Hallo,
am kommenden Freitag beginnt mit dem ersten 1 1/2-stündigen Teil die Ausstrahlung eines 7-tgl. Epos über die Familien- und Firmengeschichte der Firma Zeiss mit dem Titel "Die gläserne Fackel" auf ARD Alpha (nennt sich teilweise auch "BR Alpha"). Die Gesamtlänge dieses Epos beträgt 613 Minuten!
Nach einem kurzen Trailer (http://www.br.de/mediathek/video/video/die-glaeserne-fackel-100.html), den ich heute gesehen habe, scheint das für Mikroskopiker und an der Zeiss'schen Familien- und Firmengeschichte Interessierte eine sehr sehenswerte Serie - wenn nicht gar ein "Muss" - zu sein.
Es handelt sich "noch" um eine aufwändige DDR-Produktion, deren Erstauustrahlung 1989 aber wohl nur Wenige "mitbekommen" haben.
Hier weitere Infos:
http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-798082.html
http://programm.ard.de/TV/Programm/Detailsuche/?sendung=2848718464322315
und noch ein weiterer Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=qo8lVzjf6YI) auf Youtube.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
danke für den Tip. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich da Programm empfange.
Gruß !
JB
Lieber Jürgen,
kein Problem - dann kannst Du Dir ggf. die DVD kaufen:
https://www.amazon.de/gp/product/B00Z74AO28/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Jürgen Boschert in September 14, 2016, 23:12:12 NACHMITTAGS
Lieber Peter,
danke für den Tip. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich da Programm empfange.
Gruß !
JB
Lieber Jürgen
wenn wir Glück haben, tauchen die Beiträge ja in der Mediathek auf!
http://www.br.de/mediathek/index.html
LG Bernhard
Guten Abend in die Runde,
ich habe soeben bei Amazon die 4 DVDs bestellt. Hier in der Provinz bekomme ich den angegebenen Sender nicht.
Gruß vom Inschenör Peter
Der erste Teil ist in der Mediathek zum Runterladen.
Verschiedene Auflösungen zur Auswahl.
Allerdings nur für 6 Tage gratis verfügbar - also nicht vertrödeln.
Schönen Sonntag - Werner
Zitat von: Werner in September 17, 2016, 21:11:55 NACHMITTAGS
Der erste Teil ist in der Mediathek zum Runterladen.
Verschiedene Auflösungen zur Auswahl.
Allerdings nur für 6 Tage gratis verfügbar - also nicht vertrödeln.
Schönen Sonntag - Werner
Hallo Werner
man kann ihn ansehen, aber runterladen geht in Mediatheken nicht. Zumindest wüßte ich nicht wie!
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Hallo zusammen,
es gibt ein Programm namens Mediathek View, das man z.B. bei Chip herunterladen kann. Damit lässt sich dieser Film problemlos runterladen. "Downloadhelper" funktioniert wohl auch.
Viele Grüße,
Bob
Zitat von: Bob in September 19, 2016, 10:44:02 VORMITTAG
Hallo zusammen,
es gibt ein Programm namens Mediathek View, das man z.B. bei Chip herunterladen kann. Damit lässt sich dieser Film problemlos runterladen. "Downloadhelper" funktioniert wohl auch.
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob
ich werds versuchen. Mit "Video Downloader Professional" geht es jedenfalls nicht.
LG Bernhard
Amazing, it works also in the Netherlands!
Thanks for the tip,
René
Hi Bob, you'll need the right link for easy retrieval: http://ondemand.mdr.de/mp4dyn/9/FCMS-908d59f1-dce3-4c13-b72d-bce07331c520-c7cca1d51b4b_90.mp4
But Mediathek seems to work fine as well.
Best wishes, René
Mediathek - Download.
Beim Durchklicken hatte ich mal kurz die Auflösungs-Auswahl gesehen, aber später nicht mehr gefunden.
Mit dem Downloadhelper von Mozilla Firefox gelang das aber. Beim Anklicken des Icons erschien die Auswahlliste als Pulldown-Menü.
Der Film ist schon sehr pathetisch, ich hatte mir mehr technische Einzelheiten erhofft.
Erstaunlich (für eine DDR-Produktion) sind die ausführlichen gottesfürchtigen Passagen...
Ein Fehler fiel mir auf: Das freie Abkühlen des Optischen Glases in der Werkhalle statt im Ofen. Schott wußte das bereits.
Mal sehen, was die weiteren Folgen bringen.
Gruß - Werner
Danke für den Tip!
Schaue ich mir gleich an heute Abend.
Grüsse,
Jan
Hallo zusammen,
Zitat von: Werner in September 19, 2016, 16:12:55 NACHMITTAGS
Der Film ist schon sehr pathetisch, ich hatte mir mehr technische Einzelheiten erhofft.
Erstaunlich (für eine DDR-Produktion) sind die ausführlichen gottesfürchtigen Passagen...
weil ich gerade zufällig darüber gestolpert bin und es vielleicht zu der Thematik passt ein Literaturhinweis:
Werner, Almuth: Eine Stiftung! : Die Geschichte des Unternehmens CARL ZEISS JENA als Medienereignis im Kino und Fernsehen der DDR. - In: Heimat Thüringen : Kulturlandschaft, Umwelt, Lebensraum. - Weimar : Heimatbund Thüringen. - Bd. 19.2012, 1, S. 18-20
Ich habe es selbst noch nicht gelesen und kann den Inhalt nicht beurteilen, zudem müsste ich das erst per Fernleihe ordern - aber als ergänzende Lektüre vielleicht ganz interessant.
Viele Grüße,
Martin
Hallo Werner,
ich darf zitieren:
1989 zum 40. Jahrestag der DDR-Gründung gedreht und mit damals beliebten DDR-Darstellern besetzt, ist ,,Die gläserne Fackel" Firmengeschichte, deutsche Zeitchronik, Familiendrama, Fernsehroman und ein Stück DDR-Propaganda zugleich.
Es ist keine Dokumentation! Eine reine Doku wäre vermutlich auch zu "trocken" gewesen, um damit Massen von TV-Zuschauern zu begeistern. Allerdings gelingt es meiner Ansicht nach schon (ich habe auch schon den zweiten Teil auf der DVD gesehen), die wesentlichen Stationen und auch die Leistungen von Zeiss, Abbe und Schott deutlich zu machen. Und das auch Leuten, die damit nichts "am Hut haben". Meiner Frau jedenfalls gefallen die ersten beiden Folgen jedenfalls sehr gut (womit ich gar nicht gerechnet hatte, da es doch um Mikroskope geht ;))
Gemessen an dem, was man heute (auch im Öffentlich-Rechtlichen) vorgesetzt bekommt, ist die Produktion für meine Begriffe schon eine andere Klasse.
Sicherlich wurde Zeiss auch von der DDR medial ein wenig pathetisch ausgeschlachtet - war es doch (man möge mich berichtigen, wenn ich jetzt Quatsch erzähle) eigentlich das einzige Unternehmen, das auf seinem Gebiet weltweit in der ersten Liga mitspielte, möglicherweise sogar technologisch führend war. (Vom Wettdopen vielleicht einmal abgesehen).
Herzliche Grüße
Peter
Eben war ich dabei, einen ausführlichen Kommentar zu schreiben, dann war mein Text wieder einmal weg, wie so oft im Forum!!
Also noch einmal: ich habe alle 7 Folgen angesehen.
Hervorragend die Schauspieler und ihre ihre Leistung. Auch die Requisiten bis ins Detail sehr gut. Bilder von SM, Adolf und Honni. Walter U. habe ich vermißt oder übersehen
Gefreut habe ich mich über die Szenen, in denen CZ in Heiligendamm zu Kur ist, habe ich dort Anfand der 50-iger Jahre gewohnt.
Folge 6 und 7 kann man nur mit Mostrich genießen. Aber es ließ sich wohl nicht verheimlichen und war allg. in der DDR bekannt, daß Materialmangel herrschte.
Ehrlicherweise hätte man auch sagen sollen, daß westl. Komputer benutzt wurden, weil man der Digitaltech. hinterher hinkte.
Bei Bestellungen aus der SU wurde vielfach Westtechnik verlangt. Von Insidern der Warnowwerft Rostock weiß ich, daß be Schiffsbestellungen z. B. MAN-Motoren, Atlas Echolote und westl. Radar gefordert wurde. Die SU wußte, daß Honni reichlich Westmark durch den Interzonenhandel (Genex) einnahm.
Amüsiert habe ich mich über den Titel "Genosse Generaldirektor" im 7. Teil
Das wär´s Gruß Peter
Hallo,
als Ergänzung zur Zeiss Historiendoku hier ein nettes Filmchen über die Entwicklung und Produktion von Elektronenmikroskopen, das ich heute entdeckt habe.
https://www.youtube.com/watch?v=9W6J_f4yVVg
Zumindest bei den Transmissionselektronenmikroskopen scheint nach dem Ausstieg von Zeiss vor zwei Jahren der Nabel Europas inzwischen
in der Tschechien angesiedelt zu sein.
viel Spass beim Anschauen
Wilfried
Danke für den Tipp. Ich habe mir gerade den ersten Teil angesehen.
Tom
...habe soeben bei einer anderweitigen Suche zufällig entdeckt, daß es "Die gläserne Fackel" auch als Buch und als Ebook gibt.
Die Leseprobe ergab eine wohl etwas ausführlichere Darstellung als im Film.
Gruß - Werner
Lieber Wilfried,
vielen Dank für den Tipp. Ich merke, dass ich mittlerweile ganz schön hinter dem Mond bin. Für mich war FEI immer eine Tochter von Philips in Eindhoven. Und der Aufwand bei Entwicklung und Produktion hat sich gewaltig geändert seit den 80ern und 90ern.
Eine winzige Kritik: ich habe gelernt, dass man "Tchechei" nicht verwenden sollte. Ich weiß nicht genau warum, hat was mit der Geschichte vor und im 2. WK zu tun.
Herzliche Grüße
Detlef
Hallo Wilfried, hallo Detlef,
Ihr seid beide sicher Experten in Sachen ,,Elektronenmikroskopie" und kennt sicher die historische Entwicklung sowie die Gründe für die Verleihung des ,,Nobelpreises an Ernst Ruska". Der Preis kann nach Testament von Alfred Nobel nur lebenden Personen verliehen werden. (Es lohnt sich, mal das Testament von Alfred Nobel zu lesen und zu prüfen, wieweit seine Intension mit der Praxis der Verleihung des Preises übereinstimmt.) Ernst Ruska war halt der Letzte, noch lebende ,,Erfinder" des ,,Elektronenmikroskops".
Die Leistung von Bodo von Borries, der zum Zeitpunkt der Vergabe des Preises längst verstorben war, fällt dabei leider meist unter den Tisch. (Lediglich bei ,,Wiki" findet man, unter dem Namen ,,Bodo v. Borries" seine und Ernst Ruskas Funktion bei der Entwicklung.)
In dem für mich sehr interessanten Film des ,,Links" allerdings, anders als in anderen, wissenschaftlichen Veröffentlichungen nach Verleihung des Nobelpreises an Ernst Ruska, sicher verzeihlich.
Gruß Carlos
Hallo Rainer/Carlos,
es hat eigentlich kaum jemand verstanden, warum die Entwicklung des EM erst so spät geehrt wurde. Klar das Team bestand aus mehreren bedeutenden Physikern, auch Max v. Ardenne, der leider später in der DDR der medizinischen Spinnerei (Ozon-Therapie) verfiel, und die hätten alle gemeinsam den Preis verdient gehabt. Ist halt so gekommen.
Herzliche Grüße
Detlef
Max heisst Manfred.
Nobelpreis Ruska 1986, Ardenne verstorben 1997
Ardenne stammt im übrigen aus der Familie von Effie Briest ( Fontane)
Claus
Zitat von: Detlef Kramer in Oktober 06, 2016, 10:13:42 VORMITTAG
Eine winzige Kritik: ich habe gelernt, dass man "Tchechei" nicht verwenden sollte. Ich weiß nicht genau warum, hat was mit der Geschichte vor und im 2. WK zu tun.
Tschechei war nach dem 1.Weltkrieg noch ein wertfreier deutscher Begriff für die neugebildete CSR. Jedoch prägte sich der Begriff für die Tschechen durch die häufige Nutzung unter "Schicklgruber" ("Zerschlagung der Rest-Tschechei") so negativ ein, daß man damit noch heute den deutschen Anspruch auf das Gebiet der CSR verbindet.
Mir war das in dieser Deutlichkeit auch nicht bewußt und wurde mir erst durch meinen tschechischen Nachbarn erklärt.
Viele Grüße
Lieber Detlef,
danke für den Hinweis, war mir nicht mehr so bewusst. Ich habe den Namen in meinen Beitrag entsprechend in Tschechien geändert.
Da ich zur Zeit ein altes historisches Elektronenmikroskop restauriere und daher zur Historie der Elektronenmikroskopie viel nachlese, kann ich vielleicht etwas über die vermuteten Gründe beitragen, warum dieser Nobelpreis erst so spät im Jahre 1986 also 54 Jahre nach den Erstveröffentlichungen 1932 verliehen wurde.
Es gab 1932 in Berlin zwei Gruppen, die sich mit der Entwicklung eine Elektronemmikroskops beschäftigten. Die einen (Knoll, Ruska und von Borries) beschäftigten sich bei Siemens mit den elektromagnetischen Elektronenlinsen und die anderen (Brüche, Mahl, Boersch) bei der AEG mit den elektrostatischen Elektronenlinsen.
Die Erstveröffentlichungen von Ruska bzw. Brüche in denen zum ersten mal der Begriff Elektronenmikroskopie enthalten war, geschahen nahezu zeitgleich, wobei Brüche seinen Artikel zwar später eingereicht hatte, die Veröffentlichung aber noch vor der der Gruppe Ruska erschien. In den Folgejahren erfolgte ein heftiger Streit über die Erfindung des Elektronenmikroskops zwischen den beiden Gruppen, den die Preußische Akademie der Wissenschaften erst im Jahre 1941 durch die Verleihung der Leibnitzmedallie für die Erfindung des Elektronenmikroskops an alle Kontrahenten Knoll, Ruska, v. Borries, Brüche, Mahl und Boersch einigermassen beruhigen konnte. Hinzugenommen wurde noch Manfred v. Ardenne der zwischenzeitlich das Rastermikroskop erfunden hatte.
Bei so vielen Urhebern wäre es natürlich auch für das Nobelkommitee schwierig gewesen nur ein oder zwei durch die Verleihung aus den anderen hervorzuheben. Im Jahr 1986 sollte es dann den Nobelpreis für das Rastertunnelmikroskop an Binnig und Rohrer (der nach meiner Meinung durch die Lobbyarbeit von "Big Blue" IBM gepuscht wurde) geben und da konnte man natürlich an Ruska nicht einfach vorbeigehen, der ja noch lebte. Warum v. Ardenne, der ja auch noch lebte, nicht mit berücksicht wurde ist seltsam, weil er ja eigentlich das Rasterprinzip entwickelt hatte. Vielleicht weil vier dann doch etwas zu viel gewesen wären oder vielleicht aus politischen Gründen ?
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried,
Es gab aber auch einen Streit zwischen v.Borries und Ruska, die Erfindung der "magnetischen Linse" betreffend. Derartige Linsen sind aber die Grundlage aller Elektronen-Mikroskope. Hierüber hatte m.W. Bodo v. Borries als erster mit Hinweis auf die Bedeutung "derartiger Linsen" für ein neues, bildgebendes Mikroskopieverfahren berichtet. Dieser Streit blieb offen, da Bodo v. Borries vor der Klärung verstarb. Deshalb blieb für die Verleihung des Nobelpreises für diese Leistung nur Ruska übrig.
Gruß Carlos
Hallo Carlos,
Ruska und v. Borries gehörten ja der gleichen Arbeitsgruppe an und hatten eine interne Vereinbarung über 5 gemeinsame Veröffentlichungen getroffen an die sich aber Ruska nicht hielt sondern zunächst eine alleinige Veröffentlichung über, wie er sich später rechtfertigte, Ergebnisse aus seiner Diplom- und Doktorarbeit machte. In dieser kam aber der Begriff Elektronenmikroskop bereits vor. Gemeinsam haben sie aber 1933 ein Patent über die magnetische Polschuhlinse angemeldet. Die magnetische Linse an sich, mit einer dünnen Luftspule, hatte schon Hans Busch 1927 veröffentlicht.
Der Zwist zwischen Ruska und v. Borries war allerdings nie so gross, dass sie nicht mehr zusammengearbeitet hätten. Von Borries hat ja schlieslich auch später die Schwester von Ruska geheiratet und war an der Entwicklung des ersten kommerziellen Gerätes im Jahr 1938 und des Serienmodells von Siemens 1939 massgeblich mitbeteiligt.
Meine Infos stammen aus einem Buch des Chinesischen Physikhistorikers Lin Quing mit dem Titel "Zur Frühgeschichte des Elektronenmikroskops" in dem dieser an Hand von vielen Zitaten von Veröffentlichungen und Briefwechseln aus Nachlässen der damals Beteiligten ein möglichst neutrales Bild dieser spannenden Geschichte zu zeichnen versucht. Liest sich teilweise wie ein Wissenschaftskrimi.
viele Grüsse
Wilfried