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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Bernhard Gutwenger in Juli 07, 2009, 12:11:41 NACHMITTAGS

Titel: Vignettierung bei der Canon PS A620
Beitrag von: Bernhard Gutwenger in Juli 07, 2009, 12:11:41 NACHMITTAGS
Ich hab mir eine gebrauchte Canon PS A620 zugelegt und sie nach der
"Cypionka-Methode" adaptiert, also mit F-Adapter und Leitz Periplan
GF 12,5x Brillenokular. Das Mikroskop ist das Kosmos HumboldtF.
Ohne Digitalzoom erhalte ich aber kein vignettierungsfreies Bild. Hab das
Okular schon millimeterweise vor- und zurückverschoben. Vielleicht liest
auch Herr Cypionka mit und hat eine Ahnung, was ich da nicht berücksichtige.

Auf Euren Rat hofft und freut sich
Bernhard G.
Titel: Re: Vignettierung bei der Canon PS A620
Beitrag von: peter-h in Juli 07, 2009, 14:26:04 NACHMITTAGS
Hallo Herr Gutwenger,
ich nehme an, dass Sie solche Bilder erhalten. Per Zufall habe ich eine solche Kombination auch.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/14011_29206695.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/14011_56623828.jpg)

Mit einem Zeiss Kpl W 10x/20 Brille sieht es schon etwas besser aus. Ein Olympus bringt noch günstigere Ergebnisse. Aber man soll nicht alle Frabrikate mischen  :o
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/14011_39875604.jpg)

Es liegt einfach an der Lage der Austrittspupille des Okulars. Weder W (für Weitwinkel bei Zeiss) , noch ein Brillensymbol geben die richtige Auskunft, also muß man die Pupillenlage messen, oder per Test ermitteln.

Grüße
Peter Höbel
Titel: Re: Vignettierung bei der Canon PS A620
Beitrag von: Klaus Herrmann in Juli 07, 2009, 14:46:38 NACHMITTAGS
Hallo Bernhard,

also mir war die Methode immer zu fummelig und ich bin auch ein wenig ungeschickt, deshalb habe ich diese Adaption hier ganz gut gefunden (bei Endlichoptik muss man mit etwas CVD rechnen). Ich hab sie jetzt gerade für einen französischen Kollegen an einen Tritubus Leitz (auf einem Laborlux S) über C-Mount adaptiert. Super stabile Verbindung, weil geschraubt, bzw geklemmt.

Und parfokal. Man stellt scharf über die Okulare!


Bei Zoomfaktor 4x entspricht das Gesichtsfeld etwa dem Fotoausschnitt und dann hat man keine Vignettierung.

Natürlich sind alle anderen Adaptionen auch möglich. Man nimmt einfach einen C-mount- Adapter für das entsprechende Mikroskop.
Für die gängigen Typen ist er vorrätig!



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/14015_24352166.jpg)


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/14015_58914714.jpg)
Titel: Re: Vignettierung bei der Canon PS A620
Beitrag von: Heribert Cypionka in Juli 07, 2009, 16:07:41 NACHMITTAGS
Lieber Herr Gutwenger,

das von Herrn Höbel gezeigte (erste) Bild sehe ich auch. Die schwarzen Fotoecken werden etwas kleiner, wenn ich mit der Powershot A620 auf Zoomstufe 1 gehe. Dabei wird das Objektiv nicht weiter vorgeschoben und es besteht keine Kollisionsgefahr zwischen Objektiv und Okular.  

Bitte bedenken Sie, dass ein Adapter, der Fotoecken vermeidet, stets einen entsprechend kleineren Bildausschnitt zeigt. Er bringt zusätzlich Optik in den Strahlengang, kostet Geld, und führt dazu, dass Sie oft das 10er statt dem 20er  (oder 20er statt 40er-)Objektiv verwenden müssen, wenn Sie ein Objekt ganz darstellen wollen. Der Auflösungsverlust des schwächeren Objektivs lässt auch durch optisches Zoomen mit der Kamera nicht wiedergewinnen. Die geringere Tiefenschärfe höher auflösender Objektive lässt sich hingegen durch Stacken kompensieren oder sogar für die 3-D-Darstellung ausnutzen.

Auf vollen Zoom gehe ich übrigens auch manchmal, und zwar um zu filmen. Bei beweglichen Objekten hilft es, das kleinere Objektiv zu verwenden und eine größere Tiefenschärfe zu haben. VORHER muss man dann aber das Okular in größerem Abstand justieren, um einen Crash zu vermeiden!!!

Herzliche Mikrogrüße

Heribert Cypionka
Titel: Re: Vignettierung bei der Canon PS A620
Beitrag von: Bernhard Gutwenger in Juli 07, 2009, 18:32:39 NACHMITTAGS
Vielen Dank für die Beiträge.
Ich kann mit der leichten Vignettierung sehr gut leben,
dachte nur ich mach einen Fehler und es geht ganz ohne.
Die Methode von Klaus ist natürlich super, aber für mein
Kosmos Humboldt hab ich keinen Trinotubus. Ich verwende
es als Zweitgerät noch manchmal und hab dafür eine kostengünstige
und schnelle Methode zur Mikrofotografie gesucht. Außerdem ist
die Methode sehr praktisch für das Meopta Exkursionsmikroskop.
Hauptsächlich arbeite ich ja mit meinem Leica-Mikroskop und der
Pentax istDS mit "Stahlschmidt-Blitz".

Schönen Abend,
Bernhard G.