Hallo -
anlässlich einer anstehenden Rationalisierung meiner Stemi/Tessovar-Ausrüstung habe ich mal Vergleichsfotos zwischen Stemi 2000C und Tessovar gemacht. Wegen meines Vollformats war dabei eine Nachvergrößerung 2,5x fürs Stemi im Spiel während das Tessovar direkt auf den Chip projizieren konnte.
Deshalb hat mich zunächst nicht überrascht, dass die Fotos mit dem Tessovar etwas "besser" ausfielen - zumindest unter meinen provisorischen Bedingungen. Schließlich werden durch die Nachvergrößerung alle Fehler mit vergrößert - auch Verwacklungen, außerdem hat das Stemi 2000 ein viel weicheres Stativ als das Tessovar.
Nach einigem Nachdenken fand ich das aber doch erstaunlich, denn das Tessovar ist etwa 3x so alt wie das Stemi 2000, seine Optik hat einen vergleichsweise riesigen Bildkreis, denn sie ist laut Broschüre mindestens noch für Platten des Linhoff-Formats zu benutzen.
Da wäre ich nun neugierig wie sich das Bild außerhalb des KB-Bildkreises wirklich verhält - hat ein Forist noch Erfahrung mit dem Plattenformat beim Tessovar?
Viele Grüße
Rolf
Moin Rolf,
das stimmt so nicht ganz, denn das Tessovar zeichnet von sich aus keineswegs die 10,2x12,7 cm des Linhof-Technika Rückteils aus, es ist in dem aufsetzbaren Trichter noch ein negatives Linsensystem zur Strahlaufweitung, gleiches gilt auch für den in früheren Zeiten gelieferten 6x9 Ansatz zur Aufsatzkamera, deren erstes Glied der auch am Tessovar verwendete Grundkörper I ist. So gesehen also kein optischer Vorteil gegenüber dem Kleinbildformat. Der Grund für die Verwendung des großen Planfilms (Platten hat man da schon lange nicht mehr verwendet, ich wüsste schon in den 80ern nicht mal mehr einen Lieferanten) lag eher in der Auswertung.
Freundliche Grüße und noch viel Spaß damit!
Wolfgang