Liebe Mikroskopiker/innen,
ein schön buntes Bild von einem Stoff dem auch manches Unheil nachgesagt wird:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/19014_16922622.jpg)
25x Objektiv, Polarisation, Glimmerplättchen (Danke hier nochmals an Ernst Hippe für die freundliche Spende)
Viel Spaß beim Rätseln!
Regi
Hallo Regi,
sehr schönes Bild!
Ich werfe mal in den Ring: Mg6(OH)8(Si4O10) vielleicht noch etwas Fe, Mn, Ni ;)
Hallo Regi
Für was benötigst Du ein Glimmerplättchen?
Was bewirkt das genau?
Gruss Horst
Lieber Klaus,
mit Serpentin liegst Du leider total daneben. Auch die anderen Elemente helfen nicht weiter.
Kleiner Tipp: hat jeder bei sich.
Lieber Horst,
das Glimmerplättchen bewirkt eine weitere Verschiebung des Lichts, so entstehen Farben die sonst so nicht zu sehen sind. Der hier rote Hintergrund wäre ohne das Glimmerplättchen schwarz. (Ich hoffe das ist physikalisch einigermaßen richtig ausgedrückt)
Grüßle
Regi
Hallo Regi,
damit liegst wenigstens
Du richtig:
ZitatSerpentin
;)
Mit dem Hinweis
Unheil hast Du mich auf eine falsche Fährte gelockt - aber wie sollst Du auch an einen sooo gefährlichen Stoff wie Asbest kommen!
Eigentlich sieht es schon anorganisch aus. Oder ist es Stroh, aber das haben nur manche im Kopf, nicht jeder ;D
Ich wart mal bessere Vorschläge ab!
Hallo Regi,
zum Stoff kann ich nichts sagen.- Aber das Bild gefällt mir sehr!
Freundliche Grüsse
Arnold Büschlen
Lieber Arnold,
danke, hier nochmals ein Tipp: anorganisch ist der Stoff nicht, und absolut nicht wasserlöslich. Ich habe ihn in etwas Immersionsöl mikroskopiert. Zur Gefährlichkeit ist zu sagen: im Übermaß ist er schlecht, aber ohne ihn ist es auch nicht gut.
Liebe Grüße
Regi
Hallo Regi,
also dann tippe ich mal auf (trockene) Pflanzenfasern - im weitesten Sinne Cellulose. Hab noch nie Kleie angeschaut - das ginge in Richtung Stroh, wie ich schon vermutet habe.
Aber dass das jeder bei sich hat???
Haare sind es nicht, die sehen nie so zerfleddert aus. Und die Querbrüche deuten auf brüchiges Material hin.
Lieber Klaus,
leider auch keine trockenen Pflanzenfasern.
Hier die Auflösung: CHOLESTEROL, besser als Cholesterin bekannt.
Daß es jeder bei sich hat ist klar, ich habe mich extra nicht ganz eindeutig ausgedrückt, jeder hat es IN sich.
Liebe Grüße
Regi
Liebe Regi,
da lag ich ja fett daneben ;).
Schönes Rätsel, aber natürlich nicht einfach zu lösen, weil bei kristallinen Substanzen die Morphologie selten hilft, besonders wenn es sich um eine organische Verbindung handelt - da gibts viele Millionen!
Hab gerade im Römpp nachgelesen: in der "bösen" Butter sind 244mg/100g und im ach so gesunden (aber scheußlich schmeckenden)
Lebertran 570 mg/100g Cholesterin enthalten.
Lieber Klaus,
der Cholesterinstoffwechsel ist eine hochkomplexe Sache. Habe mich bißchen in Wikipedia belesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterin
Vielleicht fragt sich manch einer wo ich den Stoff herhabe? Ich konnte beim Wissenschaftsmarkt der Uni Mainz am vergangenen Samstag eine winzige Menge davon erbitten. Das weiße Pülverchen lag dort in einer Petrischale und harrte seiner Demonstration (aber ohne Mikroskop).
Liebe Grüße
Regi
Zitat von: rekuwi in September 15, 2009, 16:36:48 NACHMITTAGS
Lieber Klaus,
der Cholesterinstoffwechsel ist eine hochkomplexe Sache. Habe mich bißchen in Wikipedia belesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterin
ist ein bisschen OT.
Aber den Artikel sollte man mal sehr aufmerksam lesen. Die Aussagen decken sich weitgehend mit den Thesen eines Udo Pollmer. Demnach sind uns was das Cholesterin und Ernährung anbelangt, bisher einige Ammenmärchen vorgesetzt worden!!
also Klaus, geniesse ruhig Deine Butter!!
Viele fette Grüsse
Bernhard
Hallo rekuwi,
erlaube mir bitte eine kritische Anmerkung. Ich finde ein Rätsel darf schwer sein, auch sehr schwer. Aber definitiv unlösbar, so wie dieses Rätsel hier, ist einfach zu schwer und macht dann auch keinen Spaß.
Hallo,
es stecken eben zu viele Unbekannte in diesem Rätsel, die es so schwer machen. :(
Einen schönen Abend.
Bernd
Lieber Ralf, lieber Bernd,
ihr habt völlig recht, es war unlösbar. Ich gelobe Besserung und werde sowas nicht mehr machen :-[.
Als kleiner Trost und als Nachtrag hier noch zwei Fotos die ich von unter Deckglas geschmolzenem Cholesterin gemacht habe:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/19206_36138190.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/19206_5270802.jpg)
Grüßle
Regi
Hallo Regi,
am Anfang hast du etwas von einem Glimmerplättchen geschrieben.
Kannst du noch etwas darüber sagen, außer daß du es geschenkt bekommen hast?
Normalerweise arbeitet man mit einem Lambda-Plättchen oder einem Lambda/4-tel-Plättchen als
Hilfsobjekte mit definierten Gangunterschieden.
Wenn der Hintergrund ohne den Glimmerplättchen schwarz sein soll, kann das Glimmerplättchen
schon mal keines von den beiden "Standard"-Hilfsobjekten sein, da ich dessen Effekt anders kenne.
Schöne Grüße
Bernd
Lieber Bernd,
Laut Ernst Hippe: Glimmer 3, 1010 nm.
Grüßle
Rego
Zitat von: Nomarski in September 16, 2009, 22:31:52 NACHMITTAGS
Normalerweise arbeitet man mit einem Lambda-Plättchen oder einem Lambda/4-tel-Plättchen als
Hilfsobjekte mit definierten Gangunterschieden.
Wenn der Hintergrund ohne den Glimmerplättchen schwarz sein soll, kann das Glimmerplättchen
schon mal keines von den beiden "Standard"-Hilfsobjekten sein, da ich dessen Effekt anders kenne.
Ich denke Regi hat den Begriff eher etwas grobrasterig gewählt ;) Glimmerplättchen ist ja die alte Bezeichnung für das 1/4 lambda Plättchen (bzw: für Gangunterschiede unter 1 lambda, aufwärts hiessen sie dann Gipsplättchen) Da Ernst die Hände im Spiel hat, wette ich auf einen Gangunterschied von > 1000nm ;D Und dann käme das mit dem Hintergrund, der wohl in der II. Ordnung liegt wieder hin.
Viele unkompensierte Grüsse
Bernhard
Edit: un ich säch noch...Wette gewonnen ;D
Liebe Regi,
ZitatLaut Ernst Hippe: Glimmer 3, 1010 nm.
Wenn du das gleich so angegeben hättest, dann hätten auch alle sofort erraten, daß es nur
Cholesterin sein kann und nichts anderes. ;D
Aber vielleicht kannst du deinen Tisch drehen, dann sehen die Farben wieder etwas anders aus... ;)
@Bernhard
ZitatGlimmerplättchen ist ja die alte Bezeichnung für das 1/4 lambda Plättchen (bzw: für Gangunterschiede unter 1 lambda, aufwärts hiessen sie dann Gipsplättchen)
Das war ja gerade das, was mich die ganze Zeit so stutzig gemacht hatte... ;)
Gruß
Bernd
Zitat von: Nomarski in September 16, 2009, 23:01:09 NACHMITTAGS
Aber vielleicht kannst du deinen Tisch drehen, dann sehen die Farben wieder etwas anders aus... ;)
Ich würd das lassen, Regi, wenn's kein Drehtisch ist.
Bernd, das ist glatte Anstiftung zur Sachbeschädigung :)
Bernhard
ZitatIch würd das lassen, Regi, wenn's kein Drehtisch ist.
Bernd, das ist glatte Anstiftung zur Sachbeschädigung
Und wenn man stattdessen die Polarisatoren verdreht?
Bernhard, du willst bloß nicht! ;D
So kenne ich dich gar nicht...
Gruß
Bernd
P.S: Außerdem gibt es ja noch sowas:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/19224_8699374.jpg)