Hallo Foristen,
es findet sich manches in der Schublade, auch ein paar Krümmelchen K2Cr2O7.
In Wasser gelöst und verdampft, bilden sich zuerst sehr kleine verästelte Kristalle die dann von großen eckigen fortgesetzt werden.
Frage an die Kristallspezialisten, sind dies nun trikline Kristalle?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/222798_30376100.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/222798_37460558.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/222798_59487907.jpg)
lg
anne
Zitatsind dies nun trikline Kristalle?
Laut Literatur ja, warum sollten sie dann anders kristallisieren?
Hallo Anne,
sollte Deine Frage auf diese Problematik abzielen ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Chromate
http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/6/ac/versuche/vorlesung/_vlu/versuche.vlu.html
http://www.chemieunterricht.de/dc2/mwg/g-chroma.htm
... bin auch ich mit ,,dichromatisch-triklinen" bzw. ,,chromatisch-rhombischen" Fragezeichen durchsetzt.
Theoretisch sollte es eine Grenzkonzentration eines ,,Lösungsgenossen" geben, bei der das System ,,umschlägt".
Für ein erklärendes Beispiel wäre ich jedenfalls sehr dankbar.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Anne,
es sieht so aus als hättest du ein Polarisationsmikroskop. Wenn dem so ist, dann dreh doch mal die Kristalle, die deren Kanten diese auffällig rechten Winkel bilden, in der Tischebene, bis sie auslöschen. Wenn das bei einem schiefen Winkel (der Kristallkanten zu den Schwingungsrichtungen der Polarisatoren) passiert, dann spricht das sehr für eine trikline Symmetrie. Auf den Bildern sieht man nur Kristalle mit rechteckiger Grundform (und symmetrisch abgeschrägten Ecken) und einen Salino mit Kantenwinkeln von ca. 45° und 135°. Löscht der auch so aus wie die Rechtecke? Und gibt es noch andere Formen?
Viele Grüße
Ole
Hallo Ole,
Zitatdie deren Kanten diese auffällig rechten Winkel bilden,
der letzte große Kristall ist aber nicht rechtwinklig!
Hallo Heiko,
pH-Wert war neutral, gelöst habe ich in dest. Wasser, also dürfte das Gleichgewicht nicht pH-abhängig verschoben sein.
Danke für die links!!!
Ich hatte auch Deinen Chromat Beitrag vorher gelesen,
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16783.msg129014#msg129014.
Deine Kristalle sehen ähnlich aus, so einen Zwilling habe ich aber nicht gefunden.
Ich würde dann mal im leicht Sauren noch lösen, und das Gleichgewicht zum Chromat zu verschieben.
Mal sehen was dabei raus kommt.
Hallo Ole,
nein leider sind die Bilder nicht am Pol Mikroskop entstanden und ich kann das Präparat nicht drehen :-\
Formen gibt es noch andere, ich werde mir das Präparat nochmals vornehmen.
Ich danke Dir für die Anleitung, die ich aber leider nicht umsetzen kann.
lg
anne
Hallo Anne,
bin gespannt auf Deine Experimente: Dichromat/sauer und Chromat/basisch. Anbasen mit KOH, um kein weiteres Kation in's System zu bekommen ...
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
hast ja recht, ins basische muss verschoben werden. KOH hab ich nicht.
Dann wirds wohl beim Dichromat bleiben.
Lg
Anne
Hallo Anne,
Dein Einverständnis voraussetzend, darf ich hier Dichromat und Chromat gegenüberstellen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223151_7746814.jpg) (http://abload.de/image.php?img=kaliumdichromat5esqd.jpg)
Kaliumdichromat
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223151_13062350.jpg) (http://abload.de/image.php?img=kaliumchromatfesze.jpg)
Kaliumchromat
Die Aufnahmen entstanden ohne Polarisation im etwas schiefen Durchlicht. Leider habe ich keine Ahnung, ob diese Morphen bereits trikline bzw. rhombische Unterscheidungsmerkmale offenbaren. Vorsicht ist immerhin insofern geboten, als auch einige Drillinge eingestreut waren.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223151_50934842.jpg) (http://abload.de/image.php?img=kaliumchromatdrillinggosrl.jpg)
Kaliumchromat-Drilling
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Klaus,
wie gross ist denn deiner Meinung nach der Winkel zwischen den langen Kanten bei besagtem orange-gruenen Kristall?
Viele Gruesse
Ole
Hallo Heiko,
super, vielen Dank, dass Du den Beitrag noch abrundest.
Was wäre denn bei Verwendung von NaOH und entstehendem Nachromat zu erwarten?
Lg
Anne
Hallo Anne,
berechtigte Frage, und wie ich eben lese, waren meine Bedenken vermutlich überflüssig, denn auch Natriumchromat kristallisiert rhombisch.
Zur Verschiebung des Gleichgewichts kann also auch NaOH dienen.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
hier nun Kristalle des NaCrO4 - schöne Dinge haben sich da gebildet.
2 Kristallbilder und eines der Gebilde, die wohl auch durch einen Überschuß NaOH hervorgerufen wurden.
Alles ohne Anspruch an Korrektheit bzgl. tiefergreifender Betrachtung.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223369_39157888.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223369_17274517.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/223369_39155797.jpg)
lg
anne
Moin,
woraus beziehst Du die Erkenntnis, dass es sich um Natriumchromat handelt?
In der Lösung befindet sich ursprünglich Kaliumdichromat, also gelöst K+ und Cr2O7 2- , wenn Du KOH zugibst kann nur das Chromat des Kalium kristallisieren, wenn Du NaOH zugibst, im Überschuß wie geschrieben, entsteht wiederum das Chromat (wegen des pH Wertes), allein ob das Na- oder das K-Salz auskristallisiert, oder beides? Löslichkeitsprodukte habe ich erstmal nicht gefunden die helfen würden, aber auch nur anfangs, wenn alles Lösungsmittel weg ist, muß auch der Niederschlag beide Salze beinhalten.
mein ja nur mal so
Ulrich
Hallo Ulrich,
klar, Du hast ja Recht, es könnten genauso auch KCrO4 Kristalle sein, deshalb ja auch mein letzter Satz. ;)
Meine zwei ersten Bilder sind allerdings Kristalle im flüssigen Medium, hilft das?
Auch das dritte Bild ist sozusagen noch ein "Pfütze".
lg
anne
Hallo Anne,
das ist ein beeindruckendes Neon-Gelbgrün, das Du bei dickeren Kristallen erhältst. Den ,,Weihnachtsmann-Bart" im dritten Bild deute ich als Natriumcarbonat, nachdem sich das Hydroxid ,,Luft verschafft hat".
Viele Grüße,
Heiko