Und noch eine (Frage)
zwecks Abgleich zwischen älteren Objektiven japanischer Herkunft suche ich 0,1 - 0,5mm dünne Zwischenringe, im Idealfall für das RMS Gewinde, aber ID20mm wäre auch möglich. Hat jemand in der Runde eine Lieferantenanschrift?
Danke für jegliche Hilfe.
Paul
Guten Abend Paul,
was halten Sie davon, entsprechende Scheibenringe aus Papier und/oder Pappe zu schneiden?
Gruß vom Insch. Peter
Hallo Paul,
dafür hab ich mir Henkellocheisen besorgt. Damit kann ich aus jedem gewünschten Material Ringe stanzen.
Gibts im Werkzeughandel.
Grüße
Wolfgang
Guten Abend
Und Alu gibt es von der duennsten Folie bis zu ..., damit lassen sich Beilagen von 0,01 mm bis ... realisieren.
Die duennen koennen problemlos mit der Nagelschere schneiden ...
Liebe Gruesse
Gerhard
Hallo Paul,
ich habe mal beim Herausschrauben der Objektive an einem Mikroskop ein paar dieser "Unterlegscheiben" gefunden.
Ich finde die Teile super für den Ausgleich zwischen den Objektiven. Leider habe ich selbst nicht genug davon.
Insofern bin ich auch an einer Quelle interessiert.
Bastellösungen bleiben eben Bastellösungen.....
Freundliche Grüße
Peter
Hallo zusammen,
z.B.hier:
http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=microscope+schim-rings&LH_PrefLoc=2&_osacat=0&_from=R40&_trksid=p2045573.m570.l1313.TR0.TRC0.H0.Xmicroscope+par-focal+rings.TRS0&_nkw=microscope+par-focal+rings&_sacat=0
Gruß !
JB
Hallo,
es gibt (z.B. bei Hoffmann Werkzeuge) Edelstahlfolien in verschiedenen, sehr geringen Stärken, z.B. 0,05 mm, 0,1 mm, die werden verwendet, um durch Beilegen Maschinenteile exakt auszurichten. Die kann man mit einer Schere schneiden, sie wird allerdings dadurch schnell stumpf.
Gruß Jochen
Hallo zusammen,
manche Getränkedosen sind aus Alu-Blech. Gemessen habe ich da immer 0,11mm. Noch dünnere Bleche und Folien machen schnell Probleme, da die Ringe ja nicht sehr breit sein können, und leicht beschädigt werden. Diese Ausgleichsfolien werden von Firma Hasberg hergestellt. Es gibt sie auch aus gehärtetem Kohlenstoffstahl und Messing. Da Löcher hineinzupraktizieren ist aber kein Vergnügen. Ein Argument mehr, sich doch endlich eine Drehmaschine zu kaufen. ;D
Sehr nützlich ist zum Ausmessen der Abgleichlängen-Unterschiede eine Messuhr, sie ist einfacher abzulesen als der Feintrieb und außerdem nullbar. Bei mir kommt das vor, wenn ich Zeiss Jena alt + Russen mische. Bei den Lomo-Objektiven scheint mir die Abgleichlänge auch stärker zu steuen. ::)
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob,
oh jah!
An einem Lomo die Objektive parfokal hinzukriegen ist schon eine Herausforderung; geht aber mit Alu oder Kunststoffringen. Die federn ein bischen. Bei den großen Lomos ist das kein Problem, da sowieso Adapterringe von RMS auf M27 benutzt werden. Da dreht man die Objektive mit Teflonband rein :-)
Grüße
Wolfgang
Sehr gut geeignet ist für solche Zwecke auch die gängige PE-Folie (Plastiktüten). Die gibt es als Standard-Dicken in 35, 50 und 90 μm, aber auch alle anderen Dicken. Die lassen sich leicht ausstanzen, weil sie weich sind. Wenn man den Innendurchmesser etwas kleiner wählt, bleiben sie immer hinter dem Gewinde hängen und fallen nicht runter. Ich habe damit mal experimentiert, die Ergebnisse waren sehr gut.
Letztendlich war es mir aber zu mühsam, bei oft wechselnden Objektiven müsste man immer wieder nachgleichen. Und wenn man 1 Objektiv hat, was länger ist, müsste man alle 4 anderen angleichen. Auch die Herstellung der Scheibchen (mit Stanzeisen) ist aufwändiger als man denkt. Will man das mit der Schere ausschneiden, braucht man wirklich chinesische Billigarbeiter.
Man wundert sich immer wieder, dass scheinbar einfache Lösungen für oft vorkommende Anwendungen nicht auf den Markt kommen. Industriell wären die wirklich einfach herzustellen. In abgestuften Dicken, sodass man alle Abstände durch Kombination erreichen kann.
Grüße
Udo
Na, ist doch klar!!
Was einafach herzustellen und preiswert ist, hat keine Aussicht hergestellt zu werden, da man damit nichts oder wenig verdient.
gruß vom Insch Peter
Hallo Paul -
von dieser Adresse habe ich vorzeiten auch Ringe zwecks Abgleich von Objektiven bezogen, allerdings für M28. Sind aus Edelstahl und mit 20 mm ID in Dicken von mm 0,1, 0,2 0,5 etc. verfügbar. Nicht gerade billig, aber wenn ich an die vorgeschlagenen Pfuschereien denke vielleicht erwägenswert:
https://online-schrauben.de/shop/Scheiben-Federringe/DIN-988-Pass-und-Stuetzscheiben/Edelstahl-Rostfrei-A2
Viele Grüße
Rolf
PS. Bin nicht an dieser Firma beteiligt
Hallo Rolf,
danke für den Link, ich habe mich schon länger gefragt, wie die Dinger heißen. Für RMS 20,3mm hätte man bei diesem Händler die Wahl zwischen 20 und 22 mm und 28 bzw. 30mm Außendurchmesser.
Für eine einmalige Montage kann man letztendlich irgendwas nehmen, solange es passt. Wenn man die Objektive aber gelegentlich wechselt, wird man mit Papier, Plastikfolie und dünnen Alufolien wenig Freude haben.
Zur Herstellbarkeit: Bei ebay bietet ein Mikroskophändler ständig diverse selbst hergestellte Mikroskop-Zubehörteile zu nicht ganz kleinen Preisen an. Das würde er nicht so beharrlich machen, wenn er nicht auch einiges verkaufen würde. Mit einem Laser sollte es auch billig möglich sein, Ringe in Standarddicken aus Hasberg-Folie zu schneiden. Viel Entwicklungs- oder Beratungsaufwand ist auch nicht dabei. Es hat nur noch keiner gemacht.
Ich habe meine Ringe genau nach Maß und aktuellem Bedarf auf der Drehmaschine aus einem passend gedrehten Rohr abgestochen. Und dann noch ein paar gemacht... und dann noch ein paar. Irgendwie änderte sich immer mal etwas an der Objektiv-Kombination, und so hat eine meiner Bügelmessschrauben einen festen Platz im Arbeitszimmer bekommen.
Viele Grüße,
Bob
Hallo -
RMS ist bei weitem nicht bei allen Firmen identisch! Selbst verschiedene Zeiss-Objektive mit M 28 Gewinde und diverse M 28 Adaptergewinde unterscheiden sich untereinander, wenn ich versuche identische Ringe mit 28 mm drüber zu pfriemeln.
Insofern vermute ich, dass es völlig unproblematisch ist einen 0,1 oder 0,2 mm dicken 20 mm Ring über ein Gewinde zu kriegen, das als RMS (eigentlich) 20,3 mm haben sollte. Zumindest wenn man ein wenig schraubt. Außerdem kann es auch nützlich sein, wenn der Ring nicht ohne weiteres vom Objektivgewinde fliegt, falls man das entfernen muss - diese Gewinde sind ja hinterdreht (oder sagt man hinterstochen?).
Viele Grüße
Rolf
Verehrte Unterlegscheiben-Kollegen,
ich habe soeben entsprechendes Rohrmaterial bestellt.
Für eine Spende an die Kinderherzstiftung fertige ich gewünsche Ringe an.
Bitte die Maße (Da, Di,s) angeben. Die Dickentoleranz beträgt an meiner Drehbank ca. 0,05 - 0,08 mm.
Gruß vom Insch Peter
Hallo Peter,
ich bin ja in dieser Sache Selbstversorger, aber ich wollte trotzdem sagen, das ich es echt klasse finde, dass Du dieses Angebot machst!
Viele Grüße,
Bob
Hallo !
Der Faden hier hat mich jetzt inspiriert, doch wieder etwas in dieser Sache zu machen. Ich habe mir ein spezielles konzentrisches Stanzwekzeug angefertigt. Und anstatt mit dem Hammer zu schlagen, habe ich die Ständerbohrmaschine als Stanzwerkzeug entdeckt. Auf diese Weise ist die Produktion doch erheblich effektiver.
Innendurchmesser = 19,5mm (mit Absicht kleiner), Außendurchmesser = 24mm, dann steht auch nichts unschön über dem Objektivrand. Die Ringe liegen locker hinter dem Gewinde und fallen nicht runter. Material im Moment PE-Folie, 90 μm dick.
3,5 Stunden hat es gedauert, bis das Ding fertig war; und Keller aufräumen fehlt noch. Aber jetzt kann die Massenproduktion ja beginnen. Die ersten fünf, die sich melden, bekommen je ein Dutzend Ringe zugeschickt (auch andere Dicken).
Viele Grüße
Udo
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/202854_26966483.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/202854_31884011.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/202854_32176063.jpg)
Hallo Udo,
ich muss doch noch meine Erfahrungen mit diesen Kunststoffunterlegscheiben weitergeben.
Bisher war ich eigentlich immer zufrieden mit dem Objektivabgleich untereinander bei meinem Olympus BH2. Jetzt bin ich weit mehr als das ;D.
Die Ringlein passen prima auf die Objektive und sind kinderleicht anzubringen.
Ein paar der Ringlein montiert und schon habe ich praktisch gar keine Abweichung mehr zwischen den verschiedenen Objektiven. Bei Objektivumschaltung brauche ich maximal(!) eine viertel Umdrehung des Feintriebs um wieder ganz scharf zu stellen. Das nenne ich perfekt!
Vielen Dank für diese wirklich wirkungsvollen Teile!
Freundliche Grüße
Peter