Hallo Spezialisten !
Habe einen ausklappbaren Filterträger vom Phomi III (unterhalb Kondensorträger).Fast Neuzustand.Oberes Segment (leer) zum einlegen von Glasfiltern mit 32mm Durchmesser.Unteres Segment mit fest eingebauter Linse die sich aber mittels seitlich angebrachter Stellschraube in der Ebene verstellen lässt.Wozu ist das gedacht ?
Danke Euch
Grüße Hermann.
Zitat von: micropol in Juli 18, 2016, 11:05:24 VORMITTAG
Hallo Spezialisten !
Habe einen ausklappbaren Filterträger vom Phomi III (unterhalb Kondensorträger).Fast Neuzustand.Oberes Segment (leer) zum einlegen von Glasfiltern mit 32mm Durchmesser.Unteres Segment mit fest eingebauter Linse die sich aber mittels seitlich angebrachter Stellschraube in der Ebene verstellen lässt.Wozu ist das gedacht ?
Grüße Hermann.
Eine einzige Stellschraube? Es müßten aber zwei sein, auf etwa 16.00 und 20.00 Uhr. Ein Foto wäre hilfreich. Aber schon ohne Foto wage ich es:
Es sind Justierschrauben für den Beleuchtungsstrahlengang. Normalerweise verwendet man dazu die beiden am Kondensorträger angebrachten Stellschrauben. Mit ihnen läßt sich das Sehfeld (Leuchtfeldblende im Mik-Fuß) zentrieren. Die Hilfslinse im Hilfslinsenträger bewirkt die Verschiebung der Leuchtfeldblende, indem man die beiden Justierschrauben am (ausschwenkbaren) Hilfslinsenträger dreht. Die lassen sich wesentlich leichter mit den Fingern drehen als die Justierschrauben im Kondensorträger, sie müssen eine viel kleinere Masse verschieben und nicht gegen die starke Federspannung der Kondensor-Justierschrauben arbeiten. Diese wiederum sind so angebracht, daß man sie mit den Fingern weniger gut umfassen kann.
Auch andere Modelle der Standard-Reihe, wie das Universal oder die Standardmodelle 16 und 18 oder die Modelle RA und GFL haben soche Hilfslinsenträger mit Justierschrauben, sofern sie mit der Einschubleuchte 15 ausgestattet sind (für die Glühlampe 6V, 15W).
Bringen Sie zuerst das Leuchtfeldblendenbild mit den Kondensorschrauben auf Mitte, so daß es sich mit den meisten Ihrer Objektive mittig zeigt. Bei den Abweichungen von der Mitte bei den verschiedenen Objektiven verwenden Sie dann die beiden (!) Schrauben am Hilfslinsenträger, das geht leichter und schneller.
An Ihrem Phomi werden Sie noch manche geheimnisvollen Gimmicks entdecken.
Gruß
KH
Hallo! Danke fürs aw.
1 Stellschraube 16h.Habe bei Zeissianer nachgefragt.Dient ua. zum Ausleuchten beim Arbeiten mit Objektiven kleinster Vergrösserung z.B. dass 1,25er,aber auch noch für andere
Anwendungen.
Grüße Hermann.
Zitat von: micropol in Juli 18, 2016, 12:09:39 NACHMITTAGS
Hallo! Danke fürs aw.
1 Stellschraube 16h.Habe bei Zeissianer nachgefragt.Dient ua. zum Ausleuchten beim Arbeiten mit Objektiven kleinster Vergrösserung z.B. dass 1,25er,aber auch noch für andere Anwendungen.
Grüße Hermann.
Diese Erklärung gilt nur für die Wirkung der
Linse. Sie hatten aber nach dem Sinn der
Justierschraube(n) gefragt.
Meine Erklärung ist korrekt. Denn es gibt an einigen Modellen solche Linsen in den ausschwenkbaren Hilfslinsenträgern, an denen
keine Justierschrauben sind!
KH
Hallo Hermann, hallo Herr Henkel,
diese Aussage ist falsch:
Zitat... Habe bei Zeissianer nachgefragt.Dient ua. zum Ausleuchten beim Arbeiten mit Objektiven kleinster Vergrösserung z.B. dass 1,25er,aber auch noch für andere ...
Das trifft zwar auf die Mikroskope der Produktion
Aus Jena, also ehemals Zeiss DDR zu, nicht aber auf die Hilfslinsen der Standard-Serie aus Oberkochen. Hier dient die Hilfslinse dazu, den Kondensor beim Fokussieren der im Fuß eingebauten Leuchtfeldblende in eine möglichst hohe Position in die Nähe des Objektträgers zu bringen, damit auch wirklich die maximale Kondensorapertur wirksam werden kann, was naturgemäß besonders bei hochaperturigen Objektiven wichtig ist. Das ausgeleuchtete Objektfeld wird übrigens beim Einschwenken der Hilfslinse auch kleiner.
Gruß !
JB
Hallo Allerseits!
Sind doch 2 Schrauben,sorry!
Grüße Hermann.
Zitat von: micropol in Juli 18, 2016, 16:50:42 NACHMITTAGS
Sind doch 2 Schrauben,sorry!
;) Wie von Herrn Henkel beschrieben, kann man so die Hilfslinse im Strahlengang zentrieren. Außerdem kann man so wahrscheinlich die Hilfslinse als Hilfskondensor benutzen, wenn die Objektivvergrößerung besonders klein ist (habe ich selbst noch nicht probiert).
Es gab auch einfache Hilfslinsen ohne solche Zentriermöglichkeiten (natürlich ist die Zentriermöglichkeit gleichzeitig auch eine mögliche Fehlerquelle); Sie haben die Luxusversion.
Beste Grüße,
Jon
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 18, 2016, 14:05:29 NACHMITTAGS
Hier dient die Hilfslinse dazu, den Kondensor beim Fokussieren der im Fuß eingebauten Leuchtfeldblende in eine möglichst hohe Position in die Nähe des Objektträgers zu bringen, damit auch wirklich die maximale Kondensorapertur wirksam werden kann, was naturgemäß besonders bei hochaperturigen Objektiven wichtig ist. Das ausgeleuchtete Objektfeld wird übrigens beim Einschwenken der Hilfslinse auch kleiner.
Hallo Jürgen,
Ganz sicher? Ich mache es auch wie von Herrn Henkel beschrieben; Hilfslinse eingeschwenkt bei geringer Apertur und großem Bildfeld. Hilfslinse ausschwenken bei hoher Apertur.
Wenn bei hoher Objektivapertur die Hilfslinse im Strahlengang verbleibt, so wird die Kondesnorapertur zu stark begrenzt und die volle Auflösung wird nicht erreicht. Bernd hatte das hier im Forum auch mal illustriert. http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9033.0
Beste Grüße,
Jon
Hallo Jon,
da bin ich mir schon sicher. Mir ist kein Zeiss-Wet-Kondensor bekannt, bei dem die (werkseitig vorgesehene !) Hilfslinse zur Ausleuchtung größerer Felder benutzt würde. Muss mal nach entsprechenden Zeiss-Anleitungen suchen. Es gibt aber sicher Eigenkonstruktionen, die entsprechende "Hilfslinsen" ähnlich dem Zeiss-Ost-Prinzip einsetzen, um auch größere Objektfelder gering vergrößernder Objektive homogen auszuleuchten.
Gruß !
JB
Guten Abend,
zu den Kondensorhilfslinsen habe ich in der Gebrauchsanleitung Arbeits- und Forschungsmikroskop STANDARD RA von Carl Zeiss Oberkochen G 41-120-d folgendes gefunden:
"Kondensorhilfslinsen
Zur Abbildung der Leuchtfeldblende im Objekt nach Köhler muß diese, optisch gesehen, im Unendlichen liegen. Eine Hilfslinse läßt die Strahlen telezentrisch in den Kondensor gelangen und
schafft so diese Voraussetzung. Ohne Hilfslinse müßte der Kondensor so sehr gesenkt werden, daß ein merklicher Verlußt an Beleuchtungsapertur die Folge wäre.
Die Hilfslinse I 46 51 30 gilt bei Verwendung der Einbauleuchte und der Leuchte 60.
Die Hilfslinse II 46 51 31, kenntlich durch zwei weiße Striche auf der Fassung, wird eingesetzt bei Verwendung einer gesondert aufgestellten Leuchte.
Die Hilflinsen haben ihren Platz im oberen ausklappbaren Halter des Kondensorträgers. Niemals dürfen zwei Hilfslinsen gleichzeitig im Strahlengang wirken."
Dabei ist die Abbildung 54 mit ausgeklappter Hilslinse mit folgender Unterschrift:
"Kondensorhilfslinse im oberen Halter. Hier ausgeklappt zur Ausleuchtung schwacher Objektive"
In der Gebrauchsanleitung Großes Forschungsmikroskop UNIVERSAL ist dieser Hinweis nicht zu finden.
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo -
wozu die Hilfslinsen gedacht sind sei mal dahingestellt (bei Zeiss-W gibt es ein Chaos mit mehr als 2 Typen und Striche sind auch nicht immer am Rand). Jedenfalls schwenke ich die meinigen am Axioskop und an den Standards ein um das beleuchtete Feld auf dem Präparat zu erweitern. Vor allem bei Kondensoren mit 1,4 Frontlinse kann man bei den Objektiven dann noch eine Stufe niedriger gehen ohne mühsam die Frontlinse abschrauben zu müssen.
Mit und ohne Hilfslinse wohlgemerkt in geköhlertem Zustand.
Viele Grüße
Rolf
Aber eines kann eigentlich nicht sein: man kann die Hilfslinse nicht mit 1 Schraube zentrieren. Das Prinzip bei allen Mikroskopen, die ich kenne ist eine symmetrische Anordung eines gefederten Pins und 2 Schrauben in der Anordnung eines Mercedessterns im Abstand von 60°.
Oder irre ich mich da?
Zitat von: Herbert Dietrich in Juli 18, 2016, 19:29:33 NACHMITTAGS
Guten Abend,
zu den Kondensorhilfslinsen habe ich in der Gebrauchsanleitung Arbeits- und Forschungsmikroskop STANDARD RA von Carl Zeiss Oberkochen G 41-120-d folgendes gefunden:
"Kondensorhilfslinsen
Zur Abbildung der Leuchtfeldblende im Objekt nach Köhler muß diese, optisch gesehen, im Unendlichen liegen. Eine Hilfslinse läßt die Strahlen telezentrisch in den Kondensor gelangen und
schafft so diese Voraussetzung. Ohne Hilfslinse müßte der Kondensor so sehr gesenkt werden, daß ein merklicher Verlußt an Beleuchtungsapertur die Folge wäre.
Die Hilfslinse I 46 51 30 gilt bei Verwendung der Einbauleuchte und der Leuchte 60.
Die Hilfslinse II 46 51 31, kenntlich durch zwei weiße Striche auf der Fassung, wird eingesetzt bei Verwendung einer gesondert aufgestellten Leuchte.
Die Hilflinsen haben ihren Platz im oberen ausklappbaren Halter des Kondensorträgers. Niemals dürfen zwei Hilfslinsen gleichzeitig im Strahlengang wirken."
Dabei ist die Abbildung 54 mit ausgeklappter Hilslinse mit folgender Unterschrift:
"Kondensorhilfslinse im oberen Halter. Hier ausgeklappt zur Ausleuchtung schwacher Objektive" ******
In der Gebrauchsanleitung Großes Forschungsmikroskop UNIVERSAL ist dieser Hinweis nicht zu finden.
Herzliche Grüße
Herbert
Lieber Herr Dietrich!
Daß manches umgekehrt ist am RA als an den späteren Standards liegt auch daran, daß der Hilfslinsenträger des RA weniger dick ist und über dem Filterhalter sitzt. Bei den moderneren Standards und Universal/Phomi ist das umgekehrt. Dieser Unterschied verlangt dann andere Hilfslinsen!
Beste Grüße
KH
Hallo Klaus,
Hermann hat sich schon korrigiert und geschrieben, dass zwei Justierschrauben vorhanden sind ;)
Beste Grüße
Harald
Danke Harald,
diesen Nachklapp hatte ich nicht gesehen!
Aber erst kucken, dann nachdenken, dann schreiben ist schon eine zweckdienliche Reihenfolge!
120°
;)
Viele Grüße,
Johannes
Danke Johannes ich muss dir uneingeschränkt Recht geben. Weil 120°x 3 gerade mal 360° ergeben!
Ich sagte es ja: erst nachdenken... :-[
Zitat von: Herbert Dietrich in Juli 18, 2016, 19:29:33 NACHMITTAGS
Guten Abend,
zu den Kondensorhilfslinsen habe ich in der Gebrauchsanleitung Arbeits- und Forschungsmikroskop STANDARD RA von Carl Zeiss Oberkochen G 41-120-d folgendes gefunden:
"Kondensorhilfslinsen
Zur Abbildung der Leuchtfeldblende im Objekt nach Köhler muß diese, optisch gesehen, im Unendlichen liegen. Eine Hilfslinse läßt die Strahlen telezentrisch in den Kondensor gelangen und
schafft so diese Voraussetzung. Ohne Hilfslinse müßte der Kondensor so sehr gesenkt werden, daß ein merklicher Verlußt an Beleuchtungsapertur die Folge wäre.
Die Hilfslinse I 46 51 30 gilt bei Verwendung der Einbauleuchte und der Leuchte 60.
Die Hilfslinse II 46 51 31, kenntlich durch zwei weiße Striche auf der Fassung, wird eingesetzt bei Verwendung einer gesondert aufgestellten Leuchte.
Die Hilflinsen haben ihren Platz im oberen ausklappbaren Halter des Kondensorträgers. Niemals dürfen zwei Hilfslinsen gleichzeitig im Strahlengang wirken."
Dabei ist die Abbildung 54 mit ausgeklappter Hilslinse mit folgender Unterschrift:
"Kondensorhilfslinse im oberen Halter. Hier ausgeklappt zur Ausleuchtung schwacher Objektive" ******
In der Gebrauchsanleitung Großes Forschungsmikroskop UNIVERSAL ist dieser Hinweis nicht zu finden.
Herzliche Grüße
Herbert
Lieber Herr Dietrich!
Daß manches umgekehrt ist am RA als an den späteren Standards liegt auch daran, daß der Hilfslinsenträger des RA weniger dick ist und über dem Filterhalter sitzt. Bei den moderneren Standards und Universal/Phomi ist das umgekehrt. Dieser Unterschied verlangt dann andere Hilfslinsen!
Beste Grüße
KH
Liebe Hilfslinsen-Geschädigte,
zur Erhellung hier einige Zitate aus den Zeiss-West-Schriften.
Vorab aus
F.K. Möllring: Mikroskopieren von Anfang an
G 41-100/III-d
S. 50
Warum Hilfslinsen ?
Um bei Mikroskopen mit eingebauter Leuchtfeldblende diese nach den Köhlerschen Regeln im Präparat abzubilden, müßte man den Kondensor so stark senken, daß ein merklicher Aperturverlust die Folge wäre. Dies wird durch eine sogenannte Hilfslinse vermieden, die sich unmittelbar unter dem Kondensor befindet und zu den Mikroskopen jeweils mitgeliefert wird. Die Funktion wird in Abb. 37 erläutert. Wird eine getrennt aufgestellte Hochleistungsleuchte benutzt, dann klappt man die Hilfslinse aus, oder -besser- ersetzt sie durch die ,,Hilfslinse II" mit längerer Brennweite.
Entsprechendes findet sich auch in Anleitungen:
Large, transmitted - light research microscope Universal Operating instructions
G 41 - 140 / I - e
Bildbeschreibung S. 4
14 Swung-in auxiliary lens produces an image of the lamp field stop at infinity.
Transmitted - light Photomicroscope III Operating Instructions
G 41 170 / I - e
Seite 15 unten:
Objectives of 6.3 and lower powers image large fields. For adequate illumination of such fields swing out the condenser front lens or unscrew it and swing out the auxiliary lens. Lowering the condenser may improve the illumination. Open the luminous field diaphragm which acts as contrast aperture diaphragm.
Ich hoffe die Funktion der Zeiss-West-Hilfslinsen ist jetzt vom Prinzip her klarer. Definitiv nichts mit Ausleuchten der größeren Felder schwächer vergrößernder Objektive !
Gruß !
JB
Hallo Jürgen,
Das ist schon erstaunlich. Ich mache die gleiche Beobachtung wie Bernd http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6022.msg41104#msg41104 . Mit hochaperturigen Objektiven (Objektiv NA 1.4, Kondensor NA 1.4; Standard RA) muß ich die Hilfslinse ausklappen, damit die Hinterlinse des Objektivs voll ausgeleuchtet wird. Wenn ich vergesse, die Hilfslinse aus dem Strahlengang zu nehmen, machen sich der Auflösungsverlust und die verlängerte Belichtungszeit sofort bemerkbar.
Eben so wie hier:
Zitat von: -JS-
Ich bin mal angewiesen worden (aber das ist lange her, so um 1970), dass die Hilfslinse als Daumenregel
bei Objektiven mit >20x herausgeschwenkt werden sollte. Gründe hierzu wurden nicht genannt, aber der
Mensch, der mir das erzählt hat, hat damals am Ballindamm in Hamburg die dortige Zeiss-Niederlassung
geleitet. Also habe ich ihm geglaubt und tu das im Grunde heute noch
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6340.msg43265#msg43265
Ich werde das bei Gelegenheit noch mal testen.
Beste Grüße,
Jon
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 18, 2016, 22:37:28 NACHMITTAGS
Liebe Hilfslinsen-Geschädigte,
zur Erhellung hier einige Zitate aus den Zeiss-West-Schriften.
[ ... ]
Gruß !
JB
Lieber JB!
Sie stellen diesen Faden auf den Kopf. Was Sie schreiben, ist ja unbestritten - aber das wollte der Fragesteller doch gar nicht wissen! Wonach er gefragt hatte, waren Sinn und Zweck der Justierschraube(n) am Hilfslinsenträger. Sie haben nun mehrfach Fragen beantwortet, die niemand in diesem Faden gestellt hat.
Vielleicht können Sie sich ja doch noch überwinden, die ursprüngliche Fragestellung einmal zu lesen? Dann können wir hier doch zu einem Ende finden?
Beste Grüße zur guten Nacht!
KH
Zitat von: Klaus Herrmann in Juli 18, 2016, 20:31:41 NACHMITTAGS(...) Aber erst kucken, dann nachdenken, dann schreiben ist schon eine zweckdienliche Reihenfolge!
Korrekt. Aber anders herum knackt man schneller die 10.000 Beiträge ;).
Hier geht es – wenn ich es recht lese – um einen reichlich gewöhnlichen STANDARD-Kondensorhalter/-träger mit einem nullachtfuffzehn Filterhalter und einer stinknormalen Hilfslinsen-Schwenkvorrichtung (und keineswegs um irgend eine Spezialausführung!). Worum also dieser Larifari? Dieser Kondensorhalter ist auch kein ausdrückliches Phomi-Zubehörteil, sondern lässt sich auch am Universal und WL prima nutzen.
Nutzen? Das heißt also, man braucht dazu gar keine ungewöhnlichen Kenntnisse oder Geheimwissen unterschiedlicher Hersteller?
Nein. Es steht alles schön in den entsprechenden Carl-Zeiss (West)-Anleitungen zu den genannten Stativen. Die Sache mit den Hilfslinsen war zwar immer schon ein bisschen kompliziert, aber das Thema wurde hier ja schon mit allem Inbrunst der Länge und der Breite nach diskutiert und dokumentiert.
Hermann, spricht etwas dagegen, einmal ein Bild Deines Bauteils zu zeigen, damit ein bisschen Klarheit einkehrt? Ich kann es leider nicht, da ich just diesen Kondensorhalter zu meinem – paddaa! – STANDARD WL gerade erst verpackt habe.
Angenehmen Abend noch
Thomas
Lieber Herr Henkel,
Sie haben natürlich recht. nur fand ich in der Beschreibung für das Phomi II keinen Hinweis auf die Hilfslinse. Beim Studium der Gebrauchsanweisung PHOTOMIKROSKOP G 40-430-d (Phomi I)
wird die Verwendung der Hilfslinse I beschreiben:
"Die Hilfslinse I wird zur Benutzung der Kondensoren mit ausklappbarer Frontlinse sowie der Dunkelfeldkondensoren geliefert. Sie hat ihren Platz unmittelbar unter dem Kondensor im ausschwenkbaren Halter B 14."
Es folgt eine Tabelle aus der hervorgeht, dass die Kondensor-Hilfslinse I bei den Kondensoren 0,9 Z, 1,3 ZPhasenkontrast-Kondensor II Z jeweils auch POL nur bei den Objektiven 10 und 16
eingeschaltet wird, bei allen übrigen Objektiven bleibt die Hilfslinse ausgeschaltet.
Anders ist es bei der Hilfslinse IV, die gehört zu den achromatisch-aplanatischen Kondensoren. Sie wird bei den Achr.apl. Kondensor 1,4 Z und Achr.apl. Phasenkontrast-Kondensor V Z eingeschaltet bei den Objektiven 2,5 bis 16. Beim Phasenkontrast-Kondensor IV Z/6 mit großer Schnittweite wird sie bei den Objektiven 2,5 bis 6,3 eingeschaltet.
Zieht es Sie nicht mal wieder in den "Naturpark Augsburg Westliche Wälder"?
Herzliche Grüße
Herbert Dietrich
Ich will mal eben zum besten geben, was ich alles so vorgefunden habe.
Eingebaute Klapplinse im dicken Filterhalter mit Stellschrauben. Brennweite 7,8cm
Eingelegte Klapplinse (1 Strich) im dünnen Filterhalter mit Madenschrauben. Brennweite 8,6cm
Unter den Kondensor eingeschraubte Zusatzlinse. Brennweite 10,6cm
Die genaue Bedeutung dieser Zusatzlinsen war mir aber noch nie so richtig klar; im Gegensatz zu der klappbaren Frontlinse, deren Bedeutung sich mir ziemlich schnell erschlossen hatte. Darum lese ich ja gerade mit großem Interesse alle diese Beiträge. Vielleicht komme ich der Sache ja doch irgendwie etwas näher.
Grüße Udo
Zitat von: Herbert Dietrich in Juli 19, 2016, 12:53:33 NACHMITTAGS
Lieber Herr Henkel,
Sie haben natürlich recht. nur fand ich in der Beschreibung für das Phomi II keinen Hinweis auf die Hilfslinse. Beim Studium der Gebrauchsanweisung PHOTOMIKROSKOP G 40-430-d (Phomi I)
wird die Verwendung der Hilfslinse I beschreiben:
"Die Hilfslinse I wird zur Benutzung der Kondensoren mit ausklappbarer Frontlinse sowie der Dunkelfeldkondensoren geliefert. Sie hat ihren Platz unmittelbar unter dem Kondensor im ausschwenkbaren Halter B 14."
Es folgt eine Tabelle aus der hervorgeht, dass die Kondensor-Hilfslinse I bei den Kondensoren 0,9 Z, 1,3 ZPhasenkontrast-Kondensor II Z jeweils auch POL nur bei den Objektiven 10 und 16
eingeschaltet wird, bei allen übrigen Objektiven bleibt die Hilfslinse ausgeschaltet.
Anders ist es bei der Hilfslinse IV, die gehört zu den achromatisch-aplanatischen Kondensoren. Sie wird bei den Achr.apl. Kondensor 1,4 Z und Achr.apl. Phasenkontrast-Kondensor V Z eingeschaltet bei den Objektiven 2,5 bis 16. Beim Phasenkontrast-Kondensor IV Z/6 mit großer Schnittweite wird sie bei den Objektiven 2,5 bis 6,3 eingeschaltet.
Zieht es Sie nicht mal wieder in den "Naturpark Augsburg Westliche Wälder"?
Herzliche Grüße
Herbert Dietrich
Lieber Herr Dietrich!
Ihren kompletten Text lasse ich als Zitat stehen, steckt ja viel Arbeit darin. Technisch kommentiere ich das aber mit dem Ausruf: Ach, wenn das nur alles so klar, eindeutig und einfach wäre, wie Sie das beschreiben. Da gibt es noch vieles zu bedenken, vor allem wenn es darum geht, einen Hilfslinsenträger in ein Standard einzufügen, für das er nicht bestimmt war. Daß solche Teile über die Jahrzehnte an viele Modelle "paßten", hat schon manchen Bastler dazu verleitet, manches Standardmodell mit nicht dazu gehörigen Teilen auszustatten. ("
I woiß net, abr moin Apo macht so onscharfe Bildr!") Wenn wir nur mal Augenmaß nehmen, fällt uns doch auf, daß die Modelle vom Typ Standard Universal und die von Typ Standard WL längere Stativbasen haben als die Standard 14, 16, 18 o. ä. Da kann man schon einmal nachmessen, daß beim Standard 16 von der Leuchtfeldblende bis zu Lampeneinschubrohr (Niedervoltlampe 6V 15W) 18 cm sind, beim Standard Universal aber 30 cm! Daß das bei der Brennweite für die Hilfslinsen zu berücksichtigen ist, erklärt sich beinahe von selbst.
Apropos Hilfslinsen: Fotofreunde witzelten zu Zeiten der Schraub- und Bajonett-Leica, Leitz Wetzlar sei eine Fabrik für die Produktion von mechanischen Zwischenringen. Um deren Absatz sicherzustellen, produziere man auch Fotoapparate, die man mithilfe von Zwischenringen, welche in Einzelstückfertigung zu hohen Kosten gedreht würden, so miteinander verschrauben könne, daß man jede Fotokamera mindestens mit fünf verschiedenen Zwischenringen mit jedem anderen Teil kombinieren könne, das jemals bei Leitz in Wetzlar hergestellt worden sei. Selbstverständlich wurden auf besonderen Wunsch einzelner "Profi"-Fotografen auch Zwischenringe in besonderen Abmessungen und besonderer Lackierung gefertigt.
Selbstverständlich soll das keine Anspielung auf irgendwelche Hilfslinsen sein.
In die wäschdliche Wäldr ziagts mi scho bald wiedr, do kann mr herrlich schwätza bei am guete Hilfslinsagericht. Bis bald!
Lieber Herr Henkel,
genau dies dachte ich mir auch: das ist der Nachteil, dass vom Zeiss Winkel GF bis zu den letzten Standard Mikroskopen fast alles scheinbar kompatibel ist.
So werden Hilfslinsen oft im guten Glauben von den unterschiedlichsten Modellen getauscht.
Ich freue mich schon auf einen Besuch von Ihnen, bis Mitte August bin ich allerdings im niederbairischen.
Abr danoch gitts vielleicht scho an Augschburger Zwetschgadatschi
Liebe Grüße
Herbert Dietrich