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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: rheinweib in März 17, 2016, 20:29:31 NACHMITTAGS

Titel: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: rheinweib in März 17, 2016, 20:29:31 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,
bin grade dabei, mir aus Farbfolien Rheinbergfilter zu basteln. Den richtigen Innendurchmesser
für das 10x Objektiv hab ich inzwischen rausgefunden.
Nun meine Frage: Da ich das auch gerne mit meinem 25x ausprobieren möchte, wollt ich fragen,
ober bei stärkerer Vergrößerung die innere Blende kleiner oder größer sein muss, als beim Filter
fürs 10er.
Vielleicht weiß das ja jemand, bevor ich mir nen Wolf bastele.....

Vielen Dank und Gruß
Heike
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Herbert Dietrich in März 17, 2016, 21:30:25 NACHMITTAGS
Hallo Heike,

ich kann da nur bei Zeiss und Leitz mitreden: je höher die Apertur des Objektives um so größer der Durchmesser der Blende.
Mein Tipp, versuche es mit 1, 2  10 und 5 Cent Münzen, da hast Du zwar Dunkelfeld, aber die zentrale Dunkelfeldblende ist auch
der Durchmesser der Zentralblende bei Rheinberg.

Wo platzierst Du Deine Blenden? Auf der Leuchtfeld-Blende, im Blendenhalter oder nahe der Apertur-Blende?
Nahe der Aperturblende ist am empfehlenswertesten.

Viel Erfolg beim Basteln.

Herzliche Grüße
Herbert

Übrigens:  Das äußere Farbfeld kann man teilen und Komplementärfarben verwenden, oder sogar vierteln.
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Dünnschliffbohrer in März 17, 2016, 21:34:01 NACHMITTAGS
Hallo Heike,

müsste eigentlich größer werden (Herbert hat recht, gilt allgemein). Probier doch einmal, in Umkehrung des Lichtweges aus, welchen Kreis der Kondensor auf Höhe des Filterhalters ausleuchtet, wenn du von oben in das Okular hineinleuchtest. Wenn ich jetzt keinen dummen Denkfehler gemacht habe, müsste das genau dem Durchmesser für den den inneren Kreis entsprechen, der die Hntergrundfarbe bestimmt, z.B. Blau. Außen drum rum würde der Ring für das vom Objekt in das Objektiv hinein gebeugte Licht liegen, z.B. Rot (es wird ja oft empfohlen hier jeweils Komplementärfarben zu wählen.

Viel Erfolg, ich freu mich auf deine Bilder!

Dsb.
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: rheinweib in März 17, 2016, 21:38:37 NACHMITTAGS
Hallo Herbert und Dsb,
danke für Eure Antworten. Ist ja auch eigentlich logisch, das sie größer werden müssen....

@Herbert......Zeiss und Leitz...dann passts ja, ich hab ein Standard 16.
Die Filter lege ich in den Filterhalter unter der Hilfslinse. OK, wenn ich meinen Kreisschneider habe,
werde ich mal losbasteln, auf das es schön bunt werde  ;D

LG
Heike
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Herbert Dietrich in März 17, 2016, 22:15:43 NACHMITTAGS
Hallo Heike,

Kreisschneider?  ist bei mir eine gute gebogene kleine Schere.
Da schneide ich um die Centmünzen herum, geht prima.
Vergiss auch nicht ein Polfilter als Zentralblende auszuprobieren, eventuell gekoppelt mit einem Farbfilter.
Das wird ein Fass fast ohne Boden.

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: the_playstation in März 18, 2016, 00:14:49 VORMITTAG
Hallo Heike.
Herbert hat wahrscheinlich Recht, auch wenn es in seltenen Fällen auch anders herum sein kann, je nach Position des Filters und Optik des Kondensors.
Bei Ebay gibt es bei einem amerikanischen Hersteller einen Komplettsatz von Rheinbergfiltern mit wechselbaren Mittelteilen. Ansonsten am besten ausmessen (Durchsichtige Folie mit Millimeter-Skala drauf.

Besonders edel kann man Rheinbergfilter aus durchsichtigem, farbigen Plexiglas herstellen, daß man passend dreht/bohrt. Aber das lohnt sich nur, wenn man es als Kleinserie machen würde. Eventuell könnte man auch Filter mit einem Tintenstrahldrucker auf eine durchsichtige Folie drucken.

Hier findet man die Filter auf ebay.com
http://www.ebay.com/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2050601.m570.l1313.TR0.TRC0.H0.XRheinberg+filter.TRS0&_nkw=Rheinberg+filter&_sacat=0

Mit Porto sind das ca. 43 Euro pro Set (32 Euro + 11 Euro Versand)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Herbert Dietrich in März 18, 2016, 08:30:37 VORMITTAG
Hallo Heike,
hallo Jorrit

"Besonders edel kann man Rheinbergfilter aus durchsichtigem, farbigen Plexiglas herstellen, daß man passend dreht/bohrt."

Man kann sich auch Münzkapseln für die 2 EURO Münze kaufen, die passen in den Filterhalter und auf die Leuchtfeldblende.
Mit farbigem Edding bemalt - fertig ist die Rheinberg-Blende.
Sieht nicht so perfekt aus, funktioniert aber oft besser als mit farbiger Folie

die Münzkapseln gibt es in allen gewünschten Größen hier: https://www.lindner-original.de/numismatik/muenzkapseln/muenzkapseln-14-50-mm/

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: the_playstation in März 18, 2016, 08:44:29 VORMITTAG
Hallo Herbert

Eine gute Zwischenlösung und viel günstiger. :)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: knipser009 in März 18, 2016, 09:50:56 VORMITTAG
hallo herbert

die Münzkapseln gibt es in allen gewünschten Größen hier: https://www.lindner-original.de/numismatik/muenzkapseln/muenzkapseln-14-50-mm/

super Link - so etwas habe ich schon lange gesucht, mich aber bisher mit kleinen Kunststoffpetrischalen beholfen
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Tausendblatt in März 18, 2016, 14:03:02 NACHMITTAGS
Hallo Heike,

nur kurz zum Vergleich:
Mit 1,4er Kondensorapertur und Objektiv 25/0,65 ist bei mir am Standard 18 11 mm optimal.
Fürs 40/0,95 dann 16 mm...

Gutes Gelingen
Jens
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Bernhard Lebeda in März 18, 2016, 14:21:27 NACHMITTAGS
Zitat von: Herbert Dietrich in März 17, 2016, 22:15:43 NACHMITTAGS

Vergiss auch nicht ein Polfilter als Zentralblende auszuprobieren, eventuell gekoppelt mit einem Farbfilter.


Den hab ich nicht verstanden, Herbert.

Welchen Effekt soll das denn bringen?

Viele rheinbergischen Mikrogrüße

Bernhard
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Herbert Dietrich in März 18, 2016, 17:33:42 NACHMITTAGS
Hallo Bernhard,

man kann damit stufenlos die Hintergrundfarbe heller oder dunkler gestalten.
Ich habe das nur gelesen und bisher nicht ausprobiert.
Kann sein, dass das im Mikropolychromar verwirklicht war, ich bin mir aber nicht sicher.
Rheinberg wird ja von vielen nur als Spielerei angesehen.

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: liftboy in März 18, 2016, 17:59:43 NACHMITTAGS
Hallo erstmal,

hier die Rückseite einer älteren Schlüter-Auflage:

http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/AG/Rheinberg.jpg

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Tausendblatt in März 18, 2016, 19:58:18 NACHMITTAGS
Zitat von: Herbert Dietrich in März 18, 2016, 17:33:42 NACHMITTAGS
man kann damit stufenlos die Hintergrundfarbe heller oder dunkler gestalten.
Ich habe das nur gelesen und bisher nicht ausprobiert.
Kann sein, dass das im Mikropolychromar verwirklicht war, ich bin mir aber nicht sicher.
Herzliche Grüße
Herbert

Hallo Herbert,

stimmt, der Mikropolychromar kann das.
Leider passt meiner nicht an das Standard...

Viele Grüße

Jens
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Herbert Dietrich in März 18, 2016, 20:31:05 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

danke für die Information, mein altes Gehirn ist also doch noch nicht eingerostet.
Schade dass der Mikropolychromar nicht an das Standard passt, vermutlich passt er an ältere Zeiss Mikroskope.
Hat der nicht ein Einschraubgewinde? dann würde man einen entsprechenden Kondensor benötigen.
Ich habe leider noch keinen Mikropolychromar in natura gesehen, nur einmal auf ebay, sündteuer.

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Tausendblatt in März 19, 2016, 00:01:24 VORMITTAG
Zitat von: Herbert Dietrich in März 18, 2016, 20:31:05 NACHMITTAGS
Hallo Jens,

danke für die Information, mein altes Gehirn ist also doch noch nicht eingerostet.
Schade dass der Mikropolychromar nicht an das Standard passt, vermutlich passt er an ältere Zeiss Mikroskope.
Hat der nicht ein Einschraubgewinde? dann würde man einen entsprechenden Kondensor benötigen.
Ich habe leider noch keinen Mikropolychromar in natura gesehen, nur einmal auf ebay, sündteuer.

Herzliche Grüße
Herbert

Hallo Herbert,

klar, an meine Vorkriegsstative (Zeiss FCE z.B.) passt er, wird dort in/unter den Kondensor Apl 1,4 geschraubt.

Viele Grüße
Jens
Titel: Re: Rheinbergfilter - eine Frage bitte
Beitrag von: Bob in März 19, 2016, 07:54:07 VORMITTAG
Hallo zusammen,

Johannes Kropiunig hatte hier:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9572.30

ein Programm vorgestellt, mit dem man Rheinbergfilter als ungefärbte Roh-Bilddatei erzeugen, und dann mit einem Malprogramm selbst farbig füllen kann.

Farbfolien gibt es als umfangreiches Bastelset relativ günstig hier:

http://www.ebay.de/itm/360928505036?_trksid=p2057872.m2749.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


Die Methode mit dem Ausdrucken lässt sich auch verwenden, um den richtigen Durchmesser für Blenden für Dunkelfeld und umlaufend schiefe Beleuchtung festzustellen. Auch den richtigen Durchmesser von Phasenkontrast-Ringen kann man so einfach bestimmen, und sich dann etwas weniger lichtdurchlässiges nach diesem Muster bauen.

Wenn man ein provisorisches Messokular braucht, reicht ebenfalls eine selbstgedruckte Strichplatte, in passender Lage im Okular platziert.

Was ich sehr regelmäßig mache ist, herzustellende Teile mit CAD zu zeichnen, mit Laserdrucker auszudrucken, auf das Material mit Pritt-Stift aufzukleben, Bohrungen durchzukörnen, und entlang der Linien das Teil auszusägen oder zurechtzufräsen. Eine sehr schnelle und recht genaue Methode.

Viele Grüße,

Bob