Hallo Mikrofreunde,
die Heuschnupfenzeit hat begonnen ! Bei uns im Sauerland findet man im Hausstaub zur Zeit viele gelbe Blütenpollen vom Raps, aber auch Birken-und
Fichtenpollen. Es lohnt sich, mal den Hausstaub unter dem Mikroskop zu untersuchen.
Nachstehend zeige ich 2 Hausstaubbilder mit VHDK + Blaufilter und VHDK + Grünfilter.
Mikroskop Leitz Orthoplan • PL APO 16/0.40 • Objektfeld ø ≈ 0,85 mm • ISO 100 • blau 1/6 s und grün 1/5 s.
Anmerkung zum Variablen Hell-Dunkelfeld-Kontrast nach Piper:
Für den VHDK habe ich im Kondensor den Phasenkontrast-Lichtring für das 25 er Phasenkontrastobjektiv in ungefähr mittlerer Stellung benutzt.
Den Lichtring habe ich mit der Aperturblende so abgeblendet, dass nur noch Licht im mittleren Drittel durchkommen konnte. Zusätzlich habe ich
das Halogenlicht blau oder grün gefiltert.
Viel Spaß beim Anschauen.
Jürgen aus Hemer
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195342_47634891.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195342_6873496.jpg)
Hallo Juergen,
ZitatDie großen dunklen Pollen stammen vom Raps !
Bist du da sicher? Die Pollenkoerner sehen mir aus als koenten sie von einer Tannenbaum sein. Beste Gruesse,
Rolf
Hallo Rolf,
vielen Dank für deinen Hinweis, Du hast wahrscheinlich recht. Ich bin mir nicht mehr sicher, dass es Raps-Pollen sind und habe daher diesen Textteil entfernt.
Bei uns war an einem Tag alles mit einer feinen gelben Schicht überzogen. Davon stammt die Probe. In der Zeitung stand am nächsten Tag, dass der gelbe Staub maßgeblich von Raps-Pollen stammt.
Da in der Probe und auch bei anderen Proben die großen Pollen maßgebend waren, habe ich diese leichtsinnig als Raps-Pollen bezeichnet. Man soll sich auf solche Berichte nicht verlassen !
Leider habe ich für die Blütenpollen keine Bestimmungsliteratur mehr. Soweit ich mich erinnere, gab es in früheren Mikrokosmos-Heften einige Artikel über Blütenpollen.
Im Internet habe ich für Raps-Pollen nur ein Mikrofoto vom Niedersächsischen Landesamt gefunden, jedoch ohne Größenangabe. Danach könnte man eventuell die kleineren runden Pollen als Raps-Pollen ansehen.
Vielleicht können Forums-Mitglieder Licht in das Dunkel bringen und die verschiedenen Pollen identifizieren. Das wäre schön !
Jürgen aus Hemer
Hallo,
Sicher sind die "grossen, schwarzen" Pollen von Nadelbäumen. Zu den Anderen möchte ich nichts sagen.-
Bei den Pollen gibt es ja die zwei grossen Gruppen: die Insektenstäuber und die Windstäuber. Für die Pollenalergien sind vor allem die Windstäuber die Verursacher. Raps gehört zur Gruppe der Insektenstäuber, seine Pollen fliegen nicht einfach so in der Luft herum.
Sehr wohl gibt es gute Infostellen im Internet wie z.B. www.paldat.org
Arnold Büschlen
Hallo,
Raps Pollen habe ich hier gefunden:
http://pollen.tstebler.ch/MediaWiki/index.php?title=Brassica_napus
Gruß,
Rolf
Vielen Dank Arnold und Rolf,
durch eure Informationen bin ich ein ganzes Stück weiter gekommen. Ich habe dadurch inzwischen viele Pollenabbildungen und Beschreibungen mit Größenangaben gefunden.
Die großen Pollen stammen sehr wahrscheinlichen von Fichten ( Picea ) und die kleineren runden vom Raps ( Brassica napus ). Es scheinen auch noch Pollen von Birken ( Betula ) dabei zu sein.
Die Fichte wird im Sauerland auf großen Flächen für den Weihnachtsbaum-Verkauf angebaut.
Nochmals vielen Dank und beste Grüße
Jürgen aus Hemer
ZitatDie Fichte wird im Sauerland auf großen Flächen für den Weihnachtsbaum-Verkauf angebaut.
Aber als Weihnachtsbaum tragen sie noch keine Blüten ;)
Gruss Arnold
Hallo Mikrofreunde,
bei der Bestimmung der Blütenpollen ist zu beachten, dass die Pollenkörner gewölbt sind. Man muss beim Mikroskopieren mehrere Schärfenebenen
betrachten. Das Pollenkorn kann als Ganzes nur durch Stapeln scharf fotografiert werden.
Für die tiefergehende Beschäftigung mit den Blütenpollen sind die von Arnold und Rolf angegebenen Internet-Adressen " www. paldat.org " und
" www. pollen.tstebler.ch ( Pollen-Wiki ) eine ausgezeichnete Hilfe !
Weitere sehr gute Informationen mit Grafiken findet man bei der Uni Bern.
Pollen-Glossar: www.botany.unibe.ch/paleo/pollen/glossar.htm
2 Beispiel-Seiten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195437_6757635.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195437_8627612.jpg)
Pollen-Oberfläche: www.botany.unibe.ch/paleo/pollen/oberflaeche.htm
2 Beispiel-Seiten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195437_18187811.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195437_7502777.jpg)
Die Beschäftigung mit den Pollen ist wirklich spannend und ich werde mich, da ich jedes Jahr bei der Gräserblüte etwas Heuschnupfen habe, mal intensiv damit
befassen und eventuell darüber berichten.
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
die Birken sind in Süd-Thüringen jetzt fast durch – machen mir gottlob auch keine Schwierigkeiten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195467_16284982.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Guten Morgen Heiko,
da sind Dir wirklich schöne Mikrofotos von Birkenpollen gelungen. Sie sind besser als bei Pollen-Wiki !
Viele Grüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Mikrofreunde,
heute ist bei uns wieder ein Tag mit starkem Pollenflug. Nachstehend ein Mikrofoto von der heutigen Probe.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195494_26636643.jpg)
Raps ( Brassica sp. ): Pollen rund, Pollengröße " Medium ", i.M. 27 µm, Pollenoberfläche netzig ( retikulat ).
Kiefer / Tanne ( Picea sp. ): Pollengröße " Large ", Pollenlänge ≤ 125 µm, Pollen mit maximal halbkugeligen Luftsäcken,
Luftsäcke nur etwas voneinander abgesetzt. Durch die Luftsäcke wird der Pollenflug verbessert !
Ich habe noch ein sehr weitgehendes Glossar (englisch) entdeckt, nachstehend die erste Seite. Die Mail-Adresse steht am unteren Rand.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195494_24329978.jpg)
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
ich bin am rätseln, was du gemacht hast um die Pollen so diffus zu bekommen? Sieht aus wie Auflicht Hellfeld aber mit Deckglas?
Hallo Klaus,
damit Du nicht länger rätselst, meine schnelle Antwort.
VHDK + Blaufilter und Sättigung 0 % mit Deckglas. Mir kam es auf die netzige Oberfläche der Rapspolle an. Der Schatten über der Fichtenpolle ist durch die tieferliegende Schärfenebene bedingt.
Aber schön , dass Du Dir meine Beiträge so genau ansiehst.
Viele Grüße
Jürgen aus Hemer
VHDK
Öhm, alles klar: Variabler Hell-Dunkel Kontrast ;D
Mein Gott, nicht zu glauben. Ich wollte eigentlich einen Scherz machen und habe nur aus Laune heraus gegoogelt:
Zitatwww.timm-piper.de/Prinzipien_des_VHDK/prinzipien_des_vhdk.htmlIm variablen Hell-Dunkelfeld-Kontrast (VHDK) wird das Objekt zeitgleich von zwei Lichtkomponenten beleuchtet, welche zwei Teilbilder erzeugen, ein Hellfeld- ...
Hab ich damals schon nicht verstanden...
Lieber Jürgen, lieber Klaus,
diesen Beitrag finde ich sehr interessant, da er ein bisschen Tiefer geht.
Außer den angegebenen Internetseiten kann ich das Buch "Leitfaden der Pollenbestimmung"
von Hans-Jürgen Beug empfehlen. Das habe ich dir lieber Klaus vor einigen Jahren abgekauft.
Es hat mir schon gute Dienste geleistet.
Schöne Pfingsten
Jochen
Hallo Mikrofreunde,
ich habe mal versucht die Luftsäcke einiger Fichtenpollen von der heutigen Probe größer darzustellen.
Mikroskop Leitz Orthoplan • PL APo 100/1.32 Oel • Phasenkontrastkondensor 402 a nach Zernike • Kontrastmodulation mit Ringblende 4
des PK-Kondensors • Blaufilter • Hologenbeleuchtung 12 V 100 W • Objektfeld ø 0,28 mm • ISO 100 • 1/13 s / 1/ 10 s / 1 / 10 s .
Viel Spaß beim Anschauen.
Jürgen aus Hemer
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195563_22725922.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195563_59347593.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195563_17332212.jpg)
Hallo Jürgen,
ein verflickst kontrastreiches Motiv – abgesehen davon, dass die Dinger quasi ausschließlich in Luftsack-oben-Lage aufzufinden sind.
Ich hab´s mit Stapeln des 40ers versucht:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195599_31366286.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
da hast Du ja schön gestapelt, ich habe es nur mit Kontrastmodulation versucht. Es ist ein richtiges Trainingsmotiv für verschiedene Verfahren !
Beste Grüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Mikrofreunde,
für die Mikrofotografie von " Hausstaub mit Blütenpollen " eignet sich auch das Durchlicht-Dunkelfeld.
Nachstehend 5 Fotos von einem Versuch, wobei ich den Fokus auf die voluminösen Fichtenpollen gelegt habe.
Mikroskop Leitz Orthoplan • Objektiv PL APO 16/0.40 • Trocken-Dunkelfeldkondensor D 0.80 • Blaufilter • Objektfeld ø ≈ 0,55 mm • ISO 200 und 400 • 1/2 - !/6 s.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195760_59496630.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195760_23442726.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195760_21627670.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195760_14319264.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195760_50218949.jpg)
Viel Spaß beim Anschauen.
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
Zitatund die kleineren runden vom Raps
Die kleinere Pollen in deine Bilder sehe nicht aus wie Raps. Ich habe heute Pollen von Raps fotografiert und die sahen so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/195853_51618398.jpg) (http://s818.photobucket.com/user/rhamfopflor/media/Raapzaad-pollen_zpscqgkdznn.png.html)
Hellfeld und schiefe Beleuchtung in verschiedene Fokusebene mit 40er Achromat. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
sehr schöne Aufnahmen! Hast du mit Wasser oder mit Glycerin eingedeckt?
Gruss Arnold
Hallo Rolf,
die kleinen Pollen sind wohl doch Rapspollen und Birkenpollen.
Die Rapspollen können rund und sphäroid sein, auch die Birkenpollen.
Rolf, sehr schöne Bilder. Mit welchem Verfahren hast Du die einzelnen Bilder fotografiert ?
Beste Grüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Arnold,
ZitatHast du mit Wasser oder mit Glycerin eingedeckt?
Für pollen nütze ich immer Olivenöl oder Sonnenblumenöl. Dieses Präparat war mit Sonnenblumenöl gemacht.
@Jürgen
Zitatmit welchem Verfahren fotografiert?
Die erste 2 Bilder sind normales Hellfeld, die zweite 2 Bilder sind Schiefe Beleuchtung. Beste Grüsse,
Rolf
Guten Morgen Jürgen,
Glückwunsch zu den tollen Bildern.
Aber eine Laienfrage: was bedeutet VHDK?
Gruß Lorsch-Peter
Lieber Peter,
ZitatAber eine Laienfrage: was bedeutet VHDK?
Deine Frage hat der Jürgen schon ganz am Anfang beantwortet
ZitatAnmerkung zum Variablen Hell-Dunkelfeld-Kontrast nach Piper:
Für den VHDK habe ich im Kondensor den Phasenkontrast-Lichtring für das 25 er Phasenkontrastobjektiv in ungefähr mittlerer Stellung benutzt.
Den Lichtring habe ich mit der Aperturblende so abgeblendet, dass nur noch Licht im mittleren Drittel durchkommen konnte. Zusätzlich habe ich
das Halogenlicht blau oder grün gefiltert.
Was diese Methode bei den Pollen bringt zeigen eindrucksvoll die Bilder von Jürgen.
Wie es dagegen mit Hellfeld und schiefer Beleuchtung aussieht zeigen Heiko und Rolf auch ganz schön. Für eine Bestimmung sind nach wie vor Hellfeldaufnahmen recht hilfreich. Wenn man die Aperturblende zu weit zumacht, dann erhält man auch solche schwarz-weiß-Kontraste, die aber für eine Bestimmung wenig förderlich sind.
Guten Morgen Peter,
es freut mich, dass Dir die Bilder gefallen. VHDK = Variabler Hell-Dunkelfeld-Kontrast nach Piper siehe folgenden Link.
http://www.dgzfp.de/Portals/24/IZ/PDF/Jugend%20forscht/RW%20Rheinland-Pfalz%20-%20Bitburg%202012.pdf
Herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer
Als Ergänzung !
Zwei Rapspollen mit netziger / körniger Oberfläche stark vergrößert • Objektiv PL APO 100/1.32 Oel • Eindeckung mit Immersionsöl • Objektfeld ≈ 0.11 x 0.11 mm • VHDK • ISO 80 • 1/2 s.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/195928_23638979.jpg)
Herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Mikrofreunde,
bei der Beschäftigung mit den Blütenpollen bin ich auf eine weitere gute Informationsquelle gestoßen.
Pollenwarndienst: Pollenatlas • Link : https://www.polleninfo.org/DE/de/allergie-infos/weiterfuehrendes/pollenatlas.html?letter=P
Nachstehend 1 Seite aus dem Pollenatlas mit Angaben für die " Fichte ".
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196041_22353221.jpg)
Jürgen aus Hemer
Hellfeld und VHDK
Hallo Mikrofreunde,
ich habe versucht ohne Stapeln, trotz der geringen Schärfentiefe bei starken Vergrößerungen, mit einer Schärfenebene ein brauchbares Bestimmungsfoto
der gewölbten Pollenkorn-Oberfläche zu bekommen.
1. Versuch: Durchlicht-Hellfeld • Mikroskop Leitz Orthoplan • Objektiv PL APO 100/1.32 Oel • Tubusfaktor 1 x • Vergrößerungsfaktor 1.6 x •
Phasenkontrastkondensor 402 a nach Zernike • Kondensorkopf Arch 0.90 • Aperturblende auf 0,5 ø zugezogen • Eindeckung der Blütenpolle
mit Immersionsöl • Beleuchtung Halogenlampe 12 V 100 W • Blaufilter CB 12 • Digitale Kompaktkamera Canon PowerShot G11 •
Eigenbau-Adapter mit Fotookular Leitz Periplan GW 6.3 x / 28 Brille roter Punkt • Objektfeld ø ≈ 0,17 mm • Bildausschnitt 0,11 mm x 0,11 mm •
ISO 400 • 1/15 s.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196043_44066866.jpg)
2. Versuch: Durchlicht-Variabler Hell-Dunkelfeld-Kontrast nach Piper (VHDK) • Gerätedaten wie bei DL-HF • Anmerkung: für den VHDK habe ich im
PK-Kondensor den Lichtring 4 in ungefähr mittlerer Stellung benutzt. Den Lichtring habe ich mit der Aperturblende so abgeblendet, dass nur
noch Licht im mittleren Drittel durchkommen konnte • Objektfeld ø ≈ 0,17 mm • Bildausschnitt 0,11 mm x 0,11 mm • ISO 400 • 1/2 s.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196043_61911049.jpg)
Anmerkung zum 1. und 2. Versuch:
Die digitale Bildbearbeitung erfolgte mit dem sehr einfachen Programm iPhoto. Das Programm hat im Vergleich zu Photoshop nur sehr begrenzte Möglichkeiten
der Bildverbesserung. Den Bilduntergrund kann es z.B. nur mit Retuschieren verbessern und das gelingt auch nicht immer, wie man an den Flecken
erkennen kann. Mit einer guten Spiegelreflexkamera und einem entsprechenden Bildbearbeitungsprogramm kann man natürlich aus den Mikroskop-Bildern mehr herausholen.
Vergleich von Hellfeld und VHDK:
Beide Verfahren zeigen die netzige/körnige Pollenkorn-Oberfläche aufgelöst. Der VHDK bietet jedoch eine größere Schärfentiefe mit einem plastischen Bild !
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
ich bin nicht sicher, ob Du mit Deinen Aufnahmen nur die Oberfläche, oder doch auch schon tiefer liegende Strukturen mit abbildest.
Zum Vergleich ein gefärbtes Pollenkorn von Polygala comosa (blüht gerade), wobei rechts der Focus tatsächlich auf der Oberfläche liegt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196063_53760749.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Guten Morgen Heiko,
vielen Dank für deinen Hinweis und die schönen Fotos. Du hast ja wirklich die gesamte Oberfläche der schopfigen Kreuzblume mit dem schönen Muster abgebildet. Hast Du das ohne Stapeln gemacht ?
Deine Zweifel sind berechtigt !
Ich habe die gewölbte Oberfläche des Pollenkorns wegen der geringen Schärfentiefe bei der starken Vergrößerung ganz leicht angeschnitten. Dadurch sind nicht nur reine Oberflächenstrukturen sondern im Schärfentiefebereich
auch etwas tiefer liegende Strukturen erkennbar.
Bei einer Schärfenebene direkt über der Oberfläche ist bei dem gewölbten Pollenkorn bei der starken Vergrößerung ohne Stapeln nur ein kleiner Teil der Oberfläche scharf erkennbar.
Das ist jedoch eine Einstellung, die man für die Bestimmung auch immer machen sollte ! Dafür ist VHDK mit schwächerer Vergrößerung infolge der Schärfentiefe-Erweiterung auch gut geeignet.
Nochmals vielen Dank für deinen klärenden Hinweis.
Beste Grüße
Jürgen aus Hemer
Hallo,
Rolf hat weiter oben sehr schön gezeigt, dass man die Obeflächenstruktur der Blütenpollen auch ohne zu färben und zu stacken kontrastreich darstellen kann.
Hier ein Pollen von Lychnis flos-cuculi gefärbt mit Fuchsin; ein Bild im Durchlicht / Hellfeld; Zeiss Neofluar 40/0,75; Pollengrösse: ca. 50 - 60 µm
Als Vergleich siehe auch: https://www.paldat.org/pub/Lychnis_flos-cuculi/209242
Der Pollen ist natürlich nicht aus dem Hausstaub, sondern direkt an der Blüte gesammelt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196091_52250321.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Aristolochia/Lychnis%20flos%20cuculi%20Pollen%20_zpsxljbncht.jpg.html)
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
vielen Dank für deinen Beitrag mit dem schönen Bild der Pollen-Oberflächenstruktur der Kuckucks-Lichtnelke und dem Link dazu. Die Natur zeigt auch auf den Blütenpollen außergewöhnlich harmonische Muster.
Du hast mit Fuchsin gefärbt, wenn ich den Text von Heiko richtig verstehe, hat er aber auch das Pollenkorn gefärbt.
Dein Hinweis, dass man auch ohne zu stapeln die Muster abbilden kann, reizt zur Nachahmung. Geht es jedoch auch wirklich gut ohne zu färben. Vielleicht kannst Du mal ein ungefärbtes und nicht gestapeltes Bild einstellen.
Vielen Dank und herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
die Stapelei führt hier schnell zum Informationsverlust. Das linke der beiden baumollblauen Körner entspricht einem fünfer Stapel, im rechten sind lediglich die beiden oberen Aufnahmen dieser Miniserie verrechnet.
Hallo Arnold,
ein tolles Foto, das es fast mit der ersten Elektronen-Variante Deines Links aufnehmen kann.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
vielen Dank für deine Informationen. Das Stapeln kann man dann bei der Oberflächen-Darstellung wohl lassen.
Nachstehend zeige ich daher ein reines Oberflächenbild von zwei ungefärbten Rapspollen mit Durchlicht-VHDK und Objektiv PL APO 40/0.75.
Die Rapspollen haben leider nicht so schöne Oberflächenmuster wie die Blumenpollen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196113_16272996.jpg)
Herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
hier noch einige Erklärungen zu meinem oben gezeigten Bild:
Ich sammle Blüten mit offenen Staubbeuteln, am Stereomikroskop pflücke ich mit einer sehr feinen Pinzette einen schönen, vollen Staubbeutel aus der Blüte und lege ihn in einen kleinen Tropfen Färbelösung ( Glycerin, Ethanol mit einer kleinen Spur Ziehl-Neelsen Karbol Fuchsin) auf einen Objektträger. Sobald sich viele Pollen aus dem Staubbeutel gelöst haben, entferne ich den Staubbeutel und lege das Deckglas auf. Diese Färbelösung dient zugleich als Eindeckmittel.
Zum fotografieren eignen sich schwach angefärbte Pollen in der Regel besser. Ich meine, dass bei Pollen mit sehr feinen Oberflächenstrukturen die eben erklärte Färbemethode zur Kontrastierung ein Mittel der Wahl ist (im Durchlicht / Hellfeld!). Eine Anwendung von DIK oder PH bringen aus meiner Sicht bei diesen Pollen keine zusätzliche Informationen.
Ungefärbt sind diese Pollen im Durchlicht/Hellfeld fast nicht abzubilden.
Ich habe das oben gezeigte Bild nicht gestapelt!
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
vielen Dank für die Erläuterungen zu deinem sehr gut gelungenen Bild. Außerdem habe ich jetzt von dir ja eine gute Anleitung für meine weitere " Pollen-Arbeit " bekommen. Ich werde mir den Farbstoff besorgen und nach
deiner Anleitung vorgehen. Das erspart mir unnötige Fehler und bringt einen schnellen Erfolg.
Beste Grüße
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
ZitatIch werde mir den Farbstoff besorgen und nach
deiner Anleitung vorgehen. Das erspart mir unnötige Fehler und bringt einen schnellen Erfolg.
falls du in deiner näheren Umgebung nicht fündig wirst ich habe die ZN-Farblösung gebrauchsfertig abgefüllt in den praktischen 20 ml-Tropf-Fläschchen!
Hallo Mikrofreunde,
es empfiehlt sich immer zum Vergleich mit dem DL-VHDK auch Bilder mit DL-HF zu machen.
Nachstehend stelle ich daher noch 2 Hellfeld-Bilder der 2 Rapspollen ein.
Herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196188_26334906.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196188_44220103.jpg)
Mikroskopiker die wie ich unter Heuschnupfen leiden, möchte ich auf das " Pollenbestimmungsbuch ( DIN A 4 ) " der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
aufmerksam machen. Das Buch beschreibt die häufigsten in Mitteleuropa vorkommenden aerogenen Pollenarten mit Anweisungen für die Anfertigung mikroskopischer Präparate und die Pollenbestimmung ergänzt durch Mikrofotos x 400 und x 1000.
Das Buch kann mit Email bei " pollenstiftung@t-online.de " bestellt werden. Es kostet mit Mehrwertsteuer und Versand 36,38 €.
Zur besseren Information zeige ich nachstehend die Einbandvorderseite und das Inhaltsverzeichnis:
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196219_53734274.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196219_55621615.jpg)
Hallo Jürgen & Pollenfreunde,
manches Objekt verträgt dann vielleicht doch ein klein wenig Stapelei. Hier das Filzige Hornkraut Cerastium tomentosum, aufgenommen mit dem 100er, gefärbt und 9fach verrechnet:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196258_5521622.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
ein sehr schönes Bild mit starker Vergrößerung.
Das spornt zu weiterer Beschäftigung mit den Pollen an.
Noch einen schönen Abend
Jürgen aus Hemer
Hallo,
spinnen wir doch diesen Faden noch ein wenig weiter mit Pollen der Esparsette Onobrychis viciifolia
aufgenommen am Zeiss Standard 16; Canon EOS 750D, Objektiv Nikon Plan 50 / 0,85 Oil 160/- Iris.
Kein Stapel!
Als Reverenz https://www.paldat.org/pub/Onobrychis_viciifolia/108446
Die gelben Tropfen sind natürliche "Kleber" (sind es Wachse?)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196274_42696936.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Aristolochia/Onobrychis%20viciifolia%20900%20_zps3efkatpy.jpg.html)
Gruss Arnold
Hallo,
und hier noch eine Ergänzung zu Esparsette Onobrychis viciifolia:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196276_25080308.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/Aristolochia/Esparsette%20II_zpsbdmsavi2.jpg.html)
Die Pollen wurden vor dem färben in Aether gewaschen ( ein Tropfen Aether auf die Pollen geben und warten bis der Aether verdunstet ist)
Aufgenommen am Zeiss Standard 16; Canon EOS 750D, Objektiv Nikon Plan 50/0,85 Oil 160/- Iris; Durchlicht/Hellfeld. Kein Stapel.
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
vielen Dank für deine schönen Bilder und dem Trick mit dem Aether. Man kann bei den Pollen die Oberflächen-Skulptierung und die Colpi sehr gut erkennen.
Nachdem ich heute von Klaus Herrmann ein Fläschchen Karbol-Fuchsin 1 % bekommen habe, habe ich nach deiner Anweisung Karbol-Fuchsin
mit Glycerin und Methanol als verdünnte Färbelösung gemischt und damit die Hausstaubprobe mit Blütenpollen gefärbt und auch eingedeckt.
Mikroskopiert habe ich mit dem Leitz PL APO 40/0.75.
Als erste Ergebnisse stelle ich nachstehend 4 Mikrofotos davon ein. Wahrscheinlich ist die Färbung noch zu kräftig und ich muss noch mehr verdünnen.
Raps-Pollenkorn • DL - HF
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196283_17288077.jpg)
Raps-Pollenkorn • DL - VHDK
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196283_37722553.jpg)
Fichte-Pollenkorn und Raps-Pollenkörner • DL - VHDK
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196283_3120822.jpg)
Fichte-Pollenkorn und Raps-Pollenkorn • DL - VHDK
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196283_60844870.jpg)
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
ZitatWahrscheinlich ist die Färbung noch zu kräftig und ich muss noch mehr verdünnen.
Ja die Stammlösung ist eigentlich für Bakterienfärbung gemacht, da kannst du noch großzügig verdünnen!
Hallo Mikrofreunde,
ich fasse nachstehend die Ergebnisse der Versuche zusammen, die ich mit Hilfe von Rolf, Heiko, Arnold und Klaus gemacht habe.
Fazit - Mikroskopie von Blütenpollen
• Die mikroskopische Bestimmung von Blütenpollen ist ebenso interessant wie die von Schimmelpilzsporen.
• Geeignete Durchlicht Mikroskopie-Verfahren sind Hellfeld, Schiefe Beleuchtung, Variabler Hell-Dunkelfeld-Kontrast (VHDK) und in besonderen
Fällen das Dunkelfeld. Der VHDK hat eine größere Schärfentiefe und zeigt daher die Strukturen meist besser als Hellfeld.
• Die Blütenpollen können mit Wasser oder Öl eingebettet und eingedeckt werden.
• Die Blütenpollen können ohne Anfärbung untersucht werden. Mit einer zarten Anfärbung kann man jedoch oft erst die feineren Strukturen
und Muster erkennen.
• Ein Gemisch von Glycerin, Methanol und einem Tropfen Karbol-Fuchsin 1 % ergibt eine gute rote Färbelösung mit der man die Pollen einbetten
und auch eindecken kann. Karbol-Fuchsin färbt intensiv, man kann daher sehr stark verdünnen ! Auch andere Färbelösungen, z.B. Baumwollblau,
ergeben gute Anfärbungen.
Nachstehend zeige ich 3 Bilder von der 2. Färbung mit Karbol-Fuchsin. Mikroskopiert habe ich mit dem Leitz PL APO 40/0.75 und VHDK mit verschiedenen
Vergrößerungen.
Hausstaub mit Blütenpollen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196386_18386531.jpg)
Raps - 2 Pollenkörner
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196386_57643892.jpg)
Fichte - 1 Pollenkorn
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196386_15650284.jpg)
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Blütenpollen der Kapmargarite ( Osteopermum ) • DL - VHDK • Leitz PL APO 40/0.75 • Objektfeld ø ≈ 0,21 mm
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196442_1453241.jpg)
Viel Spaß beim Anschauen.
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
Exotik hab´ ich auch im Angebot – die winterharte Mittagsblume Delosperma congestum (?) blüht derzeit allerliebst. Taxonomisch scheint – (?) – nicht ganz klar, was uns die Gärtner da kredenzt haben. ;)
Die Pollen jedenfalls sind angefärbt, mit dem 100er abgelichtet und 9schichtig verrechnet:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196459_48415315.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Guten Morgen Heiko,
vielen Dank für deine schöne Ergänzung. Es ist Dir wieder gut gelungen, das Oberflächenmuster eines Pollenkorns zu zeigen.
Es ist schön, dass der Faden nicht abgerissen ist, sondern weiter gesponnen wird. Dadurch bekommt man weitere interessante Pollen zu sehen.
Heute habe ich mal versucht die Pollen des Löwenzahns mit dem 100 er zu fotografieren. Ein Bild davon stelle ich nachstehend ein.
Pollenkorn des Löwenzahns ( Taraxacum officionale ) • DL - VHDK • Leitz PL APO 100/1.32 Oel • Bildausschnitt ≈ 0,2 x 0,2 mm
Beschreibung nach Pollenbestimmungsbuch:
Die Pollenkörner sind 3-4 porat, abgeplattet rund. Die Größe ist 21 x 22 µm, kann aber auch variieren bis 29 x 30 µm. Die Exine ist echinat;
die Oberfläche hat Vertiefungen und Spalten (Lakunen), dazwischen mit Stacheln besetzte Grate; das Pollenkorn erscheint wie ein "Fensterpollen".
Löwenzahnpollen haben keine allergologische Bedeutung.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196498_20689401.jpg)
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
Hallo Jürgen,
ja, die Thematik besitzt Unterhaltungswert, unbestritten. Zudem zeigen ,,Allerweltspflanzen" überaus interessante Strukturen. So ist die Wolfsmilch-Blüte allemal ein ,,Hingucker", auch wenn es um die Bestimmung geht.
Bei der Spring-Wolfsmilch Euphorbia lathyris ist die Blüte aber wohl kaum bestimmungsrelevant, da schon der Habitus der Pflanze unverwechselbar erscheint. Dennoch – oder gerade, weil selten angeschaut – mutet das Blüten-Interieur recht exotisch an:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196537_7247497.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Lieber Heiko,
schön dein Pollen der Wolfsmilch!
ZitatDie Pollen jedenfalls sind angefärbt,
Sagst du uns bitte auch womit und wie?
Hallo,
Habe gestern noch Pollen von Bellis perennis fotografiert. Ich schliese mich diesmal an bei die kreisrunde Bilder die manchmal doch einen bestimmten Reiz haben (wieso, Vignettierung will man nie haben................?). ZW Achromat 100:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196547_37780545.jpg) (http://s818.photobucket.com/user/rhamfopflor/media/_5287239_zpscblnfpcs.jpg.html)
Beste Grüsse,
Rolf
Sind nicht einmal so klein, diese Euphorbia-Pollen, lieber Klaus, und so leistete Dein 50er wieder einmal gute Dienste ...
Der Mini-Stapel, meine es waren neun Ebenen, wurde von Umfang her so gewählt, dass der Oberflächeneindruck erhalten blieb.
Viele Grüße,
Heiko
ZitatSind nicht einmal so klein, diese Euphorbia-Pollen, lieber Klaus, und so leistete Dein 50er wieder einmal gute Dienste ...
Das freut mich natürlich lieber Heiko - und das Mikroskop, an dem das 50er hägt ist sicher auch ok? ;)
Ich habe allerdings nach dem Farbstoff gefragt und der Färbeprozedur! :D
Hallo Mikrofreunde,
schön, dass der Faden so eine rege Teilnahme hatte und sehr schöne Bilder gezeigt worden sind. Mir macht das Bestimmen und Fotografieren von
Blütenpollen inzwischen fast genau soviel Freude, wie das Bestimmen und Fotografieren von Schimmelpilzen. Ich werde in Einzelbeiträgen über
meine weiteren Pollenuntersuchungen berichten. Interessant ist, dass exotisch aussehende Blüten oft nur schmucklose Pollen haben.
Nachstehend stelle ich abschließend dafür beispielhaft Bilder von der Zimmerkalla (Zanteschedia aethiopica) ein.
Beschreibung der Pollen nach Pollen-Wiki:
Pollengröße 48 µm (Medium)
Pollen: Elliptisch, sphäroid, psilat (glatt), granular, kontrastarm. Dicke Intine (innere Schicht der Pollenkorn-Wand).
Bild 1 : Zimmerkalla
Bild 2 : Kalla-Pollenkörner • DL-VHDK • PL APO 40/0.75 • Objektfeld ø ≈ 0,35 mm
Bild 3 : Kalla-Pollenkörner • DL-VHDK • PL APO 100/1.32 Oel • Objektfeld ø ≈ 0,19 mm
Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196626_41050810.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196626_5361635.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/196626_18500443.jpg)
Hallo Jürgen,
Deinen Eindruck kann ich bestätigen und die Einkeimblättler halte ich (subjektiv oder tatsächlich?) für nicht so erfinderisch.
Lieber Klaus,
zufürderst greife ich immer zu Andreas Gminders Baumwollblau und bekomme – nicht nur bei den Schlauchpilzen – ein Ergebnis.
Eine Ausnahme bildete neulich die Grasnelke, die den Farbstoff nicht annahm. Auch bildete sich das an sich kräftige Ornament in Wasser nicht gut ab.
Wenn Jürgen nach seinem Schlusswort noch erlaubt, Armeria spec. in Silicon-Öl, leicht schräg beleuchtet:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/196629_43544307.jpg) (http://www.directupload.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
vielen Dank für deine interessante Mitteilung und das schöne Bild.
Herzliche Mikrogrüße
Jürgen aus Hemer