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Foren => Bestimmungshilfe => Thema gestartet von: Heiko in April 28, 2016, 21:40:07 NACHMITTAGS

Titel: Kyanit
Beitrag von: Heiko in April 28, 2016, 21:40:07 NACHMITTAGS
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/194514_40406012.jpg) (http://www.directupload.net)

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Liebe Mineralogen,

verschiedene Quellen, differierende Werte:

2Vx= 82,5 Walter Ehrenreich Tröger: E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung,1971
2V= 82 Klockmann
2V-Winkel: Biaxial (-) 75° https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?lang=de&language=german&mineral=Kyanit

Einfach nur ein Fehler? Oder steckt mehr dahinter?

Viele Grüße,
Heiko
Titel: Re: Kyanit
Beitrag von: olaf.med in April 29, 2016, 09:44:21 VORMITTAG
Lieber Heiko,

wenn ich optische Daten, als auch 2V, nicht selbst gemessen habe, traue ich immer den aeltesten Werten! Oft wird gerade 2V aus den gemessnen Brechungsindizes berechnet, und das ist beliebig ungenau. Wenn Du - und das Suchtpotential ist ja schon hoch - dann endlich Deinen eigenen U-Tisch oder Spindeltisch besitzt, kannst Du es ja selbst einmal nachmessen.

Grundsaetzlich gilt natuerlich aber auch, dass wechselnde chmische Zusammensetzungen 2V beeinflussen, aber da ist die Varianz bei Disthen (Cyanit) eher gering.

Aus dem Urlaub, daher ohne Umlaut-Tastatur, aber mit herzlichen Gruessen,

Olaf
Titel: Re: Kyanit
Beitrag von: Heiko in April 29, 2016, 22:33:25 NACHMITTAGS
Danke, lieber Olaf,

,,... dass wechselnde chemische Zusammensetzungen 2V beeinflussen ...", leuchtet natürlich sogar mir ein. Ich nehme an, Zoisit gehört in diese Kategorie und die 2V-Spanne von 0-60° umfasst alle Varietäten.

Viele Grüße,
Heiko
Titel: Re: Kyanit
Beitrag von: olaf.med in April 30, 2016, 18:57:12 NACHMITTAGS
Lieber Heiko,

ganz recht - der Zoisit ist ein Mischkristall mit der Substitution Al3+ gegen Fe3+. Das tolle ist, dass man bei ihm sogar aus der Messung des Achsenwinkels die chemische Zusammensetzung genau bestimmen kann.

Herzliche Grüße,

Olaf