Hallo,
ich versuche zurzeit einen Vliesstoff mit Epoxidharz zu füllen, um das Verhalten unter einer mechanischer Belastung zu konservieren und anschließend unterm Mikroskop zu untersuchen.
Bisher habe ich drei verschiedene Varianten von Epoxidharz getestet jedoch noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten.
Mischung 1 bestehend aus Araldit DBF und REN HY 956 sowie Mischung 2 zwei aus Araldit 502, DDSA HY964 und BDMA, sind jeweils zu dickflüssig um in die Poren des Vliesstoffen zu gelangen. Daraufhin habe ich die 2. Mischung mit getrocknetem Aceton verdünnt was das Harz deutlich verflüssigt und so fast alle Poren gefüllt wurden. Problem dieser Mischung ist jedoch, dass der Epoxidharz nicht mehr hart wird.
Hat vielleicht jemand eine Anleitung für einen dünnflüssigen Epoxidharz oder eine bessere Methode zum verdünnen.
Beste Grüße Volker
Hallo Volker ?,
es gibt einige Alternativen. Seit Jahrzehnten hat sich das Gemisch "Epoxy Resin of low Viscosity" nach Spurr bewährt. Es ist z. Zt. z. B. bei Plano als KIT erhältlich. In deren Katalog findet man aber auch noch dünnflüssigere Alternativen. Andere Kataloge der einschlägigen Händler für EM-Bedarf bieten dies Produkte auch an. Im Zweifelsfall Kontakt per PN oder email mit mir aufnehmen.
Herzliche Grüße
Detlef Kramer
Hallo Detlef,
danke für die schnelle Antwort ich werde es mal mit dem Agar LV Kit versuchen.
Gruß Volker
Hallo,
die 2. Mischung ist schon die, die man auch in der Elektronenmikroskopie für die
Einbettung verwendet. Allerdings geht man von der mit Aceton verdünnten Mischung über eine aufsteigende
Reihe anschliessend wieder bis zur reinen Epoxy Mischung hoch. Dann müsste das ganze bei 60° C über 48 Std. aushärten.
Gruss
Wilfried
... ja und vorsichtshalber für die letzte Acetonstufe und die Mischungen mit dem Harz getrocknetes Aceton verwenden, wenn möglich. Wir haben immer über Molekularsieb 3 A getrocknet.
Detlef
Hallo Wilfried,
ZitatAllerdings geht man von der mit Aceton verdünnten Mischung über eine aufsteigende
Reihe anschliessend wieder bis zur reinen Epoxy Mischung hoch
sorry aber was genau soll ich machen. Ich würde das jetzt so verstehen das ich meine Probe in 50/50 Epoxyd/Aceton tauche danach ein geringeres Verhältnis und zum Schluss die Form mit reinem Epoxyd auffüllen?
@Detlef
Das bisher verwendete Aceton hatte ich zuvor einen Tag mit Molekularsieb 3 A getrocknet, reicht da ein Tag nicht?
@Bollmann
Gemischt wurde alles mit Hand auf einer Präzisionswaage auf 0,01g genau, ist das zu grob?
Danke schon mal
Beste Grüße Volker
Hallo,
1. die Genauigkeit reicht. Gut mit einem Magnetrührer mischen! Bitte unter einem Abzug, die Dämpfe sind nicht ohne.
2. 1 x getrocknetes Aceton (ein Tag trocknen reicht bestimmt); 1 x Aceton : Harz 1 : 1 für 2 Stunden; 1 x Aceton : Harz 1 : 3; dann zwei Mal reines Harz, das 2. Mal über Nacht offen unter dem Abzug, damit das Rest-Aceton verdampfen kann. Dann über Nacht bei 60°C auspolymerisieren. Meine Erfahrung beruht natürlich auf biologischen Proben, aber das sollte übertragbar sein.
Viel Erfolg
Detlef
Zitat von: orchidee in Juli 09, 2009, 09:25:26 VORMITTAG
Hallo Wilfried,
sorry aber was genau soll ich machen. Ich würde das jetzt so verstehen das ich meine Probe in 50/50 Epoxyd/Aceton tauche danach ein geringeres Verhältnis und zum Schluss die Form mit reinem Epoxyd auffüllen?
Danke schon mal
Beste Grüße Volker
Hallo Volker,
machs genau so wie von Detlef beschrieben, dann müsste es funktionieren.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo
also ich habe jetzt den dünnflüßigen Harz Agar low Viscosity von Plano verwendet und es hat super geklappt.
Danke nochmals