Mikro-Forum

Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: FotoHooK in Dezember 17, 2018, 15:16:34 NACHMITTAGS

Titel: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: FotoHooK in Dezember 17, 2018, 15:16:34 NACHMITTAGS
Hallo Mikroforum,

nachdem ich letzte Woche meine Gitarre neu bespannt habe, musste ich mir so einen Saitenschnipsel auch mal unterm Mikroskop anschauen.
Die Saite ist zwar nicht so aufwendig geschnitten und vorbereitet wie in dem Cello-Beitrag von Nutzer Georg Abele, dafür aber schön schmutzig.

Gruß
Robin
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: FotoHooK in Dezember 17, 2018, 15:17:11 NACHMITTAGS
zum Vergleich die neue E-Saite:
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: reblaus in Dezember 17, 2018, 15:44:04 NACHMITTAGS
Aaaaahhh-

jetzt weiß ich endlich, warum die frisch aufgezogene Saite zunächst einen viel besseren Klang hat - der Dreck dämpft!

Gruß

Rolf
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: derda in Dezember 17, 2018, 16:25:33 NACHMITTAGS
Hallo Robin,

was für ein schöner Vergleich. Ich habe von Bassisten gehört, die Ihre Saiten auch mal auskochen und so länger damit spielen können. Bei den preiswerteren Gitarrensaiten lohnt der Aufwand sicher nicht.

Viele Grüße

Erik
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: Gerd Schmahl in Dezember 17, 2018, 17:19:57 NACHMITTAGS
Hallo Robin,
Du scheinst ja beim Gitarrespielen ganz schön ins Schwitzen zu kommen. Dafür lassen sich die alten Saiten mit der "Patina" aber viele besser fotografieren, weil sie nicht so häßlich glänzen. Danke für den Einblick! Werde mir das beim nächsten Saitenwechsel auch mal ansehen.

Hallo Rolf,
der brilliantere Klang neuer Saiten rührt nicht nur vom fehlenden Dreck. Neue Saiten sind überall schön gleichmäig. Gespielte Saiten werden im bespielten Teil einerseits abgenutzt und andererseits verdreckt. Beides führt zu Asymetrien zwischen dem bespielten Teil und dem unbespielten jenseits des Klangloches. Damit kann die Saite nicht mehr so sauber schwingen.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: mikromeister in Dezember 17, 2018, 17:27:01 NACHMITTAGS
Da sollte doch ein Ultraschallbad mit z.B. Waschbenzin sehr segensreich wirken.
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: derda in Dezember 17, 2018, 18:21:05 NACHMITTAGS
Hallo Zusammen,

man gebe nur: Saiten auskochen bei Google ein und staune, in wie vielen Musikerforen dieses Thema bereits besprochen wurde. Meistens ohne Mikrobild  ;D

https://m.bonedo.de/artikel/einzelansicht/5-tricks-zur-wiederbelebung-alter-basssaiten.html (https://m.bonedo.de/artikel/einzelansicht/5-tricks-zur-wiederbelebung-alter-basssaiten.html)

Viele Grüße

Erik
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: Bernhard Lebeda in Dezember 17, 2018, 20:56:53 NACHMITTAGS
Zitat von: Erik W. in Dezember 17, 2018, 16:25:33 NACHMITTAGS
Hallo Robin,
. Ich habe von Bassisten gehört, die Ihre Saiten auch mal auskochen und so länger damit spielen können.

"Nun ward ich so alt wie Höhl und Wald und hab nicht sooowas gesehn..."  ;D ;D

Bassisten....tz tz tzisses... 8)

LG Bernhard



Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: FotoHooK in Dezember 17, 2018, 21:14:53 NACHMITTAGS
Hallo Bernhard,

ein Saitensatz für einen Kontrabass kostet aber auch gerne mal über 200€.

Gruß
Robin
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: reblaus in Dezember 17, 2018, 22:05:00 NACHMITTAGS
Hallo Bernhard -

Bratschern ist das bekanntlich auch zuzutrauen - double, bubble, toil and trouble, fire burn and cauldron bubble!

Gruß

Rolf
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: Bernhard Lebeda in Dezember 18, 2018, 10:59:59 VORMITTAG
Zitat von: FotoHooK in Dezember 17, 2018, 21:14:53 NACHMITTAGS
Hallo Bernhard,

ein Saitensatz für einen Kontrabass kostet aber auch gerne mal über 200€.

Gruß
Robin

Ja klar, Robin, weiß ich (leider) schon was Saiten kosten. Aber unsere Streichersaiten haben doch auch eine viel längere Standzeit. Von auskochen habe ich jedenfalls bis gestern noch nie was gehört. Was soll denn das bewirken? Bei uns Geigern reicht jedenfalls gelegentlich mit Alkohol reinigen und wenn ausgeleiert (stumpfer Klang, nicht mehr quintenrein etc.) dann weg damit!! Ganz abgesehen davon, daß ich selbst einem Bratscher nicht gönnen würde, eine schon mal aufgezogene Saite wieder aufzupriemeln  :o 8)

Interessant finde ich übrigens, daß Gitarrensaiten viel eher korridieren. Ich hab noch nie angelaufene oder oxidierte Geigensaiten gesehen!

Viele zartbesaitete Mikrogrüße

Bernhard
(Berufsgeiger und Hobbygitarrist  ;))



Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: Carsten Wieczorrek in Dezember 19, 2018, 00:08:04 VORMITTAG
Hallo,

ich oute mich als Unmisikalist:
ZitatIch hab noch nie angelaufene oder oxidierte Geigensaiten gesehen!

Hat das, also rein theoretisch, vielleicht damit zu tuen, dass man

a) Geigensaiten selten mit den Drecksfingern angrapscht
und
b) man Gitarrensaiten selten mit einem Fidelbogen zupft

???

Aber ich habe definitiv keine Ahnung von Musik.

Carsten
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: Bernhard Lebeda in Dezember 19, 2018, 12:33:46 NACHMITTAGS
nee, Carsten, Gitarrensaiten korridieren besonders da wo man greift, und bei der Geige beobachte ich dergleichen nicht. Die Hände wasche ich mir in beiden Fällen vorher. Ich denke Geigensaiten werden aufwändiger hergestellt, kosten immerhin fast das 10 fache von Gitarrensaiten!

LG Bernhard
Titel: Re: Gitarrensaite nach 5 Monaten
Beitrag von: ortholux in Dezember 21, 2018, 09:05:55 VORMITTAG
Zitat von: Bernhard Lebeda in Dezember 18, 2018, 10:59:59 VORMITTAG
Von auskochen habe ich jedenfalls bis gestern noch nie was gehört. Was soll denn das bewirken?


Lieber Bernhard,

das bezieht sich auf roundwound E-Bassaiten. Die setzen sich zu, wie die von Robin gezeigte Gitarrensaite. Damit verlieren sie Höhen. Das Auskochen holt den Dreck zum Teil wieder raus. Damit klingen Sie wieder besser, aber nicht wie neue Saiten.

Wolfgang