Bei Auflichtbeobachtung frage ich mich , wieso man keine scharfen Reflektionen (highlights) an den Präparaten bekommt sondern verschwommene Lichtflecken , die man durch möglichst diffuse Beleuchtung (Diffusoren) zu umgehen versucht . Schöne knackige Oberflächenreflexe an Käferpanzern sollten doch möglich sein .
Woran liegt das ? Liegt es daran , daß das Licht kohärent ist , wenn es von einer Lampe kommt ( zb Jansjö) , bräuchte man einen Kondensor , am Ende auch noch köhlerbar für Seitenlicht .
Es gibt ja auch Auflichtkondensoren , wo das Licht mit durch das Objektiv auf das Objekt geführt wird , die köhlerbar sind , einige Aufnahmen von zb Mikrochips sind ja recht klar .
Wäre ein ausgedientes Fotoobjektiv als Kondensor vor der Lampe eine Verbesserung ?
gruß carypt
Hallo carypt,
ist das denn überhaupt so, wie Du beschreibst? Hast Du evtl. selbstgemachte Beispielfotos? Natürlich kann man von oben-seitlich auch "hart" mit einer Lampe bestrahlen, würde ich meinen, und ich glaube, auch Spitzlichter auf Käferflügeln schon mal gesehen zu haben. Das Problem sind dann aber wohl eher harte Schatten und dass das Objektiv der Lampe im Weg ist, wenn keine spezielle Auflicht-Vorrichtung benutzt wird.
Besten Gruß
Sebastian
gnampf , nein Bilder kann ich leider nicht liefern . Ich habe noch keine Kameraadaption am "neuen" Lomo zustande gebracht . (Ich habe aber auch keine Lust zu fotografieren , wenn ich sowieso nur nebulöse Reflexe rauskriege). (hust) .
Bei meiner vorherigen Recherche zum Thema wäre hier http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13965.0 das dritte Bild aus dem ersten Beitrag so ein ähnlicher Fall . Oder http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9645.0 das erste Bild von Stuessi , später kommt peter-h mit besserem Bild .
Ich will ja niemand bloßstellen , sondern frage mich , ob man an der Seitenlicht-Beleuchtungsart etwas schrauben kann , und wieso .
Zitat von: carypt in Mai 06, 2016, 15:16:37 NACHMITTAGS
gnampf , nein Bilder kann ich leider nicht liefern . Ich habe noch keine Kameraadaption am "neuen" Lomo zustande gebracht . (Ich habe aber auch keine Lust zu fotografieren , wenn ich sowieso nur nebulöse Reflexe rauskriege).
Caryptus!
Wir erwarten ja keine schönen und informativen Fotos von Ihnen. Halten Sie das Objektiv Ihres Smartphones vors Okular, und los gehts. Wenn Sie kein Demo-Foto schicken wollen, dann sind Ihre Fragen zu wenig informativ. Und machen Sie auch ein gutes Übersichtsfoto von Ihrer Beleuchungseinrichtung.
Und wenn Sie das alles nicht wollen, dann lassen Sie es eben. Und dann lassen Sie auch besser Fragen, mit denen man nichts anfangen kann.
KH
Spitzlichter sind ja eigentlich nichts anderes als m.o.w. verzerrte Abbildungen der Lichtquelle. Einerseits versucht man letzere aber bei dreidimensionalen Objekten meist flächig zu halten. Wenn man nur eine Lichtquelle verwendet wären Spitzlichter bei korrekter Belichtung des übrigen Bildes punktuell stark überbelichtet, d.h ohnehin unscharf weil dann die Beugung ins Spiel kommt.
Habe ich fotografiert .
Mit Kamera Zeiss Jena Tessar 50/2.8 (handheld) hinter Okular 7x (Lomo?) durch Lomo 8X/0.20 Objektiv am Biolam .
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_23612042.jpg)
Recyclingkunststoffband von Trampolinverpackung Seitenlicht ohne Diffusor (nur Cree)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_55908970.jpg)
Recyclingband Durchlicht
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_32875686.jpg)
Pyritkristall (canadian gold :D) Seitenlicht Papierdiffusor (Cree + 5w)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_3010872.jpg)
Pyritkristall Seitenlicht ohne Papierdiffusor (Cree + 5w)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_1271537.jpg)
Aufnahmesituation mit und
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195056_57219179.jpg)
ohne Diffusor .
Lampen : 10 Watt Cree 1150LM Led-spots (8°) 6500K , 9-32 V (Auflicht + Durchlicht an Photopapier reflektiert durch Kondensor) und 5w 5-led Plastiklinsen-spot .
Die Aufnahmen sind nicht besonders aussagekräftig , weil schön unscharf , viel Glas im Gang , starke Randunschärfen durch zuviele Linsenfehler . der Lomo-achromat ist dabei nicht sehr schlecht obwohl schlechter als Phywe 10x .
Es könnte nun sein der Sebastian hat recht , und ich bilde mir das ein . Die lichtreflexe an der Oberfläche sind wenn im Fokus genauso unscharf wie die diffus beleuchte Oberfläche . Allerdings erzeugen die außer dem Fokus liegenden Lichtreflexe ein großes Streufeld . Möglicherweise stört mich dieses .
Die Erklärung von reblaus finde ich einleuchtend , obwohl ich keine klare Vorstellung dazu habe und die haarkleine Erklärung mir gedanklich Probleme bereitet . Ich bin da nicht firm . Jetzt bin ich müde .
edit (wach): Großschreibung
Da wäre ich auch müde ;-)
Nur zum Verständnis:
Du fotografierst da durch einen Achromaten! Was erwartest Du da von Randschärfe??
Wenn Du ein Top Foto mit einem Achromaten machen willst, musst Du stacken; oder nimm einen Planachromaten.
Wenn Du Dir Deine Bilder anschaust, wirst Du feststellen, dass die Pyritbilder mittig sehr schön scharf sind.
Wenn Du ein Ringlicht verwendet hättest, wärst Du warscheinlich von der Kontrastarmut enttäuscht.
M.E. passt schon :-)
Grüße
Wolfgang
Hallo,
ein solches Geschreibsel macht auch müde. Ich bewundere all Jene, die noch ernsthaft versuchen, diesem Gedanken- und Wortbrei irgendeinen Sinn zu entlocken.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in Mai 06, 2016, 22:34:32 NACHMITTAGS
Hallo,
ein solches Geschreibsel macht auch müde. Ich bewundere all Jene, die noch ernsthaft versuchen, diesem Gedanken- und Wortbrei irgendeinen Sinn zu entlocken.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
das habe ich auch versucht, aber es gelang mir einfach nicht......so what....
LG
Heike
@Liftboy : der Achromat macht was er soll , wenig Glas , beste Schärfe mittig , scho rächt so (schwytzerdütsch) . Die nachgeschalteten Linsen (Okular,Tessar) verstärken die Randunschärfe nur , bzw haben eigene .
Eine Reflektion erzeugt , wenn sie nicht wirklich fokussiert ist , ein großes ungebündeltes Abbild , was den Hintergrund überstrahlt . Deshalb versucht man dies durch Diffusoren zu unterdrücken . Ok , soweit verstanden .
Eine andere Möglichkeit wäre zu stacken (stacking) , wobei die unscharfen Lichtflecke herausgenommen werden . Dann braucht man beim stacken keine Diffusoren mehr ?
@ reblaus : Ich hab keine Ahnung von der Theorie der Reflektion (Spiegel) , aber ja , die spiegelde Fläche projiziert die Lichtquelle in die Optik , deren Fokussierung durch die spiegelnde Fläche hätte natürlich einen anderen Fokuspunkt als die der reflektierenden Fläche .
Konkret gefragt : Hat schon mal jemand eine Seitenbeleuchtungseinrichtung zur Erzeugung inkohärenten Seitenlichtes (nach Köhler) gebaut , und hat es was gebracht ?
moin carypt
...wir arbeiten alle mit inkohärentem Licht! Ein Laser-Scanning-Mikroskop hat wohl keiner, da baut man sich eher ein Häuschen.
Bevor Du hier Kauderwelsch verbreitest, solltest Du Dich mit den Optikgrundlagen beschäftigen. Fang mal mit den Spiegelgesetzen an, das ist am einfachsten. Und verwende die allgemein üblichen Begriffe richtig, das ist dann für alle verständlich.
Auflicht-Köhler-Beleuchtung haben alle Mikroskop-Hersteller schon lange gebaut, da braucht man nichts zusammenbasteln.
Was soll ein Köhler-Strahlengang bei seitlicher Beleuchtung denn bringen? Du siehst ja doch nur das Streulicht.
Oder meinst Du seitliche Beleuchtung mit Parallel-Licht? Das geht mit einer Linse und einer Lichtquelle in deren Brennpunkt.
Gruß - Werner
Wissen um sein Nichtwissen ist wahre Größe (Laotse) ;D
Hallo carypt,
warum soll Stacking dabei etwas bringen? So unscharf sind die Reflexe ja auch nicht, und das Programm selektiert nur den relativ schärfsten Bereich aller Ebenen. Andernfalls würden manche Bilder nur aus weißen Flächen bestehen....
Mit Seitenlicht nach Köhler meinst Du wahrscheinlich eine normale Dunkelfeld-Auflichtbeleuchtungseinrichtung, die durch das Objektiv beleuchtet?
@Werner: Bei stark zugezogener Aperturblende wird das Licht tatsächlich teilweise kohärent mit entsprechenden Effekten.
Hubert
Lieber Carypt,
wenn du richtig belichtest, kommt ansatzweise so etwas dabei heraus (hier durch Nachbearbeitung "richtig belichtet"). Dann kann man was erkennen und Deine Spitzlichter sind auch da.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195092_56115326.jpg)
Viele Grüße
Wolfgang
@ Lupus : der Dumme weiß eben nicht wie dumm er ist .
Das stacking bräuchte doch die Lichtblenden , Diffusoren nicht , ergo klareren Licht und Schatten-wurf .
Und ich meine eine Beleuchtung , die seitlich neben dem Mikroskop steht .
@ ortholux : ja , ich sehe , daß es nicht so schlecht ist , wo es im Fokus ist .
@ Werner : ich versuche ja die Kohärenz-Inkohärenz abzuraffen .
Eine Unendlichprojizierende Linse , mag paralleles licht sein , ist aber bestenfalls kritische Beleuchtung , die Köhlersche bräuchte 2 linsen , sie überträgt das abbild der Leuchtfeldblende . Was inkohärentes Licht bringen täte , weiß ich auch nicht . Und ja , Du hast recht , frühe köhlersche Beleuchtungen waren abseits gestellte , Diaprojektor ähnliche Anordnungen , die über Spiegel von unten in das Objekt geleuchtet haben .
großschreibung wird nachkorrigiert , muß arbeiten ; edit : korrigiert
ok . Inkohärentes Licht soll sein Sonne , Lampe . Kohärentes Licht sei Laser und Spaltlicht . Hab´s nachgelesen .
Die Sonne ist auch weit weg , dh bei meiner Linse wird sich am Licht des einzelnen glühenden Gasatoms in der Entfernung keine Kohärenz mehr nachweisen lassen . Bei der Lampe neben mir schon noch . Aber gut , das ist wohl nicht zielführend .
Anders sieht es mit der Abbildung der Lichtquelle in der Reflektion an Käferpanzer aus . Es mag besser sein die Lampe in weiterer Entfernung stehen zu haben , damit sie völlig aus dem Fokus ist anstatt sie verschwommen noch als Lichtwolke im Bild zu haben ???
mein gott , ich denke ja bloß nach . danke für das Mitgefühl . :D
Der Besuch auf Rheinweibs Website http://www.makrofotografie-online.de/lomo.html (danke) zeigt auf , daß direktes Licht starke Lichtfiguren erzeugt , die das Stackingprogramm nicht von anderen Strukturen unterscheiden kann . In diesem Fall , das 2. Bild unter Fehlerquellen , wird das Licht von rechts oben Vordergrund an den röhrenartigen Formen gestreut , bzw von deren konvexen Oberfläche reflektiert (Zerrabbild der Lichtquelle) und von der Objektivlinse abgebildet .
Deshalb also Diffusoren , aha , aber perfekt ist das nicht . ok .
Läßt sich denn Licht aus einer köhlerschen Beleuchtungsanordnung noch wieder zum Abbild der Lichtquelle refokussieren ? Wird es die gleichen Spitzlichter ergeben ?
Lernbericht : heute zum ersten mal etwas von dielektrischen Oberflächen , Dipolen , Leitungsband , Feldstärke und stehenden Wellen im Bezug auf Optik und Spiegelung gelesen . Warum hat mir noch keiner davon erzählt gehabt ?
Gegenüber meiner vorherigen Vorstellung ist Glas jetzt also nicht durchsichtig , weil die Atome in sichtbaren Bereich nicht angeregt werden können , sondern weil die Glasatome leitend miteinander verbunden sind und der Bereich der Bindungelektronenenergie bis zur Leitungselektronenenergie (die Bandlücke) zu groß ist um vom Licht angeregt zu werden . Eine Reflektion erfolgt durch Lichtanregung der Oberfläche in schwingende Dipole , die daraufhin Sekundärwellen ausstrahlen . https://de.wikipedia.org/wiki/Brewster-Winkel(physikalische Grundlagen) Sieht nach einem elastischen Abprallen aus .