Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Werner in Januar 19, 2017, 19:44:16 NACHMITTAGS

Titel: Ist die Eintauchkappe fur das Ultropak zufriedenstellend?
Beitrag von: Werner in Januar 19, 2017, 19:44:16 NACHMITTAGS
Hallo liebes Forum!

Für das Ultropak gibt es ja Eintauchkappen, die ich aber nur aus Prospekten kenne.
Bringen die z.B. für das Tümpeln im Schlamm wirklich was, die Kappen scheinen ja selten verwendet zu werden, weil sie kaum angeboten werden.
Der Vorteil dürfte in der Auflichtbeleuchtung liegen. Es ist mir bekannt, daß es Kappen auch für andere Objektive gibt.

Hat jemand schon praktisch damit gearbeitet und kann Erfahrungen weitergeben?

Hat der Vorsatz einen Luftabstand zum Objektiv, ist er auf beiden Seiten plan oder hat er eine Sphäre?

Wenn das der "Knaller" ist, könnte man welche aus homogenem Plexiglas oder Polycarbonat drehen. Glas rund zu schleifen wäre auch möglich, wenn man Rohlinge auftreiben kann.
Aber bevor ich das angehe, würde ich gerne Meinungen zur praktischen Verwendung  einholen.

Gruß   -   Werner
Titel: Re: Ist die Eintauchkappe fur das Ultropak zufriedenstellend?
Beitrag von: Hugo Halfmann in Januar 19, 2017, 21:30:53 NACHMITTAGS
Hallo Werner,

verstehe ich das richtig: Du willst mit Auflicht tümpeln und das Objektiv soll ins Wasser eintauchen ?

Ich habe verschiedene Wasserimmersionsobjektive, die für diese Anwendung gedacht sind und die Schutzkappe wurde für Untersuchungen in Salzwasser verwendet (Korrosionsschutz). Auflicht ist mir dabei aber noch nicht untergekommen, aber das muss ja nix heißen...
Titel: Re: Ist die Eintauchkappe fur das Ultropak zufriedenstellend?
Beitrag von: l'œil armé in Januar 30, 2017, 12:05:44 NACHMITTAGS
Zitat von: Werner in Januar 19, 2017, 19:44:16 NACHMITTAGS

Für das Ultropak gibt es ja Eintauchkappen, die ich aber nur aus Prospekten kenne.
Bringen die z.B. für das Tümpeln im Schlamm wirklich was, die Kappen scheinen ja selten verwendet zu werden, weil sie kaum angeboten werden.
Der Vorteil dürfte in der Auflichtbeleuchtung liegen. Es ist mir bekannt, daß es Kappen auch für andere Objektive gibt.

Hat jemand schon praktisch damit gearbeitet und kann Erfahrungen weitergeben?

Hat der Vorsatz einen Luftabstand zum Objektiv, ist er auf beiden Seiten plan oder hat er eine Sphäre?

Wenn das der "Knaller" ist, könnte man welche aus homogenem Plexiglas oder Polycarbonat drehen. Glas rund zu schleifen wäre auch möglich, wenn man Rohlinge auftreiben kann.
Aber bevor ich das angehe, würde ich gerne Meinungen zur praktischen Verwendung  einholen.


Moin,

es ist jetzt nicht so, dass ich damit die große Erfahrung hätte, aber ausprobiert habe ich meine beiden Eintauchkappen schon. Zunächst: ja, der Kegelstumpf ist auf beiden Enden plan und es ist ein Luftspalt zwischen Objektiv-Frontlinse und oberem Kegelende. Letzteres bedingt aber auch eine peinliche Sauberkeit der oberen Kegelfläche um Streulicht zu vermeiden.

Man kann damit natürlich in eine Wasseroberfläche eintauchen und versuchen Plankton zu mikroskopieren, aber ich glaube nicht, dass dies der eigentliche Verwendungszweck dieser Einrichtung ist. Vielmehr möchte ich annehmen - und habe derartige Abbildungen in alter Literatur auch gesehen - dass man damit vorwiegend so etwas wie Intravital-Mikroskopie betreiben kann, d.h. man kann den Glaskegel des Ultropak direkt auf ein eröffnetes Organ (z.B. Mäuseniere) aufsetzen und dann im Auflicht die Vorgänge in den Organstrukturen beobachten. Durch das kompakte Gewebe hindurch lässt sich eine Durchlichtbeleuchtung nicht bewerkstelligen und darüber hinaus wird das Problem der Durchdringung einer - womöglich auch noch unregelmäßigen - Flüssigkeitsoberfläche (Gewebswasser/Flüssigkeit/Blut) umgangen. Dies würde mit den vorgesehenen Ultropak-Objektiven bis in hohe Vergrößerungsbereiche (also jenseits üblicher Stereolupen) hinein funktionieren. Ferner hat man noch den Effekt, dass das Gewebe durch die Frontfläche des Glaskegels beim vorsichtigen Aufsetzen auf das Organ-Gwebe o.ä. etwas plan gedrückt wird, das Glas als solches physiologisch weitestgehend inert ist und auch selbst durch z.B. Pufferlösungen, Kochsalzlösung o.ä. nicht angegriffen wird.

Freundliche Grüße

Wolfgang