Hallo
ich habe vor 20 Jahren ein grosses Projektionsmikroskop von Leitz erworben.
Es kam aus einer Uniklinik und wurde zum Projezieren der Proben durch auf eine ca. 30m entfernte Leinwand benutz.
Das Teil wiegt ca 30 Kilo und für die Xenonbogenlampe hat es einen Transformator mit ca. 60 kg.
Ich habe es nie an den (Dreh) Strom angeschlossen und ausprobiert. Die Anleitung habe ich auch aber ich habe nie ein zweites Gerät im Netz oder in freier Wildbahn gesehen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/209602_56456672.jpg)
Vielleicht weiss jemand etwas dazu?
Gruss Stefan
Hallo Stefan.
Ich würde sagen, daß ein solches Gerät nur noch für Museum oder für Sammler interessant ist. Der Stromverbrauch, die Größe und das Gewicht und das nicht optimale Ergebnis sprechen gegen einen Einsatz in der heutigen Zeit. Man nimmt heute eine gute Digital-Kamera und zeigt das Ergebnis an einem Full-HD-TV oder mit Hilfe eines Beamers. Das ist wesentlich effizienter.
Für Sammler mag es trotzdem interessant sein.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo Stefan,
Du hast doch die Anleituung? Da steht der Typ drauf. Mikroprojektor IX oder ähnlich. Damit kann man schon mehr sagen.
Nur - was möchtest Du denn gerne wissen?
Wolfgang
Hallo,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/209656_527254.jpg)
...und warum gönnst Du uns nicht mal ein Foto des beeindruckenden Gerätes?
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: the_playstation in Februar 02, 2017, 23:26:35 NACHMITTAGS
... und das nicht optimale Ergebnis sprechen gegen einen Einsatz ...
Naja, optimal war das Ergebnis schon, wenn man die Auflösung des Bildes als Maßstab ansieht. Wenn der Hörsaal abgedunkelt war und der Projektor richtig eingestellt, dann bekam man durchaus ein großes, helles und scharfes Bild und dies war - im Unterschied zu heutigen Methode - ein direktes Bild des Präparates ohne dass es zuvor durch die Mühle der elektronischen Bildaufzeichnung gedreht worden war. In der Übergangszeit Ende der 1980er Jahre war das Bild sogar oftmals dem Fernsehbild, welches damals in den Hörsälen zur Verfügung stand, überlegen. Vor Allem, weil die Auflösung im Bild nicht durch die Bildaufzeichnungstechnologie limitiert war sondern das auf die Projektionswand kam, was das jeweilige Objektiv leistete. Mehr an Bildqualität kann die heutige Technik auch nicht bringen. Nur waren die Präparate dann meist verbrannt durch die ungeheure Lichtmenge die da hindurch geschickt wurde.
Mal ganz abgesehen vom Umstand des riesigen Aggregats, der notwendigen Abdunklung usw. sehe als viel entscheidender an, dass der Projektor mit einer 450W Xenon-
Hochdruck-Lampe betrieben wird. Mit dieser Röhre ist keinesfalls zu spaßen, da sie im Gegensatz zu Quecksilberdampf-Lampen auch im kalten Zustand unter ca. 25bar Druck steht. Keinesfalls sollte an der Röhre bzw. ihrer Fassung manipuliert werden ohne geeignete Schutzausrüstung, vor Allem eine geeignete Schutzbrille/Gesichtsschutz. Man sollte es auch unterlassen, ohne entsprechenden Schutz das Gehäuse des Projektors zu öffnen. Das Quarzglas der Röhre wird durch den Gebrauch und das Alter des Brenners
nicht stabiler! Da der 450W-Brenner vergleichsweise groß ist, knallt das im Zweifelsfall schon ganz gut und die Splitter fliegen erfahrungsgemäß immer dahin, wo man sie am allerwenigsten gebrauchen kann.
Bitte meine Warnungen nicht als Besserwisserei zu verstehen, ich habe noch Anfang der 1990er Jahre zwei von den Dingern in meiner Obhut gehabt. Einer davon war in einem kleinen Saal in der wöchentlichen Kliniker-Konferenz noch bis mindestens `92 im Einsatz.
Freundliche Grüße
Wolfgang
Die Gefährlichkeit der Hochdrucklampen kann ich bestätigen. Weiterhin stört die Ozonbildung im Betrieb gewaltig!
Auch die kleinere 150-W-Lampe knallt beim Zerplatzen so laut wie eine Übungshandgranate.
Durch das feste Lampengehäuse blieben die Splitter drin, aber die Quarz-Kollimatorlinse fast immer zerbrochen. Die Lampen waren in Fluoreszenzspektrometern verbaut und die früheren Lampengehäuse benötigten eine gute Absaugung mit einem Ozon-Vernichter (Glühkörper eines Heizstrahlers, 800W). Die verbesserten Gehäuse hatten später die Lampe in einem Alugußkörper mit Kühlrippen und einem Quarzfenster. Sie waren so allseitig geschlossen bis auf den offenen Boden zum Druckausgleich, damit wurde das Ozon an der heißen Lampe wieder thermisch zersetzt und die Absaugung konnte entfallen.
Ein Kunde war durch den Knall so traumatisiert, daß er sich auch nach der Reparatur weigerte, an dem Spektrometer zu arbeiten.
Gruß - Werner
Moin,
ich habe am Wochenende festgestellt, dass ich zu dem oben angesprochenen Mikroprojektor auch noch die Betriebsunterlagen besitze. Sollte also Bedarf bestehen ....
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo
Dank für Eure antworten.
Der Projektor verstaubte in den letzten Jahren weiter vor sich hin. Die Xenonlampe hatte ich einemal vorher begutachtet, werde aber dank Eurer Hinweise das nicht mehr ohne Schutzbrille machen.
Ich versuche noch ein ein Bild anzuhängen.
Gruss Stefan
Hallo!
Ich war lange stiller Mitleser in diesem Forum, nun bin ich an genau solch einen Mikroprojektor gelangt. Leider habe dazu (noch) keine Objektive und der Spiegel sieht irgendwie nachgefertigt (nicht original) aus. Immerhin funktioniert die Lampe, obwohl mir diese etwas schwachbrüstig vorkommt. Das Filterrad schein auch in Ordnung zu sein. Hat jemand zufällig die Dokumentation zu dem Gerät, diese würde mich bezüglich der fehlenden Teile sehr interessieren.
VG
Christian
Ich habe nun mal ein paar Fotos meines Mikroskops gemacht, für die interessierten Mitleser. Dabei ist mir die Vermutung gekommen, dass mein Exemplar umgebaut wurde. Es ist kein 60kg Transformator dabei sondern eine, wenn auch ziemlich starke, Glühlampe verbaut.
Ich habe ebenfalls in die "Elektronik" geschaut und gesehen, dass verschiedene Kontrollampen und Schalter nicht verkabelt sind.
Vielleicht weiß einer hier mehr.
Hier noch ein paar Fotos.
Hallo, bilde mir ein, dass so ein Teil auch vor Jahrzehnten in unserem Pathologie-Hörsaal sein Dasein fristete, hier (https://www.arustocracy.com/products/fine-vintage-leitz-wetzlar-xi-c-carbon-arc-projection-microscope-rare-german-microscope-museum-piece?variant=44682364362) gibt es übrigens den Vorgänger zu sehen :
Beste Grüße Stefan
Den Vorgänger habe ich. :D
Hallo Thomas,
damit kann ich nicht aufwarten, nur die dort gezeigten Objektive habe ich. Das kurze Leitz 6:1 und das 13/0,4 (!) finden bei mir jedoch Verwendung am kleinen Exkursionsmikroskop (mit einem Seibert 30:1 und Leitz 63:1), etwas exotische Kombi, aber gut am kleinen Kaps-Stativ für die Fahrradtasche ;)
Beste Grüße Stefan
Zitat von: l'œil armé in Februar 06, 2017, 10:22:57 VORMITTAGMoin,
ich habe am Wochenende festgestellt, dass ich zu dem oben angesprochenen Mikroprojektor auch noch die Betriebsunterlagen besitze. Sollte also Bedarf bestehen ....
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Ich habe Interesse an den Betriebsunterlagen und fände es sehr freundlich wenn du sie mir zukommen ließest.
Freundliche Grüße
Christian
Hallo Christian, das sieht für mich nach einer gängigen 200W oder 500W Projektorlampe von Osram aus:
https://www.leuchtmittel-verkauf.de/Halogenlampen/Halogenlampen-Sockel-GY9-5/OSRAM-64672-M40-230V-500W-GY-9-5-2000h::45874.html?language=de&utm_source=google&utm_medium=shopping&gad_source=1&gclid=EAIaIQobChMIptO-yIrigwMVvqiDBx08cQaWEAQYBCABEgJa0vD_BwE
Die ist auf jeden Fall einfacher und günstiger zu handhaben als ein Xenonbrenner. Da geht die Sonne auf!
Zitat von: Hugo Halfmann in Januar 16, 2024, 15:11:03 NACHMITTAGSHallo Christian, das sieht für mich nach einer gängigen 200W oder 500W Projektorlampe von Osram aus:
Danke für den Hinweis, das sieht in der Tat nach dieser Birne aus. Leider werde ich das Mikroskop wohl veräußern, da ich so keine Verwendung dafür habe.
Zitat von: chross in Januar 16, 2024, 14:01:47 NACHMITTAGSZitat von: l'œil armé in Februar 06, 2017, 10:22:57 VORMITTAGMoin,
ich habe am Wochenende festgestellt, dass ich zu dem oben angesprochenen Mikroprojektor auch noch die Betriebsunterlagen besitze. Sollte also Bedarf bestehen ....
Freundliche Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Ich habe Interesse an den Betriebsunterlagen und fände es sehr freundlich wenn du sie mir zukommen ließest.
Freundliche Grüße
Christian
Lieber Christian,
ein Blick auf das Datum der Erstellung meines Angebots zeigt Dir, dass inzwischen rund 7 Jahre ins Land gegangen sind. Ich habe zwischenzeitlich aufgeräumt bzw. einen Raum im Haus freiräumen und von meinen Büchern und Unterlagen befreien müssen. Tut mir leid ...
Freundliche Grüße
Wolfgang
Nun habe auch ich zufällig nach JAhren wieder hier reingeschaut in meinen einzigen Post.
Und ich kann mit einer Anleitung dienen ;-)
Leitz_Grosser Mikroprojektor_.jpg
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Auf die schnelle:
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So, und wer diesen tollen Apparat haben möchte, kontaktiere mich doch bitte.
Er hat gerade den 2. Umzug mitgemacht und das hat mir gereicht. Die 50+ kg für das Vorschaltgerät haben mir echt Mühe gemacht. Aber er ist so weit komplett und hat keine sichtbaren Schäden. Er wurde aber von mir in den letzten 27 Jahren nie ausprobiert...
IMG_1624.jpgIMG_1623.jpgIMG_1622.jpgIMG_1626.jpgIMG_1627.jpg
Zitat von: SteBu in Februar 01, 2024, 20:32:07 NACHMITTAGSNun habe auch ich zufällig nach JAhren wieder hier reingeschaut in meinen einzigen Post.
Und ich kann mit einer Anleitung dienen ;-)
Leitz_Grosser Mikroprojektor_.jpg
Wow, danke. Jetzt überlege ich es mir nochmal mit dem Verkauf.