Hallo zusammen,
ich suche nach Möglichkeiten HDPE und LDPE bei der Mikroskopie zu unterscheiden. Gibt es eventuell Färbemittel die auf die Kristallisation gehen?
Gruß Manuel
HD- und LD-PE unterscheiden sich im kristallinitätsgrad
den kann man angeblich polarisationsmikroskopisch abschätzen (hab ich aber nie gemacht)
ansonst wär mir da lichtmikroskopisch nichts bekannt
Hallo Manuel!
Wir habe mal zu Versuchszwecken die verschiedenen Plattenmaterialien von PEs mit dem Mikrotom geschnitten und wie smashIt vorgeschlagen hat, im Polmikroskop fotografiert und ausgemessen.
Liebe Grüße
Franz
PS: unterscheiden kann man sie auch im DSC....
DSC wäre natürlich ideal
eine anderre idee die mir gerade gekommen ist:
einen fabrstoff in die probe einsickern lassen
nicht wie beim klassischen färben, sondern eher wie bei einem quellversuch
durch die grössere menge an hohlräumen im LD-PE sollte man hier auch einen deutlichen unterschied erkennen können
welche farbe verwenden?
keine ahnung ;D
Hallo ihr Lieben,
sicher ein sehr interessantes Thema ... nur. Ich verstehe kein Wort ! Würdet Ihr wenigstens einmal die diversen Abkürzungen erklären ?!
Ich hasse übrigens diesen AKÜFI auch und gerade in der Medizin: Je nach Fachrichtung bedeutet dort z.B. das Kürzel HWI Hinterwandinfarkt (Internist / Cardiologe), Harnwegsinfekt (Urologe) oder auch häufig wechselnder Intimverkehr (Gynäkologe, Psychologe) - man kann sich´s dann aussuchen.
Gruß !
JB
Lieber Jürgen,
das ist ein Thema für Polymertechniker. Gehört aber fast schon zu Allgemeinbildung und ist so verbreitet wie HWGV! Nur ungefährlicher! ;D
https://de.wikipedia.org/wiki/Polyethylen
Zitat von: Jürgen Boschert in Dezember 14, 2015, 17:34:27 NACHMITTAGS
sicher ein sehr interessantes Thema ... nur. Ich verstehe kein Wort ! Würdet Ihr wenigstens einmal die diversen Abkürzungen erklären ?!
aus LD-PE macht man plastiksackerl
aus HD-PE shampooflaschen
solltest du allso schon zur genüge in der hand gehabt haben ;)
Hallo,
die einfachste Methode dürfte die Dichtebestimmung sein, HD = High Density, LD = Low Density. Dazu muß man eine Probe zuerst an Luft und dann untergetaucht in Wasser wiegen. Weil Wasser (ungefähr) die Dichte 1 hat, entspricht die Differenz dem Volumen des Prüfkörpers. Aus dem Gewicht an Luft und dem Volumen errechnet man die Dichte. Weil PE etwas leichter als Wasser ist, muß man entweder den Prüfkörper mit einer geeignete Vorrichtung unter Wasser drücken oder alternativ eine Flüssigkeit mit niedrigerer Dichte nehmen, meist wird Ethanol verwendet. Allerdings wird dann die Rechnung etwas komplizierter und das Ethanol zieht mit der Zeit Wasser an und ändert seine Dichte etwas.
Bei homogenen Folien genügt schon eine genaue Wägung, wenn man ein 10x10-cm-Stück ausschneidet und die Dicke mißt. Luftkorrektur ist eventuell nötig.
Bei HD-PE besteht Verwechslungsgefahr mit Polypropylen PP, aber das ist noch steifer.
Gruß - Werner
Hallo,
PP und PE könnte man am ehesten im IR-Spektrum unterscheiden, aber wer hat schon, wenn nicht beruflich, ein IR-Spektrometer zur Verfügung. PP wird in riesigen Mengen zu Folien verstreckt und hauptsächlich zu Verpackungszwecken verwendet. Diese Folien sind nicht immer homogen, sondern sie können aus manchmal bis zu 7 verschiedenen Schichten bestehen bei vielleicht 10 - 20 µm Dicke.