Hallo ich habe eine Nikon D7200 dslr und ein altes Zeiss Standard kf2 aus meinen Kindheitstagen. Das Zeiss hat einen abnehmbaren Binokulartubus. Die Kamera hat lifeview und Spiegelvorauslösung.
Auf dem Markt und bei Ebay gibt es ja unzählige Teile die sich als "Kamera Adapter" für Mikroskope bezeichnen und ich weiss nicht was ich da nehmen soll
Wie gehe ich am besten vor so dass die Sache noch Kostengünstig ist aber gleichzeitige eine ordentliche Bildqualität da ist (wenig Ca's, wenig Vignettierung und Verzeichnung)
Wenn ihr wisst welche Teile ich kaufen soll wäre ich dankbar für Hinweise. Pauschal "Kameraadapter wo man ein Okular reintun kann" nutzt mir aber wenig weil ich nicht weiss welche Teile zu meinem Zeiss passen.
Danke für Hinweise. Mfg
hast eine PM
Der von dir empfohlene Mikroskop Adapter für Exakta bringt mir nix weil es keine Adapter für Exakta nach Nikon gibt wegen dem Auflagemaß.
Ein weiteres Thema wäre das Okular. Kann man da das normale Okular mit dem man reinguckt nehmen oder braucht man da spezielle Projektiinsokulare?
Hallo MfG,
Im Prinzip gilt das hier fuer Canon gesagte: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=20754.msg156073#msg156073
Sie brauchen ein Zeiss-Okular (8x oder 10x), ein Festbrennweitenobjektiv, einen Klemmadapter und einen geraden oder schraegen Monotubus, den Sie gegen Ihren Binotubus austauschen.
Problematisch ist aber, dass die Nikon D7200 (soweit ich das gelesen habe) keinen EFCS hat und damit nicht vibrationsfrei ist. Damit ist Ihnen mit einer festen Verbindung zwischen Kamera und Mikroskop nicht geholfen. Sie muessen die beiden entkoppeln, z.B. indem Sie die Kamera auf einem Ministativ direkt for dem Okular platzieren. Reversibel und kostenguenstig!
Beste Gruesse,
Jon
Jetzt verstehe ich garnix mehr.Wozu braucht man denn noch ein Normalobjektiv vor der Kamera? Ich dachte das geht mit Okular, Kameraadapter, Kamera....
Was soll denn das Objektiv können?
Ich habe ein gutes Makroobjektiv das einen Abbildungsmaßstab von 1:1 hinbekommt, Sonst hat es aber 150mm Brennweite. Das wäre wohl zuviel, weil wenn da noch ein Okular dazwischen ist dann vergrößert man ja riesig heraus... Vermutlich braucht man ein Normalobjektiv. Aber das ist dann nicht mehr so billig...
Hallo Ben,
Kein Problem. Als Einstieg sollten Sie sich diesen Beitrag durchlesen: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=23595.0
Die einfachste Methode fuer Sie ist die "afokale Methode", zu sehen in der 5. Abbildung unter dem Titel "Adaption einer digitalen Spiegelreflexkamera", eine Kombination von Festbrennweitenobjektiv (40 bis 50 mm) und Okular.
Das Kameraobjektiv wirkt wie das Auge bei visueller Beobachtung. Es wird auf unendliche Bildweite eingestellt und verkleinert das vom Okular vergroesserte (und korrigierte) Bild wieder, so dass das Format Ihrer Kamera optimal ausgenutzt wird.
Beste Gruesse,
Jon
Ok, dann verstehe ich das mit dem Objektiv...
Bezüglich der Vibrationen:
Also die D7200 erlaubt schon Iso 6400. Da müsste es doch eigentlich keine Verwacklungen mehr geben, oder... Wenn man vom Liveview aus fotografiert hat man ja nur noch den Verschluss als Erschütterung... oder reicht das aus?
Ansonsten könnte ich natürlich ein Ministativ an die Kamera machen damit sie stabiler ist....
Ein Weiteres Problem: Der Fototubus. Trinokulartuben kosten 400 Euro bei ebay gebraucht. Wenn ich liveview nutze brauche ich aber im Prinzip keinen weiteren einblick. Ich könnte natürlich den Kameraadapter an ein Okular vom Binokulartubus dranmachen. Aber ich glaube dann steht die Kamera nicht mehr stabil wenn die so schräg am Mikroskop dranhängt.
Zitat von: Benni12345 in April 01, 2016, 21:13:44 NACHMITTAGS
....
Ich könnte natürlich den Kameraadapter an ein Okular vom Binokulartubus dranmachen. Aber ich glaube dann steht die Kamera nicht mehr stabil wenn die so schräg am Mikroskop dranhängt.
....
Hallo,
wieso denn das ?
Der Binotubus ist doch nicht so ausladend wie der monokulare Schrägtubus an dem eine DSLR Adaption an einem Standard KF2
absolut stabil steht.
siehe letztes Bild in
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=20754.msg156073#msg156073
Wenn du den Exakta Klemmadapter (siehe Variante 2 im obigen link ) nimmst und nur einen der Zwischenringe verwendest geht das auch am Binotubus
des KF2.
Mehr Probleme sehe ich da im Verschlussschlag der Nikon, aber mit der Canon geht das auch am kleinen KF2 absolut erschütterungsfrei auch bei hohen Vergrösserungen.
viele Grüsse
Wilfried
Ok, danke für die Hilfe
also dann wären wohl folgende Komponenten nötig:
Exakta adapter:
http://www.ebay.de/itm/311578551656?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
Step down ring 40-55
http://www.ebay.de/itm/111242043455?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
Step up ring 52-55
http://www.ebay.de/itm/Reduzierring-Adapterring-Step-up-Ring-52-auf-55-mm-/322060009978?hash=item4afc45c1fa:g:O-EAAOSw3xJVVOxE
und dann ein Nikon 50mm f/1.8 AF-D. (52mm filters) http://www.kenrockwell.com/nikon/5018daf.htm http://www.ebay.de/itm/Nikon-AF-Nikkor-50mm-50-mm-1-1-8-1-8-/381586643019?hash=item58d856184b:g:Rr8AAOSwJQdW~TBL
Und das ganze kann man dann auf den Okularstutzen des Binotubus stecken, mit dem standardmäßigen Kf 10/18 Okular....
Würde das denn eine ordentliche Bildqualität geben? Oder wäre ein anderes Objektiv/Okular sinnvoller wegen Farbrändern und Brennweite etc?
Zitataber mit der Canon geht das auch am kleinen KF2 absolut erschütterungsfrei auch bei hohen Vergrösserungen.
Ja das denke ich mir. Die heutigen Kameras erlauben höhere Isozahlen als Film. Wenn man natürlich mit iso 100 fotografiert und ohne lifeview bekommt man sicher probleme. Aber ich denke bei 2000 Iso sollten die Verschlusszeiten hoch genug sein dass da nichts mehr verwackelt...
Zitat von: wilfried48 in April 01, 2016, 21:47:13 NACHMITTAGS
Der Binotubus ist doch nicht so ausladend wie der monokulare Schrägtubus an dem eine DSLR Adaption an einem Standard KF2
absolut stabil steht.
Wenn das KF2 tatsaechlich so lange Okularstutzen hat, dann geht das.
Zitat von: Benni12345 in April 01, 2016, 21:13:44 NACHMITTAGS
Wenn man vom Liveview aus fotografiert hat man ja nur noch den Verschluss als Erschütterung... oder reicht das aus?
Ja. Soweit ich weiss verschliesst Nikon auch aus dem LiveView den Verschluss noch einmal direkt vor der Aufnahme und oeffnet ihn dann wieder. Das ist die Quelle von Vibrationen. Das war bis vor kurzem bei allen Nikon DSLRs der Fall. Canon-DSLRs sind da im Vorteil; fast alle Kameras mit LiveView haben einen vibrationsfreien EFCS. http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=23241.0
Ok, vielen Dank.
Ich habe mir jetzt mal den Exakta Adapter und den passenden stepdown ring gekauft. Wenn das dann per Post ankommt schaue ich nach einem billigen 50mm Objektiv und Step up Ring.
Zudem habe ich mir mal aus Spass diese Dunkelfeldblende bestellt:
http://www.shapeways.com/product/PZZUJFL6U/dunkelfeld-kf2-12
Keine Ahnung ob die sinnvoll konstruiert wurde, aber ich probiere das mal.
Mit welchen Belichtungszeiten kommt man denn bei der Lampe des Standard Kf2 so aus? Ist die Lampe hell genug für 1/200 sec bei Iso 2000. Dann dürften Verwacklungen kein Problem sein. Sonst natürlich schon... In diesem Fall müsste ich wohl mein Stativ noch dranstellen. Stativ auf den Tisch Mittelsäule umdrehen und dann die am Mikroskop hängende Kamera am Kugelkopf festmachen. Sollte gehen.
Wenn alles klappt mache ich wohl nächsten Monat die ersten Aufnahmen von Ein- und Mehrzellern in unseren Gewässern...
Geht das standard Brillenträger Okular vom KF 2 von der Qualität her in Ordnung oder braucht man eigentlich ein besser korrigiertes Okular? Farbränder am Rand sind ja nicht so schön.
Andere Frage: Ich habe gesehen dass das Mikroskop noch ziemlich verstaubt ist. Wie reinige ich die optischen Flächen? Also Okulare, Tubus, Kondensor und Objektive? Irgendwie kann ich reinigen soviel ich will aber es sind doch immernoch ein paar Staubfusel am Okular. Mit den Tüchern kommt man einfach nicht richtig an die Ränder und auch innen in die Objektive. Wenn man das mit einer Kamera nutzt dann sind solche Fremdkörper ja nicht so gut...
Zitat von: Benni12345 in April 02, 2016, 02:38:23 VORMITTAG
Andere Frage: Ich habe gesehen dass das Mikroskop noch ziemlich verstaubt ist. Wie reinige ich die optischen Flächen? Also Okulare, Tubus, Kondensor und Objektive? Irgendwie kann ich reinigen soviel ich will aber es sind doch immernoch ein paar Staubfusel am Okular. Mit den Tüchern kommt man einfach nicht richtig an die Ränder und auch innen in die Objektive. Wenn man das mit einer Kamera nutzt dann sind solche Fremdkörper ja nicht so gut...
Hallo Ben,
Sie sollten mit aeusserster Vorsicht vorgehen, da leicht irreparable Schaeden beim unsachbemaessen Reinigen entstehen. Besser zu wenig als zuviel. Die Fussel mit einem Blasebalg abpusten; der aeusserste Linsenrand muss nicht sauber sein; das ist oft nicht moeglich. Scheuen Sie keine Kosten fuer die Reinigungsmaterialien und folgen Sie diesen Anleitungen: http://www.mikroskopie.de/pdf/zeiss/Mikroskopreinigung.pdf
Beste Gruesse,
Jon
Hallo. Ich wollte nur mal einen Bericht abgeben:
Das Mikroskop trägt die Kamera auf dem Binolulartubus gerade so. Es fällt aber fast um. Ein Trinotubus wäre langfristig wahrscheinlich schon sinnvoll.
Die Belichtungszeit liegt bei rund 100sec bei 1000 iso. Um schnelle Bewegungen einzufangen müsste man blitzen. Der Nikon Macroblitz SB R200 passt übrigens genau unter den Kondensor und kann remote mit ttl belichten wenn man ihn in den Strahlengang reinlegt. Anstelle des Hineinlegens vom Blitz wäre natürlich ein Halbdurchlässiger Spiegel besser damit man nicht den visuellen Strahlengang der Kondensorlampe mit dem Blitz zustellt.
Ansonsten funktioniert alles. Das 50mm Objektiv funktioniert geradeso mit dem Nikon 1,5 Cropfaktor ohne dass Abschattungen auftreten. Aber man muss die Dioptrienkorrektur vom Okular ganz herausdrehen. Bei einem 40mm Objektiv wie in einem anderen Thread für Canon empfohlen würden wohl bei Nikon wegen dem unterschiedlichen Cropfaktor Abschattungen an den Rändern auftreten.
Ich fürchte in meine Okulare ist ein bischen Staub oder sogar ein Pilz reingekommen. Aber ich habe einen Forumthread gesehen wo eine Anleitung zum Ausbauen drinsteht.
Wo kann ich eigentlich Mikroskopie Bedarf in München bekommen (Objektträger, Deckgläser, Pipetten, Reagenzgläser)? Weiss dass hier jemand?
Zitat von: Benni12345 in April 16, 2016, 13:31:30 NACHMITTAGS
Das Mikroskop trägt die Kamera auf dem Binolulartubus gerade so. Es fällt aber fast um. ...
Hallo,
auch wenn du den Tubus in Richtung des runden Rückens des Stativs drehst ? Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Ist Dein Adapter so
ausladend ? Kannst du mal ein Foto der Adaption zeigen ?
viele Grüsse
Wilfried
Zitat von: wilfried48 in April 16, 2016, 14:15:04 NACHMITTAGS
auch wenn du den Tubus in Richtung des runden Rückens des Stativs drehst ? Das kann ich mir fast nicht vorstellen.
Ja stimmt, danke.
Ich habe inzwischen gemerkt dass ich den Tubus einfach drehen muss...
Inzwischen habe ich ein paar fotos gemacht. Aber ich bin von der Bildqualität enttäuscht.
Ich habe extreme chromatische abberrationen, Lila und Grüne Linien die ich per Software nur schwer rausmachen kann. Zudem ist die Schärfe nicht sehr gut. Liegt das am Okkular oder an den Objektiven?
Wie hänge ich eigentlich hier Bilder an?
Hallo,
Kannst Du mal vor allem ein Foto von deiner Adaption zeigen? Fotografierst Du jetzt mit Kameraobjektiv das Okularbild?
Ehrlich gesagt, bei einer Kamera, die nicht den "First Electronic Shutter" wie die Canons hat, erwarte ich nichts anderes als Unschärfe. Heike "Rheinweib" hat es vor Kurzem sehr eindrücklich an einer Fotoserie demonstriert, da es ja ständig angezweifelt wird... :-\
Woher die chromatischen Abberationen kommen, weiß ich nicht. ist der Strahlengang des Mikroskops ok?
Fotos musst Du über einen externen Hoster hochladen und dann einen Link setzen.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=653.msg152178#msg152178
Herzliche Grüße
Peter
Meine Objektive sind:
zeiss 10 0,22 4604009904
zeiss Alpan 20 0,45 ph2 160 017
zeiss 40 0,65 4607019903
zeiss 100 1,25 oil 461900
das okular ist das kf 10x 18 464027
richtig unscharf sind die Bilder nicht im Sinne von verwackelt. Es hat nur alles grüne und violette Ränder.
Schau dir mal die Adaption in diesem Beitrag an. Vielleicht kannst du Anregungen daraus gewinnen.
http://www.photoinfos.com/Mikroskope/Zeiss-Standard.htm
In dem Fall setze ich ein 4x Projektiv von Carl Zeiss ein. An der Kamera ist keine eigene Optik, aber in dem direkt daran montierten Zwischenstück schon. Diese Adaptierung ist durch solide Teile und feste Klemmungen recht stabil.
Tom
Hallo Benni,
da auch ich mit der Nikon D7200 afokal am Orthoplan arbeite, ein paar kurze Anmerkungen.
Nikon-imanente Verwacklungen vermeide ich genau wie Du durch längere Belichtungszeiten, ab 2 Sek. ist da kein Risiko mehr. Oder eben Blitz (nutze mein Orthoplan auch für Auflichtaufnahmen) oder ganz viel LED-Licht.
Relaisoptik ist ein 1.8/35mm Nikon, da mein Okular 6,3x hat, Deines 10x gleicht sich das ungefähr aus.
Farbsäume, da habe ich GANZ LEICHTE Blausäume bei dem Achromaten, im Randbereich etwas mehr (blau/rot). Was bei mir zu verstärkten Farbsäumen führt, ist der falsche Abstand zwischen Mikroskopokular und Frontlinse:
Das Fotoobjektiv muss bei der afokalen Methode in Unendlichstellung (da es quasi die Augenlinse ersetzt) mit der Frontlinse an die Stelle der Austrittspupille des Okulars. Ich habe ein Periplan Brillenträgerokular, da sind das 16 mm. Das könnten bei Dir weniger sein.
Was mich auch wundert, sind Deine extrem langen Belichtungszeiten bei ISO 1000???
Die 7200 gibt im LiveView ein sehr gutes Bild über HDMI aus. Ich habe einen großen Monitor angeklemmt und arbeite dann nur über diesen. Die Beleuchtung stelle ich dann hoch bis zum Anschlag, dann DARF man allerdings NICHT mehr visuell arbeiten - insbesondere wenn man auf LED umgestellt hat!!!! Beim Tümpeln komme ich dann in den Bereich 1/500 Sek..
Also, prinzipiell geht es, irgendetwas stimmt da bei Deiner Konstellation noch nicht.
Viele Grüße
Werner
Guten Abend
Man kann das Problem gewisser Nikon-Kameras mit einer stabilen Abstützung reduzieren, ich habe so mehrere 10000e Mikrofotos gemacht.
Es ist natürlich einfacher geworden seit Nikon bei den neuen Kameras das Prinzip der elektronischen Verschlüsse auch verstanden hat (D810, D5 und D500). Der Vorteil der 7200 gegenüber den Canon Gehäusen ==> sie hat keinen Tiefpassfilter und damit fällt der Weichzeichner weg (der Grund warum ich lange mit dem Kompromiss gelebt habe obwohl 3 Canon-Gehäuse im Studio stehen ...
Das mit der 1/500 Sekunde mag ja vielleicht beruhigen, bringen tut diese Zeit aber bei der Kamera am Mikroskop nichts ==> Grund, der Schlitzverschluss. Die 1/250 Sekunde ist die schnellste Zeit bei der der Verschluss die gesamte Sensorfläche auf einmal belichtet!!!
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo,
ich gebe auch noch einmal zu bedenken, dass - neben der prinzipiell mangelhaften Tauglichkeit dieser Nikon - die Kamera auch noch an einen Schrägtubus eines gerade mal um die 4 -5 kg schweren KF2 adaptiert wurde!
Allerdings scheint die Schärfe ja nicht so sehr das Problem zu sein, vielmehr Farbartefakte. Aber da wäre es wirklich gut, wenn Du, Benny, Dir mal die Mühe machen würdest, endlich ein Foto hochzuladen. Wir helfen ja gerne, aber erwarten dann eigentlich auch, dass sich ein Fragesteller die Mühe macht, wenigstens ein Foto zu zeigen, Sonst raten wir ins Blaue hinein...
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter, ich bin nicht der Threadstarter, sondern Benny. Es würde mich ja auch interessieren, wie sein Setup aussieht.
Tom
Hallo Tom,
sorry - schon korrigiert!
Herzliche Grüße
Peter
Guten Morgen
Noch eine Erweiterung meines Beitrags, natürlich muss man mit Spiegelvorauslösung arbeiten um Erschütterungen zu verringern, das ist bei sich schnell bewegenden Objekten nicht gerade hilfreich, erhöht die Trefferquote aber ungemein ...
Da dieses Gehäuse ja vor der Auslösung komplett aus dem Livebildmodus geht ist das technisch kein Problem, man muss halt einfach 2x auf den Auslöser drücken.
Die Spiegelmechanik ist bei der 7200er gegenüber der 7100er schon deutlich verbessert.
Liebe Grüße
Gerhard
Guten Morgen Gerhard,
da hast Du mich leicht bis mittelschwer verwirrt ???:
,,Die 1/250 Sekunde ist die schnellste Zeit bei der der Verschluss die gesamte Sensorfläche auf einmal belichtet!!!" Okay, klar
,,Das mit der 1/500 Sekunde mag ja vielleicht beruhigen, bringen tut diese Zeit aber bei der Kamera am Mikroskop nichts" ??? ??? ???
Den Ablauf hatte ich mir so vorgestellt - bitte korrigieren wenn falsch:
Annahmen: D7200 mit 6000*4000 Pixel, Verschlussablauf vertikal, Vollständige Freigabe des Chips durch den 1. Verschlussvorhang (V1) nach 1/250stel Sekunde. Beispielhaft 1/8000 Sek. Belichtungszeit, analog zu 1/500, aber macht das Ganze deutlicher.
0 Sek.: V1 rast los
1/8000 Sek.: Zeile 1 des Chips wurde 1/8000 Sek. belichtet; V1 gibt gerade Zeile 126 frei, diese hat 0 Sek. Belichtung. V2 startet und unterbricht die Belichtung von Zeile 1 des Chips,
2/8000 Sek.: V2 erreicht Zeile 126, womit diese auch ihre 1/8000 bekommt. Vorherige Zeilen entsprechend.
2/8000 bis 1/250 Sek.: Der 125 Zeilen breite Streifen fährt sukzessive innerhalb von 1/250 Sek. über die insgesamt 4000 Zeilen
1/250 Sek.: V1 gibt letzte Zeile des Chips frei
1/250 Sek + 1/8000 Sek.: V2 deckt letzte Chipzeile ab, so dass auch diese 1/8000 Sek Belichtung bekommt.
Also dauert der gesamte Belichtungsvorgang 1/250 + 1/8000, aber jede einzelne Zeile des Chips bekommt doch nur 1/8000 Sek. Licht – wenn auch jeweils sehr unterschiedliche 1/8000 Sek. Zeitscheiben? Dann kann doch auch PRO ZEILE nur der entsprechende Verwacklungsanteil aufgenommen werden?
[Jetzt glaube ich auch den Rolling Shutter Effekt verstanden zu haben
https://de.wikipedia.org/wiki/Rolling-Shutter-Effekt]
Danke Dir und viele Grüße
Werner
OK hier wären ein paar Bilder.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196520_42959111.jpg)Man sieht deutlich die Abberrationen und die Unschärfe. Geschärft sieht es so aus
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196520_16493105.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196520_5128689.jpg)Woher kommen diese Kreise? Ist auch unscharf
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196520_8949671.jpg)Ist auch nicht scharf und hat Farbränder...
Nur zum Vergleich: mein Makroobjektiv liefert solche sachen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196525_12012676.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196525_22757684.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196525_60649839.jpg)
Wenn ich ein Weitwinkel in Retrostellung nehme kommt sowas hier heraus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196525_3615454.jpg)
Hallo Werner
Bei der Nikon ist der Verschluss und der Sensor nicht auf Ebene der Sensorzeilen gekoppelt und bei der 1/8000 ist der Spalt grösser wie eine Zeile. Kann man gut ansehen indem man bei zu kurzer Verschlusszeit blitzt ...
Du musst das aus der Sicht das zu fotografierenden Objekts sehen, die Frage ist wie lange braucht der Schlitzverschluss für den gesamten Ablauf ...
Stell Dir einen Strich 90 Grad zur Ablaufrichtung des Verschlusses vor, wenn der sich jetzt bewegt hast Du alles andere als den realen Strich aufgenommen.
Industriekameras ohne Schlitz oder Zentralverschluss funktionieren wie Du Dir das vorstellst. Aber auch das ist keine Lösung ...
Liebe Grüsse
Gerhard