Hallo,
Wer von den Damen oder Herren, welche in Darmstadt botanische Paraffinpräparate aus dem Labor von Robin Wacker bekommen hat, hat sich denn schonmal an die Weiterverarbeitung gewagt? Falls es erste Erfolge oder Mißerfolge gibt, gebt doch mal Rückmeldung.
Ich habe die ersten Präparate verarbeitet und habe, wie ich es erwartet hatte, sehr schöne und gut erhaltene, aber auch recht unbrauchbare Resultate. Durch die zum Teil erhebliche Lagerzeit sind einige Präparate zerstört gewesen. Andere, auch sehr alte Schnitte waren aber in recht brauchbarem Zustand.
Ich werde in einigen Tagen ein paar Fotos einstellen, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.
Auf alle Fälle war ich erstaunt wie lange diese auf Objektträger gezogenen Paraffinschnitte haltbar sind.
Die nicht mehr verwertbaren Präparate waren in erster Linie durch mechanische Beschädigung unbrauchbar, nicht durch die Lagerdauer. Das bedeutet, man kann solche Schnitte auf Objektträger über Jahrzehnte aufbewahren und dann erst fertig stellen. Also Leute, keine Hast😄🔬🔬🔬.
Beste Grüße
Harald
Zitat von: Dr. Jekyll in April 11, 2016, 21:52:06 NACHMITTAGS
Also Leute, keine Hast😄.
Hallo Harald,
ich danke hier auch noch einmal für die Schnitte! Leider stehen bei mir vor der Weiterverarbeitung noch ein paar Schritte und Anschaffungen, evtl. kann ich die Schritte auch in mir bekannten Labors durchführen, oder müsste mal fragen, ob es innerhalb der Berliner Mikroskopischen Gesellschaft Möglichkeiten gibt (allein die Färbeküvetten, von denen man ja mehrere braucht, können ja zwischen 20-50 Euro pro Stück kosten), dann kann ich weitermachen.
Ein wenig Planung gehört auch noch dazu, da ich bisher ja noch keine Pflanzenpräparate angefertigt habe und es dann gerne gut und richtig machen würde. Ich habe hier eine Fertiglösung für Etzold-FCA von Morphisto (ich hoffe, sie wäre geeignet und ist noch nicht zu alt, ca. 1 Jahr, glaube ich), außerdem müsste ich mich noch für ein gutes, dauerhaftes Medium zum Eindecken entscheiden.
Auch zur Entparaffinierung etc. nehme ich gerne Ratschläge entgegen (ich dachte an Alkoholreihe plus Limonen/Roti-Histol, aber auch das ist nicht ganz billig - nimmt hier noch jemand das "böse" Xylol?). Ich habe noch einen Rest schon benutztes Roti-Histol aus einer histologischen Färbung, weiß aber nicht, ob die evtl. vorhandenen Farbstoffreste eine Färbung stören würden und ergo alles besser frisch sein sollte?
Fragen über Fragen...
Viele Grüße
Sebastian
Zitat von: Dr. Jekyll in April 11, 2016, 21:52:06 NACHMITTAGS
Die nicht mehr verwertbaren Präparate waren in erster Linie durch mechanische Beschädigung unbrauchbar, nicht durch die Lagerdauer.
Man sollte wohl mal vor der Präparation mit dem Stereomikroskop/Mikroskop auf die unfertigen Schnitte schauen, sollte sich da nicht schon eine Beschädigung erkennen lassen?
VG S.
Hallo!
Ich habe mich am WE an die ersten Schnitte gewagt. Vorher hatte ich mir bei einem freundlichen Forumsmitglied kombinierte Färbemittel W3aSIM II und Etzold blau sowie Euparal bestellt, dazu Xylol, entmineralisiertes Wasser und Bioethanol besorgt.
Ziel des ersten Versuches war, anhand von sechs Objektträgern den Prozess und die Färbungen zu testen. Hier meine hochprofessionelle Hydrierungs-Kaskade:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/193351_37460558.jpg)
Für die Entparaffinierung habe ich einfach so eine kleine Präparatebox genommen, in denen auch viele Präparate verpackt waren und habe die in einen Plastikbecher mit dem nach außen geklappten Deckel (der dann zwischen Plastikbecher und Tasse eingeklemmt ist). Ist wunderschön stabil und man kann bis zu 4 Objektträger in ca. 15ml. Xylol baden...mit kleiner Oberfläche und entsprechend wenig Verdunstung. Funktioniert hervorragend. Innerhalb von wenigen Minuten sind die Präparate entparaffiniert.
Dann die Kasskade runter und am Ende in entmineralisiertem Wasser gebadet. Gefärbt habe ich dann mit Tropffärbung. Ergo die Objektträger flach hingelegt und mit der Tropfpipette den Schnitt gut mit Farbe bedeckt. Einwirken lassen. Abspülen, dehydrieren und dann einschließen mit Euparal.
Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, die Träger am Ende zu lange im Alkohol zu lassen. Dann blutet die Farbe wieder aus und der Schnitt wird nur blau oder grün. Also beim dehydrieren nicht zu lange mit Alkohol rumpanschen.
Da in der orginalen Anleitung zur Färbung steht, dass während der Färbung auf 60 Grad zu erhitzen sei, habe ich einfach die Farbe vorher in der Mikrowelle höchst professionell erhitzt. So hat das ganze wenigstens etwas Wärme mitbekommen.
Die Schnitte sind so sehr schön gefärbt herausgekommen, was ich mit einem Blick mit der Stereolupe schön sehen konnte. Nur sollte man sich auch auf Schnitte konzentrieren, für die man auch die passende Deckglas-Größe hat. Da habe ich bei einem Schnitt nicht daran gedacht.... ;D
VG
Oliver
PS: Meine Standard-Arbeitsunterlage: Einmal-Bettschutzeinlagen. Saugkräftig, geringe Fusselneigung, wasserdicht...und am Ende einfach zusammenrollen und weg damit. Da bleiben Tische sauber und das ganze ist noch spottbillig... :)
PPS: Hier eine Hilfe zur Bewertung von Einschlussmedien http://www.klaus-henkel.de/balsame.html
Ich verwende derzeit Euparal (sehr flüssig, verschieben sich gerne die Gläser, ergo sehr flach legen und sorgsam ausrichten) oder Mallinol.
PPPS: Alle Überreste von Xylol am besten zusammen mit dem Alkohol in einer Konservenbüchse im Freien verbrennen. Nicht in den Ausguss schütten!
Hallo Osilu,
gratuliere - obwohl Du uns vom Ergebnis ja noch nichts gezeigt hast.
Ich grüble ebenfalls über billig-Lösungen herum und werde vielleicht ein paar Deiner Anregungen aufnehmen.
Ich habe gerade ein wenig herumprobiert und ein Kapernglas gefunden, das mit etwas Phantasie als "Färbetrog nach Coplin" durchgehen könnte. Mal schauen, ob ich mich nun mit Kapern eindecke.
Viele Grüße
Sebastian
Bilder folgen noch, aber ich bin schon die ganze Woche unterwegs und nächste Woche in Spanien. Da ist die Zeit knapp. Wer auf dem Foto links oben genau hinschaut, sieht meine gerade gekaufte Fotoadaption für mein Lumipan. Ein Trino-Tubus und ein Okularprojektionsteil. Allerdings habe ich auch damit noch keine Erfahrung und brauche somit noch etwas Zeit, das ganze zu beherrschen und auch nett anzuschauende Bilder einstellen zu können.
Meine Idee wäre am Ende auch, da die Packungen zum Teil recht viele Schnitte mit dem gleichen Material enthalten, dass man eine Tauschbörse aufmacht und die verschiedenen Schnitte gegenseitig austauscht. So hat jeder mehr davon!
VG
Oliver
PS: Mit einem Färbetrog geht es zwar hübsch schnell, man braucht aber auch relativ große Mengen an Farbe. Da kommt man mit der Tropflösung deutlich weiter und man braucht praktisch keine Hilfsmittel. Einziger Vorteil den ich sehe ist, dass man das Kapernglas im Wasserbad temperieren könnte, umd die gewünschten 60 Grad laut Anleitung hinzukriegen. Hier bin ich mir aber relativ sicher, dass man dies durch eine längere Einwirkungszeit und Vorwärmung gut kompensieren kann.
Hallo Oliver, sehr kreativ gefällt mir. Bin gespannt auf die Bilder der Präparate!
So nebenbei: Xylol analysenrein ist schon luxuriös! ::)
Zitat von: Osilu in April 12, 2016, 19:35:35 NACHMITTAGS
PS: Mit einem Färbetrog geht es zwar hübsch schnell, man braucht aber auch relativ große Mengen an Farbe. Da kommt man mit der Tropflösung deutlich weiter und man braucht praktisch keine Hilfsmittel.
Hallo Oliver,
was meinst Du denn, was man noch für Hilfsmittel braucht, wenn man ein Kapernglas/Färbeküvette nimmt? Wenn Du auftropfst, brauchst Du doch auch eine Wanne zum auffangen? Das ist doch mehr Material als mit Küvette? So ganz kann ich mir auch Deine Entparaffinierungsapparatur noch nicht vorstellen, oder sieht man die irgendwo auf dem Foto? So wie ich es bisher ausprobiert habe, passen in ein Kapernglas nur zwei Objektträger - ob man einen Abstandshalter konstruieren könnte? Ein Plastik-Objektträger-Versandbehälter passt leider nicht hinein, dazu bräuchte ich größere Gläser (aber dann noch mehr Flüssigkeitsvolumen).
Ohne dass ich es genau weiß, hoffe ich ja auch, dass man die Färbelösung evtl. mehrmals verwenden kann, was den Verbrauch relativiert - oder ist davon abzuraten? (Ich weiß, frisch ist immer besser und das habe ich "als Professioneller" auch immer so gemacht - aber als ärmlicher Privatmensch würde ich gerne recyclen, wenn's geht. Vielleicht ist die Färbung auf dem Objektträger ja in Ordnung, aber vielleicht wird eine Färbung in größerem Volumen gleichmäßiger? Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch vermute.
Ob man meine geplante Etzold FCA temperieren muss, weiß ich nicht, ich denke, sie findet bei Raumtemperatur statt. Ein Frage wäre noch, ob man beim Entparaffinieren evtl. etwas erwärmen sollte? Schließlich soll das Paraffin herausgelöst werden. Ich muss dazu noch lesen, auch welche Einwirkzeiten man jeweils bei den Schritten nehmen sollte, und ob es auf reine Lösungsmittel ankommt, oder man auch z.B. Brennspiritus-Verdünnungen statt irgendwelche superteuren Ethanolstufen aus dem Chemikalienhandel nehmen kann. Beim Entwässern vor dem Eindecken will ich aber gründlich sein, weil ich gerne haltbare Präparate hätte, die nicht nachträglich Blasen oder Risse bekommen.
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
hier mal ein Bild der Entparaffinierungsvorrichtung. Passen genau 4 Objektträger rein, auf jede Seite 2 gegeneinandergelegt. In den Behälter passen vielleicht 15ml Flüssigkeit was völlig ausreicht. Das Paraffin ist im Xylol innerhalb von ein paar Minuten völlig aufgelöst.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/193384_59487907.jpg)
Für die Tropffärbung braucht man keine Wanne. Mit der Tropfpipette kann man die Farbe zielgenau auf dem Präparat applizieren. Da läuft nichts herunter. Die Objektträger habe ich dazu einfach auf das Fließtuch gelegt. Die überflüssige Farbe kann man nach der Färbung einfach wieder mit der Pipette abziehen.
Schöne Anleitungen für die Färbungen gibts bei MKB, auch für die Etzold FCA: http://www.mikroskopie-bonn.de/_downloads/Arbeitsplan_Etzold_FCA.pdf
VG
Oliver
PS: Klaus, ich habe einen ganz einfachen Geschmack...nur das beste... ;)
ZitatKlaus, ich habe einen ganz einfachen Geschmack...nur das beste...
Das war mir schon klar, als du die Farblösungen bei mir bestellt hast lieber Oliver! 8)
Diese "Sparmethode" mit den Kunststoff-Versand-Behältern machen wir in Wohldenberg seit über 20 Jahren eine "Erfindung" von Karl Brügmann, der das Treffen 20 Jahre lang geleitet hat.
Hallo Oliver,
vielen Dank für die Anregungen und den Hinweis auf den Link! (Ich habe viele Informationen hier, aber gerade deshalb vielleicht noch keinen Anfang gefunden.)
Gerade die besagte "Sparmethode" ist schon recht verlockend!
Wenn man unter das Objektträger-Beschriftungsfeld auffüllt, gehen zirka folgende Volumina hinein:
Kapernglas: ca. 80 ml
Versandbox für 4 OT: ca. 22 ml
Versandbox für 2 OT: ca. 16 ml
Kann das Plastik nicht von einigen Chemikalien angegriffen werden oder benötigte Farbstoffe binden?
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
ZitatKann das Plastik nicht von einigen Chemikalien angegriffen werden oder benötigte Farbstoffe binden?
Nach 20 Jahren sind die Behälter nicht mehr schneeweiß, aber immer noch dicht. PE wird nicht so schnell aufgelöst und rauchende Schwefelsäure hatten wir noch nie im Einsatz. ;D
Hallo Sebastian,
Ich bin sicher, auch das färben geht in den Transportbehältern gut. Man kann die Farbe ja auch noch verdünnen, dann dauert nur der Färbeprozess länger. Ich habe - wie schon erwähnt, die Objektträger einfach flach auf ein Tuch gelegt und mit unverdünnter Lösung "betropft". Geht halt schnell. Der Vorteil wäre allerdings, dass man den Transportbehälter widerum in ein Wasserbad hängen könnte, und so die Farblösung temperiert...grübel...ich sehe schon meinen Teezubereiter (mit programmierbarer Temperaturvorwahl) in diesen Prozess eingebunden... ;)
VG
Oliver
PS: Klaus...ich wollte das noch dazuschreiben...mit dem "das beste" und Dir... ;D vielen Dank nochmal!
Hallo Ihr,
Zitat von: Osilu in April 13, 2016, 15:26:49 NACHMITTAGS
Ich bin sicher, auch das färben geht in den Transportbehältern gut.
Ja, ich sehe schon, meine Kapernvorräte habe ich umsonst angelegt (jedenfalls hätte ich die Menge billiger in einem größeren Glas bekommen) ;)
Zitat von: Osilu in April 13, 2016, 15:26:49 NACHMITTAGS
Man kann die Farbe ja auch noch verdünnen, dann dauert nur der Färbeprozess länger.
Ja, ich habe es schon im von Dir verlinkten Schema gesehen - allerdings wüsste ich bei Zeiten, die dazwischen liegen, nicht, wie lange genau - Erfahrungen habe ich da ja keine, generell ist aber die kurze, schnelle Färbung natürlich praktisch, außer die längere ist besser.
Ich muss, wie gesagt, noch lesen und dann schauen, was ich noch bestellen muss und wie ich's genau mache. Statt für Etzold habe ich meine Zeit heute nun wohl für die Froschhaut verbraucht :( (siehe Foto-Thread, aber das ist schon spannend und eigentlich neige ich ja mehr zur Zoologie als zur Botanik ;) )...
Viele Grüße
Sebastian
Hi,
es hat leider etwas gedauert, aber nun habe ich einige Bilder für euch. Es handelt sich um einen Schnitt durch eine Gänseblümchenblüte (Bild1)
und um Auschnitte eines Oleanderblatt-Präparates (Bild 2+3). Entparaffiniert wurde mit Tissue-Clear, danach in Isoprop. gewaschen und über EtOH-Reihe in H2O überführt. Gefärbt habe ich mit einer W3A-Sim II Farbmischung.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193555_47905143.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193555_8247790.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193555_35606253.jpg)
Gruß
Harald
Hallo Sebastian,
Leider komme ich erst jetzt dazu auf deine Fragen zu antworten. Zum Teil sind die Kollegen ja schon darauf eingegangen.
Also, die Etzold-Farblösung dürfte nach einem Jahr sicher noch brauchbar sein, ich habe meine schon mehrere Jahre und sie funktioniert noch. Zur Eindeckung verwende ich Euparal, es sei denn das Präparat soll für Fluoreszenz-Mikroskopie verwendet werden. Das Euparal fluoresziert bei Blauanregung grün.
Die Farbstoffreste in deinem RotiHistol könnten durchaus stören, kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen.
Die ParaffinPräparate kann man natürlich vor der Weiterverarbeitung mit dem Stereomikroskop begutachten.
Ich habe das bei den verschenkten Präparaten natürlich nicht gemacht, es waren nämlich recht viele.
Man erkennt auch nicht jeden Schaden auf diese Weise, da ja kaum Kontrast vorhanden ist. Auch täuscht die eine oder andere Erscheinung einen Schaden vor. Grobe Kratzer oder Ablösungen kann man aber schon erkennen.
Viele der Präparate sind noch gut brauchbar, ich habe jetzt schon einige bearbeitet.
Die Idee von Oliver mit der Tauschbörsefür doppelte Präparate finde ich übrigens sehr gut, sollten wir machen!!!
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Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
schöne Färbung und der Schnitt ist doch ganz gut erhalten! hat sich also gelohnt. Frage am Rande: ist das "mein" W3 ASim II? ich frage deshalb, weil es das ist, was ich für Wohldenberg angesetzt habe, dann kann ich es beruhigt mitnehmen.
Hallo Klaus,
Der W3A-Ansatz stammt von unserem verstorbenen Kollegen "Rundholzmacher".
Ober selbst angesetzt hat oder die Färbelösung fertig von irgendwo bezogen hat entzieht sich meiner Kenntnis.
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
Danke für die Antworten und Tips! Deine Fotos erzeugen ja schon ein gewisse Lust darauf, es zu tun, das Färben!!! Ehe ich eigene Schnitte in der Art erzeugen würde, müssten wohl sonst noch ein paar Jahre vergehen! Andererseits traut man sich dann nicht, mit den "Restchemikalien" hier zu arbeiten, man will ja nichts verderben...
Ich tendiere bisher zur Euparal-Eindeckung, dann bräuchte ich nämlich evtl. gar kein Xyol oder neues Rotihistol anzuschaffen. (Was ist denn Tissue-Clear nun wieder für eine Variante...?). Andererseits habe ich ebenfalls noch etwas Vitroclud zum Eindecken hier (Xylol- bzw. Rotihistol-löslich) und müsste nichts Neues anschaffen. Scheint gute Eigenschaften zu haben, aber wird hier im Forum wohl kaum verwendet (Forumssuche = Null Suchergebnisse). an Fluoreszenz denke ich bisher bei den Schnitten nicht - oder sollte ich vielleicht? (Vitroclud ist auch fluoreszenzgeeignet.)
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
wenn ich so lese, was du hier geschrieben hast dann fällt mir der leicht abgewandelte Spruch ein: "Reden ist Silber, tun ist Gold!" Du machst mir den Eindruck eines Theoretikers:
Zitatund verfolge die Diskussion theoretisch, um dann irgendwann soäter mal umzurüsten.
Zitat aus einem anderen langen Beitrag in dem du auch viel geschrieben hast. :D
Übrigens: http://www.langenbrinck.com/katalog/chemikalien/shop/vitro-cludsupRsup/anzeigen/
Hallo Klaus,
das stimmt und ist mir schon selbst bewußt, ich will mich ja auch in Richtung Praxis bewegen aber ich will auch die Schnitte nicht versauen und muss daher etwas planen. Umso mehr, als gleichzeitig bei mir Spardruck und Platzmangel besteht. Daher kommt auch noch die Preisrecherche dazu (Isopropanol, evtl. Xylol (oder Limonen = Rotihistol) und evtl. Euparal). Wenn ich Geld und Platz hätte, würde ich einfach alles neu bestellen und benutzen und müsste mich weniger mit solchen Fragen herumquälen. Und ich habe zwar etwas "Handwerk- und Mikroskopie-Erfahrung", aber noch nicht mit solchen botanischen Färbungen. Aber ich versuche, mir das vorwiegend still durchzulesen, ich hoffe, das hilft Euch ;) !
Leider setze ich noch einen drauf mit der Theorie: In Etzolds Mikrokosmos-Artikel habe ich gesehen, dass auf dem Objektträger erhitzt wird - Frage: besteht die Gefahr, dass die Schnitte abschwimmen, wenn ich sie einfach stattdessen in Färbelösung tauche (Oliver hat's ja wohl so gemacht)?
Die Vitroclud-Info hatte ich auch schon ergoogelt, aber trotzdem Danke.
Danke für Geduld und Verständnis... (die Mikrokosmos-Geschichte bearbeite ich auch gerade noch etc. ...)
Sebastian
Zitat von: Oecoprotonucli in April 16, 2016, 10:12:28 VORMITTAG
Hallo Klaus,
das stimmt und ist mir schon selbst bewußt, ich will mich ja auch in Richtung Praxis bewegen aber ich will auch die Schnitte nicht versauen und muss daher etwas planen. Umso mehr, als gleichzeitig bei mir Spardruck und Platzmangel besteht. Daher kommt auch noch die Preisrecherche dazu (Isopropanol, evtl. Xylol (oder Limonen = Rotihistol) und evtl. Euparal). Wenn ich Geld und Platz hätte, würde ich einfach alles neu bestellen und benutzen und müsste mich weniger mit solchen Fragen herumquälen. Und ich habe zwar etwas "Handwerk- und Mikroskopie-Erfahrung", aber noch nicht mit solchen botanischen Färbungen. Aber ich versuche, mir das vorwiegend still durchzulesen, ich hoffe, das hilft Euch ;) !
Leider setze ich noch einen drauf mit der Theorie: In Etzolds Mikrokosmos-Artikel habe ich gesehen, dass auf dem Objektträger erhitzt wird - Frage: besteht die Gefahr, dass die Schnitte abschwimmen, wenn ich sie einfach stattdessen in Färbelösung tauche (Oliver hat's ja wohl so gemacht)?
Sebastian
Hallo Sebastian,
ich habe getropft, nicht getaucht. Aber wie auch immer, die Schnitte sitzen Bombenfest und Du müßtest die schon abkratzen. Schließlich tauchst Du das ganze sowieso schon die ganze Zeit in diverse Flüssigkeiten, das macht denen gar nichts.
Anstatt Isopropanol sollte auch Ethanol gehen. Das kriegst Du in jedem Baumarkt für 2 Euro den Liter. Aus welcher Ecke von Deutschland kommst Du eigentlich? Wenn Du aus der Nähe von Ludwigshafen kommst, kann ich Dir von allem was Du brauchst was abgeben.
Vg
Oliver
Hallo Oliver,
Zitat... Anstatt Isopropanol sollte auch Ethanol gehen. Das kriegst Du in jedem Baumarkt für 2 Euro den Liter. ,,,
Also das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist dann kein reines Ethanol, sondern vergälltes, damit es nicht der Alkoholversteuerung unterliegt, also Brennspiritus. Das würde ich nicht nehmen: denn die Vergällungsbeimischungen machen das Ganze sehr unberechenbar. Reines Ethanol ist "sauteuer", dazu noch sehr hygroskopisch, Isopropanal ist hier definitiv die bessere und günstigere Variante.
Gruß !
JB
Jürgen, da hast Du sicher recht, mit dem Bioethanol. Ich bin da sicherlich als Neuling keine Kompetenz dafür. Wenn aber als letztes Bad Xylol genommen wird, könnte ich mir vorstellen, dass dies keine allzu größeren Einwirkungen hat. In Beschreibungen im Netz findet sich beides, Ethanol und Isopropanol.
Vg
Oliver
Hallo Ihr,
ich hatte bei histologischen Schnitten aus einem Mikroskopiekurs (den ich selbst mit veranstaltet habe) schon mal Probleme mit nachträglicher Eintrocknung und Luftkammern - für den Kurs reichte es, die Schnitte wurden kurz danach angeschaut, aber es zeigte sich, dass die Schnitte so überhaupt nicht gut dauerhaft haltbar waren (wahrscheinlich wurde beim Eindecken auch das benutzte Vitroclud zu sehr mit Roti-Histol verpanscht). Daher möchte ich dieses Mal und für mich und die Wacker-Schnitte besser und richtig entwässern. Ich werde definitv Isopropanol nehmen. Es fragt sich höchstens, ob man vorher noch eine aufsteigende Alkoholreihe macht, oder ob man direkt in Isoprop gehen kann. Ein paar Ethanolreste habe ich hier (vergällt, schon mal benutzt). Ich spekuliere darauf, dass man nur in der letzten Ethanolstufe und der letzten Isoprop-Stufe mit reinen Lösungen arbeiten muss. Natürlich wäre es aber interessant zu wissen, ob für die Vorstufen auch Brennspiritus ausreichend ist.
Viele Grüße
Sebastian
Na hier mal meine ersten mikroskopischen Fotografieversuche...das ganze ist noch stark verbesserungsfähig. Ich bin derzeit nicht mit der Farbwidergabe so gar nicht zufrieden, das Rot ist viel intensiver. Auch die Scharfeinstellung kann sicher noch besser werden, aber ich habe das nur schnell über den eingebauten Monitor gemacht.
Das Objekt ist ein Schnitt durch einen Olivenzweig. Färbung ist Wa3Sim.
Die Übersichtsaufnahmen wurden mit einem Apo 3x gemacht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_5059818.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377154/Wacker6.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_26365254.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377156/Wacker5.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_45585768.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377158/Wacker4.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_38093641.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377195/Wacker3.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_36492264.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377183/Wacker2.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_31539144.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30377199/Wacker1.jpg.html)
Die obigen Aufnahmen wurden mit einem Projektiv gemacht. Hier ein paar Aufnahmen mit einer besseren Adaption.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_9975336.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378210/Wacker1-4.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_46236968.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378215/Wacker1-3.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_288792.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378219/Wacker1-2.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_12995648.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378236/Wacker1-1.jpg.html)
Und jetzt das ganze mit einer Glühlampe beleuchtet und nicht mit einer LED...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_47933268.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378945/Wacker2-5.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_9513430.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378946/Wacker2-4.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_25451179.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378947/Wacker2-3.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_4452383.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378952/Wacker2-2.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193643_66139547.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30378950/Wacker2-1.jpg.html)
Hallo Oliver,
wenn ich mir die Bilder ansehe, weiss ich, warum ich immer noch meine Halogenbeleuchtungen benutze. Die Aufnahmen wirken wesentlich wärmer und farblich ausgeglichener.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Da hast Du völlig recht. Das waren ja meine ersten Mikroaufnahmen und da habe ich schon etwas herumlaboriert. Erstens stand mir gestern nur ein Laptop und kein kalibrierter Monitor für die Bildbearbeitung zur Verfügung und zweitens bin ich an der Rotdarstellung fast verzweifelt. Immer nur matschig und so gar nicht wie im visuellen Eindruck. Bis ich dann mal die (extrem warme) Narva 6V/15w Birne eingeschoben habe. Da wurden dann auch die Rotdarstellung besser. Sehr offensichtlich hat die Nichia Led, die ich verwende im Rotbereich starke Defizite. Leuchtmittel die mit Glühfäden arbeiten haben durchaus noch ihre Berechtigung!
Weisabgleich etc. muss auch noch optimiert werden....ich bin am arbeiten dran.
Vg
Oliver
Hallo Oliver,
Die Weiterverarbeitung der Präparate ist aber offensichtlich gut gelungen😉
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
Jepp, sind sie. Deswegen einfach mal drauf los. Die ersten Schritte mit beschädigten Exemplaren machen und gerade nach der Färbung nicht zu lange im Alkohol baden, sonst bluten sie wieder aus.
Vg
Oliver
Hallo Oliver,
Falls sie zu sehr ausbluten, was bei meinen Präparaten auch stark in Erscheinung tritt, versuche es mal mit Etzold. Da
Kommen die Rottöne besser heraus und es ist auch eine schöne Färbung.
Beste Grüße
Harald
Hallo zusammen,
Oliver, gratuliere zu den schönen Färbungen!
Ich habe hier ja auch interessante Schnitte und sie mir mal etwas ungefärbt angeschaut. Ja, manche haben ein paar Schäden, aber ich glaube, es ist viel Schönes und auch Schadfreies dabei - und selbst ein beschädigter Schnitt gibt etwas zu sehen und zu lernen - wir müssen ja nicht gleich in der Fotografen-Star-Kategorie hier mitmischen. Selbst die biologische Information ist vollständig aus einem beschädigten Schnitt zu lesen...
In der nächsten Woche wird es wohl noch nichts bei mir, aber vielleicht danach. Evtl. könnte ich auch mit ein paar doppelten/beschädigten Schnitten mal mit meinen gebrauchten Lösungen ein paar Schnitte ausprobieren - aber selbst mein Vitroclud zeigt einen leichten Gelbschimmer, ob das normal ist oder auf Verunreinigung zurückzuführen? Ein Plastikgefäß zur Aufbewahrung scheint den auf Dauer auch nicht "zurückzuhalten", das "schwitzt" und das Zeug dickt ein...
Wegen frischer Chemikalien und Utensilien muss ich noch fertig überlegen und meine Bedarfsliste machen ;) , und frage dann evtl. im Mikro-Markt (oder bei Dir direkt, Oliver?) mal an, ob Du etwas abzugeben hast, vielleicht habt Ihr ja mal größere Mengen bestellt, wo Ihr sowieso etwas loswerden wollt (gegen Kostenerstattung natürlich). Es gibt echt große Preisunterschiede bei den ganzen Utensilien in den verschiedenen Shops, und manchmal muss man leider größere Mengen bestellen bzw. kommt nicht als Privatperson an die Shops heran, wo es vernünftige Preise gibt - jedenfalls weigere ich mich, für die Kleinmengen ein paar Hundert Prozent mehr zu zahlen... und vielleicht finde ich noch Wege...
Also bis dann, ich schaffe das schon noch irgendwann, bin ja selbst gespannt auf die Färbeergebnisse...
Viele Grüße
Sebastian
P.S.: Bis dahin mal eine andere Sichtweise ;D :
(Schlechte Fotos Freihand durchs Stemi-Okular - meine andere Baustelle Fotos am Durchlichtmikroskop macht aber auch Fortschritte...)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193714_31208854.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/193714_62221155.jpg)
Hallo Oliver,
Zitatgerade nach der Färbung nicht zu lange im Alkohol baden, sonst bluten sie wieder aus.
Wichtig ist die Mischphase Alkohol mit Wasser möglichst schnell zu durchlaufen. Wasser möglichst gut abziehen und dann rasch hintereinander mit 100%Isopropanol 2-3 Mal spühlen; danach zur kompletten Entwässerung 5 min in Isoprop belassen und noch feucht vom Isoprop mit Euparal eindecken. Das hilft Luftblasen zu vermeiden.
#Sebastian: sind das Bilder von Schnitten die noch nicht entparaffiniert sind? Das würde die matschige Qualität erklären. Solche Bilder sind aber wenig aussagekräftig!
Zum Thema Farblösungen in kleineren als Großhandelsmengen könntest du es mal mit mir versuchen. Oliver hat bei mir auch nicht literweise gekauft. Hatte ich dir nicht mal meine Liste geschickt?
Lieber Klaus,
Zitat von: Klaus Herrmann in April 18, 2016, 13:04:39 NACHMITTAGS
#Oliver: sind das Bilder von Schnitten die noch nicht entparaffiniert sind? Das würde die matschige Qualität erklären. Solche Bilder sind aber wenig aussagekräftig!
Du meinst vermutlich mich - ja, das sind Schnitte
mit Paraffin! Die obere Aufnahme ist etwas unscharf, das liegt nicht am Paraffin - ansonsten haben die, finde ich, schon einen gewissen "eisigen" Reiz. Und können hier doch der Dokumentation dienen (das ist Arbeitsschritt Nr. 0 ;) ).
Zitat von: Klaus Herrmann in April 18, 2016, 13:04:39 NACHMITTAGS
Zum Thema Farblösungen in kleineren als Großhandelsmengen könntest du es mal mit mir versuchen. Oliver hat bei mir auch nicht literweise gekauft. Hatte ich dir nicht mal meine Liste geschickt?
Falls Du jetzt wieder mich meinst: Ich wurde bereits von Oliver auf Dich hingewiesen - wegen Beschäftigung diese Woche und weil ich noch ein paar Möglichkeiten abchecken möchte, bitte ich noch um Geduld. Ansonsten komme ich aber gerne auf Dich zurück und freue mich auch, wenn Du mir eine Liste per PN oder E-Mail zuschicken würdest (oder auf meine ggf. spezifische Anfrage wartest). Wir waren schon mal in Kontakt, aber nicht wegen Chemikalien oder Färbezubehör.
Danke und viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
natütlich warst du gemeint - habs schon geändert!
Zitatbitte ich noch um Geduld
Keine Sorge ich bin noch nicht aufgeregt und habe auch selbst noch zu tun, weil ich am Wochenende zum Wohldenbergtreffen fahre und erst Mitte übernächster Woche wieder zu Hause bin.
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Hallo,
hier mal noch ein paar Aufnahmen des selben Präparates, jetzt in polarisiertem Licht gebastelt aus einem linearen, fototechnischem Pol-Filter, einer 3D-Kinobrille als Analysator und einem Jewel-Case-Acrylglas-Hilfsobjekt.
Objektiv ist ein einfaches 10:1 Leitz Achromat (unten 3,2:1), Aufnahme mit Ortholux I und Trinotubus mit Canon 70D.
Im polarisierten Licht definieren sich die "Bündel" besser und zeigen mehr Strukturen. Bei den sehr bunten Zellen gehe ich mal davon aus, dass dies Parrafinreste sind. Bemerkenswert finde ich im Übersichtsbild, dass oben und unten gegenüberliegend offensichtlich noch zwei große "Versorgungsleitungen" vorhanden ist.
Das Objekt ist, um das noch einmal zu sagen, ein Schnitt duch einen jungen Olivenzweig.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194641_589093.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30520298/IMG_0326.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194641_26509204.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30520301/IMG_0329.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194641_52063492.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30520311/IMG_0330.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194641_61155764.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30520312/IMG_0331.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194641_545988.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-30520315/IMG_0338.jpg.html)
Hallo Oliver,
die Farben sehen interessant aus, aber bringen wohl nicht allzuviel Informationsgewinn. Falls es tatsächlich Paraffin ist, zeigt die Polarisation dann jedenfalls dieses deutlich an. Man sieht die Stellen auch auf Deinen unpolarisierten Aufnahmen, dort sehen sie eher grau aus. Manchmal scheinen sie auch auf statt in den Zellen zu liegen. In wievielen Schritten und wie lange hast Du entparaffiniert?
Leider bin ich kein Botaniker und noch dazu ist mein mal vorhandenes rudimentäres Botanikwissen zusätzlich eingerostet - aber außen und innen um das, was ich als (lilarotes) Xylem vermute, zeigt sich im nicht polarisierten Licht eine leicht grünliche Färbung (unverholzte Zellen?), welche im polarisierten Licht verloren geht. Dafür kommen dort die (vermutlichen?) Leitbündel (Phloem) bei manchen Polarisationsaufnahmen besonders deutlich (grün) heraus.
Beim zweiten und dritten Bild (wie unterscheiden die sich?) sieht man, dass der Schnitt leider ein bißchen gerissen ist.
Deinen Satz mit den "Versorgungsleitungen oben und unten" kann ich nicht so richtig nachvollziehen, kannst Du das genauer erklären?
Viele Grüße
Sebastian
P.S.: Bin mit meinen Vorbereitungen schon ein bißchen weiter, aber noch immer nicht so weit.