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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: JM in Juli 14, 2017, 20:29:11 NACHMITTAGS

Titel: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: JM in Juli 14, 2017, 20:29:11 NACHMITTAGS
Letzte Woche Habe ich bei ebay für unter 5€ eine Waage erstanden. Ich bin schwer überrascht. Meine Kalibriergewichte (sehr genau, russische Produktion, an einer geeichten Analysewaage überprüft) zeigen die Genauigkeit: bis 20g lassen sich Wägungen auf +/- 5mg reproduzierbar wiegen. Toll, oder? Wenn dieses Modell noch einmal in der Bucht angeboten wird – zuschlagen...
LG
vorticella

hier der ebay-Link:

http://www.ebay.de/itm/Labor-Balkenwaage-Gebr-Bosch-100g-10mg-/263067918363?_trksid=p2047675.l2557&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&nma=true&si=SWs6JRV3ozUtNmTmq63OXJjcz6E%253D&orig_cvip=true&rt=nc
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: ImperatorRex in Juli 14, 2017, 20:45:13 NACHMITTAGS
Hallo,
das ruft bei mir Erinnerungen wach: Eine solche Waage hatte ich vor 40 Jahren in meinem Hobbylabor in Verwendung, hatte ich mir mühsam von meinem Taschengeld erspart. War damit auch immer sehr zufrieden.

Aber heute gibt es ja auch sehr günstige digitale Feinwaagen aus China, die tuns auch.

viele Grüße
Jochen
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: JM in Juli 14, 2017, 21:03:53 NACHMITTAGS
Klar, digital hat Vorteile – so lange Pulver auf die Waage, bis die Digitalanzeige die gewünschte Zahl anzeigt. Die prozentuale Abweichung ist kaum einzuschätzen. Bei einer Analysewaage für tausende von Euro schon – klar. Aber bei einer Chinawaage?
Bei einer ,,Analogwaage" kann ich die Funktionsweise nachvollziehen, Fehler erkennen und mit Prüfgewichten die Abweichung abschätzen. Wenns genauer werden muss, gehe ich mit deiner Substanz in eine größere Apotheke. Die Apotheker bekommen meist ein Funkeln in den Augen, wenn es mal wieder um richtige Chemie geht (schon traurig irgendwie). Normalerweise möchten sie kein Geld und mit einer Flasche Wein im Rucksack als Dankeschön hat man doch etwas zu geben. Aber mal ehrlich – das kommt einmal im Jahr vor. Ansonsten reicht die Balkenwaage dicke.
LG
vorticella
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Tilman in Juli 15, 2017, 10:36:20 VORMITTAG
Als Feinwaage benutze ich eine Sartorius Mikroanalysenwaage MDP4, max. Gewicht 20 g, Genauigkeit 0,001 mg (1Mikrogramm). Für gröbere Wägungen habe ich eine Küchenwaage max. Gewicht 2 kg und eine Sartorius Neigungsschaltwaage max. Gewicht 10-1000g, Genauigkeit 0,01 g.
Liebe Grüße
Tilman
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: reblaus in Juli 15, 2017, 13:03:16 NACHMITTAGS
Hallo -

natürlich erfasst mich eine gewisse Rührung bei den Jugendreminiszenzen, wenn ich die Balken-Oldies betrachte.
Trotzdem bin ich froh, dass ich jetzt mit einer seniorengerechten billigen China-Digitalwaage in der Größe einer kleinen Brieftasche fast alle Wägeaufgaben zwischen etwa 0,5 und 500 g mit hinreichender - und für mich überraschender - Genauigkeit und Reproduzierbarkeit (geprüft mit Eichgewichten) auf kleinster Stellfläche erledigen kann.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Werner in Juli 15, 2017, 14:56:29 NACHMITTAGS
Ein Vorteil der Balkenwaage gegenüber den Schalenwaagen ist, daß man damit gut die Dichte von Feststoffen feststellen kann (Wägung in Luft und Wasser).
Meine Ohaus-Waage hat sogar einen einschwenkbaren Ständer für das Wasserglas.

Gut geeignet für schnelle Materialtests:
Aluminium - Magnesium, massiv Silber oder versilbert, Goldlegierung oder vergoldet.

Gruß   -   Werner
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: JM in Juli 15, 2017, 16:57:54 NACHMITTAGS
Ja, das funktioniert super. In dieser Ausführung bezeichnet man den Aufbau als Mohr´sche Waage.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mohr-Westphalsche_Waage

Wir besitzen eine solche Waage. Genauigkeit: Erstaunlich gut.
LG
vorticella
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: jochen53 in Juli 15, 2017, 17:24:13 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,
ich liebe es auch mechanisch, ich verwende eine Schaltgewichtswaage Mettler P 1210. Die max. Belastung ist 1200 g, die Gewichte muß man mit einem Drehknopf in 100 g-Schritten schalten, die Gramm liest man an einedurchlaufenden Leuchtskala ab und um die 100 und 10 mg abzulesen muß man mit einem zweiten Drehknof die Grammlinie mit der Ableselinie zur Deckung bringen. Zum Ausgleich der Tara hat sie eine Tariervorrichtung. Die Waage ist ziemlich groß und schwer, aber nachdem sie etwa 40 Jahre im Labor benutzt wurde, davon allein über 25 Jahre von mir, wurde sie ausgemustert und durch eine Digitale ersetzt und ich durfte sie mitnehmen.
Viele Grüße, Jochen.
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: jako_66 in August 23, 2017, 22:12:11 NACHMITTAGS
Hallo,
benutze gerne ein Kern EMB-Modell. Im Wägebereich bis 200 g gibt es die schon mit einer 1 mg (EMB 200-3) oder 10 mg (EMB 200-2) Reproduzierbarkeit. Für so kleine Massen wäre aber wohl doch eine Laborfeinwaage besser (wer den Platz hat)...

4 Wochen später: eine richtige mechanische Feinwaage ist schon etwas. Habe günstig eine Mettler B5 erworben, Zustand fast wie neu, robust, justier- und nahezu unkaputtbar.  Hat doch Vorteile, wenn man nicht gleich literweise Färbelösungen herstellen muss...

VG

Sven
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Robert Weichsel in August 24, 2017, 10:46:02 VORMITTAG
Hallo
Ich hab eine alte Sartorius Selechta Analysenwaage, max 200g Anzeige (Auflösung?) 0,1mg
eine solche Analysenwaage braucht man eher selten ...

Gruss Robert
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Stuessi in August 24, 2017, 11:08:42 VORMITTAG
Hallo,

auch früher gab es schon Waagen mit digitaler Anzeige. Sie steht aber fast nur noch als Schaustück in meinem Zimmer.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/219748_39785641.jpg)

Kreuzblick:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/219748_45523402.jpg)

Gruß
Rolf
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Klaus Henkel in August 24, 2017, 12:15:36 NACHMITTAGS
Ich habe eine rein mechanische Balkenwaage von Kern, mit Gewichtsreitern auf dem Wägebalken und einer polierten Magnesiumschale für Schüttgut, mit Ausschütt-Tülle; aufzustellen mit dem Kunststoff-Etui als Basis und nicht viel größer und schwerer als ein Kistchen Zigarren.
Wägebereiche je nach Position der Schiebegewichte  0 bis 1,00 g und 0 bis 100 g.

Ich verlasse mich bei solchen Hantierungen auf meine Augen und die "begreifliche", solide Mechanik und weniger auf eine mir nicht näher bekannte elektronische Funktion.

Gruß
KH
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: jochen53 in August 25, 2017, 08:43:40 VORMITTAG
Hallo "Stuessi",
ein wunderschönes Stück, eine zweiarmige Analysenwaage mit Schaltgewichten, Lichtskala und Luftdämpfung. Darf ich fragen, von welchem Hersteller? Ich bin vor vielen Jahren mal wochenlang um so eine herumgeschlichen, sie sollte 500 DM kosten, aber als ich mich dann dazu durchgerungen hatte, sie zu kaufen, war sie leider weg. Hast Du auch den analytischen Gewichtssatz dazu?
Viele Grüße, Jochen (Chemiker).
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Stuessi in August 25, 2017, 11:07:59 VORMITTAG
Hallo Jochen,

es ist eine HARTNER Waage.

Als Gewichtssatz benutze ich einen ca. 60 Jahre alten von Th. Prümm / Köln.

Gruß
Rolf
Titel: Re: Welche Feinwaage nutzt ihr?
Beitrag von: Christian3000 in Oktober 06, 2017, 19:42:34 NACHMITTAGS
Hallo,

nach längerer Suche habe ich mich für eine Digitalwaage "Kern EMB 200-3" entschieden. Klar ist sie aus Plastik, auch der Teller auf den man das Wägegut stellt. Aber es ist ein namhafter Hersteller, die Waage geht bis 200g und löst 1mg auf. Sie kostet so um die 200 EUR je nach Händler. Mein Eindruck ist daß hochwertigere Waagen gleich viel mehr kosten.

Viele Grüße,
Christian