Hallo Mikroskopiefreunde,
mein Name ist Julian, ich arbeite zur Zeit an meiner Promotion in der Chemie im schönen Gießen und bin auf bei der Suche nach Tipps für die Anbringung einer DSLR an einem Mikroskop auf dieses Forum gestoßen.
Ich habe natürlich schon diverse Threads in diesem Forum zum besagten Thema gefunden und gelesen, jedoch bin ich völlig unerfahren auf dem Gebiet und werde nicht zu 100% schlau aus den vielen verschiedenen Methoden hier.
Da das Budget meines Projektes hier an der Uni etwas eingeschränkt ist, fiel meine Wahl auf eine Canon EOS 1200D. Das Mikroskop welches für den Versuchsaufbau zur Verfügung steht ist ein Mitutoyo 378-185-2.
Für das Anbringen der Kamera steht ein c-mount zur Verfügung.
Benötige ich ein Objektiv für die Kamera, oder wird diese ohne Objektiv am Mikroskop befestigt? Was ist von den kommerziell erhältlichen Adaptern zu halten (z.B. https://www.amazon.de/Canon-DSLR-Kamera-Adapter-Mikroskope/dp/B005OZ5NXU/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1482156614&sr=1-1-catcorr&keywords=canon+eos+1200d+mikroskop)?
Für eventuelle Bastelarbeiten steht mir hier in der Uni eine Feinmechanikwerkstatt zur Verfügung, das sollte also kein Problem sein.
Gibt irgendwas worauf ich besonders achten muss? Ich würde ungern das wenige vorhandene Geld für etwas ausgeben das ich nicht wirklich brauche.
Ich hoffe einer von euch hat die Muße mir ein paar Tipps zu geben.
Vielen dank schonmal,
Julian
Hallo Julian,
Chemie ist schon mal gut! :) Aber die Kombination mit Mikroskopie eher ungewöhnlich. Darf man fragen, was du mit dem Mikroskop machst? Übrigens: feines Teil mit normalerweise kostspieliger Optik!
Ich hab mir ein Bild angeschaut, das sieht so aus, als ob beim Tritubus der C-Mounteinsatz gesteckt und geklemmt ist? Dann könnte man ihn sicher rausnehmen und mit der Kamera ohne Objektiv im Liveview über die Öffnung halten um zu sehen in welcher Höhe man ein scharfes formatfüllendes Bild bekommt. Sollte eigentlich gehen. Dann musst du diesen Abstand möglichst genau ermitteln und einen Einsatz drehen lassen der oben ein T2-Gewinde besitzt; den Übergang T2-Gewinde auf Canon EOS-Bajonett kaufst du bei Amazon oder Ebay. Wenn du noch Korrekturmöglichkeiten einbauen willst, dann lässt du das T2-Gewinde etwas länger machen und etwas tiefer anfangen, so dass du mit diesem Feingewinde eine Möglichkeit zur Höhenadaption hast. Nicht vergessen die Höhe des T2-Adapters zu berücksichtigen. Eine Madenschraube mit der dann die exakte Höhe fixiert werden kann würde das ganze komplettieren.
Über den C-Mount zu adaptieren halte ich nicht für machbar, da würde man eine Optik benötigen.
Ich beschäftige mich mit der elektrochemischen Charakterisierung von Kathodenmaterialien (physikalische Chemie) für moderne Batteriesysteme. Zu diesem Zweck sollen Messungen an einzelnen Elektrodenpartikeln erfolgen. Diese haben eine Größe von 10-40 µm. Um diese mit Hilfe einer Mikroelektrode zu kontaktieren würde ich auf einen Mikromessstand mit besagten Mikroskop zurückgreifen. Da solche Messungen auf Grund der Empfindlichkeit des verwendeten Elektrolyten unter Schutzgasatmosphäre stattfinden müssen, wird das ganze Mikroskop in eine Glovebox verpackt. Diese wiederum schränkt den Zugang zum Mikroskop deutlich ein, weshalb ich zur Bildübertragung gerne auf die Kamera zurückgreifen würde.
Die Verwendung eines Objektivs ist also nicht notwendig. Das ist schonmal gut zu wissen! Ich denke so ein Zwischenstück sollte unsere Werkstatt wohl hinkriegen..
Hallo Julian,
ZitatDie Verwendung eines Objektivs ist also nicht notwendig. Das ist schonmal gut zu wissen! Ich denke so ein Zwischenstück sollte unsere Werkstatt wohl hinkriegen..
Du bist ja Naturwissenschaftler - also bitte erst testen dann Hardware machen lassen, sonst wirst du von der Werkstatt gesteinigt, wenn du nach trial and error vorgehst.
Testen bezüglich des Zwischenstücks oder des Objektivs?
Wären für die Verbindung zwischen Mikroskop und Kamera nicht auch zwei ineinander verschiebbare "Ofenrohre" denkbar, welche sich mit Stellschrauben fixieren lassen? So wäre eine Höhenverstellbarkeit der Kamera gegeben und ich überspringe den Schritt die Kamera im Liveview über das Mikroskop zu halten um ein scharfes Bild zu finden.
Hallo Julian!
Warum befestigst du nicht am C-mount eine Nikon 1 und gut ist´s!
Das Bild kommt per Mikro-USB usw., den Verschluß auf elektronisch und die Auslösung per Draht
Liebe Grüße
Franz
Wie man vielleicht schon gemerkt hat bin ich auf den Gebieten Kamera und Mikroskopie absoluter Neuling. Wie würde die Befestigung der Nikon am c-mount aussehen? Brauche ich dann ebenfalls nur den Body der Kamera? Ich gehe mal davon aus das die Nikon 1 J5 gemeint ist?
Super das es ein so aktives Forum zu dem Thema gibt.
Zitatich überspringe den Schritt die Kamera im Liveview über das Mikroskop zu halten um ein scharfes Bild zu finden.
Also dieser Vortest dauert 37,95 sec. für Ungeübte vielleicht 15 sec länger ;D
Ich bin davon ausgegangen, dass die Canon schon gekauft ist? Wenn nicht ist der Vorschlag von Franz natürlich auch gut - keine Ahnung was die Nikon kostet im Vergleich zu einem Canonbody. Die Werkstatt-Kosten für die von mir vorgeschlagene Lösung sind natürlich dazu zu rechnen.
Hallo Julian!
Du brauchst für die Nikon nur einen Adapter von dem Nikon1 Bajonett auf C-mount, der kostet bei ebay ca. 20.--€. Das ist nur ein kleines Scheibchen. Damit hast du auch schon fast das selbe Auflagemaß, hast aber ein grösseres Bildfeld, weil der Chip grösser ist.
Zur Adaption brauchst du auch nur den Body und der ist eine Geschmacks-/Geldfrage, das reicht von 1J1, gebraucht oder Abverkauf bis zur AW, der wasserdichten Version. Ich habe noch eine alte 1J1 (10MP) in Gebrauch, geht wie einst!
Die SW zum PC ist allerdings bei Canon viel performanter und angenehmer.
Liebe Grüße
Franz
Da ich ja für alle Arbeiten am Mikroskop auf die Kamera zurückgreifen muss wäre eine gute Software schon super. Wieso kann ich nicht die Canon mit einem Bajonett auf c-mount Adapter befestigen?
https://www.amazon.de/Fotodiox-Adapter-C-Mount-EOS-Camera/dp/B003EAY5S6/ref=pd_cp_421_2?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=V1GRK29KPXA8W2JQPBFS sowas z.b.?
Hallo Julian!
Der limitierende Faktor ist meist der Bildkreisdurchmesser. Der APSC-Sensor ist ca. doppelt so groß wie der Nikon Sensor ...
Ich hatte diesen Adapter für APSC-Sony auf C-mount, der Nachteil: eine heftige Vignette - stell dir nur das kleine C-mount Loch vor! Ich bezweifle auch, dass die gezeigte Optik, APSC ausleuchtet!
Liebe Grüße
Franz
PS: wie Klaus vorgeschlagen hat, probieren!
Hallo Julian,
anbei die Adaption einer Canon 700 D die ich mal für einen befreundeten Prof. an der Hochschule Furtwangen für das grössere Vorgängermodell FS 110 gebaut habe.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/207562_21170186.jpg) (http://www.directupload.net)
Die Mitutoyos sind feine Mikroskope und haben voll auskorrigierte Zwischenbilder mit mehr als 26 mm Bildfelddiagonale. Da vignettiert also auch beim grossen APSC Chip nix. Man sollte diesen Vorteil also nicht durch das kleinere Chiple der Nikon 1 wieder zunichte machen.
Ob es aber bei deinem Modell geht hängt davon ab wie dick das abnehmbare Teil mit dem C-mount Anschluss ist. Das Auflagemass der Canon ist nämlich 44mm und C-mount hat 17,5 mm. Das Teil müsste also dicker als 44 -17,5 mm also dicker als 26,5 mm sein, denn du brauchst ja auch noch ca. 1-2 mm für das Canon Bajonett.
Das kannst du aber leicht ausprobieren: c-mount Teil wegmachen und Canon direkt auf den Trinotubus legen. Gibt es bei richtig eingestellten Okularen ein parfokales Bild ? Wenn ja dann schauen ob du du die Okulare noch um ein mm verstellen kannst und das Bild durch leichtes Anheben der Kamera wieder parfokal wird.
Wenn ja, dann Werkstattaufftrag für neuen Adapter mit Mitutoyo Schwalbe der mit M42 endigt und möglichst kurz in einem M42- Canon Bajonett (Adapter ebay). Manchmal kann man durch Fügen und Kleben noch einen halben mm schinden.
Wenn nein, dann eben die zweitbeste Lösung mit dem kleineren Chip und c-mount.
Die oben im Bild gezeigte Adaption war jedenfalls das beste, was ich je gesehen habe. Mit dem Zeiss Testobjekt löst sie mit dem Mitutoyo Planapo
100/0.95 die 3000 lp/mm auch in den äussersten Ecken des 26 mm Bildfelds auf.
viele Grüsse
Wilfried
Lieber Wilfried,
alles d´accord aber das verstehe ich nicht:
Zitatneuen Adapter mit Nikon Schwalbe der mit M42 endigt
Wieso Nikon-Schwalbe? Ist der C-Mountadapter auf dem Mikroskop nicht einfach gesteckt wie bei den Leitztrituben?
Sehr gut. Vielen dank für die hilfreichen Antworten. Ich habe tatsächlich noch keine Kamera besorgt.
Vor dem Kauf sollte ich dann vielleicht mal mit einer Kamera ausprobieren ob sich das Bild so wie beschrieben einstellen lässt und mich dann für eine entscheiden.
Ich halte euch auf dem Laufenden und präsentiere dann gerne auch Bilder der Messungen.
Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 09, 2017, 15:37:23 NACHMITTAGS
Lieber Wilfried,
alles d´accord aber das verstehe ich nicht: Zitatneuen Adapter mit Nikon Schwalbe der mit M42 endigt
Wieso Nikon-Schwalbe? Ist der C-Mountadapter auf dem Mikroskop nicht einfach gesteckt wie bei den Leitztrituben?
Sorry, gemeint war natürlich Mitutoyoschwalbe, also der Flansch der auf das Mikroskop passt. Ich meinte das sei eine Schwalbenführung gewesen.
Ich habe ja das Mikroskop nicht mehr, um nachzuschauen und bei dem moderneren Mikroskop von Julian kann es natürlich schon wieder anders sein.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried!
Ich meinte nicht, dass das Objektiv vom Bildkreisdurchmesser bedingt vignettiert, sondern von der C-mount-Adaption auf APSC! das ist ein wirklich kleines Loch.
Die Sony Alpha 6000 hat auch APSC und der Adapter hat vignettiert!
Nikon hat für den Vollformatsensor einen eigenen F-mount kreiert ...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/207579_19867702.jpg)
Das ist groß!
Liebe Grüße
Franz
Hallo, laut Prospekt vom Mikroskop Mitutoyo 378-185-2 (http://www.mitutoyo.com/wp-content/uploads/2012/11/1799_FS70.pdf) ist die Filmebene 79,6mm oberhalb des Auflagestutzens (Ø38mm) des Trinoports, da sollte genügend Luft für allerlei Versuche, ob mit oder ohne Zwischenoptik, sein. Sehr komfortabel...und für die Feinmechanikerwerkstatt sicherlich kein Problem.
Viele Grüße
Kay
Hallo und guten Abend,
ich habe mal vor einiger Zeit mit demselben Problem gekämpft (s. http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18450.5;)
Gruß
Peter
Zitat von: Kay Hoerster in Januar 09, 2017, 18:03:09 NACHMITTAGS
Hallo, laut Prospekt vom Mikroskop Mitutoyo 378-185-2 (http://www.mitutoyo.com/wp-content/uploads/2012/11/1799_FS70.pdf) ist die Filmebene 79,6mm oberhalb des Auflagestutzens (Ø38mm) des Trinoports, da sollte genügend Luft für allerlei Versuche, ob mit oder ohne Zwischenoptik, sein. Sehr komfortabel...und für die Feinmechanikerwerkstatt sicherlich kein Problem.
Viele Grüße
Kay
Dann ist es ja noch immer so wie früher und es gibt keine Probleme. Dann müsste jetzt im vorhandenen c-mount Adapter eine Optik drin sein.
Also c-mount Adapter mit Optik entfernen und passenden optiklosen Ofenrohradapter anfertigen lassen und Canon mit APSC Chip drauf und fertig.
viele Grüsse
Wilfried
Na bitte: was ich schon Anfangs sagte gilt immer noch: Zum Test EOS drüber halten um grundsätzlich zu bestätigen, dass es geht. Wenn noch keine Kamera angeschafft ist würde ich EOS 600 oder 650 empfehlen. Den etwas aufwändigen Fuß habe ich, an den kann man eine Verlängerung ansetzen die oben in M 42 oder T2 endet; den notwendigen Adapter von M 42/T2 auf EOS-Bajonett kauft man fertig. Eine gute Werkstatt macht das Teil natürlich komplett aus einem Stück, dann braucht man meinen Fuß nicht.
Und dann: wie Wilfried schon sagte: Fertig! ;)
Alles wirklich sehr hilfreich hier. Das klingt ja so als müsste ich die Adaption ohne größere Probleme hinkriegen.
Frage an Klaus:
Wieso die 600/650 statt der 1200? Bringt der bessere Isowert der alten 600/650 mehr Vorteile bei den Aufnahmen als die gößere Farbtiefe der 1200D. Sonst sind die ja ziemlich gleich, wobei die 1200D bei FullHD Videos noch 5 fps mehr liefert.
Hallo Julian,
ZitatFrage an Klaus:
die ist berechtigt. Liegt daran, dass ich die 600 habe und viele andere auch, ich kenne die 1200 nicht und kann ohne eigene Erfahrung schlechterdings keine Empfehlung aussprechen. Sie dürfte weil älter budgedschonender sein ;)
Der preisliche Unterschied liegt bei knapp 15€. Wäre sicher mehr wenn ich eine gebrauchte Kamera kaufen könnte, aber das ist mir leider nicht gestattet. Die Statuten der Uni bzw. des BMBF als Projektträger sind da leider recht streng.
ZitatDie Statuten der Uni bzw. des BMBF als Projektträger sind da leider recht streng.
Das kenne ich, die Institutionen dürfen nicht bei Ebay kaufen, aber wir haben einen Ausweg gefunden: ein Händler, der gebrauchte Geräte anbietet kann sehr wohl gegen offizielle justitiable Rechnung gebrauchte Geräte verkaufen. Ich kenne einige Uniinstitute und auch Schulen, die das nutzen um ihr Budget zu schonen. Große Firmen machen das schon lange.
So Jungs ich hab jetzt mal das runtergebastelt was ich für den c-mount gehalten hab und die Öffnung am Gerät stellt sich nun so dar:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/207659_9269417.jpg)
der Metallring hat einen Durchmesser von ca. 36 mm.
wie man hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/207659_44501812.jpg)
sieht befindet sich darunter noch eine Optik. Muss die jetzt auch noch raus?
Mensch Junge, das sieht aber anders aus, als ich vermutet habe. Kannst du mal das Teil, das du abgeschraubt hast zeigen von der Seite und von oben?
Ich bin einfach ungläubig: dass der C-Mountadapter angeschraubt ist habe ich noch nie gesehen, bislang waren alle sehr einfach abnehmbar.
Zitatsieht befindet sich darunter noch eine Optik. Muss die jetzt auch noch raus?
Bevor du die jetzt mit einem Spitzmeißel raushaust könntest du doch mal den schon mehrfach vorgeschlagenen Versuch machen: Irgendeine Kamera (Canon EOS wäre nicht übel) ohne Objektiv drüber halten und die Höhe variieren.
Frag mal im Institut, so selten sind die nicht, vielleich leiht dir ja jemand eine!
Bevor ich zum Spitzmeißel greife würd ich dann eher auf die sichtbare Verschraubung zurückgreifen ;)
Bevor ich mich mit den Schrauben an der Oberseite beschäftigt habe sah das ganze so aus wie im Thread von Peter "Mikroman" http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18450.5;
Ich dachte nur das es wohl einfacher ist einen Ofenrohraufsatz zu fertigen den man direkt verschraubt als eine Ringschwalbe zu verwenden. Kamera halte ich drüber sobald ich eine gefunden hab. Theoretisch sollte es aber auch die gute alte Smartphonekamera tun oder? Also um den richtigen Abstand zu ermitteln. Wobei dieser laut Datenblatt ja bei 79,6 mm oberhalb der Tubusöffnung sein müsste
Smartphone hat ein Objektiv - zum Test brauchst du eine Kamera ohne selbiges!
ZitatIch dachte nur das es wohl einfacher ist einen Ofenrohraufsatz zu fertigen den man direkt verschraubt als eine Ringschwalbe zu verwenden.
Das ist vollkommen richtig. Mein Vorschlag ist flexibler und so ist auch die Konstruktion ausgelegt.
ZitatWobei dieser laut Datenblatt ja bei 79,6 mm oberhalb der Tubusöffnung sein müsste
Nur ist die Frage: ab wo zählt der Tubusflansch? Deshalb ist der Test die sichere Bank!
Hallo,
um die ungefähre Bildlage zu ermitteln brauchst Du keine Kamera. Ein möglichst kontrastreiches Objekt auflegen, und dann einfach mit einem Okular in den Fototubus blicken und den Punkt des schärfsten Bildes suchen (grob kann man den Bereich und die Bildgröße im abgedunkelten Raum mit einer Mattscheibe bzw. Transparentpapier ermitteln). Gut geht ein Messokular, also mit einer vor der Frontlinse liegenden Bildebene. Damit ist die Okular-Bildlage am Okulartubus außen markierbar und die Bildposition leicht auszumessen.
Hubert
Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 10, 2017, 17:32:35 NACHMITTAGS
ZitatIch dachte nur das es wohl einfacher ist einen Ofenrohraufsatz zu fertigen den man direkt verschraubt als eine Ringschwalbe zu verwenden.
Das ist vollkommen richtig. Mein Vorschlag ist flexibler und so ist auch die Konstruktion ausgelegt.
ZitatWobei dieser laut Datenblatt ja bei 79,6 mm oberhalb der Tubusöffnung sein müsste
Nur ist die Frage: ab wo zählt der Tubusflansch? Deshalb ist der Test die sichere Bank!
Jungs, also wirklich...bevor jetzt hier das große Schlachten beginnt, im von mir verlinkten PDF ist es doch ganz deutlich zu sehen, von wo die 79,6 mm gemessen werden, man kann die PDF Datei auch vergrößert anschauen, dann spätestens sollte alles erkennbar sein. Und warum ein angeflanschter Tubus einfacher zu fertigen ist, als ein popeliges Rohr mit einem Innendurchmesser von 38 mm (erkennt man auch in dem von mir verlinkten PDF...), erschließt sich mir jetzt auch nicht wirklich...
Die Adaption kann so einfach sein...
Viele Grüße
Kay
ZitatUnd warum ein angeflanschter Tubus einfacher zu fertigen ist, als ein popeliges Rohr mit einem Innendurchmesser von 38 mm
Lieber Kay, das habe ich absolut nicht bezweifelt. Aber die von mir vorgeschlagene Lösung ist flexibler und nur gering aufwändiger: man benötigt an dem Ofenrohr unten nur 3 Schrauben im Winkel 120°. Ähnlich der 3-Punktaufnahme bei Zeiss.
Hallo Klaus, die Frage bezüglich des angeflanschten Rohres galt auch eigentlich dem Besitzer des Mitutoyo-Miks.
@ JulesZ: Ich würde den ursprünglichen Anschlußstutzen wieder anschrauben und versuchen, die Kamera über ein einfaches Rohr (unten, zum Stutzen hin, Innendurchmesser 38 mm, oben, zur Kamera hin, eventuell M42x1 Außengewinde, damit geht es bequem auf nahezu jedes Kamerabajonett weiter) in der richtigen Entfernung anzusetzen. Laut einigen Vorschreibern scheint das Mitutoyo ja ein auskorrigiertes Zwischenbild zu haben, das vereinfacht die Adaption zur Digitalen Spiegelreflex erheblich, auf jegliche Zwischenoptik, egal ob Mikroskop-Projektiv, Okular und / oder Kameraobjektiv kann getrost verzichtet werden zu Gunsten der Bildqualität.
Zur Positionsbestimmung der Bildebene würde ich auch zu einer Mattscheibe greifen, ist das Bild auf dieser zu sehen, kannst Du Dir gleich den Durchmesser des Bildes bestimmen. Dieser sollte in etwa zur Diagonale des Aufnahmechips (bei digitalen SLR's idR APS-C Format -> googeln) passen. Soviel zur Theorie, jetzt musst Du mal ein paar Versuche machen und Werte ermitteln.
Viele Grüße
Kay
Hallo miteinander,
ich habe hier mal meine Adaption aufgenommen. Unter dem silbernen Adapterring (zur Befestigung eines Balgengerätes) befindet sich der "normale" Mitutoyostutzen ohne Optik. Mit dem Balgengerät ist es nun relativ einfach, den richtigen - parfokalen - Abstand der EOS einzustellen.
Gruß
Peter
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/207835_24311996.jpg) (http://s682.photobucket.com/user/panmikros/media/Mitutoyo%20Adaption.jpg.html)
Hallo Peter, schick...und variabel...das läd zum Experimentieren ein. Baut das noch flach genug, um den Kamerabody ohne Objektiv in den Fokus des Zwischenbildes zu bringen?
Viel Grüße Kay
Ja, Kay, tut es
Gruß
Peter