Liebe Mitmikroskopiker,
Leitz hat unter der Bezeichnung Monla verschiedene Modelle von Mikroskopielampen gebaut. Wolfgang hat sie auf seiner Seite zusammengestellt:
http://www.leitz-ortholux.de/komponenten_beleuchtung.php (http://www.leitz-ortholux.de/komponenten_beleuchtung.php)
Sie wurden ersichtlich noch in der Hammerschlagsperiode hergestellt. Ich glaube, auch noch ein späteres Leica Modell zu erinnern. Doch zu welchem Zweck wurden oder werden diese Beistellleuchten eigentlich noch benötigt, nachdem jedes Mikroskop längst eine integrierte Beleuchtung hat/ hatte?
Schöne Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
Mikroskope sind erstaunlich langlebige Geräte und auch heute noch werden viele verwendet, die älter sind als ihre Nutzer. Viele dieser Geräte liefern auch heute noch gute Bilder und ihrem Nutzer die Informationen, die er sucht. Gerade in der "schwarzen Hufeisenzeit" gab es viele preisgünstigere Modelle, die nur einen Spiegel hatten (und auch im Schrebergarten oder im Feldlazarett ohne Strom funktionierten). Für Innenräume und abends gab es dann die komfortable Lösung der Mikroskopierlampe, wie die MONLA eine typische ist, mit der Möglichkeit der Köhlerschen Beleuchtung. Es gab auch Modelle, an die man eine elektrische "Ansteckleuchte" ansetzen konnte, das war schon unheimlich modern und praktisch. Hohe Helligkeit bei geringen Abmessungen und etwas geringerer Wärmeabstrahlung erzielte man erst mit den Halogenlampen. Heute sind wir in der komfortablen LED Zeit gelandet, die Dinger sind so klein, daß man fast ein Mikroskop bräuchte um sie zu sehen.
Viel Grüße Jochen
Hallo Jürgen,
ich besitze von der MONLA-Leuchte sogar mehrere, um genau zu sein 5 Stück, die mir bei Tabletop-Aufnahmen wie Mini-Scheinwerfer immer wieder gute Dienste tun. Ich möchte sie jenseits von LED und Lichtleiter-Leuchten wegen ihrer universellen Anwendbarkeit nicht missen und die 6V30W Birnen dafür habe ich noch hinreichend.
Freundliche Grüße
Wolfgang
Lieber Jochen,
Langlebig ist natürlich richtig, ich selber zeichne ja noch an einem Gerät aus den 20ern, an einem Leitz Messing und dafür habe ich auch eine Beistellleuchte. Ein bischen verwundert bin ich trotzdem, dass sich die Beistellleuchten solange gehalten haben, ich dachte Leute wie mich, die schon mal vor Uraltspiegelmikroskopen sitzen, eher solitär. Aber Deine Erklärung eines transportablen Outdoormodells, das auch indoor, dann mit Kunstlichtbeleuchtung verwendet werden kann, ist gut.
Und Sammler wie Du Wolfgang, sind natürlich produktionssteigernd. Bei der Lektüre Deines Postings habe ich spontan an eine Leitzmikroskopikerparty gedacht, in allen Ecken eine Monlabeleuchtung und mit einem Prado alterierend psychedelisch-mikroskopische FluoBilder an die Wand geworfen....
Danke für eure Antworten
Jürgen
Zitat von: Jürgen H. in April 06, 2017, 22:37:12 NACHMITTAGS
Und Sammler wie Du Wolfgang,...
Guten Tag Jürgen,
sammeln ist wohl was anderes. Ich habe die Dinger zum photographieren, also seit weit mehr als 20 Jahren in Benutzung und nicht zum angucken.
Freundliche Grüße
Wolfgang
...übrigens - Vitrine habe ich auch keine ... 8) ... und wenn schon Projektion, dann bitte 2 Pradovit RT.