Hallo Leute,
bin neu hier und hoffe nicht gleich mit meiner ersten Frage auf die Nase zu fallen :)
Ich habe hier ein (bitte nicht lachen!) Bresser Advance ICD und verwende es in erster Linie zum Löten (SMD und so), wofür es bis auf eine einzige Einschränkung hervorragend geeignet ist. Ab und an nehme ich damit mit meiner kleinen Tochter noch das eine oder andere gefundene Insekt genauer unter die Lupe, dafür tut's das Mikroskop auch alle mal.
Originalerweise ist unter anderem ein 10x Weitfeld-Okkular dabei, welches laut Bedienungsanleitung ein Gesichtsfeld von 5,5-22mm hat. Da 10x für meinen Anwendungsfall fast etwas zu viel des guten ist und ich eigentlich ein größeres Gesichtsfeld benötige, hatte ich mir damals listigerweise gleich noch ein 5x Weitfeld-Okkular dazu bestellt, auch von Bresser. Leider sank damit zwar die Vergrößerung, das Gesichtsfeld ist aber gleich geblieben wie beim 10x.
Da ich von der Materie "Mikroskop" wenig bis keine Ahnung habe hoffe ich, daß Ihr mir mit meinem Gesichtsfeld-Problem weiter helfen könnt. Daher nun zu meinen eigentlichen Fragen:
- Kann ich prinzipiell jedes Okular für mein Mikroskop verwenden, welches in die 30,5mm-Aufnahme paßt?
- Worauf muß ich achten, damit ich ein Okular bekomme, bei dem das Gesichtsfeld größer ist wie bei meinem jetzigen 5x?
- Ein Paar Okulare darf für mich leider nicht mehr wie 50,- Euro kosten, von 800,- Euro Okularen, über die Ihr Euch hier so im Forum unterhaltet, kann ich nicht mal träumen. Kann mir vielleicht jemand ein geeignetes Okular nennen, das meine Anforderungen erfüllt, leider habe ich mit dem 5x schon mal daneben gelangt, möchte vermeiden, daß mir das nochmal passiert.
So, alle die bis hierher durchgehalten haben und noch nicht vom blanken Entsetzen gepackt wurden, schon mal ein herzliches Dankeschön für's Lesen (den anderen natürlich auch ;))!
Sehr freuen würde ich mich jetzt noch über ein paar konstruktive Antworten, auch dafür schon mal vielen lieben Dank!
Falls jemand noch genauere Informationen benötigt, hier ein Link zum Handbuch (erster gefundener Link, soll keine Werbung oder so sein, hoffe das ist hier nicht verboten): http://www.bresser.de/out/media/2b6d25cd383493f778c788fec408ae51.pdf
LG,
Manfred
Willkommen im Club Manfred!
Wenn es zu deinem Stemi eine Vorsatzlinse gibt z. B. 0,5x dann halbierst du natürlich die Vergrößerung aber dein Gesichtsfeld wird größer (der Durchmesser sollte verdoppelt werden). Der Arbeitsabstand wird auch verdoppelt.
Hallo Klaus,
erst mal Danke für die nette Begrüßung.
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Vielen, vielen Dank für Deine Antwort, genau das ist die Lösung!
In der Tat gibt es Vorsatzlinsen für das Mikroskop, eine 2x ist ja sogar dabei. Auf die Idee, damit das Gesichtsfeld zu ändern, wäre ich nie gekommen, liegt aber wohl daran, daß ich von Optik überhaupt keine Ahnung habe, Elektronik und IT ist mehr meine Welt. Somit kann ich die 10x Okulare zusammen mit einer 0.5x Vorsatzlinse verwenden und habe meinen 5x-Zoom und ein doppeltes Gesichtsfeld, genau das was ich brauche :)
Eine Frage noch, da es so eine Linsen von unterschiedlichen "Herstellern" gibt, vermutlich läuft aber wohl alles in China vom selben Band: Das Gerät hat ein 48mm-Gewinde, paßt hier jede Vorsatzlinse mit diesem Gewinde oder spielt der Aufbau, aus dem sich ja ein fixer Abstand der Vorsatzlinse zu den Linsen im Gerät ergibt, irgend eine Rolle oder läßt sich das alles über den Zoom-Regler einstellen?
LG,
Manfred
Hallo Manfred -
das Problem, dass die übliche Vergrößerung eines Stereomikroskops für Handarbeiten zu stark ist, kenne ich sehr gut. In der Tat ist eine Vorsatzlinse -0,5x die richtige Lösung. Dabei kommt es für diesen Zweck nicht so sehr auf die optischen Qualitäten an - jede derartige Vorsatzlinse, welche du irgendwie davor befestigen kannst wird ihren Zweck erfüllen! Du willst schließlich keine brillianten Fotos machen, sondern ein brauchbares Gesichtsfeld (z.B. zum Löten) überblicken.
Solche Linsen (minus 0,5) werden so um die 30.- gehandelt. Die Befestigung hängt von deinem Mikroskop ab. Ist da irgend ein Schraubring o.ä. vorhanden?
Allerdings habe ich vergessen zu erwähnen: Der Arbeitsabstand verdoppelt sich durch diese Linse - reicht dein Stativ dafür aus?
Viele Grüße
Rolf
P.S. Habe deine neue Nachricht gelesen: Ich hatte mal eine Vorsatzlinse 0,5x von Olympus, die ein 48 mm Schraubgewinde aufwies und die ich mit einem Zeiss Stemi benutzte. Davon habe ich sogar noch einen Adapter 48/49 mm. Über den Abstand der Linse zu deiner Optik brauchst du Dir da keine Gedanken zu machen. Der Arbeitsabstand verdoppelt sich in etwa, aber normalerweise funktioniert der Zoom-Regler dann auch noch. Schau erst mal nach einer Linse - Adapterringe (ca 7.- bis 12.-) um sie an die 48 mm anzupassen finden sich dann problemlos!
Hallo Rolf,
auch Dir zu allererst ein herzliches Dankeschön für Deine aufschlußreiche Antwort!
Das mit dem Arbeitsabstand hab ich leider noch nicht ganz verstanden. Ist das eine besondere Eigenschaft der Vorsatzlinse? Aktuell verwende ich ja bereits 5x-Okulare, welche ich jedoch durch die 0.5x-Vorsatzlinse wieder durch die ursprünglichen 10x-Okulare ersetzen werde. Damit hab ich dann wieder die 5-fache Vergrößerung, mit der ich gut zurecht komme, aber endlich ein ordentliches, da doppelt so großes Gesichtsfeld. Bleibt aber damit nicht der Arbeitsabstand derselbe, da ich ja vorher wie nachher die 5-fache Vergrößerung habe?
So günstige Linsen, wie von Dir genannt, kann ich nur bei Aliexpress finden, was aber eigentlich kein Problem darstellt. Dort gibt es für knapp 30,- Euro Linsen mit 48mm-Gewinde, dann bräuchte ich keinen Adapterring zusätzlich. Oder kennst Du andere, vor allem "nähere" Bezugsquellen, mit Lieferzeiten < 6 Wochen? Gerne auch per PN, falls das hier im Forum nicht gerne gesehen ist!
LG,
Manfred
Hallo Manfred,
ZitatBleibt aber damit nicht der Arbeitsabstand derselbe, da ich ja vorher wie nachher die 5-fache Vergrößerung habe?
Nein der Arbeitsabstand wird durch die Objektivseite bestimmt. Mit der 0,5er Vorsatzlinse wird er also doppelt so lang wie bisher. Je nachdem braucht man dann einen langen Hals oder einen Stuhl, der in der Höhe variiert werden kann oder einen Tisch der tiefer liegt. Eventuell auch ein längeres Stativ! Arbeitsabstand (AA) ist dir klar?
Du stellst ein Objekt , das auf dem Stativfuß liegt scharf und der Abstand Objektivunterkante zum Objekt ist der AA. Und dieser wird dann verdoppelt. Du musst also die Möglichkeit haben das Stemi auf der Stativsäule um mindestens diesen verdoppelten Abstand nach oben zu fahren.
Hallo zusammen,
ich hätte da auch noch eine Frage dazu: Diese Vorsatzlinsen, sind das ähnliche oder vielleicht sogar dieselben wie man sie auch für Foto-Nahaufnahmen verwendet? Das sind einfache Menisken oder 2-linsige Achromaten mit 1, 2, 3 oder 4 Dpt. Brechkraft. Die einfachen gibt es in allen möglichen Filtergewinden sehr günstig auf Fotobörsen oder Foto-Gebrauchtläden. 48 mm ist allerdings ein ziemlich ungebräuchliches Gewinde für Foto-Zwecke.
Gruß Jochen
Hallo Jochen -
wie gesagt - 48 mm war mal eine Olympus-Größe. Wahrscheinlich um zu vermeiden, dass man eine 49 mm Vorsatzlinse von der Kamera einschrauben kann ;D
Es gibt für die Stereomikroskope alle Typen - einfache Menisken und etwas aufwendigere Achromaten aus 2 Linsen. Je nach Preislage der Einrichtung scheinen die Firmen auch eine spezielle Linsengeometrie für diese Vorsatzlinsen zu haben um Bildfeldwölbung u.ä. zu verhindern.
Allzu kritisch kann das aber nicht sein, auch nicht die Entfernung der Vorsatzlinse vom Objektiv. Ich habe für mein Stemi 2000 eine variable Vorsatzlinse (von 0,3x bis 0,5x). Diese Variabilität wird einfach erzielt indem der Vorsatzachromat mit einem Gewinde mehr oder wenig weit vom Objektiv entfernt wird. Die Parfokalität des Zooms bleibt trotzdem erhalten.
Leider braucht Manfred eine negative Linse und die ist gewöhnlich nicht auf Fotobörsen zu kriegen. Dafür kommt es aber beim Löten nicht so auf ein paar Bildfehler in der Peripherie an.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Klaus,
Danke für die klärenden Worte.
Zitat von: Klaus Herrmann in August 18, 2016, 09:32:15 VORMITTAG
Du musst also die Möglichkeit haben das Stemi auf der Stativsäule um mindestens diesen verdoppelten Abstand nach oben zu fahren.
Das könnte etwas knapp werden. Hab mal gemessen und komme auf einen maximal möglichen AA von 22cm. Aktuell habe ich ca. 8cm AA, macht also mindestens 16cm. Die Vorsatzlinse trägt noch 2-3cm auf, bleiben also maximal 2-3cm zum scharfstellen und für diverse Halter (Schraubstock oder so), das könnte etwas knapp werden.
Mein Stativ hat oben ein M12-Innengewinde um eine "Sicherung" einzuschrauben, damit das Mikroskop nicht versehentlich oben vom Stativ geschoben werden kann (diese hab ich schon entfernt um auf den gemessenen maximalen AA zu kommen). Gibt es Verlängerungen welche im Bedarfsfall in das M12-Gewinde eingeschraubt werden können oder müßte ich da eine neue Stativstange anschaffen? Die Stativstange hat unten ein M10-Aussengewinde, bei den einschlägigen Verdächtigen (eBucht usw.) konnte ich jedoch nichts dergleichen finden. Solche Stangen sollte es doch geben, oder?
LG,
Manfred
Hallo Rolf,
nur interessehalber habe ich mal nach Vorsatzlinsen mit 49mm gesucht und konnte keine finden. 48mm und 40,5mm findet man an allen Ecken und Enden. Kann es sein, daß es die 49mm kaum mehr gibt?
LG,
Manfred
Hallo Manfred,
ZitatSolche Stangen sollte es doch geben, oder?
klaro gibt es die, aber nicht ganz unwichtig wäre der Durchmesser deiner Stativstange. Da gibt es nämlich eine hohe Varianz - und nur ein Durchmesser passt! ;)
Hallo Klaus,
das geht ja flott hier :)
Durchmesser beträgt 30mm.
LG,
Manfred
Hallo Manfred,
wir reißen uns ´nen Fuß raus um zu helfen...
ich habe 18, 20, 25, 28 .... 32 mm müsste man runterfeilen... ;D
Ich kann meinen Lieferanten fragen ob er eine vorrätig hat mit M 10 und Länge mindestens 30 cm oder eher 40.- Die ist dann in Edelstahl. Die letzte 40 cm Durchmesser 28 mm mit M 10 hat denke ich ca 50.- gekostet.
Aber vielleicht hat dein Mikroskophersteller längere im Angebot für kleines Geld?
Hallo,
ich bin leider nur Chemiker, aber Metallbearbeitung hätte ich auch gerne gemacht. Eine runde Stange aus Edelstahl mit einem bestimmten Durchmesser von 30 mm +/- 0,1 mm und einer Länge von 40, 45 cm oder wie lang auch immer mit unten einem M 10 Außen- und oben einem M 12 Innengewinde, das dürfte auf einer Drehbank nicht schwer anzufertigen sein.
Gruß Jochen
Zitat von: Klaus Herrmann in August 18, 2016, 00:18:58 VORMITTAG
Wenn es zu deinem Stemi eine Vorsatzlinse gibt z. B. 0,5x dann halbierst du natürlich die Vergrößerung aber dein Gesichtsfeld wird größer (der Durchmesser sollte verdoppelt werden). Der Arbeitsabstand wird auch verdoppelt.
...und gleichzeitig schützt die Vorsatzlinse das Objektiv vor Lötrauch...
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
Zitat von: Klaus Herrmann in August 18, 2016, 13:51:44 NACHMITTAGS
wir reißen uns ´nen Fuß raus um zu helfen...
;D
entschuldige bitte, war gerade nochmal im Keller um die Länge der Stange zu messen und dabei gesehen, daß ich mich falsch an den Durchmesser erinnert habe, den ich heute Früh schon mal gemessen hatte. Der korrekte Durchmesser beträgt 20mm, nicht 30mm.
Mitterweile bin ich unter Gegengewichtsstangen für Teleskope fündig geworden. 25cm Edelstahl kosten mit Versand ca. 30,-. Das sind schon mal 7cm mehr als jetzt und sollte eigentlich reichen. Außerdem besitzen diese beidseitig ein M10-Gewinde (Innen+Aussengewinde), somit kann ich im Bedarfsfall ja meine jetzige Gewindestange nochmal oben drauf schrauben. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit solchen Stangen, taugen die als Stativstange oder sind die zu "ungenau" gefertigt?
Dann muß ich noch die Vorsatzlinse in Fernost bestellen, da dort doch deutlich billiger als hier vor Ort, sitzen eben einfach ein paar Händler weniger dazwischen, die alle ihre Hand aufhalten.
Gerade fällt mir nochwas ein, wird den mit dem doppelten Abstand nicht auch das Licht zum Problem?
LG,
Manfred
Hallo Klaus, Hallo Jochen,
Zitat von: Klaus Wagner in August 18, 2016, 15:36:09 NACHMITTAGS
...und gleichzeitig schützt die Vorsatzlinse das Objektiv vor Lötrauch...
das ist natürlich auch ein nicht zu unterschätzender Punkt, läßt sich zwar alles mit Isopropanol wieder putzen aber wenn man einfach die Linse abschrauben und putzen kann ist das doch deutlich einfacher.
Zitat von: jochen53 in August 18, 2016, 15:24:27 NACHMITTAGS
Eine runde Stange aus Edelstahl mit einem bestimmten Durchmesser von 30 mm +/- 0,1 mm und einer Länge von 40, 45 cm oder wie lang auch immer mit unten einem M 10 Außen- und oben einem M 12 Innengewinde, das dürfte auf einer Drehbank nicht schwer anzufertigen sein.
klar, leider hab ich aber keine Drehbank, könnte man aber immer mal gut gebrauchen, fürchte nur, das sprengt dann leider den preislichen Rahmen komplett ;)
LG,
Manfred
Hallo Manfred -
die Fragen lassen sich nur bei Kenntnis deines Mikroskops beantworten. Ich selbst habe mir eine Stange verlängert, indem ich einen Gewindezapfen mit UHU-Endfest 300 in das Verlängerungsrohr eingeklebt habe, den ich (ähnlich wie bei dir) in das Innengewinde eines Abschlussstopfens schrauben kann. Die Rohre wurden während des Erhärtens des Klebstoffs "geschient". Allerdings handelt es sich hier um 32 mm Edelstahl eines Zeiss-Stemis. Die Träger oder Kreuzmuffen, die über diese Stangen geschoben werden haben alle etwas Übermaß, sodass sie auch bei nicht optimaler Präzision gut über die Nahtstelle bewegen lassen. Da Schraubengewinde nicht selbstzentrierend sind, ist da nach dem Einschrauben immer eine leichte Unebenheit. Wie das bei dir ist, weiß ich freilich nicht. Wegen der Haltbarkeit des Klebers braucht man sich keine Gedanken machen, wenn allseitig ordnungsgemäß geklebt wurde.
Die Frage nach dem Licht verstehe ich nicht ganz - je größer der Arbeitsabstand, desto freizügiger ist man doch bei der Beleuchtung?
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf,
Zitat von: reblaus in August 18, 2016, 16:32:38 NACHMITTAGS
...Ich selbst habe mir eine Stange verlängert, indem ich einen Gewindezapfen mit UHU-Endfest 300 in das Verlängerungsrohr eingeklebt habe... Da Schraubengewinde nicht selbstzentrierend sind, ist da nach dem Einschrauben immer eine leichte Unebenheit...
kleben wollte ich die beiden Stangen eigentlich nicht, nur bei Bedarf zusammenschrauben. Mit dem leichten Stoß hast Du bestimmt recht, da das Mikroskop dank China-Fertigung aber sowieso auf der Stange ein ganz leichtes Spiel besitzt, hoffe ich, über den Stoß drüber zu kommen, falls nicht wäre das natürlich blöd. Dachte nur, ob die Stangen nicht evtl. krum und schief sind, da aber dort Gewichte aufgeschoben werden sollen, hoffe ich, daß diese auch für meinen Zweck ausreichend gerade sind.
Zitat von: reblaus in August 18, 2016, 16:32:38 NACHMITTAGS
Die Frage nach dem Licht verstehe ich nicht ganz - je größer der Arbeitsabstand, desto freizügiger ist man doch bei der Beleuchtung?
Das stimmt natürlich, nur muß ich dann wohl künftig mit einer extra Lampe arbeiten. Aktuell reicht die am Mikroskop verbaute Funsel zum Löten noch aus, bei doppeltem Abstand könnte das aber etwas problematisch werden. Naja, wird sich letztendlich zeigen müssen, notfalls muß ich daneben eine Schreibtischlampe platzieren.
LG,
Manfred
Hallo Manfred -
da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt:
Die beiden Rohre sind sehr wohl trennbar! Voraussetzung ist, dass die beiden Rohrende sauber gearbeitet sind.
Das untere Rohr ist innen ohne Gewinde und normalerweise mit einem Plastikstopfen verschlossen - dort wurde der glatte Teil eines kurzen Gewindezapfens eingeklebt. Herausquellenden Klebstoff sorgfältig entfernen! Nachdem der Klebstoff hinreichend fest (aber noch nicht hart) war wird das obere Rohr aufgeschraubt, aber nur so fest, dass die Rohrenden sauber aufeinander liegen. Dann werden beide zusammen mit der Klemmhülse des Mikroskopträgers geschient. Man muss natürlich vorsichtig vorgehen, damit kein Klebstoff in das Gewinde eindringen kann. Am nächsten Tag kann man das obere Rohr abschrauben und wieder kräftig aufschrauben. Allerdings kann es trotzdem zu einer leichten Stufe kommen, da sich Schraubengewinde nicht automatisch genau zentrieren.
Natürlich sind 32 mm dicke Rohre damit leichter zu verbinden, aber mit 20 mm Material müsste das auch noch gut gehen. Wenn ich recht verstanden habe, kannst du doch deine Rohre einfach mit dem M 10 Gewinde auf Stoß verbinden und musst gar keinen Bolzen einkleben? Ich wette, die Stangen sind für diesen Zweck genau genug gefertigt!
Viele Grüße
Rolf
Hallo Manfred,
wahrscheinlich fährst du das Mikroskop auf dem Stativ nie ganz nach unten - d.h. man kann die Stativstange auch UNTEN verlängern und dann ist der genaue Durchmesser / Material der Verlängerung egal und oben ergibt sich keine Stossstelle.
Ich hätte übrigens eine gebrauchte Vorsatzlinse 0,5x von Olympus mit 48 mm Schraubgewinde abzugeben. Bei Interesse bitte PN.
viele Grüße
Manfred
Hallo Rolf,
Zitat von: reblaus in August 18, 2016, 17:41:41 NACHMITTAGS
da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt
ich fürchte ich hatte nur nicht kapiert, was Du mir eigentlich erklären willst. Wenn ich Dich recht verstehe, hast Du Dir ja die Verlängerung aus einem Rohr und einem Gewindebolzen komplett selbst gebaut, ist natürlich auch eine Idee.
Mit der Gewichtsstange wäre es bei mir in der Tat dann so wie Du vermutest, die bereits vorhandene Stativ-Stange und die Gewichtsstange ließen sich einfach verschrauben. Das ist dann wohl die einfachste Lösung für mein Problem.
LG,
Manfred
Hallo Manfred :)
Zitat von: ManK in August 18, 2016, 18:46:10 NACHMITTAGS
wahrscheinlich fährst du das Mikroskop auf dem Stativ nie ganz nach unten - d.h. man kann die Stativstange auch UNTEN verlängern und dann ist der genaue Durchmesser / Material der Verlängerung egal und oben ergibt sich keine Stossstelle.
Das hatte ich auch schon überlegt, aber ohne die 0.5x Vorsatzlinse bewege ich mich mit dem Mikroskop ziemlich am unteren Ende der Stativ-Stange, damit scheidet das leider aus.
Zitat von: ManK in August 18, 2016, 18:46:10 NACHMITTAGS
Ich hätte übrigens eine gebrauchte Vorsatzlinse 0,5x von Olympus mit 48 mm Schraubgewinde abzugeben. Bei Interesse bitte PN.
Schade, das wärs natürlich gewesen und für meine Zwecke sicherlich mehr als ausreichend, habe jetzt leider heute Nachmittag schon bei Ali bestellt :( Trotzdem vielen Dank für Dein Angebot!
LG,
Manfred
Hallo Manfred,
Zitatentschuldige bitte, war gerade nochmal im Keller um die Länge der Stange zu messen und dabei gesehen, daß ich mich falsch an den Durchmesser erinnert habe, den ich heute Früh schon mal gemessen hatte. Der korrekte Durchmesser beträgt 20mm, nicht 30mm.
Das ist natürlich schon ein nicht zu vernachlässigender Unterschied - aber jetz ist ein Fuß schon ausgerissen, den 2ten möchte ich dann doch noch behalten! ;D
Hallo Klaus,
na nun is es sowieso schon passiert, als käm's da jetzt auf ein Bein mehr oder weniger noch drauf an ;)
LG,
Manfred
Hallo Zusammen,
Gestern kam nun endlich die Vorsatzlinse aus China an und ich muß sagen, das Resultat ist wirklich Spitze! Genauso hatte ich mir das vorgestellt und damit kann ich nun endlich vernünftig "arbeiten".
Eine Verlängerung werde ich jetzt vorerst mal nicht anschaffen, mit der originalen Stange habe ich noch so ca. 1cm Luft und ich kann das Mikroskop notfalls auch um 180° drehen, dann gewinne ich die gesamte Höhe des Untergestells, das bei meinem Mikroskop bestimmt 6cm (nicht gemessen, nur geschätzt!), wenn nicht sogar mehr, ausmacht.
Vielen lieben Dank nochmal an alle, die mir hier mit guten Tipps und Ratschlägen geholfen haben!
LG,
Manfred