Liebe Mikroskopikergemeinde,
gerne möchte ich mich zunächst mal vorstellen, da ich bislang hier nur passiv mitgelesen habe.
Ich muss sagen, ein tolles Forum und eine super Community!
Ich selbst heisse Robert, lebe mit Familie in der Nähe von Konstanz und bin Neurologe.
Während des Studiums sowie der späteren Tätigkeit an einer Uniklinik habe ich häufig mikroskopiert
Klinisch war das vorwiegend die Befundung von cytologischen Präaparaten (Liquor, idR. May-Grünwald-Giemsa) - erst an einem alten Leitz Standard, dann an einem Olympus BX40.
Im Forschungslabor dann in der Zellkultur zunächst Phasenkontrast am invertierten Zeiss Mikroskop,
später dann auch Immunfluoreszenz an einem Nikon Eclipse 4000
und als persönliche Highlights konfokale Mikroskopie an einem Eigenbau-Mikroskop des anatomischen Instituts.
Für TEM habe ich auch mal Proben vorbereitet (Amyloid-Fibrillen) und durfte bei den Untersuchungen dabei sein.
Jetzt bin ich ein paar Jahre aus der Forschung raus und in der Grund- und Regelversorgung tätig, aber die Naturwissenschaft hat mir irgendwie gefehlt.
Bis ich vor ca 1 Jahr bei ebay-Kleinanzeigen ein gebrauchtes Leitz Laborlux III günstig erworben habe, eigentlich primär um die Nadel meines Plattenspielers zu inspizieren
Naja, so bin ich wieder auf den Geschmack gekommen und als Bastler hat es mir keine Ruhe gelassen.
Da (zum Glück meiner Frau) zuhause noch kein komplettes Labor steht, habe ich mich zunächst auf Auflicht Mikroskopie konzentriert.
Allerdings ist bei Standard-Objektiven für Durchlicht der freie Arbeitsabstand recht klein und ich hatte ein gewisses "Lichtproblem"was auch durch hinzugekaufte LED-Beleuchtung nur wenig besser wurde.
Die LED - Beleuchtung hat sich dann aber doch noch als segensreich in Zusammenspiel mit einem bei ebay erstandenen Heine-Set im Phasenkontrast erwiesen.
Das Laborlux ist an Sich schon ein tolles und intuitiv zu bedienendes Mikroskop, aber leider nicht ganz so gut ausbaufähig.
Und irgendwie habe ich doch immer noch mit Fluoreszenz und POL-Mikroskopie geliebäugelt.
Durch Glück bin ich dann an ein Ortholux I aus dem Jahre 1962 gekommen, bei dem viel Zubehör, inklusive Ultropak mit Objektiven, Reliefkondensor, Drehtisch etc dabei waren.
Leider war dieses jedoch ziemlich verharzt und auch der Trino-Tubus dejustiert so dass ich (mittlerweile im Jagdfieber) weiter Ausschau gehalten habe.
Vor kurzem habe ich dann via ebay in den Vereinigten Arabischen Emiraten (!) ein recht frisch aussehendes Ortholux von ca 1967 gefunden, inklusive FSA-Tubus, Leuchtfeldblende im Stativ und 600er Systemkondensor.
Jetzt der Haken:
Der Grobtrieb hat ein Problem, der Tisch schnellt immer in die obere Anschlagsposition.
Bei dem Mikroskop fehlte der Klemmhebel für den Grobtrieb (67er Anleutung fürs Ortholux: Seite 2 Nr 15), aber auch. nachdem ich diesen von meinem anderen Stativ eingesetzt hatte, war das Problem nicht gelöst.
Also habe ich den Triebkasten geöffnet, aber irgendwie werde ich nicht so richtig schlau.
Auf dem Bild unten sieht man mittig die beiden langen Federn, die die Tischführung (korrekter Name?) immer wieder nach oben drücken.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures009/233571_17654054.jpg)
Ich habe den Eindruck es bräuchte irgend eine Gegenkraft oder Arretierung...
Die Schraube des TRiebknopfes sieht auch so aus, als ob sich schon einmal jemand daran versucht hat (falscher Schraubenzieherkopf), vielleicht hat derjenige einen Fehler beim ZUsammenbau gemacht.
Hat jemand von Euch vielleicht eine gute Idee, warum der Tisch immer nach oben schnellt und wie man das unterbinden kann?
Ich habe. leider hier im Forum keinen Beitrag zum Ortholux Grobtrieb gefunden, nur zum Feintrieb und zum Trieb des Orthoplan...
Herzlichen Dank im Voraus für Eure Anregungen
Robert
Hallo Robert,
eine Anleitung zur Wartung des Grobtriebes des Ortholux I existiert noch nicht, aber du hast Glück, denn ich habe heute Nachmittag selbigen Trieb zerlegt.
Ich vermute, daß bei deinem Ortholux evtl. die Reibscheiben fehlen. Um das herauszufinden, müssen erst die Großbtriebknöpfe runter, was ohne Spezialwerkzeug nicht machbar ist, du brauchst einen Abzieher und ggfls. noch ein Hilfswerkzeug.
Wenn da vorher schon jemand rumgemurkst hat, kann es eh kompliziert werden.
Daher: Geduld, denn, was in 56 Jahren versaut und festgegammelt ist, bekommst Du nicht in 2 Stunden wieder flott! Wenn die Reibscheiben weg sind, brauchst du neue, ohne geht´s nicht.
Hallo Hugo,
wenn die Grobtriebknöpfe sich beim selbstständigen Hochfahren mitdrehen, sollte doch an diesem Trieb die Gängigkeit bzw. der Anpressdruck der Reibscheiben einstellbar sein. Gibt es diese Möglichkeit?
Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,
nach meinem jetzigen Kenntnisstand : ja. Die Grobtriebknöpfe sind aufgepresst, ich habe heute nachmittag angesichts des Regenwetters den Abzieher rausgekramt, einen Hilfsbolzen gefertigt und mit viel Jeföhl die Knöpfe abgezogen. Es kamen insgesamt 4 Scheiben zum Vorschein. Die genaue Funktion ist mir noch nicht klar, um die Grobtriebwelle herauszubekommen, habe ich die Seitenwand des Triebblocks abgebaut. Dabei purzelten mir die bekannten 16 Lagerkugeln z.T. entgegen. So hab ich dann erstmal die Teile in die Benzinbadewanne gelegt.
Meiner Meinung nach wird die Gängigkeit der Grobtriebwelle über diese Scheiben und die Knöpfe eingestellt, da bei meinem Ortholux aber auch alles total verharzt ist, muss ich erstmal putzen, um überhaupt was zu sehen. Das weitere Zerlegen ist ebenfalls nicht trivila; zumindest bei meinem muss die Welle raus, weil festgegammelt.
Heute wird das aber nichts mehr, denn ich muss kochen , meine Gattin hat Spätschicht und danach Hunger.
Ich werde berichten.
@roscho / Robert
Ich sehe gerade, daß bei Dir eine Schraube fehlt! Wo ist die? Damit lässt sich nämlich auch noch die Gängigkeit einstellen!
Hallo Hugo,
sind diese vier Scheiben evtl. Tellerfedern? Also so etwas wie "konvex/konkave Unterlegscheiben"? Das wäre gut!
Die fehlende Schraube die Du vermisst, ist wohl der von Robert nachträglich angebaute Klemmhebel für den Grobtrieb.
Noche eine Frage: Links neben der Schnecke sind einige "dunkle senkrechte Elemente" zu erkennen. Sind das die Scheiben oder ist das evtl. eine Druckfeder?
Gruß
Frank
Hallo Hugo,
erstmal Danke für Deine Antwort,
es stimmt, wie ich oben schon schrieb fehlt bei dem Mikroskop der sogenannte "Klemmhebel für den Grobtrieb", der sich normalerweise da befindet, wo Dein roter Pfeil ist.
Das war auch das erste, was mir auffiel, daher habe ich den Klemmhebel von meinem anderen Stativ "ausgeliehen".
Jetzt ist es aber so, dass dieser Hebel den Trieb entweder arretiert (so wie von Leitz laut Manual vorgesehen bei schweren z.b: petrographischen Proben im Auflicht),
oder aber der Tisch unbeeindruckt nach oben "schnurrt".
EDIT: Frank war schneller als ich und hat wie ich sehe die selben Gedanken zur Lage der ominösen Druckfedern ;-)
Danke auch an Frank, das mit den Reibscheiben ist ein interessanter Hinweis.
Hugo, wie sieht denn ein solches Spezialwerkzeug / "Abzieher" eigentlich aus bzw wo bekommt man den?
Gruss
Robert
Hallo Robert,
ich verwende diesen Abzieher:
https://www.amazon.de/45-1-Abzieher-dreiarmig-Spannungstiefe-Spannungsweite/dp/B0009QX2F0
deutsches Qualitätswerkzeug, kein Vergleich mit dem Billigkram.
Zitat von: roscho in Mai 13, 2018, 18:25:42 NACHMITTAGSDer Grobtrieb hat ein Problem, der Tisch schnellt immer in die obere Anschlagsposition
Nach meinem Verständnis wirken hier 3 Elemente.
Die Gewichtskraft des Tisches, die gegengerichtete Federkraft und die Reibkraft der Reibscheiben an der Triebwelle des Grobtriebes.
Die ersten 2 sollten sich im Wesentlichen die Waage halten und die Reibscheiben übernehmen mit der Zahnradübersetzung den Rest.
1. War das Problem von Anfang an?
2. Heisst "schnellen" wirklich schnellen oder wandern?
Lösungsansätze aus meiner Sicht:
-Triebe reinigen damit die Reibscheiben geschmeidig aufeinander reiben können. Sonst gibt das nie eine seidenweiche Fokussierung.
-Verstellung der Anpresskraft der Reibscheiben prüfen. Die müssen sich von nahezu Nullreibung bis Blockade verstellen lassen. Wie? Bei vielen Mikroskopen über gegensinniges Verdrehen beider Grobtriebknöpfe. Hier vielleicht aber auch anders.
- Sind die Rückholfedern vielleicht auf einen annderen Tisch mit schwerem Aufbau optimiert? Evtl. gehört der Tisch nicht an dieses Mikroskop.
Die Federn sollen das Tischgewicht nicht überkompensieren.
Hallo Frank und Robert,
hier ein Foto der Reibscheiben, so wie ich sie auf der Achse vorgefunden habe. Es handelt sich bei den hellen Scheiben um einen weichen silikonartigen Kunststoff. Die schwarzen sind aus Blech.
Hallo Robert,
kannst Du mal nachschauen, wie lang bzw. wie viele Windungen die untere Feder bei dir hat?
Ist nur eine spontane Idee von mir, daß dies auch eine Fehlerquelle sein könnte.
Zitat von: Hugo Halfmann in Mai 15, 2018, 10:08:00 VORMITTAG
... Es handelt sich bei den hellen Scheiben um einen weichen silikonartigen Kunststoff. ...
Das wäre eine mir unbekannte Druckverstellung.
Es sind, so wie ich es erkennen kann, keine Tellerfedern sondern Metallscheiben, die mit ihrem "Silikonpartner" über die ausgeprägten Nuten verbunden sind.
Auf der -im Foto- linken Seite also:
die rechte Silikonscheibe mit ihrer Metallscheibe haben Kontakt mit dem Triebkasten und stehen still, die linke Silikonscheibe mit ihrer Metallscheibe haben Kontakt mit dem Verstellknopf/Welle und drehen sich mit. Die Reibefläche ist also zwangsweise der Verbindungspunkt der Metallscheiben und die Silikonscheiben erzeugen den Gegendruck.
Wenn diese Silikonscheiben abgenutzt/zerbröselt sind, wird kein Gegendruck mehr erzeugt und die Welle ist zu leichtgängig.
Falls die Silikonscheiben in Ordnung sind, hilft evtl. der von Markus bereits erwähnte Lösungsansatz:
-Verstellung der Anpresskraft der Reibscheiben prüfen. Die müssen sich von nahezu Nullreibung bis Blockade verstellen lassen. Wie? Bei vielen Mikroskopen über gegensinniges Verdrehen beider Grobtriebknöpfe.Viele Grüße
Frank
Zitat von: Hugo Halfmann in Mai 15, 2018, 10:51:15 VORMITTAG
Hallo Robert,
kannst Du mal nachschauen, wie lang bzw. wie viele Windungen die untere Feder bei dir hat?
Ist nur eine spontane Idee von mir, daß dies auch eine Fehlerquelle sein könnte.
Hallo Hugo,
wo/wie wirkt die denn?
Gruß
Frank
Die müsste von unten drücken, ist aber nur ne Idee (s. erstes Foto v. Robert) oder der Tischträger ist falsch eingebaut.
Bei meinem hab ich den Triebblock ausgebaut, anders geht´s nicht, wenn man die Welle ausbauen will, deswegen kann ich grad nicht mit Sicherheit sagen, wo ben und unten ist ::)
Zitat von: Frank D. in Mai 15, 2018, 11:00:06 VORMITTAG
Zitat von: Hugo Halfmann in Mai 15, 2018, 10:08:00 VORMITTAG
... Es handelt sich bei den hellen Scheiben um einen weichen silikonartigen Kunststoff. ...
Das wäre eine mir unbekannte Druckverstellung.
Es sind, so wie ich es erkennen kann, keine Tellerfedern sondern Metallscheiben, die mit ihrem "Silikonpartner" über die ausgeprägten Nuten verbunden sind.
Auf der -im Foto- linken Seite also:
die rechte Silikonscheibe mit ihrer Metallscheibe haben Kontakt mit dem Triebkasten und stehen still, die linke Silikonscheibe mit ihrer Metallscheibe haben Kontakt mit dem Verstellknopf/Welle und drehen sich mit. Die Reibefläche ist also zwangsweise der Verbindungspunkt der Metallscheiben und die Silikonscheiben erzeugen den Gegendruck.
Wenn diese Silikonscheiben abgenutzt/zerbröselt sind, wird kein Gegendruck mehr erzeugt und die Welle ist zu leichtgängig.
Falls die Silikonscheiben in Ordnung sind, hilft evtl. der von Markus bereits erwähnte Lösungsansatz:
-Verstellung der Anpresskraft der Reibscheiben prüfen. Die müssen sich von nahezu Nullreibung bis Blockade verstellen lassen. Wie? Bei vielen Mikroskopen über gegensinniges Verdrehen beider Grobtriebknöpfe.
Hallo Frank,
die Grobtriebknöpfe lassen sich definitiv nicht verdrehen, der abgefräste Teil der Achse hat ein genau passendes Gegenstück im Knopf. Bei Roberts Ortholux stimmt irgendetwas anderes nicht. Solange wir hier aber keine weiteren Informationen von ihm bekommen, kann man nur spekulieren.
Hallo zusammen und danke für Eure Antworten!
Ich komme beruflich leider erst am Wochenende dazu,
weiter zu forschen, zumal auch der Abzieher noch nicht da ist.,,
Die Triebknöpfe lassen sich jedoch wie Frank schon sagte nicht gegeneinander verdrehen, da sitzt alles bombenfest...
Ich melde mich nochmals mit Fotos von Reibscheibe und
Federn, sobald die Demontage fortgeschritten ist...
Viele Grüsse
Robert
Hallo Robert,
ich bin auf diesen Beitrag bei meiner Suche nach
Artikeln über das alte Ortholux im Forum gestoßen.
Da ich im Moment das gleiche Problem habe, würde
mich interessieren, ob Du schon eine Lösung hast?
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
hast Du den Grobtrieb denn schon zerlegt und gereinigt? Vorher ist das alles Kaffeesatzleserei, wenn man nicht weiss, wie der Zustand deines Stativs ist. Wenn Du reichlich WD 40 o.ä. auf die Triebachse gegossen ast, kann es sein, daß die Reibwirkung er von mir angesprochenen Reibscheiben erstmal dahin ist.
Hallo Hugo,
vielen Dank für Deine rasche Antwort.
> hast Du den Grobtrieb denn schon zerlegt und gereinigt?
Nein, das kann ich im Moment auch nicht (siehe weiter unten).
> Vorher ist das alles Kaffeesatzleserei, wenn man nicht weiss, wie der Zustand deines Stativs ist.
Ist mir klar, ich kann den Zustand aber leicht beschreiben:
1) Der Feintrieb funktioniert sehr leichtgängig und hat einen Hub von ca. 2,5mm.
2) Der Grobtrieb ist verstellbar, bleibt aber nicht in der eingestellten Position.
2a) Wird der Tisch angehoben, so ist dazu ein Widerstand zu überwinden (vermutlich das Gewicht des Tisches) und wenn ich den Triebknopf auslasse fällt der Tisch in die alte Position zurück. Je höher er angehoben wird, je mehr Kraft ist nötig und schneller erfolgt diese Abwärtsbewegung.
2b) Wird der Tisch abgesenkt, so ist dazu ebenfalls ein Widerstand zu überwinden (vermutlich die Kraft der Ausgleichsfeder). Auch hier wird nach der Freigabe des Triebknopfes der Tisch wieder in eine Position hochgehoben, (vermutlich so weit, dass die Feder spannungsfrei ist).
Wenn der Tisch in seine Position zurückkehrt, kann ich sehen, dass sich die Triebknöpfe der Grobverstellung dabei mitbewegen.
> Wenn Du reichlich WD 40 ...
Ich hab' aus mehreren Gründen noch gar nichts gemacht (außer das Forum nach Beiträgen) durchsucht:
1) Ich bin Quereinsteiger. Ich habe zwar im Zuge meine Ausbildung (HTL) ein Jahr Praxis (feinmechanische Werkstätte) und ein Jahr Theorie (Maschinenelemente und Konstruktionslehre), aber dafür reicht das Gelernte natürlich auf gar keinen Fall.
2) Es ist kein Spezialwerkzeug vorhanden. Da die Triebknöpfe nach einigen Eurer Beiträgen offensichtlich
eine Presspassung haben, werde ich das wohl nicht schaffen. Ein Abzieher würde ja noch gehen, aber wie sollen dann die Knöpfe wieder auf die Achse. Dafür braucht man eine Vorrichtung, die das Teil axial ausrichtet, dann wird es erwärmt, dass es sich ausdehnt und in diesem Zustand kann man es dann auf die Achse drücken. Soweit meine Theorie/Schulwissen. Das ist aus meiner Sicht für mich nicht zu schaffen. Deshalb lass ich mal die Finger davon (Schuster bleib bei deinen Leisten).
3) Das Mikroskop wurde als "voll funktionsfähig" gekauft - und das ist der Hauptgrund, warum mir im Moment die Hände gebunden sind. Der Händler ist der Meinung, dass ich keine Ahnung habe, was ein Gewichtsausgleich ist und hat mir erklärt, dass die Klemmung der Hauptachse dafür da ist, um die Aufwärtsbewegung zu kompensieren. Mir ist klar, dass ich ein Laie bin, aber ich hab' den Beitrag sehr genau gelesen, und kann mich der Meinung von mikromeister über die Kräfte nur anschließen. Perfekt zusammengefasst und sonnenklar.
3a) Um dem Händler nicht die Ausrede zu bieten, dass ich den Schaden verursacht habe, kann und werde ich zur Zeit gar nichts tun - nicht einmal WD40 - gar nichts außer lesen fragen lernen.
Deshalb auch die Anfrage ob es bei Robert eine Lösung gibt. Bis zu einer Klärung mit dem Händler ist mein Interesse nur theoretisch, da ich das Teil aus leicht nachvollziehbaren Gründen nicht anfassen darf.
Viele Grüße aus Wien
Peter
Hallo Peter,
die Knöpfe sind auf Konusse aufgepresst. Zum Wiederaufpressen benötigt man aber kein Spezialwerkzeug, ich hab das mit einer Zwinge (http://www.wolfcraft.de/de/produkte/p/einhandzwingen//s/c/index.html) gemacht. Die Achse und die Bohrungen habe ich vorher peinlich genau gereinigt und poliert.
Ich vermute, dass falsches Fett verwendet worden ist, die ganze Konstruktion ist auf die Verwendung zähen Fetts ausgelegt.
Vielleicht hat der Verkäufer ja reichlich WD40....oder die Reibscheiben haben sich durch Verwendung eines falschen Lösungsmittels in Wohlgefallen aufgelöst.
Nur, ohne den Trieb zu zerlegen, bleibt das alles Spekulation.
Hallo Hugo,
> die Knöpfe sind auf Konusse aufgepresst.
jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Das wäre dann ja das gleiche wie eine Morsekegel in einem Reitstock. Warum ist das dann so mühsam? Wenn es wirklich nur ein Konus ist muss er relativ leicht lösbar und aufsetzbar sein (zumindest bei uns in der Schulwerkstatt mit den kleineren Emcos war das immer leicht). Das würde aber auch die Schraube erklären mit der der Triebknopf gesichert ist.
> Zum Wiederaufpressen benötigt man aber kein Spezialwerkzeug, ich hab das mit einer Zwinge gemacht.
Die wäre leicht zu beschaffen. Und wenn es wirklich ein Konus ist, dann müsste sich das ganze ja eigentlich auch von selbst zentrieren.
> Die Achse und die Bohrungen habe ich vorher peinlich genau gereinigt und poliert.
Gut - das ist klar, sonst passt es nicht und Du bekommst keine kraftschlüssige Verbindung.
> Ich vermute, dass falsches Fett verwendet worden ist, die ganze Konstruktion ist auf die Verwendung zähen Fetts ausgelegt.
Ich hab das Teil nochmals ausgepackt und es mir genau angesehen. Die Schrauben an der Vorderseite (wo der Tisch eingesetzt wird) sehen unbenutzt und sauber aus - nicht der kleinste Kratzer. Bei den Schrauben an der Unterseite ist mir aufgefallen, dass sie nicht lackiert sind. Alle anderen Schrauben jedoch schon. Die Schrauben oben habe den Dreck von 50 Jahren in den Schlitzen.
> Vielleicht hat der Verkäufer ja reichlich WD40....
Glaube ich weniger - macht auf mich nicht den Eindruck als ob er mehr macht als Staub wischen.
> oder die Reibscheiben haben sich durch Verwendung eines falschen Lösungsmittels in Wohlgefallen aufgelöst.
Mal den Teufel nicht an die Wand - das wäre der Super-GAU schlechthin.
> Nur, ohne den Trieb zu zerlegen, bleibt das alles Spekulation.
Tja und genau das ist im Moment noch nicht möglich.
Da es der Händler mit mir auf "die harte Tour" versucht und nicht einlenkt, wird die Sache wohl ans Gericht gehen.
Ich hab' mich mittlerweile schon bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei kundig gemacht. Deshalb darf ich bis auf weiteres auch nichts anfassen. Die hätten das Teil am liebsten gleich eingezogen.
Grüße Peter
Hallo Peter,
ist natürlich ärgerlich. Wenn ichs richtig verstehe ist das Mikroskop aber sonst in Ordnung?
ZitatIch hab' mich mittlerweile schon bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei kundig gemacht. Deshalb darf ich bis auf weiteres auch nichts anfassen. Die hätten das Teil am liebsten gleich eingezogen.
Hab keine Ahnung, wie die Jurisprudenz in Austria funktioniert. Kripo? Liegt denn ein schweres Verbrechen vor? Wenn die Staatsanwaltschaft sich schon damit beschäftigt hat, dann ist ja mindestens ein Wirtschaftsverbrechen zu vermuten. Verschweigst du uns da was? Ansonsten vermute ich mal bist du noch weit unter 60 Jahre alt, denn das Verfahren dauert sicher mehrere Jahre, wenn es denn in die 2. und 3. Instanz geht. Und dann endet das Ganze mit einem Vergleich, wo jeder seine Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt, und das Mikroskop ist inzwischen 5 Jahre älter, ohne, dass du es nutzen konntest.
Also ich würde nüchtern agieren und mit Unterstützung der erfahrenen Schrauber mich ans Zerlegen machen. Auch wenns schmerzt, weil du dich betrogen fühlst.
Ich würde mich in der Causa Klaus anschließen. Die "harte Tour" ist in der Regel kontraproduktiv, jedenfalls dann wenn es "nur" um wenige hundert Euro geht. Selbst wenn man juristisch gewinnen sollte, kann es sein, dass der Verkäufer das Prädikat "amtsbekannt ohne pfändbare Habe" erhält.
Ich habe allerdings auch erlebt, dass ein Verkäufter einlenkte, sobald man ihm ein entsprechendes Feedback auf Ebay "androhte".
Gruß
Peter
Zitat von: Klaus Herrmann in September 24, 2018, 12:08:25 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
ist natürlich ärgerlich. Wenn ichs richtig verstehe ist das Mikroskop aber sonst in Ordnung?
ZitatIch hab' mich mittlerweile schon bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei kundig gemacht. Deshalb darf ich bis auf weiteres auch nichts anfassen. Die hätten das Teil am liebsten gleich eingezogen.
Hab keine Ahnung, wie die Jurisprudenz in Austria funktioniert. Kripo? Liegt denn ein schweres Verbrechen vor? Wenn die Staatsanwaltschaft sich schon damit beschäftigt hat, dann ist ja mindestens ein Wirtschaftsverbrechen zu vermuten. Verschweigst du uns da was? Ansonsten vermute ich mal bist du noch weit unter 60 Jahre alt, denn das Verfahren dauert sicher mehrere Jahre, wenn es denn in die 2. und 3. Instanz geht. Und dann endet das Ganze mit einem Vergleich, wo jeder seine Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt, und das Mikroskop ist inzwischen 5 Jahre älter, ohne, dass du es nutzen konntest.
Also ich würde nüchtern agieren und mit Unterstützung der erfahrenen Schrauber mich ans Zerlegen machen. Auch wenns schmerzt, weil du dich betrogen fühlst.
Hallo Klaus,
meine Gedanken waren deinen sehr ähnlich, und aufgrund meiner beruflichen Erfahrung mit der deutschen Justiz belasse ich es in solchen Fällen bei einer negativen Ebay-Bewertung, wohlwissend, daß der Verkäufer auch diese löschen lassen kann, wenn er sich nicht allzu doof anstellt. Ich denke, manchem Verkäufer kann man nicht mal Vorsatz unterstellen, die greifen irgendwo ein altes Mikroskop ab und verkaufen es - natürlich ungeprüft mangels Ahnung.
Auf stur und taub zu schalten, wenn der Käufer dann berechtigt meckert, ist halt auch nur die erste von mehreren Eskalationsstufen.
Ich hab´ weder Zeit noch Lust, wegen meines Hobbies ein Gericht zu beschäftigen, schon weil alle meine "Schätzchen" älter sind wie ich und die Erfolgsaussichten allein schon wegen des Alters der Geräte gleich null sind.
@Klaus
Hallo Klaus,
> ist natürlich ärgerlich. Wenn ichs richtig verstehe ist das Mikroskop aber
> sonst in Ordnung?
Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann ja. Es ist ja nicht vollständig (nur das Stativ, Tisch, Kondensorträger mit einem 600er und 2 Leuchten wurden geliefert) der Rest (2 Revolver, 3 Objektive, Trinotubus mit Okularen und ein Berek) war für das zweite Päckchen vorgesehen. Der einzige Schaden den ich reklamiert habe, ist eben der Schaden am Gewichtsausgleich. (Anm.: am Anfang schien mir der Feintrieb zu leichtgängig, aber ich hab' das mit einer aufgelegten Stahlkante (Haarlineal) nachgemessen - 2,5mm Hub - passt also. Die Leuchtfeldblende ist leichtgängig, die Halterung für den Tubus ebenso.
Die Einschwenklinse kratzt an einer Stelle etwas, geht aber sonst tadellos ist also nicht der Rede Wert.
> Hab keine Ahnung, wie die Jurisprudenz in Austria funktioniert. Kripo?
> Liegt denn ein schweres Verbrechen vor? Wenn die Staatsanwaltschaft sich
> schon damit beschäftigt hat, dann ist ja mindestens ein Wirtschaftsverbrechen
> zu vermuten. Verschweigst du uns da was?
In Österreich wird das gesamte Strafrecht von der Staatsanwaltschaft abgewickelt. Jede Form von Anzeige erfolgt entweder bei der Kriminalpolizei, (in Form einer Strafanzeige, die dann an die Staatsanwaltschaft geschickt wird) oder man schickt eine Sachverhaltsdarstellung direkt an die Staatsanwaltschaft.
> Ansonsten vermute ich mal bist du noch weit unter 60 Jahre alt, denn
Tja da hast Du natürlich völlig recht - wie in meiner Vorstellung beschrieben
bin ich genauso alt wie mein Mikroskop (Bj. 64) - also erst 54 ;-D.
> das Verfahren dauert sicher mehrere Jahre, wenn es denn in die 2. und
> 3. Instanz geht. Und dann endet das Ganze mit einem Vergleich, wo
> jeder seine Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt, und das Mikroskop ist
> inzwischen 5 Jahre älter, ohne, dass du es nutzen konntest.
Das muss nicht sein, da der Fall recht eindeutig ist. Mein Händler hat sich
in seiner Arroganz/Dummheit in einer Mail selbst belastet.
> Also ich würde nüchtern agieren und mit Unterstützung der erfahrenen Schrauber
> mich ans Zerlegen machen. Auch wenns schmerzt, weil du dich betrogen fühlst.
Ich fühle mich nicht betrogen, sondern bin (lt. Einschätzung von SA und Kripo)
betrogen worden.
@Mikroman
Hallo Peter,
> Ich würde mich in der Causa Klaus anschließen. Die "harte Tour" ist in der Regel
> kontraproduktiv, jedenfalls dann wenn es "nur" um wenige hundert Euro geht.
Das sehe ich ganz genau gleich, aus diesem Grund habe ich dem Händler (der zuerst
mehrere bitten um Stellungnahme und Lösungsvorschlägen abgelehnt hat) auch nochmals
kontaktiert - es war sinnlos. Geerntet habe ich bis jetzt nur Spott und Hohn.
Ich werde mich nicht betrügen und anschließend wie einen Idioten vorführen lassen
und das ganze vergessen, nur damit dieser Händler so weiter machen kann. Solange man
diese Leute tun lässt, was sie wollen, wird sich das nicht ändern, sondern die
Situation wird sich verschlimmern, eben weil es so einfach ist und nicht sanktioniert
wird.
> Selbst wenn man juristisch gewinnen sollte, kann es sein, dass der Verkäufer das
> Prädikat "amtsbekannt ohne pfändbare Habe" erhält.
Die Sorge habe ich nicht. Das österr. Recht bietet da einige Möglichkeiten.
> Ich habe allerdings auch erlebt, dass ein Verkäufter einlenkte, sobald man ihm ein
> entsprechendes Feedback auf Ebay "androhte".
Ja, ich hoffe auch in meinem Fall, dass die Vernunft siegt. Der Schaden ist möglicher-
weise ja sogar geringer als die Anwaltskosten und deshalb kann ich das Verhalten des
Händlers absolut nicht verstehen. Er hat nach dem Verfahren, nicht nur die Kosten -
dafür gibt's auch eine Vorstrafe. Das hat er offensichtlich noch nicht verstanden.
@Hugo
Hallo Hugo,
> belasse ich es in solchen Fällen bei einer negativen Ebay-Bewertung,
der Kauf war privat - es ist für mich nicht ungewöhnlich, dass die Leute ebay umgehen
(ist bei den Fotosachen ja auch nicht anders). Allerdings hatte ich bisher noch
nie ein Problem damit.
> Ich denke, manchem Verkäufer kann man nicht mal Vorsatz unterstellen,
Ich bin der Meinung, dass die Sache hier anders liegt. Der Händler ist auch Sammler
und hat (nach eigenen Angaben) noch drei andere Ortholuxe mit exakt dem selben Fehler.
Weiters hat er in einer Email geschrieben, dass er seit drei Jahren weiß, dass dieses
Verhalten nicht in Ordnung ist. In meiner Anfrage war klar definiert, dass das Mikroskop
zu Benutzen und nicht für die Vitrine gekauft wird. Ich glaube deshalb, dass man in
diesem Fall durchaus von einem Vorsatz ausgehen kann.
> ... natürlich ungeprüft mangels Ahnung.
In meiner Anfrage, habe ich ausdrücklich erklärt, dass ich einen Händler/Sammler suche,
der genug Expertise hat, um ein voll funktionsfähiges Ortholux 1 für Durch- und Auflicht
zu liefern.
> Auf stur und taub zu schalten, wenn der Käufer dann berechtigt meckert, ist halt auch
> nur die erste von mehreren Eskalationsstufen.
Exakt - und wenn Dir der Kunde die Hand reicht und sagt finden wir gemeinsam eine Lösung,
mach' mal einen Vorschlag und Du spuckst ihm ins Gesicht (verbal), dann ist die zweite
Eskalationsstufe. Wenn Du dann noch dem Kunden sagst, dass Du seit drei Jahren von dem
Fehler Kenntnis hast, dann ist wieder eine Stufe mehr erklommen. Der Krug geht zum Brunnen
bis er bricht.
Ich hab' mir ein paar Fotos von steve minchington vom Hauttrieb angesehen, sieht für mich
aber nicht wie ein Konus aus.
Liebe Grüße aus Wien an Euch all drei
Peter
Hallo Peter,
dann habt ihr in Östereich aber paradiesische Zustände. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg - Glück brauchst du ja offensichtlich nicht, das ist schon auf deiner Seite.
Hallo Klaus,
> dann habt ihr in Östereich aber paradiesische Zustände.
Wie kommst Du denn darauf?
> Glück brauchst du ja offensichtlich nicht, das ist schon auf deiner Seite.
Wenn es so wäre, würden wir jetzt über LED's sprechen und nicht über einen defekten Gewichtsausgleich.
Grüße
Peter
Hallo Peter,
ZitatWie kommst Du denn darauf?
Bei uns gibt es einen Spruch:"auf hoher See und vor Gericht bist du nur in Gottes Hand" Wenn dir ein Anwalt sagt: "kein Problem, das gewinnen wir" Dann kann es sein, dass er Recht behält oder auch nicht!
Auf jeden Fall bin ich sicher nicht der Einzige, der gespannt ist, wie es ausgeht. Und ich wünsche dir, dass du Recht bekommst.
Hallo ihr Lieben,
ich weiß, dieser Thread ist bereits 6 Jahre alt, aber ich sitze auch gerade am offenen Triebkasten meines Ortholux 1. Weiß jemand, ob sich auf der Grobtriebwelle links UND rechts 4 Scheiben befinden müssen?
Mein Problem ist übrigens scheinbar der Kontakt des linken Knopfes mit dem kleinen Schräubchen, welches das Gehäuse der Feststellbremse hält. Der linke eKnopf ist also offensichtlich zu weit auf der Welle - wie auch immer das möglich ist.Ich kann Schleifspuren an beiden Teilen erkennen. Ohne Knopf läuft die Welle aalglatt, mit Knopf war kein sensibles Scharfstellen möglich.
Ich freue mich über jeden Kommentar von euch.
Dank und Gruß an alle
Martin
Hallo Martin,
Du hast es ja inzwischen selbst gefunden (siehe unsere Whatsapp-Unterhaltung), aber der Vollständigkeit hier noch der Link zum Thread mit dem Legebild:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=37616.15 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=37616.15)
LG Diana
Hallo Diana,
danke für den Hinweis. Ich hab ja bereits einen neuen Beitrag eröffnet, weil ich nicht weiter wusste:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=49847.msg364594#msg364594
Antworten sind bisher ausgeblieben.
Hauptproblem ist nun nur noch die Beschaffung von 3 korrekten Gummi(?)scheiben, damit ich den Triebkasten wieder zusammenbauen kann.
Weisst Du aus der Erinnerung, ob das weiche oder harte Scheiben sind?
Und ob es da Originalersatz gibt? Und wo?
Ich habe die hier gefunden:
https://de.misumi-ec.com/vona2/detail/221006205075/?ProductCode=QQ-0613-10&rid=MCOM
Die sind allerdings erst in einer Woche hier.
Vom Triebkasten habe ich mittlerweile sogar schon geträumt und kann ihn vermutlich bereits im Schlaf auseinander- und zusammenbauen...
Gruß und Dank
Martin
Hallo Martin,
Ich bin momentan stark ausgelastet und schaffe es gerade nicht an einem Stativ nachzuschauen.
Das schwarze Ortholux habe ich schon lange nicht mehr zerlegt, demnächst (in 2-3 Wochen) ist aber mal wieder eines fällig. Der Erinnerung nach, waren die Scheiben relativ fest (normal fest, wie die Bremsscheiben vom Orthoplan auch, aber auch da gibts drei verschiedene Scheibentypen). Nach den Wartungen damals, sind die Ortholuxe immer sehr gut gelaufen. Ich denke, solange die Scheiben nicht extrem hart und dadurch quasi schon porös sind, kriegt man es zusammen mit dem richtigen Fett (höherviskos) hin.
Man muss halt ein wenig herumprobieren, welches Fett gut passt. Das ist aber ständig so, auch z.B. bei bestimmten Tischtrieben, die im Grunde immer gleich aufgebaut sind. Das könnte auch an dem "Härtegrad" dieser Kunststoffscheibchen liegen, dass mal dieses, mal jenes Fett besser ist.
Zu Deinen Scheiben, die Du bestellt hast:
Vom Gefühl her müsste das gut gehen, die Kerben, die Du an den Originalscheiben vorfindest, werden sich beim ersten Anziehen des Triebknopfes schon von alleine in die Scheiben zaubern. Die Scheiben sollten denke ich nicht zu einmachgummiartig sein, da sie nur leichte Bremswirkung haben dürfen, aber auch nicht zu starr. Teflon könnte noch gut gehen...Man kann ja mal ein paar Varianten ausprobieren. Am Orthoplan nehme ich gerne Teflon, weil die Originalkunstoffbremsscheiben manchmal nicht mehr schön laufen, aber da ist die Mechanik eine ganz andere, da geht es nur um die Gängigkeit des Grobtriebes, der theoretisch auch läuft ohne besagte Scheiben (halt dann mit Spiel in der Vertikalen). Beim Ortholux braucht man definitiv eine Bremswirkung, der Grobtrieb darf hier nicht zu leicht gehen.
Ob Dir diese Spekulationen nun weiterhelfen, weiß ich auch nicht, aber nur Mut, mehr als dass Du ein paar € fehlinvestiert hast, wird nicht passieren, wenn die Scheiben nichts sind, nimmst Du halt andere mit M6x0,5mmx12 oder 13mm glaub ich (Du kannst es ja ausmessen)...findet man ja relativ leicht. Originale Scheiben wirds neu so nicht mehr geben, höchstens noch aus einem Ausschlachtstativ.
LG Diana
Hallo Diana,
all das wollte ich hören.
Ich bin guter Dinge und berichte, wenn ich fertig bin.
Gruß
Martin
Hallo Martin,
Gerade bin ich dabei, ein Ortholux herzurichten.
Die Kunststoffscheiben an meinem sehen sehr gut aus. Das Plastik ist recht fest (also keinesfalls gummiartig).
Dies nur zur Info.
LG Diana
Hallo Diana,
vielen Dank für die Nachricht. Super, ich habe gerade 40 wirklich Gummiartig-weiche Unterlegscheiben bekommen. Nun werde ich wohl doch eher auf Nylon umschwenken. Durchmesser etwa 13mm, Dicke 1mm und Bohrung 6-6,3mm. Mal sehen. Findet sich alles.
Es wird ja nie langweilig im Leben....
Gruß
Martin