der Strichplatte auflösen. Ich habe so maximal 30% scharfe
Aufnahmen hinbekommen.
@ Rolf:
Die Idee mit dem PC ist gut. Neben dem Mikroskop steht immer das Laptop und
da läuft ein Lüfter. Es ist zwar unpraktisch, aber ich werde das mal ändern.
Der Tisch mit dem Orthoplan ist stabiler und an der Wand befestigt. Subjektiv
habe ich dort mehr schärfere Bilder.
Verwackler sehe ich sehr schön wenn ich bei der Eos die 10x Lupe einschalte.
Schon das Berühren des Mikroskops verursacht Unschärfe, auch wenn jemand
das Zimmer mit dem Holzfußboden betritt.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
würdest Du die Ausgangsbilder wirklich als "unscharf" bezeichnen? Ehrlich gesagt, finde ich die von Dir nachbearbeiteten Bilder sogar etwas "überschärft", ganz drastisch empfinde ich das bei der Coolpix-Aufnahme.
Wenn ich Mikrofotos anfertige, fokussiere ich stets auf dem Kameramonitor und bei der Coiolpix 990, die ich zumeist immer noch verwende, gibt es nun wirklich keinerlei Vibrationen. Trotzdem meine auch ich, die meisten Fotos etwas nachschärfen zu müssen, wobei ich zuvor immer entrausche, um die Rauschartefakte nicht ebenfalls deutlicher zur Darstellung kommen zu lassen.
Aber auch normale Fotos schärfe ich immer etwas nach und frage mich mittlerweile selbst, ob ich/wir nicht schon etwas in unseren Sehgewohnheiten "verdorben" sind und alles immer schärfer sehen wollen, als es in der Realität ist.
Letztes stand ich in einem Media-Markt vor einer HD-Kamera, die an einen großen Monitor angeschlossen war. Erschrocken sah ich jede Pore meiner Gesichtshaut knackscharf und ich bin mir sicher, dass das auch in einem Vergrößerungsspiegel SO nicht aussieht und auch niemand, der mir direkt aus der Nähe ins Gesicht schaut, die kleinen Poren und "Narben" derart scharf und "knackig" sieht. Ich habe den Eindruck, dass uns die HD-Technik, von der wir überall umgeben sind, so "versaut", dass wir "immer mehr Schärfe" suchen und auf Bilder eine Schärfe sehen wollen, die es in der Reealität gar nicht gibt. Eine gute Parallele übrigens zur Schärfe beim Kochen. ;) Wer ständig überwürztes Essen zu sich nimmt, empfindet jedes nicht derart gewürzte Gericht als fad.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Ralf,
wie lang sind denn Deine Belichtungszeiten? Bei einem ganz ähnlichen Aufbau an meinem Orthoplan habe ich einen Schärfezuwachs bei histologischen Präparaten erreicht, indem ich mit der Empfindlichkeit auf ISO 100 zurückgegangen bin und dadurch längere Belichtungszeiten erhielt. Ist vielleicht einen Versuch wert.
Herzlicher Gruß
Heino
Edit: Keine sachliche Veränderung, aber eine korrigierte Formulierung.
Hallo Ralf -
auch bei meiner Vibrationsproblematik gab es es besonders anfällige Belichtungszeiten!
Peters Gefühl zu den Sehgewohnheiten muss ich im Übrigen kräftig bestätigen! Früher, als man das entwickelte Diapositiv frühestens nach einer Stunde zur Hand hatte, fiel der Unterschied zum direkten Blick ins Okular einfach nicht so auf.
Viele Grüße
Rolf
Liebe Kollegen;
@ Thilo
lieber Thilo, in meinem Phototubus steckt ein stellbares Periplanokular. Bei der Justage bun ich so vorgegangen, dass ich bei abgenommener Kamera in den Beobachtungsokularen und in Photookular ein scharfes Bild einstelle. Die Justage ist zumindest so gut das ich Histoschnitte, die ja dicker sind als Zellausstriche, scharf im Durchlichtbild und auf dem Monitor habe.
Die Sache mit der Sehschärfe des Auges beschäftigt mich schon seit ich eine Lesebrille benötige. Das ändert wieder alles. Ich sehe ohne Brille durch die Okulare, das Monitorbild stelle ich aber mit Brille scharf, und manchmal kommt es vor das ein Kollege das Monitorbild unscharf empfindet wenn ich scharf sehe.
@ Peter
lieber Peter mit dem ,,überschärfen" gebe ich Dir bei den Coolpixbildern völlig recht. Die Bilder erscheinen was Farbe und Schärfe anlangt unnatürlich. Die unnatürliche Farbe versuche ich immer durch den CMYK-Modus von Photoshop anzugleichen. Beim Schärfen
in Photoshop hatte ich oft das Problem, das ich nur zwei Filterstellungen hatte, Scharfzeichnen uns Stark scharfzeichnen, beim ,,unscharf maskieren" sind zwar viel mehr Möglichkeiten, aber oft verliere ich den Zettel auf dem ich die beste Einstellung notiert hatte.
Mit Ashampoo geht das einfacher denn es gibt nur einen Schieberegler.
Was Knochenmarksmikroskopie anlangt, so muss ich aber sagen dass die Zellen im Mik enorm scharf erscheinen und ich das auch zur Beurteilung brauche. Die geschärften Bilder sind für mich perfekt wenn ich damit einen Befund schreibe. Gerade die Kernstrukturen und
die Zytoplasmakörnung sind in der Hämatologie sehr wichtig. Was mich an meinen letzten
Aufnahmen etwas stört ist ein etwas zu viel an blau-violett.
@ Heino
meine Belichtungszeiten sind bei ISO 200: 1/60sec und bei ISO 100: 1/30sec.
Ich dachte eigentlich immer das eine Verkürzung der Belichtung vor Verwacklern schützt,
ich werde aber mal ausprobieren ob es anders besser wird. Bei der Coolpick hatte ich im
Automatikmodus mit der Hiller-LED oft Belichtungszeiten von 1/1000sec.
@ Rolf
ja Ihr habt ja Recht, ich habe auch lange am Photomikroskop mit Diafilmen gearbeitet.
Ich erinnere mich aber dass ich viel viel Ausschuss hatte. Ich erinnere mich aber auch
das die Kontrastverschärfung zum Beispiel bei der Anfertigung von Chromosomerbildern
die einzige Möglichkeit zur Auswertung von Karyogrammen war. Die einzelnen
Chromosomen musste ich ausschneiden und mit Phototape auf Karton aufkleben.
viele Grüße, Ralf
Lieber Thilo,
nur so als Info:
ZitatNach langen Recherchen im Forum habe ich die Lösung über ein Ihagee-Mikroskopzwischenstück und ein Canon 40mm Pancake als Relaisoptik favorisiert.
;D
Viele Grüße
Joachim
Hallo Thilo,
Es gibt keinen schwarzen Rand und die Bilder von Ralf sind auch nicht beschnitten. Das Periplan hat eine Vergrösserung 10x.
Zur Sachstandsklärung möchte ich es einmal mit der nachstehenden Tabelle versuchen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/180359_14500136.jpg)
Die Tabelle zeigt verschiedene Kombinationen aus jeweils drei Mikroskop-Okularen, 5 unterschiedlichen Brennweiten von verwendeten Übertragungsoptiken, der Sehfeldzahl des Okulares, dem sich ergebenden theoretischen Bildkreis sowie der Auswirkung auf Vollformat und APSC. Ein Periplan wurde hier nicht bewertet, sondern ein vergleichbares Zeiss KPL10x/18 Br.
Interessant ist im Zusammenhang der links weiter unten gelb markierte Bereich "KPL 10".
Mit einem Okular 10x (Brennweite 25 mm) und einer Okular-SZ 18 sowie einer Übertragungsoptik von f = 40 mm bekommt man einen theoretischen Bildkreis von 28.8 mm, dieser ergibt sich aus
(40/25)*18 = 28.8.
Die Diagonale eines APSC-Chips beträgt 26,68 mm und ist damit rund 8 Prozent kleiner als der für die Aufnahme zur Verfügung stehende Bildkreis (siehe grüne Markierung rechts).
Demzufolge wird es relativ kleine Bildverluste geben (eben die erwähnten rund 8 %), aber mit Sicherheit keine dunklen Ecken. Dazu ist der für die Aufnahme zur Verfügung stehende Bildkreis zu groß.
Eine Gefahr eines von Dir so benannten Undersampling sehe ich in diesem Fall nicht.
Viele Grüße
Joachim
Hallo Thilo,
Zitat40mm entsprechen eher einer Weitwinkeloptik. Unschärfe mit der DSLR ist in diesem Fall etwa über eine Fehladaption des Sampling (Undersampling) erklärt. Mit einer kurzbrennweitigen Optik am Okular sieht die Kamera den Bildfeldrand des Okulars und man wird versucht sein durch Ausschnittsvergrößerung und Beschneiden den sichtbaren Okular-Trauerrands auszublenden. In diesem Fall harmonieren jedoch Okular, Optik der DSLR und Anpassung von Beugungsfigur und Pixelgröße längst nicht mehr. Der Fall des Undersampling ist eingetreten. Gerne gesehen, wenn man ein kurzbrennweitiges Objektiv (z.B. Mobiltelefon) mit einem Okular in Verbindung bringt. Das dadurch eintretende Undersampling wird man mit dem Mobiltelefon intuitiv versuchen mit dem Digitalzoom zu korrigieren, der Trauerrand verschwindet, aber das Bild ist nur durch Überschärfen zu korrigieren, was jedoch keine mikroskopischen Details hervorbringt, die das Auge im Okular noch erkennen konnte.
abgesehen davon, dass 40 mm für APS-C kein Weitwinkel ist und - wie Joachim schön erklärt hat - bei 10x Okularvergrößerung auch kein Bildfeldrand abgebildet ist, Ralf hat die wesentlich optischen Daten alle angegeben, auch das verwendete Periplan 10x/18! Die 18 MP der Kamera reichen darüber hinaus locker, um das Bild zu beschneiden und trotzdem eine großformatige scharfe Abbildung zu erzeugen.
Im Übrigen ist die pauschale Begründung von Unschärfen des Bildes durch "Undersampling" schlichtweg falsch. Das Ergebnis von Undersampling wäre lediglich, dass die Objektivauflösung nicht ausgenutzt wird, dadurch wird aber das Bild nicht unscharf, im Gegenteil wird es subjektiv eher bei Überabtastung unscharf, da dann die Beugungsunschärfe abgebildet wird. Und die zur Auflösung des Beugungsbildes notwendige Abtastung hängt sehr stark von den Objektivdaten ab, pauschale Behauptungen helfen überhaupt nicht weiter. Z.B. hat das verwendete 63/1.40 gerade mal eine Auflösung von 1/1200 des Bildkreises. Wo ist da das Problem?
Hubert