Wertes Forum!
Nachdem mein Sohn in der Schule das Auge durchgenommen hat, sah ich mich gezwungen, die biologischen Präparate zu durchmustern. Dabei habe ich ein sehr schönes Präparat eines Frontalschnitts durch einen Stichling gefunden, den ein Herr Seipp am 20.12.1924 angefertigt hat. Das Präparat ist mit Borax-Carmin, Indigocarmin und Picrinsäure gefärbt.
Die Augen sind darauf sehr schön zu erkennen. Mich interessiert allerdings eher, was die Strukturen mittig am oberen und unteren Bildrand, direkt hinter dem Auge darstellen. Sind das Otolithen?
Viele Grüsse,
Florian
Hallo,
Das ist vermutlich Teil der Nase (olfactory rosette).
Beste Gruesse,
Jon
Danke für die Antwort, Jon,
aber die Nase liegt doch vor und nicht hinter den Augen?
Gruss,
Florian
:-[ stimmt, ich hatte die Struktur VOR den Augen im Blick
Die Strukturen vor dem Auge habe ich mir gerade noch mal angesehen. Sie sind aber nicht sonderlich spektakulär. Die hinter dem Auge habe ich mir gerade nochmal mit gekreuzten Polarisatoren angesehen. Sie sind nicht doppelbrechend. Damit sind es wohl keine Otolithen.
Hallo,
Ist es vielleicht ein Anschnitt der zahlreichen Knochen- und Knorpelstrukturen im Kopf des Fisches? Seite 322: https://zslpublications.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/j.1096-3642.1974.tb00030.x
Hallo Florian,
kannst Du mit gekreutzten Polfiltern mal gucken? Alle Knochenstrukturen, auch die Oolithe sollten doppelbrechend sein.
LG Gerd
Hallo Gerd,
Sind sie nicht (siehe oben). Deshalb glaube ich auch nicht mehr an Otolithen. Das Einzige, was schwache Doppelbrechung zeigt, ist die quergestreifte Muskulatur.
Viele Grüsse,
Florian
Hallo Florian,
da habe ich wohl zu schnell gescrollt! Wahrscheinlich sind die mineralischen Bestandteile während der Präparation aufgelöst worden. Dagewesen sein müssen sie ja oder ist das ein Fischembrio mit noch unverknöchertem Skellet?
LG Gerd
Wahrscheinlich. Ist weniger als 1 cm lang.