Liebe Mikro-Elektriker,
an einem der beiden Leica DMLS-Stative, die ich eigentlich zur Unterstütung eines Labors im Kongo besorgt hatte, habe ich ein Problem festgestellt (das andere Gerät funktioniert völlig normal):
Über den wichtigsten Bereich, nämlich von 2,5 V bis etwa 8 V, ist die Helligkeit kaum regelbar. Schon bei der niedrigsten Stellung des Potentiometers ist die Leuchte sehr hell und ändert die Helligkeit über den genannten Bereich kaum. Ab 8V und bis 12 V nimmt die Helligkeit ein wenig zu, aber dabei macht der Trafo sehr deutliche Brummgeräusche und Vibrationen. Im gesamten Bereich flackert die Beleuchtung.
Das Leica DMLS hat eine 12 V 30 W-Einbau-Halogenleuchte unter der Leuchtfeldblende. Der Trafo und die Steuerung sitzen hinten im Stativfuß. Das Leuchtmittel habe ich bereits gewechselt und die Kontakte ein bisschen blank gekratzt, aber keine Änderung beobachtet.
Wie muss ich weiter vorgehen, um den Fehler einzugrenzen? Ist evtl. der Trafo defekt? Gibt es andere Fehlerquellen?
Ich bin für jeden Tipp dankbar, denn die Kombination aus Flackern und Brummen ist so aufdringlich, dass längeres Mikroskopieren eine Qual ist.
Viele Grüße
Thomas
ich würde hier auf verdacht das poti tauschen
Hallo,
ich denke auch, dass das Problem beim Poti liegt.
Hoffentlich kommst du gut an die Poti-Lötstellen dran.
Besorg dir ein Ersatzpoti, löte die Leitungen ab und verbinde diese mit dem
neuen Poti, bevor du das alte ausbaust. Dann probieren.
Grüße
Klaus
Hallo Chris und Klaus,
vielen Dank für Eure Tipps! Als Ele-Trick-Laie hätte ich wohl an der falschen Stelle (Trafo) angefangen.
Habt Ihr eine Idee, welchen Typ Poti ich besorgen muss?
Viele Grüße, Thomas
Hallo Thomas,
solange man keinen Schaltplan hat kann man das wohl nur beantworten indem man den Poti ausbaut und hoffentlich eine Angabe des Widerstandswertes und der Leistung darauf findet. Es kann ein Poti zwischen 100 Ohm und ein paar Kilo Ohm sein. Wenn Du den Widerstandswert kennst kann Du anhand der Größe des Potis schon abschätzen wieviel Watt der haben muss, lieber zuviel als zu wenig. Dann gibt es noch linear und log Potis in den Fall wird es wohl ein linear Poti sein. Achsdurchmesser beachten damit er auch richtig befestigt werden kann (Achse kann verkürzt werden durch Absägen falls nötig)
Viele Grüße,
Michael L.
Hallo Thomas,
eine Ferndiagnose ist natürlich schwer. Aber die meisten dieser eingebauten Beleuchtungen kranken mit der Zeit an der Verzunderung der Lampenfassung.
Aber da du ja zwei Geräte hast kannst du ja auch durch Tausch der Teile den Fehler eingrenzen.
viele Grüsse
Wilfried
Wenn der Trafo vibriert oder brummt wurde er schlecht geharzt oder lackiert,Die einzelnen Trafobleche müssen miteinander verklebt oder verbacken sein. Evtl.Alterserscheinungen oder schlechte Verarbeitung.
Gruß Hans
Hallo Thomas,
welches Poti das ist kann ich dir nicht sagen, da mußt du mal versuchen einen
Plan des Gesamtgerätes zu bekommen (falls verfügbar), oder jemand anderes
hier im Forum hat so ein Gerät schon mal auseinandergebaut.
Sorry
Beste Grüße
Klaus
Wenn das Gerät in den Kongo soll mit hoher Luftfeuchtigkeit sind diese Trafos wahrscheinlich nicht ideal,ein total verharzter Platinentrafo
müsste sicherer sein.
Gruss Hans
Guten Morgen
Das Brummen eines Trafos dieser Generation kann aber auch an der Last liegen, wenn er Nähe der Sättigung betrieben wird brummt und vibriert er. Ein zu hoher Stromfluss kann die Ursache sein. Falsche Lampe, defekte Regelung ... können die Ursache sein ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Thomas,
die Meinung mit dem Poti teile ich nicht. Kannst Du die Drähte am Poti mal ablöten und das Poti mit einem Ohmmeter messen?
Ich vermute eher, dass ein Halbleiter seinen Geist aufgegeben hat (Thyristor, oder Diac, oder Triac). Eigenart der Halbleiter ist, dass sie niederohmig werden, wenn sie beleidigt sind. In dem Fall leuchtet die Halogenbirne hell. Auch diese Teile kannst Du problemlos mit einem Ohmmeter messen. Falls Du die entsprechende Ausrüstung hast, schick´ mir mal ein Foto. Ich kann Dir dann sagen, wo Du messen must und welche ungefähren Werte "normal" sind.
Viele Grüße
Klaus
Hallo erstmal,
ich kenne den Trafo nicht, will aber folgenden Tip geben:
Wechselstromausgang > Poti defekt (bei 6V und 30W fließen da 5A, das muss schon ein ordentlich gekühltes Drahtpoti sein). Danach sieht es aber leider nicht aus :-(
Zuerst mal ganz einfach, das Brummen: völlig normal bei alten Trafos unter Volllast!
Gleichstromausgang > Da liegt vermutlich der Hase im Pfeffer! Um sich das schweineteure Drahtpoti zu sparen, wird der Wechselstrom gleichgerichtet und über einen Transistor geregelt, wobei der Regelstrom über das Poti verhältnismäßig klein ist. Das ist die einfache Version, wie sie ganz früher benutzt wurde (meistens ein Leistungstransistror 3032, der verträgt gekühlt 25A und ungekühlt immerhin noch 5A).
Neuere Ausführungen arbeiten dann mit Thyristoren oder gar mit Triacs und Siebstufen für wellenfreien Gleichstrom.
Grüße
Wolfgang