Hallo,
Gibt es im Netz eine Bedienungsanleitung für den Olympus-Universalkondensor CH2-PCD?
z.B. Hier in der CH-2 Broschüre (http://www.mikroskopie.de/olydocs/ch2_broschuere.pdf) auf Seite 8 dargestellt.
Ich möchte ungern alles erstmal verstellen, nur um auszuprobieren, welche der Justierschrauben in welchen Fall die richtige ist.
Zudem habe ich festgestellt, daß bei Dunkelfeld alles dunkel ist. Muß der Kondensor dafür emergiert werden? Und falls ja, womit?
danke,
Frieder
Hallo,
ob es eine BDA gibt, weiß ich nicht. Aber was hast Du denn konkret für eine Frage? Da gibt es doch gar nicht "alles Mögliche" zu verstellen. Man kann doch nur die einzelnen Ringlenden mit den zwei Stellschrauben hinten zentrieren. Er ist ja nicht so komplex aufgebaut und eigentlich selbsterklärend (ist doch kein zeiss Standard-Phasenkondensor! ;)). Bei der DF-Stellung muss die Kondensorblende geöffnet sein. Und die hinteren Stellschrauben dienen der Zentrierung der Phasenblenden, wobei man die richtige Stellung der Blende nur mit einem Phasenteleskop wirklich exakt einstellen kann. Vermutlich muss man, wenn man die Ringlenden mit den Zentrierschrauben zentrieren möchte, die Schrauben etwas in Richtung Kondensor einschieben, damit sie in die entsprechenden Öffnungen der jeweiligen Blende greifen.
Alles kein Hexenwerk!
Herzliche Grüße
Peter
PS: Das Gute liegt näher als man denkt! ;-)
Von unserem Admin gibt es eine sehr ausführliche Anleitung:
http://www.mikroskopie.de/pfad/kontrastverfahren/sieben.html (http://www.mikroskopie.de/pfad/kontrastverfahren/sieben.html)
Das Phasenkontrastmikroskop NotwendigesZubehör und Einstellung. Bitte die Flash-Datei starten!
Hallo Frieder,
ZitatZudem habe ich festgestellt, daß bei Dunkelfeld alles dunkel ist. Muß der Kondensor dafür emergiert werden? Und falls ja, womit?
Mein VerdachT - Peter hat auch schon darauf hingewiesen-: die Leuchtfeldblende ist nicht ganz offen, oder der Kondensor ist nicht ganz oben. Der Oly-Kondensor ist in sofern idiotensicher, als man die Aperturblende in der DF-Stellung gar nicht hat sie also auch nicht schließen kann.
Kläre erst mal diese beiden Punkte und melde dich danach.
Ja, die Leuchtfeldblende hat gehakt, und war doch nicht ganz geöffnet. Wobei das bei DF keinen Unterschied machen sollte, da ausgeschwenkt.
Mich wundert das vorhanden sein von 3 Stellschrauben ???. Bei 2 wäre die Sache klar. Das Einstellfernrohr kommt die nächsten Tage.
Du kannst die Leuchtfeldblende ausschwenken? Wie geht das? Kannst du mal ein Bild der ausgeschwenkten LFB zeigen?
Ach...sorry...Leuchtfeldblende ist es natürlich nicht. Es ist die Aperturblende des Kondensors. Das Mikroskop ist ein Olympus CH-2 ohne Köhlersche Beleuchtung, da hatte ich auf diesen unterschied Sprachlich nicht geachtet, weil es an diesem Gerät nur eine Blende gibt.
Hallo,
wo ist denn die dritte Stellschraube? Zeig doch mal ein Bild des Kondensors, das die dritte Stellschraube zeigt. Das kann es eigentlich nicht geben. Entweder hat der Kondensor nur zwei Schrauben (für die Ringblendenzintrierung, das sind die hinteren) oder vier Stück, dann kann man den Kondesnor selbst noch im Strahlengang zentrieren. Aber drei?? Kann es sein, dass eine Schraube fehlt?
Herzliche Grüße
Peter
Ah, es sind vier Schrauben. Sehen tut man immer nur 3 auf Einmal... Ich dachte das sind alle, aufgrund des verlinkten Bildes in der Broschüre, wo 3 Rändelräder mitgeliefert werden. Damit ist es jetzt logisch, wie die zugehörigkeit ist.
Hallo,
jetzt verstehe ich gar nichts mehr! Hast Du den Kondensor noch gar nicht?
Herzliche Grüße
Peter
Entschuldige Peter, ich habe den Kondensor immer nur von schräg oben/ Seite Angesehen, so wie er im Mikroskop verbaut ist. Dann sieht man höchstens 3 Schrauben auf einmal. So wie auf dem Bild aus dem Prospekt. (Foto ist gerade nicht).
Als ich Ihn ausgebaut habe, konnte ich von unten sehen, daß es 4 Einstellschrauben sind.
Guten Abend Frieder,
ZitatZudem habe ich festgestellt, daß bei Dunkelfeld alles dunkel ist.
ja, das pflegt so zu sein ;D ! Denn beim Dunkelfeld gelangt nur jenes Licht ins Objektiv, das von einem Objekt (Staubfussel, Pantoffeltier usw. gebeugt wurde. Leg' doch mal was Schönes drunter, dann siehst Du auch was. Ansonsten bleibt alles dunkel, selbst bei voll aufgedrehter Mikroskopierlampe.
Eine dunkle und geruhsame Nacht wünscht auch Dir
Heinrich
Hallo Heinrich,
;D ;D ;D Oh je! daran hatte ich gar nicht gedacht, dass Frieder vielleicht gar kein Präparat aufgelegt hat! Hier fehlt jetzt echt ein sich vor die Stirn schlagender Smylie!
Herzliche Grüße
Peter
Doch, ein Präparat hatte ich drauf, wenn auch ein trockenes (könnte es daran auch liegen..).
Jetzt habe ich nochmals probiert, anderes Präparat und dabei festgestellt, daß Kondensor nicht hoch genug einzustellen war, nachdem ich Ihn etwas tiefer in Fassung geschoben habe, bekomme ich jetzt ein Dunkelfeld wie erwartet.
ZitatMein VerdachT - Peter hat auch schon darauf hingewiesen-: die Leuchtfeldblende ist nicht ganz offen, oder der Kondensor ist nicht ganz oben.
Na dann war doch mein Verdacht nicht ganz falsch ;)
Hallo zusammen,
Frieder hat mir den Kondensor zur Reparatur gegeben, weil ein seltsames Phänomen aufgetaucht ist:beim ausgebauten Kondensor kann man die Aperturblende nur komplett schließen wenn er umgedreht in der Hand liegt. Dreht man ihn in die Einbaulage, hakt die Blende ab einer bestimmten Öffnung und es geht nicht weiter. Irgendwas blockiert und das muss auch noch beweglich sein, weil es von der Lage des Kondensors abhängt.
Nur in der Hellfeldstellung kann die Aperturblende bewegt werden, was ja sinnvoll ist, weil im DF und PH bleibt sie ja voll geöffnet. Nach Ausbau des einfachen Drehknopfs mit dem Mitnehmerkranz für die LFB-Lamellen sieht man, dass an einer Stelle eine Nase heraussteht. Leider müssen zur weiteren Bearbeitung die Lamellen raus (meine Lieblingsbeschäftigung die Lamellen wieder einzusetzen! :'( )
Da fast alles aus Kunststoff ist bei diesem einfachen Universalkondensor kann man diese blockierende Nase mit einem feinen Skalpell unterm Stemi mit vielen dünnen Schnitten abarbeiten. Wahrscheinlich ein Fertigungsfehler an dem sich schon mal jemand versucht hat wie es aussah. Gegenüber war noch eine 2. Nase, die auch bearbeitet aussah. Es handelt sich hier um schräge Gleitflächen die gegen eine zentrale Feder arbeiten, dadurch kann das Blendenrad leicht angehoben werde, damit man es aus der Rastposition in die Drehposition herausdrückt. Durch diese Konstruktion hat das ganze in Rastposition etwas Spiel und dann fällt das Blendenrad auf den Drehknopf und die Mitnehmer-Aussparungen für die Lamellen verhaken sich dann in der Nase.
Kleine Ursache große Wirkung.
Das behutsame Abtragen der Nase ist etwas nervig. Die Rampe muss ja intakt bleiben. Mikrochirurgie halt. Der Patient ist aber wieder wohlauf. Alles funktioniert, wie es soll. Die Positionen sind am richtigen Platz, man kann das Blendenrad auch versetzt einsetzen, wenn man nicht genau aufpasst. Die Blendenlammellen sind dann noch ein Thema für sich, es fehlten nämlich 2 und ich musste auf Lücke setzen, weil die Öffnung sonst eckig aussah. Diese fehlenden Lamellen deuten auf frühere Versuche hin den Fehler zu beheben.
Zum Schluss einer der abgehobenen Späne im Pol. Die Farben kommen durch die Schneidbelastung.