Hallo zusammen,
ich habe mir bei ebay dieses Unikum ersteigert: :)
https://www.ebay.de/itm/James-Swift-Mikroskop-Kreuztisch-kein-Leitz-oder-Zeiss-/222713238032?_trksid=p2047675.l2557&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&nma=true&si=%252FtDjof372r0hQkqzAUMiC8jRytU%253D&orig_cvip=true&rt=nc (https://www.ebay.de/itm/James-Swift-Mikroskop-Kreuztisch-kein-Leitz-oder-Zeiss-/222713238032?_trksid=p2047675.l2557&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&nma=true&si=%252FtDjof372r0hQkqzAUMiC8jRytU%253D&orig_cvip=true&rt=nc)
Ein Objektführer offensichtlich mit Zahnrädern wie ein Uhrwerk und möglicherweise einem elektrischen Anschluss. Das Ding ist erstklassig verarbeitet und wirkt nicht, als ob es älter als 25 Jahre wäre. Befestigungsschrauben sind für Zeiss- und Leitz-Tische dabei. Weißt jemand was das ist, und wie es funktionieren soll?
Mein Vermutung ist, dass es zum automatischen Abfahren der Objektfläche dient, und je nach Anwendung unterschiedlich untersetzt werden kann.
Es wäre klasse, wenn mir jemand ewas dazu schreiben könnte!
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob,
dies ist ein Teil eines Pointcounters, der zur quantitativen Modalanalyse benutzt wird (z.B. der Bestimmung der Volumenanteile der verschiedenen Minerale in einem Gestein). Was noch fehlt ist die elektronische Registriereinheit.
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo Bob,
soweit ich die Zahnräder beurteilen kann, handelt es sich um eine sog. "Wolfsverzahnung" wie sie bei Uhrwerken verwendet wurden. Man kommt bei Zahnrädern unter 7 Zähnen um eine sog. Profilverschiebung aus.
Aber vielleicht irre ich mich auch, das ist alles 40 Jahre her.
Gruß Peter
Hallo Ihr Beiden,
vielen Dank für Eure Hinweise! Unter "Swift automatic point counter" habe ich einiges zu dem Gerät gefunden. Es gehörte noch ein elektronisches Zählwerk dazu, das nach Taschenrechner anno 1975 aussah.
Ich werde das Ding mal aufschrauben und gucken, wie es funktioniert, und was an dem Steckkontakt ankommt. Mal sehen, ob ich etwas damit anfangen kann.
Viele Grüße,
Bob
Lieber Bob,
das Prinzip ist eigentlich ganz primitiv. Der Objektführer wird über eine Feder gespannt. Das Registriergerät hat z.B. 8 Tasten, die man mit verschiedenen Mineralen belegen kann. Hat man zu Beginn z.B. einen Feldspat im Zentrum des Fadenkreuzes, drückt man auf die Taste für Feldspat, das Gerät sendet einen Impuls an den Objektführer und der springt durch die Federspannung einen definierten Betrag in x-Richtung weiter. Ist nun ein Quarz im Fadenkreuz drückt man auf die Quarz-Taste usw. usw. Hat man eine Zeile durchgezählt spannt man die Feder neu, verstellt um einen definierten Betrag in y-Richtung und beginnt mit dem gleichen Spiel von neuem. So rastert man zeilenweise die Schlifffläche ab - eine Arbeit für einen, der Mutter und Vater.....
Am Ende erhält man für die verschiedenen Minerale Punktmengen, die im Idealfall die Mengenverhältnisse im Volumen widerspiegeln. Das gilt aber nur bei ganz homogener Verteilung der Phasen im Raum. Gibt es Textureffekte, also z.B. Einregelung tafeliger Glimmer in einzelnen Schichten im Gestein, muss man in drei senkrechten Richtungen orientiert Schliffe anfertigen und alle drei auszählen. Das ist dann eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter gleich dreimal....
Viel Spaß,
Olaf