Hallo Forum,
Aus dem anderen Faden heraus noch einmal die Frage: Muß an diesem Mikroskop bei hochaperturigen Objektiven die Hilfslinse unter dem Objekttisch eingeschwenkt oder herausgenommen werden?
- Standard WL
- Leuchtrohr mit Leuchte 15W
- Hilfslinse im oberen schwenkbaren Filterhalter
- Phasenkontrastkondensor V Z mit Frontlinse Apl. 1.4 und ohne eingeschraubte Hilfslinse, immergiert
- Objektiv: Neofluar 100/1,30
Beste Grüße,
Jon
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/198845_51415242.jpg) (http://s1178.photobucket.com/user/jayb37/media/DSC_0750_zpsueghevlc.jpg.html)
Hallo Jon,
meine Antwort kennst Du ja schon: Nach den Zeiss-Schriften eindeutig rein. Zusätzlich sollte bei Objektiven NA < 1,0 auch der Kondensor zumindest mit Wasser immergiert werden, wenn die höchstmögliche Auflösung angestrebt wird.
Gruß !
JB
Zitat von: Jürgen Boschert in Juli 19, 2016, 12:25:06 NACHMITTAGS
zumindest mit Wasser immergiert werden
Hallo Jürgen,
Danke für den Beitrag, mal sehen, was die anderen sagen. Die Immersion des Kondensors habe ich oben noch mal klargestellt.
Beste Grüße,
Jon
Hallo Jon,
vielleicht trifft mein Beitrag zu "Zeiss West:ausklappbarerFilterträger - Spezialausführung-"
von heute 12:53 auch für das WL zu.
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo Jon,
Da würde ich mich nicht auf die Zeiss Beschreibungen verlassen, das probierst du am besten selber aus, indem du mit dem PH - Hilfsokular in die hintere Brennebene schaust.
Ich habe jedenfalls Zeiss Mikroskope hier stehen, da wird die Kondensorapertur beim Ausschwenken der Hilfslinse vergrössert und bei anderen
wird sie dagegen verkleinert.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Jon,
Hast du ein Phasenteleskop? Damit kannst sehen ob die Linse rein oder raus muss: wann wird das Objektiv am besten ausgeleuchtet? Beste Grüsse,
Rolf
Zitat von: Herbert Dietrich in Juli 19, 2016, 12:57:12 NACHMITTAGS
vielleicht trifft mein Beitrag zu "Zeiss West:ausklappbarerFilterträger - Spezialausführung-"
von heute 12:53 auch für das WL zu.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=26486.msg198849#msg198849
Hallo Herbert,
Danke für den Hinweis. Mal sehen, ob wir herausfinden können, wie das bei den kleinen Stativen, RA und WL, ist.
Beste Grüße,
Jon
Zitat von: wilfried48 in Juli 19, 2016, 14:13:41 NACHMITTAGS
Ich habe jedenfalls Zeiss Mikroskope hier stehen, da wird die Kondensorapertur beim Ausschwenken der Hilfslinse vergrössert und bei anderen wird sie dagegen verkleinert.
Hallo Wilfried,
Danke für den Beitrag. Darf ich fragen, um welche Stative es sich handelt und um welche Kondensoren? Außerdem könnte es einen Unterschied machen, ob die Kondensoren bereits eine fest eingebaute Hilfslinse besitzen oder nicht.
Beste Grüße,
Jon
Hallo Jon,
das sehe ich wie Wilfried. Das Problem liegt m.E. darin, dass Zeiss im Rahmen der Modellentwicklung auch an den Kondensoren konstruktive Änderungen vorgenommen hat ohne diese durch andere Seriennummern zu bezeichnen. Diese Dinge wurden in den zitierten Threads bereits ausführlich diskutiert. In der Originalanleitung z.B. für das GFL wird eine abweichende Vorgehensweise im Vergleich zum Phomi 1 beschrieben:
Wenn die Frontlinse des Kondensors (gemeint sind die Kondensoren 0,9 Z, II Z und 1,3 Z) aus dem Strahlengang geschaltet wird bei Objektiven unter 10x bzw. 16x, dann ist die Hilfslinse ebenfalls aus dem Strahlengang zu schalten (wenn mit der Einbauleuchte gearbeitet wird).
Nachdem die meisten Komponenten bei den Standards problemlos austauschbar sind und im Laufe der Jahre wohl auch ausgetauscht wurden, bringt dieser Mix ein ziemliches Durcheinander. Da hilft auch nicht unbedingt das Lesen der Anleitungen sondern nur ein Blick durch das PK-Hilfsmikroskop. Das sollte man auf jeden Fall haben.
Hubert
Hallo,
noch eine kleine Info:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/198859_31984539.jpg)
Gruß
Peter
Zitat von: rhamvossen in Juli 19, 2016, 14:15:15 NACHMITTAGS
Hast du ein Phasenteleskop? Damit kannst sehen ob die Linse rein oder raus muss: wann wird das Objektiv am besten ausgeleuchtet?
Hallo Rolf,
Ja, habe ich. Bei meinem Standard RA (mit Kondensor INKO Apl. achr. 1.4, immergiert) muß bei Objektiven mit hoher NA die Hilfslinse im Filterhalter
ausgeschwenkt werden (
raus). Das ist sehr deutlich zu sehen. Es scheint aber nicht bei jedem im Forum der Fall zu sein. Wie ist es bei Ihnen?
Beste Grüße,
Jon
Zitat von: Lupus in Juli 19, 2016, 14:24:47 NACHMITTAGS
In der Originalanleitung z.B. für das GFL wird eine abweichende Vorgehensweise im Vergleich zum Phomi 1 beschrieben:
Wenn die Frontlinse des Kondensors (gemeint sind die Kondensoren 0,9 Z, II Z und 1,3 Z) aus dem Strahlengang geschaltet wird bei Objektiven unter 10x bzw. 16x, dann ist die Hilfslinse ebenfalls aus dem Strahlengang zu schalten (wenn mit der Einbauleuchte gearbeitet wird).
Hallo Hubert,
Danke für den Beitrag. Wenn die Frontlinse des Kondensors 1,3 Z ausgeschwenkt wird, bleibt noch ein Kondensor NA ca. 0.3 (wenn ich micht recht erinnerte; ist bei Michel beschrieben). Dann ist die Hilfslinse wohl nicht nötig und kann ausgeschwenkt werden.
Aber zum umgekehrte Fall, beschreibt Ihre Anleitung zum GFL auch etwas zur Rolle der Hilfslinse bei
hochvergrößernden Objektiven (etwa beim 100er) und Kondensor mit hoher NA?
Beste Grüße,
Jon
Hallo Jon,
ZitatEs scheint aber nicht bei jedem im Forum der Fall zu sein. Wie ist es bei Ihnen?
Ich werde das mal Heute Abend bei verschiedene Stative ansehen. In Jedem Fall habe ich die Hilfslinse beim Zeiss-Winkel GF immer rein (mit Kondensor 0.9). Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Jon,
die von mir zitierte Beschreibung zum GFL ist abschließend. D.h. die Hilfslinse ist bei der gegebenen Beleuchtungsanordnung (im endlichen Abstand im Fuß eingebaute Beleuchtung bzw. Leuchtfeldblende) für alle anderen Objektive notwendig, damit der Kondensor die Leuchtfeldblende auch mit der konstruierten maximalen n.A. in der Objektebene abbilden kann. Das entspricht auch der Beschreibung zu der Tabelle von Peter.
Hubert
PS: Die Anleitung bezieht sich übrigens allgemein auf die Mikroskope Standard GFL und WL
Hallo Hubert,
Danke für die Klarstellung
Zitat von: Lupus in Juli 19, 2016, 14:56:52 NACHMITTAGS
D.h. die Hilfslinse ist bei der gegebenen Beleuchtungsanordnung (im endlichen Abstand im Fuß eingebaute Beleuchtung bzw. Leuchtfeldblende) für alle anderen Objektive notwendig, damit der Kondensor die Leuchtfeldblende auch mit der konstruierten maximalen n.A. in der Objektebene abbilden kann. Das entspricht auch der Beschreibung zu der Tabelle von Peter.
Die Tabelle von Peter ist allerdings nicht ganz vollständig. Zumindest beim Photomikroskop (? I; in beiden Fällen ist wohl Version I gemeint?) werden trotz der Erklärung zur unendlichen Bildweite usw. die Hilfslinse bei Objektiven >16 die Hilfslinsen IV oder I r
ausgenommen.
Beim Kondensor NA 1,4
http://www.weihenstephan.org/~fsrklauhenk/Kond+Hilfslinse1.jpg
genauso wie beim Kondensor NA 0,9 oder 1,3
http://www.weihenstephan.org/~fsrklauhenk/Kond+Hilfslinse2.jpg
Beste Grüße,
Jon
Hallo Jon,
leider kenne ich den Beleuchtungsstrahlengang des Phomi nicht genau, aber er ist doch etwas anders als beim GFL oder WL. Man sieht in den Tabellen, dass bei größer vergrößernden Objektiven (ab 25x) und ausgeschalteter Hilfslinse die Abbildung der Leuchtfeldblende durch den Kondensor auf die hintere Blende bezogen ist! Also auf einen größeren Abstand zum Kondensor mit evtl. Zwischenoptik), daher muss auch die Hilfslinse eine andere Brennweite haben oder entfallen.
Grundsätzlich geht es bei allen Mikroskopen immer darum, die Leuchtfeldblende bzw. das dort bestehende Bild der Lichtquelle in die Objektebene abzubilden. Und wenn wie anscheinend beim Phomi, eine günstigere Leuchtfeldblendenlage für den Kondensor für hohe numerische Beleuchtungsaperturen zur Verfügung steht, dann muss man den jeweiligen Beleuchtungsstrahlengang anpassen. Wenn es bei den Standards auch ohne dreifaches Verändern des Beleuchtungsstrahlenganges möglich war eine gute Ausleuchtung zu erzielen, frage ich mich, warum es beim Phomi anders ist - vielleicht weil man damals gedacht hat, dass die Fotografie noch kritischer hinsichtlich der optimalen Einstellung ist. Warum man das so gewählt hat wissen nur die Entwickler oder vielleicht ein "Zeissianer" hier im Forum.
Hubert
Hallo -
das liegt letzten Endes daran, dass man versucht hat das Phomi über Phomi II und IIIzu einer eierlegende Wollmilchsau weiterzuentwickeln indem an um die Fotoeinrichtung herumkonstruierte.
Im Beleuchtungsstrahlengang waren Zug um Zug Einrichtungen unterzubringen für die das Gerät eigentlich wenig geeignet war - ich brauche da nur an die Auflichteinrichtung und an den Rucksack zu zu erinnern. Dadurch sind viele Teile nicht mehr austauschbar obwohl sie äußerlich gleich aussehen, z.B. die Leuchtfeldblendenoptik und eben die diversen variablen und festen Hilfslinsen.
Diese Teile wurden dann z.T. im Lauf der Jahrzehnte bei Reparaturen oder Aufrüstung des Gerätes in Unkenntnis der Sachlage ausgetauscht, sodass hier ein ziemliches Chaos herrscht und man um Versuch und Irrtum nicht herumkommt - auch wenn man im Besitz der diversen Broschüren ist.
Viele Grüße
Rolf
Hallo zusammen,
die Phomis und WLs sind letztlich -zumindest was die Sache mit der Leuchtfeldblende und den Kondensoren anbelangt- zu den kleineren Standard-Modellen nicht prinzipiell verschieden. Lediglich die Entfernungen Leuchtfeldblende Kondensor-Eintrittspupille fallen unterschiedlich aus, was dann natürlich andere Brennweiten für die Hilfslinsen bedingt. Zudem ist die Fassung für diese Linsen über die Zeit geändert worden: Die älteren für die größeren Geräte sind am bodenseitigen Ende eines relativ hohen Zylinders angebracht, die neueren in einer Fassung, die nicht dicker ist als ein normaler Filterhalter; das heißt, hier sind natürlich die axialen Verhältnisse im Strahlengang rein geometrisch unterschiedlich. Auch die kleinen Standards brauchen übrigens bei Verwendung einer Einbauleuchte streng genommen eine Hilfslinse.
Ich denke das Problem ist bei den Zeiss-West-Geräten ein grundlegend anderes, historisch gewachsenes: Man hat lange an der Möglichkeit der Benutzung einer externen Leuchte festgehalten, die ja weiter weg aufgestellt ist; damit erscheint die Lage der Leuchtfeldblende näher an dem Ideal "unendlich entfernt " zu liegen. Die Kondensoren wurden dann mit zunehmender Verbreitung der Einbauleuchten nicht neu berechnet, sondern dann halt mit Brille versehen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies andere Hersteller nicht so gemacht haben, sondern halt neu berechnete Kondensoren herausbrachten oder, wie ich das bei den Leitz-Instrumenten gesehen zu haben glaube, die Leuchtfeldblende eben nicht unmittelbar am Lichtaustritt, sondern in größerer Entfernung zum Kondensor weiter hinten im Stativfuß positionierten.
Gruß !
JB
Hallo,
Ich habe bei 3 verschiedene Stative die Hilfslinse ausgeschwenkt und eingeschwenkt. Die Auswirkung ist bei diese 3 Stative dasselbe, das heisst, mit eingeschwenkte Hilfslinse ist die Ausleuchtung der Apertur besser. Ich habe ein Apl achr 1.4 Kondensor gebraucht, trocken und Wasser immergiert. Das Objektiv war ein Achromat 100/1.25 am Stativ RA, Standard 16 und GFL. Die Leuchtfeldblende wurde bis zum Rand das Sehefelds geöffnet. Die bilder wurde gemacht am Stativ RA.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/198883_30018125.jpg) (http://s818.photobucket.com/user/rhamfopflor/media/Hilfslinse_zpsmif9jltx.png.html)
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
Danke für den Test. Bilder 3 und 4 sehen aber so aus, als wenn nicht wieder neu geköhlert wurde (ansonsten wäre die Kondensorblende ja scharf abgebildet). Ist das der Fall?
Thank you for the test. Did you set up Köhler illumination again after you removed the auxiliary lens (figures 3 and 4)? It looks like the illumination wasn't set up properly (this has to be re-done after removing the auxiliary lens).
Kind regards,
Jon
Hallo Jon,
ZitatBilder 3 und 4 sehen aber so aus, als wenn nicht wieder neu geköhlert wurde
Natürlich, das hätte ich machen sollen. Ist auch viel zu warm ;). Ich hab noch zwei neue Bilder gemacht, also neu geköhlert mit ausgeschwenkte Hilfslinse. Sehe das angepasste Bild oben. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo,
ich habe auch mal aus Neugierde die Ausleuchtung getestet, aber mit 3 unterschiedlich alten Kondensoren 0,9 Z mit erkennbaren baulichen Unterschieden (Zeiss-Winkel, Zeiss mit graviertem Logo und mit weißer Schrift) am GFL. Auch hier hat der Kondensor immer mit eingeschwenkter Linse die richtige, höchste Stellung und damit die maximale NA. Ich war nur etwas erstaunt, weil ich einen Kondensor für den Test geliehen hatte, der am dortigen Mikroskop nicht optimal zu arbeiten scheint. Aber die Hilfslinse ist da offensichtlich falsch oder selbst ergänzt. Es empfiehlt sich also immer die Komponenten zu testen....
Hubert
Zitat von: rhamvossen in Juli 20, 2016, 00:07:21 VORMITTAG
Ich hab noch zwei neue Bilder gemacht, also neu geköhlert mit ausgeschwenkte Hilfslinse. Sehe das angepasste Bild oben.
Hallo Rolf,
Vielen Dank, das ist wirklich eindeutig.
Beste Grüße,
Jon
Hallo Rolf,
herzlichen Dank. Ich denke dank Deiner Aufnahmen ist nun dieses Thema endgültig "durch".
Gruß !
JB
Hallo in die Runde,
trotzdem habe ich noch eine vielleich unqualifizierte Frage? Wofür ist diese Hilfslinse denn überhaupt auschwenkbar? Die obere Hilfslinse auszuschalten bedeutet größere Bildfelder bei schwacher Vergrößerung auszuleuchten das ist klar aber warum die untere?
Viele Grüße,
Michael
Moin,
Zitat von: Michael L. in Juli 20, 2016, 14:12:38 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde,
trotzdem habe ich noch eine vielleich unqualifizierte Frage? Wofür ist diese Hilfslinse denn überhaupt auschwenkbar? Die obere Hilfslinse auszuschalten bedeutet größere Bildfelder bei schwacher Vergrößerung auszuleuchten das ist klar aber warum die untere?
Viele Grüße,
Michael
Ich verstehe nicht, warum Du zwei Hilfslinsen hast - meinst Du vielleicht die klappbare Kondensorfrontlinse als "obere Hilfslinse"?
Bezüglich der unteren, eigentlichen Hilfslinse gibt es einen Abschnitt mit Abbildung in der Mikrofibel, S. 111.
Gruß
Ulf
Hallo Ulf,
Ja ich meinte die Frontlinse, danke für den Hinweis.
Gruß,
Michael
Hallo Michael,
ZitatWofür ist diese Hilfslinse denn überhaupt auschwenkbar? Die obere Hilfslinse auszuschalten bedeutet größere Bildfelder bei schwacher Vergrößerung auszuleuchten das ist klar aber warum die untere?
wenn die Frontlinse weggeklappt ist verliert die Aperturblende des Kondensors großteils ihre Funktion (sie liegt dann nicht mehr in der optisch richtigen Lage). Aber man kann das verbleibende System aus hinterer Kondensorlinse + Hilfslinse noch so in der Höhe justieren, dass zumindest die Leuchtfeldblende in der Objektebene abgebildet wird (kann man durch eine Mattscheibe statt des Objektträgers leicht überprüfen). Trotzdem wird dann das Bildfeld der meisten schwach vergrößernden Objektive ungleichmäßig ausgeleuchtet, der ganze Köhler-Strahlengang ist nicht mehr abgestimmt und die Objektiveintrittspupille kann nicht mehr ausgeleuchtet werden. Wenn man auf die Leuchtfeldblende eine Mattscheibe legt ist das Objektiv wieder ausgeleuchtet.
Die Alternative ist das in den Anleitungen empfohlene Ausschwenken der Hilfslinse, dann weicht zwar der Beleuchtungsstrahlengang aufgrund der großen hinteren Kondensorlinsen-Brennweite von etwa 35 mm (statt ca. 16 mm bzw. 11 mm für die kompletten Kondensoren 0,9 Z und 1,3 Z) noch mehr vom Köhler-Strahlengang ab. Aber die Beleuchtung ist so stark "defokussiert" dass wieder eine homogene Beleuchtung entsteht, die Blenden verlieren allerdings großteils ihre Wirkung. Im Prinzip ist nach Ausschwenken der Frontlinse improvisieren angesagt, alles ist erlaubt was zu einer homogenen Ausleuchtung führt.
Hubert
Hallo Hubert,
vielen Dank für Deine Erläuterungen jetzt ist meine Frage beantwortet.
Freundliche Grüße,
Michael
Hallo Übersichtsmikroskopiker,
Zitat von: Lupus in Juli 21, 2016, 10:12:30 VORMITTAG
Im Prinzip ist nach Ausschwenken der Frontlinse improvisieren angesagt, alles ist erlaubt was zu einer homogenen Ausleuchtung führt.
Am Standard 14/16/18 gibt es zwei Möglichkeiten, selbst das 2,5er-Objektiv mit dem 0,9er Klappkondensorsystem sauber auszuleuchten:
1. Man legt eine +10 pdt Nahlinse auf die Lichtaustrittsöffnung (Der Tipp stammt ursprünglich von einem anderen Forenmitglied, ich finde die Stelle aber nicht mehr) und den Beleuchtungsstrahlengang aufzuweiten.
2. an meinem Standard 18 funktioniert auch, eine Hilfslinse von einem alten Klappkondensor 0,9 in das Fenster des Spiegelkastens auf der Unterseite des Statives einzusetzen. Diese Linse passt zufälligerweise genau und weitet den Strahlengang sehr schön auf, damit das 2,5er sauber ausgeleuchtet werden kann.
Ich weiß aber nicht, ob das auch am RA, WL oder GFL funktioniert.
Grüße
Ulf