Ich schulde Normarsky noch die Bilder von meinem Umbau von vor ca.12 Jahren.
Die Bilder habe ich glücklich an Phptobucket abliefern können.
http://s836.photobucket.com/albums/zz286/doennebrink
Mal sehen ob sie hier auch erscheinen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18287_2389992.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18287_30880833.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18287_58154627.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18287_35529478.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18287_47422476.jpg)
Leider hat photobucket einen schauerlichen Bildhintergrund, den ich nicht verändern kann.
Ursprünglich dachte ich : kram halt die alten Teile wieder heraus und mach ein paar Übersichtsphotos,
so auf die Schnelle - das war vor gut einer Woche!
Hallo Herr Dönnebrink,
die Bilder und Texte sind trotz Photobucket ::) interessant. Bei mir wird es aber aufgrund von plötzlich einsetzender Arbeitsmasse mindestens Dezember, bis ich so ein Projekt angehen kann...
Viele Grüße
K. Koch
Hallo!
Von Xenonlampen am Mikroskop höre ich hier zum ersten Mal.
Das provoziert ja schon wieder meine Standardfrage: Kann jemand etwas zum Spektrum des emittierten Lichtes und der "Augensicherheit" ( IR / UV-Strahlung ) sagen???
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter Voigt in September 05, 2009, 07:22:35 VORMITTAGVon Xenonlampen am Mikroskop höre ich hier zum ersten Mal.
Das provoziert ja schon wieder meine Standardfrage: Kann jemand etwas zum Spektrum des emittierten Lichtes und der "Augensicherheit" ( IR / UV-Strahlung ) sagen???
Lieber Peter,
ich vermute, dass Xenon-Höchstdrucklampen (XBO) seit etwa Ende der 1960er am Mikroskop eingesetzt werden (in Prospekten und Anleitungen aus der Mitte der 1960er sind sie noch nicht erwähnt, aber dann in einer Anleitung zur Hochleistungs-Mikroskopierleuchte aus dem Jahr 1971).
Die Spektren der XBO 75W/2 und der XBO 150W/1 sind kontinuierlich, aber von scharfen Linien im Blaugrün-Bereich (kanpp 500 nm) überlagert. Die relativen UV-Intensitäten sind vermeintlich (!) niedriger als bei den Quecksilber-Höchstdrucklampen (HBO) aber deutlich höher als bei Glühfadenlampen. Vermeintlich, weilsich bei den XBO die Intensität nicht auf wenige, schmale Linien konzentriert, sondern über einen breiten Spektralbereich (<300 - 400 nm) kontinuierlich abgegeben wird.
Die größten Intensitäten liegen im nahen IR (800-900 nm, aber Vorsicht, die Darstellung meiner Spektren endet hier!).
Aus Deiner Frage entnehme ich die Sorge um das Augenlicht. Auch wenn ich diese Sorge teile wären meine ersten Bedenken bei so einer Beleuchtung (aber auch bei den anderen Entladungslampen) zuerst einmal auf die elektrische Anschlussscherheit und auf den Explosionsschutz der Leuchtmittel* gerichtet. Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die sich solche aufwändigen, extrem intensiven Beleuchtungen "antun" dies im vollen Bewusstsein um deren Gefährlichkeit für das Augenlicht tun und geeignete Maßnahmen zu dessen Schutz treffen.
Ich selbst
brenne darauf, mir so einen
Brenner demnächst an meinem Universal zu montieren und dann allein durch Filterung zwischen Weißlicht, UV-, Blau- und anderen Fluoreszenzanregungen wechseln zu können.
Erleuchtete Grüße, Thomas
*PS: Zeiss bot mit den Teilenummern 50 00 64 eine Schutzmaske und unter 50 00 61 Schutzhandschuhe für die Montage der Höchstdruck-Gasentladungslampen an!
Lieber Thomas,
ich gebe zu, dass ich nicht übermäßige Erfahrung mit diversen Leuchtmitteln besitze. Mein Frage bezog sich speziell auf die Lampen aus Autoscheinwerfern, wobei ich nicht weiß, ob diese andere Spektren aufweisen als spezielle Mikroskoplampen. Deshlab meine Frage.
Aber wo wir gerade beim Thema sind: Ich habe kürzlich ein gebrauchtes Fluoreszenzmikroskop mit erinem HBO-Brenner erworben.
Welche Gefahren bestehen beim Umgang mit diesen Lampen?
Ich habe den Brenner nur kurz testweise einmal angeschaltet, mir wurde aber gesagt, den Brenner besser auszutauschen, wenn man nicht wisse, wie alt er sei.
( Stichwort: Explosionsgefahr? Alternde Lampen? Problemstoffe in der Luft bei platzenden Lampen? )
Ich würde mich freuen, wenn mir ein im Umgang mit diesen Leuchtmitteln Erfahrener etwas mehr zu diesem Thema schreiben könnte.
Oder gibt es bereits irgendwo eine "Abhandlung" über dieses Thema?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Herr Dönnebrink,
ZitatIch schulde Normarsky noch die Bilder von meinem Umbau von vor ca.12 Jahren.
Damit habe ich ja nun überhaupt nicht mehr gerechnet, aber Gut Ding braucht eben Weile. ;)
ZitatLeider hat photobucket einen schauerlichen Bildhintergrund, den ich nicht verändern kann.
Der Hintergrund passt aber mal ausnahmsweise zu diesem Thema. Wenn Sie aber dort (bei Photobucket) sind, brauchen Sie nur die letzte Adresszeile mit IMG... hier als Text reinkopieren:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18300_65273341.jpg)
Nun schauen Sie doch, wie gut man sich mit fremden Federn schmücken kann! ;D
Gruß Nomarski
Hallo Peter,
ich habe folgendes gefunden.
http://www.tigergate.de/xenon-licht-faq/xenon-licht-faq.html
Vielleicht hilft es Dir weiter.
Viele Grüße
Siggi
Zitat von: Peter Voigt in September 05, 2009, 11:03:21 VORMITTAGich gebe zu, dass ich nicht übermäßige Erfahrung mit diversen Leuchtmitteln besitze. Mein Frage bezog sich speziell auf die Lampen aus Autoscheinwerfern, wobei ich nicht weiß, ob diese andere Spektren aufweisen als spezielle Mikroskoplampen. Deshlab meine Frage.
Aber wo wir gerade beim Thema sind: Ich habe kürzlich ein gebrauchtes Fluoreszenzmikroskop mit erinem HBO-Brenner erworben.
Welche Gefahren bestehen beim Umgang mit diesen Lampen?
Ich habe den Brenner nur kurz testweise einmal angeschaltet, mir wurde aber gesagt, den Brenner besser auszutauschen, wenn man nicht wisse, wie alt er sei.
( Stichwort: Explosionsgefahr? Alternde Lampen? Problemstoffe in der Luft bei platzenden Lampen? )
Ich würde mich freuen, wenn mir ein im Umgang mit diesen Leuchtmitteln Erfahrener etwas mehr zu diesem Thema schreiben könnte.
Oder gibt es bereits irgendwo eine "Abhandlung" über dieses Thema?
Lieber Peter,
Im Prinzip unterscheiden sich diese Brenner (Auto-/Mikroskop-) nicht. In der Ausführung aber schon.
Siggis Link führt Dich auf eine Seite, von der ich selbst mein Halbwissen über Auto-Xenonleuchten habe. Aus meiner Sicht ist es natürlich schade, dass an dem ursprünglichen Spektrum der Xenon-Brenner sowohl behördlich aber auch herstellerseitig so viel herumgefummelt wird, denn damit sinken die Chancen, die UV-reichen Brenner zum Preis eines Massenproduktes bekommen zu können.
Die Gefahren von HBO-Brennern sind hier im Forum schon einige Male der Länge und der Breite nach besprochen worden. Ich habe damit vergleichsweise wenig Erfahrungen.
Hallo,
ich erlaube mir nochmal, ein Bild von Herrn Dönnebrink zu "klauen":
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/18323_58961324.jpg)
Manche Ausführungen von den Brennern sollen am Kolben eine eingegossene Linse haben, die man für manche Scheinwerfertypen benötigt. Dieser Brenner scheint ein solcher zu sein, aber wie ich erkennen kann, ist diese Linse nach unten gerichtet, daß sie also für die Kollektoroptik nicht wirksam ist.
Gruß
Nomarski
Lieber Herr Normarski !
Bei der Konstruktion hatte mir Herr Dr. Helle ( Fa. Hella ) freundlicherweise ein technisches Datenblatt überlassen, in dem alle relevanten elektrischen und mechanischen Parameter verzeichnet waren. Sobald ich es finde, kann ich es hier gern veröffentlichen,wenn es überhaupt noch aktuell ist.
Meine Überlegungen zum Explosionsschutz waren einfach : wenn man im Motorraum eines Autos, wo es ja nach dem Hörensagen auch reichlich Benzin- oder Dieseldämpfe geben kann, ein solches Netztei und einen solchen Brenner betreiben darf, dann nur,weil er/es entsprechend gekapselt ist.
Zur Frage der Linse : Da mein erster Brenner durch falsche Brennstellung schn nach ein paar Sekunden in den "ewigen Jagdgründen" war, hatte ich
ein Muster für den weiteren Bau. Was aussieht wie eine Linse, entsteht dadurch , daß ein sehr kleiner Xenon-Brenner in ein Glas-Überrohr eingeschoben ist. Die Überrohr bricht bei mechanischer Manipulation sehr leicht. Vorsicht !
XBO- Brenner wie sie zB von Osram angeboten werden sind unverhältnismäßig schwerer zu betreiben und auch deutlich größer und erfordern sicher auch Schutzmaßnahmen wie Spezialhandschuhe beim Wechsel der Brenner. Davon ist mir bei Xenon-Autolampen bislang nichts bekannt.
ZitatXBO- Brenner wie sie zB von Osram angeboten werden sind unverhältnismäßig schwerer zu betreiben und auch deutlich größer und erfordern sicher auch Schutzmaßnahmen wie Spezialhandschuhe beim Wechsel der Brenner. Davon ist mir bei Xenon-Autolampen bislang nichts bekannt.
Hallo Herr Dönnebrink,
dem stimme ich zu, die Vorschaltelektronik zu der XBO75 zu den Mikroskopen ist sehr aufwändig.
Aber auch der Brenner selbst hat keine derartige Fassung, wie man sie von denen für die Autos her kennt, sondern nur an den Enden relativ kleine Kontaktkappen, die man anfassen muß, um mit dem Quarzkolben des Brenners nicht in Berührung zu kommen. Von den Halogenlampen kennt man ja schon die Empfindlichkeit gegen Fingerabdrücken auf dem Glaskolben.
Man sollte jedenfalls keinen Brenner, egal ob HBO oder XBO im heißen Zustand wechseln. Aber Genaueres läßt sich bei den Herstellern wie z.B. Osram erfragen.
Gruß
Nomarski
Lieber Herr Normarski!
Im Eifer des Gefechtes habe ich leider versäumt mich für Ihre "Bildreinigung zu bedanken!Das sei hiermit nachgeholt!!!!
Nach meiner Kenntnis aus Osram-Unterlagen reicht das Spektrum bis weit in den langwelligen IR-Bereich sodaß dicke Wärmeschutzfilter empfohlen werden. Z.B. Schott KG 2/3 mmFilter. Mit Hornhauttrübungen durch IR-Strahlung ist nicht zuspaßen.
Der ungekapselte Betrieb von Xenon Brennern ist aber sowieso weder sinnvoll noch zielführend.
Für das kurzwellige Ende des Spektrums kann ich keine Aussagen machen,da ich nur ein Krüss Taschenspektroskop habe und Intensitäten nicht messen kann, aber Anregung von z.B. Blankophor ( 370nm ) geht auch in der Routine gut.
Viele Grüße
Klaus Dönnebrink
Nach mehrmonatiger Pause nochmal kurz aufgewärmt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/24224_28502339.jpg)
Der Zeiss-Kürbis.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/24224_7536848.jpg)
Das Xenon-Licht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/24224_3613878.jpg)
Die Adaption.
Vom Aufwand her noch günstiger als die LED-Beleuchtung. ;D